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Wikipedia:Kurier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
LANGMELDUNGEN (zu Kurzmeldungen)

Die JWP treffen sich in … Franken

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr bekamen wir JWP die Chance, uns in Präsenz zu treffen und hatten mit dem FürthWiki-Laden in der wunderschönen Fürther Altstadt einen tollen Zusammenkunftsort. Schon kurz nach der Ankunft im winterlich-kalten Mittelfranken bekamen wir eine Einführung in das FürthWiki als lokales Stadtwiki von Zonebattler, der uns am folgenden Tag auch auf eine kleine Stadttour mitnahm, vorbei an Rathaus, Ludwig-Erhard-Zentrum und Fachwerkhäusern aus vergangenen Jahrhunderten. Darüber hinaus durften wir im Jüdischen Museum Franken ein Stück von Fürths jüdischer Geschichte erleben, eine eindrucksvolle Stadthistorie geprägt von diffusen Herrschaftsgefügen und Assimilationsbestrebungen bis hin zu Nazi-Schrecken und Vertriebenenzuflucht.

Ansonsten widmeten wir uns vor allem unserer JWP-Arbeit: Wie bringen wir Menschen unserer Generation den Wert von freiem, von Menschen dargestellten Wissen nahe? Wie könnte ein Online-Konzept des bereits bestehenden Formats Jugend editiert zur Gewinnung neuer junger Wikipedianer aussehen? Wie können wir Hürden für Interessierte möglichst gering halten? Außerdem ging es um Diskriminierung und Fake News, zum Beispiel in alternativen Enzyklopädie-Konkurrenzprojekten, als auch eine mögliche Repräsentation unseres Netzwerkes in den sozialen Medien. Debatten zu unserer Zielsetzung als junge Wikipedia-Beiträger verbunden mit der Frage nach Neutralität, Diversität und Inklusionsanspruch mündeten unter anderem in den Planungen bezüglich einer möglichen Änderung unseres Namens „Jungwikipedianer“ hin zu einem geschlechtsneutraleren Begriff.

Letztlich waren auch die Struktur und die Selbstorganisation der JWP sowie eine konkretere Rollenverteilung und Wissensweitergabe ein Thema, dessen wir uns annahmen. Neben Diskussionen und inhaltlichem Austausch blieb selbstverständlich auch ein bisschen Zeit für fröhliches Beisammensein, so zum Beispiel beim Spielen des Wikipedia-Rätselspiels Redactle und beim Zocken am Kicker. Ganz herzlich bedanken wollen wir uns beim FürthWiki und natürlich dem Team von WMDE, das uns stets begleitet und unglaublich unterstützt. Insgesamt ein wirklich tolles Wochenende, das schon Vorfreude aufs nächste Mal bringt! Mojnsen 04.12.

Grandiose Renaissance

Mit Wikipedia unterwegs zu Meisterwerken der italienischen Renaissance aus den großen Museen Italiens, dargeboten diesseits der Alpen, im Diözesanmuseum Freising. Eingeladen hatte uns Museumsleiter Christoph Kürzeder zu einer privaten Führung bei der Feier eines runden Geburtstags unseres Wikipediafreunds Pimpinellus.

Selten zuvor waren in Deutschland Bilder und Skulpturen der Renaissance aus berühmten Museen von Florenz, Mailand bis Rom in dieser Fülle zu sehen. Wir waren zu zwölft dort, Christoph führte uns die epochale Zeitenwende in der Renaissance vor Augen, wie Kunst und Kultur sie verkörpert, eine Geschichtsstunde par excellence.

„Göttlich!“ ist der Titel der Ausstellung mit ihren 65 exquisiten Exponaten. Buch, Religion und Kunst sind wie in Sandro Botticellis „Madonna mit dem Buch“ (Madonna del Libro) zentrales Thema der Renaissance-Show, die viel über Bildung, Erziehung und Freundschaft erzählt, und über die Macht der Bilder über das Leben der Menschen. Beim Versuch Christoph Kürzeders, die Werke der Renaissance zu charakterisieren, merkt man schnell: Es ist eine Zeit, in der sich etwas verschiebt. Gott wird nicht kleiner, aber näher. In der italienischen Renaissance verliert das Göttliche seine Unnahbarkeit, nicht aber seine Würde. In den Leihgaben aus den italienischen Museen, die gezeigt werden, tritt diese neue Sicht auf Gott und die Welt deutlich hervor.

Besonders faszinierend für mich: Die Ausstellung spannt den Bogen von den spirituellen Anstößen in den Wortbildern in Dantes Jenseitsreise und Petrarcas Poesie hin zu den bildlichen Darstellungen der Renaissance. Das Nebeneinander von Madonna Dantesca und der Madonna Petrarcesca ist nicht zufällig, es sind zwei wenig bekannte Renaissance-Madonnen, die in ihrem Mantelsaum Zitate des jeweiligen Großdichters enthalten, Petrarcas Schwärmerei in Sonetten und Sestinen für Laura geht über in den Lobgesang auf Maria in Dantes Göttlicher Komödie.

Herzlichen Dank an Christoph Kürzeder und an seine Kollegin Anna-Laura de la Iglesia für dieses großartige Erlebnis! Die Exkursion nach Freising war übrigens die letzte von insgesamt 49 KulturTouren im Rahmen unserer MUC•K•T - Aktivitäten in diesem Jahr.

Die Bilder von unserem Ausflug zum Freisinger Domberg sind hier in Commons dokumentiert, die fotografierten Meisterwerke der italienischen Renaissance haben wir hier in Commons hochgeladen.

Wer Lust und Zeit hat für dieses kulturelle Highlight, die Renaissance-Ausstellung läuft noch bis zum 11. Januar 2026, hier der Link dazu.D.F, 01.12.2025

'Trust' auf Deutsch (Buchbesprechung)

Jimmy Wales' erstes Buch, verfasst zusammen mit dem Ghostwriter Dan Gardner, ist jetzt auch auf Deutsch erschienen. Es ist aber kein Buch über die Wikipedia. Es ist vielmehr der Ratschlag des (Co-)Gründers unseres Projekts gegen die aktuelle weltweite Vertrauenskrise. Ein großes, ein wichtiges Thema, darüber haben kürzlich sogar unsere größten Geister Caren Miosga und Sascha Lobo geschrieben. Was Wales nun in die Debatte wirft, ist ein eher kurzes Buch oder ein eher langer Essay. Wales berichtet uns Lebenserfahrungen und zieht daraus Schlüsse und Empfehlungen. Ein freundlicher Text, in dem viel gelobt wird: selbstverständlich die Communities der Wikipedia! Aber auch Reddit, Airbnb, Uber, Richard Nixon, der Supreme Court... und sogar Larry Sanger. Was haben alle diese Firmen und Menschen gemeinsam? Nun, sie haben (zeitweise) verlässlich gehandelt und genießen deshalb Wales' Vertrauen. Sie sollen uns zum Vorbild gereichen - ja, auch Nixon wegen dessen Checkers-Rede. Und dann ist das kleine Ding auch schon am Ende, und im letzten Kapitel steht die etwas flache Quintessenz des letzten anständigen Tech-Barons [1]: Seid vertrauenswürdig, und alles wird gut im Internet. Was dem vielleicht noch entgegensteht, die übelsten Diktaturen und die reichsten Kapitalisten, ihre Manipulation, Rassismus, Fremdenhaß, Macht- und Geldgier, das alles streift Wales nur am Rande. Konkrete Akteure benennt er nicht, Massnahmen gegen sie schlägt er nicht vor. Das Buch verlangt weder staatliche Reglementierung noch bürgerliche Revolution, nur eine private, freundliche, positive Einstellung von seinen Lesenden. Gibt es einen Namen für diese Art Nachttischliteratur? "Trust" liest sich leicht und schnell und hinterlässt eine positive Grundstimmung. Cory Doctorow, den Wales als seinen Freund erwähnt, wird es vermutlich nicht wirklich mögen. - (Jimmy Wales, Dan Garner: Trust. Die 7 Regeln des Vertrauens oder Wie man Dinge von Dauer schafft. Aus dem Englischen übersetzt von Hans Freundl, Ursula Held, und Oliver Lingner. 233 Seiten, im Hardcover 24 €. Piper Verlag 2025, ISBN 978-3-492-07276-2.) M 29.11.

POTY 2024: Mehr Menschen als Tiere in den Top 5

Jedes Jahr wird auf den Wikimedia Commons, dem zentralen Medienspeicher für alle Wikimedia-Projekte, das „Bild des Jahres“ (Picture of the year, POTY) gewählt. Grundlage für die Wahl waren die 1.601 ausgezeichneten Medien-Dateien des Jahres 2024 – ein absoluter Rekord übrigens. In der ersten Runde schickten 2.347 Abstimmende mit 142.131 Stimmen die 30 bestplatzierten und von jeder der 21 Kategorien die besten 5% in die zweite Runde. Aus den 88 Finalisten wurden in der zweiten Phase durch 7.403 Stimmen von 2.837 Wählerinnen und Wählern die besten Bilder 2024 ermittelt, und der Gewinner mit 256 Stimmen ist Diego Delso, ein in München lebender Commons-Admin, der im Rahmen des Wettbewerbs Wiki Loves Folklore festgehalten hat, wie ein Mundari-Mann die Hörner einer seiner Watussirinder poliert. Platz 2 (214 Stimmen) zeigt einen Papageitaucher im Anflug, der dritte Platz – aus dem Wettbewerb Wiki Loves Earth – zeigt ein mystisches Foto des Flaschentals in Brasilien.

Die in den Vorjahren so beliebten Tierpaare in Interaktion kamen dieses Jahr erst auf Platz 17 mit einer jagenden Schneeeule zum Zuge.

Auch in diesem Jahr zeigen die Gewinnerbilder das ganze Spektrum von Menschen und Tieren, Architektur und Landschaft. Hier das Gewinnerbild und die weiteren vier Besten:

Der Wettbewerb war bereits am 12. Oktober zu Ende; die Ergebnisse reiche ich heute nach, weil sich bislang niemand dazu berufen fühlte. Zukünftig soll der Wettbewerb wieder früher im Jahr stattfinden. Mal schau’n …
Glückwunsch an alle GewinnerInnen und Danke an alle, die mitgemacht haben! mh, 27.11.

Belege und NPOV im Artikelbereich Israel/Palästina

Dieses Thema treibt mich seit dem jüngsten SW sehr stark um, und darum möchte ich es hier ansprechen. Zu Recht wird bei der Artikelarbeit im Bereich "Nahost" ein hoher Maßstab gefordert. Aber die Ressourcen sind zwischen israelischen und palästinensischen Fachleuten sehr ungleich verteilt. Beispiel: Geschichte der Stadt Gaza: hier gibt es einen palästinensischen Kunsthistoriker und Archäologen, Moain Sadeq, der übrigens seine Qualifikation auch DAAD-Förderung verdankt. Dem stehen, wie ein Blick in die Literaturliste zeigt, rund 15 israelische Historiker und Archäologen gegenüber, die praktisch alle Epochen der Stadtgeschichte sehr kompetent abdecken. Diese Fachleute vertreten, wie ich annehme, zum aktuellen Nahostkonflikt ein weites Spektrum von Meinungen oder verstehen sich als unpolitisch. Aber zumindest Moshe Sharon, die Autorität zu arabischen Inschriften in Palästina, hat eine akademisch-militärische Doppelkarriere hinter sich und ist mit seinen profilierten politischen Ansichten ein häufiger Interviewpartner in israelischen Medien.

Ein Blick hinüber auf die Geschichte der Stadt Hebron. Hierzu hat Nazmi al-Juʿbeh als palästinensischer Historiker publiziert, aber mehrheitlich sind es wieder Israelis, die uns die Stadtgeschichte erklären. Sharon verfasste den Stadtartikel für die Encyclopaedia of Islam. Harel Chorev-Halewa veröffentlicht ausgiebig zur Hebroner Oberschichtfamilie al-Dschaʿbari und stellt insbesondere den Bürgermeister Muhammad ʿAli al-Dschaʿbari als eine Art König von Hebron dar. Seit Sommer 2025 wird ein "Emirat Hebron" unter der Führung des al-Dschaʿbari-Clans als Alternative zur Palästinensischen Autonomiebehörde bzw. zur Zweistaatenlösung ins Spiel gebracht, was von den Hebroner Siedlern schon lange beworben wird. Zufall? Apropos Siedler: Noam Arnon, Sprecher der Hebroner Siedler, leitete 1981 eine irreguläre "Höhlenexkursion" unter dem Hebroner Heiligtum der Patriarchengräber aka Machpela, wobei eisenzeitliche Keramik eingesammelt und ins Museum von Kirjat Arba gebracht wurde. 2020 wird diese Keramik im Israel Exploration Journal von Arnon zusammen mit David Ben-Shlomo (Ariel University) und Hans Mommsen (Helmholtz-Institut, Universität Bonn) publiziert. Arnons Promotion über die Patriarchengräber in Hebron von den Anfängen bis in die Spätantike wurde 2021 von Boaz Zissu (Bar-Ilan-Universität) angenommen.

Als WP-Autoren sind wir auf renommierte Verlage, Reihen, Fachzeitschriften verwiesen. Die Möglichkeiten, auf hohem Niveau zu forschen und zu publizieren, sind im gegebenen Konflikt allerdings ungleich verteilt. Ich sehe keine Möglichkeit, diesem Bias zu entgehen.ktiv 25.11.

Erstmals Ozeanischer Monat in der deutschsprachigen Wikipedia

Vom 1. bis 31. Dezember 2025 findet die Premiere des Ozeanischen Monats in dewiki statt. Der international durchgeführte Schreibwettbewerb zu Themen mit Bezug zu Australien und Ozeanien wurde erstmals 2021 in Frankreich ausgeschrieben und hat sich zwischenzeitlich in mehreren Ländern etabliert. Teilnahmeberechtigt sind alle im Wettbewerbszeitraum erstellten neuen Artikel bzw. Artikelerweiterungen mit mindestens 300 Wörtern und mindestens 3000 Bytes. Abhängig von der Zahl der akzeptierten Artikel werden die Teilnehmer in verschiedenen Klassements geehrt, der erfolgreichste Autor wird zum "Wikipedia-Ozeanien-Botschafter 2025" gekürt.

Inhaltlich sind keine Grenzen gesetzt: von beeindruckenden Persönlichkeiten, großartigen Naturphänomen, faszinierenden Kulturen, den Geheimnissen des Pazifiks bis zu Geschichte, Kunst und Politik - alle Themen sind hochwillkommen. Es wäre schön, wenn wir an den Erfolg des Afrikanischen Monats und des aktuell laufenden Asiatischen Monats anknüpfen könnten und wenn du mit dabei wärst! frob 24.11.

Auf nach Paris: Teilnahmeförderungen für die Wikimania 2026

Logo der Wikimania
Logo der Wikimania

Die Wikimania 2026 wirft ihre Schatten voraus: Im kommenden Juli trifft sich die internationale Wikimedia-Community in Paris. Während die Bewerbungsfrist für die internationalen Stipendien der Wikimedia Foundation bereits Ende Oktober abgelaufen ist, hat nun der Bewerbungsprozess für die Teilnahmeförderungen von WMAT und WMDE begonnen.

Video der Wikimania-Ankündigung für Paris 2026

Die Wikimania ist mehr als nur eine Konferenz – sie ist ein Ort der Begegnung vieler engagierter Ehrenamtlicher der Wikimedia-Projekte, ein Ort voller Energie, des Austauschs und vieler neuer Perspektiven. Hier treffen sich Menschen, die sich leidenschaftlich für Freies Wissen einsetzen und voneinander lernen können. Eigenes Engagement vorstellen oder mehr über viele tolle Initiativen oder Projekte aus dem Wikiversum erfahren – all das ermöglicht die Wikimania. Ein Blick in die Berichte der Stipendiat*innen der Wikimania 2025 in Nairobi zeigt, wie vielfältig und bereicherend dieser Austausch sein kann. Neben Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden gibt es jede Menge Raum zum Vernetzen. Eigene Themen können im Rahmen der Programmeinreichung, die voraussichtlich Anfang 2026 folgen wird, eingebracht werden.

Du bist in den Wikimedia-Projekten aktiv und hast Lust, dich mit vielen internationalen Aktiven aus dem Wikiversum zu vernetzen, dich einzubringen und gemeinsam mitzugestalten, wie die Zukunft der Wikimedia-Projekte aussieht? Dann bist du auf jeden Fall richtig! Da die Konferenz schwerpunktmäßig in englischer Sprache stattfinden wird, sind Englischkenntnisse wichtig. Kenntnisse der französischen Sprache sind sicher hilfreich, aber kein Muss. Vergeben werden für die Wikimania 2026 von Wikimedia Österreich insgesamt 6 Teilnahmeförderungen, von Wikimedia Deutschland insgesamt 30 Teilnahmestipendien (20 Individualstipendien für Personen und 5 Tandemstipendien). Seitens Wikimedia CH wird es zu einem späteren Zeitpunkt einen Stipendienprozess geben, welcher gesondert angekündigt wird.

Alle Informationen zur Bewerbung und den Prozess gibt es auf Wikipedia:Wikimania 2026/Teilnahmeförderung. Bewerbungsschluss ist der 4. Januar/Jänner 2026, für alle Fragen rund um den Prozess stehen die Wikimedia-Vereine gern zur Verfügung: verein( @ – at-Zeichen für E-Mail )wikimedia.at (bei Fragen an Wikimedia Österreich) bzw. wikimania( @ – at-Zeichen für E-Mail )wikimedia.de (bei Fragen an Wikimedia Deutschland).

Nutze die Chance, dich mit der globalen Community zu vernetzen – wir freuen uns auf deine Bewerbung! Annemarie (WMAT) und Sandro (WMDE), 6.11.

Du hast die KI vergessen

(Lied des WikiEulenOrchesters von der WikiCon 2025 in Potsdam, zu singen auf die Melodie Du hast den Farbfilm vergessen.)

„Du hast die K-I vergessen, s’ist allerhand!
Alles nur Maschinentext – das Lexikon verblasst!“

Schön war’n die Artikel in der Wikipedia!
Manche sogar exzellent – doch plötzlich war’n sie da:
Neue Algorithmen benutzen Leute jetz’,
schnell kam die Technik über’s ganze Netz.

Sie saugten sich voll mit dem Wissen, das da stand,
gaben es dann wieder ohne Sinn und ohn’ Verstand.
Leute, die glaubten’s und fragten nicht mehr nach
ob das Generierte auch der Wirklichkeit entsprach.

Du hast die K-I vergessen, mein Wikifant,
nun liest kein es Mensch mehr was du aufgeschrieben hast!
Du hast die K-I vergessen, s’ist allerhand
alles nur Maschinentext – das Lexikon verblasst!

Diese neue Technik, die uns sich einverleibt
dass von uns schließlich nicht mehr viel übrig bleibt
flutet das Netz voll mit ausgedachtem Quark
Hilft nichts, zu sagen: „Das Wiki ist autark.“ – nein!

Einzig, die Antwort, liegt in der Technik selbst.
Es ist egal, was du von Algorithmen hältst.
Nutz’ sie für dich und mach dir die Arbeit leicht
Jag die Vandalen, kriege Quellen angereicht

Lass uns die KI nicht vergessen, mein Wikifant:
Jeder nutzt’s für alle Fragen statt ’nem Lexikon.
Lass uns die KI nicht vergessen, du hast’s erkannt:
Die neue Technik ist jetzt da – auch du hast was davon!

WEO, 5.11.

Bebok, Bergwerk und Baudenkmale – Editieren 70 Meter unter dem Meeresspiegel

Unterirdisches Editieren auf etwa -70 m n.p.m.

Eingeladen zum zwanzigjährigen Geburtstag von Wikimedia Polska schürften fast 80 Wikipedianer weder Kohle noch Bitcoins, sondern freies Wissen in vier Sprachen. Vor Ort waren wir am 4. Oktober auf Sohle 320 der Zeche Guido im polnischen Zabrze (zeitweise Hindenburg O.S.). Zu zweit waren wir mit 3,5 deutschen Artikeln beteiligt.

Der Bebok, Polens jüngster Wikipedier in Katowice

Dank der Kombi Bahn und Bus erreichte ich am Vortag einigermassen entspannt Katowice mit einer Verspätung von drei Minuten. Die Bahn hatte vergeblich 130 Minuten Verspätung aufgeboten, um mich am Erreichen des Busses in Nürnberg zu hindern. In der oberschlesischen Metropole wurde vor der Fakultät für Sozialwissenschaften der Schlesischen Universität die Bronzestatue eines Beboks feierlich enthüllt. Stolz trägt der kleine schlesische Nachtgeist den wikipedischen Puzzleball. Anschliessend gab es bei Erfrischungen den ersten Austausch mit bekannten und neuen Kollegen. Nach einem Restaurantbesuch konnten wir in vollen Zügen den Wochenendverkehr der PKP geniessen. In Gliwice (Gleiwitz) führte ein Wikipedianer durch mehrere Jahrhunderte Baugeschichte. Angefangen beim „Schloss“, ging es unter anderem über die ehemalige Hauptpost und die zerstörte Synagoge zu Ikonen der Moderne wie Erich Mendelsohns Seidenhaus oder Bauten des sozialistischen Realismus. Polnische Gastfreundschaft und Bewirtung erfuhren wir im ehemaligen Schlesischen Hof, einem weiteren Baudenkmal. Neben einem Vortragsangebot wurde im kleineren Kreis die erste Geburtstagstorte für zwanzig Jahre Wikiźródła (Wikisource) angeschnitten.

Gruppenbild

Gut behelmt fuhren wir am nächsten Tag in der Zeche Guido ein, nachdem der Anschläger uns im Förderkorb in drei Ebenen gestapelt hatte. Die Seilfahrt endete auf Sohle 320, etwa 70 Meter unter dem seit 2024 gültigen Amsterdamer Pegel. Das Bergwerk diente von 1967 bis 1996 als Versuchsbergwerk und ist heute Teil eines umfangreichen Museums. Editiert wurde in einer grosszügigen Halle, die auch Konzerten und anderen Veranstaltungen dient. Mit meinem Nebenmann tauschte ich mich auf Englisch über die geplanten Edits aus. Ich hatte zwei oberschlesische Biographien auf Basis der deutschen Nationalbiographie ausgewählt. Für eine hatte er den polnischen Artikel erstellt. Wir kamen zu weiteren gemeinsamen Interessen. Eine polnische Zeitschrift hatte einen meiner Artikel gewürdigt, den ich anlässlich der Wikimania in Katowice verfasst hatte. Als ich ihm dies mitteilte, antwortete er, dass er diesen Artikel veröffentlicht hätte, da es keinen polnischen Artikel zu diesem Bauwerk der Kattowitzer Moderne gäbe. Die Welt sei sehr klein ergänzte er und wir vereinbarten eine künftige Zusammenarbeit. Einen weiteren, besonderen Kontakt gab es mit einer Autorin, die mehrere Jahre oberste Denkmalschützerin der Woiwodschaft Schlesien gewesen war. Insgesamt wurden etwa 2000 Edits in Polnisch, Schlesisch, Deutsch und Tschechisch erstellt. Zum Abschluss konnten wir die vorliegende, umfangreiche Literatur mitnehmen.

Geburtstagstorte und Bergmann

Mittags wurden wir vor einem alten Generator der AEG unter anderem mit Rouladen verköstigt. Nach einem Glas Bier wurde nun auch die Geburtstagstorte von WMPL angeschnitten. Den Abschluss bildeten ausgedehnte Führungen durch die Geschichte des Bergwerks angefangen von zierlichen Stempeln aus Holz, bis zum modernen Schildausbau mit schreitenden Hydraulikstempeln. Die demonstrierten Maschinen wie der Walzenschrämlader liefen zwar leer und schürften kein schwarzes Gold, aber die Kettenförderer machten trotzdem einen Höllenlärm. Ein Teil der Wegstrecke wurde mit einer Einschienenhängebahn aus dem Saarland zurückgelegt.

Walzenschrämlader, Kettenkratzförderer und schreitender Schildausbau
Nach dem einfachen Abendessen gab es Zeit für eine Vielzahl von Gesprächen mit wikimedischen Inhalten. Für einige polnische Wikipedianer ist Wikisource ein Projekt um sich von den Stressfaktoren der polnischen Wikipedia zu erholen. Sie vermissen dort aber eine Zusammenarbeit mit deutschen Kollegen. Wir diskutierten Kooperationsmöglichkeiten und als das Thema auf die gleichzeitige WikiCon in Potsdam kam, äusserten andere Kollegen, dass sie gerne zu einer WikiCon in Görlitz kommen würden. Nach weiteren Gesprächen beim Frühstück kam die Zeit des Abschieds. Da die Bahn am Sonntag nur Sparpreise in der ersten Klasse anbot, wählte ich eine Nachtfahrt per Bus von Breslau nach Chemnitz. Mit der Weiterfahrt per ICE kam ich so auf einen Bruchteil des Euroflextarifs und hatte Zeit für zwei ausgedehnte Fototouren. Die erste führte über weitere Baudenkmale und einige Lost Places bis nach Stare Gliwice (Alt-Gleiwitz). In der Kulturhauptstadt gab es Erstkontakte mit zwei GLAM-Institutionen, während die Fototour etwas durch Regen beeinträchtigt wurde. – WMPL berichtet hier, weitere Bilder von mir folgen hier, Artikel für Schon gewusst? sind in Vorbereitung. rhb 3.11.

Von Wikipedianern für Wikipedianer

Offen gestanden, habe ich es mir ziemlich überlegt, ob ich diesen Artikel schreiben soll und dann, wohin ich ihn setze. Verschämt an den Rand, vielleicht noch ein "wikipediarelevantes" Aufhängerthema als Alibi vorausgeschickt. Aber dann dachte ich mir nein - Thema sind doch wir, die Menschen, die die Enzyklopädie (noch!) schreiben und ohne die die Wikipedia (hoffentlich!) nicht funktioniert! Anders als andere Plattformen, haben wir hier keine soziale Rubrik. Kein von Wikipedianer für Wikipedianer, keine Hilfestellung bei Fragen der Wohnungs- und Arbeitssuche, Kinderbetreuung, Fortbildung oder schlichtweg Verkauf von Dingen, die uns das Leben leichter machen: Laptops, Handys, Autos. Warum ich jetzt plötzlich auf die Idee gekommen bin, das zu thematisieren? Weil ich erfuhr, dass ein Wikipedianer obdachlos ist und Artikel aus einem Zelt schreibt (!). Von mind. zweien weiss ich, dass sie zeitweilig Artikelprostitution bezahltes Schreiben betrieben, weil die Firma des einen insolvent wurde und er plötzlich auf der Straße stand mit Familie und der zweite nach dem Studium hochqualifiziert stempeln gehen musste, da der Arbeitsmarkt überlaufen ist. Beide sind inzwischen aus dem Rotlichtmilieu bezahlten Schreiben ausgestiegen, aber die Dunkelziffer ist nachwievor hoch und wir brauchen uns keine Illusionen machen, dass es besser wird, solange bezahlkräftige Kundschaft, auf Wikipedianer*innen in prekären Verhältnissen trifft. Ein kleiner Gedankenanstoss sollte daher die Idee der Einführung einer sozialen Rubrik sein, damit wir Wikipedianer vorzeitig auffangen, bevor es die Zuhälter Wikipedia-Agenten tun. Glaubt mir, ich weiss von was ich spreche... J.

KURZMELDUNGEN (zu Langmeldungen)

Weitere Nachrichten


Neue Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation

Bernadette Meehan

Bernadette Meehan, ehemalige Botschafterin der USA in Chile und davor Vice President der Obama Foundation, wird ab Januar 2026 die WMF führen. Mehr dazu im Blog der Foundation. Sv, 09.12.

Save the Date: Treffen zu KI und Wikipedia

Vom 6.-08.03.2026 stellt WMDE den Rahmen, dass sich interessierte Community-Mitglieder zum Thema KI vor Ort in Berlin austauschen können. Mehr dazu auf der Projektseite. Merle (WMDE), 09.12.

DTA: Jahresabschlusstreffen 2025

Jahresabschlusstreffen 2025

Zum Jahres­ende laden wir euch herzlich am 17. Dezember zum letzten Digitalen Themen­abend des Jahres 2025 ein! Beim tradi­tionellen Jahres­abschluss­treffen wollen wir gemeinsam auf das Wikipedia-Jahr 2025 zurück­blicken: Welche Entwicklungen haben uns bewegt? Welche Diskussionen haben Spuren hinterlassen? Und welche Ereignisse bleiben in Erinnerung?

Wie immer erwarten euch vielfältige 5-Minuten-Vorträge von Wikipedianerinnen und Wikipedianern aus unterschiedlichen Bereichen. Die kurzen Inputs geben einen abwechslungsreichen Überblick über große und kleine Themen des Jahres – und natürlich bleibt genügend Raum zum Nachfragen und gemeinsamen Austausch. Wir hoffen, dass für alle etwas dabei ist.

Kommt gern vorbei und lasst uns das Jahr in guter Gesellschaft ausklingen! Anmeldung wie immer unter WP:DTA. Salino01 06.12.

Wiki Loves Preisverleihung 2025

Wir freuen uns auf tolle Fotos, Preistragende und auf euch! Seid gerne am 05. Dezember 2025 online oder vor Ort in Berlin dabei. Mehr zur Veranstaltung findet ihr hier Holger (WMDE), 03.12.

Die erste Kerze brennt

... am Adventskranz, und damit ist auch der Wikipedia-Weihnachtswunschzettel wieder eröffnet. Jeder darf Wünsche eintragen und vor allem Wünsche anderer erfüllen und ihnen damit eine kleine Freude bereiten. Die Artikel werden im Weihnachtsnamensraum vorbereitet, Heiligabend ist dann Bescherung. Das Christkind freut sich auf rege Beteiligung. bjs, 30.11.

Advent, Advent, Advent, Advent

Für alle, die mit dem Anzünden der Adventskerzen nicht ausgelastet sind, gibt es jetzt eine außergewöhnliche Ausdauerprüfung. An den vier Adventswochenenden treffen sich die Athleten des Artikelmarathons, um neue Artikel anzulegen.

Jeder ist herzlich eingeladen mitzumachen. Der traditionelle Wettbewerb ist vor allem dafür vorgesehen, die kleinen Lücken im Wikipediawissen zu füllen, zu denen es nicht so viel zu schreiben gibt. Gesucht werden Autoren, die in vier Etappen zu jeweils drei Tagen (Fr bis So) möglichst viele Themen behandeln. Die Artikel sollten mindestens 2000 Zeichen umfassen, sie müssen mit Quellen belegt sein es darf keine wesentlichen Beanstandungen geben (vgl. WP:Artikel). Es gibt vier Adventssieger und einen Gesamtsieger nach dem vierten Advent, gewertet wird die Anzahl der angelegten Artikel.

Wer mitmachen will, kann sich ab sofort bei WP:Artikelmarathon eintragen.

Hinweis: Wer an Advent verhindert ist (z. B. wegen Glühweinbrand), kann auch danach am Weihnachtsmarathon (24. Dez. bis 4. Jan. am Stück) teilnehmen.HvW 26.11.

Siebte Auflage der 100-Women-Days

Bereits die siebte Auflage der 100-Women-Days steht ab 29. November an und erneut ist es in diesem Jahr das Ziel für das #100wikidays-Event bis zum Internationalen Frauentag am 8. März 2026 im Team möglichst viele Frauenartikel zu schreiben. Die 100-Women-Days, inzwischen auch unter dem Namen und dem Shortcut WP:100WD zu finden, gehen auf die Aktion des Teams des Kölner Lokal K aus dem Jahr 2019 zurück und in den bisherigen sechs Auflagen sind insgesamt 8809 Artikel entstanden. Einen Überblick über die Ergebnisse bieten die Projektseite sowie die zugehörige Statistik – in einer „Hall of Femmes“ werden zu vielen der biografierten Frauen zudem Porträts gezeigt.

In diesem Jahr wollen wir versuchen, die Tabelle, in der die Ergebnisse eingetragen werden, etwas einfacher zu strukturieren, damit die Eintragungen besser gelingen können, und wie auch in den letzten Jahren stehen viele helfende Hände zur Verfügung, wenn es mal nicht funktioniert. Freuen wir uns auf spannende Artikel zu tollen Frauen aus Sport, Wissenschaft, Politik, Kultur und anderen Lebensbereichen in den anstehenden 100 Tagen, die unseren Artikelbestand bereichern werden. Eingeladen sind alle, die Freude am gemeinsamen Werkeln und an vielen neuen Artikeln haben.It 25.11.

Wer liest uns eigentlich noch?

Die neue Rolle der Wikipedia für Leser

Die Wikipedia gehört weiter­hin zu den meist­genutzten Websites in Deutsch­land – dennoch verändert sich ihr Publi­kum deutlich. In den vergangenen Jahren gehen die Seiten­aufrufe zurück; die Wikimedia Foundation spricht von einem Rückgang um rund 8 %. Was bedeutet das für die Community? Wer sind die Lesenden heute – und warum bleiben einige fern?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Digitalen Themenabends am 2. Dezember. Wir werfen einen Blick auf Nutzungstrends, Veränderungen im digitalen Umfeld und darauf, wie sich die Rolle der Wikipedia im Medienmix verschiebt. Ziel ist dabei kein Abgesang, sondern der Austausch über neue Perspektiven: Denn das Wissen der Wikipedia ist weiterhin hoch relevant und findet auch jenseits der Website neue Wege zu den Menschen.

Impulse gibt Daniel Sigge (Fizzywater90), der Wikimedia Deutschland ehrenamtlich zu Entwicklungen der Leserschaft berät. Er arbeitet seit über einem Jahrzehnt für globale Content-Plattformen wie YouTube, TikTok und Reddit im Bereich Community-Strategie. Gemeinsam mit Nina Leseberg moderiert er den Abend – und lädt die Community ein, gemeinsam zu diskutieren:

Wie kann die Wikipedia den Lesenden wieder näherkommen? Und was bedeutet das für die Zukunft des Projekts?

Anmeldung wie immer unter WP:DTA.

Erinnerung: Am 26. November findet der 124. DTA statt – Thema: „Texte wirken unterschiedlich – Kommunikation in der Wikipedia“. Salino01 18.11.

Wales & Jung

Heute war Jimmy Wales bei Tilo Jung im Format "Jung & Naiv". Erste Frage von Jung: "Gründer oder Mitgründer von Wikipedia?" Die Reaktion von Jimmy? Seht selbst: YouTube S. 14.11.

Texte wirken unterschiedlich

Gleiche Texte wirken unterschiedlich!

Wie unterschied­lich kann ein und derselbe Satz wirken? Ein „Das ist aber inter­essant!“ kann freund­lich gemeint sein oder spöttisch klingen. Solche Miss­ver­ständ­nisse entstehen schnell, besonders in schrift­licher Kommuni­kation, wo Tonfall und Mimik fehlen.

Beim Digitalen Themen­abend am 26. No­vember um 19 Uhr wollen wir gemeinsam erkunden, wie Sprache auf den Diskussions­seiten der Wikipedia wirkt. Anhand realer Beispiele diskutieren wir, wann Beiträge als sachlich und konstruktiv wahrgenommen werden und wann sie unbeabsichtigt oder absichtlich verletzend wirken können. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Wirkung von Sprache zu entwickeln und Wege zu finden, wie respektvolle und produktive Diskussionen in der Wikipedia gelingen können – trotz unterschiedlicher Meinungen, Schreibstile und Perspektiven. Eine Aussage ist nicht nur vom Textinhalt, sondern auch entscheidend vom Empfänger abhängig.

Der Abend knüpft an den Themenabend vom Juli und die Session bei der WikiCon an, bei dem die Grundlagen zwischenmenschlicher Verständigung und die Herausforderungen schriftlicher Kommunikation im Mittelpunkt standen. Anmeldung wie immer unter WP:DTA.

Erinnerung: Am 12. November geht es um das Thema Verschieben von Artikeln in den Benutzernamensraum als Alternative zur Löschdiskussion?

Vorschau: Am 2. Dezember heißt das Thema: „Wer ist eigentlich meine Leserschaft? Warum die Zukunft der Wikipedia bei den Lesenden beginnt.“ Salino01 09.11.

Neuer Projektschließungsantrag

Nach der Ende September beschlossenen, aber noch nicht durchgeführten Schließung der grönländischen Wikipedia habe ich meinen Blick auch auf das nah verwandte Iñupiatun gerichtet, das aber nur ein Fünfzigstel der Sprecher übrig hat (genaugenommen rund 1200). Wenig überraschenderweise sieht es dort nicht besser aus, sondern eher schlimmer. Quasi alle Artikel wurden offenbar von einem Türken und einem Portugiesen geschrieben und sind sprachlich Humbug. Also habe ich mich gezwungen gefühlt, auch hier einen Projektschließungsantrag zu verfassen. kenny, 8.11.

Wikipedia:Gemeinsam überarbeiten

So lautet der Titel einer neuen Seite im Wikipedia-Namensraum. WP:GÜ will ein Ort sein, an dem sich Menschen treffen können, die gemeinsam einen bestehenden Artikel überarbeiten möchten. Steht ein Jahrestag vor der Tür, aber der Artikel ist nicht recht vorzeigbar? Behandelt ein Artikel ein Standardlemma nur kursorisch? Ist ein Text im Laufe der Jahre veraltet oder durch zahllose Mikroedits außer Form geraten? Dann bist du bei WP:GÜ richtig! Hier kannst du Gleichgesinnte suchen, die mit dir zusammen eine Überarbeitung vornehmen, die für eine Person zu aufwendig wäre. Hier kannst du dich nach vorhandenen Sachgebieten umsehen und zu einem Team dazustoßen.

Die Projektseite wird begleitet von Tipps zur Teamarbeit und zu verschiedenen Arbeitsbereichen. So erfährst du, wie groß ein Team sein sollte, welche Eigenschaften nützlich sind und wie und wo ein konstruktiver Austausch gelingt. Hilfreich sind Schreibtipps für Gruppen und Hinweise zur Einbindung derjenigen, die sich bisher am Artikel beteiligt haben. Gezeigt werden außerdem Möglichkeiten der Förderung, unter anderem Wege zur Fachliteratur und Fahrtkostenerstattung für Arbeitstreffen.

Das Projekt geht zurück auf den Workshop „Große Artikel gemeinsam überarbeiten“, der am 4. Oktober auf der WikiCon in Potsdam stattfand. Die Ergebnisse, die die 30 Anwesenden dort erarbeitet haben, bilden die Grundlage für das neue Forum. Wikipedia:Gemeinsam überarbeiten macht doppelt Freude! Und, wer weiß, auch Freunde. Psi 7.11.25

Einladung zum Workshop Gewaltfreie Kommunikation

Es gibt noch freie Plätze für den Online-Workshop zu Gewaltfreier Kommunikation am 12. November, 19 bis 21 Uhr. Der Workshop vermittelt Grundlagen gelingender Kommunikation und zeigt Methoden, um Gespräche bewusst und konstruktiv zu gestalten. Anmeldung erforderlich. NR (WMDE), 4.11.

Herbst-Wartungswettbewerb

Was haben Richard Burton, Heinz Schubert, Helmut Schreiber, Rock Hudson, Günter Naumann, Horst Naumann, Sammy Davis, Jr., Tana Schanzara und Hildegard Knef gemeinsam?

Sie sind alle im November oder Dezember 1925 geboren. Anlass genug, dass die Kategorie:Schauspieler einer der drei Bonus-Kategorien im jetzt anstehenden Herbst-Wartungswettbewerb ist.

Der Internationale Tag zur Beendigung der Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten, der ausgerechnet heute am 2. November, wo ich diesen Kurier-Beitrag schreibe, begangen wird, ist Anlass für die 2. Bonus-Kategorie Journalismus. In Tschechien fanden Anfang Oktober Wahlen statt. Das wird mit der 3. Bonus-Kategorie Tschechien gewürdigt.

Der Herbst-Wettbewerb beginnt in diesem Jahr am 15. November, dauert wie immer 15 Tage und endet somit am 29. November 2025, 23.59 h. Das ist dann schon das 1. Advents-Wochenende.

Bereits beim letzten Wettbewerb war kurzfristig der weitere Wartungsbaustein Übersetzungshinweis eingeführt wurden. Dieser Baustein kann gesetzt werden, wenn es zwar einen Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia gibt, aber der Artikel in einer anderen Sprachversion ausführlicher ist, so dass aus dieser ggf. einen Teil übersetzt und dann eingefügt werden könnte.

Ab diesem Wettbewerb gibt es auch den Baustein KI-generiert. Dieser ist für Artikel vorgesehen, wo ein entsprechender Verdacht besteht. Fairnesshalber sei hier gesagt, dass der Bearbeitungsbedarf je nach Artikel ganz unterschiedlich sein kann.

Aber auch jede Verbesserung eines Artikels mit einem anderen Baustein oder ausserhalb der genannten Bonus-Kategorien bringt Punkte. Dasgleiche gilt auch für Mini-Verbesserungen.

Wer mitmachen will, einfach unter Wikipedia:Wartungsbausteinwettbewerb/Herbst 2025 als Teilnehmer eintragen oder ein Team bilden und dies eintragen oder fragen, ob man sich einem Team anschliessen darf und dann möglichst viele Artikel verbessern (egal, ob Wartungsbaustein oder Minibaustein) und in die Übersicht eintragen. Eine Anmeldung ist auch jederzeit noch während des laufenden Wettbewerbes möglich.

Wer möchte, kann den Wettbewerb auch als Schiedsrichter unterstützen: je mehr sich dazu bereit erklären, desto geringer ist der Aufwand für jeden der Schiedsrichter. Diese dürfen zum Ausgleich dieses Aufwands einen Tag vorher mit dem Wettbewerb beginnen.

PS: Das Team Technische Wünsche hat einmalig für diesen Wettbewerb einen Sonderpreis (einschliesslich eines kleinen Sachpreises) ausgesetzt. Sofern Ihr bei der Abarbeitung eines grossen Bausteines die neu eingeführte Subreferenzierung in den Artikel einführt (was zwangsläufig nicht bei jedem Artikel mangels mehrfacher Verwendung der gleichen Quellen möglich ist), erhaltet Ihr pro Artikel ein Los für diesen Sonderpreis. Die Verlosung findet nach Wettbewerbsende statt.N, 2.11.

Ergänzung: Gemäß Mitteilung des Teams Technische Wünsche (siehe umseitige Diskussion) gibt es nur ein Los, egal in wievielen Artikeln die Subreferenzierung ausprobiert wird.N, 10.11.