Erfweiler

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Erfweiler
Erfweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Erfweiler hervorgehoben

Koordinaten: 49° 9′ N, 7° 49′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Dahner Felsenland
Höhe: 224 m ü. NHN
Fläche: 8,84 km2
Einwohner: 1213 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66996
Vorwahl: 06391
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 009
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 29
66994 Dahn
Website: www.erfweiler.de
Ortsbürgermeister: Walter Schwartz (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Erfweiler im Landkreis Südwestpfalz
DarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
St. Wolfgang

Erfweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat und innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die fünftgrößte Ortsgemeinde darstellt. Erfweiler ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfweiler liegt im deutschen Teil des Wasgau, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird, im songenannten Dahner Felsenland und ist Teil des Klettergebiet Südpfalz. 82,5 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet.[2] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Hauenstein, Schwanheim, Busenberg, Schindhard und Dahn.

Erhebungen und Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort fließt in Nord-Süd-Richtung der Langenbach. Am südlichen Rand der Bebauung nimmt dieser von links den Breitenbach auf. Im Osten der Gemarkung an der Grenze zu Schwanheim und Busenberg erstreckt sich der 476,7 Meter hohe Wolfshorn. An der Gemarkungsgrenze zu Hauenstein erstreckt sich der Winterberg (460,8 Meter), an der Grenze zu Schindhard befindet sich der Kahlenberg (399 Meter) und an der Grenze zu Dahn der Schlossberg (323,1 Meter). Auf Erfweilerer Gemarkung befinden sich zudem rund ein Dutzend Felsformationen, die als Naturdenkmale eingestuft sind.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1353 erstmals urkundlich erwähnt. Nachdem die Dahner Ritter mit Ludwig II. am 15. September 1603 ausstarben, gehörte er zum Hochstift Speyer.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Erfweiler in den Kanton Dahn eingegliedert. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte die Gemeinde in das Königreich Bayern. Ab 1818 war der Ort Bestandteil des Landkommissariat Pirmasens, das 1862 in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

1939 wurde Erfweiler in den Landkreis Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz) eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde der Ort Bestandteil der neu geschaffenen Verbandsgemeinde Dahner Felsenland. 1995 wurde Erfweiler Bundessieger im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 waren 73,6 Prozent der Einwohner katholisch und 14,9 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Erfweiler besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU WGR Gesamt
2019 - 9 7 16 Sitze
2014 4 9 3 16 Sitze
2009 5 9 2 16 Sitze
2004 4 9 3 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Erfweiler
Blasonierung: „Von Blau und Silber geteilt, oben ein schwebendes durch schwarze Trennlinien geteiltes und gespaltenes geradarmiges silbernes Tatzenkreuz, unten in einem blauen Torbogen eine blaue Lilie, darüber ein blauer Turnierkragen.“[5]

Es wurde 1979 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt.

Wappenbegründung: Das Kreuz entstammt dem Wappen des Hochstifts Speyer.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort befinden sich insgesamt 29 Objekte, die unter Denkmalschutz stehen.[6]

Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Erfweiler wird der Bauernstoß gespielt, der eine Variante des Deutschen Schafkopf darstellt.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Erfweiler verläuft die Kreisstraße 39, die den Ort mit Dahn verbindet. Ab 1911 entstand durch die Eröffnung der Wieslauterbahn im Süden Dahns auf Höhe dessen Ortsteils Reichenbach der Bahnhof Busenberg-Schindhard, der ebenso Erfweiler diente. Durch die Gemeinde führt zudem ein Wanderweg, der mit einem gelben Punkt markiert ist.

Partnergemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1972 ist die Gemeinde Belmont-de-la-Loire in der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes durch eine Partnerschaft mit Erfweiler verbunden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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  • Wolfgang Frary

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Brembeck (* 1960), Organist, Cembalist, Pianist und Dirigent, nahm vor Ort 2014 sein Album Sollt’ ich meinem Gott nicht singen? auf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Erfweiler – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  6. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südwestpfalz. Mainz 2019, S. 14 f. (PDF; 8,7 MB).