Egg an der Günz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Egg a.d.Günz
Egg an der Günz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Egg a.d.Günz hervorgehoben
48.08333333333310.283333333333583Koordinaten: 48° 5′ N, 10° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Babenhausen
Höhe: 583 m ü. NHN
Fläche: 20,65 km²
Einwohner: 1150 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87743
Vorwahl: 08333
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 130
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 1
87743 Egg a.d.Günz
Webpräsenz: www.gemeinde-egg.de
Bürgermeister: Franz Morath (Überp.Wählerver. / Fr.Wählerver.)
Lage der Gemeinde Egg a.d.Günz im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Egg an der Günz (amtlich: Egg a.d.Günz) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Babenhausen.

Geografie[Bearbeiten]

Egg a.d.Günz liegt etwa 15 km nord-westlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Egg a.d. Günz, Egger Wald, Engishausen und Inneberg.

Zur Gemeinde Egg a.d. Günz gehören die Orte Egg a.d. Günz, Engishausen, Inneberg und Wesbach. Abgegangen sind dem Ort die Siedlungen Linkenhof, welche sich in der Nähe von Egg befunden hatte und Litun, welche sich zwischen Egg und Oberschönegg befand.

Geschichte[Bearbeiten]

Egg an der Günz gehörte zur Reichsabtei Ottobeuren. 1486 wurde hier der nach dem Ortsnamen benannte Johannes Eck, Gegenspieler Martin Luthers während der Reformationszeit, geboren. Durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 fiel der Ort an Bayern. Im Zuge einer Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Oktober 1973 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Inneberg eingegliedert. Am 1. Januar 1976 kam Engishausen hinzu.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 0885 Einwohner[2]
  • 1970: 0888 Einwohner[2]
  • 1987: 0938 Einwohner
  • 2000: 1105 Einwohner
  • 2011: 1140 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bundestagswahl 2013[3]
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
66,8 %
9,8 %
5,2 %
3,2 %
2,1 %
3,2 %
2,2 %
7,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
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  -2
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  -8
-10
-12
+12,1 %p
+2,9 %p
-11,0 %p
-2,6 %p
-3,1 %p
+3,2 %p
+2,2 %p
-3,4 %p

Bürgermeister ist Franz Morath.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 434 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 71 T€.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 16. September 1963 durch Bescheid des Bayerischen Staatsministeriums des Innern genehmigt.

Blasonierung: „In Blau ein durchgehender silberner Abtstab, dem oben ein durchgehendes goldenes Dreieck und unten ein schmaler silberner Wellenbalken aufgelegt sind.“

Das Wappen symbolisiert die Ortsgeschichte, die durch die Zugehörigkeit des Gemeindegebietes zum Herrschaftsbereich des Klosters Ottobeuren gekennzeichnet ist; darauf weist der silberne Abtstab. Das goldene Dreieck ist Bestandteil des Wappens des Theologen Dr. Johannes Maier gen. Eck (1486–1543), der ebenso wie sein Halbbruder Simon Thaddäus Maier gen. Eck (um 1514–1574) bayerischer Kanzler, im Zeitalter der Reformation und Gegenreformation eine bedeutende Rolle im geistigen und politischen Leben Bayerns spielte. Das goldene Dreieck („Eckstein“) hält als sogenannter redender Wappenbestandteil die Erinnerung an die berühmtesten Söhne der Gemeinde wach, die sich den Gemeindenamen als Familiennamen beilegten. Der silberne Wellenbalken im Schildfuß schließlich stellt die Lage der Gemeinde an der Günz dar und dokumentiert damit den Namensbestandteil Egg an der Günz.

Der Entwurf des Wappens stammt von Stiftsarchivar und Kreisheimatpfleger Aegidius Kolb und die Gestaltung übernahm der Nördlinger Rudolf Mussgnug.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche St. Bartholomäus

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft elf, im produzierenden Gewerbe 86 und im Bereich Handel und Verkehr 20 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort elf Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 343. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 52 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.283 ha. Davon waren 611 ha Ackerfläche und 672 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 39 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 8 Lehrern und 137 Schülern

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Gedenkstein für Johannes Eck

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 781.
  3. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 14. September 2014