Ludwigswinkel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Ludwigswinkel
Ludwigswinkel
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ludwigswinkel hervorgehoben
Koordinaten: 49° 5′ N, 7° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Dahner Felsenland
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 21,28 km²
Einwohner: 784 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66996
Vorwahl: 06393
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 029
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 29
66994 Dahn
Webpräsenz: www.ludwigswinkel.de
Ortsbürgermeister: Sebald Liesenfeld
Lage der Ortsgemeinde Ludwigswinkel im Landkreis Südwestpfalz
Darstein Dimbach (Pfalz) Hauenstein (Pfalz) Hinterweidenthal Lug (Pfalz) Schwanheim (Pfalz) Spirkelbach Spirkelbach Wilgartswiesen Wilgartswiesen Clausen Donsieders Leimen (Pfalz) Merzalben Münchweiler an der Rodalb Rodalben Bottenbach Eppenbrunn Hilst Kröppen Kröppen Lemberg (Pfalz) Obersimten Ruppertsweiler Schweix Trulben Vinningen Bobenthal Bruchweiler-Bärenbach Bundenthal Busenberg Dahn Erfweiler Erlenbach bei Dahn Fischbach bei Dahn Hirschthal (Pfalz) Ludwigswinkel Niederschlettenbach Nothweiler Rumbach Schindhard Schönau (Pfalz) Biedershausen Herschberg Hettenhausen (Pfalz) Knopp-Labach Krähenberg Obernheim-Kirchenarnbach Saalstadt Schauerberg Schmitshausen Wallhalben Weselberg Winterbach (Pfalz) Geiselberg Heltersberg Hermersberg Höheinöd Horbach (Pfalz) Schmalenberg Steinalben Waldfischbach-Burgalben Althornbach Battweiler Bechhofen (Pfalz) Contwig Dellfeld Dietrichingen Großbundenbach Großsteinhausen Hornbach Käshofen Kleinbundenbach Kleinsteinhausen Mauschbach Riedelberg Rosenkopf Walshausen Wiesbach (Pfalz) Höheischweiler Höhfröschen Maßweiler Nünschweiler Petersberg (Pfalz) Reifenberg Rieschweiler-Mühlbach Thaleischweiler-Fröschen Pirmasens Zweibrücken Saarland Saarland Frankreich Landkreis Südliche Weinstraße Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landau in der Pfalz Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Blick vom Lindelskopf auf Ludwigswinkel
Sägmühlweiher am Südrand von Ludwigswinkel

Ludwigswinkel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat. Ludwigswinkel ist die jüngste Ortschaft in der Südwestpfalz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwigswinkel liegt im Dahner Felsenland im Pfälzerwald direkt an der Grenze zu Frankreich. 86,7 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet. Nordöstlich befindet sich Fischbach bei Dahn, im Osten Petersbächel. Nächstgrößere Stadt ist Pirmasens im Nordwesten. Im Süden des Dorfes befindet sich der Burgstall Burg Lindelskopf. Rund um das Dorf gibt es neun Gewässer.

Im Norden des Dorfs befindet sich etwas abgeschieden der Dorfteil Ludwigswinkel-Schöntal, der andere Teil des Dorfes besitzt keinen Zweitnamen. Im Süden des Dorfs befindet sich der Burgstall Burg Lindelskopf, der – außer vom Schöntal –in jedem Teil des Dorfes zu sehen ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1783 von Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt gegründet, als Ort zur Erholung für Soldaten. Ludwigswinkel gehörte zum Amt Lemberg und lag dort in der Amtsschultheißerei Obersteinbach.[2]

Im Zuge der Französischen Revolution fielen alle linksrheinischen Gebiete – und damit auch das Amt Lemberg und Ludwigswinkel – 1794 an Frankreich. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft kam Ludwigswinkel zum bayerischen Rheinkreis.[3]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 waren 44,9 Prozent der Einwohner evangelisch und 36,2 Prozent römisch-katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Ludwigswinkel besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Blau rechts ein goldener Winkel, darin ein roter Großbuchstabe L, links ein siebenfach von Silber und Rot geteilter Löwe“. Es wurde 1968 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt und verweist mit dem hessischen Löwen auf die Gründungsgeschichte des Ortes.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Freizeitpark Birkenfeld gibt es eine Minigolfanlage, Tennisplätze, Bolzplätze, einen Barfußpfad, einen Spielplatz und einen Kiosk.

Neben dem Freizeitpark ist ein 2,5 Kilometer langer Skulpturenweg mit 33 aus Holz geschnitzten Skulpturen.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Ludwigswinkel

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwigswinkel ist seit 2002 staatlich anerkannter Luftkurort.[7] Das Dorf besitzt weder Agrarflächen noch einen Gewerbepark und ist außer ein paar kleinen handwerklichen Betrieben auf Tourismus und Gastronomie angewiesen.

Wissenswert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wurde 2008 Landessieger im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft. Es wurde unter anderem für vorbildliche ökologische Leistungen ausgezeichnet.[8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].
  • Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ludwigswinkel – Sammlung von Bildern
 Wikivoyage: Ludwigswinkel – Reiseführer
 Wikinews: Ludwigswinkel – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistische Berichte 2016. In: statistik.rlp.de. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Bad Ems, abgerufen am 10. Dezember 2016 (PDF, 776 kB, Hilfe dazu).
  2. Knöpp, S. 10; Matt, S. 9.
  3. Beamtenverzeichniß.
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  8. http://www.ludwigswinkel.de/ Im Untermenü Ortschronik wird auf die Auszeichnung als Luftkurort im Sep. 2002 verwiesen und auf die Auszeichnung „Vorbildliche ökologische Leistungen in der Gemeinde“ vom 26.Aug.2009 verwiesen