Wikipedia Diskussion:Kurier

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Zum Spendenbanner[Bearbeiten]

Frage. Im Text steht "der Wortlaut der Banner wurde als unehrlich und manipulativ kritisiert." - das sehe ich auch so. Das wurde aber nicht in irgendeiner form analysiert oder habe ich was übersehen? Also Antworten auf eine Frage die nicht gestellt wurde? ...Sicherlich Post 14:34, 21. Mär. 2015 (CET)

Wie ich in dem Op-Ed sage, habe ich in dem verlinkten Ergebnisdokument keinerlei Anzeichen dafür gefunden, dass die Übereinstimmung der Bannerwortlaute mit dem tatsächlichen Finanzstand von den Teilnehmern bewertet wurde. Die Umfrage konzentrierte sich anscheinend nur auf das grafische Design der Banner (das auch heftig kritisiert wurde). Andreas JN466 14:39, 21. Mär. 2015 (CET)
(BK) Das siehst Du absolut korrekt, und das wurde in dem Signpost-Artikel auch deutlich bemängelt. So wie ich das einschätze ging es auch überhaupt nicht um eine ehrliche Untersuchung, sondern primär um eine Rechtfertigungslyrik unterstützende Auftragsbefragung. Echte Kritik wird bei der WMF sehr ungern gehört, und sowieso nicht akzeptiert. ♫ Sänger - (Diskussion), superputsch muss weg 14:41, 21. Mär. 2015 (CET)
Moment: Natürlich ging es um eine „ehrliche Untersuchung" – und zwar der Dinge, die die WMF in Bezug auf eine Spendenkampagne und vor allem die Spender interessieren. In den Auswertungen ist mehrfach von donor targets die Rede – also (wobei ich kein Fundraising-Experte bin und das mehr vermute, als ganz sicher weiß!) den Leuten die im Sinne eines Spendenaufrufs „lohnend" sind. Heißt (und das steht auch in den Folien): Leuten, die a) grundsätzlich spendenwillig sind und b) ihr Geld nicht sehr viel eher oder sowieso für charity oder Bildung oder Tiere hergeben. Die letzteren sind völlig uninteressant für die WMF, weil sie (= die Spender) schon genau wissen wofür sie das Geld spenden das sie sich selbst für Guttaten reserviert haben.
Und weil das selbstverständlich eine klug gemachte Umfrage ist, hat die WMF auch herausbekommen wo man die potentiellen Spender (oder besser: die donot targets) beim nächsten Mal gezielt packen kann und muß: Sie haben nämlich und natürlich auch abgefragt warum Leute ihr Geld geben (heißt ja im Umkehrschluß das man diese Gründe hernehmen und betonen muß, um bei der nächsten Kampagne Geld zu bekommen). Und da wirds dann echt spannend – oder besser traurig: Wie uns Folie 10 verrät, stimmen zwar über 30% der Befragten dem Satz „I Use Wikipedia and Would Like to See It Remain a Source of Information” zu, aber nur 1–4% haben „To Support the Work of Volunteer Content Contributors” angekreuzt (wobei mir unklar ist, ob man mehrere Antworten oder nur eine auswählen konnte). Der Spender will also WP erhalten, aber die Unterstützung der Freiwilligen spielt für ihn praktisch keine Rolle.
Die WMF interessiert sich in dieser Umfrage nur und ausschließlich für die donor targets und nicht für die Community (und ob die die Banner doof oder irreführend findet) – insofern ist der Vorwurf einer „Unehrlichkeit" falsch. Die Community ist nämlich kein target für Geldgebettel im großen Stil. Hier gings einfach nur darum ein Potential auszuloten: Leute, die grundsätzlich spenden würden/könnten, weil deren Geld noch nicht anders gebunden oder verplant ist (für andere Spendenzwecke nämlich). Eine durchaus rationale und kluge Herangehensweise: Hätten sie herausgefunden, daß es nur 2% donor targets gibt, dann würden sie es sich fünfmal überlegen, ob sie beim nächsten Mal wieder viel Geld in die Optimierung einer Spendenkampagne stecken oder doch lieber andere Wege suchen, um die Kohle zu bekommen. Das muß man nicht gut finden und richtig auch nicht. Aus der Sicht einer Organisation, die ausschließlich von Spenden lebt, ist es aber nur logisch. --Henriette (Diskussion) 23:00, 21. Mär. 2015 (CET)
Ja, Henriette, Du hast natürlich recht. Für sich genommen ist die Untersuchung ehrlich, nur hat sie nichts mit der Kritik der Community zu tun. Die (Fragen der) Community wurde(n) einfach komplett ignoriert. Aber so kennt mensch die WMF ja eigentlich auch, gelle? ♫ Sänger - (Diskussion), superputsch muss weg 23:09, 21. Mär. 2015 (CET)
(BK) Stimmt alles. Aber soweit diese Umfrage als Teil der im Januar ausdrücklich versprochenen Analyse zu werten ist („This month, we are doing analysis on fundraising donation data as well as on feedback from readers, donors and members of this list. We will share an update on this analysis when it is complete, which will be a part of future discussions around fundraising practices.“ „The fundraising team will be posting feedback analysis on March 1.“), geht sie an der auf der Mailingliste geäußerten Kritik (ganz bewusst?) vorbei.
Brave new world: Meiner Meinung nach hat die Benutzergemeinde die Herrschaft über das Projekt an eine Handvoll gut bezahlter Manager in SF verloren, die ganz in ihrer eigenen Gedankenwelt verloren und dabei ethisch nicht immer ganz unsuspekt sind (siehe etwa das Kasachstan-Ding, oder Wikipedia Zero/Netzneutralität). So in etwa auch von Resident Mario auf der Diskussionsseite geäußert (Abschnitt: How does this fit into the wider narrative?). Ich bin gespannt, ob sich die Gemeinde das gefallen lässt.
Klar ist auf jeden Fall, dass das Quengeln auf irgendwelchen Diskussionsseiten und Mailinglisten wenig effektiv ist. Wenn hier eine Debatte stattzufinden hat, ist die einzig geeignete Plattform dafür die Öffentlichkeit (Heise, Zeit usw.). Andreas JN466 23:27, 21. Mär. 2015 (CET)
Allein die Fragestellung "Why Donated to Wikipedia" ist unehrlich. Indem man die Suggestion aus der Spendenwerbung aufrecht erhält, der Spender tue etwas "für die Wikipedia", manipuliert man natürlich die Antworten. In einer ehrlichen Umfrage hätte man fragen müssen, warum für Wikimedia gespendet wird und müsste den Unterschied erläutern. Dann wäre ich mal gespannt, wieviel Spender noch der Meinung wären: "The Fundraising Message was Sincere and Appropriate". --Magiers (Diskussion) 23:57, 21. Mär. 2015 (CET)
Naja, die Banner sind hauptsächlich in der WP geschaltet (oder auch in den „Schwesterprojekten"? … k. A. bin da so selten unterwegs): Von daher fragt man natürlich gezielt nach dem Ort an dem der Spender das Banner gesehen hat (und mal ehrlich: Wikipedia, Wikimedia … den Unterschied kennt doch kaum einer da draußen!)
@Andreas: Sehr viel ACK zu deinen Worten (vor allem die WP-Zero-Geschichte finde ich extrem suspekt!). Was die Zusagen oder Versprechungen auf der ML im Januar angeht: Ok, die kannte ich nicht! Ich hab' mir die Sache halt mehr soz. von außen angesehen und das wenige Wissen, das ich vom Fundraising habe, darauf angewendet ;) --Henriette (Diskussion) 01:18, 22. Mär. 2015 (CET) 
Dass den Unterschied zwischen Wikipedia und Wikimedia niemand kennt, davon lebt Wikimedia sehr gut (auf Kosten dessen, was wir hier an unentgeltlicher Arbeit hineinstecken). Deswegen versucht die Spendenkampagne natürlich auch erfolgreich, den Unterschied zu verschleiern. Wenn aber auch eine angeblich wissenschaftliche Umfrage den Empfänger der Spenden verschleiert, dann ist sie entweder imkompetent oder manipulativ, in jedem Fall nicht seriös. Es geht doch nicht nur um den Ort der Spendenbanner, es geht um den vermeintlichem Empfänger. Die Spender glauben, das Überleben eines von Freiwilligen getragenen Projektes zu sichern, nicht die Gehälter eines eines abgehobenen Multi-Millionen-Dollar-Unternehmens mit riesigem Bürokratie-Überbau. Wenn man diese Fiktion bei der Umfrage aufrecht erhält, bekommt man natürlich positive Rückmeldungen, die dem Nutzwert der Wikipedia gelten, nicht der Geldverwendung von Wikimedia. --Magiers (Diskussion) 11:09, 22. Mär. 2015 (CET)
Besser hätte ich es nicht sagen können. Die Aufgabe ist, diese Information von hier in die Öffentlichkeit zu tragen. Andreas JN466 15:08, 22. Mär. 2015 (CET)
Ich weiß, daß ihr das immer extrem nervig findet, aber ich mache hier trotzdem den Advocatus Diaboli: Wo ist denn in der Umfrage zu lesen oder woraus läßt sich interpretieren, daß „Die Spender glauben, das Überleben eines von Freiwilligen getragenen Projektes zu sichern”? Ich habs ja oben schon zitiert: Nur 1–4% der Spender haben die Option „To Support the Work of Volunteer Content Contributors” angekreuzt – für mich heißt das, daß es den Spendern ziemlich sch***egal ist wer die WP schreibt; Hauptsache, es gibt sie (die WP und wohl auch die Schreiber). Und das heißt – für mich – weiter, daß es ihnen auch ziemlich sch***egal ist in wessen Taschen das Geld landet: Wenn die Foundation einen Riesenapparat braucht, um die WP zu betreiben: Gut, dann ist das für die Leute so; Hauptsache, WP geht nicht unter. Interessant wären mal Fragen in so einer Umfrage a la „Finden Sie es wichtig, daß WP von ehrenamtlichen Mitarbeitern und nicht von bezahlten Redakteuren geschrieben wird?" oder „Würden Sie 5% mehr Geld spenden, damit wir bezahlte Autoren einstellen können?". Ich schätze, daß wir uns langsam von unserer Vorstellung befreien müssen, daß ehrenamtliche Autoren-Tätigkeit in der Freizeit für den WP-Nutzer einen – wohlmöglich großen – Wert an sich darstellt. Leser/Leserin, Nutzer/Nutzerin (Gendering speziell für Sicherlich ;))) will das Produkt WP – die Produktionsbedingungen dürften wohl wenige interessieren. --Henriette (Diskussion) 19:01, 22. Mär. 2015 (CET)
Da bin ich mir nicht sicher. Für die Spendenbereitschaft spielt m.E. durchaus eine gravierende Rolle, dass sich mit meiner Spende niemand eine goldene Nase verdient. Ich will auch das Produkt "google", aber ich würde für den Konzern nicht spenden. Aber das sind unsere Meinungen bzw. Theoriefindungen. Wenn die WMF interessiert wäre, herauszufinden, ob die Menschen statt für "den Weiterbestand der Wikipedia" (für den es nur ein Bruchteil des Geldes bräuchte) auch für den weiteren personellen und finanziellen Ausbau ihrer Organisation spenden würden, dann könnte man das ja in einer solchen Umfrage zu klären versuchen. Da man den Adressaten der Spenden aber selbst hier verschleiert, scheint man die Antwort auf diese Frage lieber gar nicht wissen zu wollen. --Magiers (Diskussion) 19:21, 22. Mär. 2015 (CET)
„ … dass sich mit meiner Spende niemand eine goldene Nase verdient” – da sind wir beide d'accord! Ich vermute aber, daß das auch eine (sehr?) deutsche (oder vielleicht auch deutschsprachige?) Einstellung ist. In Deutschland scheinen mir solche Debatten immer gern mit einem Bein in einer Neid-Debatte zu stehen (was ich Dir als Motivation nicht unterstelle – bitte versteh mich nicht falsch!!): „Politiker verdienen viel zu viel Geld!", „Den Vorstandsvorsitzenden wird der Hintern vergoldet!!” – man kann solche Leute und solche Posten auch ganz betrachten: Da ruinieren sich Menschen jahrzehntelang das Privatleben, weil sie ein unstetes Leben mit vielen Reisen etc. führen; sie stehen ständig unter der Beobachtung der Öffentlichkeit und sie sind – das halte für einen immens übersehenen Faktor! – permanentes Ziel von Lobbyisten. Wenn Du die Leute gut bezahlst, dann haben sie keinen (oder wenigstens: wenig) Anreiz auf Bestechungsversuche einzugehen (das scheint in D-land ganz gut zu funktionieren: denk an die Causa Wulff … da haben die dem ernsthaft auch ein Bobby Car als Korruptions-Geschenk vorgeworfen – einen wirklich richtig, richtig fetten Bestechungsskandal in Bezug auf Politiker gibts hier nur alle Jubeljahre). Nochmal die „goldene Nase": Inwiefern träfe das denn auf die WMF und ihre Mitarbeiter zu? Das – vllt. auch als unethisch üppig empfundene – Vermögen einer Organisation ist ja erstmal nur ein – vllt. auch als unethisch üppig empfundener – fetter Batzen Geld. Problematisch wird das dann, wenn sich einzelne Menschen daran bedienen und damit Dinge tun, die nicht das sind, was in unserem Fall den Spendern für WP vorschwebt. Haben wir Beweise für so ein Verhalten? Haben wir wenigstens Indizien?
Versteh mich bitte nicht falsch: Ich finde dieses „Mehr, mehr, mehr Spenden" jedes Jahr mindestens nicht gut (mir sind die Gesamtgeldflüsse der WMF aber nicht geläufig genug, um klar zu sagen: ich lehne das rundheraus ab) – ich mag aber auch nicht so eine simple Logik a la „wo so viel Geld reinkommt da stoßen sich garantiert Leute gesund”. Wir haben hier eine Umfrage vorliegen, die uns (as in: Community) von ihrer Zielstellung her nicht gefallen mag und auf keinen Fall gefallen muß – aber wir können m. E. trotzdem eine Menge daraus lernen. Es wäre schade, wenn wir diese Chance mit Nebelkerzen a la „das haben die nur gemacht, um die Community auszupunkten" verschleiern. Möglicherweise verhilft uns eine neutrale (das ist doch eine Kernkompetenz von Enzyklopädisten, wenn ich mich recht erinnere?) Analyse dieser Umfrageergebnisse zu einer neuen, anderen oder modifizierten Sicht auf die WP und den Beitrag der Community? Ab und an ein Realitätsabgleich ist ja auch kein Schade ;)) --Henriette (Diskussion) 21:03, 22. Mär. 2015 (CET)
Finanzielle Entwicklung der Wikimedia Foundation 2003–2014. Grün sind Einnahmen, Rot sind Ausgaben, Schwarz sind Assets, in Mio. Dollar.
Ich habe im Prinzip kein Problem damit, wenn die Foundation 50 oder auch 100 Millionen Dollar im Jahr einnimmt (für dieses Jahr peilt sie $58,5 Mio. an), vorausgesetzt, dass:
  1. ein dokumentierbarer Gegenwert daraus entsteht
  2. den Spendern klar ist, dass das meiste Geld eben nicht darauf geht, die Wikipedia ohne Werbung online verfügbar zu machen.
Die Spender sehen jedoch ein Banner, das nachweislich für viele den Eindruck erweckt, die weitere Verfügbarkeit der Wikipedia ist ohne neue Spendeneinnahmen gefährdet.
Wikimedia erhebt den Anspruch, für Transparenz zu stehen. Dann muss man auch so konsequent sein, den Lesern mitzuteilen, dass 95% der eingenommenen Gelder nichts mit den Hosting-Kosten zu tun haben, sondern mit einer Expansion der Organisation aus den Gründen A, B und C, mit den Vorteilen X, Y und Z, die dem Leser daraus erwachsen. Es ist nicht okay, den Lesern etwas zu sagen, das so ähnlich klingt wie: "Wir brauchen Geld, sonst müssen wir den Stecker rausziehen oder Werbung reinnehmen“, wenn die Organisation heute in Wirklichkeit zehnmal mehr Geld einnimmt als vor ein paar Jahren und $50 Mio. Reserven hat (bei jährlichen Hosting-Kosten von $2,5 Mio.). Daher die Kritik. Rechts die Geldflüsse. Zu den konkreten Zahlen siehe Wikimedia#Finanzielle_Entwicklung. Andreas JN466 00:48, 23. Mär. 2015 (CET)
Vollkommen d'accord, die haben soviel Geld in der Bank, daß man ihnen auf absehbare Zeit keinen Kredit mehr verkaufen kann, aber das mit den Einnahmen und den Assets relativiert sich heutzutage auch wieder etwas dadurch, daß es kaum noch Zinsen gibt und man deshalb auch stärker als früher auf laufende Einnahmen angewiesen ist. Vermögen allein reicht nicht, und wenn der Einnahmestrom versiegt, ist schneller Ebbe als früher. Und ein Endowment ist weiterhin auch nicht in Sicht. Normalso. Bedenklich finde ich da schon eher die Verbindungen von Herrn Wales, die Du an anderer Stelle aufgewiesen hattest. Und daß jemand ausgerechnet auf Reddit solche Statements abgibt wie das, worum es dieses Wochenende gegangen ist, läßt, ganz abgesehen von dem kasachischen und weiteren Vorgängen, natürlich an der Seriosität überhaupt zweifeln. Es ist Wales' Aufgabe, diese unter Beweis zu stellen.--Aschmidt (Diskussion) 01:25, 23. Mär. 2015 (CET)
Zum oben am Rande erwähnten Thema Wikipedia Zero/Netzneutralität bietet dieser gerade in Newsweek erschienene Artikel eine gute Illustration, was hier schiefgehen kann: Manipulating Wikipedia to Promote a Bogus Business School (siehe auch [1]). Wenn Leser in Entwicklungsländern ihre Wikipedia-Artikel per SMS bekommen, wie hier illustriert, ohne Angaben von Quellen, ohne die Fähigkeit, Quellen prüfen zu können oder alternative Quellen zu konsultieren, schafft Wikimedia damit Hunderte von Millionen von rein passiven Wikipedia-Konsumenten, während die einzigen, die Lese- und Schreibzugang zu Wikipedia haben, die wirtschaftlichen und politischen Eliten dieser Länder sind. Das Manipulationspotenzial, von dem der im Newsweek-Artikel beschriebene Fall eine kleine Kostprobe liefert, ist unüberschaubar. Wikipedia Zero nimmt dann eine Torhüter- oder „Gatekeeper“-Funktion ein. Was AccessNow und EFF von einem solchen Arrangement halten, kann man hier nachlesen: Wikipedia Zero and net neutrality: Wikimedia turns its back on the open internet, Net Neutrality and the Global Digital Divide. Andreas JN466 04:07, 26. Mär. 2015 (CET)

Lake Research Partners gehört zu Celinda Lake, einer politischen Strategin der Demokraten. Die weiß wahrscheinlich ganz gut, wie man Umfragen führen muss um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen. Von der eigenen Homepage: …From the U.S. Senate to City Hall and everywhere in between, we work side by side with our clients on developing communications and paid media, targeting supporters, and honing the messages that win persuadable voters. We use a full range of research tools, from surveys and focus groups to online town halls and ad testing to propel our clients to victory on Election Day. ;-) --Sinuhe20 (Diskussion) 15:02, 21. Mär. 2015 (CET)

So eine Studie würde hier in einem Artikel nicht als Beleg akzeptiert werden....
Dazu kommt ja noch, dass man ja wohl nicht ernsthaft die Problematik "unehrlich und manipulativ" von den "Opfern" dieser Praktik per Umfrage erheben kann. 2003:75:2F48:1:45E6:40D9:D0A0:9723 15:21, 21. Mär. 2015 (CET)
Was man der Studie am ehesten entnehmen kann, ist, dass Spender aus dem angloamerikanischen Raum (samt Australien und Neuseeland) überzeugt waren, die Fundraising Message sei angemessen gewesen. Wobei ein Blick auf die Frage zu Nicht-Spende-Gründen vermuten lässt, dass "angemessen" als "nicht zu aufdringlich" gemeint war, nicht als "unehrlich", "manipulativ" oder was in die Richtung. … «« Man77 »» Wiki loves signatures 16:46, 21. Mär. 2015 (CET)

Manipulieren will gelernt sein.--Aschmidt (Diskussion) 16:47, 21. Mär. 2015 (CET)

Methodik[Bearbeiten]

Gibt es irgendwelche Informationen dazu, wie genau dieses Daten erhoben wurden. Wie man das ja von der Beschränkung auf Festnetzanschlüssen bei Telefonumfragen her kennt, kann ja auch bei einer Online-Umfrage die Art der Rekrutierung zu einer erheblichen Ergebnisverfälschung führen:

Wenn die Teilnehmer dieser Online-Umfrage beispielsweise genau durch die Art von Banner in der Wikipedia aquiriert wurden, den sie jetzt bewertien sollen, ist es doch nur logisch, dass dieses Urteil eher positiv ausfällt?! // Martin K. (Diskussion) 19:26, 22. Mär. 2015 (CET)

Presse[Bearbeiten]

Petr Svab, The Epoch Times, 28. März 2015: Donate to Wikipedia and Pay for… What Exactly? Andreas JN466 05:44, 29. Mär. 2015 (CEST)

Wikipedia Zero: ein unüberschaubares Manipulationspotenzial[Bearbeiten]

Benutzerin von Wikipedia Zero (nicht zu verwechseln mit Wikipedia light)nachträglich eingefügte Fremdillustration

Überschriften dienen ja auch gelegentlich als pointierter Aufmacher. So ist es wohl bei diesem Kurier-Artikel auch gedacht.

Aber es ist gut, dass dem Blick durch die rosarote Brille der WMF mal Aspekte einer realistischeren Prognose entgegengesetzt werden. Zero-rated Wikipedia, also Kostenfreiheit für den Nutzer beim Datenverbrauch während der Wikipedia-Nutzung, ist ja eines der konkreten Massnahmen des Heilsversprechens im "Global South"-Programm der WMF. Dass man sich da faktisch vor den Marketing-Karren der Telecoms (explizit des Anbieters Orange) hat spannen lassen, wird ja tatkräftig und mit immer neuer Propaganda bestritten (siehe Wikimania 2014 oder auf der ein oder anderen Mailingliste).

Jedem Wikipedia Zero-Kritiker wird unterstellt, dass er das heilige Ziel des "Free Knowledge for Everybody" beschädigen und untergraben will. Ein Signal, dass man bei WMF auf der sachlichen Seite der Diskussion wenig zu bieten hat. Nun, ich habe mich in der Vergangenheit deutlich zu diesem Fehler "Wikipedia Zero" geäußert und es wurden auch hier, soweit ich mich entsinne, schon viele Aspekte besprochen. Aber ein Punkt sollte man sich bei all dem klarmachen: Es ist ein wenig - nun sagen wir - widersprüchlich, wenn einerseits Wikipedia als erste Quelle für Informationen benannt wird - immer mit dem Hinweis, dass man von dort weitere Quellen beachten sollte - und andererseits mit Wikipedia Zero eine Möglichkeit in der Wikipedia externe Links zero-rated zu nutzen nicht vorhanden ist. Somit wird die ganze Idee ad absurdum ge- und als Marketing-Gag überführt. Dass Editieren mit einem zero-rated Vertrag, der nur Facebook und Wikipedia zulässt, auch leicht erkennbare Unmöglichkeiten in sich birgt, sei mal außenvor, denn dann müsste man das Bestreben der WMF nach Editoren-Gewinnung in seiner Gesamtheit ersteinmal ernstnehmen.

Fazit: Mit Wikipedia Zero wird kein Problem gelöst, sondern ein neues geschaffen, das dem Wesen der Wikipedia nicht entspricht: Wikipedia wird für diese Nutzer ein Walled Garden - eine "Walled Wikipedia". Danke dafür, WMF. Nicht. --Jens Best (Diskussion) 20:06, 27. Mär. 2015 (CET)

Fazit des Artikels ist, dass die Manipulationsgefahr größer wird, weil mehr Leute Wikipedia-Artikel lesen können und weil es Wikipedia auch in Sprachen gibt, die in Diktaturen verwendet werden. Jetzt Wikipedia Zero zum Buhmann machen, halte ich für lächerlich. Der Anteil von aktiven Wikipedianutzern gegenüber passiven dürfte bei jedem Abrufmedium verschwindend gering sein, selbst beim guten alten Computer am Netz mit Tastatur. Die Medienkompetenz, sich auch mit den Quellen der Information zu befassen, wird noch nicht mal bei deutschsprachigen Lesern vorhanden sein, die wenigstens im Gegensatz zu den meisten anderen Sprachversionen, auf eine gute Belegung zurückgreifen können.
Das Problem der Manipulierung durch staatliche Stellen in Zentralasien ist auch nicht überraschend oder abhängig von der kostenlosen Zugriffsmöglichkeit. Das Problem haben alle dortigen Medien und wir erinnern uns, dass vor nicht all zu langer Zeit auch die kroatische WP von uns unliebsamen Kräften infiltriert wurde.
Wikipedia Zero bietet Millionen Menschen die Möglichkeit endlich auf das Wissen der Welt zugreifen zu können. Manipulationsversuche sind dabei eine unliebsame Nebenerscheinung, gegen die man vorgehen muss, aber niemand käme auf die Idee die Abschaffung von TV, Radio und Zeitung zu verlangen, weil Manipulationsgefahr besteht. --JPF just another user 20:19, 27. Mär. 2015 (CET)
Danke für die schnelle Response. Ich lasse jetzt mal deine sicher gut gemeinten Derailing-Versuche außen vor und gehe nur auf deine Hauptaussage zur Sache ein: "Wikipedia Zero bietet Millionen Menschen die Möglichkeit endlich auf das Wissen der Welt zugreifen zu können." - Diese Aussage ist aber falsch. Ich habe aber oben bereits angedeutet, dass dieses Argument immer kommt, wenn man WP0 kritisiert, weil es nunmal so wunderschön die Selbstlüge der Wikipedia benutzt. deswegen in aller Deutlichkeit und zum Mitschreiben: Wikipedia ist nicht das Wissen der Welt. Es ist die Wikipedia, nicht mehr und nicht weniger. Wer also "Wissen der Welt" verwendet, betreibt entweder Propaganda oder fällt auf diese herein. Wer offen und ehrlich zugibt, dass es sich hier um eine Marketing-Aktion für Wikipedia handelt, die eine heilige Mission mit der faktischen Realität verwechselt, wäre wenigstens ehrlich. Aber solch ehrliche Töne habe ich aus dem Hause WMF bis jetzt nicht gehört. --Jens Best (Diskussion) 20:50, 27. Mär. 2015 (CET)
Du meinst, Du gehst nicht auf die Kernaussage meiner Antwort ein, sondern verlegst Dich darauf einfach zu sagen, dass die Nebenaussage mit dem Ziel von Wikipedia Zero nicht stimmt. Für mich ist das mehr ein Beleg dafür, dass es Dir um eine grundlegende Ablehnung von Wikipedia Zero geht, als um handfeste Argumente. In Deinem Artikel sprichst Du von Manipulationsgefahr, ich widerspreche dieser These, aber Du willst sie gar nicht erst verteidigen. Schade, damit erledigt sich eine weitere Diskussion von selbst. --JPF just another user 07:28, 28. Mär. 2015 (CET)
Der Kurier-Artikel ist nicht von mir. Ansonsten ist meine Argumentation stringent und ich versuche mit großer Höflichkeit auch Beitragenden wie dir eine Antwort zu formulieren. Hinsichtlich meiner Einschätzung der Bedeutung der im Artikel getroffenen Aussagen in Bezug auf die notwendige Wikipedia Zero-Debatte habe ich mich am Anfang meines Beitrages von 21:45, 27. Mär. 2015 (s.u.) geäußert. --Jens Best (Diskussion) 14:53, 28. Mär. 2015 (CET)
„Wikipedia Zero bietet Millionen Menschen die Möglichkeit endlich auf das Wissen der Welt zugreifen zu können.” – das wäre vielleicht ein bisschen annähernd so, wenn WP0 den Zugriff auf das komplette Internet gestattete. Tuts aber nicht. „Manipulationsversuche sind dabei eine unliebsame Nebenerscheinung, gegen die man vorgehen muss, aber niemand käme auf die Idee die Abschaffung von TV, Radio und Zeitung zu verlangen, weil Manipulationsgefahr besteht.” - zumindest in D-land würde man aber wohl leichte Kritik üben, wenn es nur noch einen TV-Sender, einen Radio-Sender und eine Zeitung gäbe. Oder sehe ich das falsch? Manipulationsgefahr (~anreiz übrigens auch) besteht überall dort, wo eine Monokultur herrscht. --Henriette (Diskussion) 23:54, 28. Mär. 2015 (CET)
Schlimmer - es gäbe Millionen Sender, aber man kann nicht umschalten und ist zwangsweise an einen Sender gefesselt. Marcus Cyron Reden 03:12, 29. Mär. 2015 (CEST)
Ich lese das anders. WP0 macht ganz automatisch die Nutzer zu passiven Konsumenten - und schon da fängt es doch an. Wir haben nichts zu verkaufen. Eigentlich tritt dieses gesamte Konzept alle positiven Ideen vom Freien Wissen für alle mit den Füßen. Freies Wissen kann nämlich nur frei sein, wenn es kein Monopol ist. Und wenn man nicht nachprüfen kann, ob das angegebene valide ist (wenigstens die Web-Belege), ist es ein Meinungsmonopol. Und gerade der versuchte und offenbar auch erfolgreiche Einfluss von Diktaturen auf "ihre" Sprachversionen macht das alles anfällig. Aber auch, daß etwa Saudi-Arabien (warum genau braucht dieses reiche Land WP0?) über diesen Weg auch filtert. Wikipedia Zero - ist genau das. Zero. Nichts. Nichts wert. Auch das Ausscheren des größten Providers von freien Inhalten aus dem Kampf um Netzneutralität ist ein Bärendienst, den auch wir hier wohl mittelfristig zu spüren bekommen werden. WP0 ist ein Sündenfall heute noch ungeahnten Ausmaßes. Marcus Cyron Reden 20:36, 27. Mär. 2015 (CET)
Dieser BBC-Artikel hat einen Screenshot eines Wikipedia-Artikels im SMS-Format. Wenn dieser Screenshot den aktuellen technischen Stand widerspiegelt (kennt sich jemand damit aus?), wird dem Leser noch nicht einmal angezeigt, welche Aussagen im Text mit Einzelnachweisen belegt sind (vgl. den Originalartikel). Die Fußnoten fehlen (vermutlich auch die, die "citation needed" lauten). Was diese Einzelnachweise ggf. wären, sehen die Leser dann erst recht nicht. Selbst wenn sie sie sehen könnten, könnten sie sie nicht aufrufen. Das Ganze wird zurzeit auch auf Wales' Diskussionsseite in der en:WP besprochen: en:User_talk:Jimbo_Wales#Regarding_Wifione_ArbCom_case. Andreas JN466 03:38, 29. Mär. 2015 (CEST)
Zugegeben, staatliche Manipulation is unabhängig vom Zugriffsverfahren. (Beachte aber: Wikipedia Zero gibt es bereits in Kasachstan, Tadschikistan und Kirgistan.) Aber sollen Wikipedia-Spendengelder die lokale Pravda finanzieren? Wo ist da die Wachsamkeit bei der Foundation? Schließlich hat sie die Turkic Wikimedia Conference ja mitfinanziert. In Aserbaidschan streckt der Staat, wie schon seit über einem Jahr bekannt, ganz öffentlich die Hand nach Wikipedia aus. Und im Fall Kasachstan hat man das ja auch noch himmelhochjauchzend gelobt, mit Kätzchen und Hündchen. Ich sehe da – als Minimum – ein absolutes Vakuum in der Wikimedia-Organisation (und ich fürchte auch in manchen Köpfen). Andreas JN466 20:58, 27. Mär. 2015 (CET)

Kann mir mal jemand in wenigen Sätzen erklären, was eigentlich das große Problem mit Wikipedia Zero ist? Geht es nur um die Frage, ob die Links zu den Quellen verfügbar sind oder nicht? Oder warum sollte sich das Problem, dass andere Sprachversionen, vor allem wenn die Sprachen überwiegend in Diktaturen gesprochen werden, unter Umständen ein Neutralitätsprobem haben, durch die Einführung von Wikipedia Zero verschärfen? In vielen Länden ist es doch zunächst einmal so, dass die Menschen überhaupt gar keinen Online-Zugriff haben, so dass sie also ausschlließlich auf die offiziellen Medien in ihren Staaten angewiesen sind. Und bitte verweist mich jetzt nicht auf irgendwelche unendlich langen Diskussionen, die es zum Thema bereits gab. --Holder (Diskussion) 21:19, 27. Mär. 2015 (CET) P.S.: Automatische Übersetzungen durch Google-Translate sind übrigens für die Beurteilung, ob ein Artikel neutral ist, völlig unbrauchbar, da man nicht weiß, ob die Lobeshymnen nicht durch fehlerhafte Übersetzungsalgorithmen zustande kommen. Wer sich mit anderen Sprachen beschäftigen will, dem bleibt es nicht erspart, diese Sprachen zu lernen. --Holder (Diskussion) 21:19, 27. Mär. 2015 (CET)

@Holder Dein Einwurf ist richtig. Das im Artikel beschriebene Problem ist nicht das Kernproblem bei Wikipedia Zero, sondern eher eine Betrachtung, welche Effekte (die auch so existieren) dadurch noch verstärkt werden könnten. Also, wenige Sätze: zero-rated Angebote sind eine Verletzung der Netzneutralität. Sie sind ein wenig perfide, weil sie auf den ersten Blick als richtig sinnvoll daherkommen: Es ist toll, wenn man Spotify-Streamen kann ohne sich über den Datenverbrauch Gedanken zu machen, es ist cool, auf Facebook zu sein, auch wenn man sich einen Datenvolumen-Vertrag für das ganze Internet nicht leisten kann oder es ist eben vermeintlich total im Sinne der Idee des "Free Knowledge", wenn man Wikipedia abrufen kann ohne für den Datenverbrauch zu zahlen. Aber: Dies bedeutet eine Gewöhnung des Nutzers an datenart-spezifische Preismodelle und ist somit ein schleichende Ende des freien Internets. Es gibt horizontale Verletzungen der Netzneutralität durch zero-rated (Beispiel: spotify wird gegenüber anderen Anbietern damit bevorzugt, eine Wettbewerbsverzerrung auf Kosten der Idee gleicher Datenpaketbehandlung), es gibt vertikale Verletzungen der Netzneutralität (Beispiel: Unterdrückung von VoIP-Telefonie durch Mobilanbieter).
Wikipedia Zero ist im Kern entstanden durch eine Kooperation mit dem globalen Telekomanbieter Orange. Dieser suchte einen Weg, wie er in noch nicht entwickelten Märkten das Problem vermeiden kann, dem man sich in entwickelten Märkten stellen muss: Der Nutzer ist gewohnt, dass er "das Internet" bezahlt, aber nicht einzelne Datenarten oder Daten spezifischer Inhalteanbieter. Um diesem Problem frühzeitig zu begegnen, ist es wichtig, den Nutzer an Preismodelle heranzuführen, die auf der Unterscheidung von Daten beruhen. Wikipedia ist ein Glückstreffer für die Marketing-Abteilungen, da es a) wenig Traffic verursacht, da hauptsächlich Text b) megastark mit guten Werten besetzt ist, also eine starkes "social brand" ist. - Wenn man aber Wikipedia (und meist ist noch Facebook und zwei, drei lokale Angebote im Bundle dabei) anbietet ohne die Erfahrung der Einbettung in das gesamte freie Web findet eine andere Nutzungsprägung statt. In Indien bezahlt man bei einigen Providern schon websiten-bezogen, 15 Rupien für Facebook, 55 Rupien, wenn du ohne walled Angebot online gehen willst. Die Hoffnung, dass Wikipedia als zero-rated Angebot die Menschen zu einer selbstbestimmten Nutzung des Web anregt ist ziemlich verwegen und wohl nur zu glauben, wenn man regelmässig Silicon Valley-Luft einatmet. WMF hat es hier zugelassen, dass mit einem billigen und nicht durchdachten Versprechen die Wikipedia als Marketing-Tool für Mobilprovider eingesetzt wird, um in wichtigen Entwicklungsmärkten die Idee des freien Webs durch ein datenart-spezifisches Payment-System ersetzt wird. Die WMF und Wikipedia leistet damit dem gesamten freien Web einen Bärendienst, nur um die eigne Marke zu pushen. Das mal auf die Schnelle. Ich hab auch noch ein paar Links, wenn's dich im Detail interessiert. --Jens Best (Diskussion) 21:45, 27. Mär. 2015 (CET)
Und da haben wir schon den Punkt, worum es eigentlich geht. Die allgemeine Kapitalismuskritik, die kostenlose Inhalte ablehnt, weil für andere Inhalte gezahlt werden muss. Es interessiert ja auch nicht, dass es Leute gibt, die au kostenlose Angebote angewiesen sind. Zumindet hier in der Ersten Welt kann man sich ja ganz der Ideologie der Nezneutralität hingeben und muss sich keine Gedanken über die Realität der Menschen machen, denen mit sozialistischer Gleichmacherei Chancen verwehrt bleiben. --JPF just another user 07:28, 28. Mär. 2015 (CET)
Lieber JPF, deine Beiträge sind spürbar mit Vorurteilen behaftet und dienen einer sachlichen Diskussion wenig.
Dennoch eine Antwort: Es sollte WMF um eine Abwägung der beiden Movement-Werte "Zugang zu freiem Wissen" und "Pflege eines offenen und freien Internets" gehen. Wenn man den ersten Wert absolut setzt, kann man natürlich ohne größere Probleme WP0 gut finden. Die Entstehung der Wikipedia ist aber auch langfristig wichtigen Aspekten geschuldet, deren Grundlagen in den Prinzipien des offenen und freien Web liegen. Netzneutralität ist ein Aspekt eines offenen und freien Webs und als solches auch für die Entstehung der Wikipedia wichtig gewesen. Ein Internet, das nach Datenarten bezahlt werden muss, ermöglicht diese Entwicklungen nicht, sondern dient der Verfestigung etablierter Player, die über genügend Marktmacht verfügen, Wikipedia hat diese Marktmacht und ignoriert die besondere Verantwortung, die sich aus dieser Rolle ergibt. Gleichzeitig erliegt ein Teil der Wikimedia-Bewegung dem Irrglauben die Wikipedia wäre "das freie Wissen der Welt" - dies ist sowohl falsch als auch anmassend. Nicht das "freie Wissen der Welt" ist zero-gerated von den achso netten Telecom-Providern, sondern die selbstverliebte Wikimedia, die dabei auch noch bereitwillig auf eine ihrer zentralen Elemente, nämlich der Verlinkung in das World Wide Web verzichtet. Dies geschieht sicher alles mit bester Absicht, aber wie man weiss, ist der Weg in die Hölle gepflastert mit diesen.
Die gesamte Diskussion über WP0 hat, seit vielen vielen Monaten immer die Merkmale einer sich guten Argumenten mit irrationaler Abwehr widersetzenden Gruppierung, die nicht bereit ist, ihre Eingebundenheit in den wichtigen größeren Zusammenhang des offenen Webs in dieser Sache anzuerkennen. Es geht bei einer Ablehnung von WP0 nicht darum, Menschen den Zugang zu Inhalten zu verweigern, sondern es geht darum, nicht auf die das offene Web bedrohenden Pläne der Zugangsprovider einzusteigen. Deren Interessen sind nicht deckungsgleich mit denjenigen, die einen nachhaltigen Zugang zu freiem Wissen und ein innovatives offenes Web als wichtig ansehen. es gibt falsche kontraproduktive Wege bei der Entwicklungszusammenarbeit und es gibt falsche kontraproduktive Wege in Entwicklungsländern die Nutzung "des Internets" zu fördern. --Jens Best (Diskussion) 14:53, 28. Mär. 2015 (CET)
A propos „Gleichmacherei" – so hat der Herr Oettinger jüngst auch über die Netzneutralität in der EU(!) gesprochen; der nennt Netzneutralitätsverteidiger übrigens Taliban (einen Ausschnitt aus dessen gruseliger Rede kann man bei Netzpolitik.org nachlesen). Das Problem steht nicht also nicht nur vor der Haustür von Entwicklungs- und Schwellenländern: Das Problem haben „wir in der Ersten Welt" schon im eigenen Haus – und das übrigens schon lange und nicht erst seit gestern. Wer ein bisschen Zeit hat, der schaut sich dazu den wirklich guten Vortrag vom letzten Chaos Communication Congress net neutrality: days of future past? von Rejo Zenger and Thomas Lohninger an; ab Minute 37 gehts dort speziell um Netztneutralität im Global South und ganz speziell und konzis auch um WP0 in Chile: Kann ich sehr empfehlen, um einen Einblick in die Problematik zu bekommen! --Henriette (Diskussion) 12:12, 29. Mär. 2015 (CEST)
Danke für den Tip! Gute Gelegenheit zum Abgleich mit der netzpolitischen Debatte.--Aschmidt (Diskussion) 13:17, 29. Mär. 2015 (CEST)
Was ich an dem Vortrag wirklich bemerkenswert finde, ist, daß Thomas Lohninger – den ich sehr schätze; ich höre regelmäßig Podcasts mit ihm – sich fast schon ein bisschen dafür entschuldigt an dieser Stelle WP0 in die Debatte einzubringen. Das scheint mir nämlich eine weitere echte Gefahr an dieser WP0-Kiste innerhalb der Diskussion zu sein: Wir haben sofort den Reflex mit „WP ist doch ein wunderbares und zweifellos gutes Projekt – wie kann denn sowas schlecht sein?!?” einzuhaken. Das wurde ja auch schon in dieser Diskussion hier angesprochen: An der Stelle geht die WMF mit ihrer globalen Verantwortung und ihrem globalen Handeln (was sie sich ja ständig anmaßen und auf die Fahne schreiben) ausgesprochen fahrlässig um. --Henriette (Diskussion) 13:44, 29. Mär. 2015 (CEST)
Ich denke, wir sind uns alle einig darin, daß hier unnötigerweise Kredit verspielt wird und dem Netz geschadet wird. Aber auch die Einmischung in die chilenische Innen- und Netzpolitik war ein absoluter faux pas, den es nicht hätte geben dürfen. Ich kann mich gut an die unsägliche Diskussion auf der Advocacy-Advisers-Liste erinnern. Jens war damals einer der wenigen, die sich dagegen gewandt hatten, und auf dem IGF in Istanbul gabs dann kurz darauf die Retourkutsche aus dem Global South zurück. So geht es nicht. Aber das sind letztlich alles Probleme, die hausgemacht sind. Wie ist das Board zusammengesetzt, und wer ist gerade ins Board berufen worden? Aha.--Aschmidt (Diskussion) 14:14, 29. Mär. 2015 (CEST)
Jens Best, vielen Dank, jetzt kann ich das Problem in der Tat einigermaßen nachvollziehen. --Holder (Diskussion) 07:11, 28. Mär. 2015 (CET)
Fun fact: Der stellvertretende Vorsitzende von Wikimedia Norwegen, Erlend Bjørtvedt, ist gleichzeitig der Vizepräsident der Telekommunikationsfirma Telenor. Telenor ist der WP0-Partner für Bangladesh (über das Tochterunternehmen Grameenphone), Myanmar und Montenegro. Andreas JN466 00:25, 28. Mär. 2015 (CET)
Oh, diesen "fun fact" kannte ich noch nicht. Danke. --Jens Best (Diskussion) 01:34, 28. Mär. 2015 (CET)
Pressemitteilungen von der Telenor-Webseite über die Zusammenarbeit mit Wikimedia: Telenor and Wikimedia: The internet is an equalizer (anlässlich von Wales' Bangladesch-Reise letzten Monat), dtac ignites mass translation efforts for Thai Internet, Myanmar given free access to the world’s knowledge with Wikipedia Zero usw. Andreas JN466 18:30, 28. Mär. 2015 (CET)
Lieber Holder, ich bin mir der Schwächen von Google-Translate auf Satzebene wohl bewusst. Nichtsdestotrotz kann man die angesprochenen Thematiken sehr wohl erkennen, und dass es sich bei den genannten Biografien um Lobhymnen ohne jedwede Kritik handelt, ist sowohl von der deutschen als auch der englischen Google-Übersetzung her außer Zweifel. Korruption und Menschenrechtsverletzungen (von der mangelnden Pressefreiheit bis zur institutionalisierten Folter) werden in keiner der beiden Biografien erwähnt, dafür aber Preise, Ehrendoktorwürden usw. An Quellen ist nichts Handfestes da. Lies dir die Dinger mal von vorne bis hinten in allen verfügbaren Sprachen, deren du mächtig bist, durch. Beide Biografien sind außerdem geschützt (die aserbaidschanische kann nur von Administratoren bearbeitet werden, die usbekische hat eine Halbsperre).
Ich habe im IdeaLab auf Meta vorgeschlagen, dass die Wikimedia Foundation mit Menschenrechtsorganisationen zusammenarbeiten sollte, um einen „Wikipedia Freedom Index“ zu erstellen, der verschiedene Wikipedien danach beurteilt, inwieweit einschlägige Menschenrechtsverletzungen dort behandelt werden. Die Idee ist hier: https://meta.wikimedia.org/wiki/Grants:IdeaLab/Wikipedia_Freedom_Index Für Unterstützer bin ich dankbar. :) Andreas JN466 22:56, 27. Mär. 2015 (CET)
<quetsch>Andreas, die Übersetzung von Usbekisch nach Deutsch macht Google Translate über eine englische Zwischenübersetzung, von daher ist es nicht verwunderlich, dass bei der Übersetzung Usbekisch-Deutsch bzw. Usbekisch-Englisch da Gleiche herauskommt. Bei den Übersetzung kommt jeweils ca. ein Drittel völliger Unsinn heraus. Wer sagt eigentlich, dass die übrigen zwei Drittel nicht auch Unsinn sind, nur weil die Sätze als formal korrektes Deutsch erscheinen, bedeutet das nicht, dass sie auch korrekt übersetzt sind. Ich empfehle Dir mal ein lustiges Spiel: nimm einen beliebigen deutschen Artikel, lasse ihn übersetzen ins Usbekische und wieder zurück, und dann vergleiche mal die beiden Versionen. Wenn man das mehrfach hin und her macht, dann entsteht übrigens eine stabile Version.
Wenn ich mir z. B. den Artikel zum aserbeidschanischen Präsidenten per Google Translate anschaue, dann sehe ich ein Aufzählung von lapidaren Fakten, in der Tat keine Kritik, aber auch insgesamt ein offenbar recht belangloser Artikel. Wie auch insgesamt die aserbeidschanische Wikipedia vom reinen Umfang der Artikel her überhaupt nicht vergleichbar ist mit der deutschsprachigen Wp. Viel entscheidender für eine Bewertung ist aber m. E. nicht einmal der aktuelle Inhalt, sondern die Versionsgeschichte: werden kritische Passagen gleich wieder gelöscht, die Benutzer gesperrt? Gab es Diskussionen, die wieder gelöscht wurden, gar gleich versionsgelöscht? Und mit welchen Begründungen werden Passagen oder Diskussionen gelöscht? usw. usf. --Holder (Diskussion) 07:11, 28. Mär. 2015 (CET)
Einen „Wikipedia Freedom Index“ finde ich eine übrigens gute Idee. --Holder (Diskussion) 07:11, 28. Mär. 2015 (CET)

i Info: Auch die Länder im „Global South“ haben mittlerweile bemerkt, was ihnen da serviert wird: Im Hauptpanel zur Netzneutralität beim 9. IGF fragte ein indischer Aktivist, ob es Wikipedia heute wohl geben würde, hätten Carrier vor ein paar Jahren entschieden, die Encyclopedia Britannica kostenlos zur Verfügung zu stellen.[2] Die WMF stellt sich international ins netzpolitische Abseits, genau wie auch bei ihrer Kampagne gegen das europäische Datenschutzrecht.--Aschmidt (Diskussion) 22:41, 27. Mär. 2015 (CET)

In meinen Augen haben wir es hier mit verschiedenen Problemen zu tun, die zumindest teilweise unabhängig voneinander sind: Dass WP-0 sehr wenig "wiki" ist, ist schade, aber ich zähle mich zu denen, die die Verfügbarkeit von WP-0 grundsätzlich für besser halten als gar keinen Zugang zu Informationen. Dass die WMF und manch anderer bzgl. WP-0 einen etwas verklärten Blick hat und der eine oder andere Interskonflikt nicht vermieden wird, ist schade, passt aber irgendwo ins Bild. Das gröbste Missfallen empfinde ich angesichts der frisierten, nicht neutralen, aus diversen Gründen problematischen Inhalte, die unabhängig von WP-0 bestehen und in den Griff bekommen werden müssen. Leider habe ich aber nicht nur dank dieser Story, sondern auch dank mancher Geschichten aus kleineren Sprachversionen, einer AGF-basierten Offenlegungspflicht für paid editors und der heißen Themen auf Meta nicht den Eindruck, dass bezüglich Inhaltsqualität und -wartung nennenswerte Fortschritte gemacht oder gezielt angestrebt werden. Der Anschein besteht schon, dass es offenbar wichtiger ist, mit WP-0 gute PR zu haben, als auf guten Content zu fokussieren und den für sich sprechen zu lassen. Passt aber auch wieder ins Bild. … «« Man77 »» Wiki loves signatures 02:32, 28. Mär. 2015 (CET)

Passt schon ins Bild, aber ich dachte, dass es mal um die Sammlung und Vermittlung von bildungsrelevantem Wissen ging, nicht nur um gute PR, die der Foundation dann jährlich 50 oder 70 Millionen Dollar einbringt (von denen dann wieder nichts auf den Inhalt „vergeudet“ wird). Andreas JN466 03:12, 28. Mär. 2015 (CET)
  • Nachtrag zu Kasagate: outreach:Education/Countries/Kazakhstan, outreach:Talk:Education/Countries/Kazakhstan. Die Zusammenarbeit der Wikimedia Foundation mit Funktionären der kasachischen Regierung geht also weiter (der flockige Kommentar der WMF-Angestellten auf der Diskussionsseite ist weniger als ein halbes Jahr alt). Bizarr. Siehe zu diesen Verflechtungen [3]. Das Bild in dem Independent-Artikel zeigt natürlich nicht Kenzhekhanuly, sondern Präsident Nursultan Nasarbajew ... unglaubliche Schlamperei. Und während Tony Blair, Alastair Campbell, Lord Mandelson und Jack Straw für ihre Zusammenarbeit mit dem Regime über die heißen Kohlen gezogen werden, gibt's keinen Muckser, wenn es die Wikimedia Foundation tut. Andreas JN466 17:32, 28. Mär. 2015 (CET)


Seltsame Diskussion. Dass Telcos seltsame Tarifmodelle entwickeln, die zu nichts dienen als den Benutzer zu übervorteilen ist doch ein alter Hut! Selbes Vorgehen wie bei allen anderen Geschäften, die dauerhafte "User" benötigen. Anfixen mit Kostenlosinhalten gehört dazu. Machen können wir dagegen eh nix. Auch die WMF nicht. Ich hätte den Telcos ja eher empfohlen, eigene Pornos zu produzieren und freizugeben, so mit CI-Deko an der Wand, aber... naja. Warum also Wikipedia? Weil dafür eh kein Arsch bezahlt! Für Facebook vielleicht, Kuchenbilder online stellen ist lebensnotwendig. Zumindest für manche, ja. Aber ohne dubiose Pornoseiten besuchen zu können wird niemand einen Internetanschluss für voll nehmen. Und das wissen die Telcos natürlich. Auch und gerade da, wo es verboten ist. -- Janka (Diskussion) 22:36, 28. Mär. 2015 (CET)

@Janka Da kann man schon was machen, nämlich das Ganze nicht mehr seitens WMF vorantreiben, wie es leider seit über zwei Jahren geschieht (mit dem üblich großen Personalaufwand in der Zentrale in San Francisco). Es gibt mehrere Personen bei WMF, die mit der Aufgabe betraut sind, diesen Unsinn global voranzutreiben, indem sie aktiv Telecoms ansprechen. --Jens Best (Diskussion) 04:02, 29. Mär. 2015 (CEST)
Nochmals die Frage: Warum? Es ändert sich dadurch an der Telco-Strategie gar nix, nur dass die vielleicht das indische "Blödzeitung"-Äquivalent kostenlos freischaltet. Ist das nun unbedingt besser? Sieh es mal von einer Warte aus, dass du jemand wärst, der gar nicht genau weiß, was dieses komische Internet eigentlich ist oder wozu man den Quatsch eigentlich benötigt. Da kennst du, wenn du das Internet das erste mal benutzt vielleicht die Seiten "Facebook", "Google" und die der überregionalen Krawallblätter. Wikipedia ist dir total unbekannt. Und genau das soll mit dieser Aktion doch geändert werden, Wikipedia soll als Marke bekannt gemacht werden. -- Janka (Diskussion) 04:25, 29. Mär. 2015 (CEST)
Sorry, Janka, aber du solltest dir nochmal vor Augen führen, was zero-rated Walled Garden bedeuten - und welche negative Rolle Wikipedia einnimmt, wenn es sich da auf der falschen Seite platziert.
Wer die Nutzung von Datentransfer von Beginn an auf wenige Marken (Facebook, Wikipedia) begrenzt, vernichtet die Idee des freien und offenen Internets. Du hast jetzt schon Länder, in denen die Menschen "in Facebook" sind - von Internet wissen die gar nichts. In einer solchen Umgebung hätte es Wikipedia nie gegeben und in einer solchen Marktumgebung wird es ein offenes Wikipedia auch nicht geben - deswegen ist die Netzneutralität, also die monetäre Gleichhandlung von Datenarten ja wichtig, um solche Entwicklungen zu vermeiden.
Die Telecoms wollen aber lieber ein Walled Garden-System. Das ist, um mal einen älteren Vergleich zu nehmen, wie Anfang der Nullerjahre in Deutschland mit AOL - da gab es auch "Internetnutzer", die vom Internet keine Ahnung hatten, weil sie nur die Walled-Garden-Angebote von AOL nutzten. Die Wikimedia-Bewegung und WMF muss sich klarmachen, dass unter solchen Bedingungen keine freie Enyklopädie und erst recht nicht die wesentlich umfassendere Idee des freien Wissens der Welt möglich sein wird. Es geschieht aktuell eine kommerzielle Einhegung des Internets - und WMF ist mit Wikipedia Zero ein Teil dieser Einhegungsstrategie der Telecoms geworden. Sei es aus Dummheit, aus ahnungslosem Aktivismus oder Absicht, dieser Weg ist das Ende des offenen Webs. Diese "strategischen Partnerschaften" mit Telecoms sind ein Unding für eine Bwegung, die angeblich mit ihrer Enzyklopädie-Idee die aktive Teilnahme am freien Wissen der Welt als Ziel hat. --Jens Best (Diskussion) 10:19, 29. Mär. 2015 (CEST)
Meine Antithese war (und ist), dass die Mehrzahl der Leute einen vollwertigen Internetzugang ohnehin nicht wegen des freien Zugangs zu Informationen nutzen, sondern wegen des freien Zugangs zu Pornographie. Wikipedia ist für den Großteil der Internetbenutzer ein verzichtbares Angebot, so wie es früher ein gedrucktes Lexikon war. Dann "weiß man eben nix" und muss sich seine Informationen aus der Blödzeitung holen. Das ging früher schließlich auch. -- Janka (Diskussion) 17:46, 29. Mär. 2015 (CEST)
Deine These ist also: „Freies Internet braucht keiner – „die meisten” wollen ja sowieso nur Pron glotzen”? Aha. Und wieso geht es uns was an, ob die Leute Lexikon lesen oder Pron glotzen wollen? Frei ist frei; und freie Menschen sind frei mit einem freien Netz zu tun was immer sie wollen. Das mal ganz abgesehen davon, daß es eine ziemliche Frechheit ist anderen Menschen vorschreiben zu wollen was sie mit dem Internet anfangen sollen – „Ihr wollt Internet? Das kriegt ihr aber nur, wenn ihr die Dinge damit tut, die wir, die schlauen Spezialexperten aus den Industrieländern, für richtig halten und für gut befinden!" --Henriette (Diskussion) 18:37, 29. Mär. 2015 (CEST)
Ich glaub, mit „Leute“ meinst du „Männer“. In Russland sind angeblich mehr als die Hälfte der mobilen Internetnutzer Frauen. [4][5] In Jamaica und Thailand überwiegen Frauen ebenfalls. In Indien machten Frauen bereits 2013 laut Statista knapp 40% der Internetnutzer aus. Andreas JN466 18:46, 29. Mär. 2015 (CEST)
Dazu ein Klassiker: http://www.youtube.com/watch?v=y-4GJHgyY_Y --Kmhkmh (Diskussion) 19:12, 29. Mär. 2015 (CEST)
Meine These ist Freies Internet bedeutet für normale Menschen freien Zugang zu Pornographie. Nicht freien Zugang zu Wikipedia. Das interessiert nur uns Bildungspornoanhänger. Für Wikipedia schafft sich niemand einen kostenpflichtigen Internetzugang an. Für diese Fragestellung ist es also egal, ob die Telco nun Wikipedia und/oder irgendeine Zeitung zum Anfixen freischaltet. Bringen wir aber nun die Telco dazu, Wikipedia freizuschalten, haben wir einen Werbeeffekt dafür. Ob es sich für die Telco auszahlt muss nicht unsere Sorge sein. -- Janka (Diskussion) 22:25, 30. Mär. 2015 (CEST)
Der Werbeeffekt für Wikipedia besteht natürlich, genauso wie für Facebook. (Facebooks Internet.org zeigt für Januar bis März 2015 drei neue Zero-Programme, die Facebook mit Wikipedia koppeln.) Aber darum geht's in der obigen Diskussion nicht. Andreas JN466 03:23, 31. Mär. 2015 (CEST)
Und ihr glaubt doch nicht ehrlich, dass Frauen sich nicht für Pornos interessieren? Gerade die sind ohne Internet ja geradezu unterversorgt mit auf sie zugeschnittenen Material. Von Frauen, für Frauen. -- Janka (Diskussion) 22:25, 30. Mär. 2015 (CEST)
Selbst bei jungen Frauen ist die Nutzung von pornographischen Inhalten wesentlich weniger verbreitet als bei ihren männlichen Pendants. Siehe etwa [6]: 87% bei Männern, 31% bei Frauen (Altersbereich 18–26). Dafür sind Frauen wesentlich stärker auf Facebook und Twitter vertreten. Auch wenn die Tendenz bei Frauen, mal zur Unterhaltung auf eine Pornosite gehen, klar im Anstieg begriffen ist, glaube ich nicht, dass die Fähigkeit, Pornos zu gucken, für Frauen ein ebenso stichhaltiger Beweggrund ist wie für Männer, wenn es um die Entscheidung geht, sich erstmalig Internetzugang zu verschaffen. Die Nutzungsprofile sind anders. Andreas JN466 02:47, 31. Mär. 2015 (CEST)

Wikimedia Foundation: neuer „Vice President of Strategic Partnerships“[Bearbeiten]

https://lists.wikimedia.org/pipermail/wikimedia-l/2015-March/077305.html

Der Herr heißt Kourosh Karimkhany und wird in Zukunft for WP0 verantwortlich sein. Fundraising und Partnerships (inkl. WP0) werden in Zukunft im „Advancement Department“ angesiedelt sein. Hierzu gibt's ein FAQ: https://meta.wikimedia.org/wiki/WMF_Partnerships_FAQ Andreas JN466 04:07, 29. Mär. 2015 (CEST)

Wikipedianer bei Quiz-Show[Bearbeiten]

Vorhin war in der Sendung Der Quiz-Champion ein gewisser Robert Reiher, der als Wikipedianer(mit ~"hundert Einträgen") vorgestellt wurde. Der kam sogar recht telegen daher und hatte vorallem die anfängliche Fragerunde wirklich beeindruckend gemeistert. Leider ist er dann bei der folgenden Runde von Sportfragen auch umgehend wieder ausgeschieden. Das Ganze sollte demnächst in der Mediathek zu finden sein, denke ich. Wer will kann ja was dazu schreiben. Vielleicht outet sich Robert ja auch noch. --kostenloses Arbeitspferd ... itu (Disk) 23:04, 28. Mär. 2015 (CET)

Lustig. Ich hatte vorhin mal 15 Minuten reingeschaltet (bei einem anderen Kandidaten) und dachte, dass ist doch eigentlich DIE Show für Wikipedianer :-) -- southpark 23:47, 28. Mär. 2015 (CET)
ZDF-Mediathek (Robert ab Minute 57:30). XenonX3 – () 18:19, 30. Mär. 2015 (CEST)
Nicht unsympathisch, die Sendung - mit dem Herrn nach Robert hatten wir gerade einigen Spaß (mein Sohn und ich) - ein herrlicher Klugscheisser, extrem prima ... -- Achim Raschka (Diskussion) 20:24, 30. Mär. 2015 (CEST)
Da Stereolab gezeigt wurde, können wir von Robertapache ausgehen. Grüße, —DerHexer (Disk.Bew.) 23:05, 30. Mär. 2015 (CEST)

China blockiert weniger[Bearbeiten]

Naja, die Wikipedia ist hier seit Jahren wieder mehr oder weniger zugaenglich, abhaengig von Provider, Ort und ob der zustaendige Zensor am Morgen gut gefruehstueckt hat. Das liegt aber wohl nur daran, dass sie nach jahrelanger Sperre mangels Autoren ausreichend irrelevant geworden ist, effektiv wird sicher nicht weniger blockiert. --111.196.40.48 05:18, 29. Mär. 2015 (CEST)

Ich habe nur an die deutsche Gemeinde weitergegeben, was in den genannten Wikimedia-Kanälen umläuft. Möchtest Du Deinen Beitrag auf die Kurier-Disk. übertragen?--Aschmidt (Diskussion) 11:46, 29. Mär. 2015 (CEST)
<---- uebertragen von Benutzer Diskussion:Aschmidt
Das ist so nicht richtig. Die chinesische Wikipedia speist sich, wie mir Ting Chen mal erzählte, ja aus vier Beiträgergruppen: Festlandchinesen, Hongkong-Chinesen, Taiwanesen und "Exil"-Chinesen. Diese vier Gruppen sind wohl ähnlich groß und somit ist die chinesische Wikipedia wohl durchaus divers. Auf zwei dieser Gruppen hat die Volksrepublikanische Regierung letztlich keinen Einfluss. Die Vorstellung, die chinesische Wikipedia würde nur in China selbst verfasst und genutzt, ist schlichtweg falsch. Marcus Cyron Reden 15:37, 29. Mär. 2015 (CEST)
Dass die chinesische Wikipedia nur auf dem Festland verfasst und genutzt wuerde, behaupte ich ja gar nicht, im Gegenteil. Bei dem Artikel ging's aber um die Situation auf dem Festland. Deine Zusammenfassung, dass Taiwanesen, Hongkong- und Festlandschinesen in etwa zu gleichen Teilen beitragen, illustriert die geringe Relevanz auf dem Festland ganz gut---Taiwan hat in etwa soviel Einwohner wie Peking allein, Hongkong entspricht einem Pekinger Stadtviertel. Stell Dir vor, die deutschsprachige Wikipedia wuerde zu einem Drittel in Blumenau geschrieben und Du hast in etwa die Relationen.--111.196.40.48 16:15, 29. Mär. 2015 (CEST)
In Anbetracht der langjährigen Sperre wundert Wikipedias vermeintlich geringe Bedeutung wirklich nicht. Zumal es ja Alternativen gibt. Interessanterweise versuchen es Diktaturen und autoritäre Regime öfters mit eigenen Wikipedia-"Alternativen", ich verweise jetzt mal nur auf Kuba und Russland. Marcus Cyron Reden 20:10, 29. Mär. 2015 (CEST)
@Marcus Cyron: Was ist denn die angebliche "eigene Wikipedia-Alternative" in Russland? --188.61.231.74 23:34, 30. Mär. 2015 (CEST)
Die ist noch in der Planungsphase. Marcus Cyron Reden 23:49, 30. Mär. 2015 (CEST)
Die Schweiz hat so ein staatliches Ding mit dem HLS. --188.61.231.74 00:23, 31. Mär. 2015 (CEST)
Gibt es zu diesen Wikipedia-Alternativen eigentlich Literatur, Beschreibungen oder Untersuchungen? Weiß man mehr darüber?--Aschmidt (Diskussion) 20:30, 29. Mär. 2015 (CEST)
Meinst Du Wikipedia-Alternativen in China oder in Kuba et al? Ich wuerde solche sehr unterschiedlich gelagerten Faelle nicht in einen Topf werfen. In Kuba oder Iran sind solche Versuche mangels kritischer Masse an Nutzern und IT-Industrie mMn zum Scheitern verurteilt, in China muss sich die Regierung da nicht mal selbst drum kuemmern, die entstehen von ganz allein. Nur wenn eine nicht-chinesische Seite mit User-generated Content eine relevante Reichweite in China erreicht, wird sie halt gesperrt, bis die Leute auf chinesische Angebote umgestiegen sind.
Eine Monopolstellung, wie die Wikipedia sie im Rest der Welt inne hat, gibt es in China nicht, soweit ich das beurteilen kann. Der Traffic verteilt sich auf diverse Wikipediaklone, Frage-Antwort-Seiten, Seiten mit redaktionellen Inhalten, Social Networks oder Seiten, die alle Ansaetze kombinieren. Alle Angebote sind rein kommerziell betrieben, also weder mit Wikipedia noch mit geplanten Regierungswikis vergleichbar (dass alle Inhalte streng reglementiert sind, versteht sich von selbst). Wikiaehnliche Seiten wie Baidu Baike, Sogou Baike, Baike.com haben aber teilweise schon den Umfang der Wikipedia erreicht (der Wikipedia insgesamt, nicht der chinesischsprachigen).
Deswegen gingen Studien zu Wikipedia-Alternativen in China mMn auch etwas ins Leere, das waere eine aehnlich sinnvolle Fragestellung wie Alternativen zur Thueringer Bratwurst in Griechenland. In China gibt es ein voellig autonom funktionierendes nationales Intranet mit kontrollierten Verbindungen zum Internet. Ich behaupte, dass es lange dauern wuerde, bis die Mehrzahl der Chinesen eine voellige Abtrennung vom Internet auch nur bemerken wuerde. Im Iran musste die Regierung den GMail-Block nach zwei Wochen wieder aufheben, weil die Parlamentarier nicht mehr emailen konnten und die Minderheit der Nicht-VPN-Nutzer mit Konterrevolution gedroht hat. In China hat kaum einer VPNs und dass kein Google-Service mehr erreichbar ist, duerften die meisten nicht bemerkt haben. --111.196.40.48 04:49, 30. Mär. 2015 (CEST)
Danke sehr für Deine Erläuterungen! Sehr interessantes Thema, vor allem die Vorstellung ein voellig autonom funktionierendes nationales Intranet mit kontrollierten Verbindungen zum Internet. Mir ist auch klar, daß man das differenziert betrachten muß, je nach Land und Rahmenbedingungen. Aber es würde mich trotzdem interessieren, ob es zu solchen „Gegenprojekten“ irgendwelche Untersuchungen oder sonst Literatur gibt? Man hört davon in der Regel einmal, wenn es eingerichtet wird, und danach gar nichts mehr. Merkwürdig…--Aschmidt (Diskussion) 12:48, 30. Mär. 2015 (CEST)
Man hört davon in der Regel einmal, wenn es eingerichtet wird, und danach gar nichts mehr. Hm, ich kann so gar nicht nachvollziehen, wie Du zu der Einschaetzung kommst. Baidu Baike ist mit inzwischen ueber 11 Millionen Artikeln die vermutlich umfangreichste Enzyklopaedie der Welt. Wikipedia ist dagegen das chinesische Aequivalent zu Wikiweise, was Aktivitaet und Nutzung anbelangt. Eine Analyse, wie der Block der Wikipedia mit dem Aufstieg Baidu Baikes korreliert, gibt's zum Beispiel hier, die ausfuehrliche Diss dazu hier, eine von vielen Untersuchungen der Zensurmechanismen hier. Jimbo laesst sich regelmaessig dazu aus und :en dokumentiert Copyvios. --111.196.40.48 14:53, 30. Mär. 2015 (CEST)
Danke, Du hast Recht. Google Scholar liefert 300 Treffer zu Baidu Baike und WP, darunter acht Arbeiten aus dem laufenden Jahr. Es gibt viel zu lesen. Mit Deinen Treffern fange ich demnächst an. ;) --Aschmidt (Diskussion) 23:21, 30. Mär. 2015 (CEST)

Das sollte auch keine Kritik an deinem Post sein. Ich denke, der Vortragende in Hongkong kennt sich da bestens aus. Leider ist der Vortrag hier nicht abrufbar, aber auf Youku hielte sich das wohl nicht lange. --111.196.40.48 15:07, 29. Mär. 2015 (CEST)

"Warum gescheiterte PR-Versuche in WP so verschwinden lassen?"[Bearbeiten]

Was soll mir diese Überschrift sagen? Dass der Autor des Artikels kein deutsch kann. Liesel 08:18, 30. Mär. 2015 (CEST)

Hauptsache, die Abkürzung "PR" kommt vor, dann werden sich die Geier schon drauf stürzen. --Pölkky 08:35, 30. Mär. 2015 (CEST)
Wie umschreibst du denn diesen IK anders? Der Nutzer und Erbe möchte eine eigene Biographie der Lemmaperson auf den Markt bringen und ein Museum gründen, Stichtag dürfte der 100. Geburtstag der Lemmaperson sein. Produkte von Mitbewerbern werden vom Markt geklagt (das ist unschön, auch wenn der Inhalt nicht dolle war) und eine ganze Reihe von Wikipediaartikeln entlang der Freund/Feind-Linie und mit juristischen Drohungen nachhaltig bearbeitet. Mit Datum von gestern ist übrigens auch eine kritische Webseite vom Netz gegangen: Ankündigung man wolle sie in Buchform veröffentlichen. Auch der Betreiber dieser Webseite hatte sich an der Disk beteiligt. Zuvor wurde die Disk mit Beiträgen ab 2006 so bereinigt das alles nicht mehr nachvollziehbar ist. Gründe dafür sind nach wie vor nicht öffentlich verfügbar. Wenn man so intransparent mit PR-Versuchen umgeht ist das eine Einladung für mehr PR. Im Zweifel (d.h. wenn sie auffliegt) ist PR - so mein Schluss aus dem Umgang mit diesem Fall - also konsequenzlos weil im Nachgang dieser Manipulationsversuch spurenarm verschwindet. Dabei ist genau die Transparenz einer der wenigen Schutzmechanismen auf die WP zurückgreifen kann um sich vor solchen Manipulationen zu schützen.--Elektrofisch (Diskussion) 10:23, 30. Mär. 2015 (CEST)
Zustimm! Insbesondere im Werbeumfeld sollte schon die durch die unangemessene Weichspülerei begangene Täuschung öffentlich einsehbar bleiben, und nur bei irgendwelchen PA, URV o.ä, also den üblichen Verdächtigen, versionsgelöscht werden. --♫ Sänger - (Diskussion), superputsch muss weg 10:56, 30. Mär. 2015 (CEST)
Es ist doch verständlich, dass, wo es möglich ist, gescheiterte oder aufgeflogene PR-Versuche möglichst umfassend unter den Teppich gekehrt werden, damit wir so lange wie möglich das Image der Wikipedia als sowas von *sauberen* Enzyklopädie aufrecht erhalten können. Die Community lässt es offenbar zu oder wünscht dies sogar. Damit muss man eben leben. --Schlesinger schreib! 11:31, 30. Mär. 2015 (CEST)
Klassischer Fehler. Soetwas wie "schlechte Öffentlichkeit" gibt es in der Werbebranche schliesslich nicht (wenn man gut ist). Solche Sachen in der WP zu lassen - insbesondere, wenn sie für Suchmaschinen voll referenzierbar bleiben, schafft ein völlig neues Betätigungsfeld. Alexpl (Diskussion) 12:32, 30. Mär. 2015 (CEST)
Und wie sollen die nachfolgenden WP-Autoren diese Disk und diese Artikelversion verstehen? Außerdem ging es nicht um Gangsterrapper, sondern um eine Person/Institution der an einem schönen Bild gelegen ist. Sonst hätten sie ja auch selber die für sie falschen Infos in den Artikel einbauen können, die mit soviel Mühe herauseditiert wurden. Im Augenblick ist mir nicht mal klar ob ich den Klarnamen nun nennen darf oder nicht. Dieser wurde auch im gelöschten Teil bestätigt.--Elektrofisch (Diskussion) 13:07, 30. Mär. 2015 (CEST)
Ist doch klar. Die nachfolgenden Autoren sollen schön die Pfoten davon lassen, sonst, Kollegen, gibt's Ärger. Schließlich geht es um Geschäftsinteressen und der weiteren Vermarktung von Frau N.N. :-)  --Schlesinger schreib! 14:11, 30. Mär. 2015 (CEST)
Nun geht es mit juristischem Gepolter weiter.--15:21, 30. Mär. 2015 (CEST) (nicht signierter Beitrag von Elektrofisch (Diskussion | Beiträge))

Nun wäre es aber schön gewesen, wenn der Kurier-Artikel wenigstens darauf hingewiesen hätte, dass die in Rede stehende Biografie Beckers in maßgeblichen Zeitungen desaströs besprochen wurde und viele offensichtlich fehlerhafte Tatsachendarstellungen enthält, die nicht nur dazu führten, dass der Autor eine ganze Latte Unterlassungserklärungen abgeben musste, sondern der Verlag das Buch gänzlich vom Markt nahm. Ein solches Werk ist nicht reputabel, um hier als Quelle Verwendung zu finden. Wie groß war doch der Aufschrei auf dieser Seite, als die Wikipediaplagiate in den "Großen Seeschlachten" ruchbar wurden. Böse sind aber nicht nur Plagiate, sondern auch Machwerke wie das Beckers. Wenn Elektrofisch von "Zensur" durch den Nölle-Erben spricht, hat er nicht verstanden, dass die gerichtliche Durchsetzung begründeter Ansprüche keine Zensur darstellen kann. Gert Lauken (Diskussion) 16:32, 30. Mär. 2015 (CEST)

Ach. Erstens hab ich mich nicht positiv auf Becker bezogen, sondern ihn - wie die Hinweise auf verschiedene Rezensionen in seinem Artikel zeigen als zunächst kontrovers beschrieben. Ich bin also hübsch bei der Reihenfolge geblieben. Noelle Kritiker bleibt er aber auch nach seinem Buch, auch ich hätte mir ein besseres Buch gewünscht. Zweitens soll offensichtlich vom Erben und Nachlassbesitzer sowie Vorstandsmitglied von Allensbach hier mit Hinweisen auf den Punktesieg im Falle Becker auch andere Artikelteile zensiert und geschönt werden und Leute die das unschön finden eingeschüchtert werden. Ich denke es muss auch, jedenfalls wenn WP ihrem Anspruch genügen will, in Wikipedia möglich sein Inhalte wiederzugeben, die etwa Erben mit Geschäftsinteressen nicht passen. Den Nachweis das hier WP gegen irgendwelche Gesetze verstoßen hat bleibt offen, Anwälte drohen immer so, es ist ein Drohszenario vor dem man nicht einknicken sollte. Übrigens wäre die Haltung glaubhaft, wenn dieser IK-Schreiber nicht zugleich bei Kritikern negatives hineineditiert hätte. Hier geht es also nicht nur um punktuelle Verhinderung von bestimmten gerichtlich erklagten Inhalten, sondern um eine Breitbandstrategie zur Veränderung des Artikels und seines Umfeldes.--Elektrofisch (Diskussion) 17:00, 30. Mär. 2015 (CEST)

Also ich hätte mir einen besseren Kurier-Artikel gewünscht. Das Vorgelegte ist sprachlich und in der Gedankenführung oft mehr als holpernd. Aber das ist die eine Seite. Die andere Seite ist die, dass man tatsächlich nicht gleich wegrennen sollte, nur weil irgendjemand mit dem Anwalt droht. Handelt es sich um bezahltes Schreiben, hat das jemand mal gefragt? Sind die ToU eingehalten worden? Sollte bezahltes Schreiben nicht offengelegt worden sein, kann man sofort sperren. Atomiccocktail (Diskussion) 18:07, 30. Mär. 2015 (CEST)

Das finde ich auch. Wenn der Artikel gut bequellt und ausgewogen ist, können uns Drohungen nichts anhaben. Das bedeutet aber natürlich eine gewisse Arbeit, die vermutlich nur wenige Experten, die auch die maßgebliche Literatur kennen, leisten können. Das ist bei einem Freiwilligenprojekt immer die Crux. Gert Lauken (Diskussion) 18:14, 30. Mär. 2015 (CEST)
Es handelt sich um den Erben und Nachlassverwalter sowie Adoptivsohn der Lemmaperson der auch im Kuratorium des IfD Allensbach sitzt. Ich gehe davon aus, dass hier die Frage nach konkreter Bezahlung für Aktivitäten in WP keine Rolle spielt. Wie wir juristisch problematische Äußerungen vermeiden ist mir auch klar. Aber es geht nicht an diesen IK zu ignorieren und pauschalen Drohungen nachzugeben. Mein Gefühl und das lässt sich an den Edits der Person gut belegen ist nicht, dass es um die Vermeidung einzelner problematischer Aussagen geht, sondern, dass wie bei WP:IK klassisch beschrieben eine Detailsfülle erzeugt wird in der dann unerwünschte Inhalte untergehen. Wie gesagt schon bei den Schulen real sind es 4 wurde da gefrickelt. Ein politischer Grund dafür kann ich mir nicht vorstellen. Die Lemmaperson ging damit offen um.--Elektrofisch (Diskussion) 19:19, 30. Mär. 2015 (CEST)
In der Tat besteht die von Dir beschriebene Gefahr. Was das genannte Detail angeht, so muss aber schon fragen (auch wenn es nicht hierhin, sondern in die Artikeldiskussion gehört), was in einer enzyklopädischen die Darstellung von Noelles häufigen Schulwechseln zu suchen hätte. Wenn dieses biografische Detail im Artikel stehen soll, dann müsste man doch zugleich beschreiben, warum es von Bedeutung ist (weil sie überall aneckte?, weil sie mit den Lehrern nicht klar kam?, weil ihre Eltern ständig umzogen?). Ich empfinde dieses Detail als den nahezu unwichtigsten Aspekt ihres Lebens (mit Ausnahme des Salem-Aufenthalts). Gert Lauken (Diskussion) 19:37, 30. Mär. 2015 (CEST)
Ohne mich jetzt in Details auszukennen - wie wäre es mit der Setzung eines aussagekräftigen Neutralitätsbausteins? Eine neutrale Darstellung ist nicht gewährleistet, wenn Erben und Nachlassverwalter mitschreiben, juristischen Druck auf WP und WP-Autorinnen ausüben, und hier sogar zurückliegende Artikeldiskussionen "bereinigt" werden. Gegen interessegeleitete PR und juristische Manöver hilft nur Öffentlichkeit, und zwar so viel wie möglich. --Stobaios 20:22, 30. Mär. 2015 (CEST)

Wikipedianischer Salon und die Sprache der Männer[Bearbeiten]

denn in der lebhaften Publikumsdiskussion nach dem Vortrag war einigen männlichen Wikipedianern im Publikum erst klargeworden, was sie sprachlich in ihren Artikeln so verzapfen. - äh, ne. Ich habe mich dankbar darüber gezeigt, daß endlich mal praktische Möglichkeiten der Selbstreflexion aufgezeigt wurden. Daß da logischerweise auch alltägliche Verzerrungen einfließen ist völlig klar - und hat mit "verzapfen (was für eine Wortwahl...) nichts zu tun. Die Aufführung der Löschdisku zu Beginn war übrigens ganz schnell extrem langweilig und man merkte im Publikum, wie froh alle waren nachdem die Show vorbei war. Es wäre generell eine Überlegung wert, wenn es nicht immer eine solch verkrampfte Showeinlage zu Beginn geben würde. Zudem fehlt im Artikel ein weiteres Ärgernis der an sich recht guten (dank der fachlich versierten Refereintin, die endlich mal etwas vorzuweisen hatte und nicht nur wie so viele Andere von Vermutungen ausging) Veranstaltung - nämlich die unsägliche Genderglocke. Solche Showeinlagen machen leider sinnvolle Veranstaltungen zur surrealen Bühne der Selbstdarstellung und graben dem eigentlichen Thema das Wasser ab. Marcus Cyron Reden 17:11, 30. Mär. 2015 (CEST)

Sieh dir die Versionsgeschichte von Andrea Titz an. Peinlich, der Absatz-Satz. Gruß --80.187.100.68 17:50, 30. Mär. 2015 (CEST)

Artikelzahl gesunken[Bearbeiten]

Dass eine WP, deren Artikelbestand überwiegend von Bots generiert worden ist, nur knapp vor unserer liegt, finde ich großartig (die botgenerierten Artikel können eh nicht ernsthaft als solche bezeichnet werden – die Statistik macht keine Aussagen über die Qualität und die dürfte bei uns um Längen besser sein). Schön zu wissen wäre aber noch, worauf konkret dieser „Rückgang“ um knapp 30.000 Artikel beruht. --Gretarsson (Diskussion) 02:06, 31. Mär. 2015 (CEST)

Siehe auch Diskussion bei WP:FzW. -- Harro (Diskussion) 02:17, 31. Mär. 2015 (CEST)
Siehe auch hier: meta:Wikimedia News#March 2015. --Holder (Diskussion) 06:22, 31. Mär. 2015 (CEST)

Es handelt sich um eine Korrektur der Berechnung der Artikelzahl, die schon lange gefordert und ebenso lange angekündigt war. Es gibt ein grundsätzliches Problem mit der automatischen Erkennung der eigentlichen Artikel im Artikelnamensraum, da es in diesem auch noch andere Seiten gibt, z. B. Weiterleitungen. Verloren gegangen sind keine Artikel, die Zählung war bisher einfach falsch. --Holder (Diskussion) 06:26, 31. Mär. 2015 (CEST)

Public Domain und CC-0 auf Flickr[Bearbeiten]

@Aschmidt: Du schreibst "Die Auslegung solcher Klauseln ist problematisch, weil das Urheberrecht nach deutschem Recht nicht übertragbar ist, weshalb auch ein Verzicht ausscheidet" - nun, die CC-zero wurde doch gerade im Hinblick auf solche Rechtsordnungen erarbeitet, die es nicht ermöglichen, ein Werk in die Public Domain zu entlassen. Für solche Länder stellt die CC-zero eine Erklärung dar, dass man so umfassend auf seine Rechte bzw. deren Ausübung verzichte, wie das im Rahmen der jeweiligen Rechtsordnung möglich sei, extra mit diversen "Fallback"-Klauseln und einer zusätzlichen Erklärung, dass der Lizenzgeber eine Lizenz zur uneingeschränkten und bedingungslosen Nutzung erteile, wo ein Rechteverzicht nicht möglich sei... Gestumblindi 03:28, 31. Mär. 2015 (CEST)

Ich überlasse Dir gerne auszumalen, was dann von so einer Klausel noch übrig bleibt. ;) – Bonne nuit.--Aschmidt (Diskussion) 03:31, 31. Mär. 2015 (CEST)
Ich würde das gerne von jemand anderem ausgemalt bekommen. Das Urheberrecht schreibt doch nicht vor, dass ich an eine Lizenzierung bestimmte Bedingungen knüpfen muss? Und wenn ich gar auf Vergütungsansprüche nicht verzichten könnte, wie das im Kurierartikel klingt, würden doch auch alle anderen freien Lizenzen nicht funktionieren? --YMS (Diskussion) 09:29, 31. Mär. 2015 (CEST)
Gibt es Urteile? Zum Beispiel, ein Erbe klagt auf Vergütung eines CC-0 lizensierten Textes? Nein. −Sargoth 09:50, 31. Mär. 2015 (CEST)