Grostenquin

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Grostenquin
Wappen von Grostenquin
Grostenquin (Frankreich)
Grostenquin
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Forbach
Kanton Grostenquin
Koordinaten 48° 59′ N, 6° 44′ O48.9805555555566.7397222222222Koordinaten: 48° 59′ N, 6° 44′ O
Höhe 226–306 m
Fläche 21,77 km²
Einwohner 573 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 26 Einw./km²
Postleitzahl 57660
INSEE-Code
.

Grostenquin (deutsch: Großtänchen, fränkisches lothringisch: Tänchen oder Grosstänsche) ist eine französische Gemeinde mit 573 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Moselle in der Region Lothringen. Ihre Spitznamen sind Finschterstopper (Fensterstopfer)[1].

Geografie[Bearbeiten]

Grostenquin liegt wenige Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt. Nachbargemeinden sind: Lixing-lès-Saint Avold, Laning, Frémestroff, Freybouse, Francaltroff, Virming, Bermering, Vallerange, Bérig-Vintrage und Bistroff.

Im Norden des Gemeindegebiets gibt es ein großes Militärgelände, das in den 1950er und 1960er Jahren eine Station der Royal Canadian Air Force (RCAF) war.

Ortsteile[Bearbeiten]

Béning, Bertring, Hingsange, Linstroff.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 787 als Tannae villa erwähnt. Dann Tannecha (1179), Tenchen (1255), Tannichen (1461), Tanchen (1469), Gros Tenchen (1573), Thannigen (1645), Grostenchen und Grosse-Tenquen (17. Jh.), Tenquin-Gros (1801).

Grostenquin kam 1871 infolge des Deutsch-Französischen Krieges als Teil des Reichsland Elsaß-Lothringen zum Deutschen Kaiserreich und wurde in Großtänchen umbenannt. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 wurde das Reichsland Elsass-Lothringen unabhängig und 1919 nach den Pariser Vorortverträgen wieder Frankreich zugeschlagen, wodurch der Ort in Grostenquin zurückbenannt wurde.

1940 wurde Grostenquin sowie das übrige Lothringen von Truppen des inzwischen nationalsozialistisch regierten Deutschen Reiches besetzt und als tatsächlicher Teil des Reiches - wobei die vollständige Annexion nicht vollzogen wurde und es bis Kriegsende nicht mehr dazu kam - erneut umbenannt, bis die Nationalsozialisten 1944 aus dem Ort vertrieben wurden. Großtänchen fiel an Frankreich zurück und heißt seitdem wieder Grostenquin.

Regierung[Bearbeiten]

Seit 2008 wird Grostenquin von Bürgermeister Patrick Seichpine regiert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Passé-Présent : La Moselle dévoilée N°3 (Septembre-Octobre 2011)