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Wikimedia:Woche 17/2016 (28.04.) | Wikimedia:Archiv
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Die Brüssel-Schreibwoche: eine Erfolgsgeschichte

Brussels after the attacks (21).jpg

Vom 4. bis zum 17. April 2016 wurde eine Schreibwoche veranstaltet, welche die Region Brüssel-Hauptstadt zum Thema hatte. Themenwochen hatte es vorher schon einige gegeben: zum Beispiel über das Baltikum, Brasilien, Dänemark, den Kaukasus, Polen und Schweden. Organisiert wurde die Schreibwoche von der niederländischen Wikipedia aus, unter anderem durch Romaine, SvenDK und Taketa. Koordiniert wurde das Projekt über Projektseiten auf Meta und der niederländischen Wikipedia. Auf de.-, en.-, fr.- und nl.Wikipedia wurde Bannerwerbung für die Schreibwoche geschaltet, so dass sich circa 100 Benutzer fanden, die zur Schreibwoche beitrugen. Von diesen Benutzern waren zur Überraschung der Veranstalter fast die Hälfte neue Benutzer, die vorher noch nie Wikipedia-Artikel geschrieben hatten. Einige belgische Medien berichteten mehrmals über die Schreibwoche, es erschienen Artikel und Interviews von Brusselnieuws, Deredactie.be, De Standaard, Het Nieuwsblad und VivaCité. Es entstanden in dieser Zeit 409 neue Artikel und 48 Artikel wurden stark überarbeitet. Fotos wurden gemacht und Karten angefertigt. Positiv überrascht hat auch die Internationalität: neue Artikel wurden geschrieben in Deutsch, Französisch, Griechisch, Indonesisch, Italienisch, Norwegisch (Nynorsk), Rumänisch, Russisch, Slowakisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch. Viele anderssprachige Mitarbeiter hatten also von selber zu diesem Projekt gefunden.

Writing weeks Brussels 2016 - Muntpunt - 9 April 2016.jpg

In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der öffentlichen Brüsseler Bibliotheken und der Studentenorganisation InfoGroep der Freien Universität Brüssel wurden insgesamt elf Schreibwerkstätten (Wikimeets) durchgeführt, die gut besucht waren. Die Bibliotheken, in denen die Wikimeets stattfanden, befanden sich über die gesamte Hauptstadtregion verstreut, nämlich in der Stadt Brüssel sowie in Anderlecht, Ixelles/Elsene, Jette, Koekelberg und Woluwe-Saint-Pierre/Sint-Pieters-Woluwe.

Besonders positiv ist aufgefallen, dass dies alles komplett ohne Fördergelder stattfand. Eine Finanzierung der Aktivitäten war einfach nicht nötig, da keine Kosten entstanden. Man musste auch nicht mühselig Aktive zusammensuchen, um genügend Teilnehmer zu bekommen – diese fanden sich einfach aus eigenem Antrieb und Interesse.

Rudi Vervoort and Gereon Kalkuhl.JPG

Auch in der Politik stieß die Schreibwoche auf Interesse. Belgien ist, mehr oder weniger vergleichbar mit den deutschen Bundesländern, in drei Regionen unterteilt: Flandern, die Wallonische Region und die Region Brüssel-Hauptstadt. Der Ministerpräsident der Region Brüssel-Hauptstadt, Rudi Vervoort, empfing am 21. April 2016 Wikipedianer, die zur Schreibwoche beigetragen haben. Da sich der Termin kurzfristig um eine Stunde verschob, arrangierte er für die Wartenden kurzfristig eine Führung durch das nahe gelegene Museum „eB!“ der Hauptstadtregion. Leider fand sich nur ein einziger Autor, eine Urkunde im Kabinett der Hauptstadtregion entgegenzunehmen. Für die meisten Teilnehmer war Brüssel zu weit weg oder sie wollten nicht mit Politik assoziiert werden oder sie waren zu schüchtern, laut Feedbacknachfrage beim Koordinator. Dazu weilte der Vorstand von Wikimedia Belgien bei der Wikimedia Conference in Berlin. Rudi Vervoort erwähnte gegenüber mir und Taketa, dass Brüssel nach den Terroranschlägen am 22. März 2016 sich sehr freue über Aufmerksamkeit und Beschäftigung mit der Stadt und Region, die nicht nur den Terrorismus zum Thema habe. Als Geschenk überreichte er eine DVD mit den ersten existierenden Filmaufnahmen von Brüssel und der Geschichte der Stadt. Am 25. April 2016 gab es darüber hinaus einen Empfang beim Kultusminister der flämischen Regierung, Sven Gatz. G.K. 1.5.

Alle Jahre wieder …

Nein, es ist noch nicht Weihnachten …

Nein, keine Sorge, es ist nicht schon wieder Weihnachten. Jedoch ist schon wieder Mai und, wie traditionell in jedem Jahr seit 2007, ist auch jetzt wieder die Zeit angebrochen, Kandidaten für das Schiedsgericht der deutschsprachigen Wikipedia zu suchen.

Das Schiedsgericht, die Institution mit den Wikipedianerinnen und Wikipedianern, die sich in ihrer Freizeit mit „kommunikativen Auseinandersetzungen zwischen Benutzern“, „Auseinandersetzungen um Adminfunktionen“, „Sockenpuppenmissbrauch“ sowie „wiederholten und vorsätzlichen Verstößen gegen Wikipedia-Grundsätze“ beschäftigen können/dürfen/sollen/wollen/müssen, hat regulär fünf (SG-A)-Plätze für ein Jahr zu besetzen.

Doch ist die Arbeit im Schiedsgericht wirklich ein Privileg oder etwas Besonderes, wie so oft behauptet wird? Fälle, die oftmals viel Arbeit und viel Konfliktforschung verlangen, weil die Problemstellungen hinter den Anfragen sich selten so einfach darstellen, wie sie zunächst auf den ersten Blick erscheinen, und langwierige Lösungssuchen sind das Tagesgeschäft des Schiedsgerichts. Ein Dankeschön oder gar ein Lob sind äußerst selten bzw. fast ausgeschlossen, da es nicht möglich ist, eine absolut akzeptable Lösung für alle Seiten zu suchen. Trotz alledem erwartet zukünftige Mitglieder des Schiedsgerichts eine interessante und herausfordernde Aufgabe in einer angenehmen Arbeitsatmosphäre.

Jede Wikipedianerin und jeder Wikipedianer, die/der sich dieser Herausforderung stellen möchte und so ihren/seinen eigenen kleinen Teil zum Versuch der Lösung von Konflikten beitragen möchte (die Illusion, dass das Schiedsgericht über ein Geheimrezept zur Lösung von Konflikten besitzt, sei hiermit genommen), kann sich daher hier angesprochen fühlen: Es ist ab sofort möglich, sich bis zum 7. Mai, 23:00 Uhr (MESZ) auf der Wahlseite einzutragen; die Wahl wird ab dem 8. Mai folgen. Für das Schiedsgericht DCB, 01.05.

PS: Alle, die aufgrund der Überschrift dieses Artikels daran erinnert wurden, dass sie noch das ein´ oder andere Weihnachtsgeschenk besorgen müssten/sollten, seien hiermit beruhigt: Es ist erst Mai und daher bleibt noch genügend Zeit, die diesjährigen Weihnachtsgeschenke zu besorgen.

Ein Leckerli für Freunde des Qualitätsjournalismus

Immer wieder einmal – und in letzter Zeit immer öfter – werden von qualitätsjournalistischer Seite über der Zukunft der Wikipedia schwebende düstere Schatten an die Wände gemalt. Dieser Tage mal in der taz unter dem Titel Der aussterbende männliche Schwarm. Untertitel: Koreanische Forscher haben die Wikipedia-Historie der letzten 14 Jahre analysiert. Ihr Fazit wirft ein düsteres Licht auf die Egalisierungsutopie. Arbeiten wir an einer „Egalisierungsutopie“? Nö. Egalisierung ist schön, es geht aber auch ohne. Hauptsächlich arbeiten wir an einem Enzyklopädieprojekt. Das hat Fabian Kretschmer, der Autor des Artikels, offenbar nicht verstanden. Ebenso wenig der Autor der Studie, denn dieser schreibt: „Wenn wir nichts gegen die wachsende Ungleichheit unternehmen, könnte Wikipedia schon bald zusammenbrechen.“ Der Autor sei ein gewisser Jinyhun Yun, der an der südkoreanischen KAIST arbeiten soll. Weder die Person noch die besagte Studie konnten von Klaus Graf ermittelt werden, der sich auf Archivalia in seinem Blogpost zum taz-Artikel dazu hinreißen lässt, Kretschmer einen Stümper zu nennen. Nicht doch. Nur wegen des bisschen ungenauen Zitierens? Per AGF nehmen wir einmal an, dass Autor und Studie existieren. Nachdem Kretschmer den Namen von KAIST schon nicht ganz korrekt wiedergibt, sind vielleicht auch im Namen von Jinyhun Yun ein oder zwei Buchstaben zuviel oder zuwenig. Da muss man bei Qualitätsjournalisten schon ein wenig großmütig sein.

Wie auch immer. Zurück zu den düsteren Schwingen sterbender Schwärme von Schwänen … oder wäre besser: Schatten von Schwärmen sterbender Schwanenschwingen? Sterbende Schwanenschwarmschwingen? Egal: man weiß irgendwie, was gemeint ist. Wer damit zufrieden ist, kann den Artikel ruhig lesen. Sensiblere Leser sollten sich hüten: ihr semantisch-grammatisches Immunsystem wird da auf eine Probe gestellt.

Was also haben die südkoreanischen Wissenschaftler gemacht? „Sie ließen die gesamte Wikipedia-Historie zwischen 2001 und 2014 durch ihre Datenserver laufen.“ Durch die „Datenserver“. Ah ja. Und wie lange haben die „Datenserver“ geservt? So lange: „zwei komplette Wochen Prozessorenarbeit“. Offenbar war mehr als ein Prozessor am serven. Und was war die Frage? Die war (in Kretschmers Worten): „Wie tickt Wikipedia?“ Ok. Klingt soweit interessant. Dann kommt ein kurzer Rückblick auf angeblich schwierige Anfänge. Schwierig von außen gesehen, weil da „jeder an den Artikeln mitwerken könne“. Fast ungebremst kann da also jeder werken. Eine kleine Notbremse gibt es allerdings: „Die Wikimedia-Foundation, die hinter Wikipedia steht, schreitet nur insofern ein, als dass sie besonders aktive Nutzer zu Administratoren ernennt.“ Da hat der Korea-Korrespondent der taz aber echt sorgfältig recherchiert. Investigativ arbeitend hat er herausgefunden, was manche hier schon lange vermuten: Admins werden nicht gewählt, sondern irgendwie hinterrücks von der Foundation ernannt! Nun ja. Es ging trotz anfänglicher Bedenken irgendwelcher Leute bekanntlich noch einmal gut und sogar bestens und führte „zur bisher wohl öffentlichkeitswirksamsten Verifizierung der Schwarmintelligenzthese überhaupt.“ Und mehr noch: „Die Egalisierungsutopie wurde breiter Konsens: Wikipedia würde mit der Zeit immer akkurater, immer demokratischer werden.“ Dass Wikipedia mit der Zeit immer akkurater wird, ist eine von vielen gehegte Hoffnung, und manche Leute tun sogar etwas dafür. Dass Wikipedia demokratischer wird …? Von Anfang an war Wikipedia im Rahmen des Praktikablen ziemlich demokratisch und daran hat sich relativ wenig geändert. Oder was ist hier mit Demokratie gemeint?

Egal, denn jetzt kommt das „Aber“, denn „nun wiesen die Forscher aus Daejeon nach: Seit einigen Jahren kehrt sich die Entwicklung um …“ Nein, der Satz ist noch nicht zu Ende. Wie kehrt sich die Entwicklung um? Die Leser wollen das wissen. So: „… wie ein zurückschwingendes Pendel“. Ich denke unwillkürlich an Poes Die Grube und das Pendel und sehe vor meinem geistigen Auge Kretschmers tödlich scharf geschliffene Metaphern sich langsam aber unaufhaltsam auf meinen wehrlos festgeschnallten Verstand sich herabsenkend. Und es geht weiter, erbarmungslos: „Die Zahl der Autoren begann zu schrumpfen, und mit ihnen wuchs der Einfluss einiger weniger.“ Dunkle Verzweiflung befällt den, der herauszufinden versucht, worauf sich das "ihnen" bezieht.

Wer das nicht will, der liest einfach weiter und erfährt immerhin, wer die „einigen wenigen“ sind. Das sind nämlich die „super editors, die sich vor allem durch ihre exzessive Autorenschaft bei Wikipedia-Artikeln auszeichnen“. Die „exzessive Autorenschaft“ ist natürlich alarmierend. Statt sich im Interesse idealer Egalisierungutopieverwirklichung an durchschnittlichen Zahlen von Edits und Artikelanlagen zu orientieren, geben einzelne wikipedianische super predators sich hemmungslos dem Editierrausch hin, teilweise werden sogar gemeinschaftlich wahre Orgien der Artikelerstellung gefeiert, deren bekannteste Jahr für Jahr anlässlich der Oscar-Verleihungen stattfindet. Und es wird immer schlimmer, denn die koreanische Studie ergibt: „Diese Ungleichheit wird über die Jahre immer stärker werden.“ Man mag sich gar nicht vorstellen, wie das in wenigen Jahren aussehen wird, wenn in Ekstase und Editiertaumel verfallene Supereditoren in rasender Folge Artikel verfassen, denen kein noch so unschuldiges Lemma entgeht. Wenn nicht die unterdrückten, mit durch- und unterdurchschnittlichen Editzahlen dahinvegetierenden Massen aufstehen eines Tages, ihre Stärke erkennen und strikte Editierlimits einführen und Editcountkappung erzwingen …

Oder ist das vielleicht anders gemeint? Aus Kretschmers Artikel kann man das nicht erschließen, denn er fährt mit weiteren Erkenntnissen der südkoreanischen Forscher fort, zum Beispiel: „Ob Artikel häufig oder selten geändert werden, sagt nichts darüber aus, ob diese mit der Zeit schneller oder langsamer wachsen.“ Das ist aber eine schöne Nichtkorrelation, die kommt in die Sammlung. Aber weiter, denn jetzt kommt die „wohl interessanteste Erkenntnis“: „Die meistdiskutierten Artikel werden schlussendlich von einigen wenigen Individuen dominiert. Durch ihre Hartnäckigkeit bauen die super editors einen elitären Zirkel auf – und schrecken potenzielle neue Autoren ab.“ Der koreanische Forscher hat offenbar bemerkt, dass es neben demokratischen Strukturen in der Wikipedia auch Elemente einer Meritokratie gibt. Wobei Meritokratie natürlich viel zu positiv klingt, schon klar. Wieso das Schicksal der Wikipedia jetzt an der sehr überschaubaren Anzahl stark umstrittener Artikel hängen soll, wird nicht klar gemacht, ebensowenig, worin die abschreckende Wirkung auf neue Autoren beruhen soll – außer, die neuen Autoren suchen sich als erstes einen schönen Editwar. Hm. Tatsächlich, solche „neue Autoren“ gibt es. Manchmal sind die auch nicht ganz so neu. Oder vielleicht wurden hier mehrere Sätze in einen geschmissen, einmal umgerührt und das ganze dann undurchdacht stehen gelassen.

Dann ist erstmals Schluss mit der Studie und man wechselt zu den bekannten, qualitätsjournalistischerseits regelmäßig abgehandelten Problemen. Zitiert wird Andrew Lih, Autor von The Wikipedia Revolution: How A Bunch of Nobodies Created The World's Greatest Encyclopedia, der meint: „Wikipedia habe es bislang nicht geschafft, seine Benutzeroberfläche in das Zeitalter des mobilen Internets zu transformieren.“ Soll wohl heißen, dass das Schreiben exzellenter Artikel auf dem Smartphone trotz Visual Editor noch nicht in einer Ampelpause zu erledigen ist. Und dann noch ein paar bekannte Probleme, die allerdings keineswegs neue sind und bislang noch nicht zum Zusammenbruch der Wikipedia geführt haben. Fazit: „Lih befürchtet, es brauche einen öffentlichkeitswirksamen Knall, um die Notwendigkeit von grundlegenden Reformen auszulösen.“ Tja, der Notwendigkeit auslösende Knall, der fehlt halt oftmals, da kann es noch so oft knallen, die Notwendigkeit löst das einfach nicht aus, die liegt nur da und ist mit sich ganz zufrieden. „Andernfalls könne Wikipedia in langsamen Schritten an Glaubwürdigkeit und Qualität verlieren – und langfristig dem Untergang geweiht sein.“ Der Untergang. Man hört es schon wieder über die Wikipedia herbeibeschworen von lallender Seherzunge, das schicksalsschwere Schnattern sterbender Schwarmschwäne. Auch die Foundation hat das ominöse Schnattern gehört und will Abhilfe schaffen: „… in Zukunft sollen personalisierte Empfehlungstools, ähnlich wie die Werbeeinblendungen beim Surfen, auf den User abgestimmte Artikeleditierungen empfehlen.“ Das ist einmal etwas, das uns allen immer schon fehlte. Wenn AIs bei Go und Jeopardy gewinnen, werden sie mir ja wohl sagen können, was ich hier als nächstes machen soll.

Dann kommt noch etwas über Paid-Editing und dann das Schlusswort eines weiteren koreanischen Forschers: „‚Weil die Inhalte für die Menschheit so wertvoll sind, bin ich optimistisch, dass diese nicht einfach verschwinden werden‘, sagt Sang Hoon Lee vom Elite-Institut Kaist: ‚Bei der Institution Wikipedia selbst bin ich mir da nicht so sicher‘.“ Da sind sich der Elite-Institut-Postdoc und der Qualitätsjournalist also beide sicher und der Artikel ist zu Ende. Uff.

Das Schönste zum Schluss: Über den richtig geschriebenen Namen „Sang Hoon Lee“ findet sich dann auch der Artikel. Wie vermutet fast kein Unterschied: „Jinhyuk Yun“ vs. „Jinyhun Yun“. Wer es lesen will: Jinhyuk Yun, Sang Hoon Lee, Hawoong Jeong: Intellectual interchanges in the history of the massive online open-editing encyclopedia, Wikipedia. Phys. Rev. E 93, 012307 (2016), doi:10.1103/PhysRevE.93.012307, arxiv:1510.06092. Hm. Wie sich die Tätigkeit von Superjournalisten langfristig auf die Zukunft der taz und vergleichbarer Organe auswirken mag, darüber wage ich nicht zu spekulieren. WR 29.4

Ergänzung: Eine populärwissenschaftliche Zusammenfassung auf Englisch findet sich auf der Verlagswebsite: Focus: Wikipedia Articles Separate into Four Categories. (Cd)

Noch fünf Monate bis zur WikiCon 2016

Das K – Kultur- und Kongresszentrum

Der Termin rückt näher (16. bis 18. September 2016) und die Planungen schreiten gut voran. Am 16. April traf sich das WikiCon-Team im Kultur- und Kongresszentrum – Das K in Kornwestheim, Region Stuttgart, um wichtige Fragen zum Programm und zur Raumbelegung zu klären. Es ist ein öffentlicher Bereich für interessierte Neulinge und Kooperationspartner für freies Wissen geplant. Für die offizielle Anmeldung bitten wir noch um etwas Geduld. Sie wird am 25. Juni zur Wikimania starten. Ihr könnt euer Interesse aber schon auf der Teilnehmerliste bekunden.

Lasst uns die verbleibende Zeit nutzen, um ein erstklassiges Programm auf die Beine zu stellen! Die Räumlichkeiten in Kornwestheim bieten die allerbesten Voraussetzungen. Also: auf, tragt weiterhin Eure Vorschläge unter Programm ein. Richtet Euer Augenmerk bitte auch auf die zahlreichen Beitragswünsche im unteren Teil der Seite, und überlegt, ob Ihr nicht einen dieser Wünsche erfüllen könnt. Wir freuen uns auf Eure weiteren Vorschläge!

Für das WikiCon-Team Region Stuttgart: RudolfSimon, MP und Wnme, 28.4.

Wikipedia-Sprechstunde in Dresden

Wikipedia in der SLUB

Am gestrigen Mittwoch, dem 27. April 2016, fand in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) die erste Wikipedia-Sprechstunde in Dresden statt. Ein Format, das bereits in Hamburg regelmäßig durchgeführt wird und nun auch, in einer Kooperation mit der SLUB Dresden, in der sächsischen Landeshauptstadt versucht werden sollte.

Insgesamt waren etwas mehr als 10 interessierte Leserinnen und Leser der Wikipedia, die teilweise schon mal selbst etwas zur Wikipedia beigetragen haben oder vorhaben, dies in Zukunft zu tun, vor Ort, um sich über die Hintergründe der Wikipedia zu informieren und gemeinsam mit den Wikipedianern Unukorno, René Mettke, Bybbisch94, A. Wagner, Mr N und dem Autor dieser Zeilen auszutauschen. Es wurden Fragen rund um Qualitätssicherung, das Schreiben von Artikeln, Recherchearbeiten, die Motivation, Wikipedianer zu werden, und zu den Regeln der Wikipedia gestellt. Wir saßen in einer gemütlichen Runde zusammen, sprachen über die Dinge, welche die bisherigen Nur-Leserinnen und -Leser in Bezug auf unser Projekt bewegten, und zeigten anhand von Beispielen, wie die Wikipedia funktioniert und was so alles zu beachten ist. Die Resonanz der Besucherinnen und Besucher war sehr positiv und der Wunsch, das Format zukünftig regelmäßig anzubieten, wurde mehrfach geäußert.

Auch wurde mit einem Mitarbeiter der SLUB über eine Wiederaufnahme der, zu unserem Bedauern eingeschlafenen, Kooperation mit der Deutschen Fotothek gesprochen. Sollte es hierzu Neuigkeiten geben, wird an dieser Stelle darüber informiert.

Es sei an dieser Stelle allen gedankt, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben und sich beteiligt haben. DCB, 28.04.

Mühsam ernährt sich das Streifenhörnchen

Hey, ein Hörnchen

Immer wieder lese ich die gleiche Frage, wenn ich mal wieder einen neuen Hörnchenartikel in die deutschsprachige Wikipedia eingestellt habe: Wie viele gibt es denn noch davon? Von einigen Benutzern wird man nach zwei Jahren Hörnchenschreiberei ja bereits deutlich abschätzig belächelt oder aufgrund der vermeintlichen Eingleisigkeit oder gefühlten Unwichtigkeit der Fellviecher auch direkt abklassifiziert, andere geben einem den liebevollen Namen „Hörnchenpapst“. Da nützt es auch nichts, gelegentlich einen blutrünstigen Roman oder ein zwielichtes Glücksspiel beizusteuern oder gar in die cineastischen Abgründe der Horror- oder Pornobranche abzugleiten – das Label klebt und geht nicht mehr ab. Aber, um mal ehrlich zu sein: Ist das schlimm? Gibt es eine ruhigere und ungestörtere Ecke als bei den Hörnchen? Da nimmt man den Hohn doch gern in Kauf und krumelt mit genau dem weiter, was einen mal zur Wikipedia gelockt und gehalten hat: In Ruhe Artikel schreiben und die Enzyklopädie peu á peu etwas vollständiger zu machen. Einen Ruhepol zu finden, um den Kopf von Arbeit und Stress freizubekommen … etwas, das man in etlichen Bereichen der Wikipedia ja bereits schon lange nicht mehr finden kann.

Und wie viele fehlen jetzt noch? Bei der Berücksichtigung der aktuellen Systematik fehlen derzeit noch 55 Hörnchenarten in der deutschsprachigen Wikipedia, fast die Hälfte davon Streifenhörnchen (20), dem stehen 273 bereits vorhandene Artikel (mit sehr variabler Qualität) gegenüber. Für dieses Jahr sollte es bei meinen Hörnchen also auf jeden Fall noch genug zu tun geben, um ab und an dem stressigeren Treiben zu entfliehen und Kraft zu tanken. Mein Tipp: Sucht euch eine ruhige Nische, um wenigstens ab und an zur Ruhe zu kommen – und neu gestärkt könnt ihr euch dann jederzeit wieder in das wimmelnde Getümmel stürzen.AR 27.4.

1 Jahr Wikiläum

Hiermit gratuliere ich Benutzer
Max Musterautor
für 10 Jahre ehrenamtlicher Arbeit
im Dienst der Verbesserung unserer Enzyklopädie
und verleihe ihm den
Wikipedia logo silver.png
Wikiläums-Verdienstorden in Silber
gez. …

Seit nunmehr einem Jahr werden die Wikiläen gewürdigt, das heißt Autoren, die seit einer runden Zahl von Jahren dabei sind, eine nennenswerte Zahl von Edits aufweisen und weiterhin aktiv sind, wird – möglichst genau am Tag ihres ersten Edits – zum Wikiläum gratuliert und ein Orden verliehen. Nach 5 Jahren Durchhalten gibt es Bronze und nach 10 Jahren Silber. Die allermeisten freuen sich darüber und Anerkennung und Wertschätzung ist ohnehin ein defizitärer Bereich in der Wikipedia.

Auffällig ist allerdings die erhebliche Überzahl derjenigen, die 10 Jahre dabei sind, und das soll hier der Hauptpunkt sein. Natürlich ist das keine präzise Statistik, vielmehr werden die in Frage kommenden Autoren vor allem aufgrund der Liste der Beitragszahlen ermittelt – und dort muss man sich erst eintragen. Dennoch meine ich, dass dieses Übergewicht von Silber gegenüber Bronze kein Artefakt ist, sondern tatsächlich Aussagekraft hat.

Normalerweise würde man ein Verhältnis wie bei sonstigen silbernen, goldenen, eisernen etc. Jubiläen erwarten, das heißt eine sich nach oben hin ausdünnende Pyramidenverteilung. Bei uns ist es genau umgekehrt. Hier ruht eine breite Spitze prekär balancierend auf einer recht schmalen Basis. Was lehrt uns das? Meines Erachtens, dass wir alle Autoren, die wir bekommen werden, im Wesentlichen bereits haben. Inzwischen hat längst jedermann von Wikipedia gehört und alle, die willens und in der Lage sind, sind schon dabei. Was hinzukommen wird, ist buchstäblich Nachwuchs, dieser ist aber dünn gesät und wird immer dünner, da die Ansprüche an Kenntnisse und Aufwand der Natur der Sache entsprechend stetig höher werden.

Die Folgerung sollte daher eigentlich die sein, dass die Priorität beim Behalten und Unterstützen von bereits erfahrenen Autoren liegt und nicht darin, aktiv Neulinge zu gewinnen und solchen den Weg zu ebnen, indem man vermeintliche Hindernisse aus dem Weg räumt. Kurz gesagt: was Leute darin hindert, sich hier dauerhaft zu engagieren, ist nicht die Komplexität der Wikisyntax, sondern zum Beispiel der oft ungeduldige und ruppige Umgang mit Neulingen. Aber selbst dann, wenn Liebe und Duldsamkeit den Neuankömmling hier nur so umwaberten, sind die rein sachlich-fachlich Anforderungen an eine Mitarbeit in vielen Bereichen inzwischen recht hoch und werden weiter höher werden. Das liegt in der Natur der Sache. Bereiche, zu denen jedermann, der guten Willens ist, beitragen kann, werden weniger. Sie existieren, sind jedoch für Neueinsteiger nicht ohne Weiteres auffindbar. Vielleicht sollten wir da etwas tun. Das Hauptgewicht wird aber weiter auf den Schultern erfahrener und engagierter Autoren ruhen, in Zukunft eher noch mehr als schon heute.

Wir sollten daher vor allem alles tun, was wir können, damit die erfahrenen Autoren dabei bleiben. Anerkennung und Wertschätzung gehört dazu, vielleicht auch eine deutlicher als bislang ausgeprägte Bevorzugung verdienter Autoren, die von irgendwelchen Trollen und Meta-Schwätzern belästigt werden. Wünschenswert wären natürlich auch Arbeitserleichterungen in jeder Form, auch technischer Art. Man stellt sich auf den Kopf, um einen neulingsfreundlichen WYSIWYG-Editor bereitzustellen. Die Editor-Oberfläche aber, mit der die allermeisten Edits gemacht werden, ist … wie soll ich das ausdrücken … unangemessen. Veraltet und undurchdacht, keine Erweiterbarkeit, keine Syntaxhervorhebung, keine Rechtschreibprüfung, kein Suchen-Ersetzen … kein gar nichts. Undsoweiter, die Beispiele sind vermehrbar. Der Eindruck, der den erfahrenen Autoren so (implizit) vermittelt wird, ist, dass sie minder geachtete Arbeitstierchen sind, deren fortgesetztes Engagement als selbstverständlich und nicht unterstützungswürdig betrachtet wird.

Apropos Mitarbeit: Bei den Wikiläen kann sich jeder beteiligen. Wer einem anderen (den Anforderung entsprechenden) Autor gern gratulieren möchte, kann sich im entsprechenden Abschnitt der Wikiläums-Liste eintragen. Die Einträge sind bis zur Gratulation versteckt. Einfach beim jeweiligen Monat einen Eintrag machen bzw. einen schon existierenden Eintrag dahingehend ergänzen, dass man selbst gern gratulieren würde. Schließlich ist es ja schöner, wenn eine Gratulation und Laudatio von einem guten Bekannten kommt. WR, 22.4.

Nachtrag aus gegebenem Anlass: Man kann sich natürlich nicht nur vormerken für’s Gratulieren, man kann auch nachträglich denen gratulieren, deren Wikiläum bislang unbeachtet blieb, da (s.o.) erst seit einem Jahr tagesaktuell gratuliert wird. Einige äußerst verdiente Autoren warten daher noch immer auf ein paar wertschätzende Worte … manche schon ganz verzweifelt … WR, 22.4.

Auf zum Mond, Wikipedia!

Als Aprilscherz wäre dies unverschämt spät (und nicht wirklich lustig), aber der folgende Aufruf ist tatsächlich ernst gemeint: Ein Berliner Team mit dem Namen Part-Time Scientists liegt in den letzten Zügen zu den Vorbereitungen ihrer privaten Mond-Mission. Seit 2007 nehmen sie am Google-Lunar-X-Prize-Wettbewerb teil, und nur noch eine Handvoll Teams aus der ganzen Welt ist dabei. Bis Ende 2017 müssen sie den Mond erreichen, dort einen Rover sicher landen, der dann 500 Meter fahren und Bilder zur Erde zurückschicken muss. Neben Experimenten von bspw. der NASA und dem DLR ist noch Platz für 20 GB an Daten, die die Part-Time Scientists gerne mit Wikipedia-Inhalten füllen möchten. Hintergrund, kurz und knapp: Sie finden Wikipedia großartig, und rein Weltraum-historisch wäre dieser symbolische Akt eine tolle Nachfolgeaktion für die Voyager Golden Record des Jahres 1977. Damals flogen ein paar hundert Bild- und Audiodateien ins All, aber nicht annähernd etwas, das mit Wikipedia vergleichbar wäre. Da der Mond auch relativ offensichtlich einen Aspekt der Langzeitarchivierung hat, könnte man die ganze Sache auch als Wikipedia-Zeitkapsel verstehen. Mit so etwas hat die deutschsprachige Wikipedia ja schon Erfahrung (Kempten).

Golden Record 2.0: Eine Wikipedia-Zeitkapsel fliegt zum Mond.

Der Haken an der ganzen Idee ist, dass alleine die deutschsprachige Wikipedia mit Bildern und Versionsgeschichten das Speichermedium überfüllen würde. Aber Wikipedia gibt es nicht nur in knapp 300 Sprachen, sondern in auch eben so viel unterschiedlichen Wikipedia-Communitys. Man muss auswählen, und das ist mit vielen Fragen zu Qualität, Auswahlkriterien usw. verbunden. Die Anfrage ging bei uns bei Wikimedia Deutschland ein, und wir haben uns gedacht, die gesamten weltweiten Communitys die Diskussion und Entscheidungen führen zu lassen, anstatt selbst oder überhaupt nur eine Gruppe entscheiden zu lassen. Das geht ab sofort auf Meta (weil gleich gut/schlecht erreichbar für alle). Da gibt es auch alle Details, die wir bis hierhin gesammelt haben. Bestimmt sind noch viele Fragen offen, aber wie üblich gilt: Es ist ein Wiki, bitte bearbeiten! Alle Wikipedianerinnen und Wikipedianer sind herzlich eingeladen.Mond-Team, 21.4.

Kleine Freuden #8: Vom Zufall zum Fachvortrag über Daniel Hisgen

„Die Tochter Pharao welche Moses aus dem Wasser rettet“
Zur Mitmach-Reihe Kleine Freuden siehe den Kurzartikel in Ausgabe 11/2015. Auch Dein Beitrag ist willkommen!

Kennengelernt hatten sich die beiden Wikipedianer einst über die Wikipedia:Bücherbörse. Es kam zu der Übergabe eines älteren Buches über niedersächsische Kulturdenkmäler, und der Erkenntnis, dass man nur wenige Gehminuten voneinander entfernt wohnte. Der eine Wikipedianer schrieb nun einen Artikel über die katholische Kirche des gemeinsam bewohnten mittelhessischen Dorfes. Worauf der andere – er hatte schon Kirchenartikel zu seiner norddeutschen Heimat verfasst – einen Artikel zur evangelischen Kirche beisteuerte.

Hisgen Daniel Unterschrift.jpg

In dieser Kirche entdeckte er später auf einem Gemälde eines spätbarocken Bilderzyklus die Signatur eines Kirchenmalers. Dieser Maler hatte im späten 18. Jahrhundert für 13 weitere Dorfkirchen der Gegend solche biblischen Bilderzyklen mit Darstellungen in zeitgenössischer Rokokokleidung angefertigt. Die Kirchengemeinde war erfreut über die neue Erkenntnis, da Maler und Entstehungsjahr bis dahin unbekannt waren, selbst die regionale Zeitung berichtete davon: „239 Jahre alte Signatur entdeckt“. Doch es ging weiter: die beiden Wikipedianer arbeiteten gemeinsam an der Liste der denkmalgeschützten Kirchen im Landkreis Gießen, der Entdecker der Signatur als Autor von über 100 Artikeln, der Andere als Fotograf. Durch die Beschäftigung mit den Dorfkirchen begann sich der Texter nun näher für den Kirchenmaler zu interessieren und legte einen Artikel über Daniel Hisgen an. Nicht zuletzt durch den Kontakt zu heimatkundlichen Autoren sowie der Möglichkeit, Fotos der zahlreichen Gemälde auf Commons zu vergleichen, entwickelte sich letztgenannter Wikipedianer zu einem Hisgen-Experten. Am 3. Dezember 2015 hielt er vor einem interessierten Geschichtsverein den Vortrag „Der Kirchenmaler Daniel Hisgen aus Nieder-Weisel“. P.S.: Wenige Tage zuvor fanden Heimatforscher eines Dorfes im Vogelsberg (laut Tagespresse) „im Internet“ (vielleicht sogar im Wikipedia-Artikel?) Informationen zu den Gemälden ihrer Kirche. Cherubino, 21.4.

EEXCESS und Wikipedia

EEXCESS (www.eexcess.eu) ist ein EU-Forschungsprojekt mit dem Ziel, wissenschaftliche Inhalte über neue Wege zu verbreiten. Da kommt die Wikipedia ins Spiel, denn sie verfolgt dieses Ziel schon seit 15 Jahren. Sie bereitet wissenschaftliche Inhalte auf und diese kommen einem grösseren Nutzerkreis zu Gute. Allerdings passiert das meiste manuell. Quellen zu suchen, diese zu lesen und dann einzupflegen ist schlicht Handarbeit. Aus einem Gespräch zwischen Louis Gantner (EEXCESS-Projektkoordinator für „Archäologie und Museum Baselland“) und Micha Rieser entstand die Idee, für Wikipedia-Autoren ein neuartiges Tool zur Verfügung zu stellen. Es heisst „EEXCESS Wikipedia Reference Butler“. Eine wichtige Arbeit von Wikipedia-Autoren ist es, wissenschaftliche Quellen zu suchen, verarbeiten und sie auch korrekt zu zitieren. Der EEXCESS Wikipedia Reference Butler hilft nun dabei und stöbert nun in teils unbekannten Datenbanken wissenschaftliche Quellen auf und diese können dann vom Autor gesichtet, gelesen und bei Bedarf schliesslich automatisiert eingefügt werden. Der Butler setzt also schliesslich die korrekten ref-Tags in den Artikel-Quelltext rein.

Nun ist das alles erst in der Entwicklungsphase (Prototyp). Damit die Programmierer es so umsetzen, dass es den Autoren hier optimal nützt, werden nun Wikipedianer gesucht, die mit diesem Butler arbeiten und dann alle möglichen Mängel und auch Änderungswünsche rückmelden. Wir rufen damit hier auf, dass sich möglichst viele Interessierte daran beteiligen und einmal einen Eindruck gewinnen, ob der Butler für sie eine gute Sache wäre und was aus ihrer Sicht verbesserungswürdig ist. Zur technischen Ausstattung braucht es nur Google Chrome, denn der Butler ist eine Chrome-Erweiterung.

Eine Dokumentation zu dem Thema findet man hier [1] und ein HowTo hier [2]. Die Chrome-Erweiterung kann man hier [3] installieren und Rückmeldungen oder auch Fragen können direkt auf dieser Benutzer-Diskussionsseite Benutzer Diskussion:Ed Louis gestellt werden. MLR, 19.4.

Und noch einmal … die Panoramafreiheit

Untergang der Panoramafreiheit über dem Mälarsee

Wer meint, dass ein Hirnriss, der einmal vom Tisch gewischt worden ist, nicht baldmöglichst wieder aufgetischt wird, der wird derzeit von einem schwedischen Gericht eines Besseren belehrt.

Ihr erinnert Euch vielleicht: Vor gut einem Jahr gab es im EU-Parlament Bestrebungen zur Einschränkung der Panoramafreiheit. Das führte dazu, dass unter anderem in der deutschen Wikipedia eine Aktion gestartet wurde, um solchen Schwachfug im Keim zu ersticken. Im Rahmen dieser Aktion wurden durch Bannerbilder teilgeschwärzter Fotografien die Nutzer der deutschen Wikipedia auf die Situation hingewiesen – und es gab einen offenen Brief an die Mitglieder des EU-Parlaments, den über 8.600 Benutzer und Autoren unterzeichneten (Danke nochmals an alle, die sich damals beteiligt haben). Diese Aktion und ihr Presseecho sendeten ein Signal an die EU-Parlamentarier, das offenbar hinreichend deutlich war, denn nicht nur, dass der Vorschlag zur Einschränkung der Panoramafreiheit abgewiesen wurde, fast hätte ein Gegenvorschlag zur EU-weiten Panoramafreiheit eine Mehrheit erhalten. Hat er nicht, leider. Denn jetzt besteht die Situation ganz unterschiedlicher und teilweiser absurder einzelstaatlicher Regelungen in der EU weiter.

Zum Beispiel dieser Tage in Schweden: In einem seit Juni 2014 anhängigen Verfahren klagte die schwedische Verwertungsgesellschaft Bildkonst Upphovsrätt i Sverige (BUS) gegen Wikimedia Sverige wegen eines dort gehosteten Angebots, mit dem unter Offentligkonst.se offen lizenzierte und gemeinfreie Fotos von Kunstwerken im öffentlichen Raum geodatenbasiert verfügbar gemacht wurden. Die Klage, bei der BUS argumentierte, dass zweidimensionale Abbildungen öffentlicher Kunst zwar laut Gesetz ohne Zustimmung der Rechteinhaber auch für kommerzielle Zwecke zulässig sind und im Druck publiziert werden dürfen, das Anbieten solcher Reproduktionen online aber etwas ganz anderes sei und daher der Zustimmung und entsprechender Lizenzierung durch die Rechteinhaber bedürfe. Das Verfahren landete zunächst vor dem Stockholmer Bezirksgericht, mit Zustimmung beider Parteien wurde eine entsprechende Frage jedoch dem Obersten Gericht Schwedens vorgelegt, das nun zugunsten von BUS entschied. Wodurch die absurde Situation entsteht, dass man etwas auf Postkarten drucken und verkaufen darf ohne Lizenz, die Publikation auf einer nichtkommerziellen, dem Gemeinnutzen dienenden Portal jedoch BUS und dem Obersten Gericht zufolge nicht zulässig ist. Die Sicht der Foundation zu diesem Vorgang ist hier nachzulesen.

Ein Grund mehr, sich an der derzeit laufenden EU-Konsultation zur Panoramafreiheit zu beteiligen, die noch bis zum 15. Juni läuft. Zugleich kann man der EU mitteilen, was man von Leistungsschutz-Sonderrechten für die Verleger von Superprima-Qualitäts-Presseprodukten hält. Die Details der Konsultation werden von Julia Reda hier dargestellt. Beteiligt Euch zahlreich. Gebt Eure Stimme ab, bevor Oettinger seine erhebt. Und – wie Marx oder sonstwer zu sagen pflegte: Der Kampf geht weiter! WR, 5.4.

Schreibwettbewerb: Startschuss für Publikums- und Reviewpreis

Logo des Schreibwettbewerbs

Am Donnerstag ist der 24. Schreibwettbewerb zu Ende gegangen. Traditionell ist das der Startschuss für den Publikumspreis, bei dem so ziemlich jeder (Stimmberechtigung ist nach wie vor Voraussetzung) über das Teilnehmerfeld urteilen und seine Stimme(n) abgeben darf. Gleichzeitig läuft auch der Reviewpreis wieder an, bei dem von den Autoren der Wettbewerbsbeiträge Stimmen an die beste Reviewerin oder den besten Reviewer vergeben werden dürfen. Auf diese Weise soll der uneigennützigen Arbeit, die viele Benutzer mit ihrer Kritik und ihren Verbesserungsvorschlägen während der heißen Wettbewerbsphase leisten, Rechnung getragen werden. Die Sieger beider Wettbewerbe kommen auch bei der Preiswahl zum Zuge, und zwar noch vor der Sektionswertung.

Wie auch der eigentliche Schreibwettbewerb haben Review- und Publikumspreis in den letzten Jahren bessere und schlechtere Zeiten gesehen. Der erste Publikumspreis, eingeführt zum sechsten Schreibwettbewerb, lief (zumindest für das zur Verklärung neigende Wikipedianer-Gedächtnis) überraschend mager an: 30 Stimmen, die sich auf maue 10 Artikel verteilten. Da erging es dem ersten Reviewpreis besser, als er zur 13. Ausgabe des Schreibwettbewerbs eingerichtet wurde: 59 Stimmen von insgesamt 21 Autorinnen und Autoren verteilten sich auf 19 Konten, die sich durch ihre fleißige Unterstützung ausgezeichnet hatten. Allerdings ging es mit dem Reviewpreis auch recht schnell bergab. Während die Teilnahme am Publikumspreis über die Jahre hinweg mit nur leichtem Abwärtstrend schwankte, machte sich beim Reviewpreis das kleinere Feld der Wettbewerbsartikel ebenso bemerkbar wie die Dominanz einiger weniger Benutzer, die sehr intensiv Reviews für die Teilnehmer lieferten. Drei Jahre in Folge gewann der äußerst fleißige Benutzer:Umweltschützen, danach teilten sich drei Konten den ersten Platz mit je einer Stimme. Einige wenige Ausgaben des Reviewpreises erlebten ein kurzes Aufflackern, etwa als Benutzer:Cimbail 2014 mit elf Stimmen den ersten von acht Plätzen errang. Aber dieses Wiederaufleben war nur von kurzer Dauer, schnell fiel der Wettbewerb wieder in den einstelligen Bereich, sowohl bei Teilnehmern als auch bei Stimmen und Platzierten.

Dass der Tod des Schreibwettbewerbs herbeigeredet (gar gewünscht?) wird, gehört mittlerweile zur guten Tradition, die auch vor den beiden Nebenveranstaltungen nicht halt macht. Dass es sich beim in den letzten Jahren zu beobachtenden Negativtrend um kein gottgegebenes Schicksal handelt, hat aber der aktuelle SW eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Stolze 44 Kandidaten gehen ins Feld, trotz oder gerade wegen aller ursprünglichen Unkenrufe – eine Entwicklung, die mich freut, auch wenn ich dieses Jahr zum ersten Mal seit langer Zeit nicht selbst darunter bin. Dass wir vielleicht zu lange angenommen haben, dass der SW ein Selbstläufer ist, hat sich, denke ich, gerächt: Für das von Benutzer:Minderbinder und anderen einst unaufgeregt geleistete Einwerben von Preisen haben sich keine Nachfolger gefunden – heute speisen sich die Preise fast ausschließlich aus Privat- und Wikimedia-Spenden. Trotzdem haben wir mittlerweile gemerkt, dass Schreibwettbewerb nicht gleich Schreibwettbewerb ist: Ein gut organisierter und richtig beworbener SW zieht mehr Teilnehmer an, als das ein halbherzig auf die Beine gestellter tut. Das habe ich in den letzten Jahren, in denen ich Publikums- und Reviewpreise betreut habe, auch immer wieder selbst bemerkt. Bei Dienst nach Vorschrift kam stets ein ernüchterndes Ergebnis zusammen; begleitende Berichterstattung und prompte Rückmeldungen führten zu merklich höherer Beteiligung.

In diesem Sinne möchte ich dazu beitragen, dass sich Review- und Publikumspreis dieses Jahr nicht hinter dem Hauptwettbewerb verstecken müssen. Ich weiß zwar nicht, ob ich beides auch im Herbst noch betreuen werden kann, aber ich will zumindest diesen Frühjahr das meine dazu tun, dass sie als Institution erhalten bleiben. Nicht nur, dadurch, dass ich wie jedes Frühjahr ein Glas selbstgemachtes Pesto auslobe (im Herbst gibt es dann wieder getrocknete Pilze). Sondern auch indem ich hier im Kurier und auf den Wettbewerbsseiten über den Stand des Wettbewerbs berichte. Dazu gehört auch, dass ich diesen Monat einen Grundstock für die Statistik des Schreibwettbewerbs anlegen will. Die werde ich wahrscheinlich nicht fertig bekommen – ich hoffe aber, dass sie späteren Betreuerinnen und Betreuern des Review- und Publikumspreises dabei helfen wird, beide als einen festen Teil des Wikipedia-Jahres zu erhalten und zu einem wiederkehrenden Vergnügen für alle Beteiligten zu machen. Bis dahin aber gilt: Mögen die Besten gewinnen! TAM, 2.4.

PS: Drei Zusendungen habe ich schon erhalten – und das bereits bevor ich diesen Artikel verfasst habe. Danke!

WMF geht an die Börse

Die Wikimedia Foundation (WMF) gab heute bekannt, dass für Anfang 2017 der Gang an die Börse geplant sei - das Projekt müsse daher bis Ende 2016 fertig sein. Dazu sollen Listen erstellt werden, um die wichtigsten Lücken noch zu schließen. Zum Teil sollen sogar Preise für manche Arbeiten vergeben werden, um den Marktwert noch rechtzeitig zu erhöhen. Die WMF rechnet mit Einnahmen in Höhe von 7 bis 9 Milliarden US-Dollar. Das Geschäftsmodell soll weiterhin aus kostenlosem Zugang und zusätzlich Werbeeinblendungen bestehen, die auf die jeweiligen Inhalte abgestimmt seien. Im Gespräch war auch ein sogenanntes Freemium-Modell, bei dem viele Inhalte kostenlos wären, aber manche gegen Gebühren freigeschaltet werden müssen. Dagegen sprächen rechtliche Bedenken: Die Inhalte stehen unter einer freien Lizenz, die man nicht einfach rückgängig machen könne. Außerdem müssten dann unter Umständen sämtliche Spendengelder zurückgezahlt werden. Ein solches Freemium-Modell werde es sicher nicht geben, so der Pressesprecher.

Erste Unternehmen und Personen haben schon Interesse an "Wikipedia-Aktien" bekundet. Dass darunter ausgerechnet die Verlage einiger Enzyklopädien sind, die ehemals von Wikipedia verdrängt wurden, mag da geradezu als Ironie des Schicksals angesehen werden. Es ist allerdings fraglich, ob diese über genügend Finanzmittel verfügen, um einen nennenswerten Anteil der Aktien zu erwerben. Größter Einzelaktionär könnte Alphabet Inc. (Google) werden. DWI 1. April

Nachtrag & Eilmeldung: Den Kurier erreichte noch am 1. April die Information, dass ein Kontingent von Vorzugsaktien der in Vorbereitung befindlichen „Wikipedia-Aktie“ an solche Wikipedianer verlost werden soll, die beim Aufbau der Enzyklopädie besondere Einsatzbereitschaft gezeigt haben. Exzellenz- (EX) und Lesenswert-Erfolge (LW) sollen dabei genauso berücksichtigt werden wie ein prallgefülltes Löschlogbuch. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Interessenten können sich ab sofort hier in eine Warteliste eintragen – bitte unbedingt die Daten für Anzahl an EX- und LW-Artikeln und gesperrten Tagen bereithalten und den Einzelaufruf abwarten! Saumseliger Botenjunge vom Dienst: Jo., 2. Apr.

We want you: WLM-Orga sucht Unterstützung

Logo von WLM Deutschland

Wie in jedem Jahr seit 2011 findet auch im September 2016 Wiki Loves Monuments, der internationale Fotowettbewerb zu Kultur- und Baudenkmälern, statt.

Da unsere Fotowettbewerbe, sei es nun Wiki Loves Earth oder eben Wiki Loves Monuments, von Freiwilligen organisiert werden, ist die Unterstützung von vielen für diese Organisation nötig. Aus diesem Grund sucht die deutsche Orga für den nationalen Wettbewerb noch Unterstützer und Verantwortliche, insbesondere für die Bereiche Denkmalschutz und Ehrung. Unterstützung in diesem Sinne bedeutet: Verantwortung übernehmen, eigenverantwortlich arbeiten, im Team zusammenarbeiten und zum Gelingen des Wettbewerbs beitragen. Wer Zeit und Lust hat, zur deutschen Ausgabe von Wiki Loves Monuments beizutragen, sei hiermit herzlich dazu eingeladen, sich hier einzutragen. DCB, 01.05.

Schreibwettbewerb: Die Sieger stehen fest

Logo des Schreibwettbewerbs

Nach eingehenden Beratungen steht der Sieger des 24. Schreibwettbewerbs fest. Mit einem Artikel über den Karolinger Arnolf von Kärnten konnte Armin P. die Jury überzeugen. Auf den Plätzen folgen Rlbberlins Berthe Morisot mit Veilchenstrauß und Voyagers Metropolitan Railway. Herzlichen Glückwunsch. Uwe G.

Endspurt beim Schreibwettbewerb

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Noch knapp 13 Stunden haben die Wikipedianerinnen und Wikipedianer noch Zeit, ihre Favoriten im aktuellen Schreibwettbewerb mitzubestimmen – sowohl beim Reviewpreis als auch beim Publikumspreis. Rund 30 Benutzer haben das bereits getan und 82 Stimmen über 29 Artikel und sechs Reviewer verteilt. Die Beteiligung ist, so meint der Autor, ganz solide, vergleicht man sie mit vergangenen Schreibwettbewerben. Zumindest zeigt sie, dass es sich lohnt, die Community immer wieder gezielt zu ermuntern, sich beim Schreibwettbewerb mit einzubringen. Der ist schließlich nicht nur Angelegenheit der Autoren und Jurorinnen, sondern genauso von Leserinnen, Reviewern, und vielen anderen, die ihre Freizeit auf ganz unterschiedliche Weise mit Wikipedia zubringen.

Es sollte daher nicht verwundern, wenn der Autor kurz vor Schluss der Stimmabgabe noch einen letzten Versuch unternimmt, für die Teilnahme an beiden Preisabstimmungen zu werden. Insbesondere der Reviewpreis (aber auch der Publikumspreis) kann noch ein paar Stimmen vertragen. Ein letztes Mal sei auch noch darauf hingewiesen, dass der Autor ein Gläschen selbstgemachtes Pesto (ca. 140 g) unter allen Einsendern auslost, und zwar aus Basilikum, Pinienkernen, Grana Padano, Olivenöl, Salz und Pfeffer (das Portal:Essen und Trinken gibt bislang keine Garantie). TAM

Das Funkloch. Oder wie sich virales Marketing auf die Abrufstatistik von Nischenartikeln auswirkt

Ich erstelle mit Freude mit amtlichen Ortsstatistiken sauber belegte kleine Ortsartikel aus dem Bereich des Bergischen Lands mit eher kuriosen Namen. Legendär ist meine Bratwurst, die auch schon zu einen kleinen Hype in der Lokalpresse geführt hat; auch Dreckloch, Schaumlöffel, Sülzkopf, Weiberklatsch, Trübsal sind einige, wenn auch sogar lokal nur wenig bekannte Beispiele. Und wer mir die genauen Koordinaten des Velberter Busentempels sagen kann, bekommt zum Dank einen mit bevölkerungsstatistischen Daten sauber belegten Artikel gewidmet.

Ich kann nur spekulieren, dass mein Hobby das Funkloch in den Fokus von Werbetreibenden gestellt hat. Aber es hatte sich schon in letzten Jahr durch Anfragen an lokale Vereine angedeutet, dass ein Mobilfunkunternehmen diesen zugegebenermaßen eher ungewöhnlichen Wuppertaler Ortsnamen für eine virale Marketingmaßnahme verwenden möchte. Nun ist das wie auch immer zu bewertende Video im Netz und die Abrufzahlen des Nischensartikels explodieren für dessen Verhältnisse gerade. Hier hat man mal ein schönes Beispiel für die Interaktion von Internetmarketing und Wikipediaartikeln. mt 28.4.

Das „neue Regime“

Nach einigen Hin- und Herverschiebungen und schließlichen Vereinigung der Kategorie:Religiöses Ereignis und Kategorie:Ereignis (Religion) und entsprechender Behandlung der Unterkategorien ist der Everybody Draw Mohammed Day nun ein religiöses Ereignis. Das muß man nicht verstehen, aber vielleicht muß man sich als alter Kategorienhase einfach nur an das neue Regime gewöhnen. Oder man schließt sich denjenigen an, die das Kategoriensystem für völlig unbrauchbar halten. MaB 27.4.

„Guinness is good for you“

Der Beleg :)

So mancher hat ein skurriles Hobby. Ich zum Beispiel sehe und korrigiere mit Vorliebe die Falschschreibung des Wortes Guinness: Zwei „n“, zwei „s“, siehe Guinness-Buch der Rekorde. In der deutschen Wikipedia wird das Wort – wie überall sonst im Übrigen, etwa in Zeitungen – gerne falsch geschrieben: entweder nur mit einem „n“ oder mit einem „s“ oder gar in der Steigerung „doppelt“ falsch. Deutsche Rechtschreibprogramme zeigen den Fehler nicht an, deshalb bitte ich alle Benutzer, in die von ihnen betreuten Artikel zu schauen und unter Umständen die Falschschreibung zu korrigieren. Danke. Ni. 27.4.

Nachtrag: Hier finden sich Artikel, in denen einer der Fehler wahrscheinlich korrigiert werden sollte.(flo, 27.04)

Hurtig, der Frühling naht

Frühlingsgedicht

Zum zweiten Mal im diesem Jahr
wird sich ganz vergnügt gedacht:
"Die immergroße Bausteinschar
gehört um ein'ges kleiner gemacht!"
Denkst du auch so, scheu' dich nicht,
und wirst es nicht bereuen,
denn niemand verliert hier sein Gesicht,
und die Sieger können sich freuen.

Zum vollständigen Gedicht von hgzh geht es hier

Kurzentschlossene aufgemerkt! Bereits diesen Sonntag, am 1. Mai, startet der 33. Wartungsbausteinwettbewerb. Noch sind Plätze frei, meldet Euch an. Gesucht werden Autoren mit Lust darauf, die lästigen kleinen Wartungsbausteine auszutreiben, die sich über Winter in den Artikeln eingenistet haben. Zur Belohnung gibt es Pokale und Urkunden für die fleißigen Helfer. Ihr könnt alleine zur Tat schreiten oder auch im Team auf die Jagd gehen. Anmelden könnt Ihr Euch auf der Seite des WBW Frühling 2016. Harro 25.04.2016

Es sind noch Plätze frei!

Hoffentlich brauchen wir keine venezianischen Gondeln im Mai!

Vom 14. bis 16. Mai 2016 findet im Allgäu das Süd­deutschland­treffen statt. Ein Hotelkontigent ist eingerichtet, das Programm weitestgehend auch fertig, Fördermöglichkeiten durch Wikimedia Deutschland können ebenso in Anspruch genommen werden. Es erwarten euch Römer, eine letzte Verurteilung einer Hexe auf deutschem Boden und zwei Städte mit gleichem Namen. Noch nichts vor an den Tagen? Dann kommt ins Allgäu und bringt schönes Wetter mit! HM 24.04.2016

GLAM on Tour in Davos (Schweiz)

Kirchner Selbstbildnis

Ab Montag 25. April kann man sich anmelden für die allererste GLAM on Tour in der Schweiz. Thema ist der Maler Ernst Ludwig Kirchner, seine Werke und Wirkorte in und um Davos. Während dem langen Wochenende vom 30. September bis 3. Oktober 2016 werden das Kirchner Museum Davos besucht und Ausflüge gemacht. Die 20 Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Weitere Informationen über das vielseitige Programm und Anmeldung auf der Projektseite. H., 24.4.

Leichenfledderei?

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Gestern war ich mit dem Auto von Köln nach Berlin unterwegs. Selten höre ich Radio, aber als ich wieder in den Berliner Raum kam, war Radio Eins, zumeist einer der wenigen erträglichen Radiosender des Landes, an. Es ging gerade auf 21:00 Uhr und Moderatorin Marion Brasch übergab den Staffelstab an die Nachfolgerin Christine Heise. Thema war natürlich vor allem der Tod von Prince. Nachdem sich Heise süffisant darüber ausgelassen hatte, dass sie natürlich gaaaanz ausnahmsweise mal und einzig um Princes kompletten Namen nachzuschlagen bei Wikipedia war. Und was musste sie sehen? Nicht nur den gesuchten kompletten Namen, nein! Die Leichenfledderer (meine Interpretation ihrer Worte) haben nicht abgewartet, sie haben sogleich den Tod im Artikel vermeldet. Dann wurde sich noch etwas über das Thema ausgelassen. Ich bin es wirklich langsam leid. Ich erwarte in dieser Welt nicht auch noch Dankbarkeit oder gar Lob. Aber dass die, die dank unserer Arbeit kaum noch selbst recherchieren (müssen), sich auch noch immer wieder in dieser Form bei uns revanchieren, ist etwas, worüber ich mich immer wieder ärgern und aufregen könnte, aber keine Lust mehr habe, überhaupt noch Adjektive darauf zu verschwenden. Man kann es in dieser Welt wirklich niemandem recht machen. Wirklich ärgern tut mich dabei aber immer, dass damit auch immer wieder die Arbeit der vielen tausenden ehrenamtliche, unbezahlten Autoren mit Füßen getreten wird. Und es ist besonders geschmäcklich, wenn das im gebührenfinanzierten Rundfunk passiert. Nein, wir sind keine Leichenfledderer! Aber was hätten wir denn machen sollen? So tun, als würde Prince noch leben? MC, 22.4.

E-Periodica: Die neue Plattform für digitalisierte Schweizer Zeitschriften

E-Periodica ist die neue Plattform der ETH-Bibliothek für digitalisierte Schweizer Zeitschriften und ersetzt ihre Vorgängerin retro.seals.ch. Sie bietet freien Zugang zu den Volltexten von über 400 Zeitschriften vom 18. Jahrhundert bis heute. Die Themen reichen von Natur- und Ingenieurwissenschaften über Architektur und Kunst zu Geschichte, Geographie und Religion. Das Angebot wird laufend erweitert.

Die Plattform zeichnet sich durch folgende Features aus: Schnelle visuelle Übersicht dank Bildminiaturen, Suche in den Volltexten (auch bei Frakturschrift), Anzeige der Suchresultate in einer Split View, die Trefferliste und Bildvorschau kombiniert, stufenloser Zoom bis aufs Druckraster, strukturierter Zugang dank redaktionell aufbereiteten Inhaltsverzeichnissen. Die Zeitschriftenartikel stehen als PDF zum Download zur Verfügung und können über Social-Media-Dienste geteilt werden. E-Periodica verhält sich responsiv und kann auch auf mobilen Endgeräten genutzt werden. Dank Barrierefreiheit kann man sich die Artikel sogar vorlesen lassen.

Browsen Sie auf der Plattform E-Periodica durch die Zeitschriften und lassen Sie sich von den Covern inspirieren! User:ETH-Bibliothek, 22.4.

GLAM on Tour in Stuttgart

Am Wochenende 3.–5. Juni 2016 finden im Landesmuseum Württemberg Schreibwerkstätten, Fototouren und Kuratorenführungen für Wikipedia- und Commons-Aktive statt. Die Veranstaltung im Rahmen des Projekts GLAM on Tour knüpft an die Kontakte an, die durch die Wikipedianische Kultour im Landesmuseum 2015 und das Offene Editieren in Stuttgart entstanden sind. Alle Infos sind auf der Projektseite zu finden, einige Plätze sind noch frei. li (wmde), 21.4.

Magere Beteiligung …

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… hätte ich dem Publikumspreis noch vor fünf Tagen bescheinigt: Nach rund der Hälfte des Abstimmungszeitraums und nur sechs Teilnehmern wäre die Anfang des Monats von mir ausgegebene Parole, sowohl Publikums- als auch Reviewpreis zu alter Größe zu verhelfen, nicht einmal krachend gescheitert, sondern einfach nur kläglich abgesoffen. Das liegt freilich auch daran, dass die Werbeaktivitäten meinerseits (berufsbedingt) zu wünschen übrig ließen. Demotiviert und arm an Zeit konnte ich mich denn auch am Freitag nicht aufraffen, pünktlich zur Halbzeit den Zwischenstand zu verkünden.

Umso erfreulicher war, was über das Wochenende geschah: Zwischen allem Gerenne von Bus zum Zug (und umgekehrt) schwoll mein Postfach binnen vier Tagen um sechs weitere Mails zum Publikumspreis an, sodass sich jetzt 34 Stimmen von 12 Benutzern auf 22 Artikel verteilen. Klar, das ist immer noch weniger als z.B. zu den Glanzzeiten des 15. SWs, aber schon jetzt besser als das Zwischenergebnis des 20. SWs. Vielen Dank für diese tolle (und überraschende) Entwicklung, die sich hoffentlich so fortsetzt!

Luft nach oben ist allerdings weiterhin beim Reviewpreis: Hier verteilen sich momentan neun Stimmen von vier Teilnehmern auf 5 Benutzer. Etwas dreist pinge ich daher @Salino01:, @Achim Raschka:, @Southpark:, @ZdBdLaLaLa:, @HilberTraum:, @Der-Wir-Ing:, @Kuebi:, @Redlinux:, @Elrond:, @Chewbacca2205:, @Paulae:, @Archive Aurora:, @Nicola:, @Maimaid:, @Rlbberlin:, @Clemens Stockner:, @Jbuchholz:, @Kritzolina:, @Robin of locksley:, @House1630:, @Fraoch:, @Fridolin freudenfett:, @Haeferl:, @Arabsalam:, @NearEMPTiness:, @Armin P.:, @Voyager: und @Marcus Cyron: an – in der Hoffnung, dass zumindest die eine oder der andere unter diesen 28 noch Stimmen für die besten Reviewdienste vergeben möchte. Zur Erinnerung: Die Stimmen müssen nicht zwingend auf Benutzer entfallen, die beim eigenen Artikel geholfen haben. TAM, 20.4.

E-Mail-Störung

No Nuvola apps email.png

Eilmeldung: Wie es aussieht ist aktuell das interne Wikipedia E-Mail-System („Wikimail“) gestört. Das heißt es kommen keine E-Mails beim Empfänger an. Also bitte nicht ärgern, wenn der Empfänger nicht antwortet. Wir melden uns, wenn die Störung behoben ist. ata, 19. April

Update: Gegen Mitternacht wurden die Mails verzögert ausgeliefert. Es sieht so aus als hätten die Techniker die Panne behoben. ata, 20. April

Helena Fürst ist unglücklich

So erzählt sie in einem Bild.de-Aufmacher. Nachdem sie versuchte in ihrem Artikel Fakten zu ändern, wurde ihr beschieden: "Bitte beachten: Die WP verarbeitet gemäß WP:Q i.V.m. WP:KTF selbst keine Primärquellen." Fürst zur Bild: „Für mich ist Wikipedia fragwürdig. Ich soll über Sekundärquellen Dinge über mich beweisen. Wie soll das gehen, wenn mich noch niemand kannte – außer mir? Diese Admins machen was sie wollen.“sp, 18. April

Änderung beim AutoWikiBrowser

Beim AutoWikiBrowser (AWB), einem halbautomatischen Editor für sich wiederholende Aufgaben, gibt es eine Änderung. Es ist nun vonnöten, sich auf einer Unterseite für die Benutzung einzutragen. Diese Seite hat einen Dreiviertelschutz, sodass sie nur von aktiven Sichtern bearbeitet werden kann. Hintergrund dieser Änderung ist der wiederholte Missbrauch des AWBs durch Nachfolgekonten von Benutzern, die u.a. wegen unabgesprochenen massenhaften Änderungen an Artikeln gesperrt worden sind. So kam es, bis diese Neukonten identifiziert wurden, oft zu Hunderten von Bearbeitungen, die dann wieder zurückgesetzt werden mussten. In den Schwesterprojekten ist diese Unterseite vollgeschützt, sodass man dort nur auf Anfrage eingetragen wird. N.N., 17. April

Mit dem Frühling kommt Wiki Loves Earth

Norderney, Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Abflug der Gänse nach Norden

Ein neuer Frühling ist gekommen und die Gänse fliegen vor die Kameralinsen! Bald sind sie weg und stören nicht mehr auf Naturbildern.

Im Mai 2016 wird in Deutschland, Österreich, der Schweiz und derzeit 14 weiteren Ländern der Fotowettbewerb Wiki Loves Earth (WLE) stattfinden.

Es sollten überall Fotomotive in der Nähe zu finden sein. In Österreich sind die Schutzgebietslisten schon lange vollständig. Dieses Jahr möchten die österreichischen Wikipedianer die Teilnehmer stärker als bisher zum Mitschreiben motivieren.

Seit der letzten Runde sind in Deutschland unter anderem Listen aller FFH-Gebiete und EU-Vogelschutzgebiete erstellt worden. Regional können jetzt auch GLBs in Niedersachsen sowie Geotope in Schleswig-Holstein und Bayern bebildert werden. Naturdenkmale sind mittlerweile für Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Hamburg vollständig in Wikipedia gelistet. Die deutsche WLE-Wunschliste ist aber noch viel umfangreicher.

Wer ab dem 7. Mai die hochgeladenen Fotos bewerten möchte, kann sich als WLE-Veteran oder stimmberechtigter Hauptaccount für die (in D erstmals) vorgesehene WLE-Vorjury eintragen. Unterstützung beim Organisieren wird ebenfalls dringend gebraucht. (Tau, 15. April)

Community bei der re:publica 2016

Von der re:publica werden Akkreditierungen zur Verfügung gestellt. Interessenten tragen sich bitte auf dieser Seite ein. VL WMDE, 15.4.

Wikipedia im Knast?

Ich wurde heute auf diesen Beitrag im englischen Signpost aufmerksam. Die Frage, ob es einem verurteilten und einsitzenden Straftäter erlaubt sein dürfe, in der Wikipedia zu editieren, finde ich befremdlich – das steht für mich außer Frage. Andererseits ist es wohl so, dass es in Deutschland Strafgefangenen nur in seltenen Fällen, wenn überhaupt, erlaubt ist, das Internet zu benutzen, so dass einsitzende Wikipedianer keine Chance haben, überhaupt zu editieren – so jedenfalls mein Wissensstand. Ich habe Kontakt zu einem inhaftierten Wikipedianer, der sich bitterlich darüber beklagt, dass Insassen, die wegen Drogenhandels etc. einsitzen, weiterhin problemlos im Knast ihren „Stoff“ bekommen, er jedoch, dessen „Stoff“ die Wikipedia sei, keinen Zugriff auf diesen habe. Wobei die Wikipedia zwar Suchtpotential hat, aber sicherlich wesentlich harmloser ist. Angesichts dieses Artikels im Signpost wollte ich an dieser Stelle auf dieses Problem aufmerksam machen – eine Lösung gibt es wahrscheinlich nicht.Ni., 14.4.

Erg.: Einige wenige werden bald lesen dürfen: ...ausgewählte Seiten zur Verfügung, zum Beispiel Wohnungssuchportale, Wikipedia oder Angebote der Bundesagentur für Arbeit... nf, 14.4.

Was ist ein Charivari?

Dabei handelt es sich laut Wikipedia um eine Schmuckkette am Trachtenanzug. Dieser Artikel gehört üblicherweise nicht zu den häufig aufgerufenen Artikeln der Wikipedia, und so fällt der Ausreißer vom Freitag, dem 8. April auf: 15.685 Benutzer riefen diesen Artikel auf. Die Erklärung liegt mal wieder in einer Fernsehsendung, doch während es sonst eher „Wer wird Milionär“ ist, handelte es sich dieses Mal um eine kurze Szene in Der Alte, in der es um ein Geschenk für den scheidenden Michael Ande alias Gerd Heymann geht. andere IP 13.4.

Bevormundung geht weiter

Immer wieder mal wird diskutiert, daß die Verwendung von „a.a.O.“ in einem offenen System nicht sinnvoll sei, doch nach gewissen Vorarbeiten, in der über einen langen Zeitraum die Regeln schleichend umgeschrieben wurden, war es nun an der Zeit, dieses Verbot zum Standard zu erklären, und alles was nicht konform ist, muß nun ausgerottet werden. Ein Hoch der Bevormundung mündiger Autoren, auf deren Mitarbeit im Zweifelsfalle verzichtet werden kann, denn Regelhuberei ist wichtiger als ergonomisches Arbeiten und die Vermeidung nutzloser Redundanz. Es ist schade, daß auf dieser Seite auf diese Weise Projektschädigung propagiert wird. Und weiter geht es mit der Vertreibung von konstruktiven Autoren durch Editidiotie, Inhalte stören da nur. eine IP, 12.04.

Neue Fehlerliste: Um Unterstützung wird gebeten

Nach dem freundlichen Hinweis einer IP auf FzW gibt es nun die neue Fehlerliste „a.a.O.“, die alle Artikel mit der Formulierung „a.a.O.“ aufführt, welche in der Wikipedia ausdrücklich nicht verwendet werden soll (für nähere Details siehe Einleitung der Liste). Die Liste umfasst derzeit 3469 Artikel. Alle, die gerade Zeit und Lust haben und sich in der Lage sehen, daran mitzuarbeiten, sind herzlich eingeladen zur Abarbeitung der Fehlerliste. Es muss ja nicht viel sein, aber wenn jeder fünf bis zehn Artikel übernehmen würde, wäre die Liste auf dieser Weise schnell um einiges kürzer. TM 11.4.

WMCH-Vorstand und Bezahlung

Da sind zur Bezahlung des kürzlich gewählten Vorstands der Wikimedia CH Fragen aufgetaucht, die ich hier gerne beantworten möchte. Der Vorstand in der Schweiz bezeichnet im Gegensatz zu Deutschland nicht etwa die hauptamtliche Geschäftsleitung, sondern ist gleichbedeutend mit dem Präsidium oder im englischen Sprachraum dem „Board“. Der schweizerische Vorstand arbeitet ehrenamtlich und unentgeltlich. Er erhält also weder regelmässigen Lohn noch Sitzungsgelder. Das einzige, was er zu Gute hat, ist eine Spesenentschädigung im Rahmen, wie sie auch andere Vereinsmitglieder oder Wikipedianer erhalten, wenn sie beispielsweise Reisekosten für ein Treffen entschädigt haben müssen. Die Vorstandsarbeit in der Schweiz ist somit für sämtliche Mitglieder ein Engagement, das in der Freizeit und neben dem Beruf ausgeführt wird. Der schweizerische Vorstand hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, den Verein strategisch auszurichten und die Geschäftsleitung zu kontrollieren, Themen zu setzen und den Verein in den Medien zu vertreten. Es ist deshalb wesentlich, dass der Vorstand sich aus ehrenamtlichen und aktiven Wikipedianern zusammensetzt, weil sie Einfluss darauf nehmen, dass die Mitgliederbeiträge und Spendengelder dort ankommen, wo sie ankommen sollen: Bei Communityprojekten und für die qualitative und quantitative Weiterentwicklung der Wikipedia und den anderen Wikimedia-Projekten. MLR 11.4.

Erneuter Rücktritt im WMF-Kuratorium

Nach dem unbegründeten Rauswurf von Doc James hat jetzt der zweite gewählte Vertreter das Kuratorium verlassen, diesmal durch Rücktritt. Denny Vrandecic hat auf der Mailing-List wikimedia-l in einem langen Beitrag seinen Rücktritt erklärt.[4]. 8.4. Damit bleibt nur noch einer der drei von der Community gewählten Vertreter im Kuratorium übrig. M 9.4.

Tippspiel Paris–Roubaix

Am kommenden Sonntag, den 10. April 2016, findet die 114. Austragung des rustikalen Radrennens Paris–Roubaix statt. Wer Lust hat, kann auf dieser Seite Tippspiel Paris–Roubaix einen Tipp auf den Sieger abgeben, die Startliste ist hier einsehbar. Wer richtig tippt, gewinnt ein Buch über Rik Van Steenbergen. Bei Gleichstand entscheidet das Los; wenn niemand richtig getippt hat, gewinnt derjenige, der "am nächsten dran" ist (Beispiel: "sein" Fahrer wurde Zweiter, bei Gleichstand entscheidet auch hier das Los). Über eine rege Beteiligung würde ich mich freuen! Ni., 8.4.

John Weitzmann neuer Referent Politik und Recht bei WMDE

John Weitzmann 2015, Bild eingefügt durch Sargoth

John Weitzmann verstärkt seit dem 1. April 2016 das Vorstandsteam bei Wikimedia Deutschland als Referent für Politik und Recht.

John kennt das Wikimedia-Universum aus verschiedenen Perspektiven, hat bereits mit den internationalen Partnern in der Wikimedia Foundation, mit Dimitar Dimitrov in Brüssel sowie mit der hiesigen Community zusammen gearbeitet.

Als Referent Politik und Recht wird John politisch-rechtliche Debatten rund um Freies Wissen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene mitgestalten und Wikimedia Deutschland in netzpolitischen Fragen beraten. Damit steht John ab sofort auch als Ansprechpartner für das Support-Team zur Verfügung. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm. (CR WMDE)

Heute im Review

Folgende Meldung erreichte heute das Wikipedia:Autorenportal:

„Da sich nicht genügend Artikel im Review befinden, gibt es heute keinen Artikel im Review des Tages.“

Dieser Meilenstein im Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten, zu dem du mit deinem Wissen beitragen kannst, wurde Ihnen präsentiert von (Edith, 07.04.)

Mitmachen bei der Brüssel-Schreibwoche

Love Belgium

Nach den Hassakten in Brüssel ist es nun wieder Zeit für Liebe. In dieser sowie nächster Woche organisieren wir eine doppelte Schreibwoche zum Thema Brüssel! Wir möchten euch einladen, bei diesem Projekt mitzumachen, indem ihr Artikel rund um die Region Brüssel-Hauptstadt in einem Wiki eurer Wahl schreibt. Weitere Informationen, die Teilnehmerliste und die Liste der erstellten Artikel kann man auf der Metaseite Writing week/Brussels finden.

Mitmachen ist einfach:

  1. Trage deinen Nutzernamen und das Wiki, in dem du aktiv bist, auf der Teilnehmerliste ein.
  2. Trage den oder die Artikel, welche du verfasst hast, auf der Artikelliste ein.

Bei Fragen zögert nicht, den Organisator zu kontaktieren. (ro, 04.04.)

Generalversammlung der Wikimedia CH

Heute fand die viereinhalbstündige Generalversammlung der Wikimedia CH mit 35 stimmberechtigte Mitglieder in Lausanne statt. Begrüsst wurde offiziell die neue Geschäftsführerin Jenny Ebermann. Danach wurde eine neue Wahl- und Abstimmungsregelung vorgestellt, diskutiert und angenommen. Es folgte der Tätigkeitsbericht, die Jahresrechnung und das Budget. Schliesslich folgten die Vorstandswahlen. Nicht mehr angetreten sind der langjährige Präsident Patrick Kenel und Stéphane Coillet-Matillon. Bestätigt wurden die bisherigen Mitglieder Frédéric Schütz (Vizepräsident), Bagawathram Maheswaran (Kassier), Mauro Cassina und Micha L. Rieser. Zum Vorstand kommen neu Diego Hättenschwiler, Dorian Credé und Martin E. Walder dazu. Das bisherige Vorstandsmitglied Gabriel Thullen erreichte wie alle anderen sonstigen Kandidaten zwar ebenso das absolute Mehr, trat beim zweiten Wahlgang aber nicht mehr an. Die abgetretenen Vorstandsmitglieder wurden vom Vizepräsident verdankt und die Mitglieder konnten anderthalb Stunden später als ursprünglich geplant ein wohlverdientes Mittagessen einnehmen. MLR, 2. April

Entwurf des Jahresplan WMF 2016/17 zur Diskussion

Der Entwurf des Jahresplans der Wikimediastiftung für das Geschäftsjahr 2016-2017 steht bis zum 30. April zur Diskussion. Der diesjährige Schwerpunkt soll nach Angaben der Interims-Chefin Katherine Maher auf der Verbesserung der Unterstützung der und der Beratung mit der Community liegen[5]. , 2. April

Wie alt sind die Wikipedianer?

Ich weiß – hatten wir schon. Und noch immer ist die Alterszahl der Mehrheit der Wikipedianer zweistellig – zumal es Hanfried leider nicht bis in die Dreistelligkeit geschafft hat, die von Karl angebrochen worden war.
Dann feiern wir halt eine Liga drunter von der Alterszahl her, aber dafür in der ersten Liga, was Beitragszahlen und Bekanntheit anbelangt. Da hat nämlich gestern unbemerkt einer 90 % der Dreistelligkeit geschafft! Nachträglich alles Gute dazu, lieber Doktor – es ist immer noch schön, daß Du bei uns so rege mitwirkst. Und die letzten 10 % schaffen wir auch noch ... 01.04. Eo

76, 31.12.2015

Sind die relevanten Zahlen beim diesjährigen, zehnten, Wettbewerb zum Bild des Jahres. Beitragende mit einem Bearbeitungszählerstand von 76 oder mehr am Ende des 31.12.2015, Greenwich Mean Time, müssen keine Bußgelder oder Ausmusterung durch eine Sicherheitskontrollorganisation oder die WMF fürchten, sondern können an der Wahl zum Bild des Jahres bei der großen Schwester, Wikimedia Commons, teilnehmen. Es gilt aus etwa 1000 Bildern einige zu wählen, die dann prominent auf Schwesters Pinnwand geheftet werden, bis sie nach einem Jahr vergilben und archiviert werden. Neben Bildern gibt es auch in diesem Jahr einige Videos im Wettbewerb. 1.4. R