Wikipedia:Kurier

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Heute Women edit in Berlin
Heute Stammtisch Karlsruhe
05.03. Wikipedia-Sprechstunde Hamburg
05.03. Monsters of Law in Berlin
06.03. Kurpfalz-Stammtisch in Schwetzingen
06.03. Stammtisch Köln
07.03. Schreibatelier Schweiz
07.03. Antragswerkstatt zur WMDE-MV in Berlin
07.03. Wandertreffen Heilbronn mit Bunkerwanderung
07.03. Stammtisch Berlin
10.03. Tech on Tour im Lokal K, Köln
10.03. Stammtisch Göttingen
11.03. Stammtisch Hannover
12.03. Stammtisch Frankfurt
13.03. Workshop Offenes Editieren in Stuttgart
14.03. Edit(h)-a-thon Frauen gegen den Strom in Berlin und online überall
14.03. Stammtisch Ruhrgebiet in Hamm
14.03. Stammtisch Zürich
14.03. Stammtisch Leipzig
19.03. 10. Salon: „Wikipedia und die Sprache der Männer“ in Berlin
19.03.
21.03.
WLM-DE-2015 Kick-off in Wiesbaden

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Wikimedia:Woche 8/2015 (26.02.) | Wikimedia:Archiv
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Konzept Technische Wünsche und Tech on Tour

Tech On Tour

2015 soll im Bereich Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland ein eigenes Team für Community-Projekte aufgebaut werden, wenn dies so von der Mitgliederversammlung am 18.4. verabschiedet wird (siehe Jahresplan 2015). Bisher war es zwar möglich, einzelne Wünsche umzusetzen – so wird z.B. derzeit an der Umsetzung einer „Catscan-Funktionalität“ für die Kategoriensuche gearbeitet. Ein eigenständiges Team bedeutet jedoch, mehr Ressourcen und damit die Möglichkeit für eine kontinuierliche technische Unterstützung zur Verfügung zu haben.

In den nächsten 3-4 Monaten wird es darum gehen, für den Umgang mit Technischen Wünschen und Unterstützungsanfragen aus den Communitys ein gutes Konzept auf die Beine zu stellen. Hier sind die Erfahrungen und Ideen aller Aktiver aus allen Projekten gefragt.

Wie Raymond hier im Kurier bereits angekündigt hat, sind Veranstaltungen unter dem Motto „Tech on Tour“ geplant. Idee ist es, zum einen den Stand der Dinge bei der Technischen Wünsche Liste vorzustellen und zum anderen zu diskutieren, was wie besser gemacht werden könnte und welche Bedarfe und Ideen es rund um technische Unterstützung bei Community-Projekten und technische Wünsche gibt. Startpunkt der Tour ist das Lokal K am 10. März. Geplant sind ca. 5 Orte in West (Köln), Nord (Hamburg), Süd und Ost. Für die Online-Diskussion zum selben Thema wird nach den Osterferien (12./13.4.) ein Wiki-Dialog gestartet. Interessierte sind herzlich willkommen, an Veranstaltungen teilzunehmen, beim Wiki-Dialog mitzumachen oder das lokale Treffen zur Station von Tech on Tour werden zu lassen (z.B. gerne in Ost und Süd :). Alle Informationen zum Projekt finden sich hier. Rückfragen gerne auf der dortigen Diskussionsseite. bm (wmde), 2.3.

Wenn der Kopf unbedingt durch die Wand muss

Bezahltes Schreiben in der Wikipedia ist ein immer wiederkehrendes Thema. Ordentlich durchgekaut wurde es im Rahmen des Projektes Grenzen der Bezahlung von Dirk Franke. Wer sich damit beschäftigt, findet im Metabereich eine Anzahl an widersprüchlichen Eindrücken. Auf der einen Seite findet sich ein (gescheitertes) Meinungsbild und eine Umfrage, in dem man recht eindrucksvoll nachvollziehen kann, dass der Großteil der Wikipedia-Gemeinde den bezahlten Schreibern eigentlich wohlwollend gegenübersteht, auf der anderen Seite eine Offenlegungspflicht, die ironischerweise mit enormen Nachteilen für die Betroffenen einhergeht. Diese Nachteile ergeben sich durch die unterschiedliche Wahrnehmung von Bearbeitungen, je nachdem, ob sie von einem paid-editor zugeordnet werden können, oder nicht. In der Broschüre des Portals Umgang mit bezahltem Schreiben findet sich der Hinweis, dass Bearbeitungen durch Institutionen „(...)zwar nicht explizit verboten sind, jedoch gemäß der Regel zu Interessenkonflikten ausdrücklich davon abgeraten wird.“ (Von wem?). Werden die Regeln allerdings eingehalten, Interessenkonflikte (so gut wie möglich) vermieden und die Qualitätsstandards eingehalten, sollte offengelegte Auftragsarbeit eigentlich unproblematisch sein. Dass dem nicht so ist, zeigen zahlreiche Beispiele, die von Löschanträgen von klar relevanten und gut geschriebenen Wikipediaartikeln aufgrund der Unterstellung werblicher Absichten, bis zu Forderungen an Qualität (Norm- & Personendaten, Einbindung von Vorlagen, etc.), die von einem durchschnittlichen Benutzer in den seltensten Fällen umgesetzt wird.

Das Problem, das mit diesem feindselig anmutenden Verhalten einhergeht, ist die Tendenz bezahlter Benutzer, die Änderungen nicht mehr offenzulegen. Das entspricht seit der Änderung der Nutzungsbedingungen der Wikimedia nicht mehr den Regeln und kann demzufolge bis zur Sperrung des Benutzerkontos führen (wobei ein Verstoß gegen diesen speziellen Punkt der Nutzungsbedingungen meistens schwer nachweisbar sein dürfte). Die Position der bezahlten Schreiber, dieses kalkulierte Risiko einzugehen, erscheint jedenfalls nachvollziehbar. Es mag sein, dass es eine Minderheit an Benutzern gibt, die sich im Sinne einer Wikipediapolizei koordiniert gegen das paid-editing engagieren und dieses Milieu der Feindseligkeit im Alleingang produzieren, aber sie machen das sehr effektiv. 173.245.217.201, 2.3.

Paywalls: Jetzt aber wirklich

Das Verhältnis zwischen Wikipedia und der Presse steht vor einer grundlegenden Wende

Schon im Mai 2014 hatte der Kurier auf die Umbauarbeiten und die damit verbundenen Veränderungen bei den Online-Ausgaben der Tages- und Wochenzeitungen hingewiesen. Damals hieß es, das Online-Archiv des Magazins Der Spiegel solle bald hinter einer Bezahlschranke verschwinden. Dememtsprechend besorgt zeigte sich denn auch die damalige Diskussion zu dem Thema, dessen Bedeutung angesichts der Belegpflicht für Wikipedia-Artikel auf der Hand liegt. Ein sehr großer Teil dieser Belege wird weiterhin nicht mit Fachliteratur, sondern durch Links auf journalistische Quellen bedient, was weniger auf deren Qualität als auf die freie Verfügbarkeit zurückgeht. So führte denn auch das Depublizieren der Inhalte auf den Websites der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten dazu, dass Tagesschau.de & Co. seitdem seltener als Belege in Wikipedia verwendet werden.

Inzwischen zeigt sich das Spiegel-Print-Archiv zwar hinter einer immer weiter zurückreichenden Moving Wall versteckt, den größten Teil kann man aber noch immer frei abrufen. Doch ebenjener Spiegel berichtete am vergangenen Wochenende über die bevorstehende Bezahlschranke bei der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung (SZ), Süddeutsche.de. Ab Ende März 2015 soll es den Benutzern dort nach dem Vorbild der New York Times nur noch möglich sein, zehn Texte pro Monat abzurufen. Wer mehr lesen will, muss sich den Zugang erkaufen für 1,99 Euro/Tag bzw. 30 Euro/Monat (das reguläre Monatsabo der Printausgabe der SZ ist derzeit fast doppelt so teuer). Wie das technisch bewerkstelligt werden soll, bleibt offen – bei der Times reichte es schon, die Cookies im Webbrowser abzuschalten und JavaScript zu deaktivieren, um die Schranke auszutricksen. Aber dieser Versuch, die eigene Ware künstlich zu verknappen, habe die Münchener SZ-Kollegen, so der Spiegel, eine siebenstellige Summe gekostet – dies, wohlgemerkt, mit der Erwartung, bis zu 90 Prozent ihrer Online-Leser zu verlieren, weil man damit rechnet, dass der Gewinn aus den daraufhin zusätzlich verkauften Online-Abos höher ausfallen werde als der Verlust durch weggefallene Werbebanner und sonstige Tricks, die derzeit Geld bringen.

Wie auch immer: Die Einschläge kommen näher. Das immer noch herrschende Paradigma, wonach ein Artikel schon allein durch eine Online-Recherche zu belegen sei, wird demnächst endgültig ins Wanken kommen. Die Bedeutung von Bibliotheken für die Artikelarbeit nimmt wieder zu, und die Bedeutung des Weblinks als Beleg sinkt weiter, denn bisher sorgte vor allem der Online-Journalismus für den ständigen Nachschub an sogenannten reputablen Quellen. Dadurch wird es auch schwieriger werden, Belege zu überprüfen – wer hat schon einfach mal so das (angebliche) Standardwerk zu einem bestimmten Thema in einer bestimmten Auflage zur Hand? Der Einstieg für Neulinge als Autoren könnte sich dadurch ebenfalls erschweren. Und auch das Ausweichen auf Pressedatenbanken und sonstige Zweitverwerter kann nur dazu dienen, die regelmäßigen Vielschreiber mit Zugängen zu versorgen – die dann zudem Einäugige unter Blinden wären, denen wir Außenstehenden blind glauben müssten, was sie uns aus ihren Datenbanken dann noch so nacherzählen werden. Die Diskussion um die Wikipedia Library hat zudem gezeigt, dass längst nicht alle Autoren damit einverstanden sind, sich an die Vorgaben zu halten, die mit solchen Kooperationen einhergehen.

So führt die Digitalisierung durch zunehmende Errichtung und Erhöhung von Zugangsschranken auf jeden Fall zu einer neuen Form der Zweiklassengesellschaft. Die Digitale Spaltung verschärft sich auch in dieser Hinsicht und hinterlässt eine Gruppe in der Zugangsgesellschaft, die besser mit Informationen versorgt ist als der Rest. Eine neue Herausforderung also für das Ziel, das Wissen der Menschheit zu befreien und gleichmäßig an dieselbe auszuteilen. Wikipedia wird sich entscheiden müssen, wie hierauf zu reagieren ist.

Ende März fällt erstmal die große Zeitung aus München als Weblink weitgehend weg. Und wer ist der nächste? Belegen wir unsere aktuellen Artikel schon bald mit dpa-Meldungen aus dem heimischen Käseblättchen – das dadurch eine bis dahin ungeahnte Verbreitung erlangt? Warum eigentlich nicht? Dpa ist schließlich dpa. Bis auch dort dann die Paywall greift. Und der Letzte macht das Licht aus. (A, 2.3.)

Erster Kulturdaten-Hackathon in der Schweiz

Es wurde fleißig „gehackt“.
Es ist sehr selten, dass so viele Leute gleichzeitig in der Nationalbibliothek zusammenkommen.
Screenshot von „Schweizer Kleinmeister: An Unexpected Journey“

Beim ersten Swiss Open Cultural Data Hackathon in der Schweiz trafen sich letzten Freitag und Samstag über hundert Teilnehmer in der Schweizerischen Nationalbibliothek, um mit offenen Daten (Metaddatensätze, digitalisierte Bildbestände, Rohdaten, freie Textmaterialien) zu experimentieren, die von diversen Schweizer Gedächtnisinstitutionen zur Verfügung gestellt wurden. Zum Organisationskomitee gehörten Vertreter von OpenGLAM CH, Wikimedia CH, der Schweizerischen Nationalbibliothek, der ETH-Bibliothek, des Schweizerischen Bundesarchivs, der Zentralbibliothek Solothurn, infoclio und Dock18. Aus unserer Community mit dabei waren Micha L. Rieser als Projektleiter bzw. -koordinator, Gestumblindi als Community-Verantwortlicher und Beat Estermann als Daten-Verantwortlicher.

Die Bildersammlungen der Nationalbibliothek und des Bundesarchivs, die im Vorfeld des Hackathons auf Commons hochgeladen wurden, stießen auf großes Interesse. Die Gugelmann Sammlung und Durheims Fahndungsfotos wurden mehrfach in Projekten verwendet. Zur Gugelmann-Sammlung wurde eine Visualisierung erarbeitet, die diese Bildersammlung dreidimensional durchstöberbar macht. Die Bilder lassen sich aufgrund von Kategorien im Raum gruppieren. So lassen sich „Cluster“ erzeugen, die virtuell besucht werden können (Bild). Eine weitere Visualisierung verortete die geografischen Metadaten dieser Bilder auf einer Schweizer Karte. So sieht der Betrachter, zu welchen Regionen und zu welchen Orten kleinmeisterliche Kunstwerke vorhanden sind. (Bild). Die Metadaten der Fahndungsfotos lassen ebenfalls durch eine Visualisierung Verwandtschaftsverhältnisse oder sonstige auffällige Beziehungen zwischen den Personen erahnen (Bild). Daneben wurde auch Wikidata genutzt. So wurde beispielsweise ein Tool geschrieben, das auf der Basis von Wikidata-Einträgen Familienbäume erzeugen lässt, wie z.B. den Familienbaum von Prince Charles.

Auch aus der reinen Wikipedia-Perspektive war der Anlass ein voller Erfolg, auch wenn sich die beteiligten Wikipedianer/-innen fast an einer Hand abzählen ließen. So wurde nun der Upload von einer Bildersammlung des Baugeschichtlichen Archivs auf Commons vorbereitet. In einem kleinen Team wurden Metadaten zu diesen Bildern recherchiert, denn sie kamen fast ohne daher. Auf Wikisource wurde das Solothurner Kościuszko-Inventar über den polnischen Helden Tadeusz Kościuszko erstellt. Durch die für diesen Anlass erstmalig freigegebenen Bilder und Texte aus einer Publikation des Amts für Städtebau über Zürich im Ersten Koalitionskrieg werden nun gezielt Wikipedia-Artikel erweitert. Durch die Visualisierung der Gugelmann-Sammlung wurde die bisher fehlende Kategorisierung der Bilder in Commons sichtbar und hat das Interesse für Commons bei Wikipedia-Neulingen entfacht. Am zweiten Tag der Veranstaltung fanden Crashkurse in Wikipedia-Editieren und über das Kategorisieren in Commons statt. Auch zu der Frage, wie man angereicherte und korrigierte Metadaten aus Commons wieder systematisch zurückgewinnt, wurden erste Ansätze programmiert. Daneben ließen sich zahlreiche Vertreter von Gedächtnisinstitutionen für künftige Beiträge zu Wikipedia und ihren Schwesterprojekten motivieren.

Solche Anlässe sind für Gedächtnisinstitutionen wichtig, um eine Legitimation für den finanziellen und personellen Aufwand zu haben, um ihre gemeinfreien Schätze zu digitalisieren und auch direkt auf Commons zur Verfügung zu stellen. Die Wikipedia-Community ist einer der Weiterverwender dieser Daten und beweist damit, dass diese freigegebenen Daten sofort für die Allgemeinheit nutzbringend verwendet werden. Durch positive Erfahrungen werden in Zukunft mehr Gedächtnisinstitutionen bereit sein, aktiv ihre Bildbestände und Daten zu digitalisieren und freizugeben, wobei Wikipedia eine der wichtigsten und ersten Adressen ist, wo sie diese Daten hinbringen. - Einen guten Einblick in den Hackathon gibt der Digital-Brainstorming-Podcast des Migros-Kulturprozents. MLR, 1.3.15

Es muss nicht alles perfekt sein …

Ran an die Tasten …
Grandes Heures Anne de Bretagne Saint Jean.jpg

Seit mittlerweile 11 Jahren ist der halbjährlich stattfindende Schreibwettbewerb eine regelmäßige und feste Größe im Autorenjahr der Wikipedia. Der nunmehr zum 22. Mal stattfindende Schreibwettbewerb hat sich so zu einer der erfolgreichsten Autoreninitiativen der Wikipedia entwickelt. Auch wenn die Beitragszahlen in einigen Wettbewerben doch eher überschaubar waren, lässt sich kaum leugnen, dass die Arbeiten, die im und rund um den Schreibwettbewerb in den letzten Jahren entstanden sind, zu den wichtigsten Fortschritten in der Artikelentwicklung und -qualität geführt haben. Im Schreibwettbewerb produzieren die Teilnehmer Leuchtturmartikel und etablieren zudem Maßstäbe für den High-End-Bereich, aber auch für die Belegarbeit, Artikelgestaltung und andere Qualitätsfragen.

Von Beginn an sollte der Schreibwettbewerb allerdings eine spielerische Wettbewerbssituation schaffen. Der Spaß und die Freude an der Teilnahme am Schreibwettbewerb stehen im Vordergrund, im klassischen Sinne: „Dabei sein ist alles.“ So geht es in der Regel nur sekundär um den Sieg, vielen Autoren geht es um den halbjährlichen Motivationsschub für die Artikelarbeit – sich einfach mal wieder in einen Artikel intensiver einknien zu können. Aber auch Experimentierfreude an der Arbeit zu exotischeren Themen, der fehlende Schuss Motivation für eine länger geplante Baustelle oder auch das spielerische Miteinander in der Wettbewerbssituation sind die Gründe für die Teilnahme. Die Artikel, die entstehen, sind häufig toll – aber auch sie müssen nicht perfekt sein. Eine gute Miniatur, wie sie auch beim gerade erst stattgefundenen Miniaturenwettbewerb entstanden sind, hat gute Chancen auf eine Platzierung in den Sieger- und Sektionslisten – und bereichert zugleich das Teilnehmerfeld.

Also ran an die Tasten: Der Schreibwettbewerb hat gerade erst begonnen und alle Teilnehmer freuen sich, wenn sich an der Startlinie möglichst viele „Kontrahenten“ und Mitstreiter tummeln. In diesem Sinne, AR, 1.3.

Rodeln in Altenberg (Teil 1)

DerHexer fotografiert nach der Pressekonferenz Anke Wischnewski nach mehr als 10 Jahren in der Weltspitze vor ihrem letzten Weltcuprennen in Deutschland.

Vom letzten Donnerstag bis zum Sonntag (19. bis 22. Februar) waren DerHexer und ich in Altenberg, um beim dortigen Rennrodel-Weltcup zu fotografieren. Schon im letzten Jahr hatten wir uns akkreditieren lassen, schafften es aber dann leider aus Termingründen doch nicht. Die Reise begann schon am Mittwochabend, denn die für den Donnerstagnachmittag angesetzte Pressekonferenz wurde kurzfristig auf den Vormittag vorverlegt. Aus Kostengründen (und weil zu dieser Zeit in der Region ohnehin schwer ein Zimmer zu bekommen ist) hatten wir unser Quartier im nahen Teplice/Tschechien genommen.

Christian Oberstolz bereitet sich am Start auf einen Trainingslauf vor.
Felix Lochs Zieleinlauf bei seinem zweiten Wertungslauf, mit dem er das Weltcup-Rennen sowie den Gesamtweltcup gewinnen konnte.

Und dann begannen am Donnerstag Vormittag die vier harten Tage in Schnee und Eis. Zunächst besuchten wir die Pressekonferenz der deutschen Spitzenathleten und von Nationaltrainer Norbert Loch im Pressezentrum. Danach schauten wir uns die Bahn an und machten erste Bilderversuche während des laufenden freien Trainings. Wir versuchten uns am Start, im Ziel wie an verschiedenen Punkten an der Bahn. So gerüstet konnten wir am Freitag Vormittag mit den Rennen des Nationencups weitermachen, in dem die noch zu vergebenen Plätze der noch nicht fest qualifizierten Athleten des Weltcups ausgefahren wurden. Eben diese fuhren danach noch Trainingsläufe. Tag Drei brachte die ersten Wettbewerbe, die Rennen der Doppelsitzer am Vor- und die der Männer am Nachmittag. Somit waren wir Zeuge, wie Felix Loch seinen vierten Sieg im Gesamtweltcup einfahren konnte – natürlich haben wir das ebenso wie die späteren Siegerehrungen auch im (sogar auch im bewegten) Bild festgehalten. Am vierten und letzten Tag, dem Sonntag, folgten am Vormittag das Rennen der Frauen, am Nachmittag die Rennen im in dieser Saison neuen und in Altenberg erstmals in Deutschland durchgeführten Sprintweltcup. Auch bei den Frauen waren wir mit unseren Kameras dabei, wie Natalie Geisenberger‎ ihren Triumph im Gesamtweltcup verteidigen konnte. Bei den Doppelsitzern hingegen konnten Toni Eggert‎ und Sascha Benecken‎ durch ihren Sieg im Sprintweltcup den Abstand auf das Doppel Tobias Wendl‎ und Tobias Arlt‎ ausbauen, nachdem diese zwar vor Eggert/Benecken das klassische Weltcuprennen gewonnen hatten, Wendl/Arlt jedoch im Sprintweltcup durch den dritten Rang Punkte einbüßten. Neben den Siegerehrungen für die Einzelrennen konnten wir auch die Siegerehrungen für die erstmals vergebenen Gesamtwertungen im Sprintweltcup dokumentieren, die Natalie Geisenberger‎, Andi Langenhan und Eggert/Benecken für sich entscheiden konnten.

Florian Gruber und Simon Kainzwaldner bei einem Trainingslauf in Kurve 17.

Die während der vier Tage gemachten Aufnahmen sind erst zu einem Bruchteil auf Wikimedia Commons hochgeladen. Derzeit gehen wir von mehr als 5000 Bildern aus, die das Wochenende dort dokumentieren werden. In Anbetracht dessen, dass die Veranstaltung, die dankenswerterweise von Wikimedia Deutschland mit der Übernahme der Reisekosten gefördert wurde, ganze 385,30 € an Spendengeldern gekostet hat, kann man ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis konstatieren. Nachdem wir mit den Uploads einigermaßen fertig sind, wird DerHexer diesen Bericht noch einmal in einem zweiten Teil ergänzen.

Auf der Rückfahrt sinnierten wir dann noch darüber, die Idee des Festivalsommers für den Sport zu adaptieren und ein Sportjahr auszurufen. MC, 24.2.

Wiki-PR: Ein Ex-Professor auf Abwegen

Gekaufte Artikel Nein Danke.svg

Die eigene Homepage ist fertig gestaltet, das XING-Profil ausgefüllt. Was fehlt noch zur Selbstdarstellung? Richtig, ein eigener Wikipedia-Eintrag. Dachte sich auch ein deutscher Ex-Professor/Unternehmensberater und ließ eine Werbeagentur einen entsprechenden Artikel einstellen – business as usual. Blöd nur, wenn man dabei sämtliche kritischen Inhalte auslässt. So brachten ein paar Wikipedianer schnell in Erfahrung, dass der Herr einiges verbockt hat: mehrjährige Haftstrafe, Aberkennung des Prof.-Titels, Verursachung von Schäden im zweistelligen Millionenbereich, eine als kontrovers betrachtete Tätigkeit für die öffentliche Hand. Alles dokumentiert durch schnell auffindbare überregionale Berichte mehrerer Zeitungen. Ebenso schnell wurde der Artikel also um diese Tatsachen ergänzt. Und damit beginnt das Drama.

Die beauftragte Werbeagentur fand das offenbar nicht so toll und entfernte zunächst selbst die unangenehmen Fakten. Und da das natürlich nicht klappte, tauchten gleich mehrere Sockenpuppen in regelmäßigen Abständen auf und versuchten ihr Glück. Dadurch wurde erst das Interesse der Autoren geweckt und nach Recherche waren schnell weitere kritische Informationen hinzugefügt. Zu diesem Zeitpunkt stand der Unternehmensberater mit der Hauptautorin per E-Mail in Kontakt und bat um Verständnis, diese Infos löschen zu lassen. Die Autorin erklärte mit Engelsgeduld das Prinzip der Wikipedia und verwendete dummerweise ihren Klarnamen. Die Quittung kam prompt in Form einer Unterlassungserklärung. Dabei wurde eine durchaus interessante juristische Argumentation bezüglich der Persönlichkeitsrechte verwendet, die aber von praktisch allen an der Diskussion beteiligten Benutzern nicht geteilt und einhellig abgelehnt wurde. Dennoch sah sich die Autorin gezwungen, den Artikel auf den Erststand der Werbeagentur zurückzusetzen und sich aus dem Artikel komplett zu verabschieden. Sie wird mittlerweile durch einen Rechtsanwalt der WMDE beraten.

Nun war die PR-Version zwar eine Weile wie gewünscht gesetzt, jedoch suchten die fleißigen Wiki-Bienchen weiter. Und wurden wieder fündig. Die ganzen Taten des Herren und ihre Konsequenzen waren sauber in einer aktuellen (2011) wissenschaftlichen und vielfach positiv rezipierten Arbeit dokumentiert. Auch ältere Literatur wurde gefunden. Nach zwei Wochen ohne Widerrede auf der Disk. wurde dies umgesetzt. Wenige Tage später kam erneut eine Sockenpuppe und forderte gleich dazu auf, die Diskussionsseite des Artikels mitzulöschen. Ein solch penetrantes Vorgehen inklusive rechtlicher Schritte gegen Autoren ist selbst für mich aus dem Projekt „Bezahltes Schreiben“ außergewöhnlich.

Was lernen wir daraus? Man sollte darüber diskutieren, WP:BIO konkreter zu gestalten. Der Herr beruft sich wiederholt darauf, obwohl ein halbes Dutzend Benutzer die Ergänzungen als regelkonform eingestuft hat. Außerdem sollte darüber nachgedacht werden, eine Stelle einzurichten, an die sich unsere Autoren wenden können, falls sie in juristische Schwierigkeiten aufgrund ihrer Edits kommen. Es zeigte sich in diesem konkreten Fall, dass sich niemand wirklich dafür zuständig fühlt. Die Autorin konnte nur wegen freundlicher Unterstützung eines Autors mit Jura-Abschluss die Sache halbwegs regeln. Und zu guter Letzt: Seid vorsichtig, wenn ihr mit Klarnamen agiert. Gutmütigkeit kann euch zum Verhängnis werden. EH, 21.2.

Wiki Loves Monuments 2015 startet mit Kickoff in Wiesbaden

LUSITANA WLM 2011 d.svg

Mit dem Frühling schwärmen die Wiki-Fotografen auf der Suche nach Kultur- und Baudenkmälern in Deutschland aus. Der Wettbewerb Wiki Loves Monuments (WLM) 2015 beginnt! Wie in den vorausgehenden Jahren – findet auch heuer wieder dieser internationale Wettbewerb statt.

Der Wettbewerb für 2015 in Deutschland startet mit einer ganztägigen Kickoff-Veranstaltung im Biebricher Schloss am Freitag, den 20. März 2015. Wir laden alle WLM-Aktivisten aus Deutschland und Österreich herzlich ein nach Wiesbaden. Wer Lust hat, mit seinen Ideen und Erfahrungen zum Gelingen des Kick-off-Workshops beizutragen ist eingeladen. Zur Anmeldung geht es hier

Schloss Biebrich in Wiesbaden – Sitz des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen

Wie in den Vorjahren gilt es, viele gute Fotos zu machen, um sie dann im September zu Commons hochzuladen. Dabei schon beim Fotografieren an die Bestimmungen des Wettbewerbs denken, damit im September keine Enttäuschungen entstehen!

Vier Jahre mit vielen reichen Erfahrungen liegen hinter uns, es hat sich viel Gutes und auch einiges an Möglichkeiten zur Verbesserung gezeigt. Darauf wollen wir aufbauen und den Wettbewerb mit noch größerem Spaß für alle Beteiligten durchführen. Mit dem Besuch der Leipziger Denkmalmesse im November 2014 wurden auch neue wertvolle Kontakte zu Denkmalschutzbehörden erschlossen und ein paar Türen geöffnet.

Vor dem Workshop am Freitag wird es am Donnerstag ein Gespräch mit der Leitung des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen über Möglichkeiten einer Zusammenarbeit geben. Fototouren, oder Aktionen im Rahmen des Tages des offenen Denkmals am 13. September 2015, sind denkbar. Wir freuen uns auf die Teilnahme von Wikipedianern aus Hessen!

WLM 2015 soll wieder so erfolgreich wie in den Vorjahren werden. Es liegt an uns allen, was daraus wird. Wir packen es gemeinsam an!

Für die Orga: Bernd, Dieter und Wolfgang (17.2.)

SUL-Finalisierung steht vor der Tür

Die Vereinheitlichung aller Benutzerkonten für einen eindeutigen globalen Zugang, gemeinhin Single-User-Login-Finalisierung genannt, geht nach der Behebung eines blockierenden Bugs den nächsten großen Schritt. Keegan, Community Liaison bei der Wikimedia Foundation, hat den weiteren Ablauf für die nächsten Tage intern mitgeteilt (mittlerweile auch im metawiki veröffentlicht):

  • Derzeit läuft ein Skript, das E-Mails an alle Benutzerinnen und Benutzer, die ihre hinterlegte E-Mail-Adresse noch nicht bestätigt haben, mit diesem Text verschickt. Der Link führt sie auf Special:MergeAccount, wo globale Benutzerkonten unter Zusammenführung aller lokalen Konten gleicher E-Mail-Adresse oder gleichen Passworts auch sofort mitangelegt werden.
  • An diesem Wochenende wird das Schema veröffentlicht, gemäß welchen Bedingungen ein lokales Benutzerkonto das globale Konto erhält, sofern noch kein derartiges Konto angelegt wurde. Gegenwärtig können Benutzerinnen und Benutzer ein globales Konto dann anlegen, wenn sie ein lokales Benutzerkonto mit Admin-, Bürokraten- oder Stewardrechten besitzen oder, sollte dies nicht der Fall sein, wenn sie mehr Bearbeitungen getätigt hat als Benutzerinnen oder Benutzer desselben Namens in anderen Wikimedia-Projekten. Gesperrte Benutzerkonten haben derzeit kein Anrecht auf ein globales Konto (sofern sie noch kein derartiges angelegt haben), dies kann auf der metawiki-Diskussionsseite noch anders verabredet werden. Der Link zum Schema wird, sobald dieses veröffentlicht wird, hier nachgereicht.
  • Parallel dazu wird in allen Wikis eine Spezial-Seite freigeschaltet, die eine Liste aller Benutzerkonten des Wikis enthält, die weder ein globales Benutzerkonto schon angemeldet haben noch gemäß dem Schema derzeit das Anrecht haben, dieses anzulegen und damit einer möglichen Umbenennung gegenüberstehen. Auch dieser Link wird dann hier ergänzt.
  • Am darauffolgenden, kommenden Montag wird Keegan dann alle Benutzerinnen und Benutzer dieser Liste mittels MassMessage auf ihren Benutzerdiskussionsseiten anschreiben und sie darüber informieren, dass zum Zeitpunkt der Vereinheitlichung aller Benutzerkonten, die auch weiterhin mit Mitte April 2015 festgesetzt ist, ihr Benutzerkonto betroffen ist, wie es nach der Umbenennung heißen würde (Benutzername~Datenbankkürzel, bspw. DerHexer~dewiki) und welche Möglichkeiten sie haben, einen anderen Namen zu wählen. Der zu verschickende Text wurde im metawiki erstellt und liegt dort auch schon in deutscher Übersetzung vor: m:Single User Login finalisation announcement/Personal announcement/de.
  • Rund eine Woche danach wird diese Nachricht auch per E-Mail an die Benutzerinnen und Benutzer gesandt, die eine E-Mail-Adresse hinterlegt und bestätigt haben. Während dieser beiden Ansprachen wird die Wikimedia Foundation die Anlage von globalen Benutzerkonten und die Entwicklung von Konflikten beobachten (siehe m:Single User Login finalisation announcement/Metrics). Ob es auch globale Banner wie bspw. zur derzeitigen Stewardwahl und Nachrichten auf den Adminnotizen oder hier im Kurier geben wird, ist derzeit nicht bekannt.
  • Mitte März werden die beiden Ansprachemethoden, die MassMessage auf die jeweilige Benutzerdiskussionseite sowie die Benachrichtigung per E-Mail, noch einmal wiederholt, um weitere Benutzerinnen und Benutzer zu erreichen.
  • Mitte April bleibt damit der Termin, an dem die Vereinheitlichung dann stattfinden wird.

Nach den ganz aktuellen Zahlen kollidieren weltweit rund 36.500 globale Benutzerkonten mit einem oder mehreren nicht-zugehörigem lokalen Benutzerkonto desselben Namens, insgesamt etwas mehr als 215.000 (im Schnitt also 6 je globales Konto). Die übrigen rund 4,5 Mio. lokalen Benutzerkonten ohne globales Konto kollidieren mit keinem derartigen Konto, ihnen fehlt generell noch ein globales Konto. Dieses wird im Zuge der SUL-Finalisierung automatisch (sofern durch die Benachrichtigungen nicht schon händisch) angelegt, mögliche Kollisionen werden über die genannten Schritte aufgelöst.

Wunsch der Wikimedia Foundation ist es natürlich, dass der Prozess ohne große Probleme abläuft und sich betroffene Benutzerinnen und Benutzer auf einen persönlich akzeptablen, gern ähnlichen neuen Benutzernamen festlegen können, sodass möglichst wenige Zwangsumbenennungen aktiver Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stattfinden müssen. Erst mit der globalen Vereinheitlichung aller Benutzerkonten werden viele, zum Teil lang erwartete technische Verbesserungen für alle Benutzerinnen und Benutzer ermöglicht. Ein paar der schwierigsten Fälle, die ich im Zuge meiner Sichtung von Benutzerkonten der deutsch- und englischsprachigen Wikipedia sowie international gefunden habe, sind Keegan mitgeteilt. Im metawiki sollen derartige Problemfälle diskutiert werden, sofern sie nicht einfach gelöst werden können. Auch weiterhin bieten die deutschsprachigen Stewards DerHexer und Hoo man bei allen Fragen und Problemen ihre Hilfe und ihren Rat an. Die Entwicklung des Account-Merge-Tools, mit dem mehrere globale Konten vereinigt werden können, sowie eines Tools, mit dem lokale Konten einem globalen Konto hinzugefügt werden können, verzögert sich aufgrund technischer Schwierigkeiten leider um eine unbekannte Zeit, jedoch sollen diese Tools sinnvollerweise vor der Vereinheitlichung im April 2015 den Stewards zur Verfügung stehen.DH, 13.2.

Update: Die Veröffentlichung der Spezial-Seite und des Schemas verzögert sich leider ein wenig auf frühestens kommenden Freitag, da der Code für die Spezial-Seite noch nicht gereviewt wurde. Dafür wurde eine andere Funktion aktiviert: Mit der Behebung dieses Bugs durch diese Codeänderung können nun keine lokalen Benutzerkonten mehr ohne eigenes globales Konto angelegt werden. Wenn für einen Benutzernamen also noch gar kein globales Benutzerkonto angelegt wurde oder jemand anderes das globale Benutzerkonto mit demselben Namen besitzt und ich nur ein lokales Konto, kann nicht mehr ein weiteres lokales Konto in einem anderen Wikimedia-Projekt anlegen, das mit dem schon existierenden oder künftigen globalen Konto in Konflikt treten könnte. Im ersteren Fall gilt noch immer die Enpfehlung, auf Special:MergeAccount ein globales Konto anzulegen.DH, 17.2.

Ein Fotowettbewerb der Besinnlichkeit

Das Gewinner-Foto von Godewind

… liegt hinter uns und die Gewinner stehen nun fest. Von den insgesamt 1540 eingereichten Fotos von 29 Wikipedianern standen 100 in der Endrunde zur Abstimmung. 23 Wikipedianer halfen mit insgesamt 125 Stimmen die besten Bilder zu bestimmen – 9 Wikipedianer wählten mit ihren 31 Stimmen die Gewinner der 14 eingereichten Artikel.

Unser herzlicher Glückwunsch gilt Godewind, Kora27 und Kandschwar für den ersten, zweiten und dritten Platz. Den ersten Platz bei den Artikeln belegte mit seiner Liste der Weihnachtsbriefmarken ebenso Kandschwar. Auf der Projektseite findet sich ein vollständiger Überblick über die Ergebnisse und das Ranking der ersten 40 Fotos.

1540 Fotos, 14 neue Artikel, 32 Teilnehmer und 24 Abstimmende sollten uns darin bestärken, über den bald bevorstehenden fünften Wettbewerb „Wiki Loves Monuments“ hinaus solche „kleineren“ thematischen Fotowettbewerbe in regelmäßigen Abständen fortzuführen, zu denen gerne auch Saison-unabhängige, globale oder auch regionale Themen erwogen werden könnten, wie z.B. „Oldtimer“, „Umgebindehäuser“ oder zum Jahresende vielleicht das Thema „Uhren und Kalender“.

Allen Teilnehmern sowie WMDE und WMAT gilt unser herzlicher Dank. 4.2.2015 – Anna, Brücke

The winner is: Wikipedia!

Der Pluteus
… und die Cuvry-Graffiti – die Gewinner des Miniaturenwettbewerbs

Mal wieder konnte bewiesen werden: Es kommt nicht auf die Länge an … oder doch? Beim Miniaturenwettbewerb zumindest sollte eine festgesetzte Länge nicht überschritten werden – und die Teilnehmer schrieben für diesen kleinen Wettbewerb insgesamt 31 kleine Schmuckstücke, die nun Teil unserer Enzyklopädie sind. Die Bewertung dieser Artikelperlen fiel entsprechend schwer – doch am Ende konnten sich tatsächlich einige Artikel absetzen – auf den ersten beiden Plätzen tummeln sich nach Abschluss allerdings gleich fünf Sieger:

Der Pluteus, das Lesepult, „das in den Bibliotheken der Klöster und in den ersten öffentlichen Leseräumen seit dem späten Mittelalter sowohl die Aufbewahrung als auch die Benutzung der gesammelten Handschriften und der frühen gedruckten Bücher erlaubte“, teilt sich den ersten Platz mit dem für viele Berliner und Berlinbesucher wohlbekannten Cuvry-Graffiti in Berlin-Kreuzberg – maßgebliche Autoren der Artikel sind Felistoria und Lienhard Schulz. Den zweiten Rang teilen sich gleich drei Artikel: Das Manet-Gemälde Die Distel von Rlbberlin, das Weihnukka von Emergency doc sowie das vor allem im Osten Deutschlands beliebte Gericht Quark mit Leinöl von Jocian. Als Initiator kann der Autor dieser Zeilen allerdings auch all die anderen Artikel zur Lektüre empfehlen.

Doch damit nicht genug – nach dem Warmschreiben geht es gleich weiter: Der 22. Schreibwettbewerb steht vor der Tür und sucht tastenringend nach Juroren. Wer weiß, vielleicht gewinnt dort ja auch eine kleine Perle … (AR, 3.2.)

Fortschritte beim automatischen Schreiben

Was wohl Alice Gerstenberg dazu gesagt hätte?

Schreibwettbewerben, Edit-a-thons und diversen bezahlten Bemühungen (wie jüngst im Bereich Literatur) zum Trotz: Die Algorithmen sind auf dem Vormarsch, und ein neuer Versuch nebenan in der englischen Wikipedia zeigt, dass wir uns mehr und mehr an sie gewöhnen und sie sogar weitgehend akzeptieren. Es ist nicht übertrieben zu sagen: Die Autoren werden nicht mehr gebraucht, die Computer sind jetzt am Zuge!

Der neueste Research Newsletter der Wikimedia Foundation berichtet über eine Arbeit (Preprint), die all dies gerade wieder einmal demonstriert habe. Unter dem Titel Playscript Classification and Automatic Wikipedia Play Articles Generation (was auf Deutsch etwa soviel heißt wie: Klassifizierung von Theaterstücken und automatisches Erzeugen von Wikipedia-Artikeln) haben drei Forscher gezeigt, was mittlerweile immer besser geht. Waren es gestern noch langweilige Börsenmeldungen und immer gleich lautende Sportberichte, die der Computer schrieb, um die schon längst eingesparte menschliche Redaktion bei irgendwelchen amerikanischen Provinzblättern zu ersetzen, so ist er nun an den Bereich der Kultur herangeführt worden.

Dabei geht er ganz anders vor als der typische Wikipedia-Autor, der, wie wir alle wissen, seine Kenntnisse in jahrelangen Studien aus Büchern bezieht, die er in Bibliotheken einsieht, wenn er nicht gerade verschwiegene Datenbanken und Archive benutzt, die dem fachlichen Laien auf immer verschlossen bleiben werden. Nein, der Computer, um den es hier geht, schöpft seine Weisheit, wer hätte es gedacht, aus einer Web-Recherche (sic!). Findet er dort den Text eines Theaterstücks, sucht er nach Dokumenten, die irgendwie etwas damit zu tun haben, entlockt ihnen die wichtigsten Inhalte (der Kenner spricht hier vom sogenannten content) und macht daraus einen Wikipedia-Artikel. Pardauz! Die Protagonisten des Stücks und die wichtigsten Züge der Handlung werden zusammengetragen, wobei der Rechner unter anderem auf Quellen in Google Books und in Google News zurückgreift (wir erinnern uns: Googles Ziel war ja ursprünglich, Bücher einzuscannen, nicht damit sie von Menschen gelesen werden können, sondern damit sie von Computern weiterverarbeitet werden; wenigstens das klappt also, und zwar ganz formidabel, wie man sieht). Gerade soviel wird dabei an Text erzeugt, dass den Relevanzkriterien und den Mindestanforderungen an einen Artikel genüge getan wird. Man will es ja nicht übertreiben.

Und im Fall des Artikels über das Theaterstück Fourteen (de) von Alice Gerstenberg (en) stellte man zufrieden fest, dass der solchermaßen erstellte Text von der dortigen Community akzeptiert worden sei. Mit nur geringen Änderungen steht er seit dem Sommer 2013 (sic!) bis heute dort bereit, nur mit einem kleinen Wartungsbaustein versehen, der den noch nicht ganz passenden Tonfall des Algorithmus moniert. Aber auch das wird sich ganz sicherlich noch ändern. Und was steht dort zur Handlung des Dramas zu lesen? Ein Satz, der jeden Deutschlehrer zum Erbleichen bringen würde, läse er ihn in einer Abiturarbeit: Mrs Pringle hosts a dinner party.Frau Pringle gibt ein Abendessen. Dies zur Handlung. Nicht, dass das es jemand anzweifeln würde: Die Behauptung ist mit drei Fußnoten belegt. Ein Überblick über die relevanten wissenschaftlichen Papers zum Thema schließt sich an.

Die Forscher berichten übrigens, nur etwa 10 Prozent der Stücke, auf die ihr Rechner – bisher – gestoßen sei, hätten einen eigenen Artikel – in der englischen Wikipedia, wohlgemerkt. Bei uns dürfte noch sehr viel mehr Luft sein – ob man hier von Luft „nach oben“ sprechen kann, möge jeder selbst beurteilen. Die Älteren unter uns werden sich an die Werbung einer Organisation erinnern, die in den 1980er/1990er Jahren unter einer Zeichnung Albert Einsteins darauf hinwies, wir nutzten nur ein Prozent unseres geistigen Potentials. Auch hier gilt: Da geht noch was.

Ehemalige Wikipedianer nach der Einführung des Schreibomats (ca. 2016/17)

Und die Moral von der Geschicht: Nicht nur unsere Hobby-Autoren, auch unsere Paid Editors können endgültig einpacken. Das Schreiben von Wikipedia-Artikeln ist dank Künstlicher Intelligenz und Wissenschaftlern wie diesen so trivial einfach geworden, dass man es getrost einem blöden Computer überlassen kann, auch hier kann der Mensch durch die Maschine problemlos ersetzt werden, um die restlichen 90 Prozent unserer Enzyklopädie zu verfassen. Wikipedia ist kein Geschäft mehr für Schreiber, die Zukunft gehört vielmehr schon längst denjenigen, die solche Computer programmieren. Sie sind die wahren Helden des Projekts geworden, sie werden den Autor zunehmend ersetzen und langfristig gesehen ganz überflüssig machen. Neutral und unbestechlich, kennt er alle Regeln und ist daher so gut wie unangreifbar, auch durch den pingeligsten Zeitgenossen hierzuwiki. Ganz nebenbei ist der Computer natürlich auch pflegeleichter als sein menschlicher Vorgänger. Superschutze stören ihn ganz gewiß nicht. Eine offizielle Stellungnahme der Wikimedia Foundation zu diesem Fortschritt steht noch aus, aber aus der Technik-Abteilung wird schon ein zufriedendes Nicken berichtet, während die Grants-Abteilung über erste konkrete Schritte nachdenkt, fleißige Programmierer zu unterstützen. Auch das erste Literaturstipendium für Computer befindet sich in Vorbereitung, wie mehrere Insider mit gutem Draht nach San Francisco unabhängig voneinander berichtet haben.

Die nächste Etappe wird darin bestehen, nicht nur eine Wikipedia, sondern viele Wikipedias auf unterschiedlichen Niveaus zu schreiben – für Haupt- und Realschüler, für Abiturienten, für Studenten, für Wissenschaftler, für Journalisten, Feministinnen und -en, für ältere Leser (nicht nur dem größeren Schriftgrad wegen), für Handwerker und Hausmänner, für alle, die es eilig haben, für Auto- und für Bahnfahrer, für Jägerinnen und Gejagtinnen, und auch für Leseanfänger. Zugegeben, bis der Computer zu dieser Differenzierung fähig ist, wird es noch etwas dauern, denn einen Satz wie Mrs Pringle hosts a dinner party. kann man kaum mehr variieren. Aber das kommt noch, bestimmt. Dauert nicht mehr lange. Es gibt jedenfalls viel zu tun – programmieren wir es! (A, 3.2.)

Beginn einer Freundschaft?

Die Annäherung an den Ort ist hart herausfordernd. Wer in diesem Winter den Zug in Wuppertal Hauptbahnhof verlässt, findet sich in einer im Abriss befindlichen stadtplanerischen Wüste der schlimmsten Art wieder. Nur der klassizistische Sandsteinportikus des Empfangsgebäudes mit seinem goldenen Schriftzug Wuppertal - Elberfeld ist der einzige ästhetische Lichtblick. Die Stadt hat jahrzehntelang unter autofixierten Stadtplanern und Politikern gelitten, jetzt versucht man das Gröbste einer Fehlentwicklung zu mildern. Ganz im Gegensatz dazu wirkte die sehr gut gelungene Ausstellung mit Werken des impressionistischen Malers Camille Pissarro und einigen seiner Protagonisten im Von der Heydt-Museum, die die Besucher der Stadt wieder aufmunterte, denn die Bilder, Zeichnungen und Grafiken, aber auch die Texte der Tafeln vermittelten die optimistische, lebensbejahende Haltung der impressionistischen Kunst. Vielleicht empfanden dies auch die etwa 20 Wikipedianer, die am letzten Januarwochenende dieses Jahres die Gelegenheit hatten, im Rahmen des Wikimedia-Projektes GLAM auf Tour das Museum und seine Ausstellung ganz nah zu erleben. Und das Museum hatte die seltene Gelegenheit, Wikipediaautoren und -fotografen, ihre Arbeitsweise und ihre Wünsche aus nächster Nähe in der Museumsbibliothek kennenzulernen. Es war eine in der Nachschau sehr gute Zusammenarbeit mit beachtlichen Ergebnissen, wie die Liste der neu erstellten Artikel und Bildreproduktionen zu diesem Projekt zeigt. Doch nicht alles stieß auf Zustimmung. Im abendlichen Wikipedianischen Salon, es war der neunte, kam neben Beate Eickhoff, einer Kuratorin des Museums Von der Heydt, und Stefan Koldehoff, Kulturredakteur des Deutschlandfunks, die beide eine weitere Zusammenarbeit zwischen Wikipedia und Kulturinstitutionen sehr stark befürworteten und äußerst positiv bewerteten, auch eine ablehnende Stimme zu Wort. So kritisierte der Wikipediaautor Artmax das niedrige Niveau einiger dilettierender Autoren, deren Kompetenz er anzweifelte, und sieht eine weitere Zusammenarbeit skeptisch. Nicht jeder könne enzyklopädische Artikel zur Bildenden Kunst schreiben und eine Veranstaltung, in deren Teilnehmerliste sich jeder beliebige Wikipediabenutzer eintragen dürfe, tauge nicht zur Verbesserung des Artikelbestandes, so der Kritiker. Doch das ficht die Autoren und Fotografen der Wikipedia nicht an, es irritiert sie nur kurzzeitig. Bald steht wieder die Gewissheit im Vordergrund, dass in einem kollaborativen Projekt, wie der Wikipedia, man sich gegenseitig hilft, ergänzt und unterstützt. So freut sich ein Teil der Autoren und Fotografen bereits auf die nächste Station dieser Reise durch die abendländische Kulturwelt. Dies ist ein persönlich gefärbter Bericht von Sc, 2. Februar 2015

Ergänzung: Dummerweise war auch der Hauptfeind der Fotografen anwesend: Scheißwetter. Arschkalt, ab und zu Regen, gemischt mit Schneeschauern… Obwohl Atamari eine schöne Fototour ausgearbeitet und verteilt hatte, mir war das Wetter zu schmuddelig. Da hatten es die Schreiber in der warmen Bibliothek besser. Aber beim nächsten Treffen wird auch bestimmt für besseres Wetter gesorgt, alles andere war einfach super.Nf, 3. Februar 2015

Hier findet sich das ausführliche Protokoll. AP, 3.2.15

Wiki-Immunity - Bleibt die Wikipedia in Deutschland rechtlich geschützt?

Morgen, am 5. März, 18:00 Uhr, spricht Jan Mönikes, Rechtsanwalt und Experte für Urheberrecht, bei Wikimedia Deutschland im Rahmen der Reihe Monsters of Law über die heutige rechtliche Situation und mögliche Veränderungen der Haftung für die deutschsprachige Wikipedia. Monsters of Law widmet sich juristischen Fragen rund um Freies Wissen. Alle sind herzlich eingeladen, vor Ort dabei zu sein und mitzudiskutieren oder die Veranstaltung ab 18 Uhr im Livestream auf der Website zu verfolgen, danach wird das Video dort abrufbar sein. (li, 4.3.)

Geschichtsmarkt Dresden 2015

Auch in diesem Jahr nahmen Wikipedianer mit einem Stand und Vorträgen beim 11. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten teil. Neben vielen Gesprächen und einigen kleinen Änderungen an verbesserungswürdigen Artikeln kam es zu viel Aufklärung zum Maschinenraum und zu einer kleinen Bildspende. Dank Wikimedia Deutschland gab es Infomaterialien, Druckerzeugnisse für die Wandzeitung und Unterstützung für anreisende aktive Wikipedianer.(con, 3.3.)

Wikidata beobachten

Zur Weihnachtszeit gab es einen Vandalismus einer Bildbeschreibung für die mobile App von Wikipedia (Diskussion bei Fragen zur Wikipedia). Benutzer welche sich für die Änderungen ihrer in Wikipedia beobachteten Artikel interessieren, können in ihren Einstellungen unter dem Reiter Beobachtungsliste einen Haken bei „Wikidata-Bearbeitungen in der Beobachtungsliste anzeigen“ setzen und bekommen zusätzlich die Wikidata-Änderungen angezeigt, wenn die Seiten-Gruppierung deaktivert ist. (con, 2.3.)

Mobiles Edititeren von IPs demnächst möglich?

Auf Meta wird seit zwei Wochen diskutiert ob die (ursprünglich technisch bedingte) Sperre für unregistrierte Nutzer auf mobilen Seiten (z. B. de.m.wikipedia.org) aufgehoben werden sollte. Dies ist bereits in der italienischen Wikipedia möglich. Bislang überwiegen die Stimmen der Unterstützer. Die Abstimmung soll noch bis zum 15. März gehen. MB, 2.3.

WMDE: Vorstand gefunden

Wikimedia Deutschland hat die Suche nach einer neuen Geschäftsführung erfolgreich abgeschlossen. Das Präsidium folgt der Empfehlung der Übergangskommission und beruft Christian Rickerts zum Vorstand. Christian übernimmt die Aufgabe ab dem 1. Mai. Mehr Informationen hat Tim Moritz Hector im Vereinsblog veröffentlicht. Gnom, 2.3.

Königin von Wikimedia Deutschland

Was würdest du machen, wenn Du König von Wikimedia Deutschland wärst und 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und fünf Millionen Euro zur Verfügung hättest? Im Zuge der Vorbereitung auf die nächste Wikimedia-Deutschland-Mitgliederversammlung und die im Vorfeld stattfindende Antragsgarage suchen wir noch Ideen, Vorschläge, Wünsche, die dann per Antrag an WMDE weitergereicht werden können. Und wenn nicht jetzt, dann später. Wer sich schon immer mal austoben wollte, Wünsche loswerden, und sagen wollte, was WMDE schon immer machen sollte: hier ist die Gelegenheit: Das würd' ich machen, wenn ich Königin von Wikimedia wäre.sp, 1. märz

Crowdfunding für indisches Biodiversitäts-Fotoprojekt

Junonia lemonias DSF upper by Kadavoor.JPG

Internationale Wikimedianer haben eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um Jee (Benutzer:Jkadavoor) den Erwerb eines Makro-Objektivs zu ermöglichen. Das ursprüngliche Ziel ist zwar schon erreicht, dennoch ist weitere Unterstützung gefragt, um die Biodiversität in seiner Heimat Kerala in der bestmöglichen Qualität festhalten zu können. Bereits in der Vergangenheit hat Jee großes Potential als Naturfotograf bewiesen und zahlreiche ausgezeichnete Naturfotos unter freier Lizenz auf Commons hochgeladen. Feedback zur Kampagne ist erwünscht. Stsp & FDMS, 26.2.

Von Höhlenfreunden und Freizeitjunkies

Nachdem vor gut einem Jahr das Thema der Höhlenartikel und -listen auf Fragen zur Wikipedia und im Portal Berge und Gebirge (ist eine Höhle ein Berg?) kontrovers diskutiert wurde, kehrte Ruhe ein. Höhlenschützer und Geocacher schienen besänftigt. Nachdem nun im November die Liste der Höhlen in der Fränkischen Alb neu angelegt wurde, regt sich wieder der Widerstand. Höhlenvereine wollen die Höhlen vor Eventtouristen schützen und die bösen Wikipedianer werfen ihnen einen Knüppel zwischen die Beine, indem sie aus frei zugänglichen Quellen Listen basteln und Koordinaten extrahieren. Muss nun enzyklopädisches Wissen zum Schutze der Höhlen gelöscht werden? HT, 25.2.

Literaturstipendium bekommt Zuwachs: C.H.Beck

C. H. Beck.svg

Das mittlerweile seit ein paar Monaten laufende Verlags­literatur­stipendium, das auf eine Initiative der Verlagsgruppe Random House zurückgeht und einen doch deutlich holprigen Start in der deutschsprachigen Community hatte, bekommt Zuwachs: Seit heute hat sich der Verlag Verlag C.H. Beck mit seiner Programmsparte Literatur · Sachbuch · Wissenschaft angeschlossen und stellt interessierten Wikipedianern unter den gleichen Voraussetzungen wie Random House Bücher aus ihrem Verlagsprogramm für die Arbeit in der Wikipedia zur Verfügung. Informationen zu diesem Stipendium befinden sich auf der dafür eingerichteten Seite Wikipedia:Literaturstipendium/Verlag C.H.Beck, die Koordinierung wird wie bei Random House ehrenamtlich über die Benutzer Uwe Rohwedder und Achim Raschka durchgeführt.

Natürlich bleibt auch das Verlagsangebot von Random House weiterhin bestehen, in Zukunft werden wir versuchen, weitere Verlage für die Zusammenarbeit zu gewinnen und so das Angebot auf eine noch breitere Basis zu stellen. AR & UR, 25.2.

Community-Konsultation der WMF

Die Kunst der Entscheidung

Gestern gab Philippe Beaudette, Leiter der Unterabteilung Gemeinschafts­fürsprache (Community Advocacy) bekannt, eine zweiwöchige Diskussion über die Zukunft von Wikimedia zu starten. Darin soll es um neue Internettrends und die Antworten darauf gehen. Die zwei Fragen, die jedem Benutzer und jeder Benutzerin gestellt werden, sind etwa:
1.) Welches sind neben der nächsten Milliarde Benutzer und mobilem Internet die wichtigsten Tendenzen?
2.) Ausgehend von den zukünftigen Entwicklungen, die du für wichtig hältst: Wie würden blühende und gesunde Wikimedia-Projekte aussehen?
Die Diskussion läuft auf Meta unter m:2015 Strategy/Community consultation, deutscher Text: m:2015 Strategy/Community consultation/de Sgth, 24.2.

Danke-Bot listet Top Ten

Auf einer Unterseite von Faebot werden derzeit monatliche Top-Ten-Listen von Benutzerinnen und Benutzern erstellt, die jeweils a.) die meisten “Danke” erhalten und b.) die meisten „Danke“ vergeben haben. Dies z. B. auch für die Projekte deutschsprachige Wikipedia und Wikimedia Commons. Fae kann gerne angesprochen werden, falls weitere Projekte mitmachen wollen – oder falls es Anmerkungen zu der Auflistung gibt. Zum aktuellen Zeitpunkt sind bereits die Monate Januar und Februar 2014 für Commons (Platz 1 der erhaltenen Dankeschöns im Januar 2014: Marcus Cyron) und der Monat Januar 2014 für die deutschsprachige Wikipedia erstellt (Platz 1 der erhaltenen Dankeschöns: Aka). Die Daten sollen in Zukunft einmal im Monat aktualisiert werden. -- bm (wmde), 23.2.

Update: Nachdem diese Meldung auf einigen Unmut stiess und der Betreiber des Bots darauf hingewiesen wurde, hat er die deWP aus diesen Listen zunächst entfernt und wird sie nur auf Aufforderung reaktivieren. -- S, 23.2.

Die Münchner im Gasteig

Wikipedia in der Münchner Stadtbibliothek

Letzten Samstag, den 14. Februar war die Münchner Community nach dem 15. Januar das zweite Mal zu Gast im Gasteig, dem Hauptsitz der Münchner Stadtbibliothek, um die Wikipedia interessierten Münchnern vorzustellen. Flo Sorg und JPF hatten kurze Referate und Präsentationen vorbereitet, die bei den meisten Anwesenden auf großes Interesse stießen – auch wenn eine Stadtbibliothek offensichtlich auch ein Ort ist, an dem man sich ausschlafen kann. Irritierenderweise gab es im Publikum Leute, die wohl genau zu diesem Zweck gekommen waren. Aber der Rest der bis zu 50 Anwesenden Noch-nicht-Wikipedianer lauschte neugierig und hatte viele, zum Teil sehr spannende Fragen. Die Community war an beiden Tagen gut vertreten und wir hatten viel Spaß. Sowohl die Mitarbeiterinnen der Bibliothek, als auch wir freuen uns auf eine Fortsetzung der Reihe. Kri, 22.02.

Wissenschaftsbilderwettbewerb

Eine der Einreichungen von 2011.

Wikimedia Estland hat von 2011 bis 2013 jeweils im Herbst einen Bilderwettbewerb rund um Wissenschaft durchgeführt und lädt nun die Community ein, die Initiative dieses Jahr auf andere europäische Sprachen bzw. Länder auszuweiten. Dafür ist auf Commons eine Koordinations­seite eingerichtet worden, wo Mitstreiter herzlich willkommen sind. dm, 21.2.

Oscar-Endspurt

Das Wochenende naht und damit die 87. Verleihung der Oscars! Während beim diesjährigen OscArtikelMarathon noch die letzten Artikel gebastelt werden, rauchen nebenan beim Oscar-Tippspiel bereits die Köpfe, wer die begehrten Trophäen abräumen wird. Bis zum Sonntag, 24 Uhr können noch Tipps abgegeben und Artikel erstellt werden, danach heißt es: „And the Oscar goes to …“ Q., 19.2.

Deutschlands schönste Frau schon gelöscht

Ein Wikipedia-Admin bei der Arbeit gemäß Darstellung der Bild

Die Bild, Deutsch­lands Infor­ma­tions­me­dium für jene, die sich mit weniger begnügen, ließ einen Aufschrei durch den Blätterwald rauschen. Eine Teilnehmerin bei der RTL-Show „Deutschlands schönste Frau“ darf sich nicht auf Wikipedia promoten. Gleich zweimal wurde der Artikel der (un)bekannten ehemaligen Radiomoderatorin, „Marketing-Managerin“ und „Fashion-Bloggerin“ gelöscht. Für eine Neuanlage ist das Lemma gesperrt. Zitat Bild: „Tanjas Internet-Vermarktung wurde fies torpediert!“ Der Grund liegt in der Irrelevanz der Dame, weswegen es auch absolut unnötig ist, ihren Namen hier auch nur zu nennen. Und Überraschung: Die meisten Online-Kommentare begrüßen die Löschung. Vielleicht besteht doch noch Hoffnung für die Bild-Leserschaft. JPF, 19.2.

Tech on Tour

Nach über einem Jahr „Technische Wünsche“ ist es an der Zeit, ein Fazit zu ziehen und zu schauen, wie es weitergehen kann. Zusammen mit Birgit Müller, die als Mitarbeiterin von Wikimedia Deutschland für die Kommunikation mit den Communitys zuständig ist, hat der Initiator dieser Wunschliste (Benutzer:Raymond) überlegt, wie dies passieren könnte. Daher wird Birgit am 10. März 2015 um 19 Uhr im Wikpedia:Lokal K (K wie Köln) mit allen Interessierten das Thema diskutieren. Eingeladen sind ausdrücklich nicht nur Techies, sondern auch nicht technikaffine Autoren, Fotografen etc. Denn im persönlichen Gespräch lassen sich sicherlich Probleme mit der und Wünsche an die Technik einfacher formulieren, und anwesende technikaffine Menschen können sie dann in Techniksprech für die Programmierer umsetzen.
Birgit hat angekündigt, dass sie andere Orte in Deutschland besuchen wird, um mit den dortigen Aktiven aller Wikimedia-Projekte zu reden (Orte und Termine werden noch bekannt gegeben)
Zur besseren Planung in Köln bitten wir um Anmeldung. Für Getränke ist selbstverständlich gesorgt.(ray)

WMDE: Update des Jahresplans 2015

Soeben ist der aktualisierte Jahresplanentwurf von Wikimedia Deutschland (WMDE) veröffentlicht worden. Dieser wurde notwendig, weil bei der 15. Mitgliederversammlung am 29. November 2014 nur ein vorläufiger Jahresplan verabschiedet wurde. Weitere Details hierzu finden sich in der Einleitung, die deshalb etwas umfangreicher geraten ist als sonst: Jahresplan im Forum (Anmeldung notwendig) und Jahresplan auf meta. Wir freuen uns über Kommentare und Fragen. je, 18.2.

POTY 2014: eins aus 54

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Die Wikipedia-Gemeinschaft liebt Akronyme, mit der Wahl zum POTY (Picture of the Year) ist das nicht anders. Bei diesem Wettbewerb auf den Commons, dem zentralen Medienspeicher, auf den alle Wikimedia-Projekte zurückgreifen, standen in der ersten Runde die 2014 gekürten 981 Exzellenten Bilder zur Wahl. Die besten 54 bilden nun die finale Auswahl im Wettbewerb „Bild des Jahres 2014“, in der jede/r drei Bilder auswählen kann, der vor dem 1. Januar 2015 mehr als 75 Bearbeitungen in irgendeinem Wikimedia-Projekt hatte. Wie erwartet dominieren Tiere, Landschaften und Gebäude, ein (sehr lustiges) Zeichentrick-Video hat es in die zweite Runde geschafft. Zur Abstimmung bis zum 22. Februar geht es hier lang. mh, 18.2.

Blakey-Karten auf Commons gelöscht

Heute Nacht wurden sämtliche paläogeographischen Weltkarten von Ron Blakey (Northern Arizona University) gelöscht, die auf Wikimedia Commons hochgeladen waren (vgl. seine Website). Offenbar lag von Blakey nie eine Erlaubnis vor, die er in dem Wissen abgegeben hat, dass er damit die Karten auch für eine kommerzielle Nutzung freigibt (siehe Löschdiskussion hier). Die hochqualitativen Karten waren in zahlreichen Artikeln mit Schwerpunkt Geologie und Erdgeschichte implementiert und werteten diese sowohl optisch als auch inhaltlich erheblich auf. Ein deprimierender Tag für alle in diesem Themenbereich tätigen Autoren. grtrsn, 18.2.

Wikimania-Stipendien: Bewerbungsfrist läuft am Montagabend ab!

Wer an der Wikimania in Mexiko-Stadt im Juli teilnehmen und sich seine Reisekosten ersetzen lassen will, hat dafür nur noch bis Montag, 16. Februar Zeit. Für die von der Wikimedia Foundation, Wikimedia Deutschland und Wikimedia Österreich vergebenen Stipendien bewirbt man sich über die offizielle Seite der Wikimania Foundation. Weitere Informationen finden sich unter Wikimania 2015/Stipendien. Bewerben kann man sich auf Englisch und auf Deutsch (mehr dazu in Southparks Blog). Gnom, 14.2.

WMDE sollte schon immer mal …

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Die Prozesse, nach denen Wikimedia Deutschland (WMDE) arbeitet, sind von außen schwer zu durchschauen, und noch schwerer ist es, zu ergründen, wie man darauf Einfluss nehmen kann. Eine relativ einfache Methode ist die 16. WMDE-Mitgliederversammlung am 18. April in Köln (Anmeldung für Besuch der Website erforderlich), auf der jedes Vereinsmitglied Anträge stellen kann. Andererseits ist es schwer zu durchschauen, wie und welche Anträge überhaupt sinnvoll sind. Um dem Ganzen etwas abzuhelfen, veranstalten lyzzy und southpark am 7. März in Berlin eine Antragswerkstatt (Anmeldung erforderlich, Vereinsmitgliedschaft nicht), um Ideen zu Anträgen zu machen, über Ideen zu diskutieren, Anträge nochmal gegenzulesen und zu überlegen, wie Interessierte überhaupt WMDE beeinflussen können. Zwar muss man Mitglied sein, um Anträge stellen zu können, nicht jedoch um Ideen zu haben oder sich an der Werkstatt zu beteligen. sp, 13.2.

Der Winter-Wartungsbausteinwettbewerb 2015 startet

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Der nächste Wartungs­baustein­wettbewerb findet vom 15. Februar bis zum 1. März 2015 statt. Wieder einmal werden Wikipedianer gesucht, die helfen, Artikel zu verbessern und der Wartungsbausteinflut Herr zu werden. Ob Belege fehlen, Wartungslisten abgearbeitet werden, lückenhafte Artikel ergänzt werden sollen, aus Listen Fließtext entsteht oder tagesaktuelle Fälle aus der QS beackert werden, der inzwischen zum 28. Mal stattfindende Wartungsbausteinwettbewerb ist die richtige Anlaufstelle zum Helfen. Auch Schiedsrichter werden noch gesucht. Die Regeln sind einfach: Anmelden, Mitstreiter suchen, Artikel mit Wartungsbausteinen überarbeiten, überarbeitete Artikel in die Wettbewerbstabelle eintragen. Viel Erfolg! ED, 11.2.

Liquid Threads und Flow auf Slashdot

Derzeit auf der Slashdot-Hauptseite: „The Bizarre and Complex Story of a Failed Wikipedia Software Extension“. Mit Diskussionsbeiträgen von Erik Möller. A.K., 9.2.

hint: <ctrl-f>eloquence IP, 10.2.

Drei Bürokraten wiedergewählt

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Turnusgemäß alle zwei Jahre stehen die Wiederwahlen der Bürokraten in der deutschsprachigen Wikipedia an, und alle drei, die „fällig“ waren, sind auch angetreten. Mit jeweils mehr als 98 Prozent fiel die Vertrauensbekundung nach 597 abgegebenen Stimmen sehr eindeutig aus, so dass der kurier den Benutzern APPER, Inkowik und Merlissimo zur Wiederwahl gratulieren kann. Danke für Eure Bereitschaft für diesen Job im fünfköpfigen Team! (9.2., mh)

Wieder Platz 3

Seit letzter Nacht steht die hiesige Wikipedia auf Platz 3 der größten Wikipediæ und hat die niederländische damit wieder hinter sich gelassen. Sollten die Schweden nicht nochmal den Lsjbot von der Leine lassen, dann dürften sie in etwa anderthalb Jahren auch wieder überholt werden. (N.N., 6.2.)

Jetzt testen: Globale Benutzerseite

Auf drei Testwikis steht seit gestern Abend die Funktionalität einer globalen Benutzerseite zur Verfügung. Das eigentliche Testwiki dient als zentrales Wiki, Test2Wiki und TestWikidata sind die „ferngesteuerten“ Wikis in Bezug auf die Benutzerseite. Auf diesen Benutzerseiten wird der Inhalt des zentralen Wikis dargestellt, aber nur, wenn die lokale Seite nicht vorhanden ist. Lokale Inhalte haben also immer Vorrang in der Darstellung. Auf der (noch) englischsprachigen Seite GlobalUserPage gibt es einige Tipps & Tricks zu den Besonderheiten einer globalen Benutzerseite. Sobald diese Erweiterung auf allen Projekten zur Verfügung steht (der Zeitpunkt ist dem Reporter nicht bekannt) wird die Benutzerseite auf Meta als zentrales Wiki die globale Benutzerseite beherbergen. Quelle: Global user pages deployed to test wikis. (ray, 6.2.)

Tippfehler und andere Korrekturen

Wie der Focus heute berichtet, hat ein englischsprachiger Nutzer es sich zur Aufgabe gemacht, das unschöne „comprised of“ (zu deutsch: „bestehend aus“) auszumerzen. 47.000-mal hat er es schon ersetzt, dafür eine eigene Software geschrieben. Das erinnert mich an Akas Tippfehlerkorrektur. Wer auch nebenbei was Kleines zu tun haben will, darf sich gerne hier oder auch hier beteiligen. Quedel, 5.2.
Drauf gekommen ist der Fokus vermutlich durch diesen vor einigen Tagen viral gewordenen, wesentlich lesenswerteren Artikel. (Michi, 6.2)

Stipendien für die Wikimania 2015

Bis zu 16 Stipendien für Aktive in den deutschsprachigen Wikimediaprojekten (ink. Commons und Wikidata) mit Wohnsitz in Deutschland können dieses Jahr vergeben werden. Bewerbungen dazu sind bis 16. Februar über das allgemeine Stipendien-Bewerbungsformular zur Wikimania 2015 möglich. Die Auswahl dieser 16 Stipendien erfolgt durch ein Auswahlkomitee, für das bis 9. Februar Bewerber gesucht werden. Alle Informationen dazu sind zusammengefasst auf: Wikipedia:Wikimania_2015/Stipendien. sebaso_wmde4.2.

Neue alte Ombudspersonen

Wie Maggie Dennis auf der internationalen Wikimedia-Mailingliste bekanntgab, hat die Wikimedia Foundation neue Ombudspersonen bestimmt. Diese sind vor allem für Beschwerden über Datenschutz und Gebrauch oder Missbrauch des CheckUser-Tools weltweit zuständig. Aus dem deutschsprachigen Raum ist Benutzer:Gnom Mitglied und Benutzer:Thogo in beratender Funktion zuständig. Erfahrungsgemäß geben diese auch gerne weitere Auskunft über ihre Rolle und Zuständigkeiten. Glückwunsch den beiden! sp 2.2.15
Neues Mitglied aus dem deutschsprachigen Bereich ist Benutzer:Barras, der besonders aktiv in den Simple-English-Projekten und als Steward ist.DH 3.2.15

Gewinner Fotowettbewerb Foto aus OWL

Es ist entschieden, die Gewinner des Fotowettbewerbes Foto aus Ostwestfalen und Lippe sind: Benutzer:Heimatforscher mit seinem Bild von der Friedhofslinde in Stemwede-Oppenwehe und Benutzer:Ub12vow mit dem Bild vom Wasserstraßenkreuz Minden. 42 Fotos standen zur Auswahl; herzlichen Dank an alle Fotografen.Aeggy 2.2.

Wer knackt die 300?

Seit Mitte letzten Jahres haben fleißige Feen 299 Wünsche erfüllt. Entdecke auch du die Fee in dir und erfülle einen Artikelwunsch – vielleicht sogar den 300sten.Sae. 1.2.

Nachtrag: Mit dem Älteren und dem Jüngeren A. L. hat Sternrenette die 300 geknackt. E33 3.2.