Bundenthal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bundenthal
Bundenthal
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bundenthal hervorgehoben
Koordinaten: 49° 6′ N, 7° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Dahner Felsenland
Höhe: 190 m ü. NHN
Fläche: 10,22 km2
Einwohner: 1110 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76891
Vorwahl: 06394
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 502
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 29
66994 Dahn
Webpräsenz: www.dahner-felsenland.de
Ortsbürgermeister: Wolfgang Morio
Lage der Ortsgemeinde Bundenthal im Landkreis Südwestpfalz
DarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege
Kirche in der Ortsmitte
Vor der Kirche

Bundenthal ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. 1969 mit dem Nachbarort Bruchweiler-Bärenbach zur Ortsgemeinde Wieslautern zusammengelegt, wurde dies 1989 rückgängig gemacht und die Gemeinde Bundenthal in ihrer zuvor bestehenden Form wiederhergestellt. Sie gehört der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat und innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die sechstgrößte Ortsgemeinde darstellt. Bundenthal ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundenthal liegt im liegt im Wasgau, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird, im sogenannten Dahner Felsenland. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Bruchweiler-Bärenbach, Busenberg, Erlenbach bei Dahn, Niederschlettenbach, Nothweiler, Schönau (Pfalz) und Rumbach. Rund wenige hundert Meter südlich der Gemeindegemarkung befindet sich die Staatsgrenze zu Frankreich.

Erhebungen und Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nordosten der Gemarkung erstreckt sich der Jüngstberg. Unweit der Grenze zu Nothweiler liegt das 412 Meter hohe Mäuerle. Unmittelbar westlich von diesem an der Gemarkungsgrenze zu Rumbach erstreckt sich der 475 Meter hohe Beißenberg. Die Lauter durchfließt in Nord-Süd-Richtung das Siedlungsgebiet; dort nimmt sie von rechts den Rumbach auf. Mit den Fladensteinen und dem Kanzelfelsen existieren außerdem zwei Felsformationen, die als Naturdenkmale ausgewiesen sind. Die Gesteinsschichten bestehen aus feinkörnigen Sandsteinen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Bundenthal wird erstmals in einer Urkunde Kaiser Ludwigs des Bayern vom 22. September 1342 als „Wuntental“ erwähnt. Die Ortsherrschaft hatten von 1648 bis zur Französischen Revolution die Schenken von Waldenburg inne.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Bundenthal in den Kanton Dahn eingegliedert. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte die Gemeinde in das Königreich Bayern. Ab 1818 war der Ort Bestandteil des Landkommissariat Pirmasens, das 1862 in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. 1834 folgte die Eingemeindung des Nachbarortes Finsternheim, der erstmals in einem Vertrag zwischen dem Grafen Walraff von Zweibrücken und dem Abt Eberhard von Weißenburg genannt wurde.

1939 wurde Bundenthal den Landkreis Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz) eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform verlor Bundenthal am 7. Juni 1969 seine Selbständigkeit, da der Ort mit Bruchweiler-Bärenbach zur neuen Gemeinde Wieslautern vereinigt wurde. Nach Protesten der Bevölkerung wurde Wieslautern am 17. Juni 1989 per Landesgesetz aufgelöst und Bundenthal wieder selbständig.[3] Seither gehört die wiederhergestellte Ortsgemeinde Bundenthal der 1972 geschaffenen Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 waren 76,6 Prozent der Einwohner katholisch und 11,7 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bundenthal besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister Wolfgang Morio als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Bundenthal
Blasonierung: „Von Blau und Gold geteilt, oben ein schwebender dreilätziger silberner Turnierkragen, unten ein schrägrechts gelegter roter Schlüssel.“[6]

Es wurde 1952 vom Mainzer Innenministerium genehmigt.

Wappenbegründung: Der Turnierkragen entstammt dem Wappen der Schenken von Waldenburg, die die Ortsherrschaft ausübten. Der Schlüssel steht für das Kloster Weißenburg, das Ortsherr in Finsternheim war.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1990 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Horgau in Bayern.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort existieren insgesamt 20 Objekte, die unter Denkmalschutz stehen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1911 erhielt die Gemeinde Anschluss an das Eisenbahnnetz, als die in Hinterweidenthal beginnende und in Bundenthal endende Wieslauterbahn eröffnet wurde. Der Bahnhof erhielt die Bezeichnung Bundenthal-Rumbach, da er als gemeinsame Bahnstation mit dem benachbarten Rumbach ausgelegt war. Nachdem der Personenverkehr im Jahr 1966 eingestellt wurde, wird sie seit 1997 im Ausflugsverkehr wieder betrieben. Zeitweise war die Trasse jedoch wieder in Gefahr, da sie von der nahen Stadt Dahn für eine innerörtliche Entlastungsstraße beansprucht wurde. Von 1921 bis 1930 war Bundenthal außerdem Ausgangspunkt der schmalspurigen Wasgauwaldbahn, die nach Ludwigswinkel führte.

Durch den Ort führen zudem die Landesstraßen 478 und 489.

Über Bundenthal verläuft außerdem die Südroute der Pfälzer Jakobswege. Außerdem verfügt Bundenthal über einen Kleinflugplatz mit einer Start-/Landebahn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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  • Friedrich Frankfurter, Altbürgermeister

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die im Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Philip Schulz (* 1979), Radsportler, wurde am 4. Mai 2008 in Bundenthal bei einem Dopingtest gestellt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundenthal – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 161 (PDF; 2,8 MB; siehe auch S. 183 f., Fußnoten 11 und 13).
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.