Vieux-Condé

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Vieux-Condé
Wappen von Vieux-Condé
Vieux-Condé (Frankreich)
Vieux-Condé
Region Hauts-de-France
Département Nord
Arrondissement Valenciennes
Kanton Marly
Gemeindeverband Valenciennes Métropole
Koordinaten 50° 28′ N, 3° 34′ OKoordinaten: 50° 28′ N, 3° 34′ O
Höhe 13–51 m
Fläche 11,06 km2
Einwohner 10.395 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 940 Einw./km2
Postleitzahl 59690
INSEE-Code
Website https://www.ville-vieux-conde.fr/

Endhaltestelle Le Boulon der der Straßenbahn in Vieux-Condé, hinten rechts das restaurierte Stellwerk des einstigen Bahnhofs

Vieux-Condé (niederländisch Oudkonde)[1] ist eine französische Stadt mit 10.395 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Nord in der Region Hauts-de-France. Die Gemeinde gehört zum Kanton Marly (bis 2015: Kanton Condé-sur-l’Escaut). Sie liegt in der Nähe der belgischen Grenze im Regionalen Naturpark Scarpe-Schelde.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname leitet sich vom keltischen Wort Condat(e) (Zusammenfluss) ab, in der Nähe mündet die Haine in die Schelde (französisch: Escaut). In der gallo-romanischen Zeit hieß der Ort Vetus Condatum.[Anm. 1] Im Zuge der Französischen Revolution wurde Vieux-Condé in „Vieux-Nord-Libre“ umbenannt, 1810 erhielt der Ort seinen alten Namen zurück.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1215 wurde Vetus Condatum erstmals erwähnt. Infolge kriegerischer Auseinandersetzungen wurde das Dorf mehrfach zerstört, 1645 existierten nur noch sechs oder sieben Häuser. 1741 wurden in Vieux-Condé Steinkohlevorkommen entdeckt. Um 1810 hatte Vieux-Condé ungefähr 1300 Einwohner.[2]

Zwischen 1751 und 1983 wurde in Vieux-Condé Kohle gefördert, somit hat die Stadt eine alte Bergwerkstradition. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie durch einen Bombenangriff stark zerstört. Vor allem das Zentrum wurde schwer getroffen und musste nach dem Krieg komplett neu aufgebaut werden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. Mai 1873 wurde der Abschnitt Vieux-Condé-Péruwelz des Chemin de fer d’Anzin, der Eisenbahnstrecke von Somain in den belgischen Grenzort Péruwelz, eröffnet. Die Strecke wurde am 1. Juni 1874 über Condé-sur-l’Escaut nach Anzin verlängert. 1963 wurde der Personenverkehr eingestellt, 1975 die Strecke nach Péruwelz abgebaut. Der Güterverkehr endete 1986.

Seit dem 24. Februar 2014 verkehrt nach Vieux-Condé die Linie T2 der Straßenbahn Valenciennes, ihre Endhaltestelle liegt auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Monuments historiques in Vieux-Condé

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. lateinisch „vetus“ = alt; Condatum (das heutige Condé-sur-l’Escaut) liegt ca. 2 Kilometer entfernt

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Nord. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-119-8, S. 582–583.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vieux-Condé – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. De Nederlanden in Frankrijk, Jozef van Overstraeten, 1969.
  2. a b Petit historique de Vieux-Condé, abgerufen am 14. November 2018