Jürgen Piepenburg

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Jürgen Piepenburg 1966

Jürgen Piepenburg (* 10. Juni 1941) war Fußballspieler in der DDR-Oberliga, die ehemals höchste Fußballklasse des DDR-Fußballverbandes. Dort spielte er für den FC Vorwärts Berlin/Frankfurt (Oder), mit dem er dreimal Meister und einmal Pokalsieger wurde. Später arbeitete er als Fußballtrainer.

Jürgen Piepenburg begann seine Laufbahn als Fußballspieler bei der Betriebssportgemeinschaft Traktor in der vorpommerschen Kleinstadt Franzburg. 1963 kam er zum zentralen Sportklub der Nationalen Volksarmee, dem Oberligisten ASK Vorwärts Berlin. In der Saison 1965/66 erkämpfte sich der 1, 77 m große etatmäßige Linksaußen-Stürmer mit der DDR-Meisterschaft seinen ersten Titel im Männerbereich. Zu diesem Erfolg hatte mit 22 von 26 möglichen Punktspielen und sechs Toren beigetragen. In der Saison 1966/67 war er neben Paul Van Himst mit sechs Toren erfolgreichster Torschütze des Europapokals der Landesmeister. 1969 errang er mit dem inzwischen aus dem ASK ausgegliederten FC Vorwärts Berlin seinen zweiten Meistertitel, er hatte diesmal erneut 22 Punktspiele absolviert, war aber mit zwölf Treffern bester Torschütze seiner Mannschaft geworden. Piepenburgs dritter Titel war der Gewinn des DDR-Fußballpokals 1970. Am 13. Juni stand er mit dem FC Vorwärts als Linksaußen im Endspiel gegen 1. FC Lok Leipzig, das die Berliner mit 4:2 gewannen. Im Sommer 1971 musste Piepenburg mit dem FC Vorwärts nach Frankfurt (Oder) umziehen, wo die Armeefußballer künftig als FC Vorwärts Frankfurt/O. antraten. Dort war Piepenburg noch bis 1975 aktiv und beendete danach seine Fußballkarriere in der DDR-Oberliga. Für die Armeemannschaft hatte er in Berlin und in Frankfurt 236 Oberliga-Punktspiele absolviert und dabei 88 Tore erzielt. Bei 22 Spielen im Europapokal der Landesmeister erzielte er elf Tore und stellte damit einen DDR-Rekord auf.

Nach seiner Karriere als Spieler wurde Jürgen Piepenburg, der an der Leipziger Sporthochschule DHfK ein Sportlehrer-Studium absolviert hatte, Trainer. Unter anderem 1984 bis 1988 bei Vorwärts Dessau und nach der Wende bei Dynamo Berlin. Seinen größten Erfolg feierte er mit dem SV Germania 90 Schöneiche, mit dem er 2004 den Brandenburgischen Landespokal gewann und deshalb mit Schöneiche in der ersten Runde des DFB-Pokal antreten durfte. Nachdem er im Mai 2005 bei Schöneiche entlassen wurde, übernahm er erneut das Traineramt beim BFC Dynamo. Dieses Amt musste er aber schon nach drei Spieltagen in der Oberliga-Saison 2005/06 nach dem 0:8-Debakel beim Liga-Konkurrenten 1. FC Union Berlin aufgeben.

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