Alcoa

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Dieser Artikel bezieht sich auf das Unternehmen Alcoa; zu anderen Bedeutungen siehe Alcoa (Begriffsklärung).
Alcoa Inc.
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Rechtsform Corporation
ISIN US0138171014
Gründung 1888
Sitz Pittsburgh, Pennsylvania
Leitung Klaus Kleinfeld (CEO und Chairman)
Mitarbeiter 61.000 (2012)[1]
Umsatz 23,7 Mrd. USD (2012)[1]
Gewinn 191 Mio. USD (2012)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Bilanzsumme 40.179 Mio. USD (31. Dezember 2012)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Branche Rohstoffe
Website www.alcoa.com

Alcoa Inc. (Aluminum Company of America) ist ein von 1959 bis September 2013 im Dow Jones Industrial Average Index gelisteter US-amerikanischer Aluminiumhersteller. Der Konzern ist hinter dem gegenwärtigen russischen Weltmarktführer RUSAL führend auf dem Aluminiummarkt, dicht gefolgt von Alcan, einem kanadischen Aluminiumhersteller (mit 24,9 Mrd. US-Dollar Umsatz). Alcoa erzielte im Jahr 2007 einen Umsatz von 30,748 Mrd. US-Dollar (30,4 Mrd. US-Dollar 2006)[2] und beschäftigte weltweit 119.000 Mitarbeiter (2007). Im Laufe der Wirtschaftskrise sank der Umsatz von 26,9 Mrd. US-Dollar (2008) auf 18,4 Mrd. US-Dollar (2009). Der Umsatz erholte sich 2010 leicht auf 21 Mrd. US-Dollar. Dennoch wurde die Mitarbeiterzahl von 119.000 (2007) auf 59.000 (2010) mehr als halbiert.[3]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

1888 gründete Charles Martin Hall die Pittsburgh Reduction Company. Den Namen Aluminum Company of America erhielt das Unternehmen 1907. Die Abkürzung Alcoa wurde ab 1910 verwendet und 1999 als offizieller Name angenommen, um der voranschreitenden Internationalisierung gerecht zu werden. Zu dieser Zeit war Alcoa in 30 Ländern tätig.

Positionierung auf dem Markt[Bearbeiten]

Alcoa ist der weltweit zweitgrößte Produzent von Aluminium. Das Unternehmen bedient hauptsächlich die Märkte Aerospace (Flugzeugindustrie), Automotive (Automobilindustrie), Packaging (Verpackung), Building and Construction (Baugewerbe), Commercial Transportation (Transportwesen) und weiterhin B2B-Märkte (Geschäfte zwischen Unternehmen). Das Kompetenzspektrum reicht von Design über Konstruktion bis hin zur Produktion und bietet so den Kunden auf den Aluminiummärkten alle relevanten Produkte und Dienstleistungen aus einer Hand. Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahre 2005 mit 129.000 Mitarbeitern in mehr als 350 Standorten in 42 Ländern einen Umsatz von rund 26,2 Mrd. US-Dollar.

Board of Directors[Bearbeiten]

Seit dem 8. Mai 2008 ist Klaus Kleinfeld Chairman of the Board und Chief Executive Officer der Alcoa Inc.

Weitere Mitglieder des Board:

  • Kathryn S. Fuller
  • Carlos Ghosn
  • Joseph T. Gorman
  • Judith M. Gueron
  • James W. Owens
  • Henry B. Schacht
  • Franklin A. Thomas
  • Ernesto Zedillo

Beteiligungen und Kooperationen[Bearbeiten]

Alcoa hält 60 Prozent am Unternehmen Alcoa World Alumina and Chemicals (AWAC) in Australien, die restlichen 40 Prozent hält das australische Unternehmen Alumina Limited. AWAC baut unter anderem Bauxit in Australien ab.

Alcoa hält 8 Prozent der Anteile der Aluminum Corporation of China. Die beiden Unternehmen haben eine strategische Kooperation vereinbart.

Das norwegische Unternehmen Elkem gehörte bis April 2005 zu 46,5 Prozent Alcoa. Im Oktober 2002 scheiterte ein Versuch von Alcoa, Elkem komplett zu übernehmen.[4] In der Folge wurde der Anteil an Orkla veräußert, die Elkem schrittweise ganz übernahmen.

Im Juli 2007 zog Alcoa auch ein konkurrierendes Kaufangebot über 28 Milliarden US-Dollar (20 Milliarden Euro) für den kanadischen Aluminiumhersteller Alcan zurück.

Trivia[Bearbeiten]

Da zu ihrem Bau viele hundert Tonnen Aluminium verwendet wurden, erhielt die am 9. September 1961 in Dienst gestellte USS Long Beach (CGN-9), ein Lenkwaffenkreuzer der US-Navy, das Internationale Seefunk-Rufzeichen ALCOA.

Alcoa ist auch der Name einer US-amerikanischen Kleinstadt mit einer Bevölkerung von etwas mehr als 7.700 im Osten des Bundesstaats Tennessee (Blount County), wo das Unternehmen ein großes Aluminiumwerk betreibt. Früher war die Ortschaft unter dem Namen North Maryville bekannt. Im Jahr 1918 wurde North Maryville von Maryville abgetrennt und mit dem Areal rund um das Aluminiumwerk verschmolzen, um auf diese Weise u. a. steuerliche Vorteile zu erhalten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAlcoa: Geschäftsbericht 2012. Abgerufen am 9. November 2013 (PDF; 3,5 MB).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBusiness Wire: Alcoa 2007 Revenues, Income and Cash From Operations Highest in Company's History. finanznachrichten.de, 9. Januar 2008, abgerufen am 21. Dezember 2009 (englisch).
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBusiness Wire: Alcoa 2009 Revenues. alcoa.com, 12. Januar 2010, abgerufen am 12. Januar 2010 (englisch).
  4. Aluminum Association | Alcoa Fails to Gain Control of Elkem. aluminum.org. Archiviert vom Original am 28. September 2007. Abgerufen am 15. September 2010.