Fritzens

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Fritzens
Wappen von Fritzens
Fritzens (Österreich)
Fritzens
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 6,14 km²
Koordinaten: 47° 18′ N, 11° 35′ O47.30527777777811.590277777778591Koordinaten: 47° 18′ 19″ N, 11° 35′ 25″ O
Höhe: 591 m ü. A.
Einwohner: 2.054 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 335 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6122
Vorwahl: 05224
Gemeindekennziffer: 7 03 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bergstraße 2
6122 Fritzens
Website: www.fritzens.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Josef Gahr (Fritzner Gemeindeliste)
Lage der Gemeinde Fritzens im Bezirk Innsbruck Land
Absam Aldrans Ampass Axams Baumkirchen Birgitz Ellbögen Flaurling Fritzens Fulpmes Gnadenwald Götzens Gries am Brenner Gries im Sellrain Grinzens Gschnitz Hall in Tirol Hatting Inzing Kematen Innsbruck Kolsass Kolsassberg Lans Leutasch Matrei am Brenner Mieders Mils Mühlbachl Mutters Natters Navis Neustift im Stubaital Oberhofen im Inntal Obernberg am Brenner Oberperfuss Patsch Pettnau Pfaffenhofen Pfons Polling in Tirol Ranggen Reith bei Seefeld Rinn Rum St. Sigmund im Sellrain Scharnitz Schmirn Schönberg im Stubaital Seefeld Sellrain Sistrans Steinach am Brenner Telfes im Stubai Telfs Thaur Trins Tulfes Unterperfuss Vals Völs Volders Wattenberg Wattens Wildermieming Zirl TirolLage der Gemeinde Fritzens im Bezirk Innsbruck Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf Fritzens
Blick auf Fritzens
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Fritzens am Fuß der Nordkette

Fritzens ist eine Gemeinde mit 2054 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Innsbruck Land, Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Hall in Tirol.

Geografie[Bearbeiten]

Fritzens liegt im Unterinntal an einer Terrassenabdachung, etwa 16 Kilometer östlich von Innsbruck an der linken Innseite.

Fritzens ist stark mit der Nachbargemeinde Wattens und dessen größten Arbeitgeber, Swarovski verbunden. Ein Großteil der Bewohner pendelt zu ihren Arbeitsstätten aus.

Verkehrsmäßig ist Fritzens über die Inntalautobahn mit der Ausfahrt Wattens und über die Westbahn mit dem Bahnhof Fritzens-Wattens erreichbar.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Fritzens liegt am Fuße des Gnadenwalder Plateaus auf den Schotterbänken des späteiszeitlichen Stausees am Sonnenhang. Die Geschichte des Ortes geht bis in die Hallstattzeit (ca 600 v. Chr.) zurück. Aus dieser Zeit stammen die Scherbenfunde mit den typischen Ornamenten, die als „Fritzner Keramik“ in die Tiroler Urgeschichte eingegangen sind. Später wurden in Sanzeno im Trentino ähnliche Keramiken gefunden, woraufhin der Begriff Fritzens-Sanzeno-Kultur geprägt wurde. Die Scherben hat der Wattener Arzt Dr. Karl Steiner um 1917 an der Straße nach Gnadenwald an einer Stelle gefunden, wo die Bauern Schotter holten.

Während der Völkerwanderung verschwand die Siedlung. Erst im Jahre 1170 wird ein Engelbertus „de Frucines“ schriftlich erwähnt. Im Jahre 1248 erhebt Graf Albert von Tirol Zehent in „Frucens“ und 1288 gibt der Meierhof dem Landesfürsten Grundzins. Aus dem Meierhof hat sich das spätere Dorf entwickelt.

In den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts wurde durch Studenten der Universität Innsbruck unter Leitung von Prof. Dr. Gerhard Tomedi oberhalb des Dorfes auf dem Pirchboden Grabungen vorgenommen. Dabei wurde neben mehreren Gebäuden ein Haus mit Obergeschoß ausgegraben, das eines der größten nördlich der Alpen ist.

Am Ende des 19. Jahrhunderts trat mit dem Bau der Eisenbahn, der Ansiedlung der Firma D. Swarovski und der Modernisierung der Papierfabrik in Wattens sowie der Gründung des Tonwerkes 1899 durch den Zuzug von Arbeitskräften eine entscheidende Veränderung des Dorfes ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg erwarb die Fa. D. Swarovski große Grundstücke, auf denen Einfamilienhäuser für die Bediensteten errichtet wurden.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 14. März 2010 statt. [1]

Josef Gahr wurde zum Bürgermeister und Herbert Striegl zum Vizebürgermeister gewählt.

Partei Prozent Stimmen Sitze im Gemeinderat Koppelung
Fritzner Gemeindeliste 39,11 % 474 6
Fritzner Arbeiter und Angestelltenliste 21,62 % 262 3
SPÖ & Parteifreie - Striegl Herbert 17,74 % 215 3
"Für Fritzens" Ernst Zalesky mit Team 18,07 % 219 3
FPÖ Fritzens 3,47 % 42 0

Wappen[Bearbeiten]

Das 1970 verliehene Gemeindewappen verweist mit dem Tongefäß auf die bedeutenden Keramikfunde, die für die Fritzens-Sanzeno-Kultur namensgebend waren. Der Bär steht für den Bärenbach, der den Ort durchfließt und ihm den Namen gegeben hat, der keltisch ist und „Wildbach“ bedeutet.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe Liste der denkmalgeschützten Objekte in Fritzens

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fritzens – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • Tirol Atlas
  • Fritzens, in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] tirol Unser Land
  2.  Eduard Widmoser: Tiroler Wappenfibel. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 1978, ISBN 3-7022-1324-4, S. 18.