Georg Bednorz

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Johannes Georg Bednorz (2009)

Johannes Georg Bednorz, genannt Georg Bednorz, (* 16. Mai 1950 in Neuenkirchen im Kreis Steinfurt) ist ein deutscher Physiker. Er erhielt 1987 den Nobelpreis für Physik.[1]

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur am Gymnasium Martinum in Emsdetten begann Bednorz 1968 ein Chemiestudium an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Da er sich unter den vielen Studenten verloren fühlte und außerdem die Eingangsklausuren zum chemischen Einführungspraktikum nicht bestanden hatte, wechselte er zum Fach Mineralogie. Seine Diplomarbeit verfasste er unter Betreuung von Wolfgang Hoffmann im Teilgebiet der Kristallographie über synthetische Perowskite.

Im Sommer 1972 arbeitete Bednorz als Sommerstudent erstmals am IBM Zurich Research Laboratory in Rüschlikon. Nach einem zweiten Besuch 1973 kam er dann 1974 für sechs Monate in die Schweiz, um dort unter der Leitung von Hans Jörg Scheel die Experimente für seine Diplomarbeit über die Charakterisierung und das Kristallwachstum von Perovskiten (SrTiO3) zu machen. Nach einem weiteren Jahr in Münster begann Bednorz 1977 mit seiner Promotion am Laboratorium für Festkörperphysik der ETH Zürich unter der Anleitung von Heini Gränicher und Karl Alexander Müller.

Nachdem er 1982 seine Arbeit bei IBM aufgenommen hatte, begann er 1983 gemeinsam mit Müller seine Arbeit über Hochtemperatur-Supraleitung in Keramiken aus Kupferoxiden, für die beide 1987 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurden. Im selben Jahr wurde er zum IBM Fellow berufen.

Bednorz ist Ehrenbürger von Emsdetten. In seinem Geburtsort Neuenkirchen ist die Georg-Bednorz-Straße nach ihm benannt.

Wissenschaftliche Auszeichnungen[Bearbeiten]

Neben dem Nobelpreis erhielt Bednorz folgende Auszeichnungen:

Referenzen[Bearbeiten]

  1. nobelprize.org: The Nobel Prize in Physics 1987

Weblinks[Bearbeiten]