Inzing

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Inzing (Begriffsklärung) aufgeführt.
Inzing
Wappen von Inzing
Inzing (Österreich)
Inzing
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 19,37 km²
Koordinaten: 47° 16′ N, 11° 12′ O47.27222222222211.2616Koordinaten: 47° 16′ 20″ N, 11° 12′ 0″ O
Höhe: 616 m ü. A.
Einwohner: 3.632 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 6401
Vorwahl: 05238
Gemeindekennziffer: 7 03 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kohlstatt 2
6401 Inzing
Website: www.inzing.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Kurt Heel (Aktives Inzing)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
7 Aktives Inzing mit Bürgermeister Kurt Heel

1 Freie Liste für Inzing
2 Wir für Euch
2 JUF - Jugend Umwelt Familie
1 Sozialdemokratische Partei - Inzing
1 Für das Dorf
1 FPÖ-Inzing

Lage der Gemeinde Inzing im Bezirk Innsbruck Land
Absam Aldrans Ampass Axams Baumkirchen Birgitz Ellbögen Flaurling Fritzens Fulpmes Gnadenwald Götzens Gries am Brenner Gries im Sellrain Grinzens Gschnitz Hall in Tirol Hatting Inzing Kematen Innsbruck Kolsass Kolsassberg Lans Leutasch Matrei am Brenner Mieders Mils Mühlbachl Mutters Natters Navis Neustift im Stubaital Oberhofen im Inntal Obernberg am Brenner Oberperfuss Patsch Pettnau Pfaffenhofen Pfons Polling in Tirol Ranggen Reith bei Seefeld Rinn Rum St. Sigmund im Sellrain Scharnitz Schmirn Schönberg im Stubaital Seefeld Sellrain Sistrans Steinach am Brenner Telfes im Stubai Telfs Thaur Trins Tulfes Unterperfuss Vals Völs Volders Wattenberg Wattens Wildermieming Zirl TirolLage der Gemeinde Inzing im Bezirk Innsbruck Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Inzing von Süden
Inzing von Süden
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Inzing ist eine Gemeinde mit 3632 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Innsbruck Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde ist Mitglied im Klimabündnis Tirol und liegt im Gerichtsbezirk Telfs.

Geografie[Bearbeiten]

Inzing liegt im Inntal zwischen Innsbruck bzw. Zirl im Osten und Telfs bzw. Hatting im Westen. Es befindet sich am Südufer des Inns. Südlich des Dorfes ragt das Rangger Köpfl empor, nördlich der Zirler Berg. Der höchstgelegene Punkt der Gemeinde befindet sich am Gipfel der Peiderspitze auf 2808 m ü. A. in den nördlichen Sellrainer Bergen (Stubaier Alpen). Der tiefste Punkt der Gemeinde liegt am Innufer auf 598 m ü. A.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht neben dem Haufendorf am Schwemmkegel des Enterbachs noch aus verschiedenen bergbäuerlich geprägten Dörfern und Rotten am Inzingerberg, dem Ausläufer der Mittelgebirgsterrasse nach Westen hin.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Eben (83)
  • Hof (37)
  • Inzing (3238)
  • Moos (0)
  • Schindeltal (54)
  • Toblaten (104)

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Inzing.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Inzing 1034 in den Traditionen des Hochstifts Freising [2]: quicquid proprietatis ... in loco Inigozingo curifera III.. Es ist jedoch nicht gesichert, dass es sich bei dieser Erwähnung tatsächlich um Inzing handelt. Lauthistorisch wäre eine Entwicklung von Inigozingo zu Inzing eher unwahrscheinlich. Die erste wirklich sichere Nennung findet sich in der Urkunde der Abtei St. Georgenberg mit Incingen im Jahr 1283[3].

Die barocke Pfarrkirche hat spätbarocke Fresken aufzuweisen.

Schon früh erbauten die Ritter von Eben (Ortsteil) - der genaue Zeitpunkt ist unbekannt - im Dorf oberhalb der Kirche einen Turm, den die Inzinger heute allgemein mit „Schlößl“ bezeichnen. Dieses spätgotische „Schlößl“ wurde um 1920 im Stil des Historismus umgebaut. Die Wappenmotive der Ritter von Eben finden sich noch heute im Wappen der Gemeinde Inzing wieder.

Erwähnt wurde Inzing auch in den Italienischen Reisen von Johann Wolfgang von Goethe (1786).

Die Gemeinde Hatting wurde 1974 Inzing angeschlossen und 1993 wieder als eigene Gemeinde abgetrennt.

Inzing wurde in der Vergangenheit von mehreren großen Muren heimgesucht. Bei der letzten im Jahr 1969 kamen drei Menschen ums Leben[4].

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 14. März 2010 statt. [5]

Kurt Heel wurde zum Bürgermeister gewählt. Er war der einzige Kandidat.

Partei Prozent Stimmen Sitze im
Gemeinderat
Koppelung
Aktives Inzing mit Bürgermeister Kurt Heel 40,29 % 763 7 A
Freie Liste für Inzing 09,66 % 183 1
Wir für Euch 12,41 % 235 2 A
JUF - Jugend Umwelt Familie 14,94 % 283 2
Sozialdemokratische Partei - Inzing 09,19 % 174 1
Für das Dorf 06,39 % 121 1 A
FPÖ-Inzing 07,13 % 135 1

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Inzing

Neben den zahlreichen Sportvereinen gibt es in Inzing – in Relation zur Einwohnerzahl – auch verhältnismäßig viele Kulturvereine. Unter anderem gibt es mehrere Chöre und Theatergruppen sowie eine Musikkapelle.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Industrie ist durch das Industriegebiet am östlichen Ortsrand geprägt. Neben Klein- und Mittelständischen Unternehmen verschiedenster Branchen haben auch einige Konzerne Zweigstellen bzw. Niederlassungen in Inzing (z. B. DHL, Caterpillar, Scania, Stiegl).

Sport[Bearbeiten]

Inzing verfügt über ein reges Vereinsleben. Im Sport können Inzinger Vereine zahlreiche Erfolge vorweisen. Die beiden Hauptvereine sind der Allgemeine Sportverein Inzing (ASVI) mit den Sektionen Leichtathletik, Radfahren und Schi und die Sportunion Inzing mit den Sektionen Damengymnastik, Stocksport, Hänge- und Paragleiten, Fußball, Rodeln, Tennis, Tischtennis und Volleyball.

Neben diesen beiden Hauptvereinen gibt es noch den Ringsportclub Inzing (RSCI), den Billardclub Inzing und den Modellbauclub Inzing - MBCI (Modellflugsport) als unabhängige Vereine. In den Sportarten Volleyball, Ringen und Billard ist Inzing überregional vertreten. Die Sektion inzingvolley der SU spielt in der zweiten österreichischen Bundesliga Damen. Der Ring-Sport-Club Inzing (RSCI) kämpft in der ersten österreichischen Liga.

Außerdem verfügt Inzing über eine Naturrodelbahn (Ginzes-Eben) und war Austragungsort der Naturbahnrodel-Weltmeisterschaft 1979.

Verkehr[Bearbeiten]

Verkehrsmäßig ist Inzing über die Inntalautobahn A 12 mit der Ausfahrt Zirl-West und über die Arlbergbahn mit einer Haltestelle der Linie  S1  /  S2  an die S-Bahn Tirol angebunden. Züge verkehren im 30-Minuten-Takt über Innsbruck bis Fritzens-Wattens bzw. bis Telfs. Weiters verkehrt in den Wintermonaten ein Schibus zum nahe gelegenen Schigebiet Rangger Köpfl.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

  • Ursula Beiler (* 1959), österreichische Künstlerin (Bildhauerei, Installation)
  • Vinzenz Gasser (1809–1879), von 1856–1879 Fürstbischof von Brixen
  • Benny Hörtnagl (* 1982 in Innsbruck), österreichischer Hörfunk- und Fernsehmoderator
  • Edmund Klotz (1855–1929), österreichischer Bildhauer
  • Jörg Kölderer (um 1465/70–1540), Hofmaler Kaiser Maximilians I.
  • Josef Schretter (1856–1909), österreichischer Maler

Personen mit Beziehung zur Gemeinde[Bearbeiten]

  • Nadine Beiler (* 1990), österreichische Soul- und Pop-Sängerin, die am 26. Jänner 2007 den 3. Starmania-Contest für sich entscheiden konnte, in Inzing aufgewachsen
  • Rainer Blatt (* 1952), deutsch-österreichischer Experimentalphysiker, wohnhaft in Inzing
  • Marina Gastl (* 1985), österreichische Ringerin, 9. Platz bei den olympischen Spielen in Athen 2004 im Ringen
  • Blasius Hueber (1735–1814), Landvermesser, in Inzing verstorben
  • Andi Knoll, (* 1972), österreichischer Hörfunk- und Fernsehmoderator
  • Gabriele Kirchmair Silber und Bronzegewinnerin bei den 8. Olympischen Spielen für Körperbehinderte in Seoul / Südkorea
  • Hannelore Mariner, ehemalige österreichische Rennrodlerin, 1970 Europameisterin Rodel-Einsitzer
  • Sandra Mariner (* 1974), ehemalige österreichische Naturbahnrodlerin im Einsitzer
  • Sebastian Wastl Mariner (1909–1989), österreichischer Alpinist und Pionier der Bergrettung
  • Ernst Schmidlechner (* 1958), Lyriker und Liedtexter

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Inzing – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • Inzing, in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“
  • Dorfchronik Inzing

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Anreiter, Peter. Die Frühnennungen der Nord- und Osttiroler Gemeindenamen (von den Anfängen bis 1500). Teil 4 Edition Praesens: Wien,2005
  3. Anreiter, Peter. Die Frühnennungen der Nord- und Osttiroler Gemeindenamen (von den Anfängen bis 1500). Teil 2 Edition Praesens: Wien,2004
  4. http://www.pisch.at/Ernst/Dorfbuch.html
  5. [1] tirol Unser Land