Jérôme Boateng

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jérôme Boateng

Jérôme Boateng, 2009

Spielerinformationen
Voller Name Jérôme Agyenim Boateng
Geburtstag 3. September 1988
Geburtsort West-BerlinDeutschland
Größe 192 cm
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
0
2002–2006
Tennis Borussia Berlin
Hertha BSC
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2005–2007
2007
2007–2010
2010–2011
2011–
Hertha BSC II
Hertha BSC
Hamburger SV
Manchester City
FC Bayern München
24 (1)
10 (0)
75 (0)
16 (0)
20 (0)
Nationalmannschaft2
2007
2007–
2009–
Deutschland U-19
Deutschland U-21
Deutschland
19 (2)
15 (1)
20 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 10. März 2012
2 Stand: 29. Februar 2012

11

Jérôme Agyenim Boateng (* 3. September 1988 in West-Berlin) ist ein deutscher Fußballspieler, der derzeit beim FC Bayern München unter Vertrag steht und für die A-Nationalmannschaft aktiv ist.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Karriere

[Bearbeiten] Vereine

Der gebürtige Berliner Jérôme Boateng spielte in seiner Kindheit zunächst für Tennis Borussia Berlin, ehe er 2002 im Alter von 13 Jahren in die Nachwuchsabteilung des Lokalrivalen Hertha BSC wechselte. Bei der „Alten Dame“ durchlief er alle weiteren Altersklassen und gehörte ab der Saison 2005/06 dem Kader der in der Regionalliga Nord spielenden zweiten Mannschaft an. Am 31. Januar 2007 (19. Spieltag) bestritt Boateng sein erstes Bundesligaspiel für die Profimannschaft von Hertha BSC, als er bei der 0:5-Auswärtsniederlage gegen Hannover 96 in der Startformation stand und die komplette Partie durchspielte.[1] In seiner Premierensaison wurde er insgesamt in zehn Ligaspielen – darunter zweimal an der Seite seines Halbbruders Kevin-Prince – eingesetzt, blieb jedoch ohne Torerfolg. Zur Saison 2007/08 verpflichtete ihn der Ligakonkurrent Hamburger SV,[2] mit dem Boateng in der darauffolgenden Spielzeit jeweils ins Halbfinale des DFB-Pokals und des UEFA-Pokals einzog, allerdings in beiden Wettbewerben an Werder Bremen scheiterte. Nach drei Jahren in Hamburg wechselte er zur Saison 2010/11 zum englischen Erstligisten Manchester City, bei dem er einen Fünf-Jahres-Vertrag unterzeichnete.[3] Aufgrund einer Verletzung debütierte Boateng erst am 25. September 2010 (6. Spieltag) für die „Citizens“, als er beim 1:0-Heimsieg über den FC Chelsea in der 89. Spielminute für Dedryck Boyata eingewechselt wurde. Sein Startelfdebüt folgte fünf Tage darauf beim 1:1-Heimunentschieden im Europa League-Spiel gegen Juventus Turin.

Am 14. Juli 2011 vermeldete der FC Bayern München, dass man sich mit Manchester City über einen Wechsel Boatengs zur Saison 2011/12 verständigt habe.[4] Daraufhin unterschrieb Boateng beim deutschen Rekordmeister einen Vier-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2015 und erhielt die Rückennummer 17.[5]

[Bearbeiten] Nationalmannschaft

Jérôme Boateng spielte mehrmals für die U-19-Nationalmannschaft, mit der er 2007 auch an der U-19-Europameisterschaft in Österreich teilnahm. Im Halbfinale schied man jedoch gegen die Auswahl Griechenlands aus. Am 12. Oktober 2007 debütierte Boateng in Tel Aviv beim 2:2-Unentschieden der U-21-Nationalmannschaft gegen Israel. Er nahm vom 15. bis 29. Juni 2009 an der U-21-Europameisterschaft in Schweden teil, bestritt alle Spiele (über 90 Minuten) und gewann unter Bundestrainer Horst Hrubesch den Titel des Europameisters.

Am 3. Oktober 2009 wurde Boateng von Bundestrainer Joachim Löw erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert. Am 10. Oktober 2009 debütierte er dort im WM-Qualifikationsspiel in Moskau beim 1:0-Sieg gegen Russland. Sein Platzverweis in der 66. Spielminute bedeutete den ersten Platzverweis eines Debütanten in der Geschichte der deutschen Fußballnationalmannschaft.

Am 1. Juni 2010 von Bundestrainer Joachim Löw in den Kader für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika berufen. Er feierte am 23. Juni 2010 sein WM-Debüt im Gruppenspiel ausgerechnet gegen Ghana, dem Heimatland seines Vaters. Dabei kam es zum Duell mit seinem Halbbruder Kevin-Prince. Jérôme Boateng absolvierte vier weitere Turnierspiele.

[Bearbeiten] Erfolge

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Sonstiges

Boateng hat eine deutsche Mutter, Nina Boateng, und einen ghanaischen Vater aus dem Clan der Aduana der Akan-Ethnie, Prince Boateng. Sein Onkel spielte für die Nationalmannschaft Ghanas.

Jérôme Boateng hat eine jüngere Schwester, Avelina, die 2002/2003 in den vier Episoden von Comedy Kids auftrat, und (über den gemeinsamen Vater) zwei ältere Halbbrüder: Kevin-Prince und George Boateng (nicht identisch mit dem gleichnamigen Niederländer in Diensten von Nottingham Forest), die ebenfalls Fußball spielen.[6] Kevin-Prince spielt als Profi beim AC Mailand, George als Amateur beim Nordberliner SC in der Verbandsliga Berlin.

2011 wurden in Berlin seine Zwillingstöchter geboren.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Jérôme Boateng – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. 96 überrollt die Hertha. kicker.de, 31. Januar 2007, abgerufen am 14. Juli 2011.
  2. HSV verpflichtet den Berliner Jerome Boateng. welt.de, 21. August 2007, abgerufen am 14. Juli 2011.
  3. Jerome Boateng agrees to five-year deal. mcfc.co.uk, 5. Juni 2010, abgerufen am 14. Juli 2011 (englisch).
  4. Jerome Boateng: FC Bayern einigt sich mit Manchester City. fcbayern.de, 14. Juli 2011, abgerufen am 14. Juli 2011.
  5. Erster Trainingstag: Boateng und Usami nehmen die Arbeit auf. fcbayern.de, 17. Juli 2011, abgerufen am 14. Juli 2011.
  6. Simon Braasch: „Jerome ist doch immer noch mein Kleiner“ In: Hamburger Morgenpost vom 2. Oktober 2009
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen