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25.06. Wikipedia Aachen – Exkursion nach Vaals
Heute Offener Sonntag WikiWedding
27.06. Wikipedia-Sprechstunde in der Schiller-Bibliothek in Berlin-Wedding
28.06. 116. Stammtisch Dresden
30.06. Wikipedia-Sprechstunde in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
30.06. 1. Wikipedia-Workshop im WikiMUC in München

01.07.
03.07.
Wikipedia:GLAM/Deutsches Museum Bonn in Bonn
01.07. Kurpfalz-Stammtisch in Schwetzingen
02.07. Treffen von WP:Thüringen, WP:Unterfranken und P:Rhön in Meiningen
03.07. Offener Sonntag WikiWedding
03.07. Fototour Bahnhof Weißenstein in Pforzheim-Dillweißenstein
04.07. Wikipedia-Sprechstunde in der Schiller-Bibliothek in Berlin-Wedding
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Wikimedia:Woche 25/2016 (23.06.) | Wikimedia:Archiv
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Lernen, lernen, nochmals lernen (Lenin)

(aus: Die kleinen Freuden eines Wikipedianers)

Neulich wurde ich auf die Diskussionsseite des Artikels Fritz Erler gerufen. Dort war ein Detail zu klären. Ich griff darum zur maßgeblichen Biografie über den Politiker. Mit ihrer Hilfe und vor allem durch die Korrespondenz mit dem Biografen war die Einordnung jener Einzelheit möglich. Dass Fachwissenschaftler antworten, wenn Wikipedianer Fragen stellen, erlebe ich nicht zum ersten Mal.

Der „Fall Erler“ machte mich auf einen Mann aufmerksam, der vergessen ist. Und das, obwohl er für seine Schicksalsgenossen von großer Bedeutung war: Auf Hans Glaser, einen Kameraden Erlers. Die Nationalsozialisten wollten Glaser, dem Kommunisten, das Leben zur Hölle machen, durch KZ-Haft. Es gelang ihnen nicht. Im Gegenteil: Glaser gründete und lenkte die „Mooruniversität“. Außerdem schuf er einen Katechismus, an den sich Hoffnung auf bessere Zeiten knüpfte. Viele Häftlinge lernten die Lehrsätze auswendig. Das gab Kraft zum Überleben – vielleicht ganz ähnlich wie das Lied von den Moorsoldaten. Glaser selbst überstand die NS-Zeit nicht. Er fiel als Soldat in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges.

In der Mooruniversität ging es um Wissen, das Kraft gibt. Unseren Lesern schulden wir nicht Überlebenshilfe, sondern gesicherte Informationen. Selbst wenn man das Wenige, das über Glaser zu finden ist, zusammenträgt und sortiert, ist das möglich. Jetzt ist er für jeden PC, für jedes Tablet und für jedes Smartphone erreichbar – und dem Vergessen entrissen.

Auch für den Autor, in diesem Fall für mich, fällt bei der oft mühsamen Recherche- und Schreibarbeit etwas ab: Er lernt. Das ist das große Geschenk der Wikipedia an ihre Autoren. AC, 24.6.

WikiCities - eine Idee von der Wikimania 2016

Bereits vor Beginn der eigentlichen Konferenz entstand am Rande eines Workshops zum Thema "engaging local Wikipedians" eine Idee, die viel Potential hat, die Wikimedia-Bewegung weiter zu bringen. DerHexer hatte nicht nur VertreterInnen der lokalen Stützpunkte in Deutschland zu diesem Talk geladen, sondern auch RepräsentantInnen von Projekten in anderen europäischen Ländern, aus Bangladesch und zwei VertreterInnen des meta:Kumusha Bus Projektes.

In der Diskussion wurde schnell deutlich, dass die Projekte in Afrika und Bangladesch mit ganz anderen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, als die in Europa. Meine spontane Idee, bestehende Städtepartnerschaften zu nutzen, um hier Unterstützung anzubieten und Austausch zu ermöglichen, fand Anklang und das Projekt meta:WikiCities war geboren. Noch ist das Projekt nur eine Idee - Ihr alle könnt dazu beitragen, es tatsächlich zum Leben zu erwecken.

Alle lokalen Communities sind herzlich eingeladen, Ideen zu entwickeln, wie sie bestehende Partnerschaften für die Wikipedia nutzen und gestalten können. Vielleicht gibt es sogar Ideen, neue Partnerschaften anzustossen. Die Aktivitäten könnten mit Edit-a-thons zu den Partnerstädten beginnen (meist haben die Gemeindebibliotheken vergleichsweise viel Literatur). Einfach zu organisieren wären sicher auch Treffen mit Teilnehmenden bereits bestehender Austauschprogramme. Mit eigenen Austauschprogrammen könnten dann auch WikipedianerInnen die Partnerstädte besuchen und gezielt Kooperationspartner von dort einladen. BürgerInnen der eigenen Heimatstadt, die bereits in Aktivitäten rund um die Städtepartnerschaft eingebunden sind, könnten ermutigt werden, ihr Wissen und ihre Fotos in die Wikimedia-Projekte einzubringen. Und nicht zuletzt könnten WikipedianerInnen aus Deutschland in den direkten Austausch mit Communities treten, die ein ganz anderes Wissen haben, das vielfach in allen Wikipediaprojekten noch unterrepräsentiert ist.

(Kri, 24.6.2016)

WikiCon Region Stuttgart – Abgabefrist für Programmbeiträge verlängert bis 15. Juli

Logo WikiCon 2016.png

Du hast einen interessanten Beitrag für die WikiCon (16. bis 18. September 2016) in petto, brauchst aber noch ein paar Tage, um an Deinem Konzept zu feilen? Dann haben wir eine gute Nachricht für Dich: Die Abgabefrist ist verlängert bis 15. Juli 2016.

Bitte zögere jedoch nicht, Deinen Beitrag früher einzureichen, falls Du eher fertig wirst. Du erleichterst damit dem Programmteam und den Beiräten die Arbeit. Auch für Dich selbst ist eine frühere Abgabe vorteilhaft, falls wir Rückfragen haben. Der 15. Juli ist nun der späteste Termin, den wir verantworten können. Das Einreichungsformular findest du hier. Weitere Informationen findest du auf der WikiCon-Programmseite.

Für das WikiCon-Team Region Stuttgart: MP und Wnme, 23.6.

Gerichtsurteil zur Reproduktion alter Werke: Wikimedia Foundation verliert gegen Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen (REM)

Cäsar Willichs Portrait von Richard Wagner, aber nicht durch das REM fotografiert!

Aufmerksame LeserInnen des Pressespiegels wissen es schon: das Landgericht Berlin hat geurteilt, dass es sich bei der Digitalisierung von diesen 17 Bildern nicht um bloße Reproduktionen handelt, sondern, dass diese von einem Profi angefertigten Werke Lichtbild-Schutz genießen. Das Gericht (Aktenzeichen: 15 O 428/15, Urteil im Volltext), formulierte: „Gerade die damit verbundene aufwendige handwerklich-technische Leistung ist durch den Lichtbilderschutz zu schützen“. Das bedeutet: ein Bild des Malers Cäsar Willich, der mit einem Todesjahr von 1886 eindeutig und deutlich länger als die erforderlichen 70 Jahre tot ist, kann nicht als gemeinfrei für alle Zwecke (ja, auch kommerzielle) genutzt werden, sondern nur mit Erlaubnis des Mannheimer Museums, das seinen Hausfotograf Jean Christen damit beauftragt hatte.

Die unterlegene Wikimedia Foundation (WMF), Betreiberin der Wikipedien wie ihres Medienspeichers Wikimedia Commons, sieht das naturgemäß anders, wie in einem übersetzten Blogpost bei Wikimedia Deutschland (WMDE) nachzulesen ist. Den deutschen Förderverein hatte das Museum übrigens gleich mitverklagt; diese Klage wurde jedoch abgewiesen, weil WMDE rechtlich nicht für die Inhalte auf Wikimedia Commons verantwortlich sei. Wie es im Verfahren um den hochladenden Wikipedianer steht, der in Stuttgart vor Gericht steht, war zunächst nicht zu erfahren. Weil die WMF „der festen Überzeugung (ist), im Recht zu sein“ wird sie beim Kammergericht Berlin Rechtsmittel einlegen, was bis zu einem letztinstanzlichen Urteil durch den Bundesgerichtshof (BGH) führen könnte.

Was passiert bis dahin mit den Bildern? Hierzu sagt die WMF, „dass die Entscheidung, ob die betroffenen Bilder weiterhin in Commons verbleiben sollen, in der Community liegt. Wie auch immer sich die Community in diesem Fall entscheiden wird, wird die WMF sie darin unterstützen.“ Bis dahin wurden die Bilder mit einer Warnbox versehen.
Wer sich tiefer in die Thematik einlesen will, sei diese Zusammenstellung von Pajz an's Herz gelegt. mh, 22.6.

Der WLE-Naturkundelehrpfad

WLE Austria Logo.svg

Bis zum kommenden Sonntag, den 26. Juni, besteht noch die Möglichkeit mit Hilfe des WLE-Vorjury-Tools virtuell einen Spaziergang durch die vier Jahreszeiten zu unternehmen. Entgegen manchem Zweifler oder gar Widersacher bewährt sich dieses von WMAT übernommene Werkzeug zum zweiten Mal, nach WLM 2015, auch in Deutschland und bietet mit rund 18 Tausend Fotos einen wahren Naturkundelehrpfad durch die Schutzgebiete mit ihrer vielfältigen Flora und Fauna.

Man kann online herrliche Sonnenuntergänge genießen, sich an Info-Tafeln bilden oder im Freundes- und Familienkreis Ratespiele veranstalten. Oder sich einen bunten Waldblumenstrauß binden, den Libellen, Schmetterlingen und Fröschen bei ihrem Liebesspiel zusehen … oder einfach der Jury, die Anfang Juli in Fulda das Endergebnis bestimmen wird, die Arbeit erleichtern und Spreu vom Weizen trennen helfen.

Auf der Suche nach der Eule

Schön ist es auch zu sehen, wie die 850 WLE-Neulinge mit ihren Fotos auf Commons unsere Wikimedia-Welt bereichern. Darunter sind wahre Experten für Fotografie und Biologie gleichermaßen.

Ich kann gut verstehen, dass mancher vor lauter Bäumen den Wald mit seiner Farbenpracht und Lebendigkeit, den beeindruckenden Felsformationen und Geotopen, Pflanzen und Tieren nicht sieht. Und sicherlich muss man Geduld und Neugier aufbringen, um diese Schätze erkennen zu können, oder man darf auch manchmal die Augen schließen, die Stirn runzeln oder den Kopf schütteln hinsichtlich der Qualität.

… oder dem Seeadler

Stolz können wir darauf sein, dass es mit diesem Tool gelingt, auf benutzerfreundliche Weise die Community in den Bewertungsprozess einzubeziehen. Jeder aktive Wiki(p/m)edianer kann mitmachen. Bislang wurden zu den 18 Tausend Fotos von 37 Teilnehmern 129 Tausend Bewertungen abgegeben, im Durchschnitt sind das 7,11 pro Foto.

In Österreich wurde dieser Vorjury-Prozess bereits abgeschlossen. Rund 21 Tausend Bewertungen wurden zu den 1900 Fotos von 20 Teilnehmern vorgenommen. Das Zwischenergebnis, das der Hauptjury vorgelegt wurde, ist bereits online als Bildergalerie mit ca. 500 Foto zu sehen. Auch an dieser Transparenz kann sich Deutschland eine Scheibe abschneiden.

Ein jeder kann gespannt sein und sich darauf freuen, wenn im Juli die Endergebnisse der Hauptjury und sicherlich auch noch die eine oder andere Dokumentation zu unterschiedlichen Motiven veröffentlicht werden. Und wer Lust hat bis Sonntag noch mitzuwirken: Hier eintragen und das Passwort abwarten. Viel Spaß! (bg, 22.6.2016)

Lua – die dunkle Seite der Medaille

Um es vorwegzunehmen: Die Skriptsprache Lua zur Programmierung von Vorlagen hat ihre Vorteile, aber um die soll es hier nicht gehen, dafür habe ich nicht das Wissen, und Ottonormaluser bemerkt diese Vorteile auch gar nicht. Dieser Beitrag ist somit wieder einmal einer, der sich mit dem Negativen in der Wikipedia auseinandersetzt.

Als ich 2006 hier anfing, herrschte eine regelrechte Aversion gegen alles, was mit Vorlage: anfing, und die Leute in der Vorlagenwerkstatt waren mehr damit befaßt, ihre Arbeiten in der Löschhölle zu verteidigen, statt an Vorlagen zu arbeiten. Wenn man damals eine Vorlage brauchte, klaute man sie eben aus der EN:WP, übersetzte gegebenenfalls die Syntax und paßte den Output wie gewünscht an. So machte ich es einst mit Vorlage:Infobox Brücke. Meine Kenntnisse der Vorlagenprogrammierung waren rudimentär und der Rest basierte auf Fähigkeiten, die ich mir beim Patchen alter englischer Shareware unter MS-DOS 5 erworben habe, um deren Arbeitsoberflächen einzudeutschen. Wie man sieht, war der Weg praktikabel, und die Vorlage:Infobox Brücke erfreut sich allgemeiner Beliebtheit bei den Autoren von Brückenartikeln. Und so wie ich haben das viele gemacht; vielen Infoboxen merkt man ihre Herkunft aus der englischsprachigen Wikipedia noch heute an, übrigens nicht nur dann, wenn aus Kompatibilitätsgründen die Parameter nicht eingedeutscht wurden.

Meine Fähigkeiten haben sich im Laufe der Jahre etwas verbessert, If-Konstruktionen und Switches kriege ich inzwischen hin, wenn ich wo abtippen kann :-)  doch das Klauen aus EN funktioniert immer seltener. Warum? Die Antwort heißt Lua, und Lua heißt, daß sich nur eine Handvoll Benutzer in der DE:WP damit auskennen. Und die sind so ziemlich alles, was die Kollaboration mit ihnen erschwert, allen voran zum einen hoffnungslos überlastet und zum anderen Gegner von allem, was nicht hier entwickelt wurde. Tatsächlich macht Lua die internationale Zusammenarbeit schwerer. Du schreibst Artikel über eine in Deutschland obskure Sportart, bist Betreuer eines exotischen Länderportals oder befaßt dich mit Artikeln zu Wahlkreisen in fremden Ländern und willst mal eben die englische Infobox übernehmen? Wenn du Glück hast, wurde sie in EN noch nicht auf die Modultechnik umgestellt. Ansonsten hast du Pech. Vorlage:Infobox Kongresswahlbezirk in den Vereinigten Staaten konnte ich vor einigen Jahren noch problemlos übernehmen, gescheitert bin ich nun an der Template:Infobox UK Parliament constituency.

Und natürlich gehe ich nicht hin in die Vorlagenwerkstatt und bitte um eine solche Vorlage. Warum? Weil ich dann sichergehen kann, daß die Vorlage nicht so ausfällt wie ich mir das vorstelle. Ich will nämlich nicht, daß ich jeden Parameter einzeln per Copy + Paste übertragen muß, nur weil ein Besserwisser der Auffassung war, er müsse durchsetzen, daß DE-Vorlagen keine englischsprachigen Parameter verwenden, sondern ich will die ganze Vorlageneinbindung aus dem Quelltext englischer Wahlkreisartikel kopieren und nur die notwendigen Anpassungen vornehmen, etwa Punkt/Komma-Tausch bei Zahlenwerten und Linkkorrekturen. Was werde ich also tun? Ich werde wohl Vorlage:Infobox Kongresswahlbezirk in den Vereinigten Staaten kopieren und so lange an dem Vorlagenquelltext herumbasteln, bis der Output ungefähr so aussieht, wie in en:Batley and Spen (UK Parliament constituency).

Und die Moral von der Geschicht’? Lua mag toll sein für die Hamster, für Autoren ist dies Lua nicht! MaB 20.6.

Bonn ist eine Reise wert – Schreibwerkstatt im Deutschen Museum Bonn

Deutsches Museum in Bonn

Die Kollegen vom Bonner Stammtisch haben sich für das Wochenende vom 1. bis 3. Juli etwas Besonderes ausgedacht: Eine Schreibwerkstatt im Deutschen Museum Bonn. Ihr findet das Programm auf der Seite:

Wikipedia:GLAM/Deutsches Museum Bonn

Wer möchte, kann bereits am Freitag um 18.00 am Bonner Stammtisch teilnehmen. Am Wochenende findet dann die Schreibwerkstatt im Bonner Stadtteil Bad Godesberg statt. Anlass ist die Ausstellung Leonardo da Vinci – Bewegende Erfindungen, die in diesem Museum bereits zum zweiten Mal gezeigt wird. Prof. Horst Langer von der Fachhochschule Bielefeld, der die Ausstellung konzipiert hat, wird persönlich mit seinem Team eine Einführung in die Ausstellung geben. Weitere Themen können sich aus der Dauerausstellung zu technischen und naturwissenschaftlichen Themen ergeben. Das Museum will aber ausdrücklich nicht nur Profis dieser Studienfächer ansprechen, sondern vor allem Laien, für die die Exponate entsprechend aufbereitet und erklärt sind. Ein astronomischer Vortrag von Paul Hombach – nicht nur für die Wikipedianer, sondern für alle Besucher – ist vorgesehen und neben anderen interessanten Events besteht die Möglichkeit, am Sonntag einen Workshop zur wissenschaftlichen Herstellung von Gummibärchen zu besuchen. Zeit für die Artikelarbeit besteht und für das leibliche Wohl wird gesorgt. Für auswärtige Teilnehmer steht ein Budget für die Reisekostenerstattung zur Verfügung.

Nicht nur das Programm ist vielfältig, auch die Stadt selbst lohnt einen Besuch.

Das Deutsche Museum Bonn ist eine Außenstelle des Deutschen Museums München. Es befindet sich mit anderen renommierten Institutionen im Wissenschaftszentrum Bonn. Aufgrund der schlechten Finanzlage der Stadt Bonn ist die Zukunft des Museums ungewiss. Eine rege Teilnahme an unserer Schreibwerkstatt und entsprechende Medienberichte würden die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und vielleicht auch der Politiker auf die notwendigen Entscheidungen richten.

Die Bundesstadt Bonn am Rhein ist zudem die ehemalige Bundeshauptstadt und nach wie vor Sitz mehrerer Bundesministerien, Bundesbehörden und -einrichtungen sowie zunehmend von UN-Organisationen; Generalsekretär Ban Ki-moon ist öfter in Bonn zu Gast. Der Besuch Bonns lohnt sich auf jeden Fall: Touristisch, historisch auf den Spuren der Römer, der Bonner Republik (1949–1998), als Stadt mit wunderschönen Gründerzeitvierteln, tollen kulturellen Angeboten (z. B. Haus der Geschichte, Bundeskunsthalle) oder mit einem Ausflug in das Siebengebirge (auf den Petersberg oder den Drachenfels) oder den romantischen Rolandsbogen.malabon, 20.6.

Die kleinen Freuden eines Wikipedianers

Blick in die Ausstellung

Anfang Juni 2016 trafen sich einige Wikipedianer in Stuttgart, um im Rahmen des GLAM-Projektes GLAM on Tour im Landesmuseum Württemberg Artikel zu schreiben und Fotos zu machen.

Hier möchte ich von einer kleinen Freude berichten, die ein mir gänzlich Unbekannter bereitet hat:

Ich bin relativ leicht wiederzuerkennen, und so wurde ich bei einem Ausflug ausserhalb des Museums angesprochen:

=> Waren Sie schon im Lapidarium?
Ich => ???
=> Alte Steine
=> Ich mach Ihnen schon etwas früher auf, dann sind noch keine Besucher da.

Es wurde aufgeschlossen, die Lichter angeschaltet, und mir gehörte das Museum ganz allein. Leider nur ganz kurz, dann wurde der Aufseher per Telefon abberufen, alles wurde wieder verdunkelt und verschlossen.

Die Bilder des Lapidariums sind also nur durch das Engagement eines Mitarbeiters entstanden, der seine alten Steine sehr mag. Leider kenne ich seinen Namen nicht.
Als Norddeutscher würde ich das unter freundliches Schanghaien verbuchen.
Aus dem Treffen entstanden unter anderem die Artikel Römisches Lapidarium, der von Lómelinde begonnen wurde und Jupitergigantensäule von Hausen an der Zaber von Gerd Leibrock, beide mit den Fotos aus der wenig bekannten Ausstellung.

Ein Museum, das derart engagierte Mitarbeiter hat, muss sich glücklich schätzen.nf, 14.06.

Der Gewinner ist: ein Raumschiff!

Jedes Jahr wird auf den Wikimedia Commons, dem zentralen Medienspeicher für alle Wikimedia-Projekte, das „Bild des Jahres“ gewählt. Grundlage für die gerade zu Ende gegangene Wahl waren die 1322 ausgezeichneten Medien-Dateien des Jahres 2015. In der ersten Runde schickten 3678 Abstimmende die 30 bestplazierten und von jeder der 25 Kategorien die besten zwei in die zweite Runde. Aus den 56 Finalisten wurden nun die besten Bilder 2015 ermittelt, und der Gewinner heißt New Horizons. Das ist kein anglophiler Benutzer, sondern der Name des Raumschiffes, das dieses Foto des Planeten Pluto am 14. Juli 2015 aufgenommen hat. Hier das Gewinnerbild und die restliche Top Fünf:

Dem Autor stellt sich nur eine Frage: wie gratuliert man einem Raumschiff? mh, 10.6.

Wikipedia meets Verfassungsgerichtshof

Logo VfGH 2016.svg

Der österreichische Verfassungsgerichtshof – eines der ältesten zur Normenkontrolle berufenen Verfassungsgerichte der Welt – ist derzeit sogar im fernen Ausland in aller Munde. Grund dafür ist die gestern angekündigte Anfechtung der Bundespräsidentenwahl in Österreich 2016. Darum soll es in diesem Artikel aber nicht gehen. Ein weiteres Highlight dieses Höchstgerichts ist nämlich bislang nur Eingeweihten bekannt und soll hiermit ans Licht der Wikipedia-Öffentlichkeit getragen werden: Ab 4. Juli beschäftigt der VfGH als erstes Verfassungsgericht weltweit einen Wikipedian in Residence. Was bislang beinahe ausschließlich ein Modell für sogenannte "GLAM"-Institutionen, also Galerien, Bibliotheken, Kunstinstitutionen und Museen, war, wird nunmehr in einem Pilotprojekt erstmals auf ein Gericht umgelegt.

Jedenfalls im Juli, möglicherweise auch im September, wird der Autor dieser Zeilen daher formal als Verwaltungspraktikant im VfGH angestellt sein und die Mitarbeiter dort dabei unterstützen, freie Inhalte für die Wikipedia zugänglich zu machen und den Verfassungsgerichtshof sowie dessen Entscheidungen besser begreifbar zu machen. Oft schwebt noch der Schleier des Unwissens über der für unseren Rechtsstaat enorm wichtigen Arbeit der 14 Verfassungsrichterinnen und -richter, dieser soll aber nunmehr mit einem konsequenten Schritt im Rahmen dieses Projekts ein Stück weit gehoben werden. Das Zugänglichmachen von frei verwendbaren Fotografien aller aktuellen Verfassungsrichter (sowie einiger historischer Mitglieder des VfGH) und weiterer Bilder des Gerichtshof-Amtssitzes in Wien wird zu den ersten Aufgaben gehören, die Anfang Juli angegangen werden. Weiters geplant sind die juristische Komplettüberarbeitung des Artikels zum Gerichtshof selbst sowie das Schließen der derzeit bestehenden Lücken hinsichtlich der historischen Verfassungsgerichtshof-Mitglieder. Analog zum deutschen Pendant, dem Bundesverfassungsgericht, sollen darüberhinaus auch Artikel zu einzelnen, bedeutenden Leitentscheidungen in der Geschichte des Gerichtshofs entstehen.

Das Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des VfGH für freie Inhalte zu wecken und damit für einen fruchtvollen Informationsaustausch auch über den Projektzeitraum hinaus zu sorgen, wird die Hauptaufgabe meiner Tätigkeit sein. Fragen hierzu oder ganz allgemein zum Projekt Wikipedian in Residence am Verfassungsgerichtshof können bereits jetzt und auch während des gesamten Projektzeitraums gerne auf meiner Diskussionsseite gestellt werden. Ich freue mich bereits darauf, im Juli den Kontakt zwischen der Community der größten Enzyklopädie der Welt und dem altehrwürdigen Verfassungsgerichtshof herstellen zu dürfen.TP, 08.06.

Zum Treffen der Jungwikipedianer

Da die Jungwikipedianer offenbar etwas schüchtern sind, bin ich mal so frei die folgenden Zeilen zu verfassen (und gebe zu, dabei auch etwas pathetisch zu werden ;)):

JWP-Logo.svg

Junge Wikipedianer gibt es in etwa solange, wie es die Wikipedia gibt. Und wohl 2004 oder 2005 gab es schon den ersten Versuch, Jungwikipedianer zusammenzubringen, war es doch eine Hochzeit junger Autoren von großer enzyklopädischer Klasse und viel projektinternem Einfluß. Vielleicht aber genau deshalb wurde zumindest nach meinem Eindruck nie mehr als ein lockerer, oberflächlicher Verbund aus ihnen. Danach passierte lange Zeit nichts. Bis sich vor einiger Zeit wieder einige der Jungautoren zusammen gefunden hatten, die in diesem Projekt der durchschnittlich mittlerweile wohl 40-jährigen, akademisch gebildeten Männer Gemeinsamkeiten suchten und fanden. Die Jungwikipedianer waren geboren und sind seitdem recht umtriebig. Wann immer hier etwas passiert, wo sich Gruppen beteiligen können, etwa beim Wartungsbausteinwettbewerb, kann man davon ausgehen, daß auch die Jungwikipedianer aktiv dabei sind. Das Wichtigste aber: sie treiben sich gegenseitig immer wieder an, mit Zuspruch, Ideen und praktischer Unterstützung und funktionieren damit besser als so manch eine der Projektredaktionen.

Vom 20. bis 22. Mai trafen sich etwa 15 Jungwikipedianer (darunter die Rekordbeteiligung von einer Jungwikipedianerin) sowie ehemalige Jungwikipedianer in Hannover. Nach 2015 im Lokal K war es das zweite Treffen dieser Art. Bernd Schwabe hatte das Wikipedia-Büro Hannover mit der Unterstützung weiterer lokaler Wikimedianer wunderbar vorbereitet (und danach, was vielleicht noch mehr wiegt, auch wieder aufgeräumt ;)). An dieser Stelle mal einen ganz dicken Dank an Bernd und die anderen Hannoveraner. Hervorzuheben ist auch die gelungene Balance zwischen väterlicher Unterstützung und dem den jungen Leuten ihre Ruhe und ihren Raum zu lassen. Leider kann man das nicht über alle unangemeldeten Überraschungsbesucher sagen. Neben den lokalen Helfern war neben dem Autoren dieser Zeilen auch einmal mehr der „Vater der Jungwikipedianer“, DerHexer dabei (bei so vielen Jungwikipedianern unter 18 braucht es schlicht aus Rechtsgründen Betreuung), der die Jungwikipedianer schon seit längerer Zeit wohlwollend begleitet und wann immer es geht unterstützt. Dieses mal oblag ihm zudem die Unterstützung von Seiten von Wikimedia Deutschland. Man sieht immer mehr, so etwas ist heute nicht mehr die Tat eines Einzelnen. Auch WMDE sei für die freundliche Unterstützung des Treffens gedankt. Dem Hexer ohnehin. Wohl Niemand hat so früh wie er das Potential der Gruppe erkannt und diese so intensiv gefördert.

Mehr Bild darf man aufgrund der deutschen Rechtslage leider nicht veröffentlichen. Aber so in etwa sah das Treffen in Hannover aus ;).

Das Programm war eng gepackt. In Eigenregie haben die Jungwikipedianer dieses zusammen gestellt und dann auch durchgezogen. Für ein paar Themen haben sie sich auch ältere Referenten eingeladen. Ein Gutteil des Programms hatte zunächst mit Bildern, Fotografieren und Wikimedia Commons zu tun, am zweiten Tag gab es auch noch einen Slot „Kartenerstellung in Inkscape“. Man sprach über die Selbstorganisation der Jungwikipedianer, über die Strukturierung ihrer Wikipedia-Präsenz und darüber, wie man überhaupt neue Jungwikipedianer erkennt und gewinnen kann. Zudem haben Diskussionen über das Schiedsgericht und Mentorenprogramm die Ergebnisse des Wochenendes abgerundet.

Ich war mir lange nicht sicher, wozu es eine derartige Gruppe überhaupt braucht. Welchen Sinn ein Zusammenschluß der Jungwikipedianer haben soll, der auf nichts Zufälligerem als dem Alter seiner Mitglieder basiert. Seit dem Wochenende des Treffens weiß ich es, obwohl ich mich aus gutem Grund sehr zurück gehalten hatte und auch nicht an den Arbeitsrunden teil nahm, da brauchten sie mich nicht als Besserwisser. Denn sie haben – vor allem als Gruppe – einen ganz eigenen Kopf und Verstand. Niemand kann sehr junge Autoren in den meisten Fällen wohl besser betreuen als andere junge Autoren. Irgendwo redet man dieselbe Sprache oder versteht sich zumindest irgendwie. Es wird ja immer wieder der Untergang der Wikipedia beschworen. Nachdem ich den überaus engagierten Nachwuchs der Wikipedia über zwei Tage erlebt habe, habe ich keine Angst mehr vor dem Untergang. Die Zukunft kann kommen. Und im besten Sinne glaube ich daran, dass sich diese Mädchen und Jungs die Zukunft untertan machen und ihren Weg gehen werden. MC, 07.06.

Nachtrag: Lkoteht hat für das Blog von Wikimedia Österreich (denn wie genau eine junge Frau dabei war, war es auch genau ein junger Österreicher) auch einen sehr persönlichen Bericht verfasst.

Wikipedia auf der Spitze

Turmspitze des ZARM­Fallturms in Bremen bei Nacht

Bremer Community besuchte den Fallturm an der Uni Bremen

Mehr als ein Dutzend Wikipedianer aus der Freien Hansestadt Bremen und dem „näheren und weiteren Umzu“ trafen sich am 3. Juni zu einem Aktionstag in Bremen, nahmen an einer Führung im Fallturm Bremen des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) an der Universität Bremen teil und veranstalteten ein „Communitytreffen in 130 Meter Höhe“ in der Fallturmspitze. Anlass war das Jubiläumsjahr 2016 mit dem fünfzehnten Geburtstag der Wikipedia und dem zehnjährigen Bestehen der Bremer Community.

Seit 2006 ist das regionale WikiProjekt Bremen aktiv und betreut den Artikelbestand zur und rund um die Freie Hansestadt Bremen. Seither treffen sich freiwillige Autoren und Fotografen sowie Gäste, die Interesse an einer Mitarbeit an Wikipedia-Artikeln mit Bezug zum Bundesland Bremen mit den Städten Bremen und Bremerhaven und zur Bremer Geschichte haben, regelmäßig in der Hansestadt zum hanseatisch-wikipedianischen Stammtisch. Dachmarke der Bremer Wikipedia-Aktionen ist der Arbeitsbereich BremenpediA; die wichtigsten Schwerpunkte bilden dabei zurzeit neben mehreren Kooperationen verschiedene QRpedia-Projekte in Bremen sowie Wikipedia vor Ort, das im April 2015 eröffnete Wikipedia-Büro im Heimathaus Lesum in Bremen-Lesum.

Mit ihrer Jubiläumsveranstaltung wollte die Bremer Community auch einen Akzent zum Thema „Wikipedia und die Wissenschaft“ setzen. So lag es nahe, das Uni-Institut ZARM zu besuchen: Der mit seiner Gesamthöhe von 146 Meter weithin sichtbare Fallturm des Instituts ist nicht nur ein Wahrzeichen der Universität Bremen und des Bremer Technologieparks, sondern gilt auch – neben dem Weltkulturerbe Bremer Roland und Bremer Rathaus und den Bremer Stadtmusikanten – als viertes Wahrzeichen von Bremen und zudem als ein Symbol für Spitzenforschung an der Exzellenzuniversität.

Sowohl die Führung durch fachkundige ZARM-Mitarbeiter als auch das Arbeitstreffen in der Fallturmspitze boten allerhand interessante Informationen über das Uni-Institut ZARM und das seit 1990 von ihm betriebene „Großlabor“, den in Europa einzigartigen Fallturm, der erdgebundene Experimente unter kurzzeitiger Schwerelosigkeit ermöglicht. Es wurde eifrig fotografiert und notiert und die Ausbeute wird sich sicherlich noch in verschiedenen Wikipedia-Artikeln niederschlagen.

Nach so viel High-Tech wurden die Teilnehmenden wieder geschichtsbewusst: Zum anschließenden Stammtischtreffen ging es in die „älteste Restauration von Bremen-Horn“, wo der Aktionstag bei Speis und Trank mit allerlei Gesprächen rund ums „Lexikonmachen und die Kunst des Besserwissens in Bremen und Umzu“ ausklang. Jo., 04.06.

Ein Liebesbekenntnis der (Neu)-Wikipedianer zur Natur

Tägliche Uploads 2016 und 2015 (kumulativ)

In einer Zeit heftiger Unwetter mit dramatischen Folgen sollten wir uns ganz besonders der Bedeutung des Naturschutzes bewusst werden. In dieser Woche ging der Fotowettbewerb „Wiki Loves Earth“ zu Ende, der zum dritten Mal stattfand und dazu beitrug, unsere farbenprächtige Natur mit Tieren und Pflanzen, Bergen, Flüssen und Seen in ihrer Vielfalt zu dokumentieren.

WLE-Tour mit jungen Wikipedianern
Teilnehmer 2014, 2015, 2016
Uploads 2014, 2015, 2016

Wenige Stunden nach Abschluss zeigte der Bildzähler für Deutschland die stolze Zahl von 18.277 Uploads an, darunter 12 Videos. Das ist eine Steigerung um 29 % gegenüber dem Vorjahr. So manch einer zweifelte noch vor wenigen Wochen am Sinn einer Neuauflage dieses Naturschutz-Fotowettbewerbs. Doch die Community hat sich erneut für den Spaß am Wettbewerb entschieden und ein klares Liebesbekenntnis zur Natur abgegeben.

An diesem internationalen Wettbewerb beteiligten sich insgesamt 28 Länder, vor zwei Jahren waren es 15. Der Anteil Deutschlands am Gesamtaufkommen von mehr als 72.000 Fotos liegt bei gut 25 %. Für Österreich wurden 2091 Fotos hochgeladen. Damit erreichte Deutschland erstmalig mit Bezug auf die Bevölkerungseinheit eine gleiche Größenordnung wie Österreich. Bei den bisherigen WLM-Wettbewerben wurde in Österreich stets das Dreifache erreicht.

Beeindruckend ist die große Zahl der Teilnehmer und dabei wiederum der hohe Anteil der Wikimedia-Neulinge. In Deutschland waren es bei WLE 2015 erstaunliche 809 Naturverliebte und damit 81 % Neue. Nun liegt die Neulingsquote bei 76 %. Nehmen wir die noch recht frischen Accounts von 2015 – ein Großteil steht im Zusammenhang mit WLE – hinzu, so kommen wir immerhin auf 82 %.

Von den 1000 Teilnehmern des Wettbewerbs 2015 finden sich nur 104 „Wiederholungstäter“. Doch diese rund 10 % sind ein besonders aktiver Teil. Im Jahr 2015 haben sie 53 % der Ernte eingefahren, nun sind es sogar 62 % aller Uploads. Wünschenswert für die Zukunft wäre es aber, dass viele der Neuen auch (und nicht nur im Commons-Bereich) gehalten und an die Artikelarbeit in der Wikipedia herangeführt werden können, insbesondere in den Bereichen der Natur und Umwelt.

Den krönenden Abschluss des diesjährigen WLE-Wettbewerbs wird die Auslese der „Besten“ sein. Sowohl in Österreich als nun auch in Deutschland läuft die sog. „Vorjury“, an der sich viele aktive Wikipedianer beteiligen können. Auch in den Bereichen der Kategorisierung ist viel zu tun. Anfang Juli wird dann für den deutschen Wettbewerb eine Endjury in Fulda die krönenden Schlusspunkte setzen.

Schon jetzt ein großes Dankeschön an alle, die an diesem erfolgreichen Wettbewerb mitgewirkt haben. Die Gewinner sind wir alle und unsere bewahrenswerte Natur. (bg, 3.6.2016;)

Und der allerkrönendste Abschluss ist dann im September das Ergebnis des internationalen Wettbewerbs, zu dem die besten zehn Bilder aus allen 26 teilnehmenden Ländern nominiert sind. Als Vertreter aus D in der internationalen Jury freue ich mich auf alle Einreichungen. Aa, 5.6.

Gmina Lidzbark Warmiński oder: Es ist zum Kotzen!

Es gibt keinen Zweifel darüber, daß der Artikel Gmina Lidzbark Warmiński relevant ist, und selbst das Totschlagargument „kein Artikel“ hat hier nicht gegriffen. Nein, das Argument war Artikel von global gebanntem Nutzer erstellt. Es ist zum Kotzen! Nicht nur, daß sich die DE-Community bislang gar keine Gedanken darüber gemacht hat, was ein global bann (GB) bedeutet, nein, die DE-Community hat sich das Brot unter der Butter wegziehen lassen. Die hiesige Community legt Wert darauf, daß hier nach eigenen Regeln gecheckusert wird, daß hier Global Admins und andere Globoli keine Rechte haben, aber wir nehmen es hin, daß eine wie auch immer geartete „Community“ auf Meta den Schwanz spielt, der mit der DE-Community wedelt. Okay, man kann je nach POV hinnehmen, daß Messina via Detour Meta-Sperrverfahren auch hierzupedia gesperrt wurde – doch halt: Kann man das wirklich hinnehmen? Nein, kann man nicht. Ein Sperrverfahren auf Meta ist eine Entmündigung der hiesigen Community, es ist eine Entmündigung jeder lokalen Community, und ein solches Verfahren ist gefährlich. Nehmen wir doch mal an, ein Benutzer, der ähnlich integer ist wie der eine oder andere Benutzer in Sachen Burschenschaften, würde sich ähnliche Weise mit dem neuosmanischen Sultan Recep Tayyip Erdoğan befassen – man könnte einen derart ehrenwerten Benutzer problemlos aus dem Weg räumen, indem man ihn sperrt in zwei nationaltürkisch-dominierten Wikiprojekten und schließlich ein globales Benutzersperrverfahren auf Meta initiiert, das man mit entsprechendem Sockenpuppeneinsatz problemlos durchbringt. Ein solcher Benutzer wird dann hier von unseren dienstgeilen Admins gestalkt und vernichtet. So läuft WikiPoliticsTM heute. Ich fordere jeden anständigen Wikipedianer auf, sich gegen WP:GB zu wenden. Laßt uns widerstehen gegen dieses faschistoide Instrument, mit dem einige wenige unter günstigen – ungünstigen – Bedingungen an der lokalen Community vorbei Benutzer wikivernichten können. MaB 3.6. PS: Auch nach längerer Überprüfung ist in Gmina Lidzbark Warmiński kein Löschgrund erkennbar; „Artikel von global gebanntem Nutzer erstellt“ ist jedenfalls keiner.

Keine Angst vor roten Links: Begriffsklärungen

Der Kurier berichtete 2014 über den Sinn von Links auf (noch) nicht existierende Seiten. Kurzgesagt erhöht sich dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass der Artikel angelegt wird. Hier folgt nun der (unabgesprochene) zweite Teil, der sich mit Links auf Begriffsklärungen (BKL) befasst. Wie aufwendig und schwierig es sein kann, einen Link auf eine Begriffklärung aufzulösen, zeigt der Beitrag weiter unten zu Brühl. Dieser Beitrag soll anhand von Beispielen zeigen, wann man diese Links einfach stehenlassen sollte, wie man es nicht machen sollte und wie schnell dabei folgenschwere Fehler entstehen können.

Die Farbe Rot hat eine warnende Funktion: Tiere zeigen damit an, dass sie giftig sind, rote Ampeln und Verkehrsschilder zeigen Verbote an und rote Worte in Artikeln zeigen zumindest Mängel an. Der „echte“ Rotlink zeigt an, dass die betreffende Seite noch nicht existiert, und für Benutzer, die das entsprechende Helferlein aktiviert haben, werden neben Rechtschreibfehlern auch Links auf Begriffsklärungen rot unterlegt, was sehr hilfreich beim Auffinden selbiger ist. In Kandidaturen von lesenswerten und exzellenten Artikeln wird daher meistens zurecht – aber nicht immer – darauf hingewiesen, diese BKLs bitte aufzulösen und auf den Artikel zu verlinken, der auch tatsächlich gemeint ist. Problematisch kann diese Forderung sein, wenn es mehrere passende Einträge gibt. Bei nur einem wählt man eben diesen aus und bei gar keinem fügt man einen weiteren Stichpunkt zur Begriffsklärungsseite (BKS) hinzu.

Nicht jede Mechanik ist gleich ein Auto

Hier soll es um die Seite Mechanisierung gehen, wo sich längere Zeit eine BKS befand. Angelegt wurde die Seite als Artikel, der – vollkommen korrekt – angab, dass es sich dabei um einen Vorgang handelt, bei dem körperliche Arbeit auf Maschinen übertragen wird. Der Begriff ist eng verbunden mit der Dampfmaschine und der Industrialisierung, wird aber auch noch heute benutzt. Der Artikel war allerdings sehr holprig geschrieben und vollkommen unbelegt, weshalb es verständlicherweise zu Zweifeln bezüglich der Korrektheit kam. In der Folge wurde der damalige Artikel (Permalink) in eine BKS umgewandelt mit diesem Inhalt:

Das machte einen deutlich besseren Eindruck und war sicher gut gemeint, inhaltlich war es aber falsch. Denn von Automatisierung spricht man, wenn nicht nur die körperliche Arbeit auf Maschinen übertragen wird, sondern auch die geistige, insbesondere das Steuern und Kontrollieren der Maschinen. Die Automatisierung ist eng verbunden mit elektrischen Steuerungen und Sensoren und entstand im 20. Jahrhundert. Der Begriff „Mechanisierung“ kommt im Artikel „Automatisierung“ nicht vor, was aber anscheinend niemandem aufgefallen ist und niemanden gestört hat.

Als Folge dieser Änderung entstanden nun in zahlreichen Artikeln, insbesondere solche zu historischen Themen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, BKLs. Aufgelöst wurden sie, indem die Konstruktion [[Automatisierung|Mechanisierung]] eingefügt wurde. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Literatur, die zum Schreiben dieser Artikel verwendet wurde, von Mechanisierung sprach. Besser wäre es gewesen, den Link auf Mechanisierung zu belassen. Dem Leser wurde hier letztendlich häufig eingeredet, dass man im 18. Jahrhundert schon elektrische Steuerungen hatte. Zumindest machte diese Art der Verlinkung den Eindruck. Inzwischen findet sich aber wieder ein korrekter Artikel unter „Mechanisierung“.

Wie aus dem Meister ein Geselle wurde

Hier geht es um die Seite Gewerbeschule, wo sich lange diese BKS mit folgendem Inhalt befand. Als problematisch stellte sich der erste Eintrag heraus.

Gewerbeschulen entstanden im Laufe des 19. Jahrhunderts in zahlreichen Varianten in allen größeren deutschsprachigen (!) Ländern. Also auch in Bayern, Baden, Österreich und der Schweiz. Und zur Erinnerung: ein „Deutschland“ gab es damals nicht. Die Absolventen dieser Schulen hatten in der Industrie Positionen inne, die der eines heutigen Industriemeisters entspricht, viele waren später auch als Ingenieure tätig.

Auf welche Seite sollte man nun verlinken in einem Artikel über eine Person aus dem 19. Jahrhundert? Viele entschieden sich für Berufsschule. Wieder sprach die verwendete Literatur vermutlich nicht von Berufsschule, denn es fanden sich häufig im Quelltext Konstruktionen wie [[Berufsschule|Gewerbeschule]]. Das Problem dabei war nur, dass man auf Berufsschulen – auch damals – ein Ausbildungsniveau vermittelt bekommt, das dem eines Gesellen oder Facharbeiters entspricht. Durch die Art der Verlinkung bekam der Leser hier also den Eindruck bei den betreffenden Personen handele es sich um einfache Gesellen. Auch hier wurde im Artikel „Berufsschule“ nicht dargelegt, dass (oder ob) es sich dabei um einen jüngeren Befriff für Gewerbeschule handelt. Belegt ist diese Behauptung bis heute nicht.

Deutschland: Der Nabel der Welt

Thematisch eng verwandt ist die Fachschule, wo sich lange diese BKS fand:

Fachschule im Speziellen:

Fachakademie im Speziellen:

Auch dieser Begriff wurde schwerpunktmäßig im 18. und 19. Jahrhundert verwendet und wurde damals als Gegenstück zu allgemeinbildenden Schulen verstanden. Dazu zählen unter anderem Handels- und Ingenieurschulen, die Gewerbeschulen, Marineschulen und Militärakademien. Aber auch heute gibt es Schulen, die sich als „Fachschule“ bezeichnen.

Wohin sollte man nun verlinken in einem historischen Artikel in einem Abschnitt, der sich ausdrücklich mit dem deutschsprachigen Raum befasst – und nicht nur mit Deutschland? Am besten war es wohl, den BKL stehenzulassen und den Leser selber erkennnen zu lassen, dass es dazu nicht den einen richtigen Artikel gibt. Trotzdem wurde auf „Fachschule (Deutschland)“ verlinkt – wo sich nichtmal Informationen zur Geschichte befanden. Lustig wird es, wenn in einem Artikel über eine Person, die in Österreich geboren wurde, in Österreich gewirkt und gelebt hat und in Österreich gestorben ist, sich diese Konstruktion findet: … er besuchte die [[Fachschule (Deutschland)|Fachschule]] in Wien, …. Man sollte eben nicht den erstbesten Eintrag einer BKS auswählen.

Weitere Beispiele

In einer Artikelkandidatur wurden die folgenden drei BKLs bemängelt. Hier mit Antwort des Autors, warum diese bewusst so belassen waren.

Zumindest das Austenit wurde vor Kurzem im zuständigen Portal angesprochn. Die Zusammenführung der beiden Artikel wird dort befürwortet.

Preisfrage: Wenn in einem Artikel über – sagen wir Militärschulen in Europa – der Begriff Marineschule fällt, wie löst man dann den BKL auf? Ich wüsste es nicht. DWI, 02.06

Logo WikiCon 2016.png
Impressionen Innenraum: Das K

Noch 3½ Monate bis zur WikiCon Region Stuttgart – Endspurt für Programmbeiträge

In diesem Jahr wollen wir die WikiCon nach außen hin öffnen und verstärkt Neulinge ansprechen. Dazu ist ein öffentlicher Bereich geplant, wo Aktionen und Workshops stattfinden, um Neueinsteiger an Projekte heranzuführen.

Etwas mehr als 100 Tage sind es bis zur Konferenz (16. bis 18. September 2016). Der Juni ist ganz wichtiger Monat für die Vorbereitung! Jetzt geht es nämlich in den Endspurt für Beiträge: 30. Juni ist der letzte Abgabetermin. Herzlichen Dank an alle, die bereits ihre Beiträge eingereicht haben: das, was bereits vorliegt, verspricht schon viel für ein spannendes, buntes, reichhaltiges Programm! Es darf aber ruhig noch etwas mehr sein ... Tragt also bitte Eure Angebote unter Programm ein! Schaut auf die zahlreichen Themenwünsche: Wenn Ihr für einen dieser Themen einen guten Beitrag anbieten könnt, wird dies besonders dankbar aufgenommen. Um Euch die Vorbereitung zu erleichtern, hat Stefan Kaufmann ein Online-Formular eingerichtet, mit dem Ihr eine Beschreibung Eurer Beiträge einreichen könnt. Auch diejenigen, die schon das Vorbereitungsformular im Open-Text-Format erhalten haben, können stattdessen das Online-Formular nutzen. Beide Formulare sind inhaltlich identisch. Das Open-Text-Formular kann weiterhin genutzt werden.

Am 25. Juni steht dann ein weiterer wichtiger Termin an: Ab dann wird ein Online-Formular für die Anmeldung zur Verfügung stehen.

Für das WikiCon-Team Region Stuttgart: MP und Wnme, 31.5.

Kleine Freuden #9: BKS-Link-Auflösung für Fortgeschrittene

Zur Mitmach-Reihe Kleine Freuden siehe den Kurzartikel in Ausgabe 11/2015. Auch Dein Beitrag ist willkommen!

Seit der Artikel Georg Bruckbauer am 30. Juli 2008 durch Benutzer:Konrad Lackerbeck erstellt worden war, verwies der Sterbeort des Kameramannes auf die Begriffsklärungs-Seite (BKS) Brühl. Konrad hatte für den Artikel überwiegend Das große Personenlexikon des Films von Kay Weniger genutzt, in dem es keine weiteren Angaben zum Brühl gab.
Am 25. Juni 2012 wurde der Artikel von Benutzer:DrTrigonBot dann in die Freiburger Baustellen-Liste eingefügt (wegen Brühl (Freiburg im Breisgau)) und zog damit mein Interesse auf sich. So schwer konnte das ja nicht sein, diesen BKS-Link aufzulösen … dachte ich.

Die Internet Movie Database sprach nur von „Brühl, Deutschland“, Googeln brachte auch nichts. Bei FamilySearch.org fand ich später eine Einreisegenehmigung nach Brasilien, aber das war noch zu Lebzeiten.
Also begann ich, die Standesämter der einzelnen Städte nach Wahrscheinlichkeit sortiert anzuschreiben und wartete dabei immer auf eine Antwort, bevor ich das nächste anschrieb:

Die restlichen Brühls waren nicht oder nicht mehr selbstständig, als Bruckbauer 1976 verstarb. Ich war der Verzweiflung nahe. Wenn man doch nur wüsste, wo Kay Weniger diese Angabe entnommen hatte. Wenn man ihn nur fragen könnte. Warum sollte man das eigentlich nicht können? Ich fand heraus, dass Weniger wohl mit dem Acabus Verlag zu tun haben müsse. Ich schrieb denen mit der Bitte um Weiterleitung und erhielt am 13. Juni 2013 Antwort von einem m. E. etwas grummeligen Kay Weniger. Neben dem Vorschlag, ich solle doch etwas herumtelefonieren (kein Kommentar dazu!), erwähnte er auch, woher er die Info hatte: Es hatte wohl einen Nachruf in der Fachzeitschrift Der deutsche Kameramann gegeben.

B(r)ühl!

Der Rest war für den geübten Wikipedianer ein Kinderspiel: Am 30. Juni 2013 stellte ich über die Bibliotheksrecherche eine Anfrage, Benutzer:Syrcro hatte Erbarmen und bestellte das Heft bei der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Das Ergebnis: Brühl bei Baden. Na toll, schon wieder eine Doppeldeutigkeit. Was war denn nun gemeint? Brühl (Baden) bei Baden-Baden oder Hinterbrühl/Vorderbrühl/Mödling bei Baden (Niederösterreich)?

Ich hatte schon die neuen E-Mails an beide Gemeinden geschrieben, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Da stand nicht Brühl bei Baden, da stand Bühl bei Baden. Damit war das Rätsel endlich gelöst: Kay Weniger hatte einen Buchstaben zuviel (anstatt einen weniger *SCNR*) abgeschrieben. Kurz zuvor hatte ich, auf eine Nachfrage von Benutzer:Das Robert hin, in der DNB auch gleich noch das Geburtsjahr korrigieren lassen. Inzwischen haben auch die IMDb und Filmportal.de nachgezogen, was den Sterbeort angeht. Flominator, 31.5.

ETH-Bibliothek beginnt mit Massenupload von Fotografien aus dem Bildarchiv

Walter Mittelholzer, Junkers F.13 (R-RECI) über Teheran aus 1000 m Höhe, 1925.

In Zusammenarbeit mit Wikimedia CH ist der Startschuss zum umfangreichen Upload-Projekt des Bildarchivs der ETH-Bibliothek gefallen: Den Anfang machen rund 350 Fotografien, mit denen der Schweizer Luftfahrtpionier Walter Mittelholzer (1894–1937) zwei seiner Flüge dokumentierte:

Dem ausgebildeten Fotografen gelangen dabei Aufsehen erregende Luftaufnahmen von Landschaften, die zuvor noch nie aus der Vogelperspektive fotografiert worden waren. Als Illustrationen in seinen beliebten Reisebüchern trugen die Bilder viel zum Ruhm bei, den sich Mittelholzer als Flieger, Fotograf, Abenteurer und Unternehmer erwarb. Aus heutiger Perspektive sind die Aufnahmen zudem als Bildquellen für die (post-)koloniale Forschung interessant. Weitere Uploads von Mittelholzer-Bildern sowie andere Kollektionen aus den rund 340'000 digitalisierten Aufnahmen des Bildarchivs der ETH-Bibliothek werden folgen. Vorgesehen sind insgesamt rund 134'000 Bilder, konkret sind dies:

  • Zusätzliche Aufnahmen Walter Mittelholzers von seinen Flügen über die Schweiz und ins Ausland u.a. nach Abessinien, zum Kilimandscharo und zum Tschadsee (ca. 18'000 Bilder)
  • Porträts ehemaliger Angehöriger und Studierender der ETH Zürich sowie namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (ca. 800 Bilder)
  • Historische Fotografien von Gebäuden, Instituten, Hörsälen und Laboratorien der ETH Zürich (ca. 5'000 Bilder)
  • Das Fotoarchiv der ehemaligen Schweizer Fluggesellschaft Swissair (ca. 40'000 Bilder)
  • Umfangreiche Luftbildbestände (ca. 70'000 Bilder)

Künftig erfolgte Uploads von Kollektionen werden wir auf unserer Benutzerseite auflisten. Wir freuen uns auf die Nutzung der bereitgestellten Inhalte. ETH-Bibliothek. 31.05.2016

Nachtrag: Die Bilder enthalten bisher nur die Urheber-Kategorie und freuen sich daher über fleissige Kategorisier-Hände (flo)

WLE 2016 – Der Endspurt hat begonnen

WLE Austria Logo.svg

So manch einer zweifelte noch vor wenigen Wochen am Sinn einer Neuauflage des Naturschutz-Fotowettbewerbs „Wiki Loves Earth“ (WLE) für Deutschland. Doch die Community hat sich erneut für den Spaß am Wettbewerb und ein großes Engagement für den Naturschutz entschieden.

Fünf Tage vor Abschluß des diesjährigen Wettbewerbs, der seit 2014 zum dritten Mal stattfindet, wurde am letzten Sonnabend/Samstag das Upload-Ergebnis von 2015 in Höhe von 14.115 Dateien getoppt. Aber auch die Zahl der Teilnehmer kann sich erneut sehen lassen. Bis zum 25. Mai haben sich 734 Teilnehmer beteiligt. Vor genau einem Jahr waren es am 25. Mai 2015 mit 669 Fotografen etwas weniger. Doch die Zahl der Teilnehmer erhöhte sich dann in den letzten 6 Tagen noch von 669 auf 1000, die insgesamt 14.115 Fotos und Videos auf Wikimedia Commons hochgeladen haben. Somit kann auch für 2016 eine Teilnehmerzahl von rund 1000 erwartet werden. Aktuell sind es bereits 915.

Tägliche Uploads 2016 und 2015 (kumulativ)

Beeindruckend ist wiederum die hohe Zahl der Wikimedia-Neulinge. In Deutschland waren es bei WLE 2015 erstaunliche 809 Naturverliebte und damit 81 % Neue. Mit Stand vom 29. Mai liegt bezogen auf 915 bisherige Teilnehmer die Neulingsquote bei 74 %, absolut sind es 681 (!). Nehmen wir die noch recht frischen Accounts von 2015 – ein Großteil steht im Zusammenhang mit WLE – hinzu, so kommen wir immerhin auf 80 %. Dies ist erfreulich hoch, aber man sollte nicht übersehen, dass nicht wenige aus dem Wettbewerb WLE 2015 wieder verschwunden sind. Diese Chance gilt es zukünftig für den Nachwuchs zu nutzen.

Wer noch einige Foto im Kasten hat oder etwas Zeit aufbringen kann, der kann gerne am Endspurt teilnehmen. Der Rekordhalter mit 4000 Uploads ist Ragnar1904, der sich mit WLE 2015 zu uns gesellte, und dürfte aber nicht mehr zu schlagen sein. (bg, 30.5.2016)

P.S.: Auch weiterhin ist es für jedermann möglich sich bis zum 26. Juni an der WLE-Vorjury zu beteiligen. S, 30.05.

5000 Akademie-Mitglieder – Hilf mit!

John Adams, einer der Gründer der American Academy of Arts and Sciences

Die American Academy of Arts and Sciences (AAAS) hat in ihrer 236-jährigen Geschichte mehr als 11.000 Menschen zu ihren Mitgliedern gewählt: Wissenschaftler, Künstler, Politiker, Größen der Wirtschaft, Architekten, Schauspieler, Musiker, Diplomaten, Richter – jeweils die besten Köpfe ihrer Zeit, Amerikaner wie Nicht-Amerikaner. Nur 1814 konnte man sich zu keiner Wahl eines Mitglieds durchringen, 2016 waren es zum Beispiel 204 neue Akademie-Mitglieder. Zu vielen tausend dieser Menschen existiert ein Wikipedia-Artikel.

Ende 2014 hatte die Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences kaum tausend Einträge (leider habe ich das nicht dokumentiert). Wer immer Personenartikel der amerikanischen Wissenschaft und Kultur der letzten beiden Jahrhunderte auf seiner Beobachtungsliste hat, wird seitdem die Aufforderung „Hilf mit!“ in einer Zusammenfassungszeile gelesen haben können. Während ich zwischenzeitlich dachte, niemals mit dem Projekt fertig zu werden, die Kategorie angemessen zu füllen, hat sich in den letzten Tagen und Wochen doch eine gewisse Dynamik entwickelt, sodass heute Abend der 5000. Eintrag in die Kategorie der Akademiemitglieder geschah. Wenn es so weiter läuft, wird das Projekt noch vor der Bekanntgabe der Nobelpreisträger im Oktober 2016 (mein eigentliches Lieblingsthema) abgeschlossen werden können.

Zu danken ist den vielen gelegentlichen Helfern, besonders aber den fleißigen Wikipedianern Frank C. Müller, Hephaion, Axolotl Nr.733 und Lorilo, die viele, viele Einträge gemacht haben. Extra hervorgehoben sei noch Inkowik, der in Gestalt seines Bots InkoBot so wertvolle Vorarbeiten geleistet hat. Zu danken sein wird auch denjenigen Wikipedianern, die jetzt noch helfen eine der letzten 19 fehlenden Listen von Preisträgern abzuarbeiten – von ursprünglich 235 Listen.

Wer jetzt unkt, „was interessiert mich die Vollständigkeit einer Kategorie“, dem sei gesagt, dass die Wahl in eine bedeutende wissenschaftliche Akademie natürlich enzyklopädisch relevant ist und in einem Personenartikel erwähnt sein sollte, und dass bei vielen Artikeln gleichzeitig mit dem Eintrag der Mitgliedschaft in der AAAS Lebensdaten oder Vornamen ergänzt oder korrigiert werden konnten. Durch die Anlage von Hunderten von Weiterleitungen wurde unser Artikelbestand besser vernetzt und viele Rotlinks in anderen Artikeln konnten zu sinnvollen Verweisen gemacht werden. D01. 28.05.

Wiki on Rails 2016

Gotthard-Basistunnel

Am 1. Juni wird in der Schweiz der längste Eisenbahntunnel der Welt eröffnet. Das Milliardenprojekt Neue Eisenbahn-Alpentransversale wird mit dem Gotthard-Basistunnel komplettiert. Das ist nun der Anlass für viele Schweizer Museen, Stiftungen und Bibliotheken Veranstaltungen rund um den schienengebundenen Verkehr und für die Wikipedia durchzuführen. Die Idee zur Veranstaltungsreihe „Wiki on Rails 2016“ entstand aus dem Wissen heraus, dass es in der Wikipedia und auch in der Welt da draussen viele „ferrophil“ veranlagte Personen gibt. Zehn davon beteiligen sich an Wiki on Rails: die Alfred Escher-Stiftung, die Diplomatischen Dokumente der Schweiz (DDS), das Historische Museum Basel, die Stiftung Historisches Erbe der SBB (SBB Historic), das Schweizerische Bundesarchiv, die Schweizerische Nationalbibliothek, das Schweizerische Sozialarchiv, das Schweizerische Wirtschaftsarchiv (SWA), das Verkehrshaus der Schweiz und die Zentralbibliothek Solothurn. Geplant sind neben einer mehrtägigen Schreibwerkstatt (Editathon) auch diverse Schreibateliers, Präsentationen, Führungen und natürlich Apéros. Alle Veranstaltungen haben das Ziel, dass die Wikipedia durch langjährig erfahrene wie auch völlig neue Wikipedianer in Bezug auf Strecken, Rollmaterial, Bahngeschichte, Biografien von Pionieren und so weiter ausgebaut wird. Dazu stellen die teilnehmenden Organisationen ihre Ressourcen zur Verfügung und laden alle Wikipedianer ein, sich aktiv zu beteiligen. Welche Veranstaltung nun wann stattfinden wird, haben wir auf unserem Koordinationsgruppen-Wiki zusammengetragen (Wiki on Rails 2016). Die Seite wird auch noch ergänzt und es lohnt sich, auch später wieder reinzublicken. Aber vor allem heisst es nun: Save the dates! MLR, 12.5.

Kurzes Update, da dieser Beitrag noch hier oben steht. Gestern hat das Bundesarchiv ein Informationsportal über die Neue Eisenbahn-Alpentransversale online gestellt, das in einer Rekordzeit inhaltlich und technisch entwickelt werden musste. Es sind die meisten Ressourcen leider noch nicht für Wikipedia wiederverwendbar, da schlicht die Zeit fehlte. Aber das Bundesarchiv arbeitet daran, vieles nachträglich unter einer freien Lizenz zu veröffentlichen, so dass diese auch für Wiki on Rails 2016 verwendet werden können. -> Alptransit-Portal. MLR, 25.5.

Samstag, 21. Mai 2016 • Schweizerische Nationalbibliothek Bern • Tagesveranstaltung von 10:00 bis 16:00, Atelier mit Einführung in Dodis und in die Eisenbahngeschichte (Infos)
Samstag, 13. August 2016 • Schweizerische Nationalbibliothek • Tagesveranstaltung von 10:00 bis 16:00, Atelier mit Einführung in Webdossiers der Nationalbibliothek zum Gotthard
Donnerstag, 1. September 2016 • Zentralbibliothek Solothurn • Abendveranstaltung von 17:15 bis 20:30
Samstag, 3. September 2016 • Zentralbibliothek Solothurn • Nachmittagsveranstaltung von 12:30 bis 16:00
Donnerstag, 8. September 2016 • Zentralbibliothek Solothurn • Abendveranstaltung von 17:15 bis 20:30
Montag, 10. Oktober 2016 • Alfred Escher-Stiftung Zürich • Abendveranstaltung von 17:00 bis 19:00
Samstag, 22. Oktober 2016 • Schweizerisches Bundesarchiv Bern • Ganztagesveranstaltung, Kickoff für die Schreibwerkstatt (Bundesarchiv/DDS/SBB Historic)
Samstag, 5. November • Schweizerische Nationalbibliothek Bern • Ganztagesveranstaltung, Atelier I zur Schreibwerkstatt (Bundesarchiv/DDS/SBB Historic)
Samstag, 26. November 2016 • SBB Historic Windisch • Führung von 16:45 bis 18:00 und anschliessend Apéro
Donnerstag, 1. Dezember 2016 • Schweizerisches Bundesarchiv Bern • Abschlussveranstaltung Schreibwerkstatt (Bundesarchiv/DDS/SBB Historic)
Samstag, 17. Dezember 2016 • Schweizerisches Wirtschaftsarchiv Basel • Wikipedia-Atelier (SWA/Sozialarchiv/Historisches Museum Basel)

Hic Rhodos, hic ... ja, was eigentlich?

Rhodos ist ja ein wunderbares Urlaubsziel und so hat es auch mich dorthin verschlagen. Wie ich mir als brave Wikipedianierin angewöhnt habe, habe ich auch bei diesem Urlaub nach über den Reiseführer hinausgehende Hintergrundinfos in Wikipediaartikeln gesucht zu den Orten und Sehenswürdigkeiten, die mir so unterkamen auf dem Weg. In vielen Urlauben habe ich dabei schon Lücken gefunden und manchmal sogar gefüllt – aber noch nie waren da so viele Lücken, wie auf dieser Insel. Die Kategorie:Rhodos enthält mit allen Unterkategorien (Geographie, Personen, Gebäude) genau 98 Artikel. Wenn man bedenkt, dass die grobe Überblickskarte meines Reiseführers alleine schon 42 Orte kennt, wird schnell klar, dass da sehr viele Artikel fehlen. Denn es gibt ja nicht nur Orte ... ok, der Koloss von Rhodos ist immerhin auch der deutschen Wikipedia bekannt und auch Kolossos Rhodos, aber kolossal viel anderes fehlt. Zu Kirchen hat die de-WP drei Artikel, Berge kennt sie die größten, dafür Flüsse und Seen gar keine. Und ja, es gibt Flüsse und mindestens einen größeren Stausee, ich habe ihn mit eigenen Augen gesehen! Und Kirchen, also Kirchen ... ich nehme nicht an, dass wirklich alle relevant sind, die da an jeder Straßenecke stehen, aber ich war in einigen beeindruckenden Bauten, im Kloster Ipseni, dem Kloster Tharri, in einer kleinen alten Höhlenkirche an einem Strand mit Fresken. Also mehr als drei wären schon schön. Und dann gibt es außer der Akropolis von Lindos auch noch die Akropolis von Rhodos auf dem Monte Smith, und neben dieser Ruine einer Ritterburg gibt es auch noch ähnliche in den Orten Archangelos, Asklipio und Monolithos. Die Stadt Rhodos hat auch ein sehenswertes Aquarium, zwei Häfen, einen geschichtsträchtigen Marktplatz und sicher noch einiges mehr, was bisher der deutschen Wikipedia noch nicht einmal einen Halbsatz wert war.

Ein Blick auf vergleichbare Inseln zeigt: Der Spruch, dass schon alle Artikel geschrieben sind, ist definitiv falsch. Man muss gar nicht so weit weggehen, wie bis Osttimor, oder so eine spezielle Nische suchen wie zeitgenössische Lyrik, um noch freie Lemmata zu finden, über die sich ohne allzu viel Aufwand einiges schreiben lässt. Ich habe einfach am Hotelbalkon schon mal angefangen und einen Artikel zu einem Dorf mit spannender Geschichte geschrieben. Und war begeistert, wie schnell sich hilfreiche User gefunden haben, die meinen formal wenig perfekten Anfang ausgebaut, korrigiert und ergänzt haben. Mein Urlaubsfazit: Ja, es gibt noch viel zu tun! Und ja, wir können noch Wikipedia! Lasst Euch anstecken, seid neugierig im Urlaub – und wenn Eure Lieblingsenzyklopädie weniger weiß als Ihr – schreibt!!! Kri, 12.5.

Die technische Wunschliste: Neues von den ersten Plätzen

Wo ist der neue Text, wo der eigene und wo muss was hin? Bearbeitungskonflikt in der gegenwärtigen Situation (In diesem Fall auch noch auf Englisch).

Die technische Wunschliste ist das Ergebnis zweier Umfragen unter den Autorinnen und Autoren in den Jahren 2013 und 2015. Zu den Top-Wünschen aus der 2015er Umfrage „Technische Wünsche“ gehört die Möglichkeit, projektübergreifende Benachrichtigungen im Wiki der Wahl angezeigt zu bekommen, sowie eine bessere Lösung von Bearbeitungskonflikten. Für den heutigen Donnerstag, den 12. Mai 2016 gegen 21:00 Uhr ist nun die Aktivierung der Funktion „projektübergreifende Benachrichtigungen“ auf allen Wikis geplant. Der Wunsch ist auf Platz 3 der Umfrage von 2015 und wurde vom Collaboration Team der WMF umgesetzt. Die Funktion ist bereits seit März 2016 als Beta-Funktion aktivierbar. Wer die Funktion nach der Live-Schaltung nicht nutzen möchte, kann diese in den eigenen Einstellungen ausstellen.

Einladung zur Diskussion erster Umsetzungs-Ideen: Der Wunsch „Bessere Lösung von Bearbeitungskonflikten“ (Platz 1 der Umfrage)

Aus den Kommentaren zu dem Wunsch während der Umfrage wird deutlich, dass die derzeitige Darstellung und Vorgehensweise in Bearbeitungskonflikten selbst für langjährige Autorinnen und Autoren verwirrend und unübersichtlich ist. Das Team der Software-Entwicklung bei Wikimedia Deutschland stellt nun zwei erste grobe Vorschläge für mögliche Verbesserungen zur Diskussion. Vorschlag A beinhaltet kleinere Änderungen der momentanen Situation in zwei Varianten, Vorschlag B sieht eine deutlich größere Änderung der Benutzeroberfläche vor. Das Team freut sich über Meinungen, Einschätzungen und Ergänzungen: Feedback in diesem frühen Stadium ist sehr wichtig, um zu sehen, in welche Richtung eine Lösung gehen könnte und was eher nicht gemacht werden sollte. Neben den Entwicklern sind auch Lea als neue Produktmanagerin der technischen Wunschliste sowie Jan in Fragen rund um Design und Benutzerfreundlichkeit an der Umsetzung des Wunsches beteiligt. Beide sind seit Mai Mitarbeitende der Softwareentwicklung und stellen sich im Blog näher vor.

Hier geht es zur Vorstellung der bisherigen Ideen:

Interessierte sind herzlich eingeladen, vorbei zu schauen und die Vorschläge zu kommentieren. Vielen Dank! bm (wmde), 12.5.


PS: Wer jetzt unter nicht lokalisierbaren Echo-Nachrichten leidet, kann in folgendem Link "Artikelstube" durch seinen eigenen Namen ersetzen und sich dann durchklicken: Wo war ich? G, 13.5.

Schlangen oder Krokodile

Mit mehr als 2 Millionen Aufrufen der Spitzenreiter: Der Komodowaran
Ebenfalls in allen untersuchten Sprachgruppen in der Spitzengruppe: Das Leistenkrokodil
… und die Schwarze Mamba

Selten taucht die Wikipedia als Forschungsgegenstand in der naturwissenschaftlichen und speziell der biologischen Fachliteratur auf, eine Ausnahme bildet nun der seit ein paar Tagen online verfügbare Artikel Using Wikipedia page views to explore the cultural importance of global reptiles in der Zeitschrift Conservation Biology. Die Forschergruppe um Uri Roll, Zoologe an der University of Oxford, interessierte sich vor allem dafür, welche Reptilienarten weltweit das größte kulturelle Interesse haben und nutzte die Wikipedia als Werkzeug, diese Frage zu beantworten. Dafür analysierten sie die Aufrufzahlen aller Artikel zu rezenten Reptilienarten des Jahres 2014 in fünf Wikipedien – der englisch-, der spanisch-, der portugiesisch, der japanisch- und auch der deutschsprachigen Wikipedia – und verglichen diese Zahlen untereinander und in ihrer Summe.

Die Ergebnisse waren divers und innerhalb der fünf Sprachversionen erreichten insgesamt 63 Arten die jeweiligen Top 20. Drei Arten kamen in allen fünf untersuchten Sprachversionen in diese Top-Gruppe: Der Komodowaran, das Leistenkrokodil und die Schwarze Mamba. In immerhin vier der fünf betrachteten Wikipedien fanden sich die Große Anakonda und die Galápagos-Riesenschildkröte und in drei der betrachten Sprachversionen kamen das Nilkrokodil, die Abgottschlange, die Königskobra und die Lederschildkröte in die Top 20. Auch in den Gesamtaufrufzahlen stand der Komodowaran mit 2.014.932 Aufrufen an der Spitze aller Reptilien, gefolgt allerdings von der Kreuzotter (1.059.665), die nur in der deutschsprachigen Wikipedia in den Top 20 und dort an der zweiten Position nach der Ringelnatter auftaucht. Auch die Ringelnatter selbst und die Blindschleiche finden sich in der Top 10 der Gesamtaufrufe, obwohl auch diese beiden Artikel nur in der deutschsprachigen Wikipedia in den Top 20 gelistet sind. Abseits der deutschsprachigen Wikipedia ist die Gila-Krustenechse auf Rang 13 die erste nur in einer Top 20 vorkommende Art (der englischsprachigen Wikipedia), gefolgt von dem Grünen Leguan als Spitzenreiter der spanischsprachigen Wikipedia (und nur dort vertreten).

In weiteren Analysen versuchten die Forscher, das Interesse mit Eigenschaften der Reptilien in Beziehung zu setzen. Dabei fanden sie heraus, dass vor allem sehr große und viele sehr giftige Arten in den Toprängen vertreten sind, allein 35 der insgesamt 63 gelisteten Arten können tödlich sein und 42 der Arten gehören zu den größten 5 % aller Reptilien. Auch Arten, die als besonders selten und geschützt eingestuft sind (nach IUCN), erhalten ein höheres Interesse durch die Leser. Für die einzelnen Sprachversionen spielt es darüber hinaus auch eine Rolle, ob die Arten im jeweiligen Sprachraum heimisch sind. Insgesamt sammeln 82 der mehr als 10.000 rezenten Arten mehr als die Hälfte aller Aufrufe, wodurch nach Ansicht der Autoren die große Mehrheit vor allem kleiner und ungefährlicher Arten im Leserinteresse alarmierend unsichtbar bleibt.AR, 8.5.

Die Brüssel-Schreibwoche: eine Erfolgsgeschichte

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Vom 4. bis zum 17. April 2016 wurde eine Schreibwoche veranstaltet, welche die Region Brüssel-Hauptstadt zum Thema hatte. Themenwochen hatte es vorher schon einige gegeben: zum Beispiel über das Baltikum, Brasilien, Dänemark, den Kaukasus, Polen und Schweden. Organisiert wurde die Schreibwoche von der niederländischen Wikipedia aus, unter anderem durch Romaine, SvenDK und Taketa. Koordiniert wurde das Projekt über Projektseiten auf Meta und der niederländischen Wikipedia. Auf nl.Wikipedia wurde Bannerwerbung für die Schreibwoche geschaltet und auf de.-, en.-, fr.- und nl.Wikipedia gab es Aufrufe auf Kurier-ähnlichen Diskussionsseiten, so dass sich circa 100 Benutzer fanden, die zur Schreibwoche beitrugen. Von diesen Benutzern waren zur Überraschung der Veranstalter fast die Hälfte neue Benutzer, die vorher noch nie Wikipedia-Artikel geschrieben hatten. Einige belgische Medien berichteten mehrmals über die Schreibwoche, es erschienen Artikel und Interviews von Brusselnieuws, Deredactie.be, De Standaard, Het Nieuwsblad und VivaCité. Es entstanden in dieser Zeit 409 neue Artikel und 48 Artikel wurden stark überarbeitet. Fotos wurden gemacht und Karten angefertigt. Positiv überrascht hat auch die Internationalität: neue Artikel wurden geschrieben in Deutsch, Französisch, Griechisch, Indonesisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch (Nynorsk), Rumänisch, Russisch, Slowakisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch. Viele anderssprachige Mitarbeiter hatten also von selber zu diesem Projekt gefunden.

Writing weeks Brussels 2016 - Muntpunt - 9 April 2016.jpg

In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der öffentlichen Brüsseler Bibliotheken und der Studentenorganisation InfoGroep der Freien Universität Brüssel wurden insgesamt elf Schreibwerkstätten (Wikimeets) durchgeführt, die gut besucht waren. Die Bibliotheken, in denen die Wikimeets stattfanden, befanden sich über die gesamte Hauptstadtregion verstreut, nämlich in der Stadt Brüssel sowie in Anderlecht, Ixelles/Elsene, Jette, Koekelberg und Woluwe-Saint-Pierre/Sint-Pieters-Woluwe.

Besonders positiv ist aufgefallen, dass dies alles komplett ohne Fördergelder stattfand. Eine Finanzierung der Aktivitäten war einfach nicht nötig, da keine Kosten entstanden. Man musste auch nicht mühselig Aktive zusammensuchen, um genügend Teilnehmer zu bekommen – diese fanden sich einfach aus eigenem Antrieb und Interesse.

Rudi Vervoort and Gereon Kalkuhl.JPG

Auch in der Politik stieß die Schreibwoche auf Interesse. Belgien ist, mehr oder weniger vergleichbar mit den deutschen Bundesländern, in drei Regionen unterteilt: Flandern, die Wallonische Region und die Region Brüssel-Hauptstadt. Der Ministerpräsident der Region Brüssel-Hauptstadt, Rudi Vervoort, empfing am 21. April 2016 Wikipedianer, die zur Schreibwoche beigetragen haben. Da sich der Termin kurzfristig um eine Stunde verschob, arrangierte er für die Wartenden kurzfristig eine Führung durch das nahe gelegene Museum „eB!“ der Hauptstadtregion. Leider fand sich nur ein einziger Autor, eine Urkunde im Kabinett der Hauptstadtregion entgegenzunehmen. Für die meisten Teilnehmer war Brüssel zu weit weg oder sie wollten nicht mit Politik assoziiert werden oder sie waren zu schüchtern, laut Feedbacknachfrage beim Koordinator. Dazu weilte der Vorstand von Wikimedia Belgien bei der Wikimedia Conference in Berlin. Rudi Vervoort erwähnte gegenüber mir und Taketa, dass Brüssel nach den Terroranschlägen am 22. März 2016 sich sehr freue über Aufmerksamkeit und Beschäftigung mit der Stadt und Region, die nicht nur den Terrorismus zum Thema habe. Als Geschenk überreichte er eine DVD mit den ersten existierenden Filmaufnahmen von Brüssel und der Geschichte der Stadt. Am 25. April 2016 gab es darüber hinaus einen Empfang beim Kultusminister der flämischen Regierung, Sven Gatz, für niederländische Teilnehmer. G.K. 1.5.

Alle Jahre wieder …

Nein, es ist noch nicht Weihnachten …

Nein, keine Sorge, es ist nicht schon wieder Weihnachten. Jedoch ist schon wieder Mai und, wie traditionell in jedem Jahr seit 2007, ist auch jetzt wieder die Zeit angebrochen, Kandidaten für das Schiedsgericht der deutschsprachigen Wikipedia zu suchen.

Das Schiedsgericht, die Institution mit den Wikipedianerinnen und Wikipedianern, die sich in ihrer Freizeit mit „kommunikativen Auseinandersetzungen zwischen Benutzern“, „Auseinandersetzungen um Adminfunktionen“, „Sockenpuppenmissbrauch“ sowie „wiederholten und vorsätzlichen Verstößen gegen Wikipedia-Grundsätze“ beschäftigen können/dürfen/sollen/wollen/müssen, hat regulär fünf (SG-A)-Plätze für ein Jahr zu besetzen.

Doch ist die Arbeit im Schiedsgericht wirklich ein Privileg oder etwas Besonderes, wie so oft behauptet wird? Fälle, die oftmals viel Arbeit und viel Konfliktforschung verlangen, weil die Problemstellungen hinter den Anfragen sich selten so einfach darstellen, wie sie zunächst auf den ersten Blick erscheinen, und langwierige Lösungssuchen sind das Tagesgeschäft des Schiedsgerichts. Ein Dankeschön oder gar ein Lob sind äußerst selten bzw. fast ausgeschlossen, da es nicht möglich ist, eine absolut akzeptable Lösung für alle Seiten zu suchen. Trotz alledem erwartet zukünftige Mitglieder des Schiedsgerichts eine interessante und herausfordernde Aufgabe in einer angenehmen Arbeitsatmosphäre.

Jede Wikipedianerin und jeder Wikipedianer, die/der sich dieser Herausforderung stellen möchte und so ihren/seinen eigenen kleinen Teil zum Versuch der Lösung von Konflikten beitragen möchte (die Illusion, dass das Schiedsgericht über ein Geheimrezept zur Lösung von Konflikten besitzt, sei hiermit genommen), kann sich daher hier angesprochen fühlen: Es ist ab sofort möglich, sich bis zum 7. Mai, 23:00 Uhr (MESZ) auf der Wahlseite einzutragen; die Wahl wird ab dem 8. Mai folgen. Für das Schiedsgericht DCB, 01.05.

PS: Alle, die aufgrund der Überschrift dieses Artikels daran erinnert wurden, dass sie noch das ein´ oder andere Weihnachtsgeschenk besorgen müssten/sollten, seien hiermit beruhigt: Es ist erst Mai und daher bleibt noch genügend Zeit, die diesjährigen Weihnachtsgeschenke zu besorgen.

Ein comischer Ort

Ja, das alberne Wortspiel der Überschrift konnte sich der Berichterstatter aus Esino Lario bzw. Esino am Comersee nicht verkneifen. Negativ ist es aber gar nicht gemeint, im Gegenteil: Die Stimmung hier an der Wikimania ist hervorragend; so hervorragend, dass es sich Unterzeichneter, der später noch einen ausführlicheren Kurier-Beitrag verfassen möchte, nicht verkneifen konnte, schon heute ein paar lobende Worte zu verlieren. Gar nicht genug Lob ausgesprochen werden kann für die Veranstalter und für die Einwohner von Esino Lario, deren stete Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und allgemeines Engagement einfach überwältigend sind. Die Einstellung hier ist "Wir sind Wikimania"; an vielen Häusern prangen "Wikipedians welcome"-Schilder. Alles funktioniert: Alle Präsentationen etc., die ich bis jetzt besucht habe, fanden am angekündigten Ort statt, pünktlich, und auch die Technik klappt. Und eben: Man ist nicht bloss eine Konferenz unter vielen in einem grossen Konferenzzentrum oder Hotel. Zu den Inhalten dieser Wikimania, die mir auch erfreulich gehaltvoll erscheinen, später mehr. Ich bin jedenfalls beeindruckt davon, was hier geleistet wird! Gestumblindi 21:58, 25. Jun. 2016 (CEST)

Es ist zwar nur ein Punkt

unterhalb von Nigeria auf der Karte, aber dahinter verbergen sich viele falsche Koordinaten von Bildern. Jede fehlerhafte Koordinate bekommt automatisch die Position 0 N, 0 E, also genau am Äquator.

Oft muss man nur in der Beschreibung Location| 50°54'24.40"N| 11°36'52.52"E|heading:1 in Location| 50|54|24.40|N| 11|36|52.52|E|heading:1 die Gradzeichen in die Pipe ändern.

Manchmal muss man auch nur die Reihenfolge verändern.

Die oben verlinkte Karte zeigt nur die Fehler des diesjährigen Wettbewerbs Wiki Loves Earth aus Deutschland. In allen Unterkategorien kann man sich pro Bundesland die Standorte des Fotografen anzeigen lassen und gegebenenfalls korrigieren.

Es wäre schön, wenn sich einige User an der Behebung der Fehler beteiligen würden. nf, 25.6.

Ergebnis: Der Punkt ist weg :-) . Vielen Dank an die unbekannten Helfer. nf, 25.6.

WikiCon Region Stuttgart – Anmeldung gestartet

Logo WikiCon 2016.png

Die Konferenz rückt immer näher (16. bis 18. September 2016) und die offizielle Anmeldung ist nun gestartet. Die Registrierung erfolgt über ein Onlineformular. Weitere Informationen findest du in unseren FAQ. Frühzeitige Anmeldungen helfen uns bei der Planung.

Wir haben uns dazu entschieden, für fünf Tage ein Banner zu schalten. Damit wollen wir auch Wikipedianer erreichen, die sich über die internen Kanäle nicht auf dem Laufenden halten.

Wir freuen uns über deine Teilnahme!

Für das WikiCon-Team Region Stuttgart: Wnme, 25.6.

Katherine Maher

Katherine Maher, damals im März 2016 noch Interims-Geschäftsführerin

Wie Heise quasi live von Wikimania meldet ist Katherine Maher gestern jetzt auch offiziell zur neuen Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation ernannt worden. Sie hatte dieses Amt seit dem Rücktritt von Lila Tretikov bereits übergangsweise inne. H., 24.6.

Siehe auch: Board appointment of Executive Director G., 24.6.

Thomas Müller, das Handicap und die Wikipedia

Thomas Müller in einer Pressekonferenz
慕尼黑啤酒, CC-BY-SA-3.0

Die derzeit in Frankreich stattfindende Euro 2016 ist in aller Munde, doch auch unsere Online-Enzyklopädie war Thema bei einer offiziellen Pressekonferenz „Der Mannschaft“. Der bisher glücklose Torjäger Thomas Müller, in der Freizeit Golfspieler, wurde am 18. Juni nach seinem momentanen „Handicap im Fußball“ gefragt und erklärte dem Journalisten daraufhin: „Golf-Profis haben ja kein Handicap mehr. (…) Das ist jetzt ein bisschen blöd gewesen, die Frage: Das hätte man auf Wikipedia vorher nachlesen können!“ Diese Aufforderung haben anscheinend zahlreiche Menschen befolgt: die Aufrufe des Artikels Handicap (Golf) schnellten von rund 500 pro Tag auf 4.710 (18.6.) und 5.807 (19.6.), um mit 11.597 am 20. Juni einen Höhepunkt zu erreichen. Fußball bildet eben… mh, 23.6.

Sichtungsrückstand

„Eine gesichtete Version ist eine speziell gekennzeichnete Version eines Artikels, einer Datei, einer Vorlage, einer Kategorie oder eines Moduls. Sie sagt aus, dass ein regelmäßiger Autor der Wikipedia den Artikel durchgesehen hat und die Version frei von offensichtlichem Vandalismus ist.“

Sichten von Bearbeitungen – eine nicht immer ganz einfache, meist etwas zeitraubende, aber trotzdem wichtige und notwendige Aufgabe im Wikipedia-Alltag. Aktuell beträgt der Rückstand bei den Sichtungen hierzupedia 55 Tage. Eine sehr hohe Zahl. Deshalb: Wer mit anpacken möchte um diesen Rückstand zu verringern, sei hiermit herzlich dazu eingeladen. Auf der Seite Spezial:Seiten mit ungesichteten Versionen finden sich viele Artikel, bei denen es anzupacken gilt. (DCB, 22.06.)

Tippspiel zur Tour de France 2016

Da wir gerade von Doping sprechen: Passend zum ewigen Thema gibt es die Möglichkeit, auf den Sieger der Tour de France 2016 zu tippen. Für die besten Tipper sind drei Buchpreise ausgelobt. Wahrscheinlich sind die meisten Sportfexe noch gedanklich mit Fußball beschäftigt, aber es jagt eben ein sportlicher Höhepunkt den nächsten... Ni. (ungedopt) 20.6.16

Sp(r)itze

lili rere
runde Sachen
Einfuhrhilfe

„Es gibt keine Themen mehr.“ Immer wieder hört man diese Phrase, wenn davon die Rede ist, warum es an Neuautoren mangelt oder der Streit aus Langeweile zunimmt. Beim Morgenkaffee erstaunt es mich hingegen, dass uns selbst wichtige Aktualitäten fehlen. Wir haben nichts Substanzielles zum derzeit gravierendsten Doping-Problem: dem Gebaren der russischen Leichtathletik. Es gibt sie (noch) nicht, die Artikel über die russische Doping-Agentur Rusada, über den russischen Leichtathletik-Verband und überhaupt zum Doping beim Rechtsnachfolger der Sowjetunion. Über jeden Auswechselspieler der Dritten Liga schreiben 1:0-Enzyklopädisten Artikel. Ok. Aber sie stehen im Abseits, wenn es ernst wird? AC, 18.6.

Inspirationskampagne ...

Banner bsp.PNG

... – dieses wunderhübsche Wort ist der zentrale Begriff des aktuellen Banners vom Wikimedia-Politbüro. Wer von Euch keinen WM-Spamblocker installiert hat, kennt auch die (zugegebenermaßen durchaus sehr konstruktive) Frage von WM: „Hast du einen Vorschlag, wie mit Belästigungen in Wikimedia-Projekten umgegangen werden soll?“ – meine Antwort, speziell zum Thema Banner: 1. Derlei blöde Banner unterlassen. 2. Verantwortliche WM-Mitarbeiter feuern. 3. Banner nur für Nachrichten von existenzieller Bedeutung. Danke und Gruß --Juesch (Diskussion) 22:54, 17. Jun. 2016 (CEST)

Technische Wunschliste: Bessere Lösung von Bearbeitungskonflikten

Auf Platz 1 der Umfrage “Technische Wünsche” von 2015 steht eine bessere Lösung von Bearbeitungskonflikten mit Fokus auf einen benutzerfreundlicheren Ausweg aus einem Bearbeitungskonflikt. Um besser zu verstehen, in welche Richtung eine Lösung gehen kann und was eher nicht gemacht werden sollte, wurde dazu im Mai 2016 anhand zweier erster Ideen zur Diskussion eingeladen. Auf Basis der Ergebnisse aus der Diskussion sowie weiteren Gesprächen wurde ein neuer Vorschlag entwickelt. Die Zusammenfassung der Ergebnisse sowie der veränderte Vorschlag finden sich auf dieser Seite. Das Team von WMDE freut sich über weitere Rückmeldungen. Auf der Wikimania 2016 in Esino Lario wird es zudem eine Veranstaltung im Rahmen des Wikimania Hackathons geben mit dem Ziel, bisherige Erkenntnisse und Vorschläge mit Entwicklerteams der WMF sowie mit ehrenamtlichen Programmierern zu besprechen. Weiterhin ist für Samstag, den 25.6.2016 von 10-12 Uhr eine “Edit Conflict and Cookies Corner” (mit essbaren Keksen) am Stand von WMDE im Community Village geplant. Wikipedianer, die auf der Wikimania sind, sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen. bm (wmde), 17.6.

Sie ist wieder da.

Nicht Daisy IV. von Rudolph Mooshammer, nein, sondern Chiara Ohoven. Wer? Na gut, es ist eine lange Geschichte, aber man kann es auch recht kurz machen. Vor gut zehn Jahren, im Wikipedia-Paläolithikum, gab es den ersten Versuch, einen Artikel über die junge Frau aus der westdeutschen High Society, die damals als Autorin für die Bildzeitung gefürchtete Kolumnen schrieb und ausführlich über die Optimierung ihrer vollen Lippen berichtete, scheiterte. Der recht mickrige Stub wurde nach einer leidenschaftlich geführten Löschdiskussion, in der sich die Exklusionistenfraktion durchsetzte, das erste Mal im August 2005 gelöscht. Auch ein zweiter enzyklopädischer Versuch, der mit den Worten Chiara Ohoven, auch "Wurstlippe" genannt ist eine deutsche Adelige und Prominente. Bekannt wurde Chira Ohoven vor allem durch [[Stefan R... begann, hatte keine Chance. So ging das den ganzen Frühling des Jahres 2006 hindurch. Sozusagen ein Artikel-Ping-Pong, durchaus sportlich und hin und her. Die zweite Chiara-Welle traf Wikipedia dann hammerhart im November 2006 und dauerte bis Februar 2007. Längst verschwundene Admins holten sich beim Drücken des Löschknopfs wunde Finger, gaben auf und verließen das Projekt. Meinungsstarke, gestandene Männer verzweifelten und hatten Tränen der Wut in den Augen. Nichts zu machen, die Chiarafans in der Wikipedia waren zäh wie ein Rafting-Schlauchboot. Irgendwann in der Zeit wurde in der Wikipedia die Löschprüfung eingeführt. Man kann sich denken was passierte. Mit Ausnahme der Jahre 2012 und 2013 tauchte Chiara immer wieder zuverlässig auf. Sie schwamm wie ein... na gut, der Witz ist ausgelutscht. Der historische Moment kam nun völlig plötzlich vor ein paar Tagen, hat man die Fußball-EM geschickt abgewartet? Ein Artikel über Chiara Ohoven scheint sich länger zu halten, Skandal! Schon arbeiten fleißige Hände an der Optimierung des Artikeloutfits! Aus! Aus! das Spiel ist aus! Ein Traum wird wahr, Chiara, die mit dem schönen Gesicht, ist relevant geworden. 1 : 0 nach Verlängerung und Elfmeterschießen für die Inklusionistenmannschaft! eine Glosse von Sc vom 16. Juni 2016 :-) 

GLAMourös: Ein Tag im Schmuckmuseum Pforzheim

Reuchlinhaus Pforzheim

Die Teilnehmenden erwartet das Reuchlinhaus, ein als Kulturzentrum konzipierter Bau der Nachkriegsmoderne und eines der bedeutenden Werke des Architekten Manfred Lehmbruck. Im Reuchlinhaus befindet sich das Schmuckmuseum Pforzheim, das der Geschichte des Schmucks von der Antike bis in die Gegenwart gewidmet ist. Hier sind wir zu Gast und dürfen uns in Text und Bild mit der Architektur und ausgewählten Exponaten auseinandersetzen.

Am Folgetag wird eine Fototour zur Architektur der 1950er und 1960er Jahre durch die Innenstadt Pforzheims angeboten.
Samstag, 9. Juli 2016
Schnell anmelden, es gibt nur zehn Plätze!   Programm und Anmeldung fv, 16.06.

*** EILMELDUNG ***

Chiara Ohoven hat es geschafft!! Was lange währt, wird endlich gut! ZA, 15.06.

50.000 Medizinartikel

Am 15. Juni 2016 erschien der 50.000. Artikel im Fachbereich Medizin (Pierre Fauchard Academy). Täglich werden Medizinartikel in der Summe über 2 Millionen mal aufgerufen. Die am häufigsten aufgerufenen Artikel aus dem Kernbereich der Medizin sind das Asperger-Syndrom und die Multiple Sklerose mit je 1600 Aufrufen/Tag. Die Seiten werden durch die Redaktion Medizin betreut, die ebenso die Portale Medizin, Zahnmedizin und Tiermedizin pflegt. Im Gesundheitsmonitor 2016 der Bertelsmann Stiftung ergab eine Umfrage unter 800 Ärzten, dass 95% der Ärzte Medizinartikel der Wikipedia kennen. Mit weitem Abstand halten 58% der Befragten die Artikelinhalte für vertrauenswürdig, gefolgt von der Apotheken Umschau mit 33% und dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums mit 16%. Die übrigen Gesundheitsportale sind weit abgeschlagen. Pa, 15.06.

WMDE-Präsidium in Klausurtagung zum Jahresplan

Nachdem bei einer Berichten zufolge einmal mehr unkritischen WMDE-Mitgliederversammlung die zentralen Punkte des Jahresplans abgesegnet wurden, ist an diesem Wochenende die Klausurtagung, bei der der Jahresplan für 2017 erstellt werden soll. Das betrifft aber nicht nur Vereinsmitglieder. Über praesidium@wikimedia.de könnt ihr, solltet ihr, dem Präsidium mitteilen, was ihr für wichtig haltet. So kommt GLAM bislang nicht im Plan vor. Wer also eine weitere und wie ich wieder erweiterte GLAM-Förderung möchte, wer wie ich der Meinung ist, dass die Communityförderung ausgebaut werden muss, sollte sich jetzt an das Präsidium wenden und seine Wünsche mitteilen. Wer meint, dass Mapping OER nicht mehr betrieben werden sollte, sollte das dem Präsidium mitteilen. Wer andere Vorstellungen hat, sollte auch das dem Präsidium mitteilen. Redet mit! MC, 15.6.

Diskussion zu Lobbying beim Das ABC des Freien Wissens

Im zwölften Wikimedia-Salon am 16.06. wird diskutiert, was neue Methoden der Interessenvertretungen, wie etwa die Wikimedia-EU-Policy-Group, für demokratischere Entscheidungs- und Gesetzgebungsprozesse auf EU-Ebene bewirken können. Zu Gast sind Daniel Freund von Transparency International, Dr. Joachim Bühler von Bitkom e. V., Dimitar Dimitrov, Wikimedian in Brussels und per Video-Interview Jan Philipp Albrecht. Alle sind herzlich eingeladen; die Veranstaltung wird auf der Webseite als Livestream gezeigt und danach als Video eingestellt. li (wmde), 14.6.

WCN Utrecht wird vorbereitet

Die Wikimedia Conferentie Nederland macht sich warm für Samstag, den 19. November 2016. Das größte Treffen von Wikimedia Nederland findet wieder in Utrecht statt, der pittoresken und gar nicht mal so weit von der deutschen Grenze liegenden Domstadt. Etwa ein Drittel der Beiträge wird auf Englisch sein - auch deiner? Z., 14.6.

PGP-Party@Wikimania

Auf der Wikimania findet dieses Jahr auch eine PGP-/GPG-Keysigning-Party statt – quasi die große Schwester der Party auf der WikiCon (gibt auch dort voraussichtlich wieder eine). Genauer gesagt gibt es sogar zwei: Eine während der Vorkonferenz und eine während der eigentlichen Konferenz. Die Partys sollen vor Allem helfen, die nur sehr schwach verbundenen Vertrauensnetze der Wikipedias zu verknüpfen. Wer also auf die Wikimania kommt und einen PGP-/GPG-Key hat, der möge bitte Key-ID und Nick auf der zugehörigen Seite hinterlassen. Die beiden Partys finden am Donnerstag und Samstag jeweils um 17:30 statt. Ein spontaner Besuch ist natürlich immer möglich. D

WMCH Ideenwerkstatt am 9. Juli in Olten

Am 9. Juli 2016 findet in Olten die Ideenwerkstatt von Wikimedia CH statt, in der die Zukunft des Schweizer Vereins gemeinsam gestaltet werden soll. Anmelden kann man sich bis am 19. Juni mit Hilfe des folgenden Formulars. Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen. Mehr Infos zum Anlass gibt es hier. MS, 11.6.

Frischer Wind bei SG?

In letzter Zeit kam es immer mal wieder Auseinandersetzungen in Sachen Schon gewusst?, doch wie es scheint, konnten wir in den letzten Tagen zur Sacharbeit zurückkehren. Allerdings haben sich einige Mitarbeiter zurückgezogen, was jedoch auch die Chance in sich bringt, durch personellen Neubeginn einen frischen Wind durch die Rubrik wehen zu lassen. Es gibt dort eine Wochentabelle von Benutzern, die an einem Tag in der Woche die Endkontrolle durchführen, also kontrollieren, ob die Einstellungen in Ordnung sind bzw. ob überhaupt aktualisiert wurde. Wer dazu Lust hat, kann sich gerne in die Tabelle eintragen. Ich persönlich halte einen häufigeren Personalwechsel in dieser Tabelle für begrüßenswert, damit die Rubrik möglichst offen und abwechslungsreich bleibt. Ni. 11.6.

Wikipedia to the Moon: Abstimmung

In den letzten Wochen sind im Meta-Wiki viele Vorschläge diskutiert worden, welche enzyklopädischen Inhalte für die Zeitkapsel für den Mond gesammelt werden sollten. Der Platz auf dem Datenträger, der uns geschenkt worden ist, reicht nicht für alle Inhalte in allen Sprachen. Ab heute kann man über zehn Vorschläge abstimmen, was konkret gesammelt werden soll. Vom Ergebnis hängt ab, wie und an welchen Artikeln genau gearbeitet werden kann. Die Abstimmung ist bis zum 24. Juni geöffnet. Mond-Team, 10.6.

Tag der offenen Baustelle: Fotos vom Humboldtforum

Kommendes Wochenende (11. Juni bis 12. Juni, 10 Uhr bis 18 Uhr) ist in Berlin Tag der offenen Baustelle. Unter anderem auch beim in Bau befindlichen Humboldtforum auf der Museumsinsel Berlin. Eine wohl einmalige Gelegenheit, die ins Erdgeschoss, I. Obergeschoss und sogar auf das Dach führen kann. Dummerweise kann ich aus anderen terminlichen Verpflichtungen nicht fotografieren gehen. Diese Gelegenheit sollten wir uns als Projekt aber nicht entgehen lassen. Wer also Zeit und Lust hat und im Berliner Raum lebt - bitte ran! MC, 10.06.

EM-Tippspiel 2016

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Am Freitag, den 10. Juni geht die Fußball-Europameisterschaft in eine neue Runde. Passend dazu geht auch die Tipprunde zu den großen Fußball-Turnieren in eine neue Runde. Die Tipprunde ist wie in den Vorjahren unter https://www.kicktipp.de/wikipedia erreichbar. Die Abgabe der Tipps für das erste Spiel und die Bonusfragen ist noch bis zum 10. Juni 2016, 21:00 Uhr MESZ möglich. Teilnehmen kann jeder, der Spaß daran hat, sich mit anderen darum zu duellieren, wer das größte Fußball-Wissen hat. Aber auch ohne besonderes Wissen kann eine Teilnahme viel Spaß machen. Außerdem ist noch bis zum 9. Juni 2016, 24:00 Uhr MESZ eine Tippabgabe bei der Fußballwette 2016 möglich. StG, 08.06.

Schon gewusst? Wikiradio

Wikiradio-logo.svg

Bis heute war mir neu, dass es auch ein Wikiradio (https://tools.wmflabs.org/wikiradio/ – nicht zu verwechseln mit dem hier) gibt. Mittlerweile weiß ich auch, dass es eine Initiative polnischer Wikipedianer ist, die das ganze betreiben. Jedenfalls gibt es dort (neben vielen anderen) auch die Stationen für die Gesprochene Wikipedia und die Gesprochene Wikisource auf die Ohren. Ihr seid alle herzlich eingeladen, diese Stationen/Sendungen mit weiteren Audiodateien zu ergänzen oder einfach nur mal reinzuhören und euch daran zu erfreuen.

Wie immer darf umseitig natürlich auch gemeckert werden. Noch schöner wäre es aber, würde frei nach dem Wikiprinzip und ohne großes Trara das Angebot verbessert und erweitert werden. Dann hätten alle was davon. zwinker 

Viel Spaß beim Reinhören! Anika, 07.06.

Wikipedia im Landesmuseum Württemberg

Schreibwerkstatt im Turm

Einer der Bereiche im Verein Wikimedia Deutschland, der stark mit der real existierenden Community der Wikipedia zusammenarbeiten kann, ist der sogenannte Fachbereich Bildung, Wissenschaft & Kultur, auch GLAM genannt, der regelmäßig Veranstaltungen für Fotofans und Schreiberlinge in Kulturinstitutionen zusammen mit engagierten WikipedianerInnen an den jeweiligen Orten organisiert. Bei vielen bekannten Kultureinrichtungen waren sie schon zu Gast. Am ersten Juniwochenende fand nun im Landesmuseum Württemberg ein solches GLAM-on-tour genanntes Treffen statt. Über 20 Interessierte konnten sich frei durch das Museum im Stuttgarter Alten Schloss, in den Katakomben des Römischen Lapidariums und im sogenannten Fruchtkasten bewegen, an Führungen teilnehmen und fotografieren. So entstanden eine Menge guter Fotos, die teilweise in sehr dunklen Räumen aufgenommen werden mussten, da zu helles Licht den Exponaten schadet. Die Schreiberlinge wurden derweil in den Ostturm des Schlosses bei Wasser und Brot gesperrt, damit sie was anständiges schrieben. So entstanden einige durchaus enzyklopädische Artikel, die die Arbeit des Museums, seine ausgestellten Stücke, das Museumskonzept und einige der dafür Verantwortlichen angemessen beschreiben. Mögen viele über Wikimedia Deutschland meckern, aber im GLAM-Projekt sind Spendengelder gut angelegt. Kommentar von Sc, 7. Juni 2016

13. Bilderwettbewerb der Jungwikipedianer

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Es ist wieder so weit: Gestern hat die Abstimmungs­phase des 13. Bilder­wett­be­werbs der Jungwikipedianer begonnen. Es haben sechs Jungwikipedianer insgesamt dreizehn Bilder nominiert, und es steht noch alles offen. Alle stimmberechtigten User können bis zu vier Stimmen abgeben. Die beiden Gewinnerbilder werden wie immer auf der JWP-Hauptseite präsentiert. K11, 06. 06.

Die WikiEulenAcademy bittet um Nominierungen für die WikiEulen 2016

Für die Verleihung der WikiEule 2016 bittet die WikiEulenAcademy um eure Nominierungen. Die WikiEulen werden an Wikipedianer und Wikipedianerinnen in Würdigung ihrer vielfältigen Aktivitäten vergeben. Wer kennt sie besser als ihr? Die Academy freut sich auf eure Unterstützung: Welche Wikipedianer/in, welcher Fotograf/in oder Supportmitarbeiter/in, welcher Artikel oder welches Projekt aus den verschiedensten Tätigkeitsbereichen der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte sollte in deinen Augen die WikiEule 2016 erhalten und stellvertretend für das große Engagement und die vielen guten Ideen mit einer Eule geehrt werden? Bitte sende deine Vorschläge mit einer kurzen Begründung per WikiMail an die WikiEulenAcademy. Wir freuen uns auf eure Nominierungen. WEA Bagoly 2 vonallal.png

Ironie-Detektor implodiert

In immer kürzeren Abständen belästigt die WMF uns mit immer sinnloseren CentralNotices. Und was schreiben sie in ihre neueste? „Hast Du eine Idee, wie mit Belästigungen auf Wikimedia-Projekten umgegangen werden sollte?“ Bisher sind infolgedessen sieben altgediente Ironie-Detektoren implodiert, mit weiteren Verlusten ist zu rechen. Stm, 3. Juni 2016

WMF bittet um Hilfe bei der Geschäftsführersuche

Der "Lenkungskreis zur Geschäftsführersuche der Wikimedia Foundation" bittet um Unterstützung bei der Erstellung der Tätigkeitsbeschreibung für die Position der Geschäftsführung. Mithilfe eines Fragebogens (auch in deutscher Sprache) möchte er sich ein besseres Bild über die Erwartungen der Community-Mitglieder und Mitarbeiter an die Geschäftsführung der Wikimedia Foundation machen können. Weitere Fragen und Anregungen können auf der Meta-Seite hinterlassen werden. N.E. (WMDE), 1.6.2016

Von Aalräuchereien bis Zylinderstifte

reichten früher im Festnetztelefon die sogenannten Gelben Seiten, in denen Gewerbetreibende ihre Autowerkstätten, Bürodienste und Zahnarztpraxen anpreisen konnten. Der alphabetische Index der Wikipedia beginnt, kryptische Zeichenfolgen mal ausgeblendet, natürlich bei A und endet offenbar mit Zzyzzyxx. From Aachen to Zylinderdruckpresse hingegen betitelt der amerikanische Künstler Michael Mandiberg seine minimalistische Installation in einem reinweißen Raum in der Berliner Galerie Import Projects, in dem die gedruckte Wikipedia hinein passte: Print: Wikipedia. Allerdings nur die deutsche, zwar ein wenig knapp, aber immerhin. Die englische Wikipedia umfasst in dem Format allerdings etwa 8000 Bände, das wäre sehr eng geworden. Berliner Altbauräume in Vorderhäusern sind aber geräumig und vor allem vier Meter hoch. Glücklicherweise waren die über 3400 Bände aber gar nicht richtig vorhanden. Nur ihre monotonen zweidimensionalen Buchrücken zierten in streng alphabetischer, wahrscheinlich enzyklopädischer, Reihung unerbittlich die Wände. Eine öde Tapete die durchaus das Gefühl eines Whiteouts vermitteln könnte, würde man diese Bibliothek des Grauens in einem Schneewinter Anfang Januar besuchen. Aber es gab doch noch einen kleinen dreidimensionalen Vorstoß in den Raum, oder vielmehr in den space, wie es heute so schön heißt. Etwa 80 Bände standen zum Teil in über drei Metern Höhe unerreichbar auf kleinen Regalbrettern und lockerten das endlose Ornament des nicht Vorhandenen etwas auf. Dicke Paperbacks wie damals die Gelben Seiten, nur diesmal weiß und innen nichts als Bleiwüsten vom Ausmaß des Death Valley. Wikipedaartikel gehen oft über viele Seiten dieser Bände. Dazu gehört auch noch das mehrbändige Autorenverzeichnis, ein knapper Regalmeter mit angeblich 800.000 Accountnamen, Trolle und Sockenpuppen natürlich inklusive, als eine Art Appendix, wie es die Lizenz verlangt.

Mandibergs Idee ist nicht neu, aber sie kommt dem Thema sehr nah, mit dem Andere immer scheiterten: Nicht die reale Umsetzung ist wichtig, sondern die Wirkung, die eine solche haben wird. Natürlich gibt es das Dilemma, das angeblich zu sammelnde Weltwissen auf altmodische Weise zu präsentieren und vor allem in gediegenen Bibliotheken zu lagern, als Ummöglichkeit zu sehen. Zumal jeder dieser Bände in der Herstellung etwa 50 Euro kostet, ohne Abbildungen, Fotos und Wikilinks. Kann also nur die temporäre künstlerische konzeptionelle Installation einen wirksamen Eindruck über die wahren Ausmaße der Wikipedia vermitteln, Ausmaße die das Internet verschweigen muss? Was bleibt nach dem Besuch dieses kalten reinweißen Raums? Das sich in den Tiefen des Bauchs bemerkbar machende grummelnde Gefühl, vielleicht Angst, was passieren würde, wenn die Technik nachhaltig und irreparabel in einer zukünftigen dystopischen Welt am Ende wäre, ist nicht zu leugnen. Es läuft alles darauf hinaus: Wir müssen sie a.u.s.d.r.u.c.k.e.n! Aber auf Tontäfelchen, die halten lang und brennen nicht :-) Sc, 1. Juni 2016


Print Wikipedia: From Aachen to Zylinderdruckpresse noch bis zum 2. Juli 2016 in der Galerie Import Projects, 10787 Berlin, Keithstraße 10, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 13 bis 17 Uhr.

Trolle vor!

Fünf-Tage-Vorschau

Die Atlantische Hurrikan­saison 2016 startet früh dieses Jahr. Offiziell ist deren Beginn am 1. Juni, doch tatsächlich ist das System, das in den nächsten Stunden zum Tropensturm Bonnie wird, schon der zweite tropische Wirbelsturm im Atlantik in diesem Jahr. Üblicherweise ist das zwar keine Meldung für den Kurier, aber nachdem Trolle seit geraumer Zeit Artikelschreibern die Arbeit mit Löschanträgen, Vandalismusmeldungen und Dauerdiskussionen vergällen, müssen neue Wege beschritten werden. Gesucht werden also Trolle, die sich anstelle von verärgerten, verprellten und vergraulten Autoren um die wichtigen Saisonartikel kümmern. Es fehlen Artikel zu:

Freiwillige vor! Die Pazifische Trollsaison 2016 hat übrigens schon ihre Autoren, doch wird Hilfe in Form von UN-Beobachtern und EU-Kontrolleuren gerne angenommen. MaB 28.5.

WMDE startet „Fellow-Programm“

Wie heute bekannt wurde, startet Wikimedia Deutschland in Verbindung mit dem Stifterverband ein „Fellow-Programm“, das allen Wissenschaftsbereichen offen steht. Verbindlich wird bei der halbjährigen Förderung mit einem Gesamtumfang von 50.000 € „Wissenschaft und Forschung im Sinne von Open Science [,...] Bestandteile des Forschungsprozesses wie beispielsweise Methoden, Forschungsdaten und Publikationen offen zugänglich und nachnutzbar gemacht werden“. Ausgeschrieben sind zunächst zehn Stipendien für Doktoranden (m/w), Post-Docs (m/w) und Juniorprofessoren (m/w).MC, 27.05.

Eichhörnchenwahn

Hörnchen: Gut im Geschmack
Mandelhörnchen: Schmeckt noch besser
Weniger bekömmlich: Gemeines Eisenhörnchen

Da grassiert doch ein absoluter Eichhörnchen­wahn und die Wikipedia wird da mit Hörnchenartikel regelrecht von einem einzelnen Premiumautor zugepflastert! Da muss mal was dagegen unternommen werden! Wo kommen wir hier denn hin, wenn am Ende noch jedes einzelne Hörnchen auf dieser gottverdammten Erde hier einen Artikel bekommt? Ich fordere Relevanzkriterien für Hörnchen! Es sollen nur noch solche Hörnchen mit klaren Alleinstellungsmerkmalen eingestellt werden dürfen: besonders hübsch, besonders kuschelig oder gut im Geschmack. Wo bitte ist die Exklusionistenfraktion, wenn sie mal gebraucht wird? Da können doch nicht irgendwelche selbsternannten Zoologen stets aufs Neue Eichhörnchenarten beschreiben und wir sollen die dann einfach so alle hier aufnehmen? Wohl einen an der Waffel! Und deshalb seien hier alle nochmals an WP:WWNI erinnert: Die Wikipedia ist kein allgemeines Personen-, Vereins-, Organisationen-, Unternehmens- oder Eichhörnchenverzeichnis. EHW, 26.05.

Wisdom goes with South

Wie im Himmel...

Wenn es David Ben-Gurion sagte, muss es wohl stimmen. Jedenfalls fand vom 14. bis 16. Mai 2016 das Wikipedia:Süd­deutschland-Treffen an seinem bisher südlichsten Punkt (siehe diese Karte) statt, in der schönen Stadt Kempten im Allgäu.

Unser lokaler Wikipedianer Hilarmont vor Ort hatte alles hervorragend organisiert, WMDE förderte die Veranstaltung, und so sind die Stimmen der rund 20 Teilnehmer, die auch aus Norddeutschland und Wien angereist kamen, des Lobes voll. Zwar war leider das Wetter am gesamten Wochenende überwiegend regnerisch und kalt, aber die qualitativ sehr hochwertigen Führungen durch Highlights wie die Prunkräume der Fürstäbtlichen Residenz, die barocke Basilika St. Lorenz, die unterirdische Erasmuskapelle, die Kemptener Altstadt, das römische Cambodunum und als technische Bauwerke noch das Wasserkraftwerk Keselstraße und die größten Stampfbetonbrücken der Welt sorgten für bleibende positive Erinnerungen. „It is written: ‚Whoever seeks wisdom, South shall he go.‘“ N. 24.05.

App-in-die-natur

Die Nutzung der App in der Lindenallee Zufahrt Schloß Grünewald (im Alleenkataster eingetragen). In der nach Norden ausgerichteten Kartendarstellung in der Mitte als rote Fläche markiert, Blickrichtung nach Osten.

Aus der losen Folge Tools im Fokus möchte ich noch schnell dieses Tools vorstellen. Das Tool „App-in-die-natur“ (Weblink) – oder besser hier in diesem Fall die Mobile App – die es für die drei gängigsten Smartphone-Betriebssysteme gibt, richtet sich primär an die User in Nordrhein-Westfalen. Denn die App ist im Auftrag des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV NRW) entwickelt worden.

Noch läuft der Wettbewerb oder, wie ich es lieber umschreibe, die Kampagne Wiki Loves Earth 2016 bis zum Ende des Monats. Noch kann man „in die Natur gehen“ und das eine oder andere Naturschutzobjekt vor die Linse nehmen. Die App mit der Kartendarstellung und den GPS-Koordinaten hilft dabei, genau zu erkennen, ob man auch wirklich in einem Naturschutzgebiet sich befindet. Auch kann man erkennen ob abseits des Weges etwas besonderes als Biotop geschützt ist. Weiter kann man einige zusätzliche beschreibende Texte zu den Objekten lesen. Es sind mit dem Tool die Schutzklassen Europäische Schutzgebiete (Bundesnaturschutzgesetz §32, FFH und VSG Natura 2000), Naturschutzgebiete (Bundesnaturschutzgesetz § 23, NSG), Gesetzlich geschützte Biotope (Bundesnaturschutzgesetz § 30, GB), schutzwürdige Biotope (BK), Wildnisgebiete (WG) und Alleen (Landschaftsgesetz NW §47a, AL) erkennbar. Leider sind die Naturdenkmale nicht enthalten, diese werden von Kommunen bzw. den Unteren Umweltbehörden festgelegt. Es sei denn, ein Naturdenkmal hat noch einen weiteren Schutzstatus, zum Beispiel einen Eintrag im Alleenkataster. Die Anwendung läuft auch als Webanwendung im Browser, der mobile Einsatz als App erscheint mir aber sinnvoller. Also: Meine Empfehlung ist: Jeder Fotograf in Nordrhein-Westfalen sollte sich mal die App anschauen. Atamari 19.05.

P.S. Jeder kann sich noch zur WLE-Vorjury anmelden. Dabei geht es erstmal darum, die Bilder zwischen sehr gut und schlecht zu kategorisieren!

Interpellation beantwortet

Die parlamentarische Interpellation über die Aktivitäten der schweizerischen Bundesangestellten (der Kurier berichtete am 3. März) wurde gestern von der Regierung beantwortet. Kernbotschaft ist, dass beauftragte Bundesangestellte transparent mit Accounts editieren würden. Anonyme Bearbeitungen seien nicht beauftragt, sondern würden aufgrund persönlicher Initiative einzelner Angestellter getätigt werden. Diese Bearbeitungen hielten sich vom Umfang her sehr in Grenzen. Die Regierung hätte nichts dagegen, wenn Bundesangestellte in der Wikipedia editieren würden, da sie ja ein offenes Medium sei, das dies auch ermöglichen würde. Die Angestellten müssten sich aber an die internen Richtlinien und an diejenigen der Wikipedia halten. Die Verantwortung liege beim einzelnen Angestellten. Zu lesen im Detail ist die Antwort auf dieser Seite unter der „Stellungsnahme des Bundesrats“. Wer sich für die erwähnten statistischen Hintergründe interessiert, der findet die Auswertung über die Bearbeitungen hier und die Auswertung über die Sperrungen hier. MLR, 19.5.

Triff Wikipedia, triff den Wedding

Bring die Menschen auf der Straße zu Wikipedia, sagen sie. Aber wie? Immer noch wissen erstaunlich wenige Menschen, dass mensch Wikipedia einfach so bearbeiten kann. Und selbst bei denjenigen, die es können, sind die Hemmschwellen groß. Also wird der WikiWedding in die Straßen und vor Ort gehen, und dort Fragen beantworten, Hemmungen nehmen und Wikipedia erklären. Dazu gibt es ab Anfang Juni zwei offene Treffen in der Woche – natürlich im Berliner Wedding. Die offenen Treffen und Fragerunden finden statt: Sonntag im Nachbarschaftsladen Buttmannstraße 16 in Berlin-Gesundbrunnen und Montags in der Schiller-Bibliothek in Berlin-Wedding. Jeweils ab 16 Uhr. Wenn ihr in der Gegend seid, oder jemand Wikipedia-interessierten kennt, der mal in der Nähe ist, kommt gerne vorbei. sp, 18.5.

Wir haben gewartet

Die erste Maihälfte stand im Zeichen des 33. Wartungsbausteinwettbewerbs. Vom großen Artikelausbau bis zum kleinen Frühjahrsputz war wieder alles dabei. Zwei Dutzend Wikipedianer haben sich wieder mit Begeisterung über die Baustellen in der Wikipedia hergemacht. Der Gesamtsieg ging an das bewährte Expertenteam mit Gripweed, Wikijunkie und Dichoteur. Musikexpertin Ronomu bot die beste Einzelleistung. Glückwunsch an die Preisträger und Dank an alle, die in diesem Rahmen erfolgreich zur Verbesserung der Enzyklopädie beigetragen haben.

Diesmal keine Zeit gehabt oder gar den WBW verpasst? Dann unbedingt WP:Wartungsbausteinwettbewerb beobachten. Im Sommer gehen wir wieder in eine neue Runde. HvW

Ein Moor ist uncool und ein Foto gewinnt keinen Preis …

Frösche quaken und der Kuckuck ruft …

Mehr als ein Drittel der Zeit des Fotowett­bewerbs Wiki Loves Earth ist vorbei. Nach meiner Meinung ist der Hauptzweck dieses Wettbewerbs, neue Fotos von bisher undokumentierten Gebieten zu bekommen. Nicht immer die gleiche Felsformation in der Sächsischen Schweiz, einer Krokuswiese oder der Buche aus dem Bayrischen Fernsehen.

Moore sind schwer zu dokumentieren, aber ein Spaziergang in eines lohnt sich wirklich: Moore.

Meistens ist man völlig allein, kaum jemand interessiert sich dafür. Nur Hundehalter, die ihren Tölenbesten Freunden mal einen Auslauf gönnen wollen, und dann auch noch ausfällig werden, begegnen einem. Manchmal wird man aber auch völlig unvorbereitet aus einem Busch angesprungen; ein Fotograf mit geschätzt vier Kilo Glas um den Hals in Tarnkleidung beschwerte sich, dass mein helles Hemd seinen Eisvogel vertrieb. Dummerweise konnte ich ihn nicht überreden, seine Fotos einzureichen.

Noch sind ja zwei Wochen Zeit, mal einen Spaziergang zu planen. Auch ohne Gewinnabsicht, just for fun, und staunt, wie ein Moor aussehen kann und was man dort sieht … Manchmal wundere ich mich selbst, was ich gesehen haben soll. nf, 14.5.

Aktuell sind 7413 Fotos im Rennen, und es gibt noch Hunderte von möglichen Spaziergängen …

Noch Plätze frei für GLAM on Tour in Ratingen

Im Stil des Spätbarock vor 220 Jahren gebaut: das Herrenhaus Cromford

Vom 10. bis zum 12. Juni 2016 lädt das LVR-Industriemuseum in seinen Standort Textilfabrik Cromford ein, bei einer GLAM-on-Tour-Veranstaltung anlässlich der Sonderausstellung „Die Macht der Mode – Zwischen Kaiserreich, Weltkrieg und Republik“ an Artikeln zu arbeiten und Fotos für Commons zu machen. Bei der Textilfabrik handelt es sich um die erste Fabrik auf dem europäischen Kontinent und eine der ältesten erhaltenen Industrieanlagen in Deutschland. Es sind noch Plätze frei, Interessierte sind herzlich eingeladen. Alle Infos auf der Projektseite. li (wmde), 13.5.

Die Jahresplanung von Wikimedia Deutschland für 2017 beginnt

In gut zwei Wochen startet die Jahresplanung 2017 Wikimedia Deutschland. In deren Verlauf werden die Schwerpunkte, Ziele und Erfolgsindikatoren sowie das Budget des Vereins für das nächste Jahr festgelegt. Ausführliche Informationen zum Ablauf der Planung und den Beteiligungsmöglichkeiten sind auf Meta zusammengestellt. Dort werden wir auch die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung und der Partizipationsphase transparent dokumentieren und die beschlossenen Schwerpunkte, Ziele und Indikatoren veröffentlichen. Ich freue mich auf eine große Beteiligung der Community! bue, 12.5.

Communityspace Bremen? Fallturmspitze!

Der Fallturm des ZARM in Bremen

Wikipedianer schrecken ja bekanntlich im Dienste der freien Enzyklopädie vor (fast) nichts zurück – und die Bremer treibt es jetzt hinauf auf die Spitze eines der höchsten Gebäude der Hanse­stadt! Anlässlich des „Jubiläumsjahrs 2016“, in dem außer 15 Jahre Wikipedia auch das 10-jährige Bestehen des WikiProjekts Bremen zu feiern sind, möchte die Wikipedia-Community der Freien Hansestadt Bremen einen orts­bezogenen Akzent zum Thema „Wikipedia und die Wissen­schaft“ setzen: Wir besuchen am Freitag, den 3. Juni 2016, im Technologiepark Bremen direkt an der Universität Bremen in Bremen-Lehe, den Fallturm Bremen des Zentrums für angewandte Raumfahrt­technologie und Mikro­gravitation (ZARM), nehmen dort an einer Führung teil und veranstalten ein „Community­treffen in 130 m Höhe“ in der Fall­turm­spitze mit Fotoshooting. Anschließend findet in einem nahe­gelegenen Lokal in Bremen-Horn der 106. Bremer Wikipedia-Stammtisch statt.

Weitere Infos zum Programm & Teilnahme­anmeldungen zu dem von WMDE geförderten und vom ZARM unterstützten Projekt finden sich auf der Projektseite:

>> WP:HB/10 Jahre WikiProjekt Bremen

Wikipedianer aus „Bremen, Bremerhaven und dem näheren und weiteren Umzu“ sind herzlich eingeladen – aktuell sind beim platzmäßig begrenzten Besuch der Fallturmspitze noch zwei Plätze frei, während beim anschließenden Stammtisch­treffen mehr „Bodenluft“ gegeben ist. Jo., 11.05.

Update: Die Veranstaltung im Fallturm Bremen des ZARM ist inzwischen ausgebucht – beim anschließenden 106. Bremer Stammtischtreffen können noch Stühle dazugestellt werden ...! Jo., 20.05.

Crowdsourcing: ETH-Bibliothek lanciert ein neues Weblog

Frachtverlad in eine Convair CV-440-11 Metropolitan in Zürich-Kloten

Crowdsourcing lebt dank freiwilligen Helferinnen und Helfern. Der neue Blog Crowdsourcing der ETH-Bibliothek richtet sich an diese User, die bei der Beschreibung von Fotos aus dem Bildarchiv der ETH-Bibliothek unerlässlich sind.

Der Blog umfasst zwei Hauptkategorien: In der Kategorie "Wissen Sie mehr?" stellen wir wöchentlich neue, zu identifizierende Bilder vor. Die Kategorie "Sie wussten mehr!" enthält die schönsten identifizierten Bilder und schwierigsten Rätsel. Auch hier halten wir unsere Leserinnen und Leser wöchentlich auf dem Laufenden. In weiteren Kategorien veröffentlichen wir Statistiken, andere Crowdsourcing-Projekte, Medienspiegel und Literaturhinweise. Diese Hintergrundinformationen machen den Blog auch für Fachleute aus Bibliotheken, Archiven und Museen interessant. Lesen und kommentieren Sie mit! ETH-Bibliothek 11.5.

Wer ist Jost Gippert?

Die Frage ist nach Lesen des Artikels über ihn eigentlich schnell geklärt. Der Grund, weshalb der verdiente Sprachwissenschaftler und Kaukasiologe hier Erwähnung findet, liegt darin, dass in rekordverdächtigen 72 regulären und Test-Wikipedien ein Artikel über ihn existiert. In einigen Wikipedien ist sein Personenartikel sogar der einzige dort existierende Artikel. Kaum ein Personenartikel hat mehr Interwikis als dieser.

Das Ganze ist ein Geschenk seiner Studenten zum 60. Geburtstag des hochangesehenen Fachwissenschaftlers, der sich seit Jahren dafür einsetzt, das Spezialwissen seines Fachgebiets digital zu sammeln und zugänglich zu machen. Eine übliche Festschrift schien zu profan, so kam die Fachschaft der Empirischen Sprachwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main auf die Idee, den bereits in der deutschsprachigen Wikipedia bestehenden Personenartikel ihres Dekans in andere Sprachen zu übersetzen und in die dortigen Wikipedien einzustellen. Mehr als 90 Personen weltweit beteiligten sich an der Aktion. mt, 10.5.

Neue Wikimedia-Stiftung-Kuratoriumsmitglieder

Die Chapter haben gewählt, mit Rekordwahlbeteiligung (40 von 42). Die neuen Kuratoriumsmitglieder der Wikimedia-Stiftung, die auf der Wikimania 2016 offiziell bestellt werden, heißen Christophe Henner und Nataliia Tymkiv. , 9.5.

Re:publica 2016

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Die Re:publica, die wohl bekannteste europäische Konferenz zur digitalen Gesellschaft und zum Web 2.0, ist mit zehn Jahren inzwischen erwachsen geworden. So wurden im Rahmen der Veranstaltung auch die TTIP-Leaks abgehalten, wodurch die Dokumente zum geplanten Freihandelsabkommen nun der Öffentlichkeit vorliegen, auch wenn wenig Neues daraus bekannt wurde. Weitere Schwerpunkte waren Datenschutz, Menschenrechte, Online Communities und Startups aus der Medienwelt und Robotik. Einen Teil des Eröffnungsvortrags hielt übrigens unsere Nicole Ebber, die Vorträge der Re:publica finden sich hier. Ghi 9.5.

Es ist Wettbewerb und keiner macht mit

CEE Spring Logo vertical-t.svg

Seit dem 21. März 2016 läuft der Wettbewerb Wikimedia CEE Spring 2016, der sich mit Erstellung von Artikeln über Personen, Themen oder Objekte der Länder Mittel- und Osteuropas befasst, aber auch des Balkans, Griechenlands, der Türkei, des Kaukasus und Kasachstans. Doch leider nehmen in der deutschsprachigen WP bisher nur vier Autoren teil. Der Wettstreit läuft noch bis 31. Mai 2016. Eine regere Teilnahme wäre wünschenswert, immerhin gibt es auch einige von WMAT gestiftete Preise! Vielleicht schaffen wir es ja, alle vorgeschlagenen Artikel zu übersetzen oder neu anzulegen? K71 7.5.

Aphorismus des Tages:

… ein Fotograf erreicht erst dann das nächste Level – wenn er stets mit einem geladenen Akku das Haus verlässt.

ata 06.05.

p.s. zum Glück hatte der Fotograf/Autor noch einen zweiten Akku bei sich. Also: alles gut.

Können wir noch Wikipedia?

Die Glasfront muss doch nicht gleich gelöscht werden, oder?

Die Idee hinter der Wikipedia war früher: Einer fängt einen Artikel an, andere verbessern ihn und am Schluß kommt was Gutes raus. Doch, können wir das noch?

Durch Zufall stieß ich heute auf den Artikel „Glasfront“, den eine IP erstellt hatte:

GLASFRONT Glasfront ist eine Bezeichnung für eie art "Wand".diese Wand ist fast nur aus Glas (wie der Name schon sagt).“

Nun gut, kann man nicht gerade einen Artikel nennen, aber ist das Lemma nicht einer Überlegung wert? Ich begann also, mich daran zu setzen, um den Satz zu etwas Überlebensfähigem umzugestalten. Doch ich hatte gerade erst den Satz etwas wikifiziert, als schon der SLA hereinschneite. Muss zugeben, ich war etwas verärgert, weil man eigentlich an der Versionsgeschichte erkennen kann, dass da schon was passiert. Naja, der SLA ist nach Einspruch auch wieder raus, doch ich frage mich, haben wir das verloren, was eigentlich den Sinn und den Spaß in der Wikipedia ausmachen soll? Müssen wir sofort löschen, bevor überhaupt etwas Sinnvolles entstehen kann? Gerade, wenn es zur Abwechslung mal nicht irgendeine uninteressante osttimoresische Bucht, sondern mal ein Begriff aus unserem Alltag ist, der bisher noch nicht hier erwähnt wurde? Dabei wurde doch schon behauptet, dass über alles hier bereits geschrieben wurde. Anscheinend nicht. Und ich glaube auch nicht, dass wir alle in unserem Streben nach Qualität nur noch auf den Löschknopf schielen. Lasst uns der Welt den Gegenbeweis starten! Lasst diesen kleinen Artikel Glasfront, den eine IP als wichtig genug für die Wikipedia empfand, zu einen Artikel werden, zu dem wir alle sagen können: „Ja, DAS ist ein Artikel in bester Wikipedia-Tradition“! Wie war nochmal der Beginn der Nordsee …? JPF, 5.5.

de:wp wird gedruckt

gedrucktes Buch der englischsprachigen Wikipedia

Interessenten können sich auf WikiProjekt Druck für eine Teilnahme an einer Informationsveranstaltung verabreden. con 5.5.

Wo man singt …

… da wird auch gewettet! Nächste Woche schon erwartet uns der Eurovision Song Contest 2016, diesmal aus der schwedischen Hauptstadt. Und wie schon im letzten Jahr kann wieder gewettet werden: Unter Wikipedia:Wette/Eurovision Song Contest 2016 könnt ihr noch bis zum 9. Mai eure Tipps für die Top fünf des am 14. Mai ausgetragenen Finales abgeben! Xa, 4.5.

So soll es sein …

Wikipedia-Artikel sind wie Sandwiches.jpg

JPF, 4.5.

19.5.: Der Lizenzhinweisgenerator bei Monsters of Law

So sieht er aus, der Lizenzhinweisgenerator

Wer den Lizenzhinweisgenerator, das neue Tool zur Weiternutzung von Bildern aus Wikipedia und Commons kennenlernen möchte, ihn schon ausprobiert hat und Erfahrungen oder Fragen dazu hat, ist herzlich eingeladen zu „Monsters of Law“ am 19. Mai, 18 Uhr in Berlin. Die WMDE-Veranstaltungsreihe widmet sich rechtlichen Fragen rund um Freies Wissen. Diesmal erläutert John Weitzmann, WMDE-Referent Politik&Recht, die fünf häufigsten Stolpersteine bei der Nachnutzung von CC-lizenzierten Bildern. Danach präsentieren Dr. Till Jaeger, Fachanwalt für Urheberrecht, und Jens Ohlig, Komunikation Softwareentwicklung bei WMDE, den Lizenzhinweisgenerator. Alle sind eingeladen, vor Ort oder per Livestream dabei zu sein, der auf der Webseite abzurufen sein wird. li (wmde) 4.5.

WikiStats geht offline

Im Sommer wird WikiStats stillgelegt. Die Statistikseite, die seit rund 13 Jahren von Erik Zachte gepflegt wird und einen hervorragenden statistischen Überblick über alle Wikimedia-Projekte bietet, geht ihrem Ende entgegen. Auf dieser Seite wird um Rückmeldungen gebeten zu einem künftigen Statistikprojekt. H. 3.5.

„Schon gewusst“, dass jeder bei SG? Artikel einstellen kann?

„Schon gewusst?“ ist eine Rubrik, die täglich auf der Hauptseite neue, kleinere Artikel aus der deutschsprachigen Wikipedia präsentiert. Leider beteiligt sich momentan im Großen und Ganzen nur ein überschaubarer Kreis von Benutzern regelmäßig mit Vorschlägen und an den Diskussionen. Das hat meiner Meinung nach zu einer gewissen Einseitigkeit geführt, was Themen, aber auch Autoren betrifft. Es würde diese Rubrik wesentlich beleben, wenn sich mehr Benutzer dort beteiligen würden, die nicht nur eigene, sondern auch die Artikel anderer Benutzer vorschlagen würden, die ihnen gefallen.

Ich persönlich begreife diese Rubrik aufgrund ihres Namens „Schon gewusst?“ als eine mit eher unterhaltsamen, ungewöhnlichen Themen, aber darüber gehen die Meinungen auseinander, und meine Meinung ist sicherlich nicht maßgebend. Aber ein bißchen mehr Pep und Vielfältigkeit würde ihr sicherlich nicht schaden – dafür sollte aber auch die Beteiligung vielfältiger sein. Dazu fordere ich hiermit auf. :-) Ni. 3.5.

Miniaturenbewerb: Zweimal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze

Auch bei dem parallel zum Schreibwettbewerb stattgefundenen Miniaturenwettbewerb stehen die Gewinner fest. Insgesamt wurden 43 Artikel als präsentabel eingestellt und einige weitere noch als Baustelle deklariert, insgesamt entstanden in dem Wettbewerb damit über 50 neue und zum größten Teil sehr gute Artikel. Wie gut die Artikel sind und vor allem, wie schwer es ist, daraus die vermeintlich besten zu bestimmen, zeigt das Ergebnis des Publikumsvotums: Insgesamt bekamen in der Spitzengruppe zwei Artikel je 12, einer 10, zwei Artikel je 9 und vier Artikel je 8 Punkte. Gewinner sind damit die Artikel Afrika Museum von der Benutzerin:Maimaid sowie Mehlschneiden vom Autor dieser Zeilen. Die Silbermedaille erhält Benutzer:NearEMPTiness für Lawabahn, Bronze geht an Trockener Martin von Benutzer:Maddl79, Die Erschaffung der Geige von Benutzer:Mirkur. Als Organisator danke ich allen Autoren und Lesern und gratuliere allen Gewinnern. AR, 2.5., Korrekturen Tom, 9.5.

We want you: WLM-Orga sucht Unterstützung

Logo von WLM Deutschland

Wie in jedem Jahr seit 2011 findet auch im September 2016 Wiki Loves Monuments, der internationale Fotowettbewerb zu Kultur- und Baudenkmälern, statt.

Da unsere Fotowettbewerbe, sei es nun Wiki Loves Earth oder eben Wiki Loves Monuments, von Freiwilligen organisiert werden, ist die Unterstützung von vielen für diese Organisation nötig. Aus diesem Grund sucht die deutsche Orga für den nationalen Wettbewerb noch Unterstützer und Verantwortliche, insbesondere für die Bereiche Denkmalschutz und Ehrung. Unterstützung in diesem Sinne bedeutet: Verantwortung übernehmen, eigenverantwortlich arbeiten, im Team zusammenarbeiten und zum Gelingen des Wettbewerbs beitragen. Wer Zeit und Lust hat, zur deutschen Ausgabe von Wiki Loves Monuments beizutragen, sei hiermit herzlich dazu eingeladen, sich hier einzutragen. DCB, 01.05.

Schreibwettbewerb: Die Sieger stehen fest

Logo des Schreibwettbewerbs

Nach eingehenden Beratungen steht der Sieger des 24. Schreibwettbewerbs fest. Mit einem Artikel über den Karolinger Arnolf von Kärnten konnte Armin P. die Jury überzeugen. Auf den Plätzen folgen Rlbberlins Berthe Morisot mit Veilchenstrauß und Voyagers Metropolitan Railway. Herzlichen Glückwunsch. Uwe G.

Den Publikumspreis erhält Fraoch mit Homo-, Bi- und Transsexualität im Metal. Diesjähriger Gewinner des Reviewpreises ist Siechfred. 2.5., TAM