Sofia Goggia

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Sofia Goggia Ski Alpin
2017 Audi FIS Ski Weltcup Garmisch-Partenkirchen Damen - Sofia Goggia - by 2eight - 8SC9512.jpg
Sofia Goggia im Januar 2017
Nation ItalienItalien Italien
Geburtstag 15. November 1992 (25 Jahre)
Geburtsort Bergamo, Italien
Größe 169 cm
Gewicht 67 kg
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G,
Riesenslalom, Kombination
Verein G. S. Fiamme Gialle
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 Pyeongchang 2018 Abfahrt
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Bronze0 St. Moritz 2017 Riesenslalom
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 28. Dezember 2011
 Weltcupsiege 5
 Gesamtweltcup 3. (2016/17)
 Abfahrtsweltcup 1. (2017/18)
 Super-G-Weltcup 5. (2017/18)
 Riesenslalomweltcup 3. (2016/17)
 Kombinationsweltcup 8. (2016/17)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 3 5 2
 Super-G 2 2 2
 Riesenslalom 0 3 2
 Super-Kombination 0 0 1
letzte Änderung: 15. März 2018

Sofia Goggia (* 15. November 1992 in Bergamo) ist eine italienische Skirennläuferin. Sie gehört der Nationalmannschaft des Italienischen Wintersportverbandes an und ist in mehreren Disziplinen erfolgreich. Weltcup-Siege erreichte sie bisher in der Abfahrt und im Super-G, Podestplätze erlangte sie überdies im Riesenslalom und in der Kombination. Ihr größter Erfolg ist die Goldmedaille in der Abfahrt bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang 2018.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goggia wuchs im Valle di Astino auf, das zur Stadt Bergamo gehört. Das Skifahren erlernte sie im Alter von drei Jahren auf den Pisten von Foppolo.[1] Am 10. Januar 2008 bestritt sie ihr erstes FIS-Rennen und kam nur acht Tage später erstmals im Europacup zum Einsatz, startete danach aber erst wieder ab Dezember 2009 in dieser Rennserie. Bei den italienischen Juniorenmeisterschaften gewann sie 2009 im Slalom, im Riesenslalom, im Super-G und in der Kombination, 2010 nochmals im Super-G. Erste internationale Auftritte hatte sie beim Europäischen Olympischen Jugendfestival 2009 im polnischen Szczyrk, wo sie 9. im Riesenslalom und 15. im Slalom wurde. Es folgte die Juniorenweltmeisterschaft 2010 im französischen Hochsavoyen, bei der sie sich in der Abfahrt als 6. und im Riesenslalom als 46. klassierte, in Super-G und Slalom jedoch ausschied.

Nachdem sie im Januar 2010 erstmals FIS-Rennen gewonnen hatte, holte Goggia im März 2010 die ersten Punkte im Europacup. Im folgenden Winter 2010/2011 absolvierte sie nur wenige Rennen, da sie die Saison verletzungsbedingt bereits Mitte Januar beenden musste. In der Saison 2011/2012 fand Goggia im Europacup den Anschluss an die Spitze. Sie erreichte zunächst mehrere Top-10-Ergebnisse, stand am 8. Februar 2012 als Dritte des Super-G von Jasná erstmals auf dem Siegerpodest und feierte sechs Tage später in der Super-Kombination von Sella Nevea ihren ersten Sieg. Sie entschied die Kombinationswertung für sich und wurde jeweils Dritte in der Gesamt- und Super-G-Wertung, obwohl sie die Saison vorzeitig beenden musste: Nach einem Sturz im Riesenslalom von Andalo am 24. Februar 2012 erlitt sie Knieverletzungen und verpasste dadurch auch die Juniorenweltmeisterschaft 2012.[2]

Weltcupdebüt 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Weltcup startete Goggia erstmals am 28. Dezember 2011 im Riesenslalom von Lienz, blieb aber fast zwei Jahre ohne Weltcuppunkte. In der Saison 2012/13 gewann Goggia drei Rennen im Europacup. Obwohl sie zuvor noch nie einen Weltcup-Super-G bestritten hatte, wurde sie in dieser Disziplin für die Weltmeisterschaft 2013 in Schladming nominiert und fuhr dort überraschend auf den vierten Platz, wobei sie das Podest nur um fünf Hundertstelsekunden verfehlte. Im Europacup entschied sie mit zwei Siegen die Abfahrtswertung für sich. Die ersten Weltcuppunkte gewann Goggia am 30. November 2013 mit dem 7. Platz im Super-G von Beaver Creek. Eine Woche später stürzte sie in der Abfahrt von Lake Louise und zog sich dabei einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Somit war die Saison für sie vorzeitig beendet.[3] Erneut auftretende Kniebeschwerden zwangen sie im Januar 2015 ein weiteres Mal zum vorzeitigen Saisonabbruch.[4]

In der Saison 2015/2016 blieb Goggia verletzungsfrei und konnte sich allmählich wieder im Weltcup etablieren, wobei sie drei Top-10-Ergebnisse erzielte. Das beste Ergebnis in diesem Winter war der 4. Platz im Super-G von Soldeu am 27. Februar 2016. Der endgültige Durchbruch an die Weltspitze gelang ihr in der darauf folgenden Saison 2016/2017. Am 26. November 2016 fuhr sie mit Platz drei im Riesenslalom von Killington erstmals auf das Podest. Eine Woche später gelang ihr in Lake Louise die erste Podestplatzierung in einer Weltcupabfahrt. Bis zum Jahresende stand sie in vier verschiedenen Disziplinen insgesamt sechsmal auf dem Podest. Bei der Weltmeisterschaft 2017 in St. Moritz gewann sie die Bronzemedaille im Riesenslalom. Am 4. März 2017 feierte sie bei der Olympia-Generalprobe in Jeongseon in der Abfahrt ihren ersten Weltcupsieg. Im Super-G, der am folgenden Tag ausgetragen wurde, siegte sie erneut.

Olympiasieg und Sieg im Abfahrtsweltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn der Saison 2017/2018 erreichte sie in den ersten 12 Weltcup-Rennen drei Podestplätze (zwei dritte Plätze, ein zweiter Platz). Im 13. Rennen am 14. Januar 2018 feierte sie schließlich in der Abfahrt von Bad Kleinkirchheim ihren ersten Saisonsieg, bei dem sie gemeinsam mit Federica Brignone und Nadia Fanchini auch für den ersten italienischen Dreifach-Erfolg in einem Abfahrtsrennen sorgte.[5] Ein weiterer Sieg folgte 5 Tage später in der Abfahrt von Cortina d'Ampezzo.

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang gewann sie nach zwei elften Plätzen im Riesenslalom und im Super-G am 21. Februar die Goldmedaille in der Abfahrt. Sie wurde damit die erste italienische Olympiasiegerin in dieser Disziplin.[6] Von ihren Landsmännern hatte dies zuvor nur Zeno Colò in Oslo 1952 geschafft. Auch bei Weltmeisterschaften hatten die Azzuri bislang nur durch Paula Wiesinger (1932) bzw. durch Coló (1950; 1952, im letzteren Fall zählte der Olympiasieg zugleich als Weltmeistertitel) Gold gewinnen können. Drei Wochen später, beim Weltcupfinale in Åre, sicherte sich Goggia mit drei Punkten Vorsprung auf Lindsey Vonn den Sieg in der Abfahrts-Disziplinenwertung. Auch hier bietet sich praktisch dasselbe Bild: Bei den Damen war es lediglich Isolde Kostner (2000/01, 2001/02) gewesen, und bei den Herren konnte Peter Fill ebenfalls zweimal die Wertung holen (2015/16, 2016/17).

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Riesenslalom Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2013/14 85. 36 30. 36
2014/15 123. 1 58. 1
2015/16 38. 248 32. 28 26. 114 22. 96 35. 10
2016/17 3. 1197 2. 460 6. 240 3. 405 8. 92
2017/18 4. 958 1. 509 5. 311 22. 106 17. 32

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goggia errang bisher 22 Podestplätze, davon fünf Siege:

Datum Ort Land Disziplin
4. März 2017 Jeongseon Südkorea Abfahrt
5. März 2017 Jeongseon Südkorea Super-G
14. Januar 2018 Bad Kleinkirchheim Österreich Abfahrt
19. Januar 2018 Cortina d’Ampezzo Italien Abfahrt
15. März 2018 Åre Schweden Super-G

Europacup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Saison 2011/12: 3. Gesamtwertung, 1. Superkombinationswertung, 3. Super-G-Wertung
  • Saison 2012/13: 2. Gesamtwertung, 1. Abfahrtswertung, 7. Riesenslalomwertung, 9. Super-Kombinations-Wertung
  • 9 Podestplätze, darunter 4 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
14. Februar 2012 Sella Nevea Italien Super-Kombination
19. Dezember 2012 Courchevel Frankreich Riesenslalom
17. Januar 2013 St. Anton Österreich Abfahrt
28. Januar 2013 Jasná Slowakei Abfahrt

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sofia Goggia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. La domenica di Sofia Goggia: «Cerco la famiglia e ciò che conta». L'Eco di Bergamo, 9. März 2014, abgerufen am 7. Januar 2017 (italienisch).
  2. Goggia, distorsione ginocchio e presunta frattura tibia. raceskimagazine.it, 24. Februar 2012, abgerufen am 5. Dezember 2012 (italienisch).
  3. Saisonende für Sofia Goggia. skionline.ch, 11. Dezember 2014, abgerufen am 17. März 2014.
  4. Sofia Goggia muss pausieren. skionline.ch, 7. Januar 2015, abgerufen am 10. Januar 2015.
  5. Italienischer Dreifach-Sieg in Bad Kleinkirchheim. Kurier, 14. Januar 2018, abgerufen am 9. März 2018.
  6. Goggia schnappt sich Abfahrtsgold. ORF, 21. Februar 2018, abgerufen am 21. Februar 2018.