Metzing

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Metzing
Wappen von Metzing
Metzing (Frankreich)
Metzing
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Forbach
Kanton Behren-lès-Forbach
Gemeindeverband Forbach Porte de France.
Koordinaten 49° 6′ N, 6° 58′ O49.1077777777786.96244Koordinaten: 49° 6′ N, 6° 58′ O
Höhe 213–329 m
Fläche 6,45 km²
Einwohner 646 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 100 Einw./km²
Postleitzahl 57980
INSEE-Code

Metzing (deutsch: Metzingen) ist eine französische Gemeinde mit 646 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Moselle in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Forbach, zum Kanton Behren-lès-Forbach und zum Kommunalverband Forbach Porte de France.

Geografie[Bearbeiten]

Metzing liegt etwa sieben Kilometer westlich von Sarreguemines, nahe der Grenze zum Saarland auf einer Höhe von 250 m über dem Meer im Tal des Strichbaches, der wie der im Süden des Gemeindegebietes verlaufende Altwiesenbach wenige Kilometer östlich in die Saar münden.

Das Gebiet der Gemeinde Metzing ist durch Acker- und Wiesland sowie durch Streuobstwiesen geprägt, lediglich im Südwesten bestehen mit dem Kreuzwald und dem Stangenwald kleinere Forste, die zusammen 66 ha umfassen.

Nachbargemeinden von Metzing sind Nousseville-Saint-Nabor im Norden, Hundling im Osten, Guebenhouse im Süden sowie Diebling im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname stammt vom lateinischen Mutius. Über Mutzichen (1473) und Messig (1473) änderte sich die Schreibweise des Namens zu Metzing - in der Zeit unter deutscher Verwaltung (von 1870 bis 1918 und von 1940 und 1944) hieß das Dorf Metzingen.[1]

Kirche St. Hippolyt[Bearbeiten]

Das erste Dokument, das sich auf Hippolyt als Schutzpatron der Kapelle - dem Vorgängerbau der heutigen Kirche - bezieht, ist ein Grundbucheintrag aus dem Jahr 1687. In dieser Zeit wurde das Dorf nach den verheerenden Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges mühsam wieder aufgebaut. Eine Kapelle bestand in Metzing schon viel früher. Sie gehörte bis 1615 zur Pfarrei in Cadenbronn und bis 1856 zur Pfarrei Nussweiler (heute beides Ortsteile der Gemeinde Nousseville-Saint-Nabor).

1855 bekam die Gemeinde ihren ersten eigenen Pfarrer und die Kapelle wurde offiziell zur Kirche.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges erlitt das Kirchendach Schäden beim Abschuss eines britischen Flugzeuges. 1942 wurden zwei der drei Kirchenglocken von den Deutschen beschlagnahmt und eingeschmolzen. Am 4. und 5. Dezember 1944 beschossen die Amerikaner Metzing. Dabei wurde die Kirche so beschädigt, dass Gottesdienste noch für mehrere Jahre im nahegelegenen Café Kihl gefeiert werden mussten. Bis 1960 wurden die Kriegsschäden beseitigt, die Kirche bekam neue Glocken und eine Heizungsanlage.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 381 439 497 563 557 536 585

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche St. Hippolyt (Saint-Hippolyte)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Metzing ist seit den 1970er Jahren zu einer Wohngemeinde für Pendler aus den umliegenden Industrie- und Gewerbegebieten geworden. Im Ort selbst gibt es eine Bäckerei sowie kleine Handwerksbetriebe. Die Landwirtschaft und der Obstbau spielen ebenfalls noch eine Rolle in Metzing.

Durch Metzing führt die vielbefahrene Fernstraße D 910 von Sarreguemines nach Saint-Avold. Auch die Bahnlinie Haguenau-Sarreguemines-Hargarten/Falck verläuft fast parallel zur Fernstraße durch Metzing, ein Halt besteht aber nur in der Nachbargemeinde Hundling.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Namensherkunft auf agglo-forbach.fr (französisch)
  2. Geschichte der Kirche