Kevin Großkreutz

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Kevin Großkreutz

Kevin Großkreutz (2011)

Spielerinformationen
Geburtstag 19. Juli 1988
Geburtsort DortmundDeutschland
Größe 187 cm
Position Abwehr, Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1992–
0
0
0000–2002
2002–2006
VfL Kemminghausen
DJK Rot-Weiß Obereving
FC Merkur 07 Dortmund
Borussia Dortmund
Rot Weiss Ahlen
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2006–2007
2006–2009
2009–
Rot Weiss Ahlen II
Rot Weiss Ahlen
Borussia Dortmund
2 0(2)
95 (23)
159 (23)
Nationalmannschaft2
2010
2010–
Deutschland U-21
Deutschland
1 0(1)
5 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2013/14
2 Stand: 6. Juni 2014

Kevin Großkreutz (* 19. Juli 1988 in Dortmund) ist ein deutscher Fußballspieler, der bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht. Mit seinem Verein wurde er zweimal Deutscher Meister, mit der Deutschen Nationalmannschaft 2014 Weltmeister.

Karriere

Vereine

Großkreutz fing bereits mit vier Jahren beim VfL Kemminghausen an, Fußball zu spielen.[1] Nach Stationen bei einigen Jugendmannschaften in Dortmund, zu denen bis 2002 auch die Jugend von Borussia Dortmund gehörte, spielte er sieben Jahre lang bei Rot Weiss Ahlen.[2] Bei den Westfalen durchlief er die Jugendmannschaften und kam schließlich in die erste Mannschaft, in der er ab 2006 nach dem Aufstieg als Stammspieler in der Regionalliga Nord spielte. 2008 stieg die Mannschaft in die 2. Bundesliga auf, in der der Offensivspieler mit zwölf Toren zweiterfolgreichster Torschütze seiner Mannschaft war und vom Kicker-Sportmagazin in die Elf des Jahres gewählt wurde.[3]

Am 24. Januar 2009 unterzeichnete Großkreutz einen Dreijahresvertrag bei Borussia Dortmund, der zur Saison 2009/10 in Kraft trat und zwischenzeitlich bis 30. Juni 2016 verlängert wurde.[4] Am ersten Spieltag absolvierte er zudem sein erstes Bundesligaspiel. Am 5. Dezember 2009 erzielte er im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg sein erstes Bundesligator. Mit der Borussia wurde er 2011 und 2012 Deutscher Meister.

Am 34. Spieltag der Saison 2012/13, im Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim, wurde Torwart Roman Weidenfeller nach einer Notbremse in der 81. Minute mit der roten Karte vom Platz gestellt. Da Borussia Dortmund bereits dreimal gewechselt hatte, übernahm Großkreutz die Torwartposition. Den anschließenden Elfmeter konnte er nicht halten.[5]

Nationalmannschaften

Großkreutz wurde am 5. August 2010 für das Spiel der deutschen U-21-Nationalmannschaft gegen Island am 11. August 2010 nominiert. In diesem Spiel stand er in der Startelf und konnte den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 (Endstand 1:4) erzielen.

Bereits zuvor, am 13. Mai 2010 gab er sein Debüt in der A-Nationalmannschaft im Länderspiel gegen Malta. Er wurde in der 57. Minute eingewechselt und leitete mit seinen ersten Ballkontakten direkt das Tor zum 2:0 ein. Nach insgesamt drei Spielen in den Jahren 2010 und 2011, bei denen er einmal in der Startaufstellung stand, fand Großkreutz zunächst keine weitere Berücksichtigung in der Nationalmannschaft. Erst für die Länderspielreise im Juni 2013 in den USA wurde er – als einziger Dortmunder nach dem absolvierten Champions-League-Finale – wieder nominiert, musste die Einladung jedoch verletzungsbedingt absagen.[6] Am 5. März 2014 wurde er beim 1:0 gegen Chile erstmals seit drei Jahren wieder aufgeboten. Dabei profitierte Großkreutz davon, dass Abwehrspieler Philipp Lahm den verletzten Sami Khedira im defensiven Mittelfeld ersetzte, und kam für Lahm als Rechtsverteidiger zum Einsatz.

Am 2. Juni 2014 wurde er von Bundestrainer Joachim Löw in den endgültigen Kader der deutschen A-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in Brasilien aufgenommen,[7] die anschließend den Titel gewann. Neben Matthias Ginter und Erik Durm blieb er allerdings als einer von drei Feldspielern ohne Einsatz.

Privates

Kevin Großkreutz hat einen jüngeren Bruder. Sein Cousin Marcel Großkreutz spielt ebenfalls Fußball. Seit Januar 2013 ist Großkreutz ehrenamtlicher Botschafter der Solidarfonds-Stiftung NRW. Er löste in diesem Amt den erkrankten Rudi Assauer ab.[8] Nach der Niederlage im Endspiel um den DFB-Pokal 2013/14 im Mai 2014 soll Großkreutz in einem Berliner Hotel in betrunkenem Zustand in der Lobby uriniert haben und „anschließend mit einem Gast aneinandergeraten sein“.[9] Für sein Verhalten entschuldigte er sich öffentlich. Der DFB sah von Konsequenzen für Großkreutz ab.[10]

Erfolge

Nationalmannschaft

Borussia Dortmund

Rot Weiss Ahlen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Interview, www.derwesten.de vom 4. Oktober 2012
  2. Kevin Großkreutz: Ich gebe immer Gas für den Verein, www.bvb.de vom 22. August 2009
  3. Kicker vom 5. Juni 2008
  4. Großkreutz verlängert seinen Vertrag, abgerufen am 5. Februar 2013
  5. Borussia Dortmund - TSG 1899 Hoffenheim
  6. Verletzter BVB-Profi: Großkreutz fällt für DFB-Reise aus. Spiegel online, 26. Mai 2013, abgerufen am 2. Juni 2013.
  7. Löw streicht Schmelzer, Volland und Mustafi faz.net, abgerufen am 3. Juni 2014
  8. reviersport.de: BVB-Profi wird Assauers Nachfolger
  9. tpr/sid: Skandal um BVB-Profi: Großkreutz soll in Hotellobby uriniert haben. In: Spiegel-Online vom 25. Mai 2014
  10. Peter Ahrens:Ärger um BVB-Spieler: Großkreutz gibt den reuigen Sünder In: Spiegel-Online vom 25. Mai 2014