Bruno Spengler
| DTM | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nation | |||||||||
| Erstes Rennen | Hockenheimring 2005 | ||||||||
| Teams (Hersteller) | |||||||||
| 2005 Persson · 2006–2011 HWA (alle Mercedes-Benz) · 2012 BMW | |||||||||
| Statistik | |||||||||
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| Podien | 27 | ||||||||
| Gesamtsiege | – | ||||||||
| Punkte | 311 | ||||||||
| (Stand: Saisonende 2011) | |||||||||
Bruno Spengler (* 23. August 1983 in Schiltigheim, Frankreich) ist ein kanadischer Automobilrennfahrer. Seit 2005 fährt er in der DTM; von 2005 bis 2011 für Mercedes-Benz, ab 2012 BMW. In den Jahren 2006 und 2007 gewann er den Vizemeistertitel dieser Serie.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Karriere
[Bearbeiten] Anfänge im Motorsport
Wie die meisten Motorsportler begann Spengler seine Karriere im Kartsport, in dem er von 1994 bis 2000 aktiv war. Unter anderem gewann er 2000 die französische Elite-Meisterschaft. 2001 wechselte er in den Formelsport und startete für Graff Racing sowohl in der französischen Formel Renault, in der er mit einem Sieg den fünften Gesamtrang belegte, als auch im Formel Renault 2.0 Eurocup, in dem er mit einem Rennsieg Neunter wurde. 2002 wechselte der Kanadier zu Jenzer Motorsport, für die er in der deutschen Formel Renault und im Formel Renault 2.0 Eurocup startete. In der deutschen Formel Renault wurde er mit drei Siegen hinter Christian Klien Vizemeister vor seinem Teamkollegen Esteban Guerrieri. Im Formel Renault 2.0 Eurocup gelang ihm zwar kein Rennsieg, aber er konnte sich dennoch auf den achten Platz in der Gesamtwertung verbessern. Ein Saisonhöhepunkt war die Teilnahme an der FranAm Formel Renault, in der er mit sechs Siegen aus sieben Rennen dominant den Meistertitel gewann.
2003 wechselte Spengler in die neugegründete Formel-3-Euroserie zum französischen Rennstall ASM. Verletzungsbedingt konnte er an den ersten drei Rennwochenenden nicht teilnehmen. Als beste Platzierung erreichte er einen zweiten Platz und belegte am Saisonende den zehnten Gesamtrang. 2004 bestritt er seine zweite Saison in der Formel-3-Euroserie für Mücke Motorsport und wurde Teamkollege von Robert Kubica. Spengler konnte überwiegend nicht mit seinem Teamkollegen mithalten und belegte am Saisonende mit einem dritten Platz als bestes Resultat den elften Gesamtrang, während Kubica mit fast doppelt soviel Punkten Siebter wurde.
[Bearbeiten] DTM
2005 verließ Spengler den Formelsport und wechselte in den Tourenwagensport in die DTM. Als Teamkollege von Jamie Green startete er für Persson Motorsport in einem Vorjahreswagen von Mercedes-Benz. Nachdem er einen schwachen Saisonstart gehabt hatte, erzielte er als Sechster beim neunten Saisonrennen auf dem EuroSpeedway Lausitz seine ersten Punkte in der DTM. Am Ende seiner ersten Saison belegte er den 16. Gesamtrang.
2006 wechselte er ins Mercedes-Benz-Werksteam HWA, das in dieser Saison neben Spengler noch Green, Bernd Schneider und Mika Häkkinen einsetzte, und erhielt einen aktuellen Rennwagen. Nur beim Saisonauftakt in Hockenheim konnte er keine Punkte erzielen. Nach einem zweiten Platz in Oschersleben konnte er auf dem Norisring sein erstes DTM-Rennen gewinnen. Weitere Siege folgten auf dem Nürburgring, in Le Mans und beim Saisonfinale in Hockenheim. Obwohl kein anderer Pilot mehr als zwei Rennen gewinnen konnte, musste sich der Kanadier am Saisonende mit 63 Punkten seinem Teamkollegen Schneider, der 71 Punkte erzielt hatte, geschlagen geben.
2007 bestritt Spengler seine dritte Saison in der DTM für HWA, das in dieser Saison mit derselben Fahrerbesetzung wie im Vorjahr antrat. Nachdem er in den ersten beiden Rennen keine Punkte erzielt hatte, kam er im weiteren Saisonverlauf immer unter die besten fünf Piloten. Am Norisring konnte er das Rennen erneut für sich entscheiden. Am Saisonende verlor er als bester Mercedes-Benz-Pilot mit nur drei Punkten Differenz den Meistertitel gegen den Audi-Piloten Mattias Ekström, der wie Spengler auch nur ein Rennen gewonnen hatte, und wurde zum zweiten Mal Vizemeister der DTM.
2008 blieb Spengler erneut bei HWA und erhielt mit Paul di Resta, der als Ersatz für Häkkinen verpflichtet wurde, einen neuen Teamkollegen. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte der Kanadier in dieser Saison keine Rennen gewinnen und musste sich mit einem zweiten Platz auf dem Norisring als bestes Resultat zufriedengeben. Am Saisonende belegte er als drittbester Mercedes-Pilot hinter di Resta und Green den fünften Gesamtrang. Im folgenden Jahr folgte eine weitere DTM-Saison, in der Spengler ohne Sieg blieb. Der Kanadier startete erneut für HWA, das für diese Saison Schneider und Green durch Gary Paffett und Ralf Schumacher ersetzt hatte. Mit drei Podest-Platzierungen verbesserte er sich zum Saisonende auf den vierten Gesamtrang. Wie im Vorjahr war er, diesmal hinter Paffett und di Resta, drittbester Mercedes-Benz-Pilot.
2010 bestritt Spengler für HWA seine sechste DTM-Saison.[1] Mit zwei zweiten Plätzen am Saisonbeginn übernahm der Kanadier nach dem zweiten Rennen die Führung in der Fahrerwertung. Beim dritten Rennen auf dem EuroSpeedway Lausitz behauptete er seine Meisterschaftsführung mit seinem ersten Sieg seit fast drei Jahren. Auf dem Nürburgring folgte ein weiterer Sieg. Nach einem Ausfall beim neunten Rennen musste er die Führung zwischenzeitlich an seinen Teamkollegen di Resta abgeben. Ein Rennen später übernahm er erneut die Führung und führte die Fahrerwertung vor dem letzten Rennen in Shanghai an. Nachdem er im Qualifying nur 17. geworden war, kam er im Rennen auf dem 13. Platz ins Ziel.[2] Da sein Teamkollege Paffett das Rennen gewann und di Resta Zweiter wurde, verlor er den Meistertitel an di Resta und wurde hinter Paffett Dritter in der Meisterschaft. 2011 blieb Spengler bei HWA.[3] Mit einem Sieg beim Saisonauftakt in Hockenheim startete Spengler in die Saison. Auf dem Norisring folgte sein zweiter Saisonsieg. Er beendete insgesamt fünf Rennen auf dem Podest. Nachdem er die Meisterschaft eine halbe Saison angeführt hatte, schloss er sie schlussendlich als bester Mercedes-Pilot auf dem dritten Platz ab. Außerdem gewann er ein DTM-Showrennen im Olympiastadion München.
2012 wird Spengler für den DTM-Neuling BMW an den Start gehen.[4]
[Bearbeiten] Statistik
[Bearbeiten] Karrierestationen
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[Bearbeiten] Einzelergebnisse in der DTM
| Saison | Team | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | Punkte | Rang |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2005 | Persson Motorsport | HO1 12 |
LA1 15 |
SPA DNF |
BRN 11 |
OSC 16 |
NOR 13 |
NÜR 15 |
ZAN 9 |
LA2 6 |
IST 8 |
HO2 8 |
5 | 16. |
| 2006 | HWA AG | HO1 9 |
LAU 5 |
OSC 2 |
BRH 7 |
NOR 1 |
NÜR 1 |
ZAN 4 |
CAT 5 |
LEM 1 |
HO2 1 |
63 | 2. | |
| 2007 | HWA AG | HO1 14 |
OSC DNF |
LAU 3 |
BRH 5 |
NOR 1 |
MUG 4 |
ZAN 5 |
NÜR 2 |
CAT 2 |
HO2 4 |
47 | 2. | |
| 2008 | HWA AG | HO1 4 |
OSC 3 |
MUG 9 |
LAU 6 |
NOR 2 |
ZAN 5 |
NÜR 7 |
BRH 6 |
CAT DNF |
LEM 7 |
HO2 4 |
38 | 5. |
| 2009 | HWA AG | HO1 DNF |
LAU 2 |
NOR 2 |
ZAN 5 |
OSC 6 |
NÜR 6 |
BRH 6 |
CAT 5 |
DIJ 3 |
HO2 7 |
41 | 4. | |
| 2010 | HWA AG | HO1 2 |
VAL 2 |
LAU 1 |
NOR 3 |
NÜR 1 |
ZAN 7 |
BRH 2 |
OSC 2 |
HO2 DNF |
ADR 3 |
SHA 13 |
66 | 3. |
| 2011 | HWA AG | HO1 1 |
ZAN 2 |
RBR 4 |
LAU 3 |
NOR 1 |
NÜR 2 |
BRH 7 |
OSC 13* |
VAL 7 |
HO2 9 |
51 | 3. |
| Farbe | Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|---|
| Gold | — | Sieg |
| Silber | — | 2. Platz |
| Bronze | — | 3. Platz |
| Grün | — | Platzierung in den Punkten |
| Blau | — | Klassifiziert außerhalb der Punkteränge |
| Violett | DNF | Rennen nicht beendet (did not finish) |
| NC | nicht klassifiziert (not classified) | |
| Rot | DNQ | nicht qualifiziert (did not qualify) |
| DNPQ | in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify) | |
| Schwarz | DSQ | disqualifiziert (disqualified) |
| Weiß | DNS | nicht am Start (did not start) |
| Hellblau | PO | nur am Training teilgenommen (practiced only) |
| TD | Freitags-Testfahrer (test driver) | |
| ohne | DNP | nicht am Training teilgenommen (did not practice) |
| INJ | verletzt oder krank (injured) | |
| EX | ausgeschlossen (excluded) | |
| DNA | nicht erschienen (did not arrive) | |
| † | verstorben | |
| keine WM-Teilnahme | ||
| sonstige | P/fett | Pole-Position |
| SR/kursiv | Schnellste Rennrunde | |
| * | nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet |
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ „Offiziell: Mercedes präsentiert Fahrerkader 2010“ (Motorsport-Total.com am 15. April 2010)
- ↑ „Spengler: "Es war eine Lotterie"“ (Motorsport-Total.com am 28. November 2010)
- ↑ „Spengler startet auch 2011 für Mercedes-Benz“ (Motorsport-Total.com am 23. März 2011)
- ↑ „Offiziell: Spengler wechselt zu BMW“ (Motorsport-Total.com am 26. Oktober 2011)
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Bruno Spengler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Offizielle Website von Bruno Spengler
- Karrierestatistik von Bruno Spengler
| HWA AG | Persson Motorsport | Mücke Motorsport | |||
| 2 Paffett 3 Spengler |
6 Schumacher 7 Green |
10 Wolff 11 Vietoris |
20 van der Zande |
16 Engel 17 Coulthard |
|
| Abt Sportsline | Team Phoenix | Team Rosberg | |||
| 4 Scheider 5 Jarvis |
8 Ekström 9 Rockenfeller |
22 Molina |
14 Tomczyk 15 Frey |
18 Albuquerque 19 Mortara |
|
| ehemalige Piloten | |||||
| Kristensen (Abt Sportsline, #9) | |||||
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Spengler, Bruno |
| KURZBESCHREIBUNG | kanadischer Automobilrennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 23. August 1983 |
| GEBURTSORT | Schiltigheim, Frankreich |