Pleß

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Pleß (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pleß
Pleß
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pleß hervorgehoben
48.110.15558Koordinaten: 48° 6′ N, 10° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Boos
Höhe: 558 m ü. NHN
Fläche: 15,38 km²
Einwohner: 823 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87773
Vorwahl: 08335
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 188
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Fuggerstr. 3
87737 Boos
Webpräsenz: www.vgem-boos.de
Bürgermeister: Peter Lessmann (Überparteil. Wählerver.)
Lage der Gemeinde Pleß im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Pleß ist eine Gemeinde im bayerischen Landkreis Unterallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Boos.

Geografie[Bearbeiten]

Pleß liegt ca. 14 km nördlich von Memmingen an der Iller im Landkreis Unterallgäu und ist damit Teil der grenzüberschreitenden Planungsregion Donau-Iller.

Gemeindegebiet[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Pleß.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Ausgewählte Zahlen:

1840: 527 Einwohner; 1900: 656; 1931: 646; 1946: 1028; 1952: 974; 1970: 806; 1992: 763; 2004: 891; 2007: 859 2009: 834

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Peter Lessmann (Überparteiliche Wählerver.). 2009 betrugen die Bruttoausgaben der Gemeinde 1,7 Mio € bei 0,464 Mio € Gemeindesteuereinnahmen.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 24. März 1987 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Beschreibung: „Gespalten von Silber und Blau, belegt mit einem gesenkten, von Schwarz und Gold gespaltenen Wellenbalken; vorne ein schwarzes Patriarchenkreuz, dem ein schmales silbernes Doppelbalkenkreuz aufgelegt ist, hinten über einem liegenden silbernen Halbmond eine goldene heraldische Lilie.“

Das Kreuz im vorderen Teil des Wappens erinnert an die Wallfahrt zum heiligen Kreuz bei Pleß, die seit dem 17. Jahrhundert zu den beliebtesten Wallfahrten im mittelschwäbischen Raum zählt. Das aufgelegte silberne Kreuz stellt das Zeichen des Unterhospitals von Memmingen dar, das seit dem Mittelalter im Gemeindegebiet begütert war. Im Jahre 1542 erwarb das Unterhospital sogar die gesamte Herrschaft Pleß, veräußerte sie aber 1547 schon an Anton Fugger weiter. Die Lilie aus dem Fuggerwappen erinnert an die neuen Herrschaftsinhaber, die im Jahre 1719 das Dorf an die Kartause Buxheim verkauften. Der Mond ist dem Wappen der Kartause entnommen. An die sehr frühen Rechte der Herzöge und Kurfürsten von Bayern im Gemeindegebiet (z.B. als Lehensinhaber des Dorfgerichtes zu Pleß) erinnert die Silber-Blau-Tingierung des Wappens. Der Wellenbalken verweist auf die Lage der Gemeinde an der Iller, die hier Grenzfluss zwischen Bayern und Baden-Württemberg ist.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Theodor Goerge aus Freising gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge ist Blau - Gelb gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Pleß

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

  • Pleß ist ein bäuerlich geprägtes Dorf. Im Jahr 1999 gab es noch 39, 2008 noch 25 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.118 ha, davon waren 722 ha Dauergrünfläche.
  • Im produzierenden Gewerbe gab es 2009 52 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort.

Verkehr[Bearbeiten]

Pleß liegt am Iller-Radweg, einer Fernverbindung für Radfahrer zwischen Ulm und Oberstdorf entlang des Flusses.

Östlich des Ortes verläuft die Bahnstrecke Neu-Ulm–Kempten. Der Haltepunkt an dieser Bahnstrecke wurde jedoch stillgelegt, sodass hier keine Züge mehr halten. Im Zuge der Regio-S-Bahn Donau-Iller ist jedoch eine Wiedereröffnung einer Haltestelle in Pleß geplant.[2]

Bildung[Bearbeiten]

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 25 Kindern (2009)
  • Grundschule: Schließung 1985

Sehenswertes[Bearbeiten]

Südfassade von St.Gordian und St.Epimachus
  • Pfarrkirche St. Gordian und Epimach von 1766/67, die wohl bedeutendste Dorfkirche im Memminger Raum
  • Wallfahrtskirche "Zum Heiligen Kreuz" von 1665; die sog. Kreuzkapelle mit Statuen von Ignaz Waibl liegt auf ehemals freier Flur zwischen Pleß und Fellheim. Die Sühnefußwallfahrt zum Heiligen Kreuz von Pleß wurde im Jahre 1973 wiedereingeführt. Sie beginnt in der Pfarrkirche Herz-Jesu in Fellheim zu einem drei Kilometer entfernten angeblich wunderbewirkenden Kreuz in der Kreuzkapelle auf der Gemarkung von Pleß. Die Wallfahrt findet an jedem zweiten Montag von Mai bis Oktober abends vor Sonnenuntergang statt und hat jeweils bis zu 3.000 Wallfahrer aus dem Illertal und Umgebung.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gemeinde Pleß (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Pleß im Landkreis Unterallgäu. Zur Geschichte eines schwäbischen Dorfes. (o.J.)
  • Jochemko, Hans: 1150 Jahre Pleß - Ein Gemeinwesen im Wandel der Zeiten (1988)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pleß (Unterallgäu) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. SMA/Intraplan:Regio-S-Bahn Donau-Iller Ergebnisse der Hauptstudie (PDF; 2,4 MB), 27. November 2012, abgerufen am 19. November 2013