Mike Rockenfeller
| DTM | |||||||||
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| Nation | |||||||||
| Erstes Rennen | Hockenheimring 2007 | ||||||||
| Teams (Hersteller) | |||||||||
| 2007-2009 Rosberg · 2010 Phoenix · 2011 Abt · 2012–2013 Phoenix (alle Audi) | |||||||||
| Statistik | |||||||||
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| Podien | 6 | ||||||||
| Gesamtsiege | 0 | ||||||||
| Punkte | 163 | ||||||||
| (Stand: Saison 2013, Rennen 1/10) | |||||||||
Mike Rockenfeller (* 31. Oktober 1983 in Neuwied) ist ein deutscher Automobilrennfahrer. Er gewann 2005 die GT2-Wertung der FIA-GT-Meisterschaft und 2008 die LMP1-Klasse der Le Mans Series. 2010 entschied er das 24-Stunden-Rennen von Le Mans für sich. Seit 2007 tritt er in der DTM in einem Audi an. Seit 2012 startet er für Phoenix Racing.
Inhaltsverzeichnis |
Karriere [Bearbeiten]
Rockenfeller saß im Alter von zehn Jahren erstmals im Kart und entschied sich darauf, im Motorsport aktiv zu werden.[1] 1995 begann er im Kartsport, den er bis 2000 ausübte. Im Jahr 2000 gewann er die Gesamtwertung der „Jörg van Ommen Kart Serie“, die ihm ein Cockpit in der Formel König für die folgende Saison einbrachte. In dieser Serie gelang ihm ein Sieg und er beendete die Saison auf dem vierten Platz in der Meisterschaft.
Ende 2001 nahm Rockenfeller an einem Sichtungslehrgang für Nachwuchsfahrer von Porsche teil und erhielt anschließend einen Werksvertrag. Er startete für das UPS-Porsche-Junior-Team im deutschen Porsche Carrera Cup und schloss seine erste Saison auf dem zehnten Gesamtrang ab. Außerdem nahm er an vier Rennen des Porsche Supercups teil. 2003 gewann Rockenfeller ein Rennen im deutschen Porsche Carrera Cup. In der Meisterschaft musste er sich mit 136 zu 126 Punkten nur Frank Stippler geschlagen geben. Außerdem trat er abermals zu Rennen im Porsche Supercup an und feierte auch in dieser Rennserie seinen ersten Sieg. 2004 absolvierte Rockenfeller seine dritte Saison im deutschen Porsche Carrera Cup. Er stand in jedem Rennen auf dem Podium, gewann fünf von neun Rennen und gewann den Meistertitel vor Wolf Henzler. Im Porsche Supercup, in dem er zu sechs Rennen antrat, beendete er fünf Rennen auf dem Podium und erzielte zwei Siege. Außerdem gab Rockenfeller 2004 in einem Porsche 996 GT3 RS sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.
2005 wechselte Rockenfeller in die FIA-GT-Meisterschaft. Mit seinem Teamkollegen Marc Lieb gewann er bei sechs von elf Rennen, unter anderem bei dem 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps, die GT2-Wertung. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans wurde er zusammen mit Lieb und Leo Hindery Klassensieger der GT2. Außerdem startete er in der American Le Mans Series (ALMS), die er auf dem zehnten Platz der GT-Wertung abschloss, und zu einem Rennen der Grand-Am Sports Car Series. 2006 wurde Rockenfeller Achter in der GT2- sowie der LMP2-Wertung der ALMS. Erfolgreicher war er in der Grand-Am Sports Car Series, in der er zwei Rennen gewann und Fünfter in der DP-Wertung wurde. Außerdem trat er zu einem Rennen der FIA-GT-Meisterschaft an und gewann das 24-h-Rennen Nürburgring.
2007 wechselte Rockenfeller zu Audi und trat für das Team Rosberg in der DTM an. Er erhielt ein Vorjahresmodell des Audi A4 DTM. Bereits in seinem zweiten Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben erzielte er mit einem dritten Platz seine erste DTM-Podest-Platzierung. Mit zwei weiteren Punkteplatzierungen schloss er die Saison mit elf Punkten auf dem zwölften Gesamtrang ab. Seinem Teamkollege Lucas Luhr gelang es in der Saison nur einen Punkt zu erzielen. Außerdem startete Rockenfeller für Audi zu einem ALMS-Rennen sowie zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans. In beiden Rennserien trat er in einem LMP1-Fahrzeug an. Darüber hinaus nahm er in einem Porsche an einem Rennen der Grand-Am Sports Car Series teil. 2008 erhielt Rockenfeller mit Markus Winkelhock einen neuen Teamkollegen in der DTM. Beide Piloten erzielten sechs Punkte. Da Rockenfeller mit einem fünften Platz die bestes Platzierung der beiden herausfuhr, schloss er die Saison vor Winkelhock auf dem elften Gesamtrang ab. Erfolgreicher war Rockenfeller in der Le Mans Series. Zusammen mit Alexandre Prémat gewann er den Meistertitel der LMP1-Kategorie. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans erzielte er zusammen mit Luhr und Prémat den vierten Gesamtrang, welcher seine bis dahin beste Platzierung darstellte. Darüber hinaus nahm Rockenfeller erneut an je einem Rennen der ALMS und der Grand-Am Sports Car Series teil.
2009 unterlag Rockenfeller in der DTM erstmals seinem Teamkollegen. Während Winkelhock Zehnter wurde, beendete Rockenfeller die Saison auf dem vierzehnten Gesamtrang. Darüber hinaus nahm er in diesem Jahr an einem ALMS-Rennen und dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil. 2010 wechselte Rockenfeller innerhalb der DTM zum Team Phoenix, das ebenfalls Audi-„Jahreswagen“ einsetzte.[2] Er traf bei seinem neuen Rennstall auf Prémat, mit dem er bereits Rennen in Le-Mans-Prototypen bestritten hatte. Nachdem Rockenfeller bereits bei vier Rennen Punkte erzielt hatte, folgte beim zweiten Rennen auf dem Hockenheimring mit einem dritten Platz seine beste Saisonplatzierung. Er schloss die Saison auf dem siebten Platz in der Meisterschaft als bester Pilot eines Audi-Jahreswagens ab. Er ließ zudem zwei Audi-Fahrer mit dem aktuellen Modell hinter sich. In den Sportwagenrennen war Rockenfeller 2010 ebenfalls erfolgreich. Nachdem er im Januar das 24-Stunden-Rennen von Daytona gewonnen hatte, folgte im Juni der Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Zusammen mit Timo Bernhard und Romain Dumas pilotiert er bei dem französischen Langstreckenrennen einen Audi R15 TDI Plus. Darüber hinaus nahm Rockenfeller 2010 an je einem Rennen der Le Mans Series und der FIA-GT3-Europameisterschaft teil.
2011 nahm Rockenfeller erneut parallel an Sportwagen- und Tourenwagenrennen teil. In der DTM wechselte er vor dieser Saison zu Abt Sportsline und erhielt erstmals ein aktuelles Rennfahrzeug.[3] Beim zweiten Rennen in Zandvoort gewann Rockenfeller sein erstes DTM-Rennen. Beim vierten Rennen auf dem EuroSpeedway Lausitz wurde er durch Tom Kristensen vertreten, da er nach einem Unfall bei einem Sportwagenrennen eine Woche zuvor sicherheitshalber pausierte.[4] Am Saisonende belegte er den sechsten Gesamtrang. Im Sportwagensport nimmt Rockenfeller 2011 für Audi am Intercontinental Le Mans Cup (ILMC) teil. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, das ab dieser Saison im ILMC zählte, hatte Rockenfeller am Samstagabend in der Dunkelheit einen schweren Unfall. Beim Überrunden wurde er von einem Ferrari 458 Italia GTC getroffen und schlug mit einer Geschwindigkeit von 307 km/h in die Streckenbegrenzung ein.[5] Rockenfeller konnte seinen Audi R18 aus eigener Kraft verlassen und wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht.[6] Zuvor war bereits Rockenfellers Audi-Markenkollege Allan McNish schwer verunglückt.[7] Infolgedessen sagte er ein DTM-Rennen sowie die Teilnahme am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ab.[4] Außerdem trat Rockenfeller 2011 zu einem Rennen der Blancpain Endurance Series an.
2012 kehrte Rockenfeller in der DTM zu Phoenix zurück, die mit dem Audi A5 DTM auch das neue Audi-DTM-Fahrzeug einsetzten.[8] Rockenfellers bestes Resultat war ein zweiter Platz in Zandvoort. Bei diesem verlor er die Führung im Rennen an seinen Markenkollegen Edoardo Mortara. Rockenfeller war als Gesamtvierter bester Audi-Pilot und zudem der am besten platzierte Fahrer ohne Sieg. Außerdem nahm Rockenfeller an einem Rennen der Rolex Sports Car Series teil und startete zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Dort wurde er zusammen mit Marco Bonanomi und Oliver Jarvis Dritter. 2013 blieb Rockenfeller in der DTM bei Phoenix.[9] Nach dem ersten Rennen belegte er den achten Gesamtrang.
Persönliches [Bearbeiten]
Rockenfeller lebt seit 2007 in Altnau am Bodensee.[10] Die Schule schloss er mit der Mittleren Reife ab.[1] In der Kfz-Werkstatt seiner Eltern und auf dem Bauernhof seiner Großeltern kam er bereits in jungen Jahren mit verschiedenen Fahrzeugen in Kontakt.[11] Er absolvierte in dem Betrieb eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und arbeitete am Anfang seiner Motorsportkarriere weiterhin in dem Betrieb.[12] Rockenfeller ist ledig.[13]
Statistik [Bearbeiten]
Karrierestationen [Bearbeiten]
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Le-Mans-Ergebnisse [Bearbeiten]
| Jahr | Team | Fahrzeug | Teamkollege | Teamkollege | Platzierung | Ausfallgrund |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2004 | Porsche 996 GT3 RS | Ausfall | Getriebe | |||
| 2005 | Porsche 996 GT3 RS | Rang 10 und Klassensieg | ||||
| 2007 | Audi R10 TDI | Ausfall | Unfall | |||
| 2008 | Audi R10 TDI | Rang 4 | ||||
| 2009 | Audi R15 TDI | Ausfall | Unfall | |||
| 2010 | Audi R15 TDI Plus | Gesamtsieg | ||||
| 2011 | Audi R18 | Ausfall | Unfall | |||
| 2012 | Audi R18 ultra | Rang 3 |
Einzelergebnisse in der DTM [Bearbeiten]
| Saison | Team | Hersteller | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | Punkte | Rang |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2007 | Team Rosberg | 11 | 12. | ||||||||||||
| 12 | 3 | 13 | DNF | 13 | 6 | 10 | 17 | 7 | DNF | ||||||
| 2008 | Team Rosberg | 6 | 11. | ||||||||||||
| 10 | 7 | 14 | 9 | 13 | 10 | 15 | 13 | 5 | 9 | 9 | |||||
| 2009 | Team Rosberg | 4 | 14. | ||||||||||||
| DNF | 7 | 9 | DNF | 13 | 10 | 7 | 12 | 13 | 9 | ||||||
| 2010 | Team Phoenix | 22 | 7. | ||||||||||||
| 5 | 6 | 4 | 12 | 9 | 13 | 9 | 5 | 3 | 16 | 12 | |||||
| 2011 | Abt Sportsline | 31 | 6. | ||||||||||||
| 11 | 1 | 5 | INJ | 14 | 3 | 6 | 6 | 9 | 4 | ||||||
| 2012 | Phoenix Racing | 85 | 4. | ||||||||||||
| 5 | 13 | 3 | 7 | 6 | 5 | 2 | 6 | 5 | DNF | ||||||
| 2013 | Phoenix Racing | 4 | 8. | ||||||||||||
| 8 | – | – | – | – | – | – | – | – | – |
| Legende | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b „Steckbrief“ (mike-rockenfeller.de; abgerufen am 12. Juni 2011)
- ↑ „DTM-Countdown: Alexandre Prémat und Mike Rockenfeller ‚wiedervereinigt‘“ (audi-mediaservices.com am 25. Februar 2010)
- ↑ „Drei Neuzugänge für Audi in der DTM“ (Motorsport-Total.com am 22. Februar 2011)
- ↑ a b „Comeback: Kristensen vertritt Rockenfeller“ (Motorsport-Total.com am 16. Juni 2011)
- ↑ „Zweiter Horrorcrash: Sorge um Rockenfeller“ (Motorsport-Total.com am 11. Juni 2011)
- ↑ „Le-Mans-Update 0 Uhr: Kollektives Aufatmen“ (Motorsport-Total.com am 12. Juni 2011)
- ↑ „Schwere Unfälle schockieren Le Mans“ (spiegel.de am 11. Juni 2011)
- ↑ „Audi-Fahrerkader für die DTM 2012 steht“ (Motorsport-Total.com am 24. Februar 2012)
- ↑ „DTM - Audi bestätigt sieben Fahrer für 2013“. Nummer 8 hofft. Motorsport-Magazin.com, 19. Dezember 2012, abgerufen am 25. Januar 2013.
- ↑ „Vom Traktor in den A4“ (autobild.de am 27. März 2007)
- ↑ „Mike Rockenfeller“ (auto-motor-und-sport.de; abgerufen am 12. Juni 2011)
- ↑ „Mike Rockenfeller fährt ‚Morgen Meister!‘“ (morgen-meister.de; abgerufen am 12. Juni 2011)
- ↑ „Mike Rockenfeller“ (Motorsport-Magazin.com; abgerufen am 12. Juni 2011)
Weblinks [Bearbeiten]
| Personendaten | |
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| NAME | Rockenfeller, Mike |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Automobilrennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 31. Oktober 1983 |
| GEBURTSORT | Neuwied, Deutschland |