Wikipedia:Kurier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Wiki Loves Earth 2019 (Deutschland) – das sind die Sieger

Zum wiederholten Mal tagte die WLE-Jury im hessischen Fulda, um die aus ihrer Sicht besten 100 Bilder des Fotowettbewerbs „Wiki Loves Earth“ herauszusuchen und festzulegen. Die Jury, die sich vom 12. bis 14. Juli zusammensetzte, bestand aus sechs Jurorinnen und Juroren sowie einem „Schlagmann“ (technischer Helfer).

Im gesamten Monat Mai 2019 hatten die Wettbewerbsteilnehmer die Möglichkeit, ihre Fotos einzureichen. Mithilfe des Vorjury-Tools trafen 76 Mitglieder der Community aus 12.730 Bildern bis zum 30. Juni eine Vorauswahl. Nach dieser Vorjury-Runde blieben 710 Bilder zur abschließenden Beurteilung durch die gewählte Jury übrig; diese Bilder wurden mit mindestens 3,2 Sternen bewertet. An diesen Bildern wurden noch letzte Prüfungen vorgenommen, um festzustellen, ob sie den Teilnahmekriterien entsprachen, in die richtigen Kategorien eingeordnet worden waren oder grobe Fehler enthielten. Für diese zeitaufwändige Vorarbeit bedanken wir uns an dieser Stelle bei allen Beteiligten recht herzlich.

Das Siegerbild „Schlucht in den Hessigheimer Felsengärten“ von Aristeas zeigt eine Schlucht in den „schwäbischen Dolomiten.“ Bei diesem Bild stimmen nach Ansicht der Jury Stimmung, Motiv und Qualität überzeugend überein. Herzlichen Glückwunsch! Auch die Fotos der Platzierten sind Aufnahmen von hoher Qualität und zeigen die Vielfalt der geschützten deutschen Natur von Nord nach Süd, von steinig bis matschig und von oben bis unten.
→ mehr zu den Ergebnissen

Die besten 100 Fotos wurden von 57 Fotografen eingereicht, darunter sind Motive aus 13 Bundesländern vertreten. Den Sonderpreis für die meisten Platzierungen in der Top-100-Liste erhält der Fotograf Sven Damerow mit 13 Bildern. Gratulation! Seinen zahlreichen Bildern von Schmetterlingen und Libellen kommt vor dem Hintergrund des Insektensterbens eine besondere Bedeutung zu. Die meisten seiner Fotos waren qualitativ so gut, dass eine letzte Auswahl schwer fiel.

Wie jedes Jahr gab es eine große Vielfalt an Motiven: Von Feucht- und Moorgebieten über Heidelandschaften und Karseen in hochalpinem Gelände bis zu Nahaufnahmen von Tieren und Pflanzen war alles vertreten. Insgesamt schafften es 33 Tierfotos unter die Top 100. Neben den schon erwähnten Insekten waren dieses Jahr weitere Arten wie Bienenfresser, Kegelrobbe und Bergmolch in den Top 100 festgehalten. Einzelne Pflanzen waren größtenteils in Verbindung mit Insekten zu sehen, abgesehen von einem Pilzfoto, das in die Top 100 einzog.

Einige Bilder mit sehr guten Motiven, die der Jury auf Anhieb gefielen, mussten bei näherer Prüfung leider abgewertet werden, da sie technische Mängel wie Sensorflecken, chromatische Aberrationen oder Bildrauschen aufwiesen.

Die diesjährige Jurysitzung erwies sich im Übrigen als ausgesprochen angenehm und kooperativ. Das war auch der Tatsache zuzuschreiben, dass es inzwischen Ablaufpläne gibt, die sich über Jahre aus Erfahrungen gespeist haben und die Arbeit erheblich erleichtern. Noch größere Bedeutung kommt der exzellenten Abstimmungssoftware von Wiegels zu, der diese auch über die Jahre weiterentwickelt hat. Der technische Helfer GPSLeo ging mit ihr versiert und unaufgeregt um.

Ob die Preisverleihung im Rahmen der WikiCon Anfang Oktober in Wuppertal stattfinden wird, ist noch unklar. Wie immer wird die Top-10-Auswahl zum internationalen Wettbewerb weitergereicht. Die Jury wünscht den Fotografinnen und Fotografen auch dabei viel Erfolg! 15.07. Ni.

Maximilian1 im Alpenforum

Die Museumsleute in Innsbruck kooperieren gern mit uns vom Alpenforum. Im Vorfeld des letzten Innsbruckstammtischs luden sie uns ein zur Ausstellung Maximilian 1 – Aufbruch in die Neuzeit in die Kaiserliche Hofburg. Die Kuratorin der Ausstellung Monika Frenzel ließ es sich nicht nehmen, mit uns in die Epoche des großen Habsburger Kaisers einzutauchen.

Es ist die Geschichte eines Kaisers, der die Fundamente für das habsburgische Weltreich legte, durch Erbschaften, Kriege und Heiraten. Vor allem Tirol wurde während seiner Regentschaft beträchtlich erweitert. 1490 übernahm er die Regierung in Tirol von Herzog Sigismund dem Münzreichen und begann die Innsbrucker Residenz auszubauen. So wurde Innsbruck zum Zentrum seines Lebens.

Vom Mittelalter zur Renaissance

Zuvor besuchten wir das Grabmal des Kaisers in der Hofkirche, und erwiesen den in Bronze gegossenen edlen Damen die Ehre. Immerhin finden sich unter den 28 Bronzefiguren acht Frauen. Zur Begrüßung überreichte Monika Frenzel jedem von uns den gerade frisch gedruckten großvolumigen Katalog zur Ausstellung. In dieser wird auf 800 Quadratmetern nicht nur das Leben Maximilians, sondern die gesamte Epoche mit Themen wie Expeditionsreisen, Humanismus und Wirtschaft beleuchtet. Mit multimedialen Inszenierungen, Filmsequenzen und Musik aus der Zeit erhielten wir spannende Eindrücke vom Leben und Wirken von Kaiser Maximilian, in der Zeitenwende vom Mittelalter zur Renaissance.

Genau genommen könnte man Maximilian I. auch als Alpenkaiser bezeichnen. Er revitalisierte die Burgen in Tirol, förderte Bergbau und Münze in der Alpenregion und baute eine beachtliche Rüstungsindustrie auf. 1500 kamen durch einen Erbvertrag Lienz und das Pustertal zu Tirol. Im bayrischen Erbfolgekrieg konnte Maximilian 1505 die Gerichte Kufstein, Rattenberg und Kitzbühel gewinnen.

Alpenkaiser und Europäer

Die größten Machterweiterungen jedoch brachte Maximilian durch Hochzeiten zustande: Er selbst heiratete Maria von Burgund und kam dadurch an das reiche burgundische Erbe. Durch Verheiratung seiner Familienmitglieder gewann er außerdem Spanien, Böhmen und Ungarn für die Habsburger. Und er beherrschte drei Sprachen perfekt, in Wort und Schrift: Deutsch, Latein und Französisch. Dies und noch viel mehr an wissenswerten Details präsentierte uns Monika Frenzel verbal, digital und via Ausstellungskatalog.

Sie gab uns nebenbei einen Überblick über die insgesamt 13 Ausstellungen, die 2019 in Österreich, in Südtirol, in der Schweiz und in Deutschland anlässlich des 500. Todestages von Maximilian I. stattfinden. Die wohl umfangreichste läuft bis Mitte September in Augsburg, wo der Kaiser als Herrscher über das römisch-deutsche Reich im Mittelpunkt steht, über ein Reich, das sich von Flandern bis zur Ostsee, über das heutige Tschechien bis nach Triest und von der ligurischen Küste bis zu den französischen Alpen erstreckte. Maximilian I. – Kaiser, Ritter, Bürger zu Augsburg ist der Titel der Ausstellung in Augsburg.

Und überall, wo Maximilian weilte, hatte er seine Komponisten, seine Lieblingsmusiker und seine Lieblingsmusik dabei. Die Musik erlebte zu Maximilians Zeiten ihre Internationalisierung.

Musik der Renaissance

Maximilian hatte erkannt, dass es kaum eine wirksamere Propaganda gab, als wenn die Künstler in aller Welt sein Lob sangen. Zum Beispiel Ludwig Senfls (1490–1543) berühmtes Lied vom Adler, der hoch oben in den Lüften wohnt mit seinem prächtigen Gefieder, gepriesen wird das habsburgische Wappentier und sein Träger, der Kaiser. Versteht sich, dass überall, wo Maximilian derzeit gefeiert wird, die Renaissancemusik seiner Epoche ihren Platz hat, auch in Innsbruck und seinem 2018 eröffneten Haus der Musik.

Was davon bleibt

Rückblende um 500 Jahre, der Exkurs in eine Zeitenwende, wie wir sie vermutlich auch heute wieder erleben, nur mit anderen Vorzeichen und etwas globaler und ubiquitärer, fiel auf fruchtbaren Boden. Wir haben viel erfahren, zahlreiche Anstöße für unser Tun und Wirken als Autoren, Artikelschreiber, Fotografen und natürlich voll im politischen Geschehen stehende Menschen bekommen. Besuch beim Alpenkaiser, als kulturelles Vorprogramm zum Wikipedia-Stammtisch, Kernelement der WAF-Idee, Alpenforum at its best. Pi, Xa 13.07.

(P.S. Ein Katalog zur Innsbrucker Ausstellung ist noch übrig, abzuholen am nächsten Innsbruckstammtisch)

Paradiesische Zustände

GLAM[on T]our bei Georg Fischer

Vier Tage lang durften ein Dutzend Wikipedianer*innen aus drei Ländern ins Paradies. Während der Hochrhein alles andere als träge vorbeiströmte, zogen nur in weiter Ferne Gewitterzellen vorbei. – Vier Tage lang blieben VM und PA in ähnlich weiter Ferne.

Eingeladen zu GLAM on Tour‎ in der Eisenbibliothek hatten WMCH und die «Eisenbibliothek» des Technologiekonzerns Georg Fischer AG (GF).

Nach dem Auftakt mit Führung und Vortrag im Museum zu Allerheiligen ging es am nächsten Tag in die heiligen Werkshallen von «GF Piping Systems» in Schaffhausen. Eine Firma, die früher alle Sorten Tiegel-Gussstahl gewalzt, gehämmert in Stäben und Blechen verarbeitete und lieferte, fertigt heute Leichtbaukomponenten («GF Casting Solutions») oder Rohrsysteme weitgehend aus Kunststoff – von Abwasser bis Reinstraum. Spritzgießmaschinen erzeugen Rohre und Fittings bis zu einem Gewicht von etwa 100 Kilogramm. Etwa dreissig Gelenkarmroboter helfen Arbeitsplätze im Hochlohnland Schweiz zu sichern. Zur Werkslogistik gehören Fahrerlose Transportsysteme und das vollautomatische Hochregallager.

Nach Slow Food in der Betriebskantine wurde die Schreibwerkstatt im Klostergut Paradies eingerichtet. Eine umfangreiche Handbibliothek stand neben Kaffee, Tee und weiteren wikipedischen Betriebsstoffen bereit. Führungen «Von der Klausur in die Cloud», durch Gut, Klosterkirche und Ausbildungszentrum sowie Konzernarchiv von GF vervollständigten das Programm. Zu den Annehmlichkeiten gehörte der Service eines Cars. Während des Abendessens auf der Terrasse des Restaurants Paradies trieben Weidlinge vor der untergehenden Sonne den Hochrhein hinunter.

Fenster im Klostergut Paradies

Die ersten Ergebnisse und Fotos sind hier verlinkt. Es entstanden Artikel von A bis W, von der Aristoteles-Albertus-Magnus-Handschrift über Ernst Müller-Reiffer, das Neuparadies mit Testturm bis zum vierten Wok (auch Kochtöpfe wurden von GF hergestellt) und der Werkbahn mit Rollschemelanlage. Weitere Artikel sind in Vorbereitung.

Dank für eine paradiesisch, perfekte Performance an Franziska Eggimann, Edgar Winterhalder, Debora, Hadi, Lantus und die jeweiligen Teammitglieder! rhb, 8.7.

Antwort des Boards der Wikimedia Foundation

Gegenstand ist die heftige Debatte in der englischen Wikipedia über die einjährige Teilsperre für den Admin Fram auf der englischen Wikipedia. Hier folgt die lang erwartete Stellungnahme des Verwaltungsrates (Board) der Wikimedia Foundation vom 2. Juli 2019 (im Original hier zu lesen):

An alle,

der Verwaltungsrat (Board) ist ein beratendes Gremium, und wir sind der festen Überzeugung, dass es wichtig ist, Fragen von großer Bedeutung sorgfältig zu erwägen. Wir erkennen an, dass für viele Mitglieder der Gemeinschaft (Community-Mitglieder) unser Schweigen entmutigend war, aber wir haben die Zeit wirklich genutzt.

Die kürzlich erfolgte Sperre eines Nutzers in der englischen Wikipedia durch die Wikimedia Foundation nach den Terms of use hat für Diskussionen und eine Debatte gesorgt. Es gab Forderungen an den Verwaltungsrat der Wikimedia Foundation, auf diese Diskussionen zu antworten.

Vor fast drei Jahren veröffentlichte der Verwaltungsrat eine deutliche Stellungnahme gegen toxisches Verhalten und wies die Teams der Wikimedia Foundation an, daran zu arbeiten, die Wikimedia-Gemeinschaften (Communities) sicherer für alle gutwilligen Benutzer zu machen. Eine sichere und respektvolle Umgebung ist nicht nur eine der fünf Säulen, sie erlaubt auch mehr und verschiedenartigen Stimmen, sich unseren Gemeinschaften anzuschließen und dabei neues Wissen mitzubringen.

Während wir dieser Position nach wie vor uneingeschränkt verpflichtet sind, erkennen wir auch die entscheidende Bedeutung dessen an, dass die Gemeinschaften sich selbst verwalten können und dass die Bewegung als Ganzes Entscheidungen auf hoher Ebene treffen kann. Wir glauben zwar nicht, dass die Angestellten (Staff) der Wikimedia Foundation diese Entscheidung leichtfertig getroffen haben, glauben aber, dass wir die richtigen Prozesse für die Erzielung der richtigen Resultate benötigen.

Es ist auch klar, dass die existierenden Prozesse in den Gemeinschaften und bei Trust & Safety versagt haben, da es Fälle gibt, die offensichtlich eine Sanktion erfordern, in denen aber keine Sanktionen erfolgten.

Wir glauben, dass die Gemeinschaften in der Lage sein sollten, derartige Situationen zu bewältigen, und dies als Weckruf zur Verbesserung unserer Durchsetzungsprozesse beim Umgang mit sogenannten Unblockables verstehen sollten. Tatsächlich sollten Personen in Autoritätspositionen nach einem strengeren Maßstab beurteilt werden. Wir erkennen auch an, dass die Gemeinschaften möglicherweise Hilfe zur Umsetzung der erforderlichen Schritte benötigen.

Das kann die Finanzierung von Training von Gemeinschaftsmitgliedern, die mit Belästigung (harassement) befasst sind, oder von langjährigen Mitarbeitern zur Korrektur von unangemessenen Verhaltensweisen beinhalten. Wir unterstützen die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen, um der Gemeinschaft und ihren Vertretern die Diskussion dieser Fragen mit dem Verwaltungsrat und den Angestellten zu ermöglichen.

Selbst die größeren Projekte haben Schwierigkeiten, die schwierigsten und umstrittensten Fälle effektiv anzugehen. Es gibt eine Kluft zwischen den Prinzipien unserer Bewegung und der Praxis. Das ist eine Frage, die wir gemeinsam lösen müssen. Es ist eine Aufgabe, die von den Gemeinschaften mit Unterstützung der Angestellten und unter Führung des Verwaltungsrats angegangen werden muss.

Deshalb haben wir Katherine Maher, die Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, gebeten, in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinschaften Mängel der gegenwärtigen Abläufe zu identifizieren und Lösungen vorzuschlagen. Dazu können gegenwärtige und künftige Initiativen ebenso gehören wie Neubewertung oder Ergänzung der zwei neuen Office-Action-Regeln (vorübergehende und teilweise Foundation-Sperren) durch die Gemeinschaft.

Wir erkennen an, dass Trust & Safety (T&S) eine Erfolgsgeschichte bei der Bewältigigung hochkomplexer Situationen vorweisen kann. Wir empfehlen, dass sich, während die oben erwähnten Beratungen zwischen Trust & Safety und unseren Gemeinschaften stattfinden, T&S auf die schwerwiegendsten Fälle konzentriert, zum Beispiel auf Rechtsfragen, Drohungen von Gewaltanwendung, Cross-Wiki-Missbrauch und Fragen des Kinderschutzes, bis die Beratungen abgeschlossen sind und eine Einigung zwischen T&S und der Gemeinschaft erfolgt ist.

Jede Änderung in den langbewährten Praktiken, mit toxischem Verhalten in den Gemeinschaften umzugehen, sollte sorgfältig und nur nach enger Zusammenarbeit mit den Gemeinschaften erfolgen. Wie oben erläutert haben wir die Foundation angewiesen, dieses Gespräch aufzunehmen.

Wir unterstützen das Schiedsgericht (ArbCom), diese Sperre zu überprüfen. Wir haben T&S gebeten, mit dem ArbCom der englischen Wikipedia bei der Überprüfung dieses Falls zusammenzuarbeiten. Wir ermutigen ArbCom, Dauer und Umfang von Frams Sperre anhand der Untersuchungsergebnisse zu bewerten, die dem Committee zur Verfügung gestellt werden können. Während der Überprüfung bleibt die Sperre von Fram in Kraft, wenngleich ArbCom und T&S möglicherweise Wege benötigen, um Fram eine Beteiligung am Verfahren zu ermöglichen.

Wir betrachten keine der mit den aktuellen Ereignissen verbundenen Admin-Rücktritte als under a cloud (verdächtig), auch wenn wir der Meinung sind, dass das endgültige Urteil darüber von der Gemeinschaft gefällt werden muss.

Der Verwaltungsrat betrachtet dies als Teil einer dringend notwendigen Debatte in der Gemeinschaft über toxisches Verhalten. Trotz der erheblichen Störungen, die dies für Viele verursacht hat, hoffen wir, dass dies für uns als katalysierender Anlass dient, um gemeinsam voranzukommen und Befinden und Vitalität unserer Gemeinschaften zu gewährleisten.

Die Vorsitzende des Verwaltungsrates hat diese Angelegenheit formal an den stellvertretenden Vorsitzenden delegiert und war nicht an der Abgabe dieser Erklärung oder an den Beratungen, die dazu geführt haben, beteiligt.

Im Namen des Verwaltungsrates:

  • Schiste (23:02, 2. Juli 2019 (UTC))
  • Doc James (23:14, 2. Juli 2019 (UTC))
  • Pundit (04:57, 3. Juli 2019 (UTC))

Soweit der Text. Mit der Vorsitzenden ist Maria Sefidari (Raystorm) gemeint, die sich anscheinend aus der Beratung für die Erklärung herausgehalten hat, da sie in manchen Augen als möglicherweise befangen gelten könnte. Unterzeichnet ist die Erklärung im Namen der Board-Mitglieder von den beiden durch die Communities gewählten Vertretern Doc James (James Heilman) und Pundit (Dariusz Jemielniak) sowie dem stellvertretendem Vorsitzenden Christophe Henner (Schiste), seinerseits von den Wikimedia-Organisationen und Gruppen gewählt. Claude J, 3.7.

Ebenfalls am 3. Juli erfolgte eine Stellungnahme des CEO Katherine Maher, die ihr Bedauern über die Handhabung der Affäre kundtat – wobei sie klarstellte, dass sie die Sperre abgesegnet hatte – und die Umsetzung der Beschlüsse des Verwaltungsrats ankündigte. Erste Schritte für die Überprüfung der Sperre durch ArbCom seien bereits eingeleitet und die beiden neuen Office Action Maßnahmen würden nicht weiter angewendet bis eine Konsultation mit der Community zur Klärung ihrer Ziele und Mechanismen erfolgt ist.

Umfrage Technische Wünsche: Gewonnen hat „Leichter mit Vorlagen arbeiten“

Und der Gewinner ist: Leichter mit Vorlagen arbeiten!
Stimmverteilung in der Umfrage 2019 (tabellarische Übersicht)

Das Gewinnerthema der vierten Umfrage Technische Wünsche steht fest: „Leichter mit Vorlagen arbeiten“ hat mit 298 Stimmen den größten Zuspruch erhalten. Insgesamt haben über 1500 Teilnehmende ihre Stimme abgegeben. Damit haben sich, wie erhofft, noch mehr Menschen an der Diskussion darüber beteiligt, wo es Bedarf an technischen Verbesserungen gibt. (Zum Vergleich: 2017 waren es 450 Teilnehmende, was bereits eine deutliche Steigerung zu den vorherigen Umfragen war.)

Mit dem Thema „Leichter mit Vorlagen arbeiten“ wird sich das Team Technische Wünsche nun zwei Jahre beschäftigen. Um herauszufinden, was die dringlichsten Probleme in diesem Themenschwerpunkt sind, stehen als Erstes Recherchen auf dem Programm. Dazu zählen Gespräche mit den Aktiven in den Wiki-Projekten auf der Wikimania in Stockholm (14.-18. August) und der WikiCon in Wuppertal (4.-6. Oktober).

Darüber hinaus sind Erfahrungsberichte generell sehr hilfreich, um mehr über den Themenbereich zu erfahren. Darum sind alle, die Lust haben, sich über ihre Erfahrungen mit Vorlagen auszutauschen, eingeladen, sich beim Projektteam zu melden. Technische Kenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Mehr Infos dazu und zu weiteren Beteiligungsmöglichkeiten gibt es auf der Projektseite.

Wer wissen möchte, wie es mit den Arbeiten an diesem Themenschwerpunkt vorangeht, kann den Status auf der Projektseite stets einsehen. Interessierte können sich auch in den Newsletter Technische Wünsche eintragen, um direkt auf der eigenen Benutzerdiskussionsseite über dieses Thema und größere Meilensteine der Technischen Wünsche generell informiert zu werden.

Neben den ersten Schritten in diesem Themenschwerpunkt arbeitet das Team Technische Wünsche noch an einigen Wünschen aus den bisherigen Umfragen weiter. Übrigens: Die nächste Umfrage ist für 2020 geplant. Mit ihr wird ein zweiter Themenschwerpunkt ermittelt, an dem dann parallel gearbeitet wird. js (wmde), 2.7.

Programm zur WikiCon 2019: Es geht noch was!

Wuppicon2 blue.svg

Die WikiCon 2019 naht in schnellen Schritten – zumindest für das Orgateam, das sich seit ein paar Monaten kontinuierlich mit der Planung und Organisation beschäftigt. Auch für die Programmentwicklung schreitet die Zeit voran, der Aufruf zur Einreichung von Beiträgen läuft in 14 Tagen aus. Aus den bisherigen Beiträgen haben wir nun ein erstes Programm zusammengestellt - anders als in den Vorjahren wollen wir euch mehr in die Entwicklung desselben einbeziehen und euch nicht erst im August / September ein vollständiges Programm präsentieren. Der aktuelle Entwurf kann entsprechend hier begutachtet und auch kommentiert werden: Wikipedia:WikiCon 2019/Programm. Die einzelnen Einreicher werden zudem vom Team noch einzeln angesprochen.

Auf den ersten Blick sieht das Ganze bereits sehr gut gefüllt aus und wir haben einige sehr spannende zentrale Veranstaltungen mit interessanten Gästen organisieren können. Allerdings geht auch noch einiges und wir haben reichlich Raum bzw. Räume, um mehr Vorträge und Workshops zu realisieren, als bislang eingegangen sind. Auch thematisch gibt es noch Lücken – so sind bisher nur wenige echte Workshops mit Anleitung dabei, kein Fotokurs und auch keine Schreibwerkstatt. Ebenfalls nicht wirklich präsentiert sind unsere Schwesterprojekte (Wiktionary, WikiSource, Wikivoyage, Wikinews, ...) und auch die Angebote zu WikiData sind noch sehr dünn. Auch die Wunschliste bietet noch Potenziale: Structered Data für Commons, 3D-Fotografie mit der Dolly, Biografien zwischen Propagandainstrument und neutraler Informationsquelle, Fußgänger vs. Admins, Konfliktbereiche und -lösungen, Digitalisierung und Open Data, Trust & Safety und noch einiges mehr ist angefragt, bisher jedoch nicht abgedeckt - wer fühlt sich berufen oder hat noch ganz andere Wünsche? Achim Raschka, 2. Juli 2019 (CEST)

Übersetzung Offener Brief des Arbcom an WMF Board

In der Kontroverse hinsichtlich der Sperre des Administrators Fram durch das WMF Trust & Safetyteam hat das englische Arbitration Committee (Arbcom - vergleichbar unserem Schiedsgericht) dem WMF Board untenstehenden offenen Brief geschickt. Die englische Originalversion des Briefes ist natürlich besser formuliert als meine Übersetzung, aber ich finde das Thema so wichtig, dass ich die Übersetzung hier im Kurier poste (Die Übersetzung gern verbessern - it is a wiki). Groetjes --Neozoon (Diskussion) 15:44, 1. Jul. 2019 (CEST)

OFFENER BRIEF AN DAS KURATORIUM DER WIKIMEDIA FOUNDATION VOM SCHIEDSGERICHT DER ENGLISCHSPRACHIGEN WIKIPEDIA

30. Juni 2019

Am 10. Juni 2019 wurde der Administrator Fram, als eine vom Trust and Safety Team (T&S) der Wikimedia Foundation (WMF) initiierte Office Action, für ein Jahr aus der englischen Wikipedia gesperrt. In einer späteren Erklärung stellte der leitende Manager von T&S Jan Eissfeldt klar, dass Fram wegen Belästigung gesperrt wurde, unter Verweis auf die Passage der WMF-Nutzungsbedingungen, die "Partizipation an Belästigungen, Drohungen, Stalking, Spam oder Vandalismus" verbieten. Das Schiedsgericht (ArbCom) verfolgte mit Besorgnis die Reaktion der englischen Wikipedia-Community auf diese Aktion. Wir haben drei entsprechende Anträge auf ein Schiedsverfahren erhalten, und mehrere Wikipedianer haben uns gebeten, im Namen der Gemeinschaft zu intervenieren. Mit Stand vom 30. Juni haben zwei Bürokraten, 18 Administratoren, ein ArbCom-Clerk und eine Reihe anderer Autoren ihre Ämter niedergelegt und/oder sich im Zusammenhang mit diesem Thema aus der Wikipedia-Mitarbeit zurückgezogen.

ArbCom ist eine Gruppe von Freiwilligen, die von der Gemeinschaft gewählt wurden, um schwere Verhaltensstreitigkeiten in Übereinstimmung mit der Schiedgerichtsrichtlinie der englischen Wikipedia zu entscheiden. Diese Richtlinie delegiert auch Angelegenheiten an ArbCom, die für eine öffentliche Diskussion ungeeignet sind. Alle Mitglieder des Ausschusses haben sich verpflichtet, den WMF-Regeln in Bezug auf den Zugang zu nichtöffentlichen personenbezogenen Daten zuzustimmen und diese einzuhalten. Im Laufe der Jahre hat ArbCom die Verantwortung für einige Angelegenheiten, einschließlich Kinderschutzfragen, Rechtsangelegenheiten und Gewaltdrohungen, an die juristische Abteilung und die Abteilung T&Ss der WMF übertragen. Wir sind dankbar für die Unterstützung von T&S in diesen schwierigen Fällen und für ihre Bemühungen, die Arbeit von ArbCom im Allgemeinen zu unterstützen. Jedoch haben wir trotz Anfragen keinen Hinweis darauf gesehen, dass der Fall von Fram in eine der Kategorien von Problemen fällt, die T&S normalerweise behandelt, außerhalb unseres Aufgabenbereichs liegen würde oder von ihnen (T&S) bearbeitet wurde, weil das Vertrauen in unsere Fähigkeit (Arbcom) fehlt, Belästigungsfälle zu bearbeiten. Vielmehr müssen wir zu dem Schluss kommen, dass die Aktion von T&S ein Versuch ist, den Einsatz von Office Actions auf die Durchsetzung von Verhaltensnormen in lokalen Gemeinschaften auszudehnen, einem Bereich, der üblicherweise der Selbstverwaltung der Gemeinschaft überlassen wird.

Gemeinsam mit einem großen Teil der Gemeinschaft erwarten wir seit dem 10. Juni eine angemessene Antwort des WMF auf diese Bedenken. Der Vorstand muss noch eine Stellungnahme abgeben, und sporadische Stellungnahmen einzelner WMF-Mitarbeiter (einschließlich der Geschäftsführerin Katherine Maher) waren in Bezug auf den Inhalt des Streits unverbindlich. In der letzten öffentlichen Erklärung von Jan Eissfeldt (21. Juni) und in unseren privaten Treffen haben T&S bekräftigt, dass sie weder bereit sind, die Sperre zu überdenken, noch werden sie die vollständigen Beweise zur Überprüfung an die Gemeinschaft oder ArbCom übergeben. Die Sperre selbst wurde mit Hilfe eines kürzlich eingeführten T&S-Verfahrens für lokale, zeitlich begrenzte Schreibsperren verhängt, das zwar im Jahresplan 2018-2019 von T&S angekündigt wurde, aber der englischen Wikipedia-Community nicht ausreichend mitgeteilt wurde und in keiner Form der Community-Konsultation unterworfen war.

Wir verstehen, dass diese Änderung der Politik von T&S im Zusammenhang mit den Bemühungen zur Bekämpfung von Belästigung und Feindseligkeit in der Wikimedia-Bewegung steht. Individuell und als Ausschuss unterstützen wir diese Initiative voll und ganz. Wir räumen auch ein, dass das ArbCom Schwierigkeiten dabei hatte, Beschwerden in Bezug auf Höflichkeit und Belästigungen auf eine Weise handzuhaben, die Privatsphäre in ein angemessenes Verhältnis zu Transparenz setzt, und ein ordentliches Verfahren für den Beschuldigten in ein ebensolches Verhältnis zum Opferschutz. Wenn die WMF jedoch hinsichtlich der Fähigkeiten von ArbCom besorgt war, mit Beschwerden wegen Belästigung angemessen umzugehen, haben sie uns dieses Anliegen nicht mitgeteilt und auch keine Vorschläge zur Änderung unserer Richtlinien oder Verfahren gemacht. Wenn Frams Sperre - eine unanfechtbare Sanktion, die von oben ohne Konsultation der Gemeinschaft verhängt wurde - die neue Strategie des WMF zur Bekämpfung von Belästigung in der englischen Wikipedia darstellt, dann ist es eine Strategie, die grundsätzlich nicht mit den Prinzipien der Wikimedia-Bewegung von Offenheit, Konsens und Selbstverwaltung übereinstimmt.

Wir bitten die WMF, sich zu verpflichten, Beschwerden über Nutzerverhalten / Nutzerkonflikte, die sich ausschließlich auf die englische Wikipedia beziehen, den etablierten lokalen Prozessen zu überlassen. Diejenigen, die sich nicht für eine öffentliche Diskussion eignen, sollten an das Schiedsgericht (Arbitration Committee) verwiesen werden. Wir werden die Gemeinschaft und die WMF um Stellungnahme bitten, um klare Verfahren für den Umgang mit vertraulichen Vorwürfen der Belästigung zu entwickeln, die sich auf die bestehende Bestimmung für private Anhörungen im Rahmen der Schiedsgerichtsrichtline stützen. Beschwerden, die öffentlich diskutiert werden können, sollten an ein geeignetes gemeinschaftliches Streitbeilegungsverfahren verwiesen werden. Wenn das Trust & Safety-Team danach trachtet, die Verantwortung für diese Fälle zu übernehmen, sollte es dies tun, indem es eine Änderung der Schiedsgerichtsrichtlinie oder einen gleichwertigen Prozess der Konsensbildung in der Gemeinschaft vorschlägt. Andernfalls würden wir uns über die weitere Unterstützung der WMF bei der Verbesserung unserer (Arbcom) Reaktion auf Belästigung und Feindseligkeit in der englischen Wikipedia freuen.

Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Verpflichtung notwendig ist, damit das Schiedsgericht weiterhin die Rolle spielen kann, die ihm von der englischen Wikipedia-Community zugewiesen wird. Wenn wir keine zufriedenstellende Lösung finden, haben mindestens vier Mitglieder des Ausschusses die Absicht bekundet, zurückzutreten.

Mit freundlichen Grüßen,

Die unterzeichneten Mitglieder des Schiedsausschusses (Arbcom),

Plan

Während tausende Artikel geschrieben wurden, unsere Sichter nicht hinterher kommen und alle nur noch über Fram reden, hat die Wikimedia Foundation einen mittelfristigen Plan knapp drei Wochen länger als geplant revidiert. Es wurde vorher um Feedback gebeten:

  • In der Einleitung wurde relativ viel geändert: So wurde beispielsweise aus dem missverständlichen Erstellung des Plans im Rahmen des "Auftrag""remit" der Wikimedia Foundation, die Erstellung im Rahmen der "Verantwortung und Mission" der WMF; so auch gestrichen wurden die Tranformationsbemühungentransformational effort für die der Plan erstellt wurde.
  • Die Markenbekanntheit musste auf Änderungen verzichten.
  • Die Weltweite Leserschaft durfte sich über "kleinere, aber bedeutsame Änderungen""incremental but meaningful changes", wie das Ersetzen der "free knowledge mission agenda" durch eine "free knowledge agenda" oder das Einfügen eines sinnlosen Absatzes freuen zwinker .
  • Bei der "Blühende Bewegung" wurde ein bisschen Geschwafel, wie "co-creates and cultivates" durch "fosters" zusammengefasst.
  • Neben Änderungen, wie das Ausschreiben der Abkürzung AI, wurde bei der Platform Evolution noch der unverständliche Nebensatz von "Die Investitionen in die Plattformevolution werden […] freiwillige Vielfalt ausgerichtet sein, die gemeinsam klar definierte Produkte, Benutzerbasen und Anwendungsfälle widerspiegeln."deepl von "Investments in platform evolution will […] volunteer diversity that will collectively reflect well defined products, user bases, and use cases." gestrichen.
  • Die Globalen Lobbyarbeit ändert ihren "single narrative" zu einem "one narrative" und ähnliches.

Es lässt sich also sagen: Die Verpackung (Einleitung und hätte ich fast vergessen - die haben jetzt auch ne Navigationsleiste) hat sich geändert. Der Inhalt ist gleich geblieben. Wir dürfen uns also auf

freuen. Gute Nacht! Habitator terrae 23:59, 29. Jun. 2019 (CEST)

WP:100 hat funktioniert!
(Kleine Freuden Teil 34)

Auch Dein Beitrag in der Fortsetzungs-Reihe Kleine Freuden ist willkommen! Mehr dazu im Kurierartikel in Ausgabe 11/2015jetzt hier mitmachen!
07 frauentag plakat1 VGA (7534320756).jpg

Als ich am 24. August des letzten Jahres die Wikipedia-interne Abkürzung WP:100 mit dem GLAM-Projekt 100 Jahre Frauenwahlrecht verband, war ich mutig. Sechs Tage später fand die erste Veranstaltung zum Thema in Frankfurt statt und Ende September gab es schon knapp 20 neue Artikel in diesem Themenbereich. Die meisten entstanden aufgrund der unglaublich umfangreichen Themenwunschliste. Diese wurde in Vorbereitung auf die nächste Veranstaltung erstellt. Mit der zweiten Veranstaltung in Stuttgart wuchs die Liste um über 40 Artikel. Auch die alemannische Wikipedia ergänzte im Herbst fast 60 neue Artikel über Frauen in einem gesonderten Ergebnisabschnitt, wovon sicher auch einige das Thema Frauenwahlrecht zum Inhalt hatten. Im Januar 2019 fand dann die dritte Veranstaltung in Potsdam statt. Es kamen noch einmal knapp 30 Artikel hinzu. Obwohl ich derzeit auf keine weitere Veranstaltung zu diesem Thema verweisen kann, gibt es gute Nachrichten: die Liste der neu entstandenen Artikel hat im Februar die 100 überschritten und mit Stand heute weist die Liste 179 Artikel aus!

Die Anzahl der neu hinzu gekommenen Artikel ist aus meiner Sicht deutlich weniger wichtig als das „Dabeibleiben“ von neuen und erfahrenen Autorinnen bzw. Autoren. Ich selbst freue mich daran, dass es immer wieder einen Grund zur Freude gibt, denn der führt dazu, dass auch ich gern weiter aktive Wikipedianerin bleibe! Iva, 26.6.

Umgang mit potenziell strafbaren Handlungen

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Dies gilt insbesondere auch für die Wikipedia. Folgende Straftaten fallen mir spontan ein, die hier auf Wikipedia auftreten könnten:

Das ganze kann in zwei Ausführungen vorkommen:

  • Ich bin mir als Leser sicher, dass das Gelesene illegal (z.B. URV) ist.
  • Ich bin mir als Leser nicht sicher, ob das Gelesene illegal (z.B. URV) ist.

Außerdem kann ich als Leser auf zwei Arten davon betroffen sein:

  • Ich bin persönlich davon betroffen. (Das sind z.B. meine Texte/Bilder, die hier ohne Lizenzangabe weiterverwendet werden.)
  • Ich bin persönlich nicht davon betroffen. (Die Texte/Bilder, bei denenen ein Lizenzverstoß vorliegt, sind nicht von mir.)

Die Frage ist: Wie soll mit solchen potenziell illegalen Sachen umgegangen werden? Einerseits habe ich hier Bemühungen erlebt, strafrechtliche Erwägungen aus der Wikipedia draußen zu halten. Andererseits habe ich schon häufig die Bitte gehört, dass man vor dem Einschalten eines Anwaltes erstmal versuchen soll, dies ohne Anwalt zu klären. Wenn ich von der Person, die die potenziell illegale Handlung getan hat, jedoch nur den Wikipedia-Nutzernamen kenne, dann bleibt mir ohne Anwalt nur übrig, die Person hier auf Wikipedia anzuschreiben und hier auf Wikipedia auf ihre potenziell illegale Handlung hinzuweisen.

PS: Ich habe mich bei meinen Beispielen hauptsächlich auf URV bezogen, weil das nach meinem Bauchgefühl die Straftat ist, die am häufigsten hier in Wikipedia auftritt. Aber das ist nur ein Bauchgefühl ohne belastbare Statistiken. Eulenspiegel1, 22.6.

Ergänzender Hinweis: Auslöser dieses Beitrags war offenbar eine Vandalismusmeldung sgth

In welchem Bereich sind Verbesserungen am dringendsten nötig? Jetzt abstimmen!

Soeben hat die vierte Umfrage Technische Wünsche begonnen. Alle, die an Wikipedia und den Schwesterprojekten mitarbeiten, sind nach ihrer Meinung gefragt: In welchem Bereich sind Verbesserungen am dringendsten nötig? Es stehen 13 Themenschwerpunkte zur Wahl, die auf Basis des Wunschparkplatzes, der Tech on Tour und der nicht umgesetzten Topwünsche aus vorherigen Umfragen erstellt wurden.

Die Themenschwerpunkte decken unterschiedliche Bereiche der Mitarbeit ab. Dabei sind beispielsweise „Leichtere einheitliche Typografie in Artikeln“, „Von Inhaltsänderungen erfahren, die mich interessieren“ oder auch „Bessere Unterstützung von Geoinformationen“. Mit dem Gewinnerschwerpunkt wird sich das Team Technische Wünsche dann auseinandersetzen und verschiedene Probleme darin angehen. Welche Probleme das sind, wird gemeinsam mit den Aktiven in den Wiki-Projekten nach der Umfrage ermittelt. Wenn es soweit ist, wird dazu noch genauer informiert.

Auch das Erarbeiten der Lösungen wird weiterhin gemeinsam in enger Zusammenarbeit mit der deutschsprachigen Community erfolgen, beispielsweise in Form von Feedbackrunden, Workshops und Nutzertests. Wer über Möglichkeiten zum Feedbackgeben oder Workshops informiert werden möchte, trägt sich am besten auf dem Newsletter Technische Wünsche ein.

In diesem Jahr wird erstmals über Themenschwerpunkte abgestimmt. Das soll es insbesondere für Beitragende, die sich sonst von Technikthemen fern halten, leichter machen als bisher, sich an der Diskussion um technische Verbesserungen zu beteiligen. Die Gründe dafür, in Themenschwerpunkten zu arbeiten, sind hier genauer beschrieben.

Alle Mitarbeitenden in den deutschsprachigen Wiki-Projekten sind also herzlich eingeladen, bis zum 30. Juni ihre Stimme für einen oder mehrere Themenschwerpunkte abzugeben. Es ist ganz ausdrücklich nicht nötig, über Technikkenntnisse oder langjährige Erfahrung zu verfügen. Nötig ist lediglich ein Nutzerkonto, damit Mehrfachabstimmungen vermieden werden.

Gerne weiter erzählen – und natürlich abstimmen! Hier geht’s zur Umfrage.

Feedback ist wie immer willkommen. Die zentrale Stelle dafür ist die Diskussionsseite der Umfrage. js (wmde) und ray, 17.6.

Neue Wiki Journale

Vielleicht einige Ergänzungen zum Aufruf von Thomas Shafee. Das Medizin Journal besteht schon seit 2014, hinzugekommen sind nach diesem Vorbild in der ersten Phase die beiden Journale für Natur- und Geisteswissenschaften. Ihre Ziele und die dahinterliegenden Motive beschreiben sie in der ersten Ausgabe des WikiJournal of Science. Noch sind sie Teil von Wikiversity, wollen aber selbständig werden. Ich finde das Projekt vielversprechend. Es schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe. Hauptidee ist es Exzellente Artikel in einer bestimmten von einem Hauptautor besorgten Version einzufrieren und für den Wissenschaftsbetrieb zitierfähig zu machen. Besonders in der englischen Wikipedia arbeiten viele Doktoranden, Postdoktoranden, aber auch Professoren an solchen Artikeln, können das aber nicht für ihre Publikationslisten anführen. Ich denke da zum Beispiel an eine ganze Reihe von ausgezeichneten Artikeln in Biochemie, Molekularbiologie oder zu Dinosauriern, die ich in der englischen Wikipedia gelesen habe und die nach meiner Einschätzung wissenschaftliches Niveau haben. Andere Wissenschaftler die gerade aus den genannten Gründen bisher zurückschreckten in Wikipedia zu veröffentlichen wird hier eine Alternative geboten so dass man mehr Wissenschaftler anlocken könnte und die Artikel dann eventuell an Wikipedia angepasst übernehmen könnte. Wahrscheinlich müsste man dann aber etwas an der Allgemeinverständlichkeit arbeiten. Für Wikipedia interessant sind natürlich nur Übersichtsartikel, Original Research ist ja bekanntlich nicht erlaubt. Falls die Übersichtsartikel aus der Wikipedia kommen wird ein möglicher Beitrag anderer Wikipedia Autoren durch ein "etal." hinter dem Autorennamen angedeutet, klickt man darauf wertet ein Bot die Versionsgeschichte aus. Es kann aber auch jemand ohne akademischen Hintergrund einen Artikel für den Peer Review einreichen, und es werden auch ganz unabhängig von Wikipedia Forschungsartikel akzeptiert. Bei letzterem fragt man sich natürlich wie sie in der Zukunft, falls das Projekt anschlägt, den Peer Review organisieren wollen, das Ganze wird aber von der Wikimedia Foundation gefördert. Die Artikel können mit allen Hilfsmitteln der Wikipedia angelegt werden einschließlich Verlinkungen in die Wikipedia, so dass eine spätere Übernahme des Artikels oder von Teilen relativ einfach ist. Das Journal ist Open Access, mit Creative Commons Lizenz (Quelle mit Autoren muss zitiert werden) wie bei Wikipedia, im Gegensatz zu vielen anderen Open Access Journalen ist keine Gebühr fällig. Der Peer Review ist öffentlich und in der Regel ist der Reviewer bekannt, er kann aber auch auf Wunsch anonym bleiben. Eine ISSN Nummer haben sie auch schon. Veröffentlicht wird allerdings nur in Englisch. Einer der Herausgeber des WikiJournal of Science ist der deutsche Wissenschaftsjournalist und Astrophysiker Markus Pössel, der die Öffentlichkeitsarbeit beim Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg macht.Benutzer:Claude J

Akademische WikiJournals mit Peer Review?

WikiJournal logo (flat blue yellow).svg

In den letzten Jahren hat die WikiJournal User Group eine Reihe von peer-reviewten Fachzeitschriften auf einer MediaWiki-Plattform erstellt und getestet. Aus wikipedianischer Sicht können diese zur Qualitätskontrolle bestehender Wikipedia-Artikel (Beispiel) dienen und zur Anregung von Experten, neue Artikel zu erstellen (Beispiel) oder Diagramme (Beispiel) bereitstellen, die der Wikipedia hinzugefügt werden können. Hinzu kommen Primärforschungsartikel, die nicht in Wikipedia importiert werden können (Beispiel). Derzeit gibt es drei Zeitschriften:

Es gibt einen Vorschlag bei meta:WikiJournals für die Initiative, ein vollständiges "Schwesterprojekt" innerhalb der Wikimedia-Stiftung zu werden. Feedback, Ideen und Erkenntnisse der Community sind willkommen.

Bisher zielte der Vorschlag nur auf eine englische Sprachversion, aber das muss nicht zwingend so bleiben. Ursprünglich dachten wir,

  1. dass Englisch eine unter Wissenschaftlern verbreitete Verkehrssprache ist und
  2. dass die derzeitigen Teilnehmer alle Englisch als gemeinsame Sprache teilen.

Es gibt jedoch viel Raum für Mehrsprachigkeit. Erstens könnten Artikel, die die Community für wichtig hält, gute Kandidaten für Übersetzungen in andere Sprachen sein. Zweitens könnte man entweder in bestehenden deutschsprachigen Zeitschriften (für eine Liste siehe diese Wikidata-Abfrage oder diese Wikidata-Kategorie) veröffentlichen, eventuell in einem neu zu schaffenden Teil, oder eine neue Zeitschrift gründen, falls eine genügend große kritische Masse an Beitragenden vorhanden ist.

Zur Beurteilung der Sachlage benötigen wir Feedback aus der Community und ggf. auch darüber hinaus. T.Shafee, 9.6.2019

Der Mapa-Hackathon

Мапа заўтра.png

Vom 11. bis 18. August 2019 findet in Weißrussland ein Hackathon statt. Ziel der Veranstaltung ist die Entwicklung eines Online-Programms unter freier Lizenz mit dem Namen „Map of Tomorrow (Mapa)“, mit der man in Form einer frei bearbeitbaren Karte Informationen über nichtkommerzielle Initiativen bekommen kann, welche dann Verlinkungen zu Wikipedia und Wikidata haben. Die Einladung erfolgt durch das weißrussische FALANSTER-Team, WECHANGE und Karte von morgen. Eingeladen sind ukrainische, weißrussische und DACH-Wikimedianer sowie Opensource-Entwickler. Falanster Belarus zahlt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Reisekosten, Verpflegung und Unterkunft.

Die Projektseite mit einem Link zum Bewerbungsformular befindet sich auf Wikidata:
WikiProject Map of tomorrow.
G.K., 18. Juli 2019

Bildband Wiki Loves Monuments goes EYCH 2018

Wenige Monate bevor Wiki Loves Monuments in die nächste Runde geht, gibt es die Gelegenheit für eine Rückschau: In einem Bildband zu Wiki Loves Monuments im Europäischen Kulturerbejahr ist nun auch eine gedruckte Auswahl an Fotos aus Deutschland, Europa und der Welt zu bestaunen. Eine tolle Gelegenheit, ein wenig zu stöbern, und eine gute Möglichkeit, mit Kulturinstitutionen ins Gespräch über Freies Wissen kommen. Gedruckte Exemplare können bei Wikimedia Deutschland angefragt werden. JS (wmde), 12.7.

https und InternetArchiveBot; DSGVO

Ohne bewusst danach gesucht zu haben, bin ich auf einen Software-Fehler gestoßen, der in der Wp-de derzeit Schaden sprich unnötige Extraarbeit verursacht. Der InternetArchiveBot-Skript, der Referenzen als nicht mehr webauffindbar kennzeichnet, hat offenbar nicht beigebracht bekommen, auf vorgenommene https-Umstellungen zu prüfen. Zwar nicht immer, aber doch häufig, wenn man das veraltete http durch https ersetzt, sind die Refs wieder zugänglich. Nun hoffe ich, dass die Bot-Betreiber die fehlende Prüfroutine und Reparatur rasch einarbeiten. Sonst türmen sich weitere Berge an Bot-Fehlermeldungen, die manuell weggearbeitet werden müssen.

Ein zweiter Punkt dürfte weniger Wikipedianer betreffen. Die Webpräsenz www.lyrikwelt.de ist ein Beispiel für die voriges Jahr wegen der DSGVO vom Netz gegangenen Webresourcen. Weil dort zahlreiche Buchrezensionen und Fach-Infos lagen, die so verlorengegangen sind, haben wir eine Menge 'x' an toten Ref-Links dorthin abgekriegt. Mir scheint sinnvoll, das als exemplarisches Beispiel bewusst zu machen. Als kleine Entschädigung offeriere ich eine Verlinkung der saftigen Trauerrede bzw. Philippika, die Marcus Neuert dazu schrieb, und die IMHO vergnüglich zu lesen ist, wohlgemerkt ohne damit voll übereinzustimmen. JN 8.07.

Wiki Loves Monuments 2019

In einem Workshop im Februar hatten wir uns viel vorgenommen für den diesjährigen Wettbewerb. Eine straffere Organisation, ein neues kartenbasiertes Uploadtool, einen abgerundeten Wettbewerb, der mehr ist als nur ein Wettbewerb um schöne Bilder. „It’s a Wiki!“

Einige Arbeiten, besonders hinsichtlich des Uploadtools, laufen noch im Hintergrund. Am Brett, unsere nationalen Wettbewerbe (nicht nur Fotos), ähnlich wie bei unseren österreichischen Nachbarn, unter einem gemeinsamen Dach, auch mit gemeinsamer Siegerehrung, zusammenzuführen, wird noch gebohrt. Andere Dinge schleppten sich leider langsamer hin, als gewünscht. Ende Februar scheint für viele der 1. September ja noch so fern.

Während die Jury für Wiki Loves Earth noch zusammensitzt, wollen wir diesmal die Jury für Wiki Loves Monuments frühzeitig bestimmen. Eine Jury setzt sich ja Bewertungskriterien, und diese sollten vor Beginn des Wettbewerbs den Teilnehmern bekannt sein. Juryarbeit endet auch nicht mit der Auswahl der Bilder, sondern setzt sich fort in der Prämierung der Preisträger. Deshalb müssen die Jurymitglieder, oder zumindest der Teil der Jury, der sich in diesem Part noch weiter involviert, frühzeitig in die Planung mit einbezogen werden. Die Bewerbung zur diesjährigen Jury ist deshalb hiermit eröffnet. Ich freue mich auf ein gutes Gelingen des diesjährigen Wettbewerbs. – W., 8.7.

Softwareentwicklung bei WMDE sucht Teamleitung Community-Kommunikation

Das Team Community-Kommunikation gehört zur Softwareentwicklungsabteilung bei WMDE. Es informiert darüber, woran gearbeitet wird, und kümmert sich vor allem darum, dass die Bedürfnisse der Community-Mitglieder gut in die Softwareentwicklungen bei WMDE einfließen können. Bisher wurde das Team von Birgit Müller geleitet, die seit Ende März im Technical Engagement Team der Wikimedia Foundation arbeitet – nochmal ein herzliches Dankeschön an Birgit! Für das Team wird ab sofort eine neue Leitung gesucht. Weitere Informationen finden sich hier. Gerne weitersagen! - js (wmde), 4.7.

Bad Arolsen: Gedenkstättenseminar

2019-06 arolsen archives 01.jpg

Am letzten Juni-Wochenende fand wieder ein Gedenkstättenseminar statt, diesmal im hessischen Bad Arolsen, der Stadt der Arolsen Archives. Ich war eingeladen worden, bei einer Podiumsdiskussion über die Wikipedia zu sprechen. Man interessierte sich für Holocaust-Leugnung in Artikeln, die Verständlichkeit der Texte und die Möglichkeiten von Wikis gerade für kleinere Institutionen.

Gedenkstätten sind eine Art von GLAMs (Galleries, Libraries, Archives & Museums), um es in unserem Jargon zu sagen. Thema der Veranstaltung, die von der Bundeszentrale für politische Bildung mitorganisiert worden war, war die Digitalisierung mit ihren Folgen für Gedenkstätten. Eine Kooperation einer Gedenkstätte mit Wikimedia Deutschland gab es meines Wissens bislang noch nicht, aber was noch nicht war, kann ja noch werden. (Ein kleiner Filmbericht auf Englisch.) Z., 02.07.

UNESCO-Erbe-Marathon

Flag of UNESCO.svg

Bis zum 10. Juli tagt in Baku das Welterbekomitee, um über die Vorschläge zu Neuaufnahmen in das UNESCO-Welterbe zu entscheiden. Begleitend findet im Juli der UNESCO-Erbe-Marathon statt, ein Artikelmarathon zum Thema UNESCO-Kultur- und -Naturerbe. Vielleicht schaffen wir es ja, alle neuen Welterbestätten mit Wikipedia-Artikeln auszustatten? Allerdings geht es nicht nur um das UNESCO-Welterbe, sondern auch um andere, oft in dessen Schatten stehende UNESCO-Erbe-Arten wie z.B. Biosphärenreservate, UNESCO Global Geoparks, Weltdokumentenerbe und Immaterielles Kulturerbe. Bis zum 31. Juli können im Rahmen dieses Wettbewerbs Artikel erstellt oder überarbeitet werden. Wer macht mit? bjs, 1.7.

Ein wunderbares Beispiel

Ein wunderbares Beispiel über die Problematik von normalerweise vertrauenswürdigen Quellen, wie sie etwa auch hier genutzt werden, kann man hier sehen. (Warnung: englisch) IP

Wikipedia genmanipuliert

201812 DNA double-strand A.svg

2007 erschien die Wikipedia auf DVD. 2016 wurde die Wikipedia in Buchform ausgedruckt.

Wie nun die Medien berichten, hat das Start-Up-Unternehmen Catalog aus Boston (USA) ein weiteres Speichermedium für die Wikipedia entwickelt (rund 16 Gigabyte an Daten). Kein magnetisches, kein optisches, sondern ein biologisches Verfahren. Sie codierten die Daten auf synthetische DNA-Stränge, wobei der entwickelte DNA-Schreiber derzeit die Daten mit einer Geschwindigkeit von 4 Megabit pro Sekunde schreiben kann.

Die Wikipedia zu codieren war natürlich nur ein Demonstrationsbeispiel, für den Endanwender wird es wohl auf absehbare Zeit keine DNA-Speicher geben. ata 01.07.

Digitales Wissen mit Verfallsdatum

Gibt es das? Ja, klar gibt es das. Es ist dieses Jahr genau zehn Jahre her, dass die Online-Ausgabe der Microsoft Encarta abgeschaltet wurde. Im selben Jahr ging auch die Internet-Version von Meyers Taschenlexikon offline. Ebenfalls im Jahr 2009 löschte Amazon auf dem Kindle 1984 von George Orwell.

Und heute verabschiedet sich Microsoft von der E-Book-Sparte seines App-Stores. Die E-Books können „dank“ Digitaler Rechteverwaltung ohne diese Anbindung an die Mutter Microsoft nicht mehr genutzt werden. Die Kunden erhalten eine Gutschrift für den Store, und wer sich Notizen in die Buchdatei gemacht hatte, erhält eine Extra-Gutschrift in Höhe von 25 Dollar als Entschädigung dafür, dass diese Notizen unwiderruflich verloren gegangen sind. Erhalten bleiben in einem solchen Fall nur die Exemplare, die als Netzpublikation bei der Deutschen Nationalbibliothek abgeliefert und archiviert worden sind – drauf kann man dann noch im Netzwerk des Lesesaals als Archivexemplar zugreifen.

Digitalisierung heißt Kontrollverlust. Wie es mit Wikipedia (und all den übrigen „Inhalten unter freier Lizenz“) weitergeht, wird man sehen. Nicht heute, natürlich, sondern wenn es soweit ist: Wo itzund Städte stehn/ wird eine Wisen seyn/ Auff der ein Schäfers-Kind wird spilen mit den Herden. (A, 1.7.)

Fotospaziergang zur Wikimania

Kornhamnstorg 2012a.jpg

Die alljährliche Wikimania stellt nicht nur eine gute Gelegenheit zum Gedankenaustausch, sondern auch zu gemeinsamen Unternehmungen dar. Im Zuge der diesjährigen Wikimania (14.–18. August) soll wieder ein Fotospaziergang stattfinden. Zur Terminfindung und Auswahl möglicher Motive in Stockholm geht es hier entlang. fs, 1.7.2019.

Konflikt zwischen englischer Wikipedia und WMF spitzt sich zu

Über zwei Wochen nach der einjährigen Sperre des enwiki-Admin en:User:Fram durch das T&S Team der WMF (der Kurier berichtete) spitzt sich die Situation weiter zu. Die Diskussion auf enwiki ebbt nicht ab, und eine mittlerweile zweistellige Anzahl von Admins hat ihre Knöpfe abgegeben. Jan Eissfeldt von T&S gab mehrere Statements ab ohne vom Standpunkt abzuweichen, dass T&S Benutzer ohne öffentliche Begründung oder Revisionsmöglichkeiten sperren darf. Er stellte Fram eine globale Sperre in Aussicht für den Fall, dass er, obwohl formal durch lokale Admins entsperrt, in enwiki editieren sollte. Nun hat der Fall in Form eines Buzzfeed-Artikels die Außenwelt erreicht und scheint auch innerhalb der Foundation zu eskalieren: Board-Mitglied Doc James hat ein Statement innerhalb einer Woche angekündigt, und auch die CEO der Foundation, Katherine Maher, wird nach zweideutigen Tweets, die die Diskussion noch einmal angefeuert haben, nicht umhin kommen, sich innerhalb der Wikipedia zu dem Fall zu äußern Tinz, 28.6.2019.

Erfreuliche Außenwahrnehmung

Selten habe ich in einem Beitrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, wo Wikipedia nicht mal Hauptthema war, soviel Wp-Bezugnahme gesehen wie jüngst beim Bachmann-Wettbewerb. Und das Schönste war, es bezog sich auf die Faktenverlässlichkeit, deren angebliches Fehlen vor Durchziehen der Belegpflicht früher mal die Hauptschmähkritik ausmachte. Indes Diskussion Sarah Wipauer, ab Min. 25:00, schaut selbst! JN 27.06.

Team Ideenförderung freut sich über Feedback

Wer eine Förderung von Wikimedia Deutschland erhält, bekommt in der Regel im Anschluss eine Befragung zugesendet, mit der die durchgeführte Unterstützungsleistung bewertet werden kann. Dieses Feedback, der sogenannte „Förderbarometer“, ist sehr hilfreich für die Weiterentwicklung der Förderpraxis und Förderprogramme. Die eingegangenen Antworten werden vier mal jährlich detailliert ausgewertet und die Auswertungen in anonymisierter Form veröffentlicht. Konkrete Fragen und Anregungen, die über die Befragung an das Team Ideenförderung herangetragen werden, werden großteils öffentlich beantwortet und fließen gegebenenfalls in die Förderangebote und Hilfeseiten zur Förderung ein. Je mehr Menschen sich an der Befragung beteiligen, umso aussagekräftiger und somit nützlicher ist diese für die Ideenförderung. Deshalb freut sich das Team auch in Zukunft über jede abgegebene Bewertung und möchte sich bei allen ganz herzlich bedanken, die bereits an der Befragung teilgenommen haben.

Alle Ergebnisse der letzten Auswertungsrunde für den Zeitraum vom 1. März bis 31. Mai 2019 sind jetzt hier zu finden. Nico (WMDE), 25.6.2019

60 Tage Sichtungsrückstand

Der Sichtungsrückstand beträgt derzeit 60 Tage. Es werden dringend Freiwillige gesucht, die bei der Nachsichtung helfen. Luke 24.06.

Nachtrag: Hier noch ein weiteres hilfreiches Tool um Sichtungsfälle aus definierten Kategorien und Unterkategorien zu kriegen: Der Hgzbot kann euch bei Bedarf eine Liste generieren. Luke 29.06.

Nach der WikiCon ist vor der WikiCon …

Die Planungen zur diesjährigen WikiCon in Wuppertal (4. bis 6. Oktober 2019) laufen in vollen Zügen – und so ist es auch an der Zeit, darüber hinaus zu planen. Wie im letzten Jahr wollen wir auch dieses Jahr ein Team motivieren, es uns gleichzutun und über 2020 nachzudenken. Den Organisatoren der WikiCon 2020 wollen wir zugleich den gleichen kleinen Vorteil verschaffen, den wir hatten: Damit sie früher loslegen können, uns über die Schultern schauen können, möglichst vielfältige Eindrücke sammeln können und von unseren Fehlern lernen können, damit sie aber vor allem mehr Zeit haben, soll das Organisatorenteam der WikiCon 2020 noch vor der diesjährigen WikiCon bestimmt und dort offiziell vorgestellt werden.

WikiCon-Logo-typo.svg

Gesucht wird ein Team, das Lust hat, eine unvergessliche WikiCon 2020 in seiner Region zu organisieren. Interessiert? Alle weiteren Informationen zur Ausschreibung, die bis Ende Juli läuft, findet ihr unter WikiCon 2020/Aufruf. AR, 20.6.

Tippspiel Tour de France 2019

Das Tippspiel zur diesjährigen Tour de France ist online - über rege Beteiligung bis zum 6. Juli würde ich mich freuen. Den Tippsiegern winken schöne Buchpreise. Ni., 20.6.

Die WikiEulenAcademy bittet um Nominierungen für die diesjährigen WikiEulen

Für die Verleihung der WikiEule 2019 bittet die WikiEulenAcademy um eure Nominierungen. Die WikiEulen werden an Wikipedianer und Wikipedianerinnen in Würdigung ihrer vielfältigen Aktivitäten vergeben. Wer kennt sie besser als ihr?

Welche Wikipedianer/in, welcher Fotograf/in oder Supportmitarbeiter/in, welcher Artikel oder welches Projekt aus den verschiedensten Tätigkeitsbereichen der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte sollte in deinen Augen eine WikiEule 2019 erhalten und stellvertretend für das große Engagement und die vielen guten Ideen mit einer Eule geehrt werden? Bitte sende deine Vorschläge vom 15. bis 30. Juni mit einer kurzen Begründung per WikiMail an die WikiEulenAcademy.

Wir freuen uns auf eure Nominierungen. WEA Bagoly 2 vonallal.png (15.6.)

WikiCon 2019: Offizielle Anmeldung gestartet

Wuppicon2 blue.svg

Nun ist es soweit - alle, die bereits auf heißen Kohlen stehen und mit scharrenden Hufen darauf warten, sich bei der WikiCon 2019 in Wuppertal anzumelden, haben nun die Chance dazu: Die offizielle Anmeldung startet jetzt und das Anmeldeformular ist aktiv. Darin werden neben Anreise- und Abreisezeitpunkt auch der Bedarf einer Förderung, der Bedarf einer Kinderbetreuung und andere Details abgefragt. Die Teilnahme an der WikiCon ist kostenlos und wir gehen von einer Teilnehmeranzahl von etwa 300 Leuten aus. Natürlich könnt ihr auch weiterhin eure Teilnahme öffenlich unter Wikipedia:WikiCon 2019/Anmeldung bekunden, der Eintrag dort ersetzt jedoch keine offizielle Anmeldung. Bei Fragen steht euch natürlich das Orgateam zur Verfügung. Wir freuen uns auf euch, AR, 3.6.

100 Wikinewsartikel in 100 Tagen

Wikinews-logo.svg
Ich weiß nicht warum, aber meine Lust, in Wikinews Artikel zu schreiben, ist wieder da. Sie war nach 2013 abgeebbt, erreichte 2016 mit nur einem Artikel ihren Tiefpunkt. Seit Mitte Mai habe ich bis heute sechs Artikel geschrieben, doppelt so viele Artikel wie 2018 und 50 Prozent mehr als 2017. Dieses Momentum will ich nutzen, indem ich in den nächsten 100 99 Tagen jeden Tag mindestens einen Artikel schreibe. Inspiriert ist das ganze von den 100wikidays auf Meta.

Die Regel: Schreibe jeden Tag mindestens einen Wikinews-Artikel. Wenn es mal zwei werden an einem Tag oder drei, gilt dies nicht als Grund für Faulheit am nächsten Tag. Es zählen Datum und Uhrzeit, in der der Artikel „veröffentlichungsbereit“ ist (die Veröffentlichung erfolgt in Wikinews üblicherweise frühestens zwei Stunden nach der letzten inhaltlichen Veränderung des Artikels).

Nun isses ja so, jeder Leichtathlet kennt das, alleine auf der Bahn geht's nicht so einfach wie mit Pacemaker oder im Team. Ist irgendwer als Sparring-Partner verfügbar, sei es zum Rechtschreib-, Neutralitäts- und Faktencheck oder im Wettbewerb? Zu gewinnen gibt es nix außer Ruhm und Ehre und vielleicht das Bewußtsein, Wikinews über den Sommer gerettet zu haben. ;-)

Wikinews ist näher als du denkst, gleich nebenan. MaB 15.6.

WMF sperrt einen Administrator in enwiki

Vielleicht erinnert sich ja der ein oder andere an den ersten sogenannten Partial Ban der WMF (siehe Kurier Ausgabe 2 2019 unter Office Aktion der Wikimedia Foundation), der einen bereits gesperrten Mitarbeiter der deutschsprachigen Wikipedia traf. Jetzt am 10. Juni 2019 wurde ein Administrator der englischsprachigen Wikipedia durch das WMF Trust&Safety-Team mittels einer Office action für ein Jahr gesperrt. Dieser sogenannte „Partial Foundation ban“ gilt nur für die englische Sprachversion. Es scheint, als würde die dortige Community das nicht hinnehmen wollen. Gerade hat ein dortiger Administrator den Benutzer wieder entsperrt. Ich bin gespannt, wie das Drama weitergeht. C2, 11. Juni 2019

Updates: entsperrenden Admin entknöppelt + Kandidaturverbot für 30 Tage, Sperre wieder eingesetzt und entfernt Popcorn - Studio - 2011.jpg Habitator terrae 12.6. Der entsperrende Admin Floquenbeam wurde vom Bürokraten WJBscribe wieder beknöppelt kmk 13.6.

Und wer’s lieber kurz mag: Zusammenfassung für den eiligen Leser (engl.) KE 12.6.

Wikimania 2020 in Bangkok!

Bangkok montage 2.jpg

Heute wurde vom Wikimania Steering Comittee bekanntgegeben, dass die Wikimania im Jahr 2020 in Bangkok, Thailand stattfinden wird. Die thailändische User Group wird bei der Durchführung hierbei von anderen Chaptern und User Groups in der ESEAP-Region unterstützt. ESEAP steht für Ostasien, Südostasien und die Pazifische Region. Zwar hatte Bangkok sich nicht öffentlich beworben, aber die anderen Bewerbungen von zum Beispiel Jerewan, Denpasar und Perth wurden vom Wikimania Steering Committee als reine Absichtserklärungen definiert und die nichtöffentliche Kommunikation mit Bangkok als gleichberechtigt. Die letzte Wikimania in Asien fand 2013 in Hongkong statt. G.K., 11. Juni 2019

Mühlentag!

Am Pfingstmontag ist auch wieder der Deutsche Mühlentag. Hunderte historische Mühlen öffnen ihre Pforten - eine gute Gelegenheit Artikel zu bebildern oder gar fehlende Artikel zu den zumeist denkmalgeschützten Mühlen anzulegen. Die Liste der teilnehmenden Mühlen gibt es hier.O2, 10.6.

An alle OMAs

Wirklich Ohne Mindeste Ahnung?

Andrea hat mich auf meiner Disk angesprochen, ob wir denn nicht auf die Bezeichnung OMA-tauglich und andere OMA-Varianten verzichten könnten. Der Begriff hat sich zwar seit Jahrzehnten in WP etabliert. Ahnungslosigkeit müsse man aber alten Damen nicht unterstellen. „Allgemeinverständlich wäre doch ein schönes Zauberwort“, meint Andrea. In Kurzform könnte man zukünftig „ALV“ oder „LAIE“ als Abkürzung für „Allgemeinverständlich“ verwenden und die Weiterleitungen OMA und OMA-Test löschen. Wir wollen es uns doch mit unseren älteren Mitautorinnen nicht verscherzen?py, 7.6.

Der Frühling wartet

Die Erdbeertorte aus der After-Show-Party

Der Wartungsbaustein­wettbewerb im Frühjahr 2019 ist beendet! Gewartet wurde wieder quer durch alle Themen, darunter - mal willkürlich herausgegriffen - Film, Computerspiele, Snooker, Informatik, Eisen­bahn, Medizin, Biografien, Musik, Politik, Pflanzen und Baudenkmäler. 39 Teilneh­mer, angetreten in 8 Teams und 19 als Einzelkämpfer, haben 746 Artikel verbessert. Gewonnen hat schließlich das Team Frühjahrszeitlose vor Gewartet hält's besser und Der Frühling wartet. Gewonnen hat auch die Wikipedia, mit über 700 verbesserten Artikeln, darunter 309 Artikel mit reparierten Weblinks, 109 Mal geschlossene Lücken, 92 Mal ergänzte Quellen und 92 Mal erfüllte Bilderwünsche. Einige Teilnehmer sind sogar mit der Kamera noch ausgezogen. Natürlich wird jeden Tag jedes Jahr in der Wikipedia von vielen fleißigen Autoren gewartet, aber der Wettbewerb sorgt immer noch für einen Extra-Spaß. Zum Abschluss gab es schließlich noch zur After-Show-Party einen (virtuellen) Erdbeerkuchen und jede Menge Getränke. Dank an die (freiwilligen) Schiedsrichter, die auch diesmal wieder fleißig bewertet und den Wettbewerb möglich gemacht haben! Prost und auf das nächste Mal! E.S., 6. Juni 2019

Wer kommt zur WikiCon 2019?

Nachdem Ort und Zeitraum der WikiCon 2019 festliegen und die Programmwünsche und -vorschläge bereits gesammelt werden, wird es Zeit, sich um den wichtigsten Teil zu kümmern: EUCH, die Teilnehmer. Eine unverbindliche Anmeldeliste wurde soeben gestartet, einen Babelbaustein gibt es auch. Also: Wer kommt vom 4. bis 6. Oktober zur WikiCon nach Wuppertal? Tragt euch ein, damit wir in der Orga einen Überblick bekommen, mit wie vielen Teilnehmern wir rechnen sollten, und um anderen zu zeigen, dass ihr anwesend und für Gespräche bereit seid. AR, 3.6.

Kurz-URLs er­zeug­en II

Wikignomes am Werk

Im April berichtete der Kurier zum ersten Mal über den neuen URL-Kürzer auf Meta-Wiki. Wir erinnern uns: Die meisten Diskutanten standen dem neuen Feature damals irritiert bis belustigt gegenüber, mindestens gleichgültig, trotz der Dominanz des Formats in den Sozialen Medien seit mehr als zehn Jahren. Das französische Kurier-Schwesterblatt Regards sur l'actualité de la Wikimedia berichtet nun, dass der URL-Kürzer in der französischen Wikipedia schon seit Mitte Mai als Helferlein bereitstehe. In der dazugehörigen Bistro-Diskussion wird auch der Quelltext für den wikimediaweiten Einsatz mitgeteilt. Wer in seine meta:Special:MyPage/global.js den Text mw.loader.load('//fr.wikipedia.org/w/index.php?title=Mediawiki:Gadget-ShortenUrl.js&action=raw&ctype=text/javascript'); einträgt, bekommt in allen Wikimedia-Wikis den Link Kürze URL in der Navigationsleiste bei den Werkzeugen eingeblendet. Die deutsche Übersetzung besorgte Habitator terrae mit Hilfe von Thibaut120094, der das schreibgeschützte Skript auf frwiki bearbeitete. – Dank an die Wikignomes! (A, 2.6., 4.6.)