Merzalben

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Merzalben
Merzalben
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Merzalben hervorgehoben
Koordinaten: 49° 15′ N, 7° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Rodalben
Höhe: 281 m ü. NHN
Fläche: 30,01 km2
Einwohner: 1170 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66978
Vorwahl: 06395
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 031
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Rathaus 9
66976 Rodalben
Webpräsenz: www.merzalben.de
Ortsbürgermeister: Benno Schwarz (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Merzalben im Landkreis Südwestpfalz
DarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

Merzalben ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rodalben an. Merzalben ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Naturpark Pfälzerwald. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Leimen (Pfalz), Exklave von Wilgartswiesen, Exklave von Annweiler am Trifels, Wilgartswiesen, Münchweiler an der Rodalb und Clausen. Nächstgrößere Stadt ist das südwestlich gelegene Pirmasens. 91 % der Gemarkungsfläche sind bewaldet.[2]

Zu Merzalben gehören auch die Wohnplätze Birkwieserhof, Kufenberg und Wieslauterhof.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merzalben wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde wurden Friedrich III. von Leiningen im Rahmen der Güterteilung zwischen den Brüdern Friedrich III. und Emich IV. von Leiningen das „Castrum Grebinstein“ mit den Dörfern „Merichisalbin“, „Rothalbin“ und „Eiswilre“ zugesprochen. Der Name des Dorfes leitet sich von der Merzalbe ab, die durch den Ort fließt.

Das Dorf Merzalben gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Markgrafschaft Baden.

Im Jahr 1794 wurde das linke Rheinufer im Ersten Koalitionskrieg besetzt. Von 1798 bis 1814 gehörte Merzalben zum Kanton Waldfischbach im Departement Donnersberg.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam das Gebiet im Juni 1815 zunächst zu Österreich und wurde 1816 auf der Grundlage eines Staatsvertrags an das Königreich Bayern abgetreten. Unter der bayerischen Verwaltung gehörte Merzalben von 1817 an zum Landkommissariat Pirmasens im Rheinkreis, ab 1862 zum Bezirksamt Pirmasens und gehört seit 1939 zum Landkreis Pirmasens (1997 in Landkreis Südwestpfalz umbenannt).

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde Merzalben innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des Regierungsbezirks Pfalz im damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Merzalben, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 360
1835 605
1871 647
1905 670
1939 919
1950 1.028
Jahr Einwohner
1961 1.160
1970 1.248
1987 1.268
1997 1.354
2005 1.293
2016 1.170
Pfarrkirche Hl. Kreuz

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren 62,3 Prozent der Einwohner katholisch und 20,8 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Merzalben besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU BGM Gesamt
2014 7 9 16 Sitze
2009 7 8 1 16 Sitze
2004 7 7 2 16 Sitze
  • BGM = Bürgergemeinschaft Merzalben e. V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Merzalben
Blasonierung: „Von Blau und Gold geteilt, oben ein wachsender goldbewehrter silberner Greif, einen kleinen goldenen Schild mit einem roten Schrägwellenbalken haltend, unten auf grünem Hügel eine rote Burg.“[6]
Wappenbegründung: Es wurde 1956 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und erinnert mit dem Greif an die ehemalige Zugehörigkeit zur Markgrafschaft Baden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgruine Gräfenstein

Der 28 Meter hohe Luitpoldturm wurde 1909 auf dem Gipfel des 610 Meter hohen Weißenberg als Aussichtsturm errichtet.

Die Burg Gräfenstein ist eine Burgruine etwa zwei Kilometer östlich von Merzalben. Sie gab der Region ihren Namen.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Merzalben

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort führt die L 496. Über die nahegelegene Auffahrt Thaleischweiler-Fröschen der A 62 besteht Anschluss an den Fernverkehr.

Ortsneckname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsneckname für die Bewohner Merzalbens lautet „Neecher“[7] (Dialekt für „Neger“), da ein Pfarrer in der örtlichen Kirche einmal während der Messe die versammelte Gemeinde mit „Ihr seid doch alles Neecher“ tituliert haben soll.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Merzalben – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[Version 2018 liegt vor.], S. 109 (PDF; 1,9 MB).
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2014
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  7. Pfälzisches Wörterbuch: Neger