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Wikimedia:Woche 24/2017 (22.06.) | Wikimedia:Archiv
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Bericht vom Wikidata-Wahldaten-Workshop

Das Ideenboard ist noch recht leer, …

Am vergangenen Wochenende fand in Ulm bereits der zweite Wikidata-Wahldaten-Workshop statt. Im Verschwörhaus in der historischen Altstadt zusammengekommen war dazu eine bunte Mischung aus Wikipedianern, Open-Data-Aktivisten (u. a. von FragDenStaat.de, OParl und Offene Wahlen Österreich) und Entwicklern (Wikidata und Code for Germany). Zentrale Frage war, wie Wikidata helfen kann, Daten aus Politik und Verwaltung besser zugänglich zu machen. Veranstaltet wurde das ganze gemeinsam von der Open Knowledge Foundation und Wikimedia Deutschland.

Nach einführenden Vorträgen wurden zunächst kurze Einführungen in Wikidata und SPARQL angeboten. Parallel wurden bereits erste Ideen entwickelt und ausgetauscht. Während sich einige Teilnehmer auf die Auswertung vorhandener Daten konzentrierten, kümmerten sich mehrere andere Gruppen um das Hochladen neuer Daten in Wikidata. Dabei stellte sich schnell heraus, dass manche der zunächst formulierten Ziele deutlich zu groß für ein Wochenende waren. Zunächst mussten erstmal die vorhandenen Strukturen und Eigenschaften erforscht und ggf. neue Strukturen erdacht werden. Als zweite Herausforderung kam dann das Zusammensuchen und Aufbereiten der Daten. Wahlergebnisse und Abgeordnetenlisten werden zwar inzwischen automatisch und selbstverständlich von offizieller Seite im Internet veröffentlicht, jedoch bei vielen verschiedenen Stellen (Bundeswahlleiter, Landeswahlleiter, etc.) in jeweils eigenen Formaten und beinahe nie in maschinenlesbaren Formaten. Das Zusammenstellen und Vorbereiten einer Liste von „nur“ 598 Wahlkandidaten kann so schon mal einen halben Tag in Anspruch nehmen.

Dank großer Beharrlichkeit wurden schließlich doch erste zählbare Ergebnisse erzielt: so wurden z.B. die Daten aller Mitglieder des Thüringischen Landtags seit 1990, vieler österreichischen Nationalratsabgeordneten sowie die Wahlergebnisse aller erfolgreichen Direktkandidaten bei der Bundestagswahl 2013 (und inzwischen auch der meisten Zweitplatzierten) in Wikidata eingetragen.

Darum, dass auch der Spaß nicht zu kurz kommt, wurde sich natürlich auch gekümmert: Auf http://guessr.morr.cc/?Q7138926 kann man nun sein Geografiewissen testen und versuchen zu erraten, wo auf der Welt welches Parlamentsgebäude steht; natürlich powered by Wikidata.

Ein besonderer Dank gebührt dem Verschwörhaus als perfekter Gastgeber für dieses Wochenende. Wir kommen gerne wieder. MB 26.06.

Zum Schluss möchte sich der Autor noch eine persönliche Betrachtung erlauben: Interessanterweise sind die Wahlergebnisse der letzten drei Bundestagswahlen in bewundernswerter Vollständigkeit und Präzision in den Wikipedia-Artikeln der jeweiligen Wahlkreise eingetragen, während eine Wikidata-Abfrage zu den Kandidaten der letzten Bundestagswahl bis vor wenigen Tagen genau ein Ergebnis lieferte (Q567). Wenn man nun überlegt, um wieviel größer der positive Effekt ist, wenn die Ergebnisse der anstehenden Wahl direkt in Wikidata eingetragen werden, wäre es fast schade, wenn diese Kleinarbeit erneut nur einer einzigen Sprachversion der Wikipedia zugute kommt. MB 26.06.

Elizabeth Blackburn,
Pasarow Award 2005,
Nobelpreis 2009

Wer sich enzyklopädisch im Bereich von herausragenden biomedizinischen Forschern bewegt, wird bald auf eine besondere Auszeichnung stoßen, deren Preisträgerliste sich vermutlich wie ein Who-is-who der Biomedizin liest: den Pasarow Award. Die englischsprachige Wikipedia hat auch einen Artikel dazu, siehe en:Robert J. and Claire Pasarow Foundation Medical Research Award, wobei die Lemma-Frage erstmal zweitrangig ist. Schaut man sich den dortigen Artikel an, wird man aber bald (mindestens) zwei wesentliche Probleme feststellen: der Artikel ist zu 99 % unbelegt; die Liste der Preisträger ist unvollständig und in sich widersprüchlich. Ich selber habe mir auch vor Jahren schon mal daran die Zähne ausgebissen. Die Beleglage ist – zumindest online – mehr als schlecht.

Nun mein Angebot: Wer einen belegten und bezüglich der Preisträger (annähernd) vollständigen Wikipedia-Artikel zu dieser Auszeichnung schreibt, erhält von mir:

  • eine besondere und persönliche Auszeichnung,
  • drei freie Wünsche bei Wikipedia:Spiele/Drei Wünsche frei, wobei ich einen Wunsch selbst erfüllen will,
  • die Summe von 2.075.428 Wikipedianischen Plonks (das sind nach heutigem Wechselkurs etwa 120 Euro). Wenn der Träger des Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2017 (Bekanntgabe am 2. Oktober) auf der Liste der Träger des Pasarow Award steht und Stand jetzt (18:24, 24. Jun. 2017 (CEST)) noch keinen Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia hat (oder gehabt haben wird), verdoppelt sich das Preisgeld.

Der Wettbewerb endet am 30. September 2017, 24:00 Uhr. Wenn es mehrere Autoren gibt, die wesentliche enzyklopädische Beiträge geleistet haben werden, teile ich den Preis nach Art der typischen Admin-Willkür unter den beteiligten Autoren auf. Entscheidendes Kriterium sollte aber die Qualität der verwendeten Belege sein; sprachliche Perlen erwarte ich nicht. Werden offline-Belege verwendet, wozu ich ausdrücklich ermuntern möchte, bitte ich höflich um Zusendung eines Scans, z. B. per E-Mail. D01, 24.06.

Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek 4.0

Auf Einladung der Deutschen Nationalbibliothek waren Barbara, Lydia und ich am 19. Juni 2017 zu einem ganztägigen Workshop in Frankfurt am Main. Die Generaldirektorin Elisabeth Niggemann nahm sich den ganzen (!) Tag Zeit, um mit uns und 6 weiteren Mitarbeitern/innen der DNB und der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB, im Haus der DNB ansässig) über Möglichkeiten einer erweiterten Zusammenarbeit mit Schwerpunkt Wikidata zu sprechen.

Hintergrund der Einladung ist die bald zehnjährige Kooperation der deutschsprachigen Wikipedia mit der DNB im Bereich der Normdaten bzw. Wikipedia:GND/Fehlermeldung.

Gemeinsam haben wir überlegt, wie wir die Kooperation auf das nächste Level heben können. Ich werfe hier nur einige Stichworte in den Raum: Zusammenarbeit auf operativer Ebene (auch mit der DDB), Welten zusammenbringen, gemeinsame Community bilden trotz oder gerade wegen der Kulturunterschiede: ehrenamtlich, unverbindliche Arbeit vs. verbindliche Arbeit von bezahlten Angestellten, Qualität von Wikipedia, Wikidata und der Normdatei der DNB verbessern, Schnittflächen und -stellen definieren, Datenmanagment, automatisierte Suchschnittstellen über beide Welten, Ansprechpartner auf beiden Seiten festlegen, evtl. Mentoren/Buddyprogramm.

Inhaltliche Beschlüsse die Wikimedia-Projekte betreffend haben wir natürlich nicht getroffen, können wir ja auch gar nicht treffen. Für 2018 wird die DNB Ressourcen für gemeinsame Workshops von Wikipedianern, Wikimedianern, Wikidatajongleuren und DNB/DDB-Fachleuten bereitstellen. Einladungen zu den Workshops in den Projekten erfolgen zu gegebener Zeit.

Außerdem baten wir die DNB zu prüfen (auf Anregung von Benutzer:Atamari), ob die DNB sich auf der WikiCon in Leipzig, dem 2. Standort der DNB, einbringen kann. Wie genau (Workshop, Stand, Poster) ist noch nicht klar, da die Anfrage ja doch - für eine deutsche Behörde - recht kurzfristig kommt. Ziemlich sicher dürfen wir uns aber über eine Führung durch den DNB-Standort Deutsche Bücherei in Leipzig freuen.

Werbung: Schon länger geplant wird ein Normdaten-Bearbeitungs-Workshop im November in Leipzig. Wer sich für die Bearbeitung von Normdaten im System der DNB interessiert, kann sich gerne noch eintragen. ray, 21.6.

Kismet, Außenwirkung oder die Sache mit Otto Warmbier

Topmeldung in der Tagesschau. Auf der Hauptseite unserer Wikipedia. Auch darüber hinaus eine der Topmeldungen deutscher und internationaler Medien. Otto Warmbier, Opfer einer Auseinandersetzung zweier seit über 60 Jahren streitender Staaten. Aber um die Causa Warmbier soll es hier gar nicht gehen. Otto Warmbier steht aber in der Wikipedia beispielhaft. Angelegt wurde der Artikel am 17. März 2016, nachdem der Fall international am Tag zuvor durch die Presse ging. In der Form durchaus akzeptabel. Was folgte, war die typische Wikipedia-Folklore. Löschantrag. Einmal mehr stellte Jemand seine persönliche Sicht der Welt über alles andere. Schon vor mehr als einem Jahr war klar, daß dieser Fall so bedeutend ist, daß auch in 20, 50 oder 100 Jahren, wenn der Name irgendwo auftaucht, Leser Interesse daran haben werden zu erfahren, wer denn nun Otto Warmbier war. Auch heute interessiert es noch Leser zu erfahren, wer etwa die US-amerikanischen Geiseln 1979 in Teheran waren.

Selbst wenn man zugesteht, daß eine Überprüfung der enzyklopädischen Bedeutung Otto Warmbiers möglich ist, bleibt am Ende doch Eines: würden Warmbiers Familienmitglieder und Freunde genug Deutsch verstehen und auf die Löschdiskussion aufmerksam werden, könnten sie dort erfahren, daß ihr Sohn, Bruder, Enkel, Cousin, Neffe oder Freund nicht etwa Opfer internationaler Verstrickungen war, von denen er gar nichts ahnte, sondern Dinge wie: Wenn exorbitante Dummheit zum Wikipediaartikel reicht, will ich auch einen. Ansonsten: Relevanz nicht gegeben., Löschen. Wenn überhaupt könnte der Vorfall relevant sein, keinesfalls aber die Person. Die Person ist hier völlig unerheblich. Für Wikipedia sehe ich aber auch den Vorfall als nicht relevant genug an., Ach was, allein schon für den Nachnamen gehört er gelöscht: welcher Mensch heißt schon so? Und wer säuft sowas? Warmbier? Kaltkaffee? oder Weltweites Medienecho, was schnell abklingen wird und bald niemanden mehr interessiert. Wenn es um Medienecho ginge wäre en:Tzuyu viel relevanter für die deutschsprachige Wikipedia als warmes Bier. Und ja – ich weiß, daß Warmbier zu dieser Zeit noch lebte. Besser macht es das nicht, im Gegenteil. Die das geschrieben haben, sollten vielleicht gerade jetzt überlegen, was aus ihren Beiträgen werden kann.

Ich weiß gar nicht, wie oft ich es schon angesprochen habe, sicher allein im Kurier schon ein- oder zweimal. Das sind Menschen. Die sind nicht „löschen, irrelevant“. Kein Mensch, kein Menschenleben, ist irrelevant! Die Löschdiskussion war nie ein zivilisierter, friedlicher Ort. Aber die fast täglich dort ausgelebte Menschenfeindlichkeit, die schon niemanden mehr zu interessieren scheint, ungestraft, von allen ignoriert, halte ich manchmal für nicht mehr erträglich. An Tagen wie heute hat das schon etwas Surreales. Bei uns wird noch lange stehen, daß ein junger Mann, der im Alter von 22 Jahren wegen der Feindschaft zweier Länder starb, die aber keinen offenen Krieg führen, zu dumm war. Man fragt sich, was als Nächstes kommt? Syrern werfen wir vor, daß sie so dumm waren und in Syrien auf die Welt kamen?

Ich gehöre sicher nicht zu denen, die sich auch hart geführten Diskussionen verweigern würden. Aber wenn es gegen die Menschenwürde geht, hört es für mich auf. Es muß endlich wieder Respekt für das Leben von Menschen auch auf der Löschdiskussion, aber auch anderenorts in der Wikipedia einkehren. Wenn man schon nicht ihre Leistungen respektieren kann, dann doch bitte ihr Leben! Und auch als eine „Zivilgesellschaft“ müssen wir gegen so etwas stehen. Wir brauchen Administratoren, die so etwas endlich bekämpfen und nicht mehr durchlaufen lassen. Ich will nie wieder erleben, daß Eltern auch nur in die Gefahr kommen, bei uns lesen zu müssen, daß ihr Kind zu dumm zum Leben war. MC, 20.6.

Die Sache mit den Rotlinks

Auf der rechten Seite bei WP:Artikelwünsche steht eine kleine unscheinbare, siebenstellige Zahl. Diese Zahl hatte einmal mein Interesse geweckt, denn sie zeigt uns an, wie viele Artikel wir mindestens noch schreiben sollten. Sie ist die Zahl der Rotlinks. Aktuell sind es 3621651 Stück. Nach mehrminütiger Suche im letzten Jahr hatte ich herausgefunden, dass diese Zahl von der Seite Benutzer:Krdbot/Rotlinks kommt, wo seit April 2015 jeden Tag die Zahl der Artikel und die der Rotlinks festgehalten wird und nun freue ich mich seit nunmehr fast einem Jahr über mein (fast) tägliches Rotlinkupdate um 9:50 auf meiner Beobachtungsliste. Ich führe eine komplizierte und umfangreiche Statistik über diese Zahl, aber eine Sache ist relativ offensichtlich: Diese Zahl steigt und zwar stark. Ich finde das merkwürdig, weil wir mit jedem Artikel, den wir schreiben, uns doch eigentlich verpflichten ein bis zwei weitere zu schreiben, denn diesen Monat beispielsweise wurden täglich durchschnittlich 305 neue Artikel geschrieben, aber zeitgleich kommen 372 neue Rotlinks dazu, wobei das noch wenig ist (siehe unten); im letzten Jahr waren es noch meist 500 bis 600 täglich. Man könnte fast sagen, dass die Wikipedia mit jedem einzelnen Artikel unvollständiger wird. Auf eine mir völlig unerdenkliche Art und Weise wurden auf den 2. Oktober 2015 bei 364 neuen Artikeln 6769 neue Rotlinks geschaffen. Mich stört dieses Verhältnis enorm und daher habe ich begonnen zu entlinken, denn Unmengen an Links strotzen nur vor Irrelevanz, Zehntausende sind sicher nur Rechtschreibfehler. Ich habe mir Jugendsportwettbewerbe herausgesucht, denn dort wird jeder Name verlinkt, obwohl doch Juniorensportler gar nicht relevant sind. Dadurch konnte ich gestern etwa 300 Links entfernen, was die Monatszahl (siehe oben) sichtlich verringert hat. Diese Arbeit ist aber sehr aufwendig, denn ich prüfe jeden Namen einzeln auf Relevanz in den Links auf diese Seite, aber Leute danken mir dafür. Auch heute habe ich wieder damit weitergemacht, aber irgendwann musste ich ohne Speichern aufgeben, denn es sind zu viele. Zeitgleich war heute bei den neuen Seiten ein weiterer Juniorenmeisterschaftsartikel dabei, und wieder alles verlinkt, sodass mich morgen um zehn vor Zehn wieder ein Schock erwarten dürfte. Bei WP:Verlinken heißt es Personennamen, die im Artikel vorkommen, werden verlinkt, sofern es sich um Personen handelt, für die ein eigener Artikel angebracht ist (siehe Was Wikipedia nicht ist und die Relevanzkriterien für Personen). Beachte die Regeln für Personennamen Ich würde mich freuen, wenn ich mal um 9:50 erfreut sehen könnte, dass wir weniger zu tun haben werden. Kenny, 18.6.

Was zum Nachdenken

Nun ja. Einige Monate erlebnisoffener Tage liegen hinter uns, das Schiedsgericht in seiner Form existiert nach wie vor. Ich selbst, ich sage es ehrlich, mochte nie im Mittelpunkt der Ereignisse stehen. Nun gut, ich musste es tun, warum? Ein Mandat unserer User wiegt für mich schwerer als die Vorbehalte ebenfalls Gewählter, welche sich in der Folge zur keiner Konfliktbewältigung in der Lage sahen, außer demonstrativ zurückzutreten … Um es einmal lapidar zu sagen: Mich selbst kümmert das Gejammer anderer außer dem Votum der Community nix. Ihr habt damals einen Autor gewählt, der seinen Qualifikationsnachweis gewiss erbrachte.

Wenn allerdings jetzt erneut Konflikte, geschürt aus einer Ecke, die keiner möchte, aufbrechen, ich sag’s mal so, dann schreite ich demonstrativ voran. Klingt albern, ich weiß … Ich glaube, die Wikipedia-Community muss diesen Prozess bestehen, und erhoffe dabei zumindest ein bissl euren Rückhalt. Selbst erwarte ich, dass solch schräge Fürsten, wie jener Unsägliche, dessen Aktivitäten meine jüngste Sperre implizierten, nicht die Meinungshoheit dieses Projektes innehaben werden. Lasst diese großartige Sache net unter dem administrativen Verwalten sogenannter/selbsternannter Guter zum Teufel gehen! Macht einfach mal die Augen auf! Ihr werdet sehen, wer hier dem Projekt wirklich schadet … Das sind net die vielbeschworenen bösen Rechten, sondern jene, denen angeblich die Menschenwürde über alles geht und die dafür gewissermaßen WP:Anon und weitere Grundwerte dieser Gemeinschaft den Bach runtergehen lassen. Denkt vielleicht mal drüber nach, welch eigentlich prinzipienlose und nichtssagende Zeitgenossen hier vollmundig agieren, und wie rigoros mit Kritik am Mainstream verfahren wird. Ich weiß mich zu wehren; ihr auch? VG Magister, 16.06.

Die Schwierigkeit des Loslassens

Am 30. September 2010 wurde von Benutzer:La quercia1 der Artikel "Gut Victoria Hummelsheim" erstellt. Der Artikel wurde mit 2 Quellen (die vermutlich den wenigsten vorliegen werden) und mit relevanzstiftenden Aussagen wie "Ein prächtiger Renaissancegarten mit außergewöhnlich gut erhaltenen römischen Statuen, vermutlich aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., stellt die größte private Sammlung antiker Skulpturen nördlich der Alpen dar." versehen.

Und dann nahm das Ganze seinen Lauf: Diverse Mitarbeiter verbesserten einzelne Informationen im Artikel ohne den wirklichen Sachstand zu hinterfragen. Aber wer will seine Hand dafür ins Feuer legen, dass ihm das Gleiche nicht auch schon einmal passiert ist? Als Höhepunkt wurde allerdings dann 2017 auch noch ein Bild des angeblichen Gebäudes eingefügt. Am 8. Juni 2017 nahm die Geschichte dann Fahrt auf. Ein kleiner Editwar um die ausreichende Bequellung des Inhalts gipfelte in einen Löschantrag und der Artikel wurde somit einer größeren Schar von Mitarbeitern auf den Präsentierteller gelegt.

Anstatt einfach zu akzeptieren, dass ein Fake fast 7 Jahre überstanden hat (ist das eventuell ein neuer Rekord?), wurde alles mögliche unternommen, um den Artikel zu retten. Es wurden Bilder ausgetauscht, alte Informationen gelöscht und neue hinzugefügt, der Artikel auf das neue Lemma Hummelsheimer Hof verschoben und mit aller Leidenschaft um den Erhalt des Artikels gekämpft. Im Moment wird allerdings nur noch der Erhalt von Hummelsheimer Hof als Weiterleitung gewünscht. Da ich aber auch diesen letzten Festhalteversuch für wenig erfolgreich halte, wollte ich doch noch diese nette Geschichte erzählen, bevor die Artikelentstehung und die Löschdiskussion in den Archiven verschwindet. Of 14.6.

Nachtrag: Bei weitem kein neuer Rekord. Johann Heinrich Trefzer hat mehr als 10 Jahre überstanden. Der Artikel wurde am 27. März 2004‎ von einer IP angelegt und wurde (nach kurzer Löschdiskussion) erst am 25. August 2014 per SLA gelöscht. RR, 14.6.

Was ist denn nun eigentlich richtig?

Da habe ich zwei Artikel erstellt in den letzten Tagen. Besten Wissen und Gewissen nach, habe ich beim ersten Artikel als Lemma den Namen gewählt, der durchgängig in allen Quellen genannt wurde: Boris Kusnezow mit der Erweiterung (Rechtsanwalt), also: Boris Kusnezow (Rechtsanwalt). Nun, das hat nicht einen Tag gehalten, da meinte jemand, es müsse das Lemma auf: Boris Abramowitsch Kusnezow umgestellt werden – flugs getan und auch gleich die automatisch erstellte Weiterleitung gelöscht. Jetzt haben wir in WP also drei Lemma zur selben Person:

  • de Boris Abramowitsch Kusnezow
  • en Boris Kuznetsov (lawyer)
  • ru Кузнецов, Борис Аврамович

Beim nächsten Mal bist du schlauer, dachte ich (weil mit mir geredet oder mich in den Prozess eingebunden hat niemand der Handelnden). Nahm daher als Lemma den Namen in der Form, der von GND und VIAF verwendet wurde: Igor' Vital'evič Savickij. Nun, auch dies hat nicht einen Tag gehalten und es wurde in Igor Witaljewitsch Sawizki umgeändert. Diesmal (bis dato) wurde zumindest eine Weiterleitung beibehalten. Wir haben also jetzt in WP noch eine zusätzliche Form,

  • de Igor Witaljewitsch Sawizki
  • en/es/fr Igor Savitsky
  • it Igor' Vital'evič Savickij
  • pl Igor Sawicki
  • ru Савицкий, Игорь Витальевич
  • zu Savitskiy Igor Vitalyevich,

wobei die im englischen verwendete Form nach den Quellen die am meisten verwendete ist und eigentlich mE daher die bevorzugte sein sollte (habe ich mich aber nicht getraut, weil wir ja eine deutsche WP hier haben und was die im englischsprachigen Teil machen, für uns ja – wie ich mehrfach belehrt wurde – so gut wie gar nichts zu sagen hat). That’s Life!. --Asurnipal (Diskussion) 08:47, 14. Jun. 2017 (CEST)

Sind wir nicht alle ein bißchen WM und Photographen?

Wikimedia ist so selbstlos, so ungemein nützlich, so gemein frei, daß wir alle wenigstens ein bißchen Wikimedia sein sollten. Aber da gibt es leider auch diese Spielverderber, welche uns so Wikipedia-Bewegte auszubremsen versuchen. Siehe die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen! Die wollen doch thatsächlich einen unermüdlich im Sinne der Öffentlichkeit thätigen Photographen gerichtlich ausbremsen! Nicht zu glauben und nicht zu fassen – guckst Du einfach mal hier: Gericht bestätigt: Wikipedia-Nutzer muss Fotos gemeinfreier Werke löschen (auf der Webseite iRIGHTSinfo. URHEBERRECHT UND KREATIVES SCHAFFE IN DER DIGITALEN WELT: „Ein Mannheimer Museum will erreichen, dass ein Wikipedia-Nutzer Fotos gemeinfreier Werke aus der freien Enzyklopädie löscht.“) Eine Spaßbremse sondergleichen für uns Wikipedia-Bewegte. Und nach dem Unverständnis der Justiz behuf unserer WP-internen Pragmatischen Regelung bei Bildern, die älter als 100 Jahre sind versteht die Justiz wieder mal keinen Spaß und folgte in der dritten Instanz dem Antrag der Museen: „Das Oberlandesgericht Stuttgart hat die Berufung eines Wikipedia-Nutzers im Streit um Fotos gemeinfreier Kunst zurückgewiesen.“ Immer wieder müssen wir mit alten Zöpfen und Köpfen kämpfen. Aber noch besteht Hoffnung für unsere gerechte Sache und die freie Wikimedia: „Der Verein Wikimedia Deutschland hat angekündigt, den Wikipedia-Nutzer bei einer Revision zum BGH zu unterstützen.“ Der Freiheit der Information muß zum Siege verholfen werden. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit! Für die kostenlose Information ist uns nichts zu theuer. Methodios, 11.06.

Ein Abgesang auf den Artikel Wien-Detektiv

Er wurde gelöscht, der Artikel Wien-Detektiv. Es gab einiges, das für die Relevanz sprach und schlussendlich ein Argument dagegen: nicht „zeitüberdauernd von Bedeutung“. Was bedeutet denn nun „zeitüberdauernd von Bedeutung“? Wer betrachtet dies von welcher Warte aus? Ab ovo, Ex ante, Ex post?

Aus Dualsystem: Leibniz empfand schon Ende des 17. Jahrhunderts die Dyadik (dyo, griech. = Zwei), also die Darstellung von Zahlen im Dualsystem, die er entwickelte, als sehr wichtig. Er sah darin ein so überzeugendes Sinnbild des christlichen Glaubens, dass er damit den chinesischen Kaiser Kangxi überzeugen wollte. Jahrhundertelang interessierte es aber keinen, außer einigen Wissenschaftler in ihrem Elfenbeinturm. Es war also das Dualsystem in der Lesart zur Löschung des Artikels Wien-Detektiv nicht „zeitüberdauernd von Bedeutung“. Der Artikel wäre also in der deutschsprachigen WP gelöscht worden, wenn es WP damals schon gegeben hätte. Jahrhunderte später, als nun alle Computer auf diesem Dualsystem aufbauen, da wäre die Relevanz aber plötzlich wieder da gewesen. Jetzt stellt sich mir die Frage: wer entscheidet ab ovo, ex ante, ex post darüber, was „zeitüberdauernd von Bedeutung“ ist?

Der Artikel Wien-Detektiv ist hier nur ein Symptom. „Es ist etwas faul im Staate Dänemark“, wie William Shakespeare dies in Hamlet ausgedrückt hat. Denn das eigentliche Problem ist: Relevanzkriterien mit der Lizenz zur Löschung. Denn, liebe Leserin, lieber Leser, versucht einmal dieses Argument zu widerlegen. Es hätte beim obigen Beispiel bei einer fiktiven Löschprüfung eines Artikels „Dualsystem“ sicher nicht funktioniert, weil dieses System jahrhundertelang keine wesentliche „Relevanz“ hatte, bis es eben Computer gab. Sollen also Artikel in WP erst dann aufgenommen werden, wenn eine „zeitüberdauernde Bedeutung“ ex post betrachtet vorliegt oder nicht. Eine grundsätzliche Frage, denn in der WP gibt es tausende Artikel, die ein Ereignis beschreiben, das einmal stattgefunden hat oder Personen, die einmal etwas Außergewöhnliches geleistet haben, über das/die dann einmal kurzzeitig berichtet wurde und sodann nicht mehr weiter. Dennoch werden diese nicht durchgängig gelöscht. Dies war auch beim Artikel Wien-Detektiv der Fall, eine Veranstaltung zur Förderung der Leselust von Kindern und zum Kennenlernen der Stadt Wien, die zwei Jahre in Wien stattgefunden hat und über die in österreichischen Medien (ORF, Standard, Kurier) berichtet wurde. Seither eben nicht mehr, weswegen der Artikel nicht „zeitüberdauernd von Bedeutung“ sei. (Der Artikel kommt übrigens nicht von mir.) Asurnipal, 10.6.

Hinweis: Der gelöschte Artikel befindet sich im Marjorie-Wiki. RR, 10.6. , sowie im RAT K@rl 10:12, 14. Jun. 2017 (CEST)

Wie lange dauert es, Deutschland zu ändern?

Bis sich ein Land in irgendeinem grundsätzlichen Aspekt ändert, dauert es oft Generationen. Manchen erscheint das als sehr lange, dafür ist es immerhin nicht sehr oft nötig. Wenn etwas immer wieder, häufig oder andauernd gemacht werden muss, wird die Einschätzung, was ein akzeptabler Zeitaufwand ist, sich drastisch ändern. Dann sind zum Beispiel 58 Sekunden sehr lange. So lange dauert es beim Artikel Deutschland vom Klick auf „Bearbeiten“ (im Visual Editor, in der Folge mit VE abgekürzt) bis zu dem Augenblick, an dem mit dem Editieren begonnen werden kann. Und zwar auf einem recht aktuellen Laptop mit 8 GB Speicher und 4 Kernen. Das ist entschieden zu lange. Die von mir angegebene Messung ist leider nicht ganz exakt, da zwischen Klick auf „Bearbeiten“ und Editierbarkeit mein Firefox 210 MB zulegte, sich zwischendurch trauervoll verdunkelte und darauf hinwies, dass irgendein Skript Amok laufe und fragte, ob dieses Skript gestoppt werden solle.[1]

Es soll Leute geben, die ältere oder ganz alte Rechner verwenden und trotzdem in Wikipedia mitarbeiten. Bei denen dauert es dann entsprechend länger. Oder der Browser geht gleich in die Knie. Naja, solche Leute mit mickrigen alten Krücken sollen halt dann nur kleine Artikel editieren … oder einen anderen Editor verwenden. Tun sie ja auch … und nicht nur die Autoren mit etwas älteren Rechnern. Vorhin ein prüfender Blick auf die Letzten Änderungen ergab, dass von 500 Edits eben mal 16 mit dem VE erfolgten, das entspricht 3,2 %. Die restlichen 96,8 % der Bearbeitungen erfolgten mit einer der Varianten des Wikitext-Editors (in der Folge mit WTE abgekürzt). Der WTE ist also das zentrale Werkzeug bei der Erstellung unserer wunderbaren freien Enzyklopädie. Man kann also davon ausgehen, dass dieses zentrale Werkzeug von Anfang an im Zentrum aller Bemühungen der Mediawiki-Entwickler stand und Gegenstand kontinuierlicher, wohl überlegter Verbesserungen war.

Oder nicht? Ein Blick auf die historischen Varianten zeigt ein anderes Bild. Am Anfang war der WTE von 2003, in seiner Schlichtheit kaum überbietbar, insofern es eine einfache HTML-Textarea war, also ein Kasten, in den man Text einfügen kann und den man erhält, wenn man auf einer HTML-Seite <textarea> einfügt. Schon 3 (!) Jahre später erfolgte ein Riesensprung, indem ein paar Buttons hinzukamen, mit deren Hilfe man Wikilinks oder die Unterschrift einfügen kann. Diese core 2006 Javascript editor genannte Luxussoftware ist primitiv, aber sie funktioniert und soll deshalb wohl dieses Jahr noch entfernt werden.

VectorEditorBasic-en.png

Kaum 4 Jahre später erfolgte ein weiterer großer Schritt zu der WTE-Version, welche die meisten von uns verwenden und (nicht alle von uns) lieben. Diese Version erhält man, wenn man in den Einstellungen bei „Erweiterte Bearbeiten-Werkzeugleiste aktivieren“ ein Häkchen gemacht hat. Im Grunde ist es weiterhin ein Textfeld mit ein paar Knöpfen. Fortgeschrittene Benutzer, die fortgeschrittene Dinge wie „Überschriften einfügen“ zu tun vorhaben, können eine Extra-Knopfleiste für Fortgeschrittene aufklappen. Inzwischen gibt es ein paar nützliche Tools, zum Beispiel den Wikieditor, mit dem man sich eigene Knöpfe definieren kann und der von Benutzer:Schnark bedauerlicherweise nicht mehr weiterentwickelt wird, es gibt inzwischen auch ganz unerhörte optionale Features wie zum Beispiel Syntaxhervorhebung. Man kann sich als wikipedianischer Intensivtäter mit etwas Mühe ganz gut einrichten. Es ist nicht luxuriös, aber man kann damit leben. Überflüssiger Schnickschnack wie eine Rechtschreibprüfung im Editor fehlt selbstverständlich, dafür gibt es ja Benutzer:Aka, zumindest auf de-WP.

Wie gesagt, man kann damit leben. Dieser Zustand ließ die Mediawiki-Entwickler und die Visionäre von der Wikimedia Foundation (WMF) nicht ruhen und 2012 wurde die Community mit dem oben erwähnten Visual Editor im Top-Down-Beglückungsverfahren auf neue Wege zu bringen gesucht. Das misslang wie bekannt gründlich, auch aus den oben genannten Gründen. Was tun? Etwa die Richtung der Entwicklung umkehren und fortan sich darauf konzentrieren, einen den Benutzerwünschen und -bedürfnissen entsprechenden Quelltexteditor anzubieten? Niemals! Umkehr ist etwas für Büßer und Büßer sind Loser … und Loser überleben nicht lange im Dschungel, der an der WMF-Spitze wuchert. Was also tun? Man könnte doch den VE so umstricken, dass er wie ein Quelltexteditor aussieht, natürlich nur oberflächlich, denn unter der Oberfläche ist die gesamte Macht und Masse des VE verborgen, die sich aber sehr schnell in zahlreichen aufpoppenden und -ploppenden Kästchen mit Knöpfchen und Häkchen kundtut. 2006 konnte man die Unterschrift mit einem Klick leisten. Bei dem Neuen Wikitext-Editor von 2017 (fortan NWTE), so nennt sich diese neue Version eines VE im WTE-Pelz nämlich, braucht es dazu nur 3 Klicks: über Einfügen/Mehr erscheint eine Auswahlliste, in der „Deine Unterschrift“ unterhalb von „Hieroglyphen“ und „Notenschrift“ erscheint. Manche Leute haben einfach ein intuitives Verständnis für Prioritäten, da fällt mir weiter gar nichts zu ein …

Wenn man Pech hat und nicht auf einer Diskussionsseite editiert, dann ist „Deine Unterschrift“ grau. Unterschrieben werden soll nämlich nur auf Diskussionsseiten und was nicht ausdrücklich erlaubt ist, gehört softwaretechnisch verboten. Du willst einen Wartungsbaustein oder gar einen SLA signieren? Lass es einfach. Und wenn du es nicht lassen kannst, tu, was man tut nach über 10 Jahren Softwareentwicklung: mach es von Hand. Also „--~~~~“ von Hand einfügen.

Wie ich den Vorschau-Knopf fand …

Das sind alles Petitessen. Petitessen im Rudel können aber auch die Lust an der Arbeit gefährden. Und dann gibt es noch ein paar Dinge, die keine Kleinigkeiten sind. Zum Beispiel die Vorschau. Zunächst einmal sucht man vergeblich einen Knopf für die Vorschau. Hmm … grübel … such … … Was soll’s? Wie heißt es doch: „Sei mutig!“ Wir drücken also einfach ohne Vorschau auf „Änderungen speichern“ … und? Dein Mut wird belohnt: Da ist der Vorschau-Knopf (siehe Bild). Das ist ein schönes Beispiel, wie man ängstliche Autoren, die es nicht wagen würden, blind auf „Speichern“ zu drücken, in Abgründe des Zweifels und der Unsicherheit stürzen kann – und zwar mit minimalen Mitteln.

Aber auch das ist eine Kleinigkeit. Keine Kleinigkeit ist, was man als Vorschau sieht, nämlich nicht die gewohnte Vorschau, die in der Darstellung identisch mit der gespeicherten Seite ist, sondern die VE-Version einer Vorschau, behaftet mit den bekannten Fehlern und Unzulänglichkeiten. Und die Vorschau wird natürlich auch nicht zusammen mit dem Quelltext auf einer Seite angezeigt. Man startet also die Vorschau (2 Klicks), beginnt Korrektur zu lesen, findet einen Fehler, zurück zum Quelltext (1 Klick), Position im Quelltext suchen, Fehler korrigieren, wieder Vorschau, Position suchen, bis zu der man gelesen hat, weiter Korrekturlesen, nächster Fehler … Usw. Und bei jeder Iteration ein kleiner Fortschrittsbalken. Macht Spaß, vor allem bei längeren Texten.

Ach ja, bevor ich es vergesse: NWTE ist nicht nur VE im WTE-Pelz, er hat auch ähnlichen Appetit was Zeit und Ressourcen betrifft wie der VE. Also ebenso wie VE allein aus diesem Grund für aktive Wikipedia-Autoren inakzeptabel und unbrauchbar. So sah es jedenfalls im März 2017 die überwiegende Mehrheit auf en-WP. WR, 05.06.

Nachtrag: In einer ersten Version des Artikels habe ich fälschlich eine Autokorrektur-Funktion dem NWTE zugeschrieben. Tatsächlich handelt es sich um ein Tool, das standardmäßig in der FliegelFlagel-Toolsammlung von Schnark aktiviert ist. Ähnliches gilt für die verdeckten Kästchen für "Kleinigkeiten" und "Seite beobachten". Das war ein Nebeneffekt eines anderen Schnark-Tools. Ich habe die entsprechenden Sätze aus dem Artikel gelöscht. Die extrem langen Ladezeiten des VE scheinen insbesondere bei Firefox aufzutreten (siehe Diskussion). -- Wolfgang Rieger (Diskussion) 13:22, 6. Jun. 2017 (CEST)


  1. Was macht wohl ein nicht angemeldeter (für solche ist VE der Default-Editor), technisch nicht affiner Benutzer, dem solches widerfährt? Einen Virus vermuten und sicherheitshalber mal die Festplatte formatieren? Den Rechner in Sagrotan ersäufen? Oder lieber einen Asbach Uralt trinken?

Wikipedia zwischen Gerechtigkeit und Lobbymeierei

Wikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten, zu dem du mit deinem Wissen beitragen kannst. – So steht es zu lesen gleich am Anfang der Hauptseite. Der perfektionistische Deutsche liest Enzyklopädie und weiß sofort, in einer solchen darf nicht alles stehen und Wissen von jedermann schon allemal nicht. Darin unterscheidet sich selbiger allem Anschein nach vom Rest der Welt. Qualität ist uns Deutschen halt wichtig. So weit, so gut. Lassen wir die unterschiedlichen Qualitätsmerkmale eines Projektes zum Aufbau einer Enzyklopädie wie beispielsweise Anzahl der Mitarbeiter, Umgangsformen, Anzahl der Artikel sowie inhaltliche Qualität selbiger einfach mal unbetrachtet und widmen uns einzig dem heiligen Gral der deutschen Wikipedia, der Relevanz. Nicht alles und auch nicht jeder ist aus Qualitätsgründen bei uns wirklich willkommen. Um uns zu schützen, haben wir daher neben den Wikipedia-Prinzipien noch ein ausgeklügeltes Regelwerk, welches zum einen die Qualität unserer Wikipedia sichern soll und zum anderen geeignet ist, Neulinge verzweifeln zu lassen. Wir erinnern uns: … zu dem du mit deinem Wissen beitragen kannst. Geschenkt, wer braucht schon neue User, machen nur Arbeit.

Kommen wir also zum Kern, den Kriterien zur Relevanz, die in ihrer logischen Konsequenz für die Qualität eine Enzyklopädie unabdingbar scheinen. Sofern man also über die grundsätzliche Notwendigkeit sicher noch geteilter Meinung sein kann, sollte aber doch Einigkeit darüber bestehen, dass Wikipedia-Relevanz für alles und jeden nach den gleichen Prämissen entsteht: Einer ausreichenden Anzahl von Menschen bekannt oder für eine ausreichenden Anzahl von Menschen bedeutend im Wirken. Bei dieser Betrachtung muss der angelegte Maßstab, die Frage: Was ist ausreichend? aber für alle Themen gleich sein. Alles andere ist unneutral, Zensur und Chauvinismus. Wir müssen weder den Geschmack noch die Interessen aller Menschen teilen, wir sollten sie aber wenigstens respektieren. Kommen wir also zur zentralen Frage: Tun wir das? Sind unsere Maßstäbe für Relevanz über alle Themen gleich? Rein formal vielleicht, denn es gelten für alles die allgemeinen Kriterien zur Relevanz. In der Praxis ergeben sich aber Dinge wie folgendes: Ein Fußballspieler wird durch einen einzigen Einsatz in der ersten Bundesliga automatisch relevant. Die Argumentation dabei, er würde durch den Einsatz einer breiten Öffentlichkeit bekannt und durch seinen Einsatz zeitüberdauernd wirken, ist nachvollziehbar und richtig. Es stellt sich aber die Frage, warum gilt gleiches nicht auch für den Trikotsponsor des Vereins? Auch er wird der gleichen Öffentlichkeit bekannt und in mindestens gleicher Weise ist sein Wirken zeitüberdauernd. Ist nur ein Beispiel von vielen und wir wissen alle, dass dies in dieser Wikipedia niemals als relevanzbegründend anerkannt wird. Stellt sich die Frage, warum ist das so? Ist Wikipedia nicht für alle gleich und gibt es für manche Themen aufgrund Lobbymeierer geringere Maßstäbe als für andere oder sind es die Entscheider, die aus Wikipedia etwas machen wollen, was es nie sein wollte? Die wahren Gründe mögen im Dunkeln liegen, aber Fakt ist: Wikipedia ist weder neutral noch gerecht und das ist sicher nicht gut so.

Hinweis: Ich habe das konkrete Beispiel gewählt, weil die Diskrepanz zwischen Themen zu Fußball-Unternehmen und allgemeinen Unternehmen aus meiner Sicht am deutlichsten ist. Allen Lesern wünsche ich an dieser Stelle sonnige Pfingsttage. GU 3. 6.

Kleine Freuden #18: „Coole“ Dias gefunden

Zur Mitmach-Reihe Kleine Freuden siehe den Kurzartikel in Ausgabe 11/2015. Auch Dein Beitrag ist willkommen!
Der Bahnhof Hohenlockstedt im Winter 1978: die Strecke war zwar stillgelegt, aber ein Zug wäre nie durch den Schnee gekommen
Ein Hubschrauber vor dem damaligen Getreidesilo, im Hintergrund der Bahnhof

Auf der Suche nach etwas völlig anderem fand ich durch Zufall eine uralte Diaserie aus dem Winter 1978/79. Damals landeten bei mir vor dem Fenster dauernd Hubschrauber, um von der Getreidemühle Futter für die Tiere der Bauern aufzunehmen. Die Straßen hatten die Landwirte mit ihren Frontladern noch selbst geräumt, aber aufgrund der Schneeverwehungen kamen sie nicht mehr an ihre Mieten. Einkaufen war nur mit dem Schlitten möglich, Autos kamen meist nicht durch. Wikipedianer sind neugierig, deshalb schaute ich gleich in den zugehörigen Artikel Schneekatastrophe in Norddeutschland 1978. Merkwürdig: Für eine der schlimmsten Katastrophen im Norden von Deutschland gab es fast nur Schwarz-Weiss-Aufnahmen aus dem Bundesarchiv – die wenigen vorhandenen Fotos findet man in dieser Commons-Kategorie.

Dieses Wiederfinden meiner Dias hat mich wirklich erfreut; in Form der gescannten Bilder wollte ich diese Freude mit den Wikipedianern teilen und habe sie in die Kategorie Winter 1978-1979 in Hohenlockstedt auf die Commons hochgeladen. Mit meinen Scans war ich aber nicht allzu glücklich, also suchte ich im Internet nach einer Firma, die auch Kleinstaufträge bearbeitet. Treffer und gefunden! Meine alten Dias wurden für Wikipedia kostenlos neu gescannt und bearbeitet durch Schack-Medien, 91207 Lauf. Das hat mich nur das Porto gekostet, Wikipedia und alle Nachnutzer können sich jetzt mitfreuen. Bestimmt gibt es auch bei Euch noch viele Dias oder Fotos, die auf Veröffentlichung warten. Grabt in euren Kellern! Nightflyer, 2.6. PS: Meine Originale sind in der Bildhistorie natürlich enthalten, bitte darüber nicht lachen…

Tech on Tour – es geht voran!

Der Unterstützerverein tut neuerdings so einiges, um den Wikipedia-Aktiven ihr kooperatives Wirken zu erleichtern und das Projekt zu stabilisieren. Die Remotivierung von Altautoren ist dabei ebenso Ziel wie die Heranführung von Nachwuchs diverser Altersklassen. Für beides wie auch für einen angemessen respektvollen Umgang der Wikipedianer untereinander gibt es ein noch zu wenig bekanntes und geschätztes Schlüsselwerkzeug: die Identifizierung der Arbeitsanteile von Wikipedia-Autoren an den Artikeln im Wikipedia-Namensraum.

Was daran höchst schätzenswert ist, liegt auf der Hand: Wenn ich als alter Hase oder Neuling leicht ermitteln kann, welche Autoren größere Anteile zu einem Artikel beigetragen haben, gibt es im Falle eigener Änderungsvorhaben für mich vorzügliche Möglichkeiten einer Kontaktaufnahme im Vorfeld, was den Wikistress allerseits deutlich mindern und ein produktives Miteinander fördern kann. Darüber hinaus handelt es sich um ein wichtiges Medium der Anerkennungskultur im Projekt, die objektiviert sonst allein auf Artikelauszeichnungen oder ein hohes Editaufkommen einzelner Kolleginnen und Kollegen beschränkt wäre.

Das WikiHistory-Tool, das zu solchen Informationen bislang den schnellsten Zugriff erlaubte und unter dem Link „Hauptautoren“ in die Seiteninformationen eingebunden war, ist leider seit längerem nicht mehr funktionstüchtig, weil neue Artikel und neuere Änderungen davon nicht mehr erfasst wurden. Bei der gestrigen Tech on Tour im WikiBär Berlin konnte nach diesbezüglichem Plädoyer und mehrseitiger Unterstützung noch in der Pausenkonferenz eine zumindest vorläufige Lösung dergestalt gefunden werden, dass eines der xtools nun ersatzweise neu in die Seiteninformationen eingebunden wurde. Durch das Zusammenwirken von Wikipedianern und WMDE-Verantwortlichen konnte so gleichsam im Sprint eine fatale Lücke auf dem Weg zu einem aufgeklärten Miteinander geschlossen werden. Der Berichterstatter dankt den Beteiligten auf diesem Wege ausdrücklich und wünscht dem Technik-Team bei der Umsetzung weiterer Wünsche ein anhaltend glückliches Händchen. Barnos, 1. 6.

Too Much Noise in the Silent Disco

Silent Disco – wo Computer so tun, als ob sie neugierig sind

Der Meedia-Trending-Newsletter nennt jeden Morgen auch den Wikipedia-Artikel mit den meisten Klicks am Vortag. Das war gestern Silent Disco mit 1,2 Millionen Aufrufen. Der Artikel war nicht auf der Hauptseite, und nur im Handelsblatt stand etwas zum Thema. Beim englischen Artikel gab's wenig verdächtige Ausschläge, dafür aber kamen in de.wp alle Aufrufe von Desktop-Plattformen, wie der Aufrufzähler zeigt.

War das ein Bot? Dann wäre er in der Lage, rund 50.000 Anfragen pro Stunde zu generieren. Am Tag zuvor waren es auch schon fast 100.000 Aufrufe; die recht glatten Werte fallen auf. Wenn das Programm an einem Tag ab null Uhr liefe, stünde der zugehörige Rechner also zwei Stunden weiter östlich, horribile dictu in: Russland. Ansonsten liegen in dieser Zeitzone kaum digital aktive Länder. Auch das Stichwort mit "silent" macht stutzig. Ist es ein Code, werden hier mit der Zahl der Aufrufe Anweisungen an Agenten durchgegeben? Wir erinnern uns, dass etwa für terroristische Kommunikationen bereits abgelegene Funktionen von Mailing-Diensten und Spielekonsolen gedient haben, von Zahlensendern ganz zu schweigen.

Eine Relativierung: Wäre hier ein 24-Stunden-Programm bei der Arbeit, müsste der Wert wegen der vorgestrigen 100.000 Aufrufe gestern bei nur 1,1 Millionen Aufrufe gelegen haben. Vielleicht läuft das Programm also noch und endet heute mit 1,1 Millionen. Ob sich aus den aktuellen Aufrufdaten Live-Informationen gewinnen lassen? Wo schon die Russen im Spiel sind: Wir erinnern auch daran, dass ein Silent-Disco-Protest anlässlich von Donald Trumps erstem Besuch in Mar-a-Lago als US-Präsident (Aufruf) wegen zu großen Zuspruchs und der begrenzten Platzverhältnisse abgesagt werden musste. Hinweise auf weitere Verschwörungstheorien, vor allem aber ernsthafte Erklärungen werden gerne umseitig entgegengenommen. Aa, 31.5.

Eröffnung des WikiBärs

Herzlich willkommen im WikiBär!

Nach langer Diskussion zur Gründung eines Community-Raumes in Berlin in Ergänzung der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland lädt die Berliner Community am 9. Juni 2017 ab 18 Uhr zur feierlichen Eröffnung des WikiBärs in die Gartenstr. 92, 10115 Berlin ein. Im vergangenen Jahr haben sich mehrere Berliner Gruppen mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland auf die Suche nach einer eigenen Werkstatt getreu dem Vorbild der anderen Aktiven in Bremen, Hamburg, Hannover, Köln, München, Stuttgart, Ulm und andernorts gemacht. Eine fanden sie im Stadtteil Wedding (der Kurier berichtete), eine andere nun am Berliner Nordbahnhof. Offen steht der Raum allen, die an den Wikimedia-Projekten oder in anderen Initiativen für Freies Wissen aktiv sind, sei es für regelmäßige Veranstaltungen, sei es für einmalige Treffen. Seid herzlich willkommen, sprecht uns einfach an!

Vor dem Einzug.

Wie auch an anderen Orten musste der Raum erst einmal benutzbar gemacht werden. Für das WikiBär hieß das, neben Entrümpelung von Dingen der vorherigen Mieter, eine Komplettsanierung mit Malern, Putzen und einer Neuausstattung mit einigen Mobiliarspenden von Wikimedia Deutschland. So stehen den Benutzerinnen und Benutzern zwei größere Veranstaltungsflächen zur Verfügung, eine mehr mit Arbeitsatmosphäre, eine gemütlicher. Letztere ist auch über eine Rampe per Rollstuhl zu erreichen, leider gibt es jedoch keine barrierefreie Toilette. Ein Arbeitszimmer sowie das Fotostudio sind noch in Planung, Küche und Hof runden die Räumlichkeiten ab (siehe Fotos auf Wikimedia Commons). Und auch die Feuertaufe wurde schon überstanden: Die Jury des 26. Schreibwettbewerbs hat im vergangenen Monat erfolgreich im WikiBär getagt. Seitdem nutzen wir neben einigen noch nötigen Organisationstreffen die Räumlichkeiten zweiwöchentlich für weitere Offenes-Editieren-Termine und monatlich zum Berliner Pendant des tollen Wikipedia-spielt-…-Projektes.

Unterer Arbeitsbereich.

Nun ist es also an der Zeit, die offizielle Einweihung der Räumlichkeiten auch gebührlich mitzufeiern. Am Vorabend des Wikimania-Vortreffens, zu dem schon viele Community-Mitglieder nach Berlin anreisen werden, freuen wir uns nun darüber, mit den lokalen Wikipedianerinnen und Wikipedianern aus Berlin und den anderen Räumen und Büros, Wikimedia Deutschland, der Nachbarschaft, anderen Organisationen der Free-und-Open-Bewegung, allen Interessierten und der hiesigen Community zusammen die offizielle Einweihung zu feiern. Um uns die Planungen zu erleichtern, tragt euch bitte hier ein. Für die Teilnahme kann bei Wikimedia Deutschland oder einem anderen Chapter die Erstattung der Reisekosten beantragt werden.WikiBär, 30.5.

Altes Haus, was nun? Zwischen Wollen und Können

Kurz und gut, der vorstehende Titel leitet nicht etwa eine Zustandsbetrachtung der Wikipedia-Community in Zeiten des Postwachstums und Autorenschwunds ein ...,

Schild-kirche-gruental-rr (cropped).jpg
... sondern er ist das Motto des „85. Tags für Denkmalpflege“, der am Sonntag, dem 18. Juni 2017 im niedersächsischen Oldenburg (Oldb) stattfindet. Veranstalter sind das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege und die Stadt Oldenburg. Neben einem Podiumsgespräch über „Anspruch und Wirklichkeit heutiger Denkmalpflege“ wird ein „Markt der Möglichkeiten“ angeboten. Die Besucher können sich an rund 20 Ständen von Vereinen, Verbänden und Initiativen über das breite Spektrum der Denkmalpflege informieren und sind zum „Anfassen, Mitreden und Mitmachen“ eingeladen. Musik und Imbissstände runden das Programmangebot ab. Der Eintritt ist frei.

Wikipedia wird sich auf Einladung der Veranstalter an dem Info-Markt beteiligen und mit einem Stand in der bau_werk-Halle vertreten sein. Wikipedianer und Mitarbeitende von Wikimedia Deutschland (WMDE) werden dort aufzeigen, dass Denkmalpflege auch in der digitalen Welt zu Hause ist, und wollen dort sowohl über Wikipedia und deren Schwesterprojekte als auch über den Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments informieren.

>> Weitere Infos finden sich hier: Wikipedia:85. Tag für Denkmalpflege in Oldenburg

Vom Wollen und Können zum Anfassen, Mitreden und Mitmachen – heraus am Tag für Denkmalpflege und auf nach Oldenburg! An dem Wikipedia-Infostand in der bau_werk Halle sind sowohl weitere Mithelfer*innen als auch interessierte Besucher*innen herzlich willkommen!
(Jo., 30.05.)

Vorankündigung: Oktober GLAM-on-Tour in Fürstenberg

Uhrengehäuse aus Fürstenberger Porzellan, um 1760

Wie bereits 2013 mit Römern & Germanen und 2014 mit dem 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges in Braunschweig geschehen, so werden sich auch 2017 wieder Wikipedianer zu einem „GLAM-on-Tour“ treffen. Diesmal aber nicht direkt in Braunschweig, sondern im Museum Schloss Fürstenberg (MSF) in Fürstenberg im Weserbergland, wo wir uns ein Wochenende lang dem Thema Porzellan(herstellung) im Allgemeinen und der berühmten, 1747 gegründeten Porzellanmanufaktur Fürstenberg im Besonderen widmen werden. Termin ist das Wochenende 6. bis 8. Oktober. Die Planungen laufen gerade an, Details folgen. Eine unvollständige Liste bereits bestehender und noch fehlender Artikel zum Themenbereich ist (vielleicht eine „Inspirationshilfe“) hier einzusehen: Desiderata Museum Schloss Fürstenberg. Für unser kombiniertes Wikipedia-MSF-Wochenendereignis im Oktober suchen wir also mal wieder: Autoren, Fotografen, Historiker, Literatur- und Kunst-Interessierte, Engagierte, Begeisterte, Helfer und natürlich … Wikipedianer aus nah und fern! Also: Stay tuned and save the date! BS, 27. Mai

POTY 2016: Natur gewinnt

Jedes Jahr wird auf den Wikimedia Commons, dem zentralen Medienspeicher für alle Wikimedia-Projekte, das „Bild des Jahres“ (Picture of the year, POTY) gewählt. Grundlage für Wahl waren die 1475 ausgezeichneten Medien-Dateien des Jahres 2016. In der ersten Runde schickten 2553 Abstimmende die 30 bestplazierten und von jeder der 25 Kategorien die besten zwei in die zweite Runde. Aus den 58 Finalisten wurden nun durch 3625 Wählerinnen und Wähler die besten Bilder 2016 ermittelt, und der Gewinner mit 615 Stimmen ist Colin mit einem Foto von Jubilee und Munin, zwei der Tower-Raben. Hier das Gewinnerbild und die weiteren fünf Besten:

Danke an alle, die mitgemacht haben! mh, 23.5.

Der Brückenschlag zu Fribourg/Freiburg

Gutenberg im Museum

Vor drei Wochen war die Reihe GLAM on Tour zu Gast im Gutenberg Museum in Freiburg im Üechtland. Das Museum, das nach dem Erfinder des modernen Buchdrucks benannt ist, bildete nach dem Kirchner Museum Davos die zweite Station in der Schweiz. Knapp 20 Teilnehmer haben sich angemeldet. Für die Veranstaltung an der deutsch-französischen Sprachgrenze sah WMCH vor, dass sie erstmals zweisprachig abgehalten werden sollte. Dies konnte am Wochenende vor dem 1. Mai in die Tat umgesetzt werden, auch wenn es nicht ganz einfach war.

Direktor Stefan Ledergerber führte unsere Gruppe am Freitagabend durchs Museum und so auch durch die Druckgeschichte der letzten Jahrhunderte. Er verdeutlichte beispielsweise, dass Schrift und Bild zu unterschiedlichen Drucktechniken geführt haben. Im obersten Stock warteten neben den Schweizer Banknotenserien eine Originalseite aus der Gutenberg-Bibel und ein Exemplar der Froschauer-Bibel, das vom Museum zur Digitalisierung während der Veranstaltung freigegeben wurde. Am folgenden Tag durften wir im Atelier im Untergeschoss einige Maschinen im Betrieb erleben und mit vorhandenen Lettern aus dem Setzkasten Bleibuchstaben gießen, die beim Bedrucken eines Souvenirs zum Einsatz kamen.

Bruno Jehle mit der Froschauer-Bibel

Währenddem baute Bruno Jehle, ein gelernter Lithograf und heutiger Digitalisierungsprofi, seine Digitalierungsstation im Museum auf, um das 500-seitige, reformatorische Werk aus dem 16. Jahrhundert Seite für Seite zu scannen. Damit für die ihm wichtige Qualität der Aufnahmen gesorgt war, boten ihm Wikipedianer etwas Unterstützung an.

In der Außenstelle der Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg wurde uns ein Arbeitsraum für das Schreiben an Wikipedia-Artikeln zur Verfügung gestellt. Angelegt wurde unter anderem eine Liste der Inkunabeldrucker sowie etliche Biografieartikel zu Männern und Frauen der Druck- und Kirchengeschichte. Einige davon wurden sodann in unserer mehrsprachigen Gruppe ins Französische oder gar ins Katalanische übersetzt. Zur Vertiefung des Themas hielt der Kirchenhistoriker Mariano Delgado am Samstag einen Vortrag über Petrus Canisius und die Anfänge des Freiburger Buchdrucks. Der niederländische Gelehrte aus dem Jesuitenorden ließ viele geistliche Bücher, aber auch Berichte über Entdeckungen in fernen Ländern drucken. Ein wichtiger Buchdrucker vor Ort war in jener Zeit Abraham Gemperlin.

Im Sterbezimmer des Petrus Canisius

Am Sonntagnachmittag konnten wir uns auf der Stadtführung längere Zeit im von Petrus Canisius errichteten Kollegium St. Michael und seiner barocken Kirche umschauen. Von dort ging es weiter zur Franziskanerkirche und zur Kathedrale. Die Gegenreformation vor über 400 Jahren hat die Stadt Freiburg zu einer Hochburg des Schweizer Katholizismus gemacht, was sie bis heute trotz Abstrichen durch die gesellschaftliche Säkularisierung geblieben ist: Neben der einst einzigen katholischen Universität der Schweiz gibt es in der Stadt noch viele Klöster, den Sitz der Bischofskonferenz und der katholischen Medienagentur, und auch die Pilgerherberge am Jakobsweg, in der wir übernachtet haben, gehört dem Jesuitenorden. Selbst Pierre Kaelin, der musikalische Erfinder eines Playbackgeräts, auf dessen Werk wir in den Lagerräumen der Bibliothek stießen, war selbstverständlich ein Geistlicher.

Gruppenfoto

Die Stadtführung führte auch zu den Brücken über die Saane. So wie die mittelalterliche Bernbrücke an der Flussbiegung hat auch die anstelle einer gewaltigen Hängebrücke errichtete Zähringerbrücke weitgehend ausgedient. Der Autoverkehr rollt seit 2014 über die Poyabrücke weiter nördlich. An drei Tagen hat die GLAM on Tour nach Freiburg ebenfalls mehrere Brücken geschlagen: Sie verband Wikipedia und zwei GLAM-Institutionen, Deutsch und Französisch, Katholizismus und Reformation, Schweiz und Deutschland, Männer und Frauen, Print und Online sowie Text- und Bildwelten. Pkh, 19.5.

Was ihr den Geist der Zeiten heißt......

Es gibt zwei Sätze die finden sich irgendwann in jeder nur etwas längeren Diskussion auf Wikipedia:

1) "Wir schreiben hier eine Enzyklopädie"

2) "Wir bilden nur gesichertes Wissen ab."

Klingt erstmal gut! Wenn ich mir aber beispielsweise die Diskussion über, und hier wird es sehr prominent, "Heldenbilder", die Darstellung von "Fliegerassen" oder über zeitgenössische Politiker, seien es AfDler oder ehemalige Stasi-Mitarbeiter, "Verschwörungstheoretiker" anschaue, aber auch die ganzen Relevanzkriterien für egal was, seien es Wirtschaftsunternehmen oder Pornosternchen, eigentlich überall, dann beschleicht mich das Gefühl, dass zunächst erstmal wieder innerhalb der deutschen Wikipedia Einigung erzielt werden müsste, was für eine Art Enzyklopädie Wikipedia denn sein soll!

Egal wie man diese Frage beantwortet – Als Designgrundsatz gilt dann: Die Form folgt der Funktion. Schreibt man an einer Enzyklopädie, die kurz und kompakt bspw. die wichtigsten Daten und Stationen zu einer Person liefert, oder beschreibt man prosaisch, in epischer Breite den Lebensweg und was sein Lieblingsessen war? Ersteres hat den Charme Interpretationsspielräume, über das was enzyklopädisch ist, zu minimieren und bietet etwas weniger Angriffsfläche für politische-weltanschauliche-genderische-philosophische-missionarische Manipulationen, letzteres ist für einen Leser, wenn er daran Interesse hat, spannender und bietet umfassendere Informationen – und dazwischen gibt es Mischformen.

In allen Fällen ist der Satz 2) von oben relevant – das Abbilden gesicherten Wissens. Ein Geburtsdatum ist in der Regel unstrittig und ein objektivierbares Faktum. Das gilt allerdings nicht, wenn es bspw. um die Zuordnung von Personen zu politischen Meinungen/Lagern geht. Auch die Einordnung historischer Ereignisse/Personen in einen geschichtlichen oder politischen Rahmen ist in erster Linie eine Interpretation und nicht gesichertes Wissen. Ob jemand in einer Partei ist, lässt sich (in der Regel) leicht feststellen, ist objektivierbar. Die politische Einordnung als linksextrem oder Rechtspopulismus dagegen schon wesentlich schwieriger und stark von Rahmenbedingungen und von den Interpretierenden/Zuordnenden abhängig. Das einzige Gesicherte ist daran, dass das irgendjemand mal irgendwo kundgetan hat, sei es mündlich oder schriftlich. Und ich glaube es ist wichtig sich dieses immer wieder vor Augen zu führen, damit man beim Schreiben und Diskutieren eines Artikels nicht in eine unnütze Eigener-Standpunkt-Falle tappt. Kann ich wirklich als gesichertes Wissen bspw. annehmen, dass jemand ein linksextremer, lesbischer Hassprediger ist oder gibt es Personen/Gruppen die ihn als solchen bezeichnen.

Und diese Frage nach "Was ist gesichertes Wissen" und damit verknüpft was und wie kann ich solches in einer Enzyklopädie darstellen, bringt mich dann wieder zu der Frage was für eine Art soll es denn sein? Reine Faktendarlegung oder gleich die Interpretation/Zuordnung mitliefern, ein Geschichtsbuch, ein Aufklärungsbuch, ......? Und damit schließt sich für mich der Kreis, den man nach meiner Meinung nur durchbrechen kann, wenn man diese Frage beantwortet, da sich das weitere daraus ergibt: "Welche Inhalte sind zulässig und wie werden diese dargestellt?" Neben inhaltlichen Fragen wird der formale Aspekt mit behandelt. (IP, 16.05.)

Öffentlich-rechtlich produzierte Inhalte verfügbar machen

In Deutschland existieren bisher kaum freie Inhalte öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten, obwohl zumindest die Eigenproduktionen der Sender durch die Allgemeinheit finanziert sind. Durch Freigabe von Inhalten könnten zum Beispiel Wikipedia-Artikel zu historisch relevanten Ereignissen durch entsprechende Dokumentationen oder Bilder ergänzt und die Themen auf diese Weise multimedial dargestellt werden. Derzeit findet sich schon einiges Material bei YouTube und anderen kommerziellen Diensten, aus rechtlichen Gründen aber nicht in vergleichbarem Maße auch bei Wikimedia Commons.

Wikimedianerinnen und Wikimedianer, die besonders auf der letztjährigen WikiCon daran Interesse bekundet hatten, und Mitarbeitende von Wikimedia Deutschland haben zuletzt gemeinsam daran gearbeitet, bei den Rundfunkanstalten mehr freie Inhalte einzufordern. Dabei geht es nicht darum, dass die Anstalten beliebig Inhalte auf Wikimedia Commons abladen oder dergleichen, sondern dass sie diese möglichst in ihren eigenen Mediatheken oder gegebenenfalls einer eigenen separaten Plattform frei lizenziert und in bearbeitbaren Formaten allen und damit auch den Wikimedia-Projekten zur Verfügung stellen. So können dann die Autorinnen und Autoren auswählen, ob etwas davon für WP-Artikel geeignet ist.

Wir stehen mit Sendern im Gespräch, denen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten sehr helfen würden, die Inhalte auch tatsächlich freizugeben. Das soll über eine Art Wunschliste der Community geschehen, die deutlich macht, welche Wikipedia-Artikel beispielsweise von Videos oder Standbildern profitieren würden. Es geht also um eine Liste von Inhalten, die sich besonders gut für eine Ergänzung von Artikeln und zur Anreicherung des Freien Wissens allgemein eignen würden, je konkreter desto besser. Ein Beispiel für die Liste könnte das Video Wie funktioniert die Sozialwahl? (ab 0:20) für den Wikipedia-Artikel zum Thema Sozialwahl sein.

Auf einer Unterseite von Kurt Jansson findet sich bereits eine Liste, die als Inspirationsquelle dient und gern erweitert werden soll, wie er uns mitgeteilt hat. Daher wollen wir dort erst einmal die gemeinsame Sammlung starten und dann später je nach Bedarf weiterentwickeln. Außerdem hat das WikiProjekt Videos eine Liste mit Wünschen für Videos erstellt und auch die Redaktion Film und Fernsehen ist sicherlich eine gute Ansprechpartnerin. Mit einer letztendlichen Liste von 50 bis 80 Wikipedia-Artikeln wären wir gut aufgestellt, um zunächst am 09.06.2017 beim Plenum des ZDF-Fernsehrats in Mainz konkret Inhalte einzufordern, die wirklich sinnvoll sind.

Beispiele für TV-Formate, die aus unserer Sicht für Wissensprojekte geeignet sein könnten, wären zum Beispiel Sendungen wie #kurzerklärt (ARD), Die Sendung mit der Maus (ARD) bzw. Bibliothek der Sachgeschichten (ARD), Leschs Kosmos (ZDF), ZDF History (ZDF), Terra X (ZDF), Quarks & Co (WDR), Faszination Wissen (BR), MDR Zeitreise (MDR), Planet Wissen (WDR, SWR, BR)...

Rückfragen gerne per Mail an politikatwikimedia.de. AO(WMDE), 15.5.

Gedenken an Ulrich Waack

Ulrich Waack 2009.jpg

Am 11. April 2017 verstarb im Alter von 76 Jahren unser Mitautor Ulrich Waack. Mit seinem Berliner Geburtsbezirk Berlin-Tempelhof blieb er sein ganzes Leben über als Bewohner verbunden. Dennoch saß er nicht Zeit seines Lebens im stillen Kämmerlein. Er bereiste die Welt und sah viele exotische Orte, auch schon zu Zeiten, als das noch nicht so normal war wie heute. Seiner Heimat blieb er dennoch immer verbunden, verband Bodenständigkeit und Fernweh in einer Person.

1983 mit Adriaan von Müller (links)

Ulrich machte zunächst eine „normale“ Berliner Karriere. Der Sohn des Ingenieurs und Fotopioniers Fritz G. Waack wurde durch die Nachkriegszeit geprägt. Sein Abitur legte er am renommierten Askanischen Gymnasium ab. Im Alter von 18 Jahren begann er eine Karriere als Beamter in der Berliner Stadtverwaltung, die er bei seiner Pensionierung 1998 als Oberregierungsrat in der Berliner Senatsjugendverwaltung verließ, wo er am Ende für die Durchführung der Berliner Verwaltungsreform verantwortlich war. Doch der Ruhestand sollte zum Unruhestand, ja zu einer zweiten Karriere werden. Interesse an der Vergangenheit Berlins und seines Umlandes hatte Ulrich schon immer. Doch nun begann er ein Studium der Mittelalterlichen, Neuen/Neuesten sowie Ur- und Frühgeschichte an der Humboldt-Universität. 2004 schloss er sein Studium mit der Erlangung des Magistergrades ab. Seine Abschlussarbeit Bauliche Merkmale der mittelalterlichen Dorfkirchen auf dem Barnim als Quelle der Siedlungsgeschichte. Ein Versuch zur Verifikation der Drei-Streifen-These von Rolf Barthel (1982) war von so hoher Qualität, dass sie wenig später unter dem Titel Kirchenbau und Ökonomie in der Reihe Kirchen im ländlichen Raum im renommierten Berliner Lukas-Verlag erschien. Zu zwei weiteren Bänden der Reihe steuerte er weitere Beiträge bei. Seit 2007 war er auch Mitarbeiter der Wikipedia, wo er sich insbesondere dem Berlin-Brandenburgischen Mittelalter widmete. Da er hohen Maßstab an die Qualität legte, war die Mitarbeit für ihn nicht immer leicht, und mehrfach war er nahe daran an unserem Projekt zu verzweifeln. Doch immer wieder schluckte er seinen Frust zum Wohle des Wissens herunter und machte das was er am besten konnte – er machte unser Projekt besser.

Ulrich war kein Berliner Stammtischler. Doch war er ab und an bei Wikip/media-Veranstaltungen, wenn diese mehr als nur Geselligkeiten beinhalteten. So war er beispielsweise bei der Book-release-Party des 10-Jahre-Wikipedia-Jubiläumsbuches, zu dem er auch einen Beitrag beigetragen hatte, der jedoch nur online und nicht in der Druckfassung veröffentlicht wurde. Darüber hinaus stand er als Zeitzeuge für die Berliner Geschichte Rede und Antwort, war Mitglied der Zeitzeugenbörse. Ein Teil seines Schatzes an in der Welt aufgenommenen Bildern veröffentlichte er in der Fotocommunity, andere, etwa von seinen akademischen Lehrern oder anderen bedeutenden Archäologen und Historikern (etwa Winfried Schich, Laurenz Demps, Eike Gringmuth-Dallmer, Adriaan von Müller) spendete er Wikipedia.

Und wieder ein verlorener Freund, ein überaus fachkundiger Mitautor und engagierter Berliner, den wir schmerzlich vermissen werden.MC 10.05.17

Probleme mit Nazi-Heldenbildern

für den 8. Mai

Hitler posiert als Redner im Atelier seines Fotografen Heinrich Hoffmann. Propagandapostkarte vom August 1927 (Bild mit unserer passenden Bildunterschrift aus unserem Artikel Adolf Hitler; die Modifikationen an der Bildbeschreibung zeigt ein typisches Problem bei historischen Bildern)

Beim Betrachten von NS-Militärbiographien in Wikipedia stolpert man unweigerlich über Propagandabilder, deren Bildbeschreibung, Bildunterschrift, Verwendung, Quellangaben und Urheberrecht politisch, historisch und faktisch zweifelhaft sind. Eine Reihe der Bilder stammt von Hitlers "Leibfotograf" Heinrich Hoffmann. Eine Minimalkennzeichnung als Propagandabild wird oft durch eine "Mehrheit" auf der Diskseite des Artikels behindert: Das ist erstmal nur ein Porträtfoto (Q-ß), Eine Porträtfotografie ist keine Propaganda (Oltau), Muss man echt jetzt schon solche normalen Fotos politisieren? (Label5), Keine Propaganda erkennbar ... (alles aus einer Diskussion um einen NS-Kriegshelden)

Hoffmann, seit Begründung der NSDAP 1920 Mitglied, baute die Firma "Heinrich Hoffmann – Verlag nationalsozialistischer Bilder" mit der Abteilung "Presseillustration" auf, die aufgrund ihrer Sonderstellung im Dritten Reich zu einem Großunternehmen mit 300 Beschäftigten und Millionenumsätzen heranwuchs. Hoffmann hatte mit seiner "fotografischen und verlegerischen Tätigkeit einen entscheidenden Anteil am Auf- und Ausbau der NS-Propaganda." Dazu gehörten auflagenstarke Postkartenserien und Bildbände.[2] Seine Bilder wurden nach der "Machtergreifung" zu Staatspropaganda. Hoffmann – der bei Hitler eine Schutzfristverlängerung für Fotografien erreicht hatte – verstarb 1957, seine Nutzungsrechte erlöschen nach der heutig gültigen Regelung am 1. Januar 2028. Fotografien von ihm können bis dahin nach meiner Auffassung weder das Bundesarchiv (oder die Bayerische Staatsbibliothek die eine umfangreiche Hoffmann Sammlung hat) noch ein anderes Archiv unter einer freien Lizenz herausgeben, wenn sie die entsprechenden Rechte nicht eigens erworben haben. Auch die Angabe „Fotograf unbekannt“ hilft da nicht.

Aus meiner eigenen Erfahrung u.a. als ehemaliger Betreuer eines historischen Bildarchivs und als Nutzer des Bildbestands des Bundesarchiv kann ich sagen, dass nicht nur die Urheberrechtslage generell nicht einfach ist. Ein ideales Bild – ein Abzug, das Negativ blieb fast immer auch als Rechtenachweis beim Fotografen – hat auf der Rückseite den Stempel des Fotografen und eine gültige Adresse, wie dieser zu erreichen ist. Verträge zwischen Fotograf und Bildkäufer sind nahezu nie verfügbar. Im Falle des Falles kann man aus Archivsicht einen Archivkunden, der sich ein Bild für eine Publikation wünscht, an den Fotografen weiterreichen. Das Archiv ermöglicht dann nur das Auffinden des Bildes – das ist seine Aufgabe –, bleibt aber rechtlich außen vor, was den Archivkunden nicht voll befriedigt. Allein die Sicherung des Bildes für die Nachwelt ist aus Archivsicht schon ein Gewinn, die Nutzbarkeit eines einzelnen Foto durch "Kunden" dagegen von nachgeordneter Bedeutung. Zum Idealfall gehören auch eine hinreichend gute Bildbeschreibung mit Datierung und Bezeichnung der abgebildeten Personen sowie eine Dokumentation der Provenienz. Nur ist der Idealfall eher selten, wie auch ein Blick in die Bildbeschreibungen aus dem Bundesarchiv zeigt. Je besser die technische Qualität und je bedeutender oder seltener oder wichtiger das Motiv sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Bild ohne die ideale Dokumentation einer Bildsammlung hinzugefügt wird, die ggf. in ein Archiv übernommen wird oder bereits Teil eines Archivs ist.

Was sind Bilder?

Geschichtswissenschaftlich sind Bilder Quellen wie andere Quellen auch: sie haben einen Kontext, einen Autor, sie lassen sich in Typen einteilen, sie sind aus bestimmten Intentionen beauftragt, erstellt, genutzt, eventuell gefälscht bzw. verfälscht und überliefert worden. Bilderinterpretationen und Verwendungsweisen der Bilder unterliegen dem historischen Wandel. In unserem Kontext als ein typischer Fall: Das etwa von Hoffmann erstellte Propagandabild für eine eigens inszenierte Propaganda(dauer-)veranstaltung (Verleihung eines Ordens/Darstellung des Ordensempfängers) landet mit einem Freigabedatum bei einem Bilderdienst des Dritten Reiches, es wird dann in der Presse für die Kriegspropaganda nach Anweisung verwurstet und parallel für Propagandapostkarten oder Propagandaliteratur genutzt. Nach dem 8. Mai 1945 landet das Bild (b. z. w. ein Abzug aus dem NS-Umlauf) etwa auf Grundlage der Beschlagnahme des Bildarchivs des vormaligen NS-Verlages bei der staatlichen DDR Nachrichtenagentur ADN/Zentralbild, um schließlich 1989 ff. im Bundesarchiv (allein dieser Bestand hat 5,5 Millionen Motive) anzukommen.

Wenn aber Bilder Quellen sind, nicht nur im wikipedianischen, sondern auch im geschichtswissenschaftlichen Sinne, so fallen NS-Bilder eindeutig unter diesen Hinweis: Quellen, deren Neutralität berechtigt angezweifelt werden kann (z. B. Aktivisten, Unternehmen, Interessengruppen, Konfliktparteien), sind in Wikipedia nur in den seltensten Fällen als Quelle geeignet. Und ihre Nutzung ist nicht nur die Nutzung von Quellen, sondern ein umfangreiches Vollzitat. Dafür aber gilt: Direkte und indirekte Zitate aus solchen Quellen müssen sorgfältig überprüft und dürfen keinesfalls unreflektiert übernommen werden.(Umgang mit parteiischen Informationsquellen). In der Praxis ist von Reflektion nur selten etwas zu spüren, ganz im Gegenteil.

Bilder aus dem Bundesarchiv haben einen Rand, der Herkunft und Bildsignatur bestätigt. Leider gibt es in WP die Unsitte diesen "hässlichen"/störenden Bildrand zu entfernen, um ein reines Bild zu erhalten. Bei einer schriftlichen Quelle würde das dem Entfernen von Autor und Buch, aus dem es entnommen wurde, entsprechen und wäre ein grober Verstoß gegen die Grundprinzipien im Umgang mit Quellen. Diese Art des Umgangs mit ihnen ist ein wichtiger Fingerzeig auf die Rolle, die Bildern in WP zukommt. Sie dienen einer oberflächlichen Illustration, haben Dekorfunktion und werden nicht als zusätzliche visuelle Quelle verstanden. Das ist dem enzyklopädischen Anspruch entgegengesetzt. Beließe man diesen Rand grundsätzlich am Bild würde er Quellcharakter des Bildes unterstützt und beim Betrachten des Bildes im Artikel wäre sofort – im Gegensatz zum Import einer dubiosen und unsicheren Internetquelle – die sichere Überlieferung bezeugt und damit die Qualität gesichert.

Warum Bilder nutzen?

Was versprechen wir uns, wenn wir einen biographischen Artikel mit einer fotografischen Quelle versehen, wobei offensichtlich Porträts bevorzugt werden? Wikipedia:Artikel illustrieren nennt verschiedene Voraussetzungen, u.a. Die Bebilderung eines Artikels sollte immer dem besseren Verständnis des Textes dienen, nie allein der Zierde. Das ist schon mal eine vernünftige Ansage, die übrigens gegen die Unsitte der "Einblendung" von Autogrammen spricht. Spezifiziert wird sie durch verschiedene weitere Texte, etwa:

  1. Das Bild veranschaulicht mindestens einen für das Thema des Artikels wesentlichen Aspekt.
  2. Das Bild zeigt möglichst viele zentrale identitätsstiftende Merkmale des Sachverhalts auf mustergültige Weise. Dies sind Merkmale, die für den Gegenstand des Artikels wesentlich sind und ihn eindeutig von allen ähnlichen Gegenständen unterscheiden.

Was aber lässt sich mit einem Porträt veranschaulichen? Zunächst einmal: nichts. Ein Gesicht, ein wenig Kleidung, etwas Hintergrund sind nichts, was eigentlich irgendeinen höheren Informationswert hat und zum Verständnis der Biographie beiträgt. Ein Text mit "hatte zwei Augen, einen Mund und eine Nase mitten im Gesicht, trug Uniform und NS-Auszeichnungen" ist nichtssagend und hat auch visuell keinen relevanten Aussagegehalt. Auch als Quelle für Auszeichnungen oder Rang taugt es nicht, da das Tragen von Auszeichnungen noch keine Beweiskraft hat und die Identifikation der Person über die (überlieferte) Bildbeschreibung erfolgt. Ich vermute daher, dass der Sinn der Porträts jenseits des Faktischen liegt, in einem tradierten sozusagen magischen Verständnis von Porträts. Wir meinen, aus dem Bild etwas lesen zu können, was unklar und unausgesprochen bleibt. Die Unterschriften (teils echt, teils gedruckt oder mit einem Namensstempel aufgebracht) der NS-Helden auf einem Teil der Postkarten, der heute auch den monetären Wert bestimmt, liefert einen Hinweis auf die ursprüngliche Bedeutung. Es verwandelte ein billiges Stück Massenpropaganda in eine Art Berührungsreliquie. Und diese Unterschriften verweisen auch darauf, dass es sich nicht um Fotos mit überwiegend informativen Charakter handelt.

Und natürlich macht es einen Unterschied, welches Bild wir von einer Person nutzen. Hier zwei Bilder der gleichen Person: Josef Dietrich SS-Kommandeur, Ritterkreuzträger und Kriegsverbrecher. Das Foto von 1944 zeigt ihn als inszenierten Nazihelden, in gewisser Weise überzeitlich entrückt, heroisch. Anders dagegen das Foto von 1946: ein nicht untypisches Verbrecherbild, das nicht an der Darstellung der Person, sondern an der Abbildung von für die Identifikation notwendigen Merkmalen orientiert und tatsächlich ein amtliches (Wink mit Zaunpfahl!) Werk ist. Ähnlich auch bei anderen NS-Militärs wie Gerd von Rundstedt.

Nun, zu fragen wäre, welches Bild zeigt Josef Dietrich „richtig“? Welches ist repräsentativ für seine Person? Wenn beide Bilder die gleiche technische Qualität haben, welches wäre oben in der Einleitung zu bevorzugen? Bewerten wir nicht eine Person, indem wir statt des Bilds eines Kriegsverbrechers in Haft ein NS-Propagandabild auswählen, die Propagandafunktion ignorieren und das dann als repräsentativ behaupten? Ist für die Einleitung bei solchen Personen das Verbot von Theoriefindung aufgehoben? Oder wäre es nicht der bessere Weg, sofern man eines oder beide Bilder nutzen möchte – es geht ja um eine Erhöhung des Informationsgehaltes und nicht um Verzierung –, das Propagandabild statt wie bisher in der Einleitung im Abschnitt zur NS-Biographie – wo auch die Propagandafunktion der Person darzustellen wäre – zu verschieben, parallel das Verbrecherbild auf dem Zeitniveau 1946 zu nutzen und auf ein („überzeitliches“) Einleitungsbild ganz zu verzichten? Damit wäre nicht nur der Zusammenhang zwischen Text und Bild enger, sondern die Umstände und die Funktion, unter denen jeweils das Bild entstanden ist, könnten in der Bildunterschrift und im Artikeltext ausreichend beschrieben werden. Eine von den WP-Regeln nicht gedeckte Verzierung wie bisher hätte sich in die Nutzung von zwei Quellen verwandelt. Das gilt natürlich, zweites Beispiel in der Galerie, auch für von Rundstedt und sicher zahlreiche weitere Bilder in Biographien von NS-Militärs, wo ebenfalls ein Propagandabild mutmaßlich vorhandenen Verbrecherbildern oder zivilen Bildern vorgezogen wird.

Zurück zu Hoffmann

Von Hoffmann, bzw. von seiner Firma gibt es auch eine Postkartenreihe mit ausgezeichneten Kriegshelden (Ritterkreuzträgern) über eines der Bilder – mittlerweile wegen einer ungeeigneten Quellenangabe ("Archiv des Wehrgeschichtlichen Ausbildungszentrums der Marineschule Mürwik") gelöscht – stieß ich auf die Reihe. Die Bildreihe trägt Bezeichnungen von R 1 bis R 200. Sie erinnern irgendwie an die bekannten Sammelfußballbilder, hatte aber natürlich nicht nur den harmlosen Verkaufszweck. Im Internet hier [3], [4], [5] kann man einen Überblick auf diese Bildreihe bekommen. Wer nicht soweit klicken möchte, auch WP/Commons bietet z.T. ungekennzeichnet einige Bilder aus der Hoffmannschen Propagandabildserie über Ritterkreuzträger.

Beispiele Hoffmannscher Propagandapostkarten (A-Z)

Nur im Artikel zu Marseille weist die Bildunterschrift auf die Herkunft des Bildes aus der NS-Propaganda hin, keine Bildunterschrift verweist auf den Fotografen oder darauf, dass es sich um Propagandapostkarten handelt, obwohl Schriftzüge und Unterschriften dieses deutlich zeigen.

Beispiele aus anderen Propagandabildserien

Hoffmann war nicht konkurrenzlos, etwa auch der Scherl-Verlag, der Röhr Verlag, das Oberkommando des Heeres, die Verlage Steininger, Schlimmer, Dehler, [6] gaben Propagandabildserien heraus. Hinzu kamen weitere günstige Propagandamittel, die z.T. auch Bilder nutzten (Ähnlich dieser Heftreihe gibt es auch eine Heldensoldatenserie).

Schaut man sich die Bilder an, sind sie durchweg uniform: Der Abgebildete sieht meist frontal in die Kamera, der Bildausschnitt ist auf Kopf, Kopfbedeckung/Haare und Brust beschränkt, schon die Schultern sind abgeschnitten. Die Helden tragen Uniform, sie sind in einem neutralen zivilen Umfeld abgebildet. Zentral ist das Ritterkreuz am Hals. In der Realität war Hoffmann in das Verleihungsprozedere integriert, das Fotografien gehörte zum Ritual, die Funktionalisierung für die Propaganda war Teil des Verleihungsgrundes. Von Hoffmann – jenseits der Propagandaserien – fotografiert zu werden war mit Sicherheit auch ein Statussymbol und Element der Auszeichnung im NS, das für viele unerreichbar war. Zur Verwertung wurden die Bilder an die Presse gegeben (manche Bildunterschriften des Bundesarchiv weisen auf zeitgenössische Sperrfristen hin), über die Sammelpostkarten verbreitet, die im Wert noch durch echte, gedruckte oder gestempelte Unterschriften der Abgebildeten einen Charakter ähnlich wie Devotionalien erhielten und von indoktrinierten Jungs gesammelt und getauscht wurden. Die Nutzung von Heldenfotos ging in Einzelfällen über diese Verwendung weit hinaus, in der Ardennenschlacht wurden, als das Lametta ausging, stattdessen signierte Fotos von Generalfeldmarschall und Ritterkreuzträger von Rundstedt verteilt [7], was eindrucksvoll belegt, dass nicht der Informationsgehalt, sondern der immaterielle Wert die Bedeutung solcher Fotos ausmacht.

Vergleicht man diese Bilder etwa mit denen in den von Karl Friedrich Hildebrandt herausgegebenen Sammlungen über deutsche Admirale und Generale, fällt auf wie einförmig diese Ikonographie ist. Bei Hildebrand finden sich etwa auch Ganzkörperaufnahmen in Paradeuniform, die deutlich den Zweck haben, den gesellschaftlichen Rang des Dargestellten zu betonen oder klassische Portraits im Sessel, mit Händen die gestikulieren, selten auch ein privater Schnappschuss. Diesen Bildern haften deutlich weniger Tod und Heldentum an, sie demonstrieren den Stolz eines Standesangehörigen auf seinen Rang, nicht den Heroismus des NS.

Bildverfälschungen

Das Bild des Seekriegshelden und der Anlaufstation der Rattenlinie Nord von Wolfgang Lüth hatte eine ungeeignete Quellangabe. Es handelte sich um ein vermutlich der Schulleitergalerie der Marineschule entnommenes Bild, dass allerdings gegenüber der Hoffmannschen Originalpostkarte um NS-Symbole am unteren Bildrand beschnitten war. Eine in Wikipedia unternommene weitere "Entnazifizierung" (das Entfernen des Hakenkreuzes auf der Mütze) führte zu einer VM gegen den Bildverfälscher. Schon die Originalpostkarte weist Spuren sonderbarer Bildmanipulationen auf, die im einfachsten Fall auf eine umfängliche Korrektur der Belichtung des Gesichtes hindeutet, aber auch die Montage des Gesichtes in ein anderes Bild sein könnten. Eine auf der Stirn beginnende Linie die weiter entlang des rechten Gesichtsrandes führt ist das Relikt einer fotographischen Maske. Das nun gelöschte Bild war vermutlich bei einem Museumsbesuch entstandene Foto einer offensichtlich schlechte Reproduktion die glaubt man den schlechten Angaben des WP-Fotografen weder eine archivtypische Signatur noch eine Fotografenangabe hatte. (Link zur Postkarte in besserer Qualität) Bei so einem Umgang mit einem Bild als historische Quelle erlischt natürlich der Quellcharakter, es wird zur reinen Illustration. Ich fürchte die gesamten von dem fraglichen Benutzer Mehlauge hochgeladenen Fotos bedürfen der kritischen Nacharbeit in Bezug auf Quellangaben, Lizenzierung und Urheberrecht.

Zeitgenössische Bildfälschungen (vermerkt vom Bundesarchiv)

Recht offensichtlich ist es den NS-Propagandafotografen nicht gelungen, alle Ritterkreuzträger in hinreichender fototechnischen Qualität zeitnah zu knipsen. Zeitgenössisch wurde dann nachgearbeitet, wurden etwa Ritterkreuze in alte Bilder hineinkopiert. Hier zwei Beispiele, wo das Bundesarchiv diese Fälschungen vermerkt. Natürlich verzichtet Wikipedia hier darauf, ihre Leserinnen und Leser über diesen Umstand aufzuklären.

Problematische Bilder, verdächtige Bildquellen und Verfälschungen

Nicht alles was auf Commons liegt ist vertrauenswürdig oder echt.

Schluss

Dieser sicher nur exkursorische Einblick in die Verwendung von Nazi-Helden-Propagandafotos, jenseits der auch problematischen PK-Aufnahmen, zeigt, dass der bisherige Umgang mit diesen Bildern in de.WP weit jenseits dessen liegt was ein zeitgemäßer, fachlicher Umgang wäre. Die Quellenangaben sind teilweise mehr fiktiv als real, die Bildbeschreibungen unangemessen, die Propagandafunktion wird unterschlagen, Versuche den Fotografen und den Aufnahmezweck zu identifizieren, werden nicht oder unvollständig unternommen, gern auch von einschlägigen WP-Autoren verhindert. Die Urheberrechtslage verbietet im Grunde die Verwendung zahlreicher solcher Fotos. Selbst der Umgang mit Bildfälschungen ist unter aller Sau. Wenn man radikal sein wollte, müssten, da die Verwendung der Bilder bisher nur in Ausnahmefällen richtig ist, alle diese Bilder aus den Artikeln gelöscht werden und erst nach ausführlicher Recherche und einer von vielen getragenen Vereinbarung über den Umgang mit und die notwendigen Bildbeschreibung für diese Form der parteiischen Quelle könnten sie wieder aufgenommen werden. EF 7.5.2017

10 Jahre Mentorenprogramm

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Das Mentorenprogramm – ein Projekt im Projekt – beging vor wenigen Tagen, am 29. April, sein Zehnjähriges. Grund genug, etwas zurückzuschauen und dabei die Zukunft im Blick zu behalten.

Die Initiatoren und frühen Mitglieder des Mentorenprogramms legten ihm ein Konzept zu Grunde, gaben ihm eigene Regeln und nach einer Anfangsphase wurde auch ein Wahlverfahren für neue Mitglieder integriert. Mehr oder weniger regelmäßig finden Treffen statt, das letzte 2016 in Hamburg. Die Mentoren gehen ihrer ehrenamtlichen Aufgabe für das Projekt weitgehend autark nach. Sie übernehmen Mentorengesuche nach eigenem Zeitgefühl oder auch Wunschmentorengesuche. Wer ausreichend versorgt, oder aktuell mit wenig Zeit gesegnet ist, setzt sich auf Pause und für Urlaube oder andere mehr oder weniger lange Vertretungszeiten sucht man sich aus dem Kreis der Mitstreiter Co-Mentoren aus.

Was konnte das Projekt in dieser Zeit erreichen? Nach der ursprünglich von Ulli P. initiierten Datenbank wurden bislang 8281 Mentees in das Programm aufgenommen. Aktuell gehören 76 Mentoren und 255 Mentees dem Projekt an. Doch längst nicht alle Mentees blieben dem Programm treu, nachdem sie sich einmal bei diesem angemeldet hatten. Einige gingen bereits nach ihrem ersten Edit, dem eigentlichen Mentorengesuch, verschollen. Wieder andere lesen wir immer wieder in unserer Mitte. Es sind, neben der großen Zahl der schon lange wieder inaktiven Neulinge, teils sehr aktive und angesehene Mitarbeiter unseres Projektes aus dem Mentorenprogramm hervorgegangen. Darunter auch die oder der ein oder andere, der später selbst Mentor oder auch Administrator wurde.

248 Mentoren wirkten in den vergangenen 10 Jahren mit. Als Mentor der ersten Stunde, der dem Programm bis heute die Treue hielt, lässt sich Wo st 01 nennen, der laut Datenbank am 29. April 2007 eintrat, also an dem Tag, an dem auch dieses Programm startete. Gefolgt von Logograph, Der Wolf im Wald und Hans Koberger, die alle im Mai 2007 begannen. Aktuell sind noch elf Mentoren dabei, die im ersten Jahr hinzukamen, darunter als aktivste Redlinux und Reinhard Kraasch. Die beiden letztgenannten übernahmen alleine bis heute über 1100 Mentees. Die Datenbank wird, nach Ulli P. und Euku, seit 2013 von Werner von Basil aktualisiert, der auch die Vergabe der Mentorenplaketten, eine kleine Anerkennung innerhalb des Projektes, im Blick hat.

Mit 609 Neuaufnahmen war 2016 das bisher schwächste Jahr des Mentorenprogramms. Seit dem stärksten Jahr, 2009, mit 1340 Mentees sind die Zahlen der Neueinsteiger, die ihren Weg in die Wikipedia über das Mentorenprogramm suchen, rückläufig. Sie bewegten sich im Vorjahr aber auf dem Niveau von 2014 und 2015. Zum Jahrestag listete die Datenbank 76 Mentoren auf, von denen 47 auch mindestens einen Mentee aktuell betreuen.

Das Mentorenprogramm stellt eine Plattform für Wikipedianer dar, die organisiert versuchen, Neulingen in unserem zunehmend komplexer werdenden Projekt den Einstieg zu erleichtern. Es unterliegt naturgemäß denselben Veränderungen wie das Projekt Wikipedia selbst: Die Zahl der Aktiven geht zurück, der neu hinzukommenden wie der vorhandenen. Ebenso unterliegt die Zusammensetzung der Neuankömmlinge wohl einer Wandlung, die auch der gestiegenen Bedeutung der Wikipedia geschuldet sein dürfte: Diejenigen, die das Mentorenprogramm versuchen zu nutzen, um ihren einen Artikel, jenen zu sich selbst, seiner oder ihrer Firma einzubringen, steigt. Unter diesen Neulingen fällt es schwer, Wikipedianer für eine längere Mitarbeit zu begeistern. Aber vielleicht sollte einfach jeder neue projektkonforme Artikel als erfolgreiche Ergänzung der Wikipedia gesehen werden. Und ist es nicht auch positiv zu sehen, wenn einem weiteren Benutzer die Wikipedia etwas näher gebracht wurde, auch wenn er nicht sogleich ein dauerhafter Mitarbeiter wird? Vielleicht kommt er ja später oder mit neuem Namen wieder. Oder berichtet Bekannten davon, wie bei uns eine Mitarbeit abläuft. Und dass es für jeden möglich ist, einzusteigen.

Wir, also die Wikipedianer, die dem Mentorenprogramm angehören, freuen uns auf neue Mitglieder in unserer Mitte. Fluktuation / Wechsel ziehen auch immer Neuerungen oder Veränderungen nach sich. Sie beleben ein Projekt. Die Aufnahme ist gar nicht so schwer. Und es besteht auch kein Zwang zu einer Mindestzahl an jährlich zu betreuenden Mentees. Einer findet sich immer, dem sich weiterhelfen lässt:-) In diesem Sinne, herzlich willkommen WvB, 07.05. mit einem Dank an fürs Mitlesen.

Ehrenkodex für Wikipedianer

Am 12. Mai startet das Meinungsbild zur Abmahnpraxis.

Ethik ist die hier nicht dargestellte Metaebene

Verschiedene, über längere Zeit und teils äußerst heftig geführte Diskussionen innerhalb der deutschsprachigen Wikipedia haben gezeigt, dass vielen Wikipedianern bestimmte Praktiken bei der Durchsetzung von Urheberrechten als dem Projekt nicht angemessen erscheinen.

Der Einschätzung, dass diese Praktiken den Ruf der Freien Inhalte insgesamt beschädigen, hat sich mittlerweile offenbar auch Wikimedia Deutschland angeschlossen. Es wird immer klarer, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

In dem am 12. Mai startenden Meinungsbild soll nun abgestuft und differenziert ein Teilaspekt der komplexen Weiternutzungsproblematik behandelt werden. Hier geht es darum, ob und wenn ja welche soziale Norm sich die Gemeinschaft selbst im Umgang mit fehlerhaften Nachnutzungen ihrer Inhalte geben will, ob sie darin Unterstützung von Wikimedia braucht und ob sie Bedarf für eine zentrale Anlaufstelle für betroffene Wikipedia-Nutzer sieht. Die Ergebnisse der Abstimmung bilden die Basis für weitere Schritte innerhalb der Wikipedia und setzen Signale über die Gemeinschaft hinaus – hinein in die angelaufenen Konsultationen auf Meta.

Kern des Meinungsbildes ist der vorgeschlagene Verhaltenskodex, der auch ohne Sanktionen ein offenbar dringend gebrauchtes Signal nach innen und nach außen senden könnte:

Die Wertschätzung für freie Inhalte soll nicht per Überweisung ausgedrückt werden, sondern in erster Linie durch die Einhaltung und die damit einhergehende virale Verbreitung der Lizenzen. WP, 7. Mai

Jetzt mitmachen beim Wartungsbausteinwettbewerb Frühling 2017

Heute beginnt die Frühlingsausgabe des Wartungsbausteinwettbewerb 2017 und damit wieder die Möglichkeit, zwei Wochen lang überarbeitungswürdige Artikel aus allen Ecken des Wikiuniversiums zu verbessern. Jeder Wikipedianer ist dazu eingeladen, sich uns anschließen und gemeinsam in einem Team oder als Einzelkämpfer Bausteine zu eliminieren. Dabei macht gerade die Erfahrung, viel Neues und Interessantes im ANR kennenzulernen, was man sich sonst nie angesehen hätte, den Wettbewerb spannend. Daher macht jetzt mit und tragt dazu bei, dass sich das Ergebnis am Ende umso mehr sehen lassen kann. Auch wer in den nächsten Tagen nur wenig Zeit hat oder auch nur ein oder zwei Bausteine bereit ist abzuarbeiten, soll keine Scheu haben mitzumachen, denn es zählt jede Teilnahme und jeder einzelne abgearbeitete Baustein. Welche Artikel alle bewertet werden, siehe hier. Aufgrund der aktuellen Ereignisse (Referendum in der Türkei und Präsidentschaftswahlen in Frankreich) gibt es diesmal zudem Punkteboni für Artikel mit Türkei- und Frankreichbezug.

Bei Fragen meldet euch einfach auf der Diskussionsseite. Wir freuen uns über jeden Mitstreiter! TM, 07.05.

WikiCon 2017: Call for Papers endet

WikiCon 2017

Von 8. bis 10. September 2017 findet in Leipzig die diesjährige WikiCon statt. Dafür werden aktuell noch weitere Programmvorschläge gesucht. Wer ein interessantes Thema hat und dazu gerne einen Vortrag halten, einen Workshop anbieten, eine Diskussion organisieren, einen Lighting Talk oder ein dies in einem ganz anderen Format anbieten möchte, ist herzlich eingeladen, dies zu tun. Noch bis zum Abend des 30. Juni 2017 läuft der Call for Papers. Bitte beachtet, dass der offizielle Call for Papers über das Portal einreichungen.wikicon.org erfolgt. Fernab der festen Programmeinreichung werden wir auf der WikiCon auch Raum und Zeit bieten Inhalte spontan zu präsentieren oder diskutieren. (DCB für das WikiCon-Orga-Team, 29.06.)

Noch 5 Tage für die Abstimmung in der Umfrage „Technische Wünsche“

Welche Vorschläge für verbesserte oder neue Funktionen soll das Team der Software-Entwicklung von Wikimedia Deutschland angehen? Noch bis zum kommenden Sonntag, 2. Juli um 23.59 Uhr, können alle angemeldeten Benutzerinnen und Benutzer abstimmen. js (wmde), 27.06.

Internationale Presseschau

Regards sur l'actualité de la Wikimedia (Französische Wikipedia)

Retrato de Diego Delso, Calatayud, España, 2015-01-09, DD 01.jpg

Poco a poco ist verbittert — Diego Delso, auch bekannt als Poco a poco, seit über 10 Jahren einer der talentiertesten Fotografen auf Wikimedia Commons mit ca. 400 Featured Pictures und ca. 10.000 Qualitätsbildern und mehrfacher Preisträger von Wiki Loves Monuments, lädt seit März 2017 keine Bilder mehr auf Commons hoch, sondern nur noch auf Flickr. Die Gründe nennt er auf seiner Commons-Benutzerseite: 1. Wenn er Bilder hochlädt, verwendet sie niemand in den Wikipedien.→ Wenn man seine Bilder in den Wikipedien einbindet, wird das zurückgesetzt, weil es Eigenpromotion sein soll. → Wenn die Bilder nicht eingebunden werden, hagelt es Kritik, weil Bilder doch in den Projekten genutzt werden sollen. 2. Niemand achtet die Zeit und das Geld, die Freiwillige einbringen. Egal wie viel man eingebracht hat, man wird in Diskussionen wie ein Störenfried behandelt. 3. Wenn man anderen Fotografen freundliches Feedback gibt, führt das immer zu sinnlosen, zeitfressenden Diskussionen, Rache- und Diskreditierungsversuchen. 4. Egal ob man Werke unter Public Domain oder CC hochlädt, außerhalb der Projekte wird alles wie Public Domain behandelt und niemanden in der Bewegung schert das. Poco a poco will auf der Wikimania 2017 im Vortrag „The Odyssey of photographers in the Wikimedia movement“ über seine Probleme sprechen. Der Vortrag wurde jedoch in der ersten Runde abgelehnt.

Super Lachaise — Super Lachaise ist eine iPhone-App, mit der man Gräber auf dem Pariser Friedhof Père-Lachaise finden und Wikipedia-Artikel zu den Bestatteten lesen kann.

Wikipediajournalen (Dänische Wikipedia)

Wiki Labs Kunst — Wiki Labs Kunst ist eine monatliche Veranstaltung im Statens Museum for Kunst, die von Den Hirschsprungske Samling und Wikimedia Danmark gestartet wurde. Es stoßen immer neue kulturelle Einrichtungen hinzu; neuester Zugang ist Det Danske Filminstitut. Es gibt eine Facebookgruppe für die Veranstaltungen.

Викивестник (Russische Wikipedia)

WikiUral Logo En.svg

Вики-Урал — Die zweite Runde des Schreibwettbewerbs WikiUral läuft noch bis zum 1. Juli 2017. Es gibt hübsche Steine zu gewinnen.

Wikipedia Signpost (Englische Wikipedia)

Neueste Forschung — Im Abschnitt Neueste Forschung bespricht Dorothy Howard das Buch „Wikipedia, work, and capitalism. A realm of freedom?“ (deutsch „Wikipedia, Arbeit und Kapitalismus. Ein Reich der Freiheit?“) des Schweden Arwind Lund. Er legt überzeugend dar, dass der Kapitalismus die frei produzierten Inhalte zu Gewinnzwecken nutzt und dass das Design und die starke ideologische Ausrichtung Wikipedias es der Community schwer machen, das Problem zu lösen. Tilman Bayer bespricht den wissenschaftlichen Aufsatz „Economic Downturn and Volunteering: Do Economic Crises Affect Content Generation on Wikipedia?“ (deutsch „Ökonomischer Niedergang und Freiwilligenarbeit: Beeinflussen ökonomische Krisen die Erstellung von Inhalten in der Wikipedia?“; Link). Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass ökonomische Krisen mehr gebildete Leute dazu bringen, in der Wikipedia zu arbeiten. Es entstehen jedoch kaum neue Artikel. Vielmehr werden bestehende Artikel überarbeitet und erweitert.

zusammengelesen von S.W. 26.06.

Rot-blaue Linkarithmetik

Als ich vor fünf Jahren den Artikel Rondout Creek anlegte, enthielt dieser in seiner Erstfassung 56 neue rote Links, die zuvor in der Wikipedia noch nicht verlinkt waren. Ich verlor dann diese Ecke des Bundesstaates New York etwas aus dem Fokus, und dennoch entstand in den Folgejahren der eine oder andere Artikel, der in Rondout Creek verlinkt war. Mit der heutigen Bläuung von Shawangunk Mountains reduzierte sich die Zahl dieser roten Links auf 48 oder so. Gleichzeitig wurde in 18 weiteren Artikeln der entsprechende Link gebläut. Die Gesamtzahl roter Links in der DE-Wikipedia hat sich indes nicht verringert, da der neue Artikel selbst über 25 neue rote Links enthält, die bisher in keinem Artikel verlinkt waren. Daran wird sich tendenziell in den nächsten Jahren nicht viel ändern. So ist einer der ersten Rotlinks in dem heute neu angelegten Artikel das Great Appalachian Valley. Alleine anhand des gerade so über den Stubzustand hinaus ausgebauten Artikel in der EN-Wikipedia kann man für diese sich über fast 2000 Kilometer erstreckende Region von einer dreistelligen Zahl von hierzupedia fehlenden Artikeln ausgehen, zumindest solange Artikel zu Orten, Straßen und Flüssen auch in den US-Oststaaten alleine noch zu tausenden fehlen. MaB 23.6.

WMAT: Nachnutzung und Community-Veranstaltungen

Wikimedia Österreich (WMAT) ändert seine Unterstützungsrichtlinien in zwei zentralen Punkten.

1. Besteht der Verdacht, dass eine WMAT unterstützte Mediendatei fehlerhaft nachgenutzt wird, gelten ab 1. Juli 2017 detaillierte Vorgaben, wie die Erstkommunikation mit dem Nachnutzer auszusehen hat. Ziel ist es, den Nachnutzer „zur korrekten Nutzung von freien Inhalten zu befähigen und zu ermutigen“. Für diesen Zweck gibt es auch neue E-Mail-Vorlagen, die möglichst flexibel verschiedene Fälle berücksichtigen sollen und die so formuliert sind, dass sie auch bei nicht von WMAT unterstützten Fotos genutzt werden können.

2. Ab sofort gelten auf allen von WMAT unterstützten Community-Veranstaltungen in Österreich Veranstaltungsrichtlinien. Diese sollen sicherstellen, dass die Rechte von Wikipedianerinnen und Wikipedianern auch im Offline-Umgang miteinander gewahrt bleiben. Auch diese sind bewusst so gestaltet, dass sie auch außerhalb eines WMAT-Zusammenhangs genutzt werden können. Hier gibt es Hintergrundinformationen, außerdem sind die neuen Veranstaltungsrichtlinien Thema beim nächsten WikiDienstag. RL (WMAT), 23.6.

100.000 Frauen sind voll

Gestern beim Offenen Editieren im Berliner WikiBär redeten wir unter anderem darüber, dass es einen erheblichen Sichtungsrückstand bei den Artikeln über Frauen zu geben scheint. Daraufhin teilte ein anwesender Wikipedianer mit, dass es aktuell immer noch unter 100 000 Artikel über Frauen gäbe. Heute wurde nun mit Simone Warzel die 100 000. Frauenbiografie fertig gestellt. An dieser Stelle einfach mal DANKE Blumen an alle (Männer und Frauen), die dazu beitragen, dass mehr Wissen über Frauen in die Wikipedia gelangt! Iva, 22.6.

Ergebnisse aus der Förderbarometer-Befragung veröffentlicht

Die Ergebnisse aus der ersten Auswertung der Förderbarometer-Befragung wurden veröffentlicht. Insgesamt sind 140 Rückmeldungen zu einzelnen Projektunterstützungen und Serviceleistungen eingegangen. Das Förderbarometer ist eine seit Februar 2017 laufende kontinuierliche Befragung zur Förderung. Ein besonderer Dank geht an alle die sich an der Befragung beteiligt haben. Auch Antworten auf zukünftige Befragungen sind hilfreich um die verschiedenen Förderprogramme im Sinne der Geförderten aus den Communitys weiter zu verbessern. NR (WMDE), 22.6.

Online-Umfrage unter Lesern startet heute

Warum suchen Leser und Leserinnen die Wikipedia auf, wie kommen sie hierin und was erwarten sie zu finden? Das sind Fragen, die das Research-Team der Wikimedia Foundation bereits in der englischsprachigen Wikipedia gestellt und die Ergebnisse veröffentlicht hat. Um Vergleiche zwischen den Sprachversionen ziehen zu können, wird die Umfrage auf weitere 13 Sprachversionen ausgeweitet. Für die deutschsprachige Wikipedia startet sie heute mittag. lz, 22. Juni 2017

Rotlinks sind wichtig, ein Kommentar

„Zwischen März 2004 und Anfang 2014 wuchs die deutschsprachige Wikipedia einigermaßen linear mit durchschnittlich etwa 460 neuen Artikeln pro Tag (Wikipedia:Meilensteine). Etwa alle 7,4 Monate werden 100.000 Artikel ergänzt. Seitdem ist das Wachstum langsamer geworden und lag Ende 2016 nur noch bei ca. 350 neuen Artikeln pro Tag.“ Diese Sätze auf der Seite Wikipedia:Wikipedistik/Wachstumsprognose sollten zu denken geben. Nicht nur wegen der sinkenden Zahl schreibend inhaltlich Beitragender in dieser Wikipedia fehlen unzählige Artikel, sondern auch wegen mangelndem Interesse an Neuem und dem Hang sich auf das Bestehende bequem zurückzuziehen. Die beliebten Wartungsarbeiten sind nun mal leichter und stressfreier zu erledigen, als das Schreiben neuer Artikel, die sich womöglich einen Löschantrag einfangen. Wen wundert es da, dass die nervenden "Rotlinks" (Das ist doch nichts Politisches!:-)) bei nicht wenigen dieser Enzyklopädieverwalter, die kaum noch etwas neues schreiben können oder wollen, störend, wenn nicht gar verhasst sind? Immer wieder werden naturwissenschaftliche Themen (Biologie, Geografie und Astronomie) als Beispiel für Fehlendes angeführt. Klar, die DE-Wikipedia ist aufgrund ihrer Geschichte immer noch "technik-" und "nawifixiert", daher soll darauf hingewiesen werden, dass vor allem auch im Kulturbereich riesige Lücken klaffen, von denen hier offenbar viele nichts wissen oder wissen wollen, weil sie es nicht interessiert. In diesem Themenbereichen, ebenso wie in den zurzeit gering geschätzten Geisteswissenschaften, sind Rotlinks absolut nötig, um auf diese Lücken hinzuweisen. Nicht zuletzt sind die meisten Wikipedia:GLAM-Aktivitäten der Wikimediavereine in Deutschland, Österreich und der Schweiz, übrigens der größte Erfolg den diese Vereine im Artikelbereich der Wikipedia vorweisen können, abhängig von den mit Rotlinks generierten Artikelwunschlisten. Die Rotlinks sollten also unbedingt beibehalten und wenn nötig auch ergänzt werden. Alles andere ist, sorry, Vandalismus. Sc, 19. Juni 2017

Umfrage Technische Wünsche: Abstimmung läuft

Bei der Umfrage Technische Wünsche 2017 hat heute die Abstimmung begonnen. Es stehen ca. 190 Vorschläge zur Auswahl. Ein herzliches Dankeschön an alle Einreichenden und alle, die Andere mit fachkundigem Rat und Tipps unterstützt haben!

Neu in diesem Jahr: Ein Platz in der "Topliste" wird für das Projekt eines ehrenamtlichen Entwicklers reserviert, um die Arbeit von freiwilligen Entwicklern besser zu unterstützen. Einreichungen hierzu finden sich in der Rubrik "Projekte ehrenamtlicher Entwickler".

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich die Vorschläge durchzulesen und bis zum 2. Juli 2017 darüber abzustimmen. bm (wmde), 19.6.

Tippspiel zur Tour de France 2017

Auch in diesem Jahr gibt es das Tippspiel rund um die Tour de France. Für die besten Tipper sind erneut drei Buchpreise ausgelobt. Über rege Beteiligung würde ich mich freuen. Akkreditierungen für den Tourstart in Düssledorf hat die Wikipedia trotz intensiver Bemühungen allerdings nicht bekommen - die bekamen nur Profis von der "Fachpresse". Dass die Wikipedia weltweit eine höhere "Auflage" als alle diese Medien zusammen hat, war da leider nicht von Interesse. Es wird also wohl im Hauen und Stechen vor Ort enden ... Natürlich sind aber auch Fotos von der Strecke willkommen. :(  Ni. 19.6.

WikiCon 2017: Call for Papers verlängert

WikiCon 2017

Das Organisationsteam der WikiCon bedankt sich für die – bereits jetzt – zahlreichen Einreichungen von Programmpunkten für die WikiCon 2017. Wir möchten hiermit noch einmal an die Möglichkeit der Einreichung erinnern und die Frist, auf vielfachen Wunsch hin, bis zum 30. Juni 2017 verlängern. Konkrete Informationen zu den Details des Call for Papers und der diesjährigen Programmgestaltung gibt es auf der Projektseite Wikipedia:WikiCon 2017/Programmvorschläge.

Du möchtest ein interessantes Thema präsentieren, einen bestimmten Sachverhalt diskutieren oder anderen Wikipedianer*innen eine bestimmte Software näherbringen? Dann freuen wir uns über Deine Einreichung für die WikiCon!

Achtung: Die Einreichung von Programmpunkten erfolgt in diesem Jahr über einreichungen.wikicon.org, die Eintragung auf der verlinkten Wikipedia-Projektseite dient lediglich der Information der Community und ersetzt keineswegs die offizielle Einreichung. Programmpunkte, die nicht bis zum 30. Juni 2017 über einreichungen.wikicon.org eingereicht worden sind, werden leider nicht berücksichtigt werden können. DCB für das Orga-Team, 15.06.

Workshop zum digitalen Engagement am 23. Juni

Zielsetzung des Workshops von Wikimedia Deutschland und dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement ist es, offene Fragen zum digitalen Engagement zu identifizieren sowie die Relevanz und wissenschaftliche Umsetzbarkeit der Beantwortung der Fragen gemeinsam mit anderen Akteuren aus dem Engagementbereich zu bewerten. Zugesagt haben unter anderem bereits Fraunhofer FOKUS, betterplace lab, Vodafone Stiftung, Bertelsmann Stiftung, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Stiftung Bürgermut und Phineo. Aktive aus den Wikimedia-Projekten sind herzlich zum Workshop eingeladen. JF (WMDE), 14.6.

Halbzeit und ein zusätzliches Fotoziel

Der Schwarzwald hat es gerade noch geschafft: Er ist jetzt ein von der UNESCO anerkanntes Biosphärenreservat. Damit gibt es ein zusätzliches Ziel für den Fotowettbewerb Biosphärenreservate der UNESCO.

Obwohl weltweit dazu aufgerufen, ist die Beteiligung bisher kaum wahrzunehmen. Es gibt erst 77 Bilder. Aber die Wettbewerbszeit ist erst zur Hälfte vorbei. Vielleicht kommen ja noch einige Fotos aus dem Schwarzwald dazu, wünscht sich nf, 14.6.

WikiCon 2017: CfP

Eilmeldung: Nur noch bis morgen können Beiträge für das Programm der WikiCon 2017 eingereicht werden. Weiteres unter Wikipedia:WikiCon 2017/Programmvorschläge. H., 14.06.

Tippspiel WWE Money in the Bank

Das Tippspiel WWE geht in die nächste Runde, die neueste Ausgabe lässt sich hier finden. In der Verteilerliste, durch die man, wenn man sich eingetragen hat, durch den TaxonBot über neue Tippspiele informiert wird, lassen sich mittlerweile zehn Teilnehmer finden. Über noch mehr, freue ich mich, und natürlich lade ich auch zur Diskussion ein. Mupa, 12.06.

Die WikiEulenAcademy bittet um Nominierungen für die WikiEulen 2017

Für die Verleihung der WikiEule 2017 bittet die WikiEulenAcademy um eure Nominierungen. Die WikiEulen werden an Wikipedianerinnen und Wikipedianer in Würdigung ihrer vielfältigen Aktivitäten vergeben. Wer kennt sie besser als Ihr? Die Academy freut sich auf eure Unterstützung: welche Wikipedianer/in, welcher Fotograf/in oder Supportmitarbeiter/in, welcher Artikel oder welches Projekt aus den verschiedensten Tätigkeitsbereichen der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte sollte in deinen Augen die WikiEule 2017 erhalten und stellvertretend für das große Engagement und die vielen guten Ideen mit einer Eule geehrt werden? Bitte sende deine Vorschläge mit einer kurzen Begründung bis zum 8. Juli per WikiMail an die WikiEulenAcademy. Wir freuen uns auf eure Nominierungen. WikiEulenAcademy Bagoly 2 vonallal.png, 10.06.

Der Countdown läuft: „Technische Wünsche“ einreichen

Noch heute und morgen können alle, ob Technik-Experten oder nicht, Vorschläge einreichen, wie die Wikipedia in technischer Hinsicht verbessert werden kann. Die Abstimmung beginnt dann am 19. Juni. Hier entlang zur Umfrage „Technische Wünsche 2017“. js (wmde), 10.06.

Schweizer Archivtag 2017 in Bern

In Basel, Bern, Schaffhausen, Zürich und Zug fand am Freitag, 9. Juni 2017 der Schweizer Archivtag in Zusammenarbeit mit Wikipedianern statt. So konnten ausgewählte Archive in der breiten Öffentlichkeit, der Wissenschaft, verwandten Institutionen und Verbänden, aber auch bei den Geldgebern und Archivträgern bekannter gemacht werden.

Lesesaal PTT-Archiv

In Bern war das Archiv der ehemaligen PTT beim Bahnhof Köniz am 9. Juni an offen für Besucher. Die PTT (Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe) war zwischen 1928 und dem 1. Januar 1998 die staatliche Behörde für den Post-, Telefon- und Telefaxbetrieb in der Schweiz und in Liechtenstein. Die Nachfolge-Organisation ist einerseits die Swisscom und andererseits die Post. Das PTT-Archiv bewahrt auf 5000 Laufmetern Dokumente von 1849 bis 1997 und 2000 Laufmeter Bücher, Periodika und Zeitschriften auf. Der Vormittag war unter dem Titel «Oral-History Generationenworkshops: Wir die PTT» für Schulklassen buchbar. Ab Mittag war eine öffentliche Schreibwerkstatt an der Arbeit. Studierende des Seminars «Kommunikation im zweiten Weltkrieg» an der Uni Bern bearbeiteten und ergänzten Artikel in Wikipedia mit Unterstützung von erfahrenen Wikipedianern. Hadi gab für Interessierte eine Einführung in die Welt von Wikipedia und bei den Führungen wurden von den Archiv-Mitarbeitenden die Bestände präsentiert. Mit dem PTT-Archiv besteht eine gute Gelegenheit um sich über die Entwicklung der Postbetriebe in der Schweiz zu informieren und Wikipedia hat mit diesem Anlass neue Autoren gewonnen.ew, 6.6.

Wir brauchen mehr Banner!

Watt an der Nordseeküste

Von der Welt bisher völlig unbemerkt startete vor sechs Tagen der Fotowettbewerb Biosphärenreservate der UNESCO im Rahmen von Wiki Loves Earth. In der entsprechenden Fotokategorie sind genau achtzehn Bilder - und die sind alle von mir. Vielleicht gewinn ich auch mal etwas :-) .

Woran liegt es? Die Wettbewerbsseite gibt es in nur zehn Sprachen. Ist das das Problem? Oder doch das fehlende Banner als Hinweis?

Der Link zum Hochladen ist etwas versteckt (aber beschrieben): Auf der Weltkarte sein Schutzgebiet suchen. Die Positionen sind nicht sehr genau eingetragen, das Wattenmeer aus Schleswig-Holstein findet man im Jadebusen wieder... Nach Anklicken einer Markierung und Auswahl von Enter competition landet man im bekannten Upload Wizard.

Also auf, und hoch mit den Bildern nach commons! Bis zum 30. Juni ist noch Zeit. nf, 6.6.

WikiCon 2017: Forum des Freien Wissens

WikiCon 2017

Die WikiCon soll nicht nur aus Vorträgen, Diskussionen und Workshops für die Community bestehen – sie soll auch nach außen wirken, Interessierten einen Einblick in die vielfältigen Projekte geben und zum Mitmachen einladen. Daher soll dieses Jahr das Konzept eines offenen Forums im Foyer der WikiCon vom letzten Jahr wieder aufgegriffen werden. In diesem werden Anfängerkurse angeboten und es gibt Raum, Projekte zu präsentieren. Da nicht jeder die Zeit hat, einen Stand dauerhaft zu betreuen, möchten wir dieses Jahr anbieten, Themenecken mit der Vorstellung von Projekten, Stammtischen, Redaktionen und vielem mehr auf Plakaten einzurichten. Weitere Informationen gibt es auf der Projektseite Wikipedia:WikiCon 2017/Forum des Freien Wissens.

Außerdem soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass der Call for Papers noch läuft und Einreichungen zum Programm noch bis zum 15. Juni angenommen werden. Weiteres unter Wikipedia:WikiCon 2017/Programmvorschläge. d-k für das Orga-Team, 04.06.

Bannerbann?

Eben habe ich eine Bannermeldung weggeklickt. Welche, das weiß ich nicht. Eine Sekunde später fiel mir auf, dass ich sie noch nicht mal flüchtig gelesen, sondern mechanisch weggeklickt habe. Genau so, wie ich Einverständniserklärungen für Cookies mechanisch wegklicke oder Hinweise von Google, man könne sich doch bitte noch enger einwickeln lassen. Das könnte ein Indiz darauf sein, dass inzwischen etwas zu häufig Banner aktiviert werden. Für alle möglichen Sachen, die im Einzelnen sicher sehr ehrenwert sind und unsere Aufmerksamkeit verdienen … oder muss es heißen: unsere Aufmerksamkeit verdienen können sollten? Insgesamt und in der Masse erscheinen sie aber inzwischen entschieden zu häufig. Gefühlt. Aber um Gefühle geht es ja bzw. um das Resultat solchen Fühlens, nämlich die Reduktion von eigentlich erwünschter Aufmerksamkeit. Was tun? Vielleicht baut jemand ein Helferlein, das alles bis auf echte Brand- und Eilmeldungen wegfiltern kann? Aber muss dergleichen sein? Vielleicht hilft ein wenig mehr weise Selbstbeschränkung bei den zuständigen Personen. Wäre schön. WR, 4.6.

Mühlentag!

Britzer Mühle in Berlin

Am Pfingstmontag findet der Deutsche Mühlentag 2017 statt – traditionell eine gute Gelegenheit, um eine oder mehrere der geöffneten Mühlen zu besuchen: Gerne zusammen mit Familie und/oder Freunden sowie im Rahmen einer Radtour! Dabei könnten natürlich auch Fotos für Commons und vielleicht sogar der eine oder andere Wikipedia-Artikel zu einem Baudenkmal abfallen. Eine Liste der deutschlandweit mehr als 1000 teilnehmenden Wind- und Wassermühlen findet sich hier. O2, 3.6.

Letzte Konferenz in den Niederlanden!

Die Wikimedia Conferentie Nederland (WCN) findet auch im Jahr 2017 statt, und zwar am 4. November. Wer Interesse hat nach Utrecht zu kommen - Fragen gerne an mich (Ziko). Wir werden wieder mehrere englischsprachige Beiträge haben.

Bereits jetzt ist bekannt, dass es die letzte WCN sein wird, zumindest an diesem Ort. Das Gebäude wird umgebaut, und damit verschwindet auch unser altbekannter Konferenzort. Wir werden auf der Konferenz diskutieren, ob und wie wir die wichtigste Veranstaltung von Wikimedia Nederland weiterführen wollen. Z., 2.6.

Wikidata News: RfC zu Weiterleitungen

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Aktuell findet auf Wikidata ein RfC statt, ob Weiterleitungen unter Umständen mit Wikidata-Items verlinkt werden können, nachdem dieses Thema seit Jahren im ungeklärten Limbo verblieb. So ist es aktuell nicht möglich, eine Weiterleitung auf Wikidata zu verlinken, wird eine Seite allerdings nach der Verlinkung mit Wikidata zur Weiterleitung, bleibt die Verlinkung bestehen. Dies führte zu einer inkonsistenten Situation in diesem Bereich, die sich über ganz Wikidata erstreckt.

Es zeichnet sich eine kontroverse Abstimmung/Diskussion zwischen den Befürwortern und Gegnern einer solchen Änderung ab, wobei die meistverwendeten Argumente der Befürworter die Vorteile für Verlagerung von Interwiki-Verknüpfungen in diesem Fall auf Wikidata und die der Gegner der Verlust der 1:1-Verbindung Artikel/Wikidata-Objekt zu sein scheinen. Wer sich in dieser Debatte einbringen will, ist frei dies auf der entsprechenden RfC-Seite zu tun. Wann dieser endet, steht noch nicht fest.MGC, 30.5.

Tool-Vorstellung: „PrepBio

Schon seit einigen Jahren existiert ein neulich von mir entdecktes Tool namens „PrepBio“. Dieses Tool generiert anhand Wikidata-Daten einen halbautomatisch erstellten Wikipedia-Artikel inklusive Kategorien, Einleitung und dazugehöriger Infobox. Funktioniert derzeit nur bei Biografien und leider nur in der englischsprachigen Wikipedia. Der PrepBio zeigt aber, was in ein paar Jahren vielleicht auch die Zukunft hierzuwiki mithilfe von solchen Programmen sein könnte, sofern der Lsjbot uns nicht alle eh ersetzt. IP, 28.5.

Wikimedia Foundation veröffentlicht Finanzbericht: hohe Abfindungen für scheidende Führungskräfte

Die Wikimedia Foundation hat ihr 990-Formular für das Finanzjahr 2015–2016 veröffentlicht (siehe Ankündigung und Diskussion auf der Mailingliste).

Bemerkenswert: die hohen Abfindungen, die scheidende Führungskräfte im Kalenderjahr 2015 erhielten – „E. Moeller, $208,306, G. Young, $98,446, T. Gilbey, $80,000, and D. Sicore, $100,000.“

Lila Tretikov, die im Frühjahr 2016 ihren Job als Executive Director niederlegte, erhielt im Kalenderjahr 2015 keine Abfindung, sagt das Dokument. Das war auch naheliegend, denn ihr Rücktritt kam ja erst im Kalenderjahr darauf. Gleichzeitig weist das Dokument aber darauf hin, dass sie Anspruch auf eine solche Abfindung hat.

Die möglicherweise noch viel größere Summe, die Tretikov erhielt, wird dann wohl erst im Finanzbericht für das nächste Jahr erscheinen. Die WMF sagt in ihrem FAQ, sie wird zu den Abfindungen und den sie umgebenden Umständen keine weiteren Stellungnahmen veröffentlichen. AK, 26.5.

Umfrage „Technische Wünsche“ startet am Montag

Welche Funktionen sind in der Wikipedia zu umständlich? Welche Werkzeuge fehlen, um gut arbeiten zu können? Am 29. Mai startet die dritte Umfrage „Technische Wünsche“, die herausfinden möchte, wo in technischer Hinsicht der Schuh drückt. Die Top-Wünsche dieser Umfrage werden vom Team der Softwareentwicklung bei Wikimedia Deutschland bei Machbarkeit umgesetzt. Jeder ist herzlich eingeladen, Vorschläge einzubringen. Besondere technische Kenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Parallel zum Umfragebeginn startet auch die Workshopreihe Tech on Tour, bei der es in diesem Jahr vor allem um das gemeinsame Formulieren von Wünschen gehen wird.

Über zahlreiche Beteiligung freut sich das Team „Technische Wünsche“! js (wmde), 26.5.

Durch Warten zum Erfolg

Der 37. WBW ist zuende und wieder wurden waschkörbeweise Wartungsbausteine weggeschafft. 34 Mitstreiter haben in über 700 Artikeln Lücken beseitigt, Quellen ergänzt und sonstige Mängel behoben. Und nebenbei gab es dafür noch Pokale und Medaillen. Erstmals gewannen Ronomu, Toni und Harro in dieser Zusammensetzung den Goldpokal. Neu auf dem Podest war Tommes, der mit Josy im Team Platz 2 belegte. Gripweed festigte mit dem dritten Platz zusammen mit Flominator und Wikijunkie seine Führung in der ewigen Bestenliste. Zum dritten Mal holte sich Filmexpertin Goldmull die Goldmedaille in der Einzelwertung. XanonymusX und Willi belegten die Plätze zwei und drei. Glückwunsch auch an alle anderen Teilnehmer, die Wikipedia-Leser danken es euch. Es würde mich freuen, wenn wir uns im August wiedersehen. (Wenn ihr über den nächsten WBW informiert werden wollt, tragt euch hier ein.) HvW 24.05.

Wir haben (wieder) ein Schiedsgericht

Die 21. Wahl zum Schiedsgericht der deutschsprachigen Wikipedia war sicherlich eine besondere, gab es doch nach mehreren Rücktritten im vergangenen November (der Kurier berichtete) nur noch vier Schiedsrichter, und das Gremium zur Lösung von Konflikten zwischen Benutzern war nicht mehr arbeitsfähig.

Würden genug KandidatInnen antreten? Sind diese auch wählbar? Das fragte sich manch WikipedianerIn im Vorfeld.
Letztlich gab es 22 BenutzerInnen, die sich zur Wahl stellten, von denen zwei die Kandidatur abbrachen. 513 stimmberechtigte BenutzerInnen verteilten insgesamt 4714 Stimmen (davon 4242 Pro oder Kontra) mit dem Ergebnis, dass fünf Personen für ein Jahr und vier Personen für sechs Monate ins Schiedsgericht gewählt wurden. Der Kurier gratuliert Codc, DerMaxdorfer, Freddy2001, Grueslayer und Mautpreller (einjährige Schiedrichter) sowie den Schiedsrichtern auf sechs Monate -jkb-, Helfmann, Ghilt und Ziko, die zusammen mit Ali1610 und Man77 ab dem 1. Juni das nun elfköpfige Gremium bilden. Weitere Details zu den Ergebnissen auf der Wahlseite. Der Kurier wünscht Euch eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der Wikipedia! mh, 23.5.

Magic Links? Bequem, aber weg damit!

Wir sind sie alle seit Jahren gewohnt, etwa ISBN 978-3-280-01473-8, doch nun steht das Aus für diese enorme Erleichterung bevor? Warum? Die Entwickler halten die Funktion für zu aufwendig zu warten und wollen sie aus dem Code entfernt haben. Ein Request for Comment auf Meta blieb in der hiesigen Community quasi unbemerkt, und die vorlagenverliebte englische Community ist sogar begeistert davon, künftig {{ISBN|978-3-280-01473-8}} zu setzen, und so läuft in der EN:WP bereits seit Tagen ein Bot heiß.

Ich halte dieses Vorhaben für eine gänzlich bescheuerte Idee: Editwars darüber, ob eine ISBN an einem bestimmten Ort zu verlinken sei, sind schon jetzt vorporgrammiert, nervig ist auch, wenn Benutzer diese Vorlage vergessen zu oder absichtlich nicht setzen, und wahrscheinlich werden wir regelmäßige Botläufe brauchen, die vergessene oder entfernte Vorlageneinbindungen (wieder-) herstellen. Für mich eine Bestätigung dafür, daß man eigentlich die Entwickler von Entscheidungen fernhalten muß, die Arbeitsweisen der Community betreffen, aber von was träume ich nachts.

Dasselbe Schicksal ist übrigens auch den Magic Links PMID und RfC vorbestimmt: sie werden verschwinden, und es braucht Vorlage:ISBN, Vorlage:PMID und Vorlage:RfC. MaB, 23.5.

QS im Portal:Radsport: Zu zweit allein

Ich habe gerade mal nachgeschaut: Vor rund vier Jahren haben wir im Portal:Radsport begonnen, systematisch biographische Artikel von Radsportlern zu überarbeiten und zu aktualisieren. Optimistischerweise dachten wir, wir könnten das in einigen Monaten erledigen – das war eine Illusion. Obwohl wir stetig daran arbeiten, haben wir bisher nur etwas mehr als die Hälfte dessen geschafft, was wir uns vorgenommen hatten. Natürlich sind inzwischen auch viele Radsportler „nachgewachsen“. Ich möchte da insbesondere RikVII danken, der einer dieser stillen Wikipedianer ist, der fleißig seine „Arbeit“ macht, ohne (wie ich :-) ), auf Meta aufzufallen. Trotz diverser Versuche, weitere Mitarbeiter anzuwerben, sind wir bei dieser systematischen Nacharbeit momentan mehr oder weniger zu zweit allein. Aber wir geben nicht auf! Helfer und Unterstützer sind natürlich weiterhin willkommen! Ni., 21.5.

Wahl der Community-Vertreter im Kuratorium der Wikimedia Foundation

Das Ergebnis der Wahl, an der sich 5.120 Wikipedianer aus 170 Wikis beteiligten, liegt vor: Gewählt wurden María Sefidari (User:Raystorm), Dariusz Jemielniak (User:pundit) und James Heilman (User:Doc James). Letzterer war bereits einmal kurzzeitig Kuratoriumsmitglied, wurde aber am 28. Dezember 2015 – gegen das Votum von Jemielniak – seines Amtes enthoben (der Kurier berichtete). Sefidari war daraufhin für ihn in das Gremium nachgerückt. Eine durchaus spannende Konstellation für die im August beginnende neue Amtszeit. S64, 21.5.

Erster Weltkrieg Transcribathon

Einladung der Staatsbibliothek Berlin zum Europeana Transcribathon 1914-1918. Wettbewerb für Wikipedianer, Wikidata und Wikisource Community, Freiwillige des Freien Wissens und darüber hinaus. Termin 22. und 23. Juni in Berlin. Weitere Information hier. BF (WMDE), 19.5.

The Celtic Knot: Wikipedia Language Conference

Celtic Knot Wiki Conference - logo.png

Die Universität Edinburgh und Wikimedia UK veranstalten am 6. Juli die Konferenz The Celtic Knot: Wikipedia Language Conference, in der es um „Celtic & Indigenous Languages“ in der Wikipedia und darüber hinaus geht. Das Programm ist mittlerweile online und auch die Anmeldung ist gestartet worden. H., 17.5.

Tippspiel WWE Backlash

Weiter geht’s mit dem nächsten Tippspiel zu einer WWE-Großveranstaltung! Dieses lässt sich hier finden. Vielleicht ein kleiner zusätzlicher Anreiz, mitzumachen: Es gibt jetzt eine Jahresrangliste, in die alle Ergebnisse von Tippspielen aus den letzten zwölf Monaten miteinfließen. Da könnte Motivation da sein, in dieser an die Spitze zu kommen :-) . Über eine rege Beteiligung würde ich mich freuen und natürlich lade ich auch zur Diskussion ein! Mupa, 16.5.

Tool secWatch: Benachrichtigung bei neuen Diskussionsbeiträgen

Ich möchte auf das fantastische Tool secWatch aufmerksam machen. Dieses informiert einen wie eine Beobachtungsliste über neue Diskussionsbeiträge in Diskussionsabschnitten, in denen man sich beteiligt hat. Das erleichtert es beispielsweise sehr, auch ältere Diskussionen nicht aus den Augen zu verlieren, auch wenn man nicht per Ping benachrichtigt wird: sec.Watch beobachtet vollautomatisch alle Diskussionsabschnitte, in denen bereits ein eigener Beitrag mit Signatur verfasst wurde. Sobald ein anderer Benutzer diese Abschnitte verändert oder ergänzt, wird man auf einer personalisierten Beobachtungsliste live darüber informiert. Änderungen auf der Seite, z.B. in anderen Diskussionsabschnitten, werden nicht berücksichtigt. Aktuell noch im Beta-Stadium kann man sich gerne am Test beteiligen! Zulu55, 16.5.

Text in mobiler Wikipedia aus Wikidata

Hab gerade gelernt, dass der Text unter dem Lemma bei der mobilen Wikipedia (WP) aus Wikidata (WD) kommt. Das war mir neu und ich glaube, evtl. einigen Kolleginnen und Kollegen auch. So stand beim Hamburger Hafen in der Mobilversion unter dem Lemma der Text „Hafen in Hamburg“ (achwas?), der vermutlich mal „irgendwie“ eingegeben wurde, aber sicher nicht im Bewusstsein einer so prominenten Anzeige im Artikel. Der Text wurde jetzt übrigens in Wikidata geändert in „offener Tidehafen an der Unterelbe in Hamburg“, immerhin besser als vorher. Wenn der Textmix aus WD und WP so bleiben soll, müsste das vermutlich deutlich kommuniziert werden, damit die WP-Autoren „ihre“ Artikel auch mal in der Mobilversion ansehen und ggf. den Text in WD überarbeiten. Um auf einem Desktopcomputer die mobile Variante zu sehen, muss man in der Browserzeile in das https://de.wikipedia.org/wiki ein „m“ einfügen: https://de.m.wikipedia.org/wiki Dann wird die Beschreibung aus Wikidata angezeigt. Hab’s auch bei WP:Verbesserungsvorschläge gepostet, aber da kommen wohl nicht so viele Kollegen vorbei. (Pk, 13.05.)
Der Kurier berichtete bereits hier und hier.

WTF ist Batavia, New York?

Bislang ist Batavia (New York) vor allem ein Rotlink in der Begriffsklärungsseite Batavia und ein falscher dazu, da es im Bundesstaat New York zwei kommunale Einheiten gibt, die Batavia heißen: die Town of Batavia und die City of Batavia; sie sind als Batavia (Town, New York) und Batavia (City, New York) zu lemmatisieren. Daß dies bisher nicht der Fall ist, ist der Tatsache zu verdanken, daß in der Frühphase dieses Projektes es an Expertise über die verschiedenen Kommunalformen fehlte, die in Nordamerika und speziell Neuengland vorhanden sind. Mit den Gegebenheiten in DACH ist das kaum vergleichbar. Man stelle sich vor, die heutigen Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis gäbe es alle nicht, sondern der Landkreis wäre in ein Dutzend Verbandsgemeinden unterteilt, von denen eine das Gebiet von Dossenheim, Ladenburg und Edingen-Neckarhausen umfassen würde und die zufällig auch Heidelberg hieße, wie die nichtkreisangehörige Stadt Heidelberg. In New York ist dies allerdings kein Einzelfall, sondern kommt viele hundert Male vor.

Dem einen oder anderen sind solche Lemmaaufteilungen hin und wieder schon einmal auf seiner Beobachtungsliste begegnet. Doch geschah dies eher selten und eher zufällig, weil die Korrektur eher nachrangig erfolgte, etwa wenn ein fehlender Townartikel angelegt wurde. In der nächsten Zeit wird das häufiger der Fall sein, weil die Liste der Towns im Bundesstaat New York zur Generalsanierung ansteht. Das ist eine „Altliste“, die vor einer halben Ewigkeit angelegt wurde und schon lange nicht mehr dem entspricht, was wir uns unter einer Liste vorstellen. Zum einen handelt es sich (noch) um eine reine alphabetische Lemmaliste, zum anderen hat man bei der Erstellung nur die größeren Towns berücksichtigt, die Town of Batavia fehlte bislang aus diesem Grund. Warum das so ist? Hier dürfte ein typischer Eindeutschungsfehler aus der Anfangszeit hereinspielen: man übersetzt gerne sowohl City als auch Town mit Stadt, und Städte mit weniger als 2000 Einwohnern erschienen zu unbedeutend, um in eine solche Liste aufgenommen zu werden. Daß die Towns in New York eigentlich Townships sind, wurde dabei übersehen. MaB, 12.5.

Tipp-Spiel zur Tourist Trophy

Es geht wieder los – am 3. Juni geht die 98. Tourist Trophy an den Start. Wer wird das älteste und vermutlich gefährlichste Motorradrennen der Welt für sich entscheiden? Die Qualifyings starten am 27. Mai und laufen bis zum 2. Juni. Du bist herzlich eingeladen Deinen Tipp abzugeben und noch sehr viel mehr eingeladen Dich an den Artikeln rund um das Rennen (und andere Straßenrennen) mit einzubringen. (Elmie - Kennst Du schon mein Tippspiel?)

Fernsehdebatte der KuratoriumskandidatInnen

Im Rahmen der aktuell laufenden Wahl zum Kuratorium findet am 7. Mai nachmittags um 17:00 Uhr UTC (19:00 Uhr MESZ) eine live übertragene Diskussion mit 8 der 9 KandidatInnen statt. Die Veranstaltung wird auf YouTube übertragen, und findet parallel auch im IRC statt (#wikimedia-office IRC-Kanal auf Freenode). (, 7.5.)

Familienzuwachs

Unter dem Kürzel dty haben nun auch die etwa 790.000 Sprecher der in Nepal verbreiteten Sprache Doteli ihre eigene freie Enzyklopädie. Mit derzeit 2943 Artikeln startete die Dotelisprachige Wikipedia aus dem Inkubator heraus und erreichte nach der Artikelzahl Platz 200 unter den jetzt 296 Sprachversionen.(O2, 03.05.)

OER-Camps zu freien Bildungsmaterialien

Dieses Jahr finden gleich mehrere Open Educational Resources (OER)-Camps zum Thema freie Bildungsmaterialien statt. Dies sind Lerninhalte, die wie die Inhalte der Wikipedia unter einer freien Lizenz stehen und somit frei verbreitet, verarbeitet, verwendet und auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können. Die kommenden Termine sind:

  • Köln: 12./13.05.2017
  • Hamburg: 23./24.06.2017
  • Berlin: Herbst 2017

Alle Informationen zu den OER-Camps findet ihr auf http://www.oercamp.de/ (SK, 03.05)

Einladung zum Wikimania-Vortreffen und zur -Mailingliste

Wikimedia Deutschland lädt herzlich alle an der Wikimania 2017 Teilnehmenden oder Interessierten zum Vortreffen am 10. und 11. Juni 2017 in die Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland ein. Angesprochen sind alle Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Deutschland, Hauptamtliche von Wikimedia-Deutschland sowie alle weiteren Wikimania-Teilnehmenden, die ihre Teilnahme an der Konferenz gern gemeinschaftlich vorbereiten und abstimmen wollen. Es wird ein Infoprogramm über die Wikimania an sich und ihre Geschichte nebst Ausblick auf die 2017er-Konferenz, Vorträge zu Strukturen und Menschen im Wikiversum, einen vorläufigen Programmüberblick sowie den Austausch zwischen erfahrenen und neuen Wikimania-Teilnehmenden geben, darüber hinaus geht ein Teil der Veranstaltung insbesondere auf die inhaltlichen Interessen der Stipendiatinnen und Stipendiaten in Überschneidung mit den Jahresplanschwerpunkten von Wikimedia Deutschland ein. Da mehrere Stipendiaten keine deutschen Muttersprachler sind, werden größere Teile der Veranstaltung auf Englisch stattfinden. Um Anmeldung auf Wikipedia:Wikimania 2017/Vortreffen wird gebeten, Reisekosten werden von Wikimedia Deutschland im üblichen Rahmen übernommen. Für den Austausch und zur Vorbereitung der Konferenz wurde darüber hinaus eine Mailingliste angelegt, die von allen Interessierten genutzt werden kann. (MR(WMDE), 03.05.)

Schreibwerkstatt ohne Ecken… aber mit viel Kunst

Wenn es gut läuft, wird es eine runde Sache! Bei der für Juli 2017 geplanten Station von GLAM-on-Tour in Wuppertal wird die runde Sache sicher nicht am Ort scheitern, denn Ecken gibt es in der Villa Herberts kaum. Nicht nur das Haus ist ein ungewöhnlicher Ort, auch der umgebende Park birgt Überraschungen. Der Name Waldfrieden mag Assoziationen zu einem röhrenden Hirsch wecken, aber die ausgestellten Werke im Skulpturenpark Waldfrieden sind davon weit entfernt. Zu sehen gibt es dort neben Arbeiten des in Wuppertal lebenden Bildhauers Tony Cragg weitere Werke von namhaften Künstlern der Moderne und Gegenwart. Wir wollen das Wochenende nutzten um Villa, Park und Kunstwerke kennenzulernen und in einer Schreibwerkstatt bestehende Artikel zum Themenkreis moderne Skulptur in der Wikipedia zu verbessern, auszubauen und neue Artikel anlegen. Nach der erfolgreichen Station 2015 im Wuppertaler Von der Heydt-Museum gibt es nun die Gelegenheit zur Fortsetzung im sommerlichen Park über der Wupper. Wer dazu Lust hat, ist herzlich willkommen. Weitere Informationen gibt es auf der Projektseite.(Atamari & Rlb für das Orga-Team, 03.05.)

Alles neu macht der Mai: Jetzt anmelden beim Wartungsbausteinwettbewerb Frühling 2017!

Alle, die nicht genug vom Frühjahrsputz bekommen, können sich wieder an der neusten Ausgabe des Wartungsbausteinwettbewerbs beteiligen. In allen Bereichen tragen die unterschiedlichsten Artikel einen Wartungsbaustein und vierteljährlich treffen sich Wikipedianer zu einem Wettbewerb, um im Team oder alleine Artikel zu verbessern und auszubauen. Und das seit Jahren mit großem Erfolg, wie die Statistik zeigt. Am 7. Mai 2017 geht es los, zwei Wochen dauert das fröhliche Ausbessern der Baustellen. Nur Mut, jeder einzelne verbesserte Artikel hilft, von daher habt keine Scheu euch einzutragen und macht mit. Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

Aus aktuellem Anlass gibt es dieses Mal Bonuspunkte für Artikel aus den Bereichen Türkei und Frankreich sowie natürlich wieder für Altbausteine. Zeigen wir Erdoğan, wie enzyklopädisches Arbeiten aussieht und uns kein Verbot klein kriegt. (Tkkrd, Gripweed und Toni, 02.05.)

Der Countdown läuft!

Zwischen der englischen Wikipedia und der Cebuano-Wikipedia trennten Anfang Mai 2017 nur noch ungefähr eine Million Artikel. Dank dem Lsjbot werden in der Cebuano-Wikipedia täglich massenweise botgenerierte Artikel über Tierarten und geographische Objekte erstellt. Mittlerweile kommen auf geschätzte 18 Millionen Cebuano-Muttersprachler rund 4,3 Millionen Artikel-Stubs. In den letzten 16 Monaten hatte der Bot laut hier durchschnittlich 140.000 Artikel im Monat erstellt, damit wird vermutlich Anfang 2018 die cebuanosprachige Wikipedia den ersten Platz der (nach Artikelanzahl) größten Wikipedia-Sprachversionen belegen und damit die englische Wikipedia erstmals in ihrer Geschichte vom Thron stoßen. (IP, 02.05.)

WikiCon 2017: Call for papers gestartet

WikiCon 2017

Eine WikiCon möchte mit Leben gefüllt werden: Es soll ein inhaltlicher Austausch der Teilnehmenden untereinander stattfinden. Um diesen möglich zu machen, ist das Organisationsteam auf Programmeinreichungen der Teilnehmenden – also aus der Community – angewiesen. Diese sind ab sofort bis zum 15. Juni 2017 möglich. Konkrete Informationen zu den Details des Call for papers und der diesjährigen Programmgestaltung gibt es auf der Projektseite Wikipedia:WikiCon 2017/Programmvorschläge.

Achtung: Die Einreichung von Programmpunkten erfolgt in diesem Jahr über die Seite einreichungen.wikicon.org mit der Software frab. Die Eintragung auf der Wikipedia-Projektseite dient lediglich der Information der Community und ersetzt keineswegs die offizielle Einreichung. Programmpunkte, die nicht bis zum 15. Juni 2017 über einreichungen.wikicon.org eingereicht worden sind, können wir leider nicht berücksichtigen. (DCB für das Orga-Team, 01.05.)