Inka Grings

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Inka Grings

Inka Grings (2014)

Informationen über die Spielerin
Geburtstag 31. Oktober 1978
Geburtsort DüsseldorfDeutschland
Größe 169 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
1984–1990
1990–1995
TSV Eller 04
Garather SV
Vereine als Aktive
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1995–2011
2011–2013
2013
2013–2014
FCR 2001 Duisburg
FC Zürich Frauen
Chicago Red Stars
1. FC Köln
271 (353)
31 0(55)
16 00(3)
19 0(23)
Nationalmannschaft
1996–2012 Deutschland 96 0(64)
Stationen als Trainerin
2014– MSV Duisburg
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 1. Juni 2014

Inka Grings (* 31. Oktober 1978 in Düsseldorf) ist eine ehemalige deutsche Fußballspielerin und heutige -trainerin. Die Stürmerin spielte 16 Jahre in der Frauen-Bundesliga für den FCR 2001 Duisburg. Mit der Nationalmannschaft gewann sie zwei Europameister-Titel und wurde in beiden Turnieren zudem Torschützenkönigin.

Werdegang[Bearbeiten]

Inka Grings wollte eigentlich Tennisspielerin werden. Da sie vom lokalen Tennisverein nicht aufgenommen wurde, begann sie 1984 beim TSV Eller 04 Fußball zu spielen. Über den Garather SV wechselte sie 1995 zum FC Rumeln-Kaldenhausen, dem heutigen FCR 2001 Duisburg. Dort wurde sie sofort Stammspielerin und in den folgenden Jahren zu einer der erfolgreichsten Torjägerinnen der Bundesliga. Am 5. Mai 1996 debütierte sie in der deutschen Nationalmannschaft im Spiel gegen Finnland. 1998 erzielte sie im DFB-Pokalfinale drei Tore beim 6:2-Sieg über den FSV Frankfurt. Ein Jahr später wurde sie zum ersten Mal Torschützenkönigin der Bundesliga.

Das Jahr 2000 wurde zum erfolgreichsten Jahr ihrer Karriere. Erst gewann sie mit dem FCR den Hallenpokal, dann wurde sie deutsche Meisterin. Ihre 38 Saisontore sind bis heute unerreicht. Nach der Jahrtausendwende wurde sie von mehreren Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. 2001 verpasste sie die Europameisterschaft im eigenen Land. 2003 erlitt sie bei einem Vorbereitungslehrgang für die Weltmeisterschaft eine Oberschenkelzerrung. Kurz vor den Olympischen Spielen 2004 erlitt sie einen Kreuzbandriss. Nach dieser Verletzung wollte sie aufhören, entschied sich aber während der Rehabilitation um.

Beim FCR war sie bis 2006 Spielführerin, ehe ihr dieses Amt durch Trainer Dietmar Herhaus entzogen wurde. Nach der 1:6-Heimniederlage gegen den 1. FFC Frankfurt übte Herhaus scharfe Kritik an Grings' Einstellung auf und außerhalb des Platzes. Inka Grings kündigte daraufhin an, den Verein wechseln zu wollen, wenn sich an der Trainerposition nichts ändere.[1] Dies führte trotz Schlichtungsversuchen zur endgültigen Suspendierung der Spielerin am 25. Oktober 2006. Am 5. Dezember 2006 wurde die Suspendierung wieder aufgehoben, drei Wochen nachdem Trainer Dietmar Herhaus sein Amt niedergelegt hatte.[2] Im Februar 2007 verlängerte sie ihren Vertrag in Duisburg bis zum 30. Juni 2009. 2009 gewann sie mit Duisburg den UEFA Women’s Cup und den DFB-Pokal sowie mit der Nationalmannschaft die Europameisterschaft, bei der sie mit sechs Toren Torschützenkönigin wurde.

Trotz vieler Verletzungen ist sie die erfolgreichste Torjägerin im deutschen Vereinsfußball; am 29. Januar 2011 erzielte sie ihr 350. Tor im Auswärtsspiel gegen den 1. FFC Frankfurt.[3] Sie führt die ewige Torschützinnenbestenliste in Duisburg mit mehr als 200 Toren Vorsprung an.[4]

2011 wechselte Grings gemeinsam mit Sonja Fuss zum FC Zürich.[5] Ihr ehemaliger Verein, der FCR Duisburg, will zukünftig ihr zu Ehren die Trikotnummer 9 nie mehr vergeben.[6] Am 16. März 2013 kündigten sie und Fuss an, den FC Zürich Frauen zum 20. Mai 2013 zu verlassen, und unterschrieben einen ab diesem Tag gültigen Vertrag bei den Chicago Red Stars.[7] Zur Saison 2013/14 kehrte sie nach Deutschland zurück und erhielt beim Zweitligisten 1. FC Köln einen Einjahresvertrag (seit 27. August 2013).[8]

Nach 96 Einsätzen erklärte Inka Grings Ende Juli 2012 ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft.[9] Vor dem EM-Qualifikationsspiel am 19. September 2012 in Duisburg gegen die Türkei wurde sie offiziell verabschiedet.[10] Nachdem der 1. FC Köln bekannt gab, ihren auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen,[11] beendete Grings ihre aktive Spielerkarriere am 30. Mai 2014.[12]

Inka Grings (2011)

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Nachdem sie in der Saison 2013/2014 ihre Karriere beendet hatte, wurde Grings am 11. Juni 2014 als Trainerin des Frauen-Fußball-Bundesliga-Vereins MSV Duisburg präsentiert. Sie unterschrieb einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2016.[13] Ihr Co-Trainer ist Wilfried Tönneßen.[14]

Erfolge[Bearbeiten]

Als Vereinsspielerin[Bearbeiten]

Als Nationalspielerin[Bearbeiten]

Grings vor einem Länderspiel (2009)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Beruf[Bearbeiten]

Beim Fußballverband Niederrhein absolvierte Grings eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation. Von Oktober 2002 bis 2005 war sie Zeitsoldatin bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Köln und hatte den Dienstgrad Hauptgefreiter. Seitdem arbeitet Grings als Versicherungsmaklerin, zunächst Vollzeit, später Teilzeit, um mehr Zeit für den Fußball zu haben.[17]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Inka Grings – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. kicker.de: "Das lasse ich mir nicht gefallen"
  2. kicker.de: Kehrtwende! Grings wieder dabei
  3. Duisburgs Inka Grings markiert ihren 350. Bundesliga-Treffer (Märkische Allgemeine, 2. Februar 2011)
  4. FCR-01.de: Statistik der Torschützinnen
  5. Framba.de: Grings und Fuss wechseln zum FC Zürich
  6. FCR-Urgestein Inka Grings wechselt ins Ausland
  7. Fuss und Grings wechseln per 20. Mai 2013 in die USA
  8. Mitteilung auf der Homepage des 1. FC Köln
  9. Grings beendet ihre Karriere im DFB-Dress, kicker.de vom 30. Juni 2012 (abgerufen am 30. Juni 2012).
  10. dfb.de: EM-Qualifikation: Zum Abschluss zweistellig gegen Türkei
  11. FC plant ohne Inka Grings - Kölner Stadt-Anzeiger
  12. Spiegel Online: Grings beendet ihre Karriere
  13. Dirk Retzlaff: Inka Grings ist die neue MSV-Trainerin. Der Westen, 8. Juni 2014, abgerufen am 9. Juni 2014.
  14. MSV Duisburg verpflichtet Inka Grings als neue Cheftrainerin. Focus, 11. Juni 2014, abgerufen am 11. Juni 2014.
  15. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft verleiht den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen an 22 Bürgerinnen und Bürger. In: nrw.de. 7. November 2011, abgerufen am 14. Juni 2014.
  16. nrw-sportlerdesjahres.de
  17. Jochen Leffers: Profi-Fußballerinnen Und was machen Sie so beruflich? Inka Grings - und es hat Bumm gemacht. spiegel.de, 27. Juni 2011, abgerufen am 8. Juli 2011.
Vorgänger Amt Nachfolger

Silke Rottenberg
Birgit Prinz
Deutsche Fußballerin des Jahres
1999
2009, 2010

Martina Voss
Fatmire Bajramaj

Birgit Prinz
Conny Pohlers
Birgit Prinz
Torschützenkönigin der Frauen-Bundesliga
Saison 1998/99, 1999/2000
2002/03
2007/08, 2008/09, 2009/10

Birgit Prinz
Kerstin Garefrekes
Conny Pohlers