Gary Paffett
| DTM | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nation | |||||||||
| Erstes Rennen | Nürburgring 2003 | ||||||||
| Teams (Hersteller) | |||||||||
| 2003 Rosberg • 2004–2005 HWA • 2007–2008 Persson • 2009–2011 HWA (alle Mercedes-Benz) | |||||||||
| Statistik | |||||||||
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| Podien | 24 | ||||||||
| Gesamtsiege | 1 (2005) | ||||||||
| Punkte | 329,5 | ||||||||
| (Stand: Saisonende 2011) | |||||||||
Gary Paffett (* 24. März 1981 in Bromley, England) ist ein britischer Automobilrennfahrer. Er wurde 2002 deutscher Formel-3-Meister. Seit 2003 startet er in der DTM und gewann 2005 den Meistertitel. Paffett ist darüber hinaus seit 2006 als Testfahrer des Formel-1-Teams McLaren tätig.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Karriere
Wie die meisten Motorsportler begann Paffett seine Karriere im Kartsport, den er von 1991 bis 1997 ausübte. Unter anderem wurde er 1995 britischer Junioren TKM-Meister und europäischer Junior ICA Vizemeister. 1996 wurde er Vizemeister der britischen ICA Juniormeisterschaft. 1997 gab er in der britischen Formel Vauxhall Junior sein Debüt im Formelsport und gewann auf Anhieb den Meistertitel. 1998 fuhr der Brite in der B-Klasse der Formel Vauxhall Junior. Dabei dominierte er die Meisterschaft und gewann jedes Rennen von der Pole-Position startend und fuhr zudem immer die schnellste Rennrunde. 1999 nahm Paffett an der Formel Vauxhall teil und gewann erneut einen Meistertitel. Für seine Erfolge wurde er zum Ende des Jahres mit dem McLaren Autosport BRDC Award ausgezeichnet.
2000 wechselte Paffett in die nationale Klasse der britischen Formel-3-Meisterschaft und gewann dominant den Titel. Dabei erzielte er in jedem Rennen die Pole-Position, die schnellste Rennrunde und den Sieg. 2001 wechselte der Brite in die deutsche Formel-3-Meisterschaft zum Team Rosberg, dem Rennstall des Formel-1-Weltmeisters Keke Rosberg. Mit einem Sieg wurde Paffett Sechster in der Gesamtwertung. 2002 bestritt er für das Team Rosberg seine zweite Saison in der deutschen Formel 3 und gewann mit sieben Siegen den Meistertitel.
2003 wechselte Paffett zunächst zu Brand Motorsport in die internationale Formel-3000-Meisterschaft. Allerdings zog sich das Team schon nach einem Rennen zurück und Paffett hatte kein Cockpit mehr. Zum dritten Rennwochenende der DTM-Saison 2003 kehrte der Brite zum Team Rosberg zurück und gab sein Debüt in der DTM. Er startete mit einem Mercedes-Benz aus dem Vorjahr und ersetzte Patrick Huisman. Paffett fand sich schnell im Tourenwagensport zurecht und wurde am Saisonende elfter in der Gesamtwertung. Dabei schlug er seinen Teamkollegen Stefan Mücke, der bereits einen Saison in der DTM absolviert hatte, deutlich.
2004 wechselte Paffett zum HWA-Team und erhielt einen aktuellen Rennwagen von Mercedes-Benz. Paffett gewann sofort das erste Rennen auf dem Hockenheimring und wurde mit drei weiteren Siegen Vizemeister hinter dem Audi-Piloten Mattias Ekström. Somit wurde er bereits in seiner ersten Saison in einem aktuellen Auto bester Mercedes Pilot und ließ dabei seine Teamkollegen Christijan Albers, Bernd Schneider und Jean Alesi hinter sich. 2005 gewann der Brite mit fünf Siegen den Meistertitel der DTM vor dem Vorjahresmeister Ekström. Dabei beendete Paffett jedes Rennen in den Punkterängen und holte genauso viele Punkte wie seine drei Teamkollegen Schneider, Häkkinen und Alesi zusammen.
Nach seinem Titelgewinn verließ Paffett 2006 die DTM und wurde Formel-1-Testfahrer bei McLaren. Nachdem die beiden McLaren-Piloten Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya das Team verlassen hatten, wurde zunächst spekuliert, dass Paffett 2007 das zweite McLaren-Cockpit neben dem Weltmeister Fernando Alonso erhalten würde. Allerdings entschied sich der Rennstall für den GP2-Meister Lewis Hamilton.
Nachdem Paffett zunächst versuchte ein anderes Formel-1-Cockpit zu erhalten, wurde er schließlich erneut von McLaren als Testfahrer unter Vertrag genommen. Zudem kehrte er in die DTM zurück. Der Brite erhielt einen Vorjahres Rennwagen bei Persson Motorsport. Beim zweiten Rennen der Saison 2007 in Oschersleben gelang ihm ein Rennsieg. Damit wurde Paffett zum ersten Fahrer, der ein DTM-Rennen in einem Jahreswagen für sich entschied. Am Saisonende belegte er den neunten Gesamtrang.
Trotz seiner guten Leistungen erhielt er 2008 kein aktuelles Auto und er startete erneut in einem Vorjahres-Mercedes von Persson Motorsport. Mit einigen Punkteplatzierungen belegte er am Saisonende erneut den neunten Platz in der Gesamtwertung. Für die Saison 2009 erhielt Paffett wieder einen aktuellen Mercedes-Benz und er trat wieder für das HWA-Team an. Mit vier Siegen, unter anderen hat er die letzten zwei Saisonrennen gewonnen, wurde Paffett hinter dem Audi-Piloten Timo Scheider Vizemeister und bester Mercedes-Pilot.
Parallel zu seinem Engagement in der DTM war Paffett auch 2008 und 2009 Formel-1-Testfahrer von McLaren. 2010 arbeitete er weiterhin als Testfahrer für McLaren. Zudem hatte er 2010 die Ehre als erster Pilot den neuen McLaren MP4-25 zu pilotieren.[1] Bei den Testfahrten nach dem Ende der Saison nahm der Rennfahrer an zwei Tagen teil.[2] In der DTM blieb der Brite 2010 beim HWA-Team.[3] Mit einem Sieg beim Saisonauftakt auf dem Hockenheimring startete er gut in die Saison. Mit zwei weiteren Siegen in Zandvoort und Shanghai wurde er am Saisonende mit 67 zu 71 Punkten hinter seinen Teamkollegen Paul di Resta ein weiteres Mal Vizemeister.
2011 ging Paffett erneut in der DTM an den Start.[4] Im Gegensatz zu seinen HWA-Teamkollegen beendete er kein Rennen auf dem Podest und belegte am Saisonende den siebten Gesamtrang. Außerdem blieb Paffett 2011 Testfahrer bei McLaren.[5]
Paffett steht in der DTM bis 2014 bei Mercedes-Benz[6] und in der Formel 1 bis 2012 McLaren unter Vertrag.[7]
[Bearbeiten] Persönliches
Paffett ist verheiratet und Vater von drei Söhnen.[8]
[Bearbeiten] Statistik
[Bearbeiten] Karrierestationen
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[Bearbeiten] Einzelergebnisse in der DTM
| Saison | Team | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | Punkte | Rang |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2003 | Team Rosberg | HO1 |
ADR |
NÜ1 DNF |
LAU 15 |
NOR DNF |
DON 9 |
NÜ2 8 |
A1R 6 |
ZAN 12 |
HO2 18 |
4 | 11. | |
| 2004 | HWA | HO1 1 |
EST 13 |
ADR 4 |
LAU DSQ |
NOR 1 |
SHA1 1 |
NÜR 1 |
OSC 4 |
ZAN 4 |
BRN 3 |
HO2 3 |
57 | 2. |
| 2005 | HWA | HO1 2 |
LAU 1 |
SPA 8 |
BRN 4 |
OSC 1 |
NOR 1 |
NÜR 3 |
ZAN 1 |
LAU 2 |
IST 1 |
HO2 3 |
84 | 1. |
| 2007 | Persson Motorsport | HO1 8 |
OSC 1 |
LAU 8 |
BRH 10 |
NOR 4 |
MUG DNF |
ZAN 9 |
NÜR 12 |
CAT 5 |
HO2 DNF |
20,5 | 9. | |
| 2008 | Persson Motorsport | HO1 7 |
OSC 11 |
MUG 12 |
LAU 10 |
NOR DSQ |
ZAN 11 |
NÜR 4 |
BRH 8 |
CAT 11 |
LEM 4 |
HO2 11 |
13 | 9. |
| 2009 | HWA | HO1 DNF |
LAU 1 |
NOR 5 |
ZAN 1 |
OSC 5 |
NÜR 8 |
BRH 4 |
CAT 4 |
DIJ 1 |
HO2 1 |
59 | 2. | |
| 2010 | HWA | HO1 1 |
VAL 7 |
LAU 5 |
NOR 6 |
NÜR 3 |
ZAN 1 |
BRH 5 |
OSC 4 |
HO2 4 |
ADR 2 |
SHA 1 |
67 | 2. |
| 2011 | HWA | HO1 6 |
ZAN 9 |
RBR 8 |
LAU 4 |
NOR DNF |
NÜR 8 |
BRH 4 |
OSC 4 |
VAL 8 |
HO2 5 |
25 | 7. |
| Farbe | Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|---|
| Gold | — | Sieg |
| Silber | — | 2. Platz |
| Bronze | — | 3. Platz |
| Grün | — | Platzierung in den Punkten |
| Blau | — | Klassifiziert außerhalb der Punkteränge |
| Violett | DNF | Rennen nicht beendet (did not finish) |
| NC | nicht klassifiziert (not classified) | |
| Rot | DNQ | nicht qualifiziert (did not qualify) |
| DNPQ | in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify) | |
| Schwarz | DSQ | disqualifiziert (disqualified) |
| Weiß | DNS | nicht am Start (did not start) |
| Hellblau | PO | nur am Training teilgenommen (practiced only) |
| TD | Freitags-Testfahrer (test driver) | |
| ohne | DNP | nicht am Training teilgenommen (did not practice) |
| INJ | verletzt oder krank (injured) | |
| EX | ausgeschlossen (excluded) | |
| DNA | nicht erschienen (did not arrive) | |
| † | verstorben | |
| keine WM-Teilnahme | ||
| sonstige | P/fett | Pole-Position |
| SR/kursiv | Schnellste Rennrunde | |
| * | nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet | |
| () | Streichresultate |
1 Das Rennen in Shanghai zählte nicht zur Meisterschaft.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ „Paffett zufrieden: MP4-25-Premiere geglückt“ (Motorsport-Total.com am 1. Februar 2010)
- ↑ „McLaren: Solider Testabschluss für Paffett & Turvey“ (Motorsport-Total.com am 20. November 2010)
- ↑ „Offiziell: Mercedes präsentiert Fahrerkader 2010“ (Motorsport-Total.com am 15. April 2010)
- ↑ „Mercedes-Benz bestätigt Paffett und neuen Teamsponsor“ (dtm.com am 3. April 2011)
- ↑ „Virtuelle Setuparbeit für McLaren-Tester Paffett“ (Motorsport-Total.com am 11. Januar 2011)
- ↑ „Paffett: Der Entwickler bei Mercedes“ (Motorsport-Total.com am 17. Juni 2011)
- ↑ „Formel 1 - McLaren verlängert Vertrag mit Paffett“ (Motorsport-Total.com am 5. Juli 2011)
- ↑ „Profile“ (garypaffettracing.com)
[Bearbeiten] Weblinks
| Red Bull | McLaren | Ferrari | Mercedes | Lotus | Force India | Sauber | Toro Rosso | Williams | Caterham | HRT | Marussia |
| 1 Vettel 2 Webber |
3 Button 4 Hamilton |
5 Alonso 6 Massa |
7 Schumacher 8 Rosberg |
9 Räikkönen 10 Grosjean |
11 di Resta 12 Hülkenberg |
14 Kobayashi 15 Pérez |
16 Ricciardo 17 Vergne |
18 Maldonado 19 Senna |
20 Kovalainen 21 Petrow |
22 de la Rosa 23 Karthikeyan |
24 Glock 25 Pic |
1984: Volker Strycek | 1985: Per Stureson | 1986: Kurt Thiim | 1987: Eric van de Poele | 1988: Klaus Ludwig | 1989: Roberto Ravaglia | 1990: Hans-Joachim Stuck | 1991: Frank Biela | 1992: Klaus Ludwig | 1993: Nicola Larini | 1994: Klaus Ludwig | 1995: Bernd Schneider | 1995 (ITC): Bernd Schneider | 1996 (ITC): Manuel Reuter | 2000: Bernd Schneider | 2001: Bernd Schneider | 2002: Laurent Aïello | 2003: Bernd Schneider | 2004: Mattias Ekström | 2005: Gary Paffett | 2006: Bernd Schneider | 2007: Mattias Ekström | 2008: Timo Scheider | 2009: Timo Scheider | 2010: Paul di Resta | 2011: Martin Tomczyk
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Paffett, Gary |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Autorennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 24. März 1981 |
| GEBURTSORT | Bromley, Vereinigtes Königreich |