Markt Wald

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Markt Wald
Markt Wald
Deutschlandkarte, Position des Marktes Markt Wald hervorgehoben
48.13666666666710.579444444444635Koordinaten: 48° 8′ N, 10° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Höhe: 635 m ü. NHN
Fläche: 30,82 km²
Einwohner: 2221 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86865
Vorwahl: 08262
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 169
Adresse der
Marktverwaltung:
Hauptstraße 61
86865 Markt Wald
Webpräsenz: www.marktwald.de
Bürgermeister: Peter Wachler (Ohne Parteizugehörigkeit)
Lage des Marktes Markt Wald im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Markt Wald von Osten

Markt Wald ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Unterallgäu.

Geografie[Bearbeiten]

Markt Wald liegt etwa 45 km östlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Markt Wald, Anhofen, Immelstetten und Oberneufnach.

Ortsteile[Bearbeiten]

Zu Markt Wald gehören die Orte Anhofen, Bürgle, Immelstetten, Oberneufnach, Schnerzhofen und Steinekirch.

Gewässer im Gemeindebereich[Bearbeiten]

Das Hauptgewässer ist die von Süden nach Norden fließende Zusam. Diese mündet bei Donauwörth in die Donau. Die Neufnach ist ebenfalls ein kleiner Fluss, der bei Fischach in die Schmutter mündet. Ferner gibt es im Gemeindegebiet noch kleinere Bäche und Gräben. In die Zusam münden (von Süd nach Nord): die Mittelzusam, der Segelbach, der Kirchbach, der Hungerbach (Mündung in die Zusam in Immelstetten) und der Zenkenbach (Mündung in die Zusam in Immelstetten). Weitere Zuflüsse zu Zusam und Neufnach sind vorhanden. Der Schweinbach verläuft ebenfalls in Süd-Nord-Richtung und mündet bei Münster ebenfalls direkt in die Schmutter.

Größter See ist der Schnerzhofer Weiher. Ferner gibt es den Bürgler Badesee, das Zaisertshofer Loch (als Quellgebiet eines Baches zur Zusam) sowie weitere Weiher und Teiche.

Geschichte[Bearbeiten]

Markt Wald war seit 1660 als „Irmatshofen auf dem Wald“ Herrschaft. Gemeinsam mit dem Ortsteil "Soler" bildet Irmatshofen heute den Marktflecken "Markt Wald"[2]. Diese Bezeichnung setzt sich schon im frühen 18. Jh. durch. Seit 1660 gehörte Markt Wald dem Fürsten Fugger-Babenhausen. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Die Fürsten Fugger hatten aber bis 1848 wichtige Reservatrechte. Am 28. November 1901 wurde der Gemeindename amtlich von Wald in Markt Wald geändert.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören seit der Gebietsreform, die am 1. Mai 1978 wirksam wurde, auch die früher selbständigen Gemeinden Anhofen, Immelstetten und Oberneufnach.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1965 Einwohner[4]
  • 1970: 1986 Einwohner[4]
  • 1987: 2023 Einwohner
  • 2000: 2274 Einwohner
  • 2011: 2273 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister war von 2002 bis 2014 Walter Wörle (Freie Wähler). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Helmut Hartmann (Freie Wähler). Derzeit amtierender Erster Bürgermeister ist der parteilose Peter Wachler. Er war zuletzt als generalbevollmächtigter Beklagtenvertreter bei der Rechtsabteilung des Jobcenters Augsburg Stadt beschäftigt. Er ist am 8. Dezember 1978 geboren, ledig, kinderlos und lebt abwechselnd in Markt Wald und Augsburg.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 23. August 1951 durch Bescheid des Bayerischen Staatsministeriums des Innern genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Blau und Gold; vorne ein bewurzelter goldener Tannenbaum, hinten eine blaue heraldische Lilie.“

Die Tanne soll den heutigen Gemeindenamen und früheren, bis etwa 1600 gebräuchlichen, Ortsnamen „Jrmatshofen auf dem Wald“ als „redendes“ Wappensymbol versinnbildlichen. Die Lilie und die Farben Blau und Gold stehen für das Haus Fugger-Babenhausen, das 1549 Jrmatshofen zu seinem Herrschaftsbereich erworben hatte.

Das Wappen wurde vom Münchner Heraldiker Emil Werz gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge wurde am 23. August 1988 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Die Flagge ist Gelb - Blau gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sieben, im produzierenden Gewerbe 100 und im Bereich Handel und Verkehr 31 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 55 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 736. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 80 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.553 ha.

Verkehr[Bearbeiten]

Markt Wald liegt an der Staudenbahn, welche Gessertshausen mit Türkheim / Bayern verband. Heute enden die an Wochenenden von Augsburg Hbf verkehrenden Ausflugszüge sowie der Güterverkehr in Markt Wald. Der Personenverkehr auf dem weiteren Streckenabschnitt (7,1 km) nach Ettringen wurde bereits 1982 eingestellt. Über eine von den Anliegergemeinden befürwortete Reaktivierung wird seit längerem diskutiert.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 74 Kindergartenplätze mit 70 Kindern
  • Volksschule: 1 mit 5 Lehrern und 121 Schülern

Telekommunikation[Bearbeiten]

1991 errichteter, 115 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG vom Typ FMT 15 bei 48° 7′ 43″ N, 10° 34′ 22″ E

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Eckart Roloff: Christoph Scheiner. Galileis Gegner im Bann der Sonne und ihrer unmöglichen Flecken. In: Eckart Roloff: Göttliche Geistesblitze. Pfarrer und Priester als Erfinder und Entdecker, Verlag Wiley-VCH, Weinheim 2010, Seite 79 - 92. ISBN 978-3-527-32578-8 (mit Hinweisen auf Scheiner-Erinnerungsstätten in Markt Wald und anderswo, zu Museen, Straßen, Schulen u. ä.).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Markt Wald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. laut tel. Auskunft des Ortshistorikers Michael Endler
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 524.
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.