Anders Fannemel

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Anders Fannemel Skispringen
Anders Fannemel am Holmenkollen 2012

Anders Fannemel am Holmenkollen 2012

Nation NorwegenNorwegen Norwegen
Geburtstag 13. Mai 1991
Größe 165 cm
Karriere
Verein Hornindal Il
Debüt im Weltcup 5. Dezember 2009
Pers. Bestweite 244,5 m (Vikersund 2012)
Status aktiv
Medaillenspiegel
JWM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
NM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
FIS Skisprung-Junioren-WM
Bronze 2011 Otepää Mannschaft
Norwegischer Skiverband Norwegische Meisterschaften
Bronze 2012 Trondheim Großschanze
Silber 2012 Voss Normalschanze
Gold 2012 Oslo Normalschanze
Platzierungen
 Weltcupsiege 1
 Gesamtweltcup 25. (2011/12)
 Skiflug-Weltcup 16. (2011/12)
 Sommer-Grand-Prix 11. (2012)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Skispringen 1 3 0
 Team 1 1 4
letzte Änderung: 14. Dezember 2014

Anders Fannemel (* 13. Mai 1991) ist ein norwegischer Skispringer.

Werdegang[Bearbeiten]

Als Kind widmete sich Fannemel hauptsächlich dem Biathlonsport. Seit 2004 konzentrierte er sich jedoch auf das Skisprungtraining bei seinem Heimatverein in Hornindal. Seinen ersten Skisprungwettbewerb im FIS-Cup bestritt Fannemel am 8. September 2007 in Falun. Danach folgten weitere Springen im FIS-Cup und im Continental-Cup. Seinen ersten Sieg konnte er am 12. Oktober 2008 im FIS-Cup erreichen. Auf der Schanze im schweizerischen Einsiedeln siegte er dabei vor Klemens Murańka und Pascal Bodmer. Der erste Sieg im Continental-Cup gelang ihm am 23. August 2009 auf der Lysgårds-Schanze in Lillehammer vor Erik Simon.[1] Auf der gleichen Schanze absolvierte er am 4. und 5. Dezember 2009 seine ersten beiden Weltcupeinsätze. Das erste Springen beendete Fannemel auf dem 37. Platz. Beim darauf folgenden Wettbewerb gelang ihm mit 135,5 Metern der zweitweiteste Sprung im zweiten Durchgang. Mit dem so errungenen 10. Platz sammelte er seine ersten Weltcuppunkte.[2]

Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2011 im estnischen Otepää belegte er im Einzel den vierten und mit der Mannschaft den dritten Platz.[3] Bei den norwegischen Meisterschaften von der Großschanze im Februar 2012 in Trondheim gelang ihm mit Platz drei erstmals der Sprung auf das Siegerpodest.[4] Am 11. Februar 2012 gewann er mit der norwegischen Mannschaft das Auftaktspringen der FIS-Team-Tour auf der Mühlenkopfschanze in Willingen und errang damit seinen ersten Weltcupsieg.[5] Bei den norwegischen Sommermeisterschaften 2012 in Oslo konnte er seinen ersten nationalen Titel erringen.[6] Am 25. November 2012 erreichte er in Lillehammer – wo er bereits drei Jahre zuvor seine ersten Weltcuppunkte errungen hatte – mit Platz zwei seine erste Podestplatzierung bei einem Weltcupspringen.[7]

Nach dem Rücktritt von Skiflug-Weltrekordhalter Johan Remen Evensen ist Fannemel mit seiner persönlichen Bestweite von 244,5 Metern, aufgestellt im ersten Durchgang des Einzelwettbewerbes der Skiflug-Weltmeisterschaft 2012, von den derzeit aktiven Springern derjenige mit dem weitesten gestandenen Sprung.

Fannemel hat drei Geschwister. Sein Zwillingsbruder Einar und seine ältere Schwester Eline sind beide Biathleten, der zwei Jahre ältere Rasmus ist nicht im Sport aktiv. Fannemel hat darüber hinaus zwei Cousins, die ebenfalls Skispringer sind, Lorentz und Brede.[8]

Erfolge[Bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 13. Dezember 2014 RusslandRussland Nischni Tagil Großschanze

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 11. Februar 2012 DeutschlandDeutschland Willingen Großschanze

Weltcupplatzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2009/10 60 026
2011/12 25 185
2012/13 26 289
2013/14 23 328

Sommer-Grand-Prix-Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2011 20 146
2012 11 152
2013 60 29
2014 34 69

Continentalcupsiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 23. August 2009 NorwegenNorwegen Lillehammer Großschanze
2. 02. Oktober 2010 PolenPolen Wisła Großschanze
3. 03. Oktober 2010 PolenPolen Wisła Großschanze
4. 04. Februar 2012 DeutschlandDeutschland Brotterode-Trusetal Großschanze

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Norwegische Siege bei COC in Lillehammer. www.live-wintersport.com. 23. August 2009. Abgerufen am 19. Dezember 2009.
  2. Mit Spitzensprung zurück an die Spitze - Gregor Schlierenzauer siegt beim Skisprung-Weltcup in Lillehammer. live-wintersport.de. 5. Dezember 2009. Abgerufen am 26. August 2013.
  3. Ergebnisübersicht bei www.fis-ski.com.
  4. Ergebnis bei www.berkutschi.com, abgerufen am 10. Februar 2012.
  5. Bericht bei www.berkutschi.com, abgerufen am 11. Februar 2012.
  6. „Zwei Siege für Anders Fannemel“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 20. September 2012.
  7. „Gregor Schlierenzauer gewinnt von der Großschanze“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 25. November 2012.
  8. Bericht auf aftenposten.no (norwegisch) vom 23. März 2012, abgerufen am 26. März 2012.