Bundesstraße 40

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Dieser Artikel beschreibt die Bundesstraße 40 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Mistelbacher Straße.

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Bundesstraße 40 in Deutschland
Bundesstraße 40
Karte
Verlauf der B 40
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Eichenzell
(50° 29′ N, 9° 41′ O50.4867259.687086)
Straßenende: Saarbrücken
(49° 14′ N, 7° 2′ O49.2259257.025264)
Gesamtlänge: ca. 285 km (ohne Unterbrechungen)

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig[1]
rot: Verbliebene Teilstücke,grün: B 40 durch diese Autobahnen ersetzt,gelb: ehemalige Teilstücke der B 40
rot: Verbliebene Teilstücke,
grün: B 40 durch diese Autobahnen ersetzt,
gelb: ehemalige Teilstücke der B 40

Die deutsche Bundesstraße 40 (Abkürzung: B 40) führte in früheren Jahren von Saarbrücken über Kaiserslautern, Mainz und Frankfurt am Main nach Fulda.

Diese Bundesstraße wurde inzwischen beinahe auf ihrer gesamten ehemaligen Strecke durch die Bundesautobahnen 6, 63 und 66 ersetzt oder soll in den kommenden Jahren noch ersetzt werden. Nur fünf kurze Abschnitte werden heute noch als Bundesstraße bezeichnet:

Geschichte[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 40 in Mainz-Kastel

Die Straße zwischen Mainz und Frankfurt am Main wurde bereits um 1750 zur Kunststraße ausgebaut, sie wurde 1783 von einem französischen Reisenden als eine der besten Straßen in ganz Deutschland bezeichnet.

Die Landstraße zwischen Frankfurt und Fulda wurde ab 1764 auf Anweisung des Fuldaer Fürstabts Heinrich von Bibra als eine der ersten Straßen in Hessen zu einer Chaussee ausgebaut. Sie galt damals wegen ihrer Breite als sensationell und wurde von vielen Fuhrleuten als technische Meisterleistung gerühmt.

Das Teilstück zwischen Kaiserslautern und Mainz wurde zwischen 1806 und 1811 erbaut. Es vollendete die Straßenverbindung von Paris über Saarbrücken zu Napoleons Hauptquartier in Mainz und wird seitdem Kaiserstraße genannt. Deshalb führt in den meisten von der B 40 durchquerten Ortschaften diese die Straßennamen Kaiserstraße oder Pariser Straße.

Als 1932 die späteren Reichsstraßen nummeriert wurden, war die Fernverkehrsstraße 40, ab 1934 Reichsstraße 40, die von Fulda bis zur saarländischen Grenze führte, noch eine der wichtigsten deutschen Verkehrsadern. Nach dem Bau der Autobahnen wurden fast alle Teilstrecken dieser ehemaligen Hauptverkehrsader zu Landesstraßen herabgestuft.

Ersetzungen[Bearbeiten]

Zwischen 1931 und 1934 wurde die Höchster Umgehungsstraße, als Ersatz für die Mainzer Landstraße, zwischen Frankfurt und Weilbach erbaut[2]. Diese Kraftfahrstraße wurde 1965 zu einer Autobahn ausgebaut und wird seit 1975 als Bundesautobahn 66 bzw. Bundesautobahn 648 bezeichnet.

Von den Siebzigerjahren des 20. Jahrhunderts bis 2004 wurde zwischen Mainz und Kaiserslautern (A 6) Stück für Stück die A 63 gebaut und damit die B 40 ersetzt. Diese wurde daher, ebenfalls schrittweise, zur rheinland-pfälzischen Landesstraße 401 umgewidmet, im Abschnitt Alzey–Wörrstadt zur Bundesstraße 271 umnummeriert und zu kleinen Teilen zurückgebaut. Auch der parallel zur Bundesautobahn 6 verlaufende Abschnitt zwischen Kaiserslautern und Homburg wurde abgestuft, zu einem Teil der Landesstraße 395.

Zwischen den Gemeinden Mehlingen und Sembach musste die B 40 mit dem Bau des Flugplatzes für die US-amerikanischen Streitkräfte Anfang der 1950er Jahre verlegt werden. Die direkte 1800 m lange Verbindung mit ihrem alten Alleebaum-Bestand wurde durch eine etwas längere Verbindung am Osthang entlang – dem Ort Baalborn zu – ersetzt.[3] Mit der Fertigstellung des letzten ca. acht Kilometer langen Abschnitts der A 63 zwischen Sembach und Dreieck Kaiserslautern im Oktober 2004 wurde auch dieser Abschnitt der B 40 ersetzt und später, wie schon erwähnt, abgestuft.

Der Abschnitt Schlüchtern–Neuhof wurde mit Inbetriebnahme der A 66 im Oktober 2007 zur Kreisstraße herabgestuft. Seit September 2008 wird der Abschnitt Flieden–Neuhof-Süd zurückgebaut und auf eine Fahrbahnbreite von 6,5 Metern verjüngt.

Bis zum Lückenschluss der A 66 wird der Verkehr über das restliche Teilstück der B 40 zwischen Neuhof-Süd (51) und Neuhof Nord (52) geführt. Dieser Abschnitt der B 40 soll nach Eröffnung der A 66 rückgebaut und der Natur überlassen werden. Auf der Strecke zwischen der B-40-Anschlussstelle Neuhof-Nord bis zum heute schon befahrbaren Teil der A 66 südlich von Fulda soll in Zukunft ein Rad- und Fußweg entlangführen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 40 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eichenzell–Neuhof dreistreifig; in Wiesbaden, Mainz und Saarbrücken vierstreifig; Frankfurt (Main)–Krifteler Dreieck vierstreifig autobahnähnlich
  2. Shell-Karte von 1938 auf www.landkartenarchiv.de
  3.  Thomas Schwertfeger: Ortschronik Sembach. Sembach 1994, Kapitel XVI. 2., S. 64–67 (Text und Tabellen - kein Kartenmaterial vorhanden, [PDF bei enkenbach-alsenborn.de], abgerufen am 12. Dezember 2011).
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing