Sontheim (Schwaben)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sontheim
Sontheim (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sontheim hervorgehoben
4810.35620Koordinaten: 48° 0′ N, 10° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Höhe: 620 m ü. NHN
Fläche: 26,53 km²
Einwohner: 2538 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87776
Vorwahl: 08336
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 196
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 41
87776 Sontheim
Webpräsenz: www.sontheim.de
Bürgermeister: German Fries jun. (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Sontheim im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Sontheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu.

Geografie[Bearbeiten]

Sontheim liegt ca. 15 km östlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Sontheim und Attenhausen.

Zur Gemeinde Sontheim gehören die acht amtlich benannten Gemeindeteile Sontheim, Attenhausen, Bergbauer, Grabus, Hochstetten, Laubers, Lindenhöf und Ziegler. Der Ortsname Lindenhöf wurde erst am 10. Juli 2000 durch Bescheid des Landratsamts Unterallgäu erteilt. Nur Attenhausen liegt in der gleichnamigen Gemarkung, die übrigen Ortsteile in der Gemarkung Sontheim. Amtliche Karten zeigen noch weitere Ortsteile wie Bachweber (Gemarkung Sontheim) oder Holzbauer (Gemarkung Attenhausen).

Geschichte[Bearbeiten]

Sontheim wurde 838 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zum Reichsstift Ottobeuren. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Sontheim.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform die südwestliche Nachbargemeinde Attenhausen eingegliedert, die nur aus dem gleichnamigen Dorf bestand.[2] Dadurch wuchs die Gemeindefläche um 962,59 Hektar, und die Bevölkerung um 626 Einwohner (Stand Volkszählung 1970).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1904 Einwohner[2]
  • 1970: 2087 Einwohner[2]
  • 1987: 2080 Einwohner
  • 2000: 2439 Einwohner
  • 2004: 2597 Einwohner
  • 2006: 2591 Einwohner
  • 2011: 2511 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bundestagswahl 2013[3]
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60
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30
20
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58,3 %
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4,5 %
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Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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-3,7 %p

Bürgermeister ist German Fries (Freie Wähler) Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 890.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (bar) umgerechnet 140.000 Euro.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 12. November 1974 durch die Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „Durch einen silbernen Schrägfluß geteilt von Schwarz und Grün; oben eine goldene Rose, unten zwei schräg liegende, schräg gekreuzte goldene Ähren.“

Das obere Feld erinnert durch Tingierung und Rose an das Wappen des Klosters Ottobeuren, zu dessen Herrschaftsgebiet die Gemeinde vom 12. Jahrhundert bis 1803 gehörte. Die Lage des Ortes an der Günz wird durch den Wellenbalken angedeutet, während durch die Getreideähren auf den Umstand verwiesen wird, dass die örtliche, vom Ackerbau geprägte Landwirtschaft an der Grenze zur Allgäuer Grünlandwirtschaft liegt.

Das Wappen wurde vom Kreisheimatpfleger Aegidius Kolb entworfen und vom Heraldiker Max Reinhart aus Passau gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge ist Gelb - Grün gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Sontheim unterhält eine Partnerschaft mit der schweizer Gemeinde Abtwil im Kanton Aargau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sontheim Dorfstraße

Die Pfarrkirche St. Martin stammt in den wesentlichen Teilen aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1762 barock umgestaltet. In den Gebäuden des ehemaligen dampfbetriebenen Sontheimer Sägewerks, der Dampfsäg, finden regelmäßig Märkte, Theater-, Kabarett- und Theatervorführungen sowie Industriemessen statt. Das Ensemble des Sägebetriebs ist gut erhalten. Bei der 1917 in Holz ausgeführten Haupthalle handelt es sich um eine der letzten freitragenden Rundbogenhallen in Mittelschwaben und dem angrenzenden Allgäu. Das in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtete Gasthaus Adler in Sontheim zählt zu den ältesten noch bewirtschafteten Gasthäusern der Gegend.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zehn, im produzierenden Gewerbe 162 und im Bereich Handel und Verkehr 17 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 35 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 857. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 23, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 77 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.522 ha, davon waren 319 ha Ackerfläche und 1.203 ha Dauergrünfläche.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Sontheim liegt in der Nähe der Bundesautobahn 96. Die Bundesautobahn 7 lässt sich ebenfalls in kurzer Zeit erreichen.

Die Bahn bietet etwa stündlich Verbindungen auf der Strecke Augsburg-Lindau, wobei Memmingen und Buchloe die nächstgelegenen Knotenpunkte für Anschluss in Richtung München, Oberstdorf oder Ulm sind.

Sontheim befindet sich weiter im direkten Einzugsbereich des Flugplatzes Memmingen. Der Ausbau des Fliegerhorstes des 2003 aufgelösten Jagdbombergeschwader 34 zum Verkehrsflughafen ist vollzogen. Hier werden bereits Linien- oder Charterflüge angeboten.

Bildung und Soziales[Bearbeiten]

In beiden Ortsteilen existieren Kindergärten. Der dreigruppige Sontheimer Kindergarten wird gegenwärtig von 66, der zweigruppige Attenhauser Kindergarten von 30 Kindern besucht (Stand: 2005).

Ursprünglich existierten in beiden Ortsteilen eigene Grundschulen. Nach Rückgang der Schülerzahlen wurde die Attenhausener Schule zeitweise ganz geschlossen. Mit steigenden Klassenstärken gegen Ende der 1990er Jahre wurde die Attenhausener Schule reaktiviert. An der Volksschule Sontheim unterrichten gegenwärtig 8 Lehrer und 4 Fachlehrer, wobei der Unterricht für drei Jahrgänge in Sontheim und für einen Jahrgang in Attenhausen erteilt wird. Insgesamt besuchen derzeit 154 Kinder die Grundschule, von denen 35 in Attenhausen und 119 in Sontheim unterrichtet werden (Stand: 2005).

Die nächstgelegene Hauptschule befindet sich in Erkheim. Realschulen und Gymnasien können in den Städten Memmingen, Mindelheim oder der Marktgemeinde Ottobeuren besucht werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Günther Städele und Hubert Strobel: Sontheim und Attenhausen. Bilder aus vergangener Zeit. Geiger, Horb am Neckar 2003 ISBN 3-89570-895-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sontheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.
  3. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 14. September 2014