Dieter Hoeneß

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Dieter Hoeneß (2006)

Dieter Hoeneß (* 7. Januar 1953 in Ulm) ist ein ehemaliger deutscher Profi-Fußballer und Fußballmanager. Sein Bruder ist der ehemalige Fußballspieler und Manager Uli Hoeneß.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Familie

Hoeneß ist verheiratet und hat zwei Söhne.

[Bearbeiten] Studium

Neben seiner Fußballkarriere machte Hoeneß 1973 sein Abitur und begann in Tübingen ein Lehramtsstudium in den Fächern Englisch, Geographie und Sport

[Bearbeiten] Karriere als Spieler

Dieter Hoeneß lernte sein Fußballhandwerk beim VfB Ulm. Kurze Zeit später wechselte er zur TSG Ulm 1846. 1975 kam er zum VfB Stuttgart, bevor er 1979 zum FC Bayern München wechselte. Während seiner Zeit in München war der Mittelstürmer wegen seiner Torgefährlichkeit gefürchtet. Seine Spezialität waren Kopfball-Tore. Außerdem galt er als Kämpfernatur. Diesen Ruf festigte er noch, als er im DFB-Pokalfinale 1982 nach einem Zusammenprall mit dem Nürnberger Alois Reinhardt trotz einer Platzwunde am Kopf mit einem Verbandsturban noch fast eine Stunde weiterspielte und den 4:2-Endstand per Kopf in der 89. Minute erzielte.

Für die Deutsche Fußballnationalmannschaft bestritt Hoeneß sechs Länderspiele, zwei davon im Mai 1979, als er für eine Reise nach Irland und Island kurzfristig nominiert wurde. Von den sechs Toren der deutschen Mannschaft in diesen beiden Spielen erzielte Hoeneß drei. Danach musste er fast sieben Jahre warten, bis ihn Franz Beckenbauer im April 1986 gegen die Schweiz erneut berief, Hoeneß erzielte das Siegtor in Basel. Im nächsten Länderspiel gegen Jugoslawien blieb Hoeneß erstmals in einem Länderspiel ohne Tor. Teamchef Beckenbauer nominierte Hoeneß nun für den Weltmeisterschaftskader. In Mexiko wurde Hoeneß zweimal eingewechselt, im Viertelfinale gegen die Gastgeber und im Finale gegen Argentinien blieb er jeweils ohne Torerfolg. Zwölf Jahre nach seinem ein Jahr älteren Bruder hatte damit auch Dieter Hoeneß in einem Weltmeisterschaftsfinale gespielt.

1987 beendete Hoeneß seine Karriere als aktiver Fußballer.

[Bearbeiten] Karriere nach der aktiven Zeit

Zunächst wurde er PR-Manager beim Computer-Hersteller Commodore.

Von 1990 bis 1995 war er Manager des VfB Stuttgart, 1996 nahm er den Posten des Generalbevollmächtigten eines TV-Unternehmens an und wurde gleichzeitig Vizepräsident von Hertha BSC. Im April 1997 beendete er sein Engagement für das TV-Unternehmen und war seit dem Manager bei Hertha BSC. Am 7. Juni 2009 wurde bekannt, dass Dieter Hoeneß den Verein auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2009 verlässt, ein Jahr bevor sein Vertrag bei Hertha BSC auslaufen sollte.[1]

[Bearbeiten] Vereine

als Spieler

im Management

  • 1987–1990 Leiter der Sportmarketing-Abteilung eines Computer-Herstellers
  • 1990–25. April 1995 Manager VfB Stuttgart
  • 27. November 1996 -– 2001 Vize-Präsident Hertha BSC
  • seit 7. März 1997 Manager Hertha BSC (zunächst kommissarisch, kurz darauf auch offiziell)
  • 2001 - 2009 Geschäftsführer der Hertha BSC KGaA

[Bearbeiten] Statistik

  • 6 Länderspiele, 4 Tore für Deutschland
  • 2 B-Länderspiele, 2 Tore
  • 68 Bundesligaspiele, 25 Tore VfB Stuttgart
  • 224 Bundesligaspiele, 102 Tore FC Bayern München
  • 41 Zweitligaspiele, 19 Tore VfB Stuttgart
  • 103 Amateurligaspiele, 64 Tore SSV Ulm 1846
  • 58 Europapokalspiele, 28 Tore FC Bayern München

[Bearbeiten] Sportliche Erfolge

als Spieler

  • 1980 Deutscher Meister
  • 1981 Deutscher Meister
  • 1982 DFB-Pokal-Sieger
  • 1984 DFB-Pokal-Sieger
  • 1985 Deutscher Meister
  • 1986 Deutscher Meister
  • 1986 Vize-Weltmeister
  • 1986 DFB-Pokal-Sieger
  • 1987 Deutscher Meister

als Manager

  • 1992 Deutscher Meister
  • 1992 Deutscher Supercup
  • 2001 Ligapokal
  • 2002 Ligapokal

[Bearbeiten] Literatur

  • Jürgen Bitter: Deutschlands Fußballnationalspieler. Sport-Verlag Berlin 1997, ISBN 3-328-00749-0

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Dieter Hoeneß verlässt Hertha BSC zum 30. Juni 2009 auf eigenen Wunsch
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