Kritik an Wikipedia

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Kritik an Wikipedia gibt es seit ihrer Gründung im Jahr 2001. Seit die Online-Enzyklopädie Wikipedia einen zum Teil erheblichen Umfang und Bekanntheitsgrad erreicht hatte, sprechen ihr viele Professoren die Zitierfähigkeit ab; sie sei für ein Lexikon zu unzuverlässig und zu wenig vertrauenswürdig. Die meisten Kritikpunkte wurden im Wesentlichen in den Anfangsjahren von Wikipedia etwa bis 2008 vorgebracht. Spätere Untersuchungen,[1] die sich auf die weiter entwickelte Wikipedia beziehen, belegen, dass sich diese Kritik keineswegs erledigt hat, sie aber einer problembewussten Nutzung von Wikipedia als Informationsquelle nicht entgegensteht. Verbote, Wikipedia als Quelle zu nutzen, stehen der Praxis einer angemessenen Zitation von Wikipedia auch im akademischen, politischen und juristischen Bereich gegenüber. Es existiert auch eine wachsende Anzahl an Literatur über Wikipedia.

Kritikpunkte[Bearbeiten]

  • Einige Kritiker beanstandeten, Wikipedia produziere verzerrte Sichtweisen, die ihrem eigenen Entstehungsprozess geschuldet seien, und ihr Ziel als „Projekt zur Erstellung einer Enzyklopädie“ werde durch Gruppendynamik innerhalb der Benutzerstruktur beeinträchtigt.
  • Wikipedia biete im Unterschied zu herkömmlichen Enzyklopädien keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit ihrer Artikel. Jeder Internetnutzer könne ihre Inhalte verändern und sogar absichtlich verfälschen. Seit der Einführung des Sichtungssystems im Mai 2008 (in der deutschen Wikipedia, nicht jedoch in der englischen) kann offensichtlicher Vandalismus nur noch dann in einen Wikipedia-Artikel gelangen, wenn ein Sichter Änderungen unzureichend prüft oder selbst falsche Inhalte einstellt.
  • Im zweiten Jahrzehnt der Existenz von Wikipedia ist die Kritik differenzierter geworden und stärker Teil der schon früher einsetzenden allgemeineren Auseinandersetzung mit der Nutzung des Internets[2][3][4][5][6][7] und digitaler Medien als Informationsquelle sowie mit der Plagiatskultur.[8] 2008 gab es an der Zentralbibliothek Zürich ein Kolloquium, das sich differenziert mit der Zitierbarkeit von Wikipedia befasste.[9] Der Deutsche Bundestag hat sich mit Wikipedia befasst[10] und die Bundeszentrale für Politische Bildung hat inzwischen ein Online-Dossier zur Wikipedia mit insgesamt positiven Beiträgen von Wissenschaftlern zu Wikipedia.[11] Es wurden Regeln für das Zitieren von Internetquellen aufgestellt, die auch für Wikipedia gelten, man befasst sich von wissenschaftlicher Seite ernsthaft mit der Arbeit an Wikipedia[12] und es gibt auch allgemeine Forderungen nach einem "Seminarkurs im ersten Semester, in dem Dozenten und Studenten gemeinsam in der 'großen' Wikipedia editieren und die Entwicklung einzelner Artikel verfolgen."[13] und solche Seminare werden auch angeboten[14].

Nach "zehn Jahren Berührungsängsten"[15] scheint sich das Verhältnis der Wissenschaft zu Wikipedia zu normalisieren. Es gibt aber auch Auffassungen, dass Wikipedia bzw. – folgt man den Argumenten – das Internet generell nicht zitierfähig sei und Wikipedia (gemeint ist wohl eher: das Internet generell) beschädige die wissenschaftlichen Standards.[16] Diese Kritik wurde aber auch gegen den deutschen Wissenschaftsbetrieb selbst gewendet: "Für den Wissenschaftsbetrieb hat sich Ende Juni (2012) eine eigene Enquete-Kommission des Bundestags dafür ausgesprochen, das Open Access-Prinzip umfassend zu unterstützen, das heißt: freier Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen und Erkenntnissen. In eine ähnliche Richtung gehen offene Bildungsressourcen, also Online-Lehrbücher, Blogs, Podcasts, Videos und Veranstaltungen mit mehreren hundert oder tausend Teilnehmern. In Deutschland eher rar sind auch freie Bildungsressourcen, die jedem Interessierten zur Verfügung stehen. Und immer noch kommt man als Hochschullehrer in die Schlagzeilen von Spiegel online, wenn man seine Vorlesung in YouTube einstellt und die Präsenzzeit ein wenig anders gestaltet als vor hundert Jahren."[17]

Wikipedia als Informationsquelle[Bearbeiten]

Vertrauenswürdigkeit[Bearbeiten]

Besonders das Fehlen einer autoritativ verbürgten Verantwortlichkeit sowie eines vertrauenswürdigen Peer Reviews standen im Fokus der Kritik. So anerkannte zum Beispiel der Bibliothekar Philip Bradley in einem Interview im Oktober 2004 gegenüber dem Guardian, dass das Konzept des Webprojekts in der Theorie eine „wundervolle Idee“ sei, dass er aber die Wikipedia in der Praxis nicht verwende. Er kenne

„nicht einen einzigen Bibliothekar, der dies tun würde. Das Hauptproblem ist das Fehlen eines verantwortlichen Herausgebers. Bei gedruckten Veröffentlichungen müssen die Herausgeber dafür Sorge tragen, dass ihre Informationen zuverlässig sind, da ihr Lebensunterhalt davon abhängt. Aber mit sowas wie diesem hier geht das alles den Bach runter.“[18]

Ähnlich äußerte sich im November 2004 Robert McHenry, der einstige Chefredakteur der Encyclopædia Britannica:

„Der Benutzer, der die Wikipedia aufschlägt, um etwas über ein Thema zu lernen oder um eine Information zu überprüfen, befindet sich eher in der Situation eines Besuchers einer öffentlichen Toilette. Es mag dort offensichtlich schmuddelig sein, so dass ihm bewusst wird, dass er große Vorsicht walten lassen muss. Oder es erscheint ziemlich sauber, so dass er sich leicht in trügerischer Sicherheit wiegen kann. Auf keinen Fall ist ihm bekannt, wer die Einrichtungen vor ihm benutzt haben mag.“[19]

In einem Artikel des Magazins Der Spiegel heißt es:

„Während beim Brockhaus Doktoren und Professoren über das urteilen, was man weiß oder wissen sollte, sind die Wikipedia-Autoren oft engagierte Laien. Sie verhalten sich zueinander wie Berufsrichter zu Schöffen, und so stößt man bei Wikipedia immer mal wieder auf Beiträge minderer Qualität. Hinzu kommen gelegentliche Lobbyisten oder Pressesprecher, die gern versuchen, die Artikel über Firmen oder Politiker zu schönen. Aber der schnellen Aneignung von Wikipedia-Wissen ist all das kaum abträglich.“[20]

Hiawatha Bray vom Boston Globe schrieb 2004:

„Sicher, Wikipedia ist populär. Vielleicht zu populär. Denn ihr mangelt es an der zentralen Eigenschaft einer traditionellen Enzyklopädie: Glaubwürdigkeit. Traditionelle Nachschlagewerke stellen Fachleute ein, um ihre Artikel zu verfassen; und sie beschäftigen ausgebildete Lektoren, um deren Arbeit zu überprüfen – und nochmals gegenzuprüfen. Wikipedia-Artikel werden hingegen von jedem geschrieben, der sich für einen Experten hält.“[21]
Der Britannica-Vergleich von Nature

Das Magazin Discover schrieb in seiner Ausgabe von März 2006, dass „wissenschaftliche Einträge in Wikipedia, der Open-Source-Online-Enzyklopädie, in der jeder schreiben kann, nahezu genauso fehlerfrei sind wie jene in der Encyclopædia Britannica, gemäß dem Urteil eines Reviews einer Expertengruppe.“ Dieser bezieht sich auf eine vergleichende Untersuchung, die von der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Nature einige Monate zuvor durchführte und die nicht ohne negative Kritik blieb. So schrieb etwa Andrew Orlowski ein Editorial für den Register, in dem er behauptete:

„Nature stellte den Reviewern nur missverständliche Teile einiger Britannica-Artikel zur Verfügung, verschickte anderen Auszüge aus der Ausgabe für Kinder und Britannicas ‚Jahrbuch‘; und flickte in einem Fall Teile aus unterschiedlichen Artikeln mit eigenen Ergänzungen zusammen und gab es als regulären Britannica-Artikel aus.“[22]

Selbstbezeichnung als Enzyklopädie[Bearbeiten]

Grimme Online-Award für Wissen und Bildung, 2005 an Wikipedia verliehen

Der Kritiker McHenry stellte 2005 den Anspruch der Wikipedia, eine Enzyklopädie zu sein, in Frage, denn dieser Begriff beinhalte einen Grad von persönlicher Verantwortlichkeit und Zuverlässigkeit, der seiner Meinung nach bei einer offen veränderlichen Quelle nicht erreicht werde. McHenry meint, dass

„die inhaltlichen Konflikte und die Unsicherheiten, die unterhalb der Oberfläche eines Wikipedia-Artikels lauern, [...] für den gewöhnlichen Benutzer unsichtbar bleiben [können]. Sie oder er […] liest, dass ein Artikel Teil von etwas ist, was von sich behauptet, eine ‚Enzyklopädie‘ zu sein. Der normale Benutzer hat dabei keine Ahnung, auf welche Weise konventionelle Enzyklopädien diese Zuverlässigkeit erreichen können, nur, dass sie es zu tun vermögen.“[23]

Der bekannte Wikipedia-Kritiker Andrew Orlowski schrieb 2005:

„Wenn das, was wir heute als ‚Wikipedia‘ kennen, als – sagen wir mal – ‚Jimbo’s bunte Wundertüte‘ gestartet wäre; ich bezweifle, dass es zu den momentanen Problemen gekommen wäre. Tatsächlich: Wikipedia ist, wie ihre Anhänger beanspruchen, eine phänomenale Quelle für triviale Alltagskultur (‚pop culture trivia‘). Vielleicht ist auch eine ‚bunte Wundertüte‘ alles, was Jimbo jemals wollte. Vielleicht auch nicht.
Natürlich, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Die harsche Kritik wäre jedoch wesentlich leiser ausgefallen, wenn das Wikipedia-Projekt nicht selbst derartig überzogene Ansprüche an sich gestellt hätte. Diese bittere Lektion bezüglich überheblicher Eitelkeit ist ein größtenteils selbstverschuldetes Problem. Die Öffentlichkeit hat eine feste Vorstellung davon, was eine ‚Enzyklopädie‘ ist: eine Quelle von Informationen, der man grundsätzlich vertrauen kann, oder der man zumindest ein wenig mehr vertrauen kann, als worauf sich eine verschlungene, undurchschaubare Bürokratie einigen kann, und die ganz sicher vertrauenswürdiger ist als ein paar spontane Schmierereien – und Wikipedia ist ein riesiger Misch-Masch der beiden letzteren.“[24]

Jerry Holkins von Penny Arcade schrieb in einem Essay zu einem seiner Webcomics, dass eine

„Antwort [auf die Kritik an Wikipedia] ist: der gemeinschaftsorientierte Grundzug des Systems bedeute, dass die korrekte Information sich tendenziell schlussendlich durchsetzen werde, selbst wenn es zeitweise ein Durcheinander aufgrund gewaltsam aufeinanderprallender gegensätzlicher Sichtweisen geben sollte.“[25]

Allerdings referiert Holkins hier nur die üblichen Rechtfertigungen Dritter. Tatsächlich verspottet er diese Sichtweise mit einem

„Vorschlag einer Art ‚Quantenenzyklopädie‘, in der wahre Information zum selben Zeitpunkt zugleich existiert und nicht existiert, abhängig von dem genauen Moment der Beobachtung, an dem ich auf euren durchgeknallt streitenden Pöbel für meine Informationen angewiesen bin.“[26]

Eine Reihe Akademiker haben Wikipedia kritisiert, weil diese als verlässliche Quelle versage. Viele Wikipedia-Autoren besitzen keinen akademischen Grad. In manchen Schulen und Universitäten darf Wikipedia zum Verfassen von Hausarbeiten nicht als Quelle verwendet werden. Einige Bildungseinrichtungen haben Wikipedia in der Vergangenheit ganz ausgeschlossen, andere haben sie allein als Quelle für Sammlungen externer Referenzen zugelassen.[27]

Einige akademische Kreise stehen der Wikipedia als Wissensquelle inzwischen positiv gegenüber. Der erste bekannte Hinweis auf Wikipedia erschien am 2. August 2002 im Online-Journal Science im Artikel A White Collar Protein Senses Blue Light.[28]

Zweifelhafte Quellen[Bearbeiten]

Wikipedia fordert bei zweifelhaften Inhalten, dass Autoren diese durch Einzelnachweise belegen. Diese Einzelnachweise, die in der Regel aus externen Quellen stammen sollten, sollten überprüft und dadurch die in den Artikeln enthaltenen Informationen verifiziert werden. Viele Artikel enthalten allerdings keine solchen Nachweise. Sie unterscheiden auch nicht immer zwischen „wahr“, „falsch“ und „Meinung“. In vielen Wikipedia-Sprachausgaben, darunter auch in der deutschsprachigen Version, sind Blogs als Quellenangabe ausdrücklich unerwünscht.[29]

Wechselverhältnis mit anderen Medien[Bearbeiten]

Wechselwirkung zwischen Wikipedia und den Medien aus Sicht des Satiremagazins Titanic[30]

Ein Teil der Informationen in der Wikipedia, besonders bei aktuellen politischen Themen, stammt aus Berichten in Mainstream-Medien. Da viele Medien ihrerseits Beiträge aus der Wikipedia für ihre Berichte verwenden, zum Teil ohne sie zu überprüfen,[31] entsteht ein gegenseitiges Wechselverhältnis zwischen Wikipedia und anderen Medien. Wird von den Medien eine Falschinformation aus einem Wikipedia-Artikel übernommen, kann das zur Folge haben, dass dieser fehlerhafte Medienbericht dem Wikipedia-Artikel anschließend als Nachweis dient und sich die Falschmeldung so – von Lesern und Autoren akzeptiert – immer weiter verbreitet.

Ein bekanntes Beispiel dafür ist ein Vorfall in der deutschsprachigen Wikipedia im Februar 2009: Ein anonymer Blogger hatte in eine Politikerbiographie mutwillig einen falschen Vornamen (zusätzlich zu den zahlreichen richtigen) eingefügt.[32] Dieser falsche Name wurde danach von einer großen Anzahl deutscher Medien übernommen, die ihn aus der Wikipedia abgeschrieben hatten. Der Fehler wurde von der Wikipedia zwar bemerkt und korrigiert, die Korrektur zunächst aber wieder rückgängig gemacht, weil man sich in der Wikipedia auf die Medien verließ, die den erfundenen, aus der Wikipedia abgeschriebenen Vornamen aufführten.[33]

Inhaltliche Beeinflussungen[Bearbeiten]

Wikipedia selbst bestätigt das Problem inhaltlicher Beeinflussung. Die Projektseite „Wikipedia:Researching with Wikipedia“ (Forschen mit Wikipedia) der englischsprachigen Wikipedia, ein Teil der Wikipedia-Infrastruktur, nicht der Enzyklopädie selbst, führt aus:

„Wikipedia’s radical openness means that any given article may be, at any given moment, in a bad state: for example, it could be in the middle of a large edit or it could have been recently vandalized. While blatant vandalism is usually easily spotted and rapidly corrected, Wikipedia is certainly more subject to subtle vandalism and deliberate factual errors than a typical reference work.“

„Die radikale Offenheit der Wikipedia bedeutet, dass sich jeder beliebige Artikel zu jeder beliebigen Zeit in einem schlechten Zustand befinden kann: zum Beispiel kann er sich mitten im Prozess einer größeren Umgestaltung befinden, oder er kann kürzlich beschädigt (vandaliert) worden sein. Während offensichtlicher Vandalismus üblicherweise leicht erkannt und rasch korrigiert werden kann, ist Wikipedia stärker als typische Nachschlagewerke von subtilem Vandalismus und absichtlich verfälschenden Änderungen betroffen.“[34]

Strikte Relevanzkriterien und schnelles Löschen[Bearbeiten]

In der Blogosphäre und anschließend auch in anderen Medien werden seit etwa 2009 die Relevanzkriterien[35] der deutschsprachigen Wikipedia kritisiert. Sie seien zu einschränkend, was zur Löschung von zahlreichen eigentlich erhaltenswerten Artikeln führe. Auch würden viele Artikel zu schnell gelöscht, sodass sie gar nicht erst verbessert werden könnten.[36] Psychologische Mechanismen führten zum Verschrecken potenzieller Autoren, da sie Löschungen ganzer Artikel als Zensur empfinden. Rückläufige Zahlen aktiver Autoren seien davon ebenso eine Folge, wie ein Kreislauf, in dem Autoren nach der Erfahrung, dass die eigene Arbeit gelöscht wurde, zwar im Projekt verbleiben, dann aber mindestens ebenso ausgiebig Inhalte aussortieren.[37] Löschungen zeichneten schließlich auch den hauptsächlich männlichen Autoren- und Administratorenbestand ab und erschwerten potenziellen Autorinnen, ihre spezifisch weiblichen Themen erfolgreich zu bearbeiten.[38]

Gewichtung[Bearbeiten]

Marc Graham vom The Guardian merkt an, dass die Wikipedia ein beträchtliches Ungleichgewicht zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden widerspiegele. Insbesondere sei das Wissen zu Ländern und Ereignissen auf dem afrikanischen Kontinent, aber auch zu einigen süd- und mittelamerikanischen Ländern sowie zum Südpazifik extrem unterrepräsentiert.[39] (Vgl. dazu auch: Abschnitt „Digitale Kluft“ im Artikel „Wikipedia“.)

Blickwinkel[Bearbeiten]

Die Historikerin Maren Lorenz kritisiert, dass in der Wikipedia ein sehr traditionelles, männlich geprägtes Geschichtsbild vorherrsche, das vor allem ereignis- und militärgeschichtliche Sichtweisen repräsentiere. Sie führt das auf die soziale Zusammensetzung der Editoren zurück, die größtenteils aus naturwissenschaftlich und technisch interessierten männlichen Hobbyhistorikern bestehe.[40] Peter Haber bestätigte diesen Befund im September 2010 auf der Konferenz CPOV. Das vorherrschende Geschichtsbild der Wikipedia könne mit dem Slogan „Große Männer machen Geschichte“ beschrieben werden. Es bestehe die Gefahr, dass dieses Geschichtsbild durch die Wikipedia wieder salonfähig werde.[41] (Siehe dazu auch: Abschnitt „Männliche Dominanz“.)

Anfälligkeit gegenüber Einflussnahme durch Interessengruppen (Lobbyismus)[Bearbeiten]

Wegen der zunehmenden Bekanntheit und breiten Nutzung der Wikipedia suchen unterschiedliche Interessengruppen, unter anderem aus Politik, Religion und Wirtschaft, vermehrt Einfluss auf Inhalte von Artikeln zu nehmen. Der Journalist Günter Schuler glaubte 2007 in der Wikipedia „das zielgerichtete Hijacken von Artikel-Inhalten für die jeweilige politische Sicht sowie die Praxis des Artikel-Aufschönens zu PR-Zwecken“ zu erkennen.[42] In der Presse sorgte der WikiScanner für Aufsehen, weil sich mit diesem Beiträge unangemeldeter Benutzer den Netzwerken der Firmen oder Organisationen, von denen sie stammen, eindeutig zuordnen lassen.[43] So wurde zum Beispiel 2006 bekannt, dass in den USA Änderungen an Politikerbiographien vorgenommen worden waren, von denen einige eindeutig auf Computer im US-Kongress zurückzuführen waren.[44] 2005 wurde ein ähnlicher Fall publik, in dem Biografien deutscher Politiker von Computern aus dem Deutschen Bundestag bearbeitet worden waren;[45] und auch die Konrad-Adenauer-Stiftung benutzte (2007 oder früher) einen ihrer eigenen Computer, um einen ihr nicht genehmen Eintrag zu löschen.[46]

Eine weitere Gefahr ist die Einflussnahme von extremistischen Kräften. Günter Schuler wies beispielsweise darauf hin, dass Rechtsextremisten aufgrund der „inhaltlichen Beliebigkeit“ des „neutralen Standpunkts“ ihre ideologischen Vorstellungen mittels Wikipedia einer größeren Leserschaft in propagandistischer Absicht zugänglich machen könnten. Er forderte als Gegenmaßnahme die Einführung einer bestimmten Antidiskriminierungs- und Antifaschismusetikette.[47]

Die Politikwissenschaftlerin Margret Chatwin untersuchte 2007 den kampagnenartigen Einfluss der Neuen Rechten auf die Wikipedia am Beispiel der Wochenzeitung Junge Freiheit. Chatwin kommt zu dem Schluss, dass es vor allem die garantierte Anonymität sei, die es der Neuen Rechten ermögliche, eine „Volkspädagogik von rechts“ auf breiter Ebene in die Enzyklopädie zu tragen. Die Wikipedia biete wie kaum ein anderes Medium die Möglichkeit, gesellschaftliche Diskurse zu prägen und bestimmte Begriffe und Werte zu entlasten oder neu zu besetzen, wobei die Akteure sowohl zu Diffamierungen wie Täuschungen greifen könnten.[48] Chatwin bemängelt „das Fehlen einer redaktionellen Durchsicht und insbesondere einer Fachredaktion zu zeitgeschichtlichen und politischen Themen“, was sie für „das größte Defizit der Wikipedia“ erachtet.[49]

In einem 2013 veröffentlichten Aufsatz kritisiert der Historiker Peter Hoeres biographische Einträge zu Wissenschaftlern und anderen Personen des öffentlichen Lebens in der Wikipedia. Es werde zu viel Wert auf die Darstellung von Kontroversen und der politischen Einordnung gelegt, während gleichzeitig die eigentliche wissenschaftliche Arbeit zu wenig beachtet werde. Außerdem sei die Quellenauswahl in einzelnen Artikeln zu einseitig. Dies sei "insbesondere bei als politisch nicht vollkommen korrekt empfundenen Personen der Fall." .[50]

Obwohl Wikipedia einen weltanschaulich, religiös und politisch neutralen Standpunkt[51] einfordert, ist sie nicht gegen Autoren gefeit, die gewissen Artikeln eine bestimmte Stoßrichtung geben wollen.

  • Im Januar 2006 wurde aufgedeckt, dass einige Mitarbeiter des Weißen Hauses eine konzertierte Aktion ins Leben gerufen hatten, die sich zum Ziel gesetzt hatte, Biographien ihrer Arbeitgeber in der englischen Wikipedia zu schönen und gleichzeitig die Artikel ihrer politischen Gegner mit negativen Informationen zu versehen.
  • Hinweise auf ein Wahlkampfversprechen von Martin Meehan, sein politisches Amt im Jahr 2000 aufzugeben, wurden durch seine Mitarbeiter getilgt.
  • Ein Angestellter des US-Kongresses fügte in den Artikel über Bill Frist die Bemerkung ein, dieser sei „unfähig“.

Einige dieser Beiträge waren jenseits des guten Geschmacks, wie beispielsweise die Behauptung, der Kongressabgeordnete für Virginia, Eric Cantor, „müffele nach Kuhmist“.[52] Dazu bemerkte Jimmy Wales 2006 in einem Interview, dass solche Veränderungen „uncool“ seien.[53] Eine große Zahl weiterer Veränderungen wurden von IP-Adressen des US-Repräsentantenhauses aus vorgenommen.

2011 gab eine Londoner PR-Agentur verdeckt recherchierenden Reportern bekannt, dass sie Wikipedia-Einträge manipulieren würde.[54]

Auch in der deutschsprachigen Wikipedia kam es zu politisch motivierten Manipulationsversuchen. Einige anonyme Benutzer versuchten offenbar, durch tendenziöse Änderungen in den Artikeln der Spitzenkandidaten Einfluss auf den nordrhein-westfälischen Wahlkampf im Jahr 2005 zu nehmen. Peter Schink schrieb in der Netzeitung,

„dass gezielt Absätze in einem Artikel über Jürgen Rüttgers manipuliert wurden, um den CDU-Spitzenkandidaten in ein besseres Licht zu rücken. […] Auch der Artikel von NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) wurde manipuliert – … zu dessen Ungunsten. Dessen ehrenamtliche Tätigkeiten wurden mit «Nebentätigkeiten» überschrieben.“[55]

Einige der verwendeten Adressen dieses Vorfalls stammten aus der Landeshauptstadt Düsseldorf, einige aus dem Netzwerk des Deutschen Bundestages.[56]

Personen und Gruppierungen, die unterschiedlichen politischen Ansichten anhängen, können außerdem sogenannte Editwars mit dem Ziel anzetteln, die Inhalte eines Artikels grob zu verfälschen. So fügten 2006 etwa verschiedene Bearbeiter nach dem Herzinfarkt-Tod von Kenneth Lay, dem unbeliebten Vorsitzenden der Firma Enron, in dessen Biographie die Mutmaßung ein, es habe sich um einen Selbstmord gehandelt, noch bevor die amtliche Todesursache bekannt gegeben wurde. Solche Bearbeitungen wurden immer wieder entfernt und erneut eingefügt; letztlich blieb der Artikel tatsächlich dabei, dass es sich um einen Herzanfall gehandelt habe. Zu diesem Zeitpunkt gab es nicht den geringsten Hinweis, dass Lays Tod eine unnatürliche Ursache gehabt haben könnte. Die Versionsgeschichte dieses Artikels wurde von der Presse aufgegriffen und Frank Ahrens behandelte diese in seiner Kolumne in der Washington Post.[57]

Im Fall der „DDR-Urheberrechtsverletzung[58] wurde über zwei Jahre hinweg der gesamte Themenbereich Philosophie mit von der marxistisch-leninistischen Staatsphilosophie geprägten Artikeln aus älteren DDR-Lexika überschwemmt. Alle übrigen philosophischen Sichtweisen wurden dadurch an den Rand gedrängt, sodass die seit dem Zusammenbruch des Sowjetkommunismus nur noch sehr gering verbreitete Ideologie des Dialektischen Materialismus in der deutschsprachigen Wikipedia „fröhliche Urständ feierte“.[59] Eine weltanschaulich neutrale Darstellung philosophischer Sachverhalte wurde nach Löschung der betroffenen Artikelgruppen möglich.

Bezahltes Schreiben[Bearbeiten]

Im Januar 2014 wurde eine Studie des Journalisten Marvin Oppong im Auftrag der Otto-Brenner-Stiftung veröffentlicht, in welcher er den Einfluss von bezahlten Auftragsautoren (Unternehmen, PR-Agenturen, Stiftungen, etc.) in der Wikipedia untersuchte. In dieser kommt er zu dem Ergebnis, dass „PR und Manipulation“ in der deutschsprachigen Wikipedia „allgegenwärtig“ seien. Insbesondere „Unternehmen, [...] Verbände, Parteien und Einzelpersonen“ würden versuchen „auf die verschiedensten Arten und Wege, ihr Bild in der Öffentlichkeit durch Eingreifen in die Artikel der Online-Enzyklopädie zu schönen“. Als ein Beispiel führt er den Artikel über die Daimler AG an, in welcher ein kritischer Abschnitt über NS-Zwangsarbeit gelöscht wurde. Als Fazit beschreibt Oppong, dass die „Wikipedia-Community [...] des Problems nicht selbst Herr zu werden“ vermag. Zudem beschreibt er zehn Lösungsvorschläge, darunter etwa die Steigerung der Nutzer-Verifizierung, die Schaffung von „unabhängigen Kontrollgremien“ oder die Förderung der Medienkompetenz in Ausbildungseinrichtungen.[60] Die Studie wurde von verschiedenen Medien aufgegriffen, verbreitet und positiv bewertet, so etwa in der Süddeutschen Zeitung, dem Spiegel oder der Neuen Zürcher Zeitung.

Im Februar 2014 untersuchte eine Arbeitsstelle der Europa-Universität Viadrina, welche von Johannes Weberling geleitet wird, die Aussagefähigkeit der Studie. Sie kam zu dem Fazit, dass sie „wilde Spekulationen, gezielte Auslassungen und wenig Neues“ biete. Oppong scheine sich „bewusst dafür entschieden zu haben, es nicht allzu genau zu nehmen und das Thema Verdeckte PR in Wikipedia zu skandalisieren“. So seien beispielsweise bestimmte Forderungen wie „verifizierte Benutzer“ seit Jahren umgesetzt. Auch der Vorwurf gegen einen bekannten Wikipedia-Benutzer, er würde bezahlt und/oder im eigenen Interesse editieren, sei „reine Spekulation“. Die Änderungen gingen „nicht über das hinaus, was jeder andere Autor in Wikipedia auch tut“. Kritisiert wird des Weiteren, dass „in den meisten Medien [...] die Ergebnisse der Studie nahezu kritiklos übernommen [wurden], ohne sie im Einzelnen zu hinterfragen“.[61] Der Wikipedia-Forscher und Organisationstheoretiker Leonhard Dobusch äußerte bei netzpolitik.org ebenfalls Kritik an der Studie. Diese würde sich „bisweilen sehr stark so [lesen], als ginge es nur darum, die Ausgangsthese – Wikipedia ist der PR-Übermacht schutzlos ausgeliefert – zu belegen“. Dabei ließen sich Bearbeitungen im Sinne von PR auf Wikipedia „leichter nachvollziehen, als das in herkömmlichen Medien der Fall ist“.[62]

Der Politikwissenschaftler, Wikipedia-Administrator und Gründer des Wikipedia-Projekts «Umgang mit bezahltem Schreiben», Dirk Franke, beurteilte die Debatte als wichtig, eine Gefahr für die Qualität oder Neutralität der Artikel sieht er aber nicht.[63] Die Argumente von Oppong hält er für übertrieben. So seien beispielsweise die von Oppong angeführten Manipulationen im Artikel der Daimler AG nach bereits einer Minute wieder gelöscht worden. Wikipedia habe eine „sehr engagierte Community, die sich auch ständig gegenseitig kontrolliert“. Die entsprechenden Kontrollmechanismen seien ausreichend, zudem gehe es „in der Wikipedia vor allem um klassische Bildungsthemen – nicht um Artikel über Unternehmen, Politiker oder Promis“.[64]

Nach Angaben des Sprechers des Vereins Wikimedia Deutschland seien 9 der 10 Vorschläge von Oppong bereits vor der Veröffentlichung der Studie umgesetzt bzw. in Arbeit. Die OBS-Studie würde deshalb keine neuen Verbesserungsvorschläge vorbringen.[65]

Anonymes Schreiben[Bearbeiten]

Von vielen Seiten ist die Wikipedia für die Möglichkeit gescholten worden, Benutzern das anonyme Bearbeiten der Artikel zu gestatten. Dies erlaube denjenigen, die böswillige Veränderungen vornehmen, anonym zu bleiben, und erschwere ihre Verfolgung.[66] So schrieb der Mitbegründer der Wikipedia Larry Sanger:

„Eine weithin verbreitete Anonymität führt zu einem charakteristischen Problem, nämlich, die steigende Attraktivität des Projekts für Leute, die ausschließlich Ärger machen wollen, oder die es schwächen wollen, oder die es in etwas ändern wollen, was es vereinbarungsgemäß nicht ist – mit anderen Worten: das ‚Troll-Problem‘.“[67]

Trotzdem hinterlassen anonyme Bearbeiter automatisch eine IP-Adresse, die von Administratoren genutzt werden kann, sich beim entsprechenden Internet-Provider zu beschweren oder allen Teilnehmern eines Diensteanbieters den Schreibzugriff für die Wikipedia zu entziehen. Administratoren können sich aber auch gegen eine solche Maßnahme entscheiden, da sie dabei möglicherweise auch konstruktive Mitarbeiter ausschließen. Erfahrene Computernutzer sind ohnehin in der Lage, eine Sperrung des Schreibzugriffs zu umgehen. Es ist oftmals vorgeschlagen worden, eine Anmeldung als Voraussetzung für den Schreibzugriff einzuführen. Seit dem 6. Dezember 2005 können in der englischen Wikipedia nur noch angemeldete Benutzer neue Seiten anlegen.[68] Laut Jimmy Wales hat sich diese Änderung jedoch nicht bewährt:

„Die Idee war ursprünglich, das Anlegen unsinniger Artikel durch bestimmte Nutzer zu verlangsamen. Das Ergebnis war, dass diese Nutzer nun einen Account anlegen und die Artikel noch schwerer als vorher zu finden sind.“[69]

Vandalismus und Hoaxes[Bearbeiten]

Im Jahr 2005 geriet Wikipedia aufgrund der Seigenthaler-Affäre massiv in die Schlagzeilen. Ein damals unbekannter „Vandale“ erstellte in der englischen Wikipedia einen biographischen Artikel über John Seigenthaler Sr., der zahlreiche falsche und diffamierende Behauptungen enthielt. Diese Seite blieb über Monate unbeanstandet, bis sie von Victor S. Johnson, Jr. – einem Freund Seigenthalers – entdeckt wurde.[70] Dieses prominente Beispiel eines Hoax-Eintrags wurde erst auf Seigenthalers Intervention hin von Jimmy Wales vollständig gelöscht.[71] Der Autor gab sich später zu erkennen und erklärte, er habe sich lediglich einen Scherz mit einem Arbeitskollegen erlaubt, der die Familie Seigenthaler kannte, und nicht gewusst, dass die Wikipedia keine Scherz-Enzyklopädie sei.[72] In ähnlicher Weise sind zahllose weitere Artikel böswillig verändert worden: entweder, um den Ruf einer bestimmten Person zu schädigen oder um Wikipedia selbst zu schaden. Es gab sogar Fälle von Wikipedia-Kritikern, die eigenhändig Falschinformationen in die Wikipedia eingeschleust haben, um „das System“ zu testen und seine Unzuverlässigkeit vorzuführen.[73]

Wikipedia stellt den Autoren verschiedene (technische) Hilfsmittel zur Verfügung (die Administratoren verfügen noch über einige weitere), um solche böswilligen Veränderungen zu bekämpfen. Anhänger der Enzyklopädie bringen vor, dass die überwältigende Mehrheit solcher Angriffe entdeckt und innerhalb kürzester Zeit abgewehrt werde: Eine Untersuchung durch IBM hat ergeben, dass die meisten Vandalismen innerhalb von etwa 5 Minuten beseitigt werden.[74] Trotzdem ist dies kein selbstverständlicher Automatismus. Vandalismen wie das Leeren von Artikeln oder das Einfügen obszöner Fotografien sind normalerweise zügig rückgängig gemacht. Geschickter eingeschleuste Verfälschungen verweilen möglicherweise sehr viel länger. So nahm 2006 etwa ein Benutzer Veränderungen extrem rassistischen Inhalts im englischen Artikel zum Martin Luther King Day vor, die 3½ Stunden lang nicht korrigiert wurden.[75]

Ungeachtet des Optimismus gab es einige Vorkommnisse, in denen diffamierende, unbegründete oder vorsätzlich falsche Behauptungen in verschiedenen Fassungen von Wikipedia-Artikeln für eine signifikante Zeitdauer Bestand hatten, wobei die Seigenthaler-Affäre bis heute international das bekannteste Beispiel ist. Weitere, von Wikipedia-Kritikern oft erwähnte Beispiele sind der Artikel zum frei erfundenen „Bicholim-Konflikt[76] oder zur Phantominsel Sandy Island. Letzterer Fehler ist ein typisches Beispiel, dass in anderen Quellen vorkommende Irrtümer sich auch in Wikipedia niederschlagen.

Wikipedia-Anhänger behaupten oft, dass unentdeckter Vandalismus hauptsächlich ein Problem von selten besuchten Artikeln sei. Unentdeckte böswillige Veränderungen werden aber auch durch registrierte Mitarbeiter vorgenommen, da deren Beiträge unabhängig von der Zahl der Artikelaufrufe seltener als diejenigen anonymer Benutzer gegengeprüft werden.

Gelehrt klingende Desinformationen sind nur schwer zu erkennen, wenn sie gut geschrieben sind und sich dem Artikelstil anpassen. Wenn jemand eine Ergänzung einfügte, dass eine Person „ständig furzt“, würde dies schnell gelöscht werden. Aus diesem Grund wird von Vandalisten oft versucht, Artikel mit einem gelehrt klingenden Sprachstil zu verfassen, wie das folgende Beispiel aus einem Biographie-Artikel der englischen Wikipedia zeigt:

„Von Larry King wird berichtet, dass er eine Neigung zu Flatulenzen besitzt, die er, dem Menschliches nicht fremd ist, während seiner Sendungen bei CNN trotz seiner Gäste nicht zügelt. Einen bekannten und gut bezeugten Fall stellt das Interview mit dem ehemaligen Präsidenten Carter dar. Dieser maßregelte Larry nach einiger Zeit mit ihm im Studio und bat ihn, dies zu unterlassen, da er andernfalls das Interview beenden müsse. Geistesgegenwärtig brachte Larry das Gesprächsthema auf die Globale Erwärmung durch die Schädigung der Ozonschicht aufgrund von Biogas, das durch die bovine Verdauung erzeugt wird.“[77]

Ein weiteres Beispiel fand sich im Artikel al-Qaida. Hier stand vom 6. November 2005 bis 11. Januar 2006 über zwei Monate die Angabe, das Wort Kindertöpfchen sei eine weitere zulässige Übersetzungsvariante[78]

„al-Qaida (= Basis, Regel, Stützpunkt, Fundament, die Sitzende; als EDV-Terminus auch Datenbank aber auch „Kindertöpfchen“)“.

Solche Bearbeitungen verletzen mehrere Wikipedia-Regeln, insbesondere die Belegpflicht.[79]

Abschließend kann man festhalten, dass die Schwierigkeit, Vandalismen zu erkennen, ein Hauptproblem ist. Die meisten böswilligen Änderungen werden über die „letzten Änderungen“ entdeckt, die alle kürzlich vorgenommenen Bearbeitungen auflisten. Was hier jedoch genehmigt wird, obwohl es nicht korrekt ist, kann leicht für Wochen oder Monate unentdeckt bleiben. Zusätzlich problematisch ist, dass diese Vandalismen sich teilweise noch lange nach der Beseitigung in der Wikipedia in Wikipediaklonen finden. Das Beispiel, „Al-Qaida“ könne mit „Kindertöpfchen“ übersetzt werden, fand sich z. B. noch am 15. November 2007 in der Übernahme des Artikels auf einer anderen Website.[80]

Qualitätsfragen[Bearbeiten]

Systemimmanente Verzerrung von Inhalten[Bearbeiten]

Wikipedia wird vorgeworfen, Inhalte systembedingt verzerrt darzustellen. Es gebe eine Tendenz, Kuriositäten eine überproportionale Wichtigkeit einzuräumen, wohingegen grundlegende Artikelgegenstände oftmals vernachlässigt würden. In einem Dossier der Wochenzeitung Die Zeit vom 7. September 2006 untersuchte der damalige Leiter des Deutschen Historischen Instituts in Washington, der Historiker Christof Mauch, exemplarisch den Artikel George Washington. Er

„kritisiert, dass Kuriosa über die Beschaffenheit von Washingtons Zähnen oder seinen Besitzanteil an einem Piratenschiff mehr Platz einnehme als die Ausführungen über Washingtons Weltbild […] Der Artikel verarbeitet die Literatur zu George Washington weitgehend unkritisch. Er ist nicht aus einem Guss geschrieben; vielmehr hat er einen Patchwork-Charakter. Die Sprache ist auffällig simpel. Insgesamt ist der Artikel eine Sammlung aus meist korrekten, aber zum Teil willkürlich zusammengestellten Fakten, denen es an innerer Ordnung, an sachlicher Tiefe und an Kolorit fehlt.“[81]

In einem Interview mit dem Guardian erklärt Dale Hoiber, verantwortlicher Redakteur bei der Encyclopædia Britannica, dass

„die Leute über Dinge schreiben, die sie interessieren, und auf diese Weise werden viele Themen gar nicht behandelt; dafür werden aktuelle Nachrichtenereignisse sehr detailliert dargestellt. Letztens war der Eintrag über den Hurrikane Frances mehr als fünfmal so lang wie der über chinesische Kunst, und der Eintrag über die Coronation Street war doppelt so umfangreich wie der Artikel über Tony Blair.“

Auch wenn die Kritik auf diese speziellen Beispiele inzwischen ggf. nicht mehr zutrifft, wäre es möglich, weitere ähnliche Vergleiche dieser Art anzustellen. Die Autoren der deutschsprachigen Wikipedia räumen hier große strukturelle Probleme ein – etwa was Grundlagen- und Übersichtsartikel angeht.

Systemimmanente Verzerrung der Sichtweise (NPOV)[Bearbeiten]

Ein noch schwieriger zu lösendes Problem ist, dass auch dann, wenn Inhalte an sich vollständig und ausgewogen dargestellt werden, dies in einer Weise geschieht, die allein aus Sicht der zu einem bestimmten Zeitpunkt Beteiligten neutral ist. Die Vorstellung von Neutralität der derzeitigen oder zukünftigen Leserschaft kann sich davon jedoch durchaus unterscheiden.

Es gab bereits verschiedentlich Versuche, die Differenzen zwischen einem neutralen Standpunkt (NPOV, Neutral Point Of View)[82] und der Sichtweise neuer Benutzer zu thematisieren, die für die Sichtweise irgendeiner größeren Gruppe stehen, aber nicht der Sicht des durchschnittlichen Wikipedianers entsprechen. Als Reaktion darauf entstand in der englischen Wikipedia ein WikiProject Countering systemic bias. Die Mitarbeiter des Projektes spüren solche Differenzen auf, die ihrer Ansicht nach aufgelöst werden sollten, und listen sie auf einer Projektseite.

Aber auch das Konzept des neutralen Standpunkts selbst wurde kritisiert: Es sei irreführend, nicht umsetzbar und führe gelegentlich sogar zu unhaltbaren Ergebnissen. Einige Kritiker (und auch einige Mitarbeiter) sind deshalb der Auffassung, NPOV sei ein unerreichbares Ideal, auch wenn sie nicht ausschließen möchten, dass es wünschenswert und eventuell auch möglich sei, sich diesem anzunähern. Andere Kritiker behaupten, NPOV sei praktisch der „Standpunkt der Masse“. Dies habe den Effekt, dass massenkompatible Ansichten gegenüber radikaleren Ansichten privilegiert würden.[83]

„Anti-Elitarismus“ als Schwäche[Bearbeiten]

Neben dem Problem bewusster Fehleintragungen besteht das weit schwerer einzugrenzende Problem, dass sich in den Inhalten mittelfristig Halbwissen durchsetzt. In einer durch Arbeitsteilung ausgezeichneten Gesellschaft verfügt immer nur eine Minderheit über Fachwissen. Diese Minderheit läuft jedoch stets Gefahr, von der Mehrheit fälschlich „korrigiert“ zu werden. Der US-amerikanische Informatiker und Künstler Jaron Lanier bezeichnet solche kollektivistischen Ansätze im Internet als „Digitalen Maoismus“.[84] Der Gefahr, dass die Inhalte der Wikipedia nicht den Wissensstand der Gesellschaft, sondern die gängigen Vorurteile der Mehrheitsgesellschaft abbilden, bekräftigen und tradieren, sei auch durch administrative Vorgänge und korrektives Eingreifen von Autoren nicht vollständig beizukommen. Der vormalige Chefredakteur der Nupedia, Larry Sanger, äußerte seine Meinung auf Kuro5hin hin, dass „Anti-Elitarismus“ – die bewusste Verachtung von Expertentum – unter den Wikipedia-Autoren und -Unterstützern weit verbreitet sei. Er führte weiter aus, dass

„jenen Menschen viel zu viel Glauben und Beachtung geschenkt werde, die in anderen Internet-Kontexten als ‚Trolle‘ bezeichnet würden.“[85]

Der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales gibt zu, dass die enormen Qualitätsunterschiede zwischen verschiedenen Artikeln und Themenbereichen nicht zu übersehen seien, hält allerdings die durchschnittliche Qualität für „recht gut“, zumal sie sich mit jedem weiteren Tag verbessere.

Die Herausgeber der Encyclopædia Britannica versichern, dass sie sich durch die Wikipedia nicht bedroht fühlen. „Die Grundidee der Wikipedia ist, dass kontinuierliche Verbesserung zu einem perfekten Endergebnis führen wird; diese Behauptung ist bisher jedoch durch nichts bewiesen“,[86] äußerte sich Ted Pappas, der verantwortliche Herausgeber des Nachschlagewerks gegenüber dem Guardian.

Struktur und Stilistik[Bearbeiten]

„Die Schwächen der Wikipedia [liegen] ausgerechnet dort […], wo viele ihre größte Stärke vermuten: Sie eignet sich nicht besonders gut dafür, sich einen ersten Überblick über ein komplexes Thema zu verschaffen […]. Es ist eine höchst anspruchsvolle Aufgabe, auf knappem Raum in ein geschichtswissenschaftliches Thema einzuführen. Solche Beiträge eignen sich nicht dafür, kooperativ verfasst zu werden“, meinte Peter Haber in der ZEIT 28/2010.[87]

Sprachlicher Stil[Bearbeiten]

Roy Rosenzweig äußerte in einem Essay vom Juni 2006, der Lob und Tadel gleichermaßen enthielt, Kritik am sprachlichen Stil sowie am Unvermögen, das zentrale Wesentliche vom abseitigen Kuriosen zu trennen. Gleichwohl würdigte er, dass Wikipedia „überraschend korrekt in der Wiedergabe von Namen, Daten und Ereignissen der amerikanischen Geschichte“ sei (Rosenzweigs eigenes Studienfeld) und dass die wenigen Sachfehler, die er gefunden habe, „unbedeutend und folgenlos“ wären und dass „einige Fehler ohnehin weithin geglaubte, aber falsche Vorstellungen wiederkäuten“, von denen sich viele auch in der Microsoft Encarta oder der Encyclopædia Britannica wiederfänden. Trotz alledem

„verlangt verständige Geschichtsforschung nicht nur sachliche Korrektheit, sondern auch die Beherrschung der wissenschaftlichen Literatur, handwerklich überzeugende Analysen und Interpretationen und eine klare und verbindliche Sprache. Legt man diese Maßstäbe an, so überrundet die American National Biography Online die Wikipedia mit Leichtigkeit.“[88]

Bei einem Vergleich der Behandlung des Themas Abraham Lincoln durch Wikipedia mit der des Spezialisten für den amerikanischen Bürgerkrieg James McPherson in der American National Biography Online erkennt er an, dass beide Artikel grundsätzlich sachlich korrekt seien und die wichtigen Phasen des Lebens von Lincoln abdeckten. Allerdings hebt er „McPhersons stärkere Einbindung in die Kontexte […], seinen virtuosen Umgang mit Zitaten, um Lincolns Stimme einzufangen […] und […] seine Fähigkeit, tiefgründige Gedanken mit nur wenigen Worten auszudrücken“ lobend hervor. Als Kontrast zitiert er ein Beispiel für den sprachlichen Stil der Wikipedia, den er als „schwafelnd und schwerfällig“ empfindet. Er stellt „die Könnerschaft und das sichere Urteil eines erfahrenen Historikers“, wie sie sich bei McPherson und anderen zeigen, dem „Antiquarianismus“ der Wikipedia gegenüber, die er zu diesem Zweck mit dem Magazin American Heritage vergleicht. Er räumt ein, dass in der Wikipedia zwar oft umfängliche Referenzen zur Verfügung gestellt würden, moniert jedoch, dass diese nicht immer „vom Feinsten“ seien. Auf der anderen Seite gibt er an:

„Nicht alle Historiker schreiben so brillant wie McPherson und [Alan] McBrinkley, und einige der besseren Wikipedia-Artikel enthalten lebendigere Porträts als einige leblos heruntergeschriebene Lemmata im American National Biography Online“.

Rosenzweig bemängelt auch die „zum Schwafeln ermutigende NPOV-Richtlinie, die zur Folge habe, dass es nahezu unmöglich ist, irgendeine Stellungnahme zur Geschichte in der Wikipedia zu erahnen.“ Als Beispiel zitiert er den Abschluss des Wikipedia-Artikels zu William Clarke Quantrill. Obwohl er diesen Artikel grundsätzlich lobt, weist er dennoch auf das angeblich nur phrasenhafte Fazit hin:

„Einige Historiker […] sehen ihn als einen opportunistischen, blutdürstigen Geächteten, wohingegen andere ihn weiterhin als wagemutigen Soldaten und lokalen Volkshelden betrachten.“

Qualitätsunterschiede[Bearbeiten]

Viele Wikipedia-Kritiker, aber auch Wikipedia-Autoren haben festgestellt, dass die Qualität der Artikel stark schwankt, selbst wenn man umstrittene Themenbereiche von der Diskussion ausklammert. Einige Artikel sind in jeder Hinsicht exzellent: betreut von Autoren mit Fachwissen des jeweiligen Themengebietes, mit zahlreichen nützlichen und informativen Verweisen, und geschrieben in einem angemessenen, sachlichen Lexikonstil. Auf der anderen Seite sind viele Wikipedia-Artikel amateurhaft, inhaltlich zweifelhaft oder schlicht falsch. Für den Leser, der sich mit einem Thema nicht auskennt, ist es schwer zu entscheiden, welche Artikel korrekte Informationen enthalten und welche nicht. Darüber hinaus enthält Wikipedia eine große Anzahl extrem knapper Artikel (stubs), die wenig mehr als die bloße Kurzdefinition eines Begriffs bieten.

Andere haben erkannt, dass die Qualität der Wikipedia in einigen Themenfeldern, z. B. den Naturwissenschaften, häufig exzellent sei. Ein Bericht vom Dezember 2005 in der wissenschaftlichen Zeitschrift Nature kam zu dem Ergebnis, dass „Wikipedia hinsichtlich der Korrektheit ihrer naturwissenschaftlichen Artikel nahe an die Britannica heranreicht“,[89] und stellte eine Studie vor, in der 42 Artikel in beiden Enzyklopädien von ausgewiesenen Fachleuten des jeweiligen Gebiets geprüft wurden. Das Review ergab, dass der durchschnittliche Wikipedia-Artikel vier Fehler oder Lücken enthielt, der durchschnittliche Artikel in der Encyclopædia Britannica drei.

Encyclopædia Britannicas prompte Bedenken führten dazu, dass Nature weitere Details über ihre Untersuchungsmethoden veröffentlichte. Daraufhin antwortete das Unternehmen der Traditionsenzyklopädie in ihrer offiziellen Verlautbarung mit dem Titel Fatally Flawed,

„dass die Schlussfolgerungen falsch waren, weil schon die Untersuchung von Nature selbst invalide war. Wie wir im folgenden zeigen werden, war nahezu alles bezüglich der Untersuchung des Journals fehlerhaft und irreführend, von den Kriterien für das Feststellen von Unkorrektem bis hin zu Widersprüchen zwischen Text und Lemma eines Artikels.“[90]

Der für Wikipedia günstig ausfallende Vergleich mit deutschsprachigen Enzyklopädien ist hingegen unumstritten. Bereits im Oktober 2004 gewann die deutschsprachige Wikipedia im direkten Vergleich der Artikelinhalte einer kleinen Menge von Stichproben (60 bis 70 Artikel) gegen die digitalen Nachschlagewerke Microsoft Encarta Professional 2005 und Brockhaus multimedial 2005 Premium, durchgeführt von der Computerzeitschrift c't.[91] Kurze Zeit später bestätigte ein Lexikavergleich in der Wochenzeitung Die Zeit dieses Ergebnis. Immer wieder wird in der Presse die Vorbildfunktion des deutschsprachigen Ablegers betont, so im November 2006:

„Nun ist Deutschland in Sachen Qualität Vorreiter. Die deutschen Artikel ragen im internationalen Vergleich heraus. Nirgends ist die Wiki-Gemeinde so nah am objektiven Enzyklopädie-Leitbild, früh schon einigte man sich darauf, dass ‚Fan-Artikel‘ (etwa Beiträge zu jeder Nebenfigur des Star-Wars-Universums) aus der Enzyklopädie herausgehalten werden sollen.“[92]

Für den Titel „Wikipedia schlägt Brockhaus“ ließ Der Stern 2007 eine Studie anfertigen[93], die eine Zufallsauswahl von Artikel hinsichtlich Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verständlichkeit bewertete, wobei Wikipedia mit 1,7 eine bessere Durchschnittsnote erzielte als der Brockhaus mit 2,7. Allerdings sind Studien zur Qualität von Wikipedia methodisch auch nicht unangreifbar.[94]

Schwierigkeit der zeitnahen Inhaltskontrolle[Bearbeiten]

Wikipedia kennt keinen institutionalisierten Peer Review für eine zeitnahe Prüfung von Ergänzungen. Aufgrund des möglichen Fehlens der notwendigen Qualifikationen, ein Thema zu bearbeiten, mögen die Beitragenden selbst oft nicht in den Bereichen, die sie bearbeiten, beschlagen sein. Der Kulturkritiker Paul Vallely drückte in einer Bemerkung im Independent über Wikipedia diesen Umstand folgendermaßen aus:

„Sie zu benutzen ist so ähnlich, wie einen Unbekannten in einer Kneipe zu fragen. Er könnte Atomphysiker sein. Oder er könnte ein kompletter Volltrottel sein.“[95]

Die Häufigkeit von Überprüfungen eines beliebigen Artikels korreliert direkt mit der Anzahl der Besuche von verschiedenen Benutzern dieser Seite („100-Augen-Prinzip“). Die Wahrscheinlichkeit, dass Fehler für längere Zeit in einem Artikel verbleiben können, ist also in abseitigen Themengebieten statistisch gesehen höher. Selbst in Artikeln mit Dutzenden aktiver Autoren kann ein Fehler gerade zwischen der Masse der anderen Änderungen unentdeckt in den Text schlüpfen und dort unbemerkt verbleiben. Auch wenn solche Falschinformationen wahrscheinlich irgendwann bemerkt und korrigiert werden, wird dieser Artikel in der Zwischenzeit fehlerhaftes Wissen vermitteln, das sich u. a. auf anderen Webseiten im Internet verbreiten kann.[96]

Diese spezifische Kritik ist einer der am häufigsten diskutierten Schwachpunkte bei Wikipedia. So greifen die Medien gerne unentdeckte Fehler auf, etwa die „Wikifehlia“-Aktion der BILD-Zeitung,[97] oder platzieren zu Demonstrationszwecken selbst Falschinformationen, wie die Süddeutsche Zeitung Ende 2006.[98][99] Stephen Colbert schuf in Zusammenhang mit der mangelnden (kompetenten) Inhaltskontrolle bei Wikipedia das englische Kunstwort wikiality.[100]

Rechtsfragen[Bearbeiten]

Datenschutzrechtliche Bedenken[Bearbeiten]

Ein datenschutzrechtliches Problem kann bestehen, wenn eine vergleichsweise unbedeutende Person gegen ihren erklärten Willen einen Eintrag in der Online-Enzyklopädie erhält.

Daniel Brandts Wikipedia Watch[101] meinte in Bezug zum Artikel über Daniel Brandt, der einmal in der englischen Wikipedia nachzuschlagen war[102]:

„Wikipedia ist eine potentielle Bedrohung für alle, die sich um die Privatsphäre (privacy) sorgen. […] Ein höherer Grad von Verantwortlichkeit im Wikipedia-System, wie oben diskutiert, wäre ebenfalls der allererste Schritt in Richtung einer Lösung der datenschutzrechtlichen Probleme.“[103]

Im Januar 2006 erwirkten die Eltern eines verstorbenen Hackers mit dem Pseudonym Tron vor einem Berliner Gericht eine einstweilige Verfügung gegen Wikimedia Deutschland[104], in der dem Verein untersagt wurde, von der Webadresse http://www.wikipedia.de auf die deutschsprachige Wikipedia http://de.wikipedia.org weiterzuleiten, solange in der Wikipedia der bürgerliche Name des Hackers genannt wurde. Die einstweilige Verfügung wurde am 9. Februar wieder aufgehoben.[105]

Urheberrechtsprobleme[Bearbeiten]

Die offene Natur eines Wikis bietet keinen Schutz vor Urheber- und anderen Rechtsverletzungen. Ergibt sich ein entsprechender Verdacht, so prüfen aktive Nutzer Artikel darauf, ob sie von anderen Quellen kopiert wurden. Wenn sich der Verdacht bestätigt, werden diese von den Administratoren nach einer Einspruchsfrist gelöscht. Vollständige Sicherheit bietet dieses Verfahren jedoch nicht.

Aufmerksame Beobachter weisen immer wieder auf bestimmte Bilder und Artikel hin, die Urheberrechtsverletzungen darstellen.[106]

So werden Bilder häufig unter falschen Lizenzen hochgeladen, ein Problem, vor dem vor allem die englische Wikipedia steht. In Deutschland werden Bilder, die keine nachvollziehbare Lizenzierung vorweisen können, in der Regel nach kurzer Zeit wieder gelöscht. Die deutschsprachige Wikipedia ist in dieser Hinsicht vergleichsweise streng und hat eine gut funktionierende Infrastruktur, die sich um Urheberrechtsprobleme kümmert.

Gegen gezielt eingeschleuste urheberrechtlich geschützte Texte, deren Herkunft sich nur schwer erkennen bzw. nachweisen lässt, ist die Autorengemeinschaft jedoch weitgehend machtlos. Am 28. November 2005 meldete Detlef Borchers auf Heise online, dass die freiwilligen Betreuer der deutschsprachigen Wikipedia mit einem ungeheuren Fall einer Massen-Urheberrechtsverletzung[58] zu kämpfen haben:

„Etliche hundert Einträge in der Wikipedia stammen offenbar aus DDR-Lexika – sie verletzen damit das Prinzip, dass das Lexikon keine möglicherweise geschützten Texte enthalten darf, damit es frei zitierbar bleibt.“[107]

Sasan Abdi merkte zur Anfälligkeit des Systems gegenüber dem spezifischen Vorgehen des Artikeleinstellers auf ComputerBase an:

„Für Kritiker des freien Lexikons bedeutet der neuerliche Vorfall einen ungeahnten Auftrieb. Schon das Prinzip von ‚Wiki‘, das jedem erlaubt, seine Artikel einzustellen, scheint für derlei Zwischenfälle fast schon zwangsweise anfällig. Nicht umsonst haben anonyme Autoren mit verschiedenen IP-Adressen allein in den vergangenen zwei Jahren so viel fragwürdiges Material in die Diamat-Ansicht von Wikipedia eingespeist, dass die Gegenleser kaum mit dem Löschen hinterher kamen.“[108]

Seitdem ist es immer wieder zu ähnlichen, wenn auch erheblich kleineren Vorfällen dieser Art gekommen, etwa reihenweisen Übernahmen aus Microsofts Encarta, die entfernt werden mussten.[109] Umgekehrt sind Fälle bekannt, in denen Urheberrechte der Autoren der Wikipedia verletzt wurden, indem Beiträge ohne Einhaltung der Lizenz aus Wikipedia kopiert und in fremde Webseiten eingearbeitet wurden.

Bedrohung der traditionellen Medien[Bearbeiten]

Wikipedia stellt eine ökonomische Bedrohung für die Herausgeber traditioneller Enzyklopädien dar, wird vielfach argumentiert. Die Entwicklung ist aber widersprüchlich. Manche Lexika können nicht mit einem im Grundsatz kostenlosen Produkt konkurrieren, andererseits werden aber zunehmend Lexika und andere Grundlagenwerke zur kostenlosen Nutzung ins Internet gestellt.[110] Microsoft Encarta zum Beispiel gab es nur von 1993 bis 2009. Meyers Konversations-Lexikon, das 2006 komplett online gestellt wurde, ist 2009 eingestellt worden. 2012 wurde die gedruckte Ausgabe der Encyclopædia Britannica aufgegeben. Sie erscheint nunmehr nur noch digital.[111] Das Historische Lexikon der Schweiz erschien seit 1998 zuerst als Online-Version[112] und ab 2002 auch in gedruckter Form (jeweils 13 Bände in deutscher, französischer und italienischer Sprache, eine rätoromanische Ausgabe erscheint seit 2010). Das Schweizerische Idiotikon.Schweizerdeutsches Wörterbuch ist seit 2010 digital abrufbar.[113] Gablers Wirtschaftslexikon ist seit Mitte 2009 auch in einer Online-Version verfügbar.[114] Die Bertelsmann-Tochter inmediaONE teilte im Sommer 2013 mit, der Direktvertrieb der Brockhaus Enzyklopädie werde 2014 eingestellt und Online-Aktualisierungen werde es nur noch weitere sechs Jahre geben.[115]

Nicholas Carr schrieb in seinem Essay The amorality of Web 2.0 – wobei er vom sogenannten Web 2.0 als Ganzem spricht:

„Wikipedia mag ein schwacher Abklatsch der Britannica sein, weil sie von Amateuren und nicht von Profis geschaffen wird; sie ist gratis. Kostenlosigkeit schlägt Qualität immer. Nun, was geschieht aber mit den armen Tröpfen, die für ihren Lebensunterhalt an Lexika gearbeitet haben? Sie kränkeln und verschwinden. Dasselbe geschieht, wenn Blogs und andere kostenlose Online-Angebote althergebrachten Printmedien gegenübergestellt werden. Selbstverständlich erkennen die traditionellen Medien die Blogosphäre als Konkurrenten an. Sie ist ein Konkurrent. Und, unter Maßgabe der Marktgesetze, könnte sich durchaus herausstellen, dass sie der überlegene Mitbewerber ist. Die Entlassungen, die wir kürzlich bei großen Zeitungen erlebt haben, könnten nur der Anfang sein; und solche Entlassungen sollten uns nicht Anlass zur Schadenfreude, sondern zur Verzweiflung geben. Die ekstatischen Visionen des Web 2.0 gehen einher mit der Vorherrschaft des laienhaften Amateurs. Ich für meinen Teil kann mir nichts Angsteinflößenderes vorstellen.“[116]

Das Internet kann nicht generell dafür verantwortlich gemacht werden, dass bestimmte traditionelle Produkte wie etwa Zeitungen, Zeitschriften oder gedruckte Lexika Absatzschwierigkeiten haben: " Produkte, die nicht gekauft werden, bleiben nicht wegen des Internets liegen, sondern weil sie es den Kunden nicht wert sind."[117]

„Das meiste von dem, was der Brockhaus (wie alle nicht mehr existierenden Enzyklopädien) wollte, kann Wikipedia längst sehr viel besser. Es ist schneller, aktueller […], zuverlässiger der Wissens- und Erkenntnisproduktion hinterher, gleichsam nervöseres Wissen. Wikipedia ist demokratischer, als jedes gedruckte Lexikon sein konnte, nicht nur, weil sich jeder an ihm beteiligen kann und der Zugang kostenlos ist, sondern auch, weil man dort auf Diskussionsseiten und in den Versionsgeschichten, die jeden Artikel begleiten, den Produktionsprozess der Wissensvermittlung transparent macht.“[118]

Offen bleibt, ob Wikipedia – oder ähnliche Projekte – die traditionelle Form der Publikationstätigkeit vollständig ersetzen wird. So schrieb etwa Chris Anderson, der Chefredakteur des Wired, in Nature, dass der Ansatz der „Weisheit der Massen“ Wikipedia nicht die führenden wissenschaftlichen Fachzeitschriften mit ihren strengen peer reviews wird ersetzen können. Anderson bringt ein ökonomisches Argument, das sich auf den beschränkten Platz in renommierten Journalen und die große Zahl der Veröffentlichungen stützt, die um diesen knappen Raum kämpfen:

„Also hat das Aufkommen des online peer gezeigt, dass es einen weiteren Weg gibt, das kollektive Wissen anzuzapfen. Aber das bedeutet nicht, dass dadurch das althergebrachte peer review in naher Zukunft ersetzt werden wird. Der Grund dafür lässt sich am besten mit den ökonomischen Begriffen Mangel und Überfluss erklären: Der ‚geschlossene peer review‘ funktioniert am besten bei knappen Ressourcen, wo viele Beiträge um ein paar wenige, heiß begehrte Plätze kämpfen müssen. Der ‚offene peer review‘ funktioniert am besten beim nahezu unbegrenzten Platzangebot von Online-Journalen“[119]

Relativ neu ist eine Kritik an Wikipedia, die darin eine Bedrohung der traditionellen Bildungssysteme sieht und eine Zusammenarbeit wissenschaftlicher Einrichtungen mit Wikipedia ablehnt. Verbunden mit der Klage, „dass mehr als die Hälfte der deutschen Studierenden Wikipedia für erheblich verlässlicher hält als die Online-Ausgaben renommierter Lexika […] (nach Druckwerken wurde erst gar nicht mehr gefragt)“, wird in Wikipedia und im Internet überhaupt ein Zerfall an „Informationskompetenz aller in Schulen und Hochschulen Lernenden, vor allem darunter die künftigen sogenannten öffentlichen Eliten in Politik, Ökonomie, Medien und Justiz“ gesehen. „Die Schüler und Studierenden von heute sind die Berufstätigen und oft sogar die ‚Eliten‘ von morgen. Sie können und werden ihre Entscheidungen und ihr Handeln genau so ‚quick and dirty‘ ermitteln bzw. legitimieren, wie sie es an ihren Ausbildungsstätten gelernt haben – oder eben nicht.“[120]

Mitarbeiterstruktur[Bearbeiten]

Gruppendynamik[Bearbeiten]

Man hat vorausgesagt, die Wikipedia werde als „ein Haufen Flame Wars“ enden. Diese Befürchtung wurde von der Wikipedia-Gemeinschaft ernst genommen, die das Konzept der Wikiquette[121] entwickelt hat, um diesem Problem zu begegnen.

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung berichtete 2006 der Virtual-Reality-Experte Jaron Lanier über seine Beobachtungen hinsichtlich des Arbeitsklimas in einer kooperativen Arbeitsumgebung wie der Wikipedia:

„Aber wenn man die Entstehungsgeschichte der einzelnen Einträge liest, wie da um Formulierungen gekämpft wird […] Menschen sind gemein zueinander. Diese Konflikte sind übel, hässlich und haben nichts mit zivilisiertem Umgang zu tun. Nicht ohne Grund heißen sie Edit-Wars, also ‚Bearbeitungs-Kriege‘.“[122]

Für Lanier stellt die Idee der vielbeschworenen Schwarmintelligenz einen Irrweg dar. Das zugrundeliegende Konzept – wenn so viele Leute wie möglich das Gleiche tun, dann entsteht etwas Großes – sei eine Illusion:

„Die ‚Weisheit der Masse‘ könnte nur dann funktionieren, wenn das Internet dazu genutzt würde, die in der Masse durchaus existierenden wenigen Weisen zu lokalisieren, sie zur Kooperation zu bewegen“[122]

Sein Fazit lautet dann auch, dass es in Wahrheit immer nur engagierte Individuen oder kleine Gruppen seien, die Kreatives hervorbringen.

Fans und Lobbyisten[Bearbeiten]

Verschiedene Autoren haben sich darüber beschwert, dass die Arbeit an der Wikipedia ermüdend sei, wenn es zu Konflikten komme. Sture Benutzer oder Benutzergruppen mit eigenwilligen Ansichten könnten ihre Meinung durchsetzen, weil kein normaler Mensch Zeit und Lust habe, permanent gegen deren Verzerrungen anzuarbeiten.[123]

Andere Mitarbeiter monieren, dass informelle Bündnisse innerhalb der Wikipedia regelmäßig kollaborieren, um bestimmte Sichtweisen zu unterdrücken. Sie behaupten, dass bestimmte Seiten von Fans und Lobbyisten „übernommen“ würden, die dann häufig die Beiträge neu hinzukommender Mitarbeiter löschen. Dieses Problem scheint hauptsächlich bei kontroversen Themen aufzutreten. Manchmal führt dies zu Edit-Wars und Seitensperrungen. In der englischen Wikipedia wurde dagegen eigens das Arbitration Committee gegründet, das sich mit den Verursachern der schlimmsten Auswüchse beschäftigt. In der deutschsprachigen Wikipedia kann man eine sogenannte dritte Meinung einholen oder eine Vandalismusmeldung[124] erstatten, diese wird von einem Administrator bearbeitet (der in Zweifelsfällen einen zweiten Admin hinzuzieht). Dieser kann den Vandalen ermahnen und/oder den umstrittenen Artikel für ihn sperren oder ihn für eine gewisse Zeit (oder in extremen Fällen sogar unbeschränkt) als Autor sperren.

Um Editwars stärker einzudämmen, hat Jimmy Wales in der englischen Wikipedia die three revert rule (engl. für Dreimal-Rücksetz-Regel) eingeführt, der zufolge Benutzern, die denselben Artikel innerhalb von 24 Stunden mehr als dreimal zurücksetzen, der Entzug der Schreibberechtigung droht. (Siehe dazu auch: Abschnitt „Gewichtung“.)

Zensur[Bearbeiten]

Hin und wieder wird vorgebracht, dass kritische Anmerkungen und Kommentierungen bestimmter Themen von selbsternannten Zensoren systematisch ausgegrenzt, gelöscht oder rückgängig gemacht würden. Selbst Versuche, einen Kompromiss durch Integration divergierender Perspektiven im Artikel zu erreichen, würden durch unnachgiebige „Vandalen-Autoren“ vereitelt, die unerwünschte Sichtweisen einfach tilgten.

Andere Benutzer behaupten, dass manche Wikipedianer versuchen, unbequeme Kritik an der Wikipedia zu unterdrücken. Sie weisen auf die angebliche Behandlung der Internetseiten Wikipedia Review[125] und Wikipedia Watch[126] hin, die besonders kritisch gegenüber Wikipedia eingestellt sind. Diese Webseiten wurden als Referenzquelle für einige Wikipedia-Artikel grundsätzlich ausgeschlossen. Kritiker beklagen, dass diese Seiten aufgrund ihrer Anti-Wikipedia-Sichtweisen ausgesperrt würden. Administratoren geben andererseits zu bedenken, dass diese Seiten, insbesondere Wikipedia Review, nicht die Standards für eine Wikipedia-Quellenangabe[127] erreichen, und merken an, dass durchaus viele Webseiten und Publikationen, die ein kritisches Verhältnis zur Wikipedia haben, als Quellen verwendet werden.

Zu den Richtlinien der Wikipedia gehört es, alle Sichtweisen einer Sache „angemessen darzustellen“, ohne zu behaupten, nahezulegen oder zu implizieren, nur eine dieser Perspektiven sei die richtige (siehe: Wikipedia:Neutraler Standpunkt).

(Siehe auch: Abschnitt „Anti-Elitarismus als Schwäche“.)

Machtmissbrauch[Bearbeiten]

Jimmy Wales (Parodie)

Einige Autoren haben die Wikipedia verlassen, nachdem sie Administratoren (in der englischen Wikipedia auch dem Arbitration Committee) Machtmissbrauch vorgeworfen haben.

Mangelnde Diskussionskultur[Bearbeiten]

Im Laufe der Zeit haben sich Diskussionsregeln, Layoutregeln und vieles andere eingeübt. In der Anfangszeit wurden einige Dinge sehr lange – und phasenweise zirkulär – diskutiert. Ein Beispiel hierfür ist die Dauerdebatte über die Alternative britisches oder amerikanisches Englisch, in der deutschsprachigen Wikipedia vergleichbar mit der Verwendung des österreichischen Deutsch anstelle des in Deutschland verwendeten Standarddeutsch, insbesondere in Abschnitten, die Österreich betreffen.

Männliche Dominanz[Bearbeiten]

Inspiriert vom Vorbild der weiblich dominierten LinuxChix, gründete im November 2006 eine Gruppe langjähriger englischer Wikipedia-Autorinnen WikiChix, um damit auf die ihres Erachtens immer männlicher dominierte Wikipedia zu reagieren und zu zeigen, wie unwohl sich viele Frauen in einem solchen Ambiente fühlten.[128] Ein Beispiel für diese Frustration – obwohl nicht direkt von der WikiChix-Gruppe erwähnt – war der Versuch, den Artikel „Feminist science fiction“ anzulegen, ein Vorgang, der zu heftigen Auseinandersetzungen führte, die letztlich, für viele unbefriedigend, durch eine Änderung des Titels in Women in science fiction im Oktober 2002 beendet wurde. Der Artikel Feminist science fiction wurde erst im Juni 2006 erneut angelegt.[129]

Auch die Existenz einer Mailingliste ausschließlich für weibliche Teilnehmer führte zu Kontroversen, deren Diskussionsliste schließlich von den Servern der Wikimedia Foundation nach Wikia verlegt wurde, einem separaten Host.[130]

(Siehe dazu auch: Abschnitt „Blickwinkel“.)

Hochstapelei[Bearbeiten]

Im Jahr 2007 geriet der Benutzer des Accounts mit dem Pseudonym Essjay durch die Aufdeckung seiner vorgetäuschten Identität als Professor in die Schlagzeilen. Der Hochstapler Essjay war in der englischsprachigen Wikipedia bis zum Administrator und Mitglied des Schiedsgerichts aufgestiegen.[131]

Weblinks[Bearbeiten]

Deutschsprachige Wikipedia[Bearbeiten]

Englischsprachige Wikipedia[Bearbeiten]

Externe Websites[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Übersetzung aus der englischsprachigen Wikipedia[Bearbeiten]

Die am 30. Dezember 2006 im Artikelnamensraum veröffentlichte Urversion des vorliegenden Artikels entstand als Übersetzung des Wikipediaartikels „Criticism of Wikipedia“, Stand 26. Dezember 2006 durch Benutzer Markus Mueller.[132]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Es gibt eine Reihe von Untersuchungen und Publikationen, die sich analysierend mit Wikipedia befassen, z. B. Nan Barber, Peter Meyers (Hg.): Wikipedia: The Missing Manual (Sebastopol/CA 2008). 2010 wurde die Forschungsinitiative „Critical Point of View“ gegründet, die sich grundlegend mit Wikipedia und ihrer Bedeutung für die Gesellschaft befassen will [1]. Aus der Community bzw. von der Wikimedia Foundation und den -Fördervereinen sind ebenfalls Forschungsprojekte zur Erforschung von Wikipedia kreiert worden: [2]; [3]; [4]
  2. Siehe z. B. Bazon Brock: Das Netz ist die Hölle der neuen Welt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung – FAZ.NET vom 2. Mai 2010.
  3. Arno Frank: Meute mit Meinung. Über die Schwarmdummheit. Berlin 2013.
  4. Oliver Jungen: Selbst schuld, wer im Netz verblödet. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung – FAZ.NET – vom 26. Juli 2008.
  5. Frank Nord et. al: Anarchismus und Internet [5]
  6. Stefan Weber: Textueller Missbrauch [6],
  7. ders.: Wissenschaft als Web-Sampling [7]
  8. Andreas Möllenkamp: Wer schreibt die Wikipedia? Die Online-Enzyklopädie in der Vorstellungs- und Lebenswelt ihrer aktivsten Autoren. Magisterarbeit Leipzig 2007 [8] (PDF; 1,4 MB)
  9. Siehe den Bericht von Jan Hodel: ZB-Kolloquium zur Zitierbarkeit von Wikipedia, 31. Oktober 2008.
  10. Roger Cloes/Tim Moritz Hector: Entwicklung und Bedeutung der ehrenamtlich im Internet eingestellten Wissensangebote insbesondere im Hinblick auf die Wiki-Initiativen. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages 10 – 3010 – 074/1 (Infobrief, PDF; 270 kB).
  11. Dossier: Wikipedia, bpb
  12. Die HIS Hochschul-Informations-System GmbH [9] listet unter dem Suchwort Wikipedia wichtige wissenschaftliche Arbeiten auf. Am Institut für Medienwissenschaft der Universität Basel gab es im Sommersemester 2007 einen Kurs „Schreiben für Wikipedia“ und ein auswertendes Werkstattgespräch am dortigen historischen Seminar. Die Materialien und Berichte dazu sind im Internet veröffentlicht: [www.wiki.histnet.ch/index.php/MPK-Wikipedia], [10] (PDF; 151 kB), [11]. An der Universität Wien gab es 2010 ein Forschungsseminar „Wikipedia und die Geschichtswissenschaften“ (s. [12] und [13])
  13. Marc Scheloske: Ist die Wikipedia zitierfähig? Der Umgang mit wissenschaftlichen Quellen[14]
  14. z.B. Fachbereich 06 Geschichte an der Universität Marburg [15]
  15. So Thomas Wozniak: Zehn Jahre Berührungsängste: Die Geschichtswissenschaften und die Wikipedia. Eine Bestandsaufnahme, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 60/3 (2012), S. 247–264.
  16. Maren Lorenz: Der Trend zum Wikipedia-Beleg. In: Forschung & Lehre 7/13 v. 3. März 2011 [16]. Neue Argumente gegen eine "Zitierpflicht" von Wikipedia hat vorgetragen Thomas Wozniak: Zitierpflicht für Wikipediaartikel – und wenn ja, für welche und wie? [17]
  17. Gabi Reinmann: Digitales Denken – die Sicht der Erziehungswissenschaften oder: Freiheit und Zwang im digitalen Zeitalter. Zit. nach dem Redemanuskript November 2012 Bonn (gabi-reinmann.de/wp-content/uploads/2012/11/Redemanuskript_Bonn_Nov2012_DHV.pdf); s. auch Forschung & Lehre 7/13 v. 12. Dezember 2012 [18]
  18. Er ist „not aware of a single librarian who would. The main problem is the lack of authority. With printed publications, the publishers have to ensure that their data is reliable, as their livelihood depends on it. But with something like this, all that goes out the window.“ Quelle: http://www.guardian.co.uk/online/news/0,12597,1335892,00.html (Version vom 28. Oktober 2004 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt
  19. „The user who visits Wikipedia to learn about some subject, to confirm some matter of fact, is rather in the position of a visitor to a public restroom. It may be obviously dirty, so that he knows to exercise great care, or it may seem fairly clean, so that he may be lulled into a false sense of security. What he certainly does not know is who has used the facilities before him.“ Quelle: http://www.netzthemen.de/medienkompetenz-und-kritische-rezeption-wikipedia-in-der-schule
  20. Alexander Kühn: Ausgedruckt. In: Der Spiegel 25/2013 S. 73
  21. „So of course Wikipedia is popular. Maybe too popular. For it lacks one vital feature of the traditional encyclopedia: accountability. Old-school reference books hire expert scholars to write their articles, and employ skilled editors to check and double-check their work. Wikipedia's articles are written by anyone who fancies himself an expert.“ http://www.boston.com/business/globe/articles/2004/07/12/one_great_source___if_you_can_trust_it/
  22. „Nature sent only misleading fragments of some Britannica articles to the reviewers, sent extracts of the children's version and Britannica's ‘book of the year’ to others, and in one case, simply stitched together bits from different articles and inserted its own material, passing it off as a single Britannica entry.“ Quelle: http://www.theregister.co.uk/2006/03/23/britannica_wikipedia_nature_study/
  23. „To the ordinary user, the turmoil and uncertainty that may lurk beneath the surface of a Wikipedia article are invisible. He or she arrives at a Wikipedia article via Google, perhaps, and sees that it is part of what claims to be an encyclopedia. This is a word that carries a powerful connotation of reliability. The typical user doesn't know how conventional encyclopedias achieve reliability, only that they do.“ Quelle: http://www.tcsdaily.com/article.aspx?id=121305E
  24. „For sure a libel is a libel, but the outrage would have been far more muted if the Wikipedia project didn't make such grand claims for itself. The problem with this vanity exercise is one that it's largely created for itself. The public has a firm idea of what an 'encyclopedia' is, and it's a place where information can generally be trusted, or at least slightly more trusted than what a labyrinthine, mysterious bureaucracy can agree upon, and surely more trustworthy than a piece of spontaneous graffiti — and Wikipedia is a king-sized cocktail of the two.“ www.theregister.co.uk 12. Dezember 2005
  25. „response [to criticisms of Wikipedia] is: the collaborative nature of the apparatus means that the right data tends to emerge, ultimately, even if there is turmoil temporarily as dichotomous viewpoints violently intersect.“
  26. Holkins derides this view as “propos[ing] a kind of quantum encyclopedia, where genuine data both exists and doesn't exist depending on the precise moment I rely upon your discordant fucking mob for my information.” Quelle: http://www.penny-arcade.com/2005/12/16
  27. http://archives.seattletimes.nwsource.com/cgi-bin/texis.cgi/web/vortex/display?slug=ptgett01&date=20060701&source=st%7Ctitle=Wikipedia a lesson on verifying research
  28. A White Collar Protein Senses Blue Light (Zugriff nur für Abonnenten)
  29. Ein Blogeintrag kann Ungenauigkeiten und Vorurteile enthalten, da Blogger in der Regel subjektiv ihre Meinung wiedergeben, und ist damit als verifizierbare Quelle ungeeignet. Solche Quellennachweise könnten fehlerhaften Artikeln allein durch ihr Vorhandensein eine trügerische Legitimität und Glaubwürdigkeit verleihen. Siehe auch: Wikipedia: Belege.
  30. TITANIC Infografik, Startcartoon, im Dezember 2008, titanic-magazin.de
  31. Marcel Machill, Markus Beiler, Martin Zenker (Universität Leipzig): Journalistische Recherche im Internet (Zusammenfassung, PDF-Datei), Vistas, Berlin 2008, Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, Band 60, ISBN 978-3-89158-480-4, S. 26
  32. BildBlog: Wie ich Freiherr von Guttenberg zu Wilhelm machte abgerufen am 3. Februar 2011
  33. Kai Biermann: „Mich hat überrascht, wie viele den Fehler übernahmen“; in: Zeit Online vom 13. Februar 2009
  34. Wikipedia: Researching with Wikipedia. In: en.wikipedia.org, 24. Dezember 2010, abgerufen am 18. Januar 2011.
  35. Wikipedia:Relevanzkriterien
  36. stellvertretend für viele Medien: Manfred Dworschak: Lustverlust in der Lexikon-Maschine, Spiegel Online, 1. Dezember 2009, im Internet: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,664195,00.html
  37. Hendrik Werner: Wikipedia und die Dilettanten an der Löschtaste, Welt Online, 25.11.2009, in Internet: http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article5328374/Wikipedia-und-die-Dilettanten-an-der-Loeschtaste.html
  38. Konrad Lischka: Mitmach-Enzyklopädie: Männer schreiben die Wikipedia voll, Spiegel Online, 2.2.2011, im Internet: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/mitmach-enzyklopaedie-maenner-schreiben-die-wikipedia-voll-a-742951.html
  39. Wikipedia's known unknowns, guardian.co.uk, abgerufen am 24. April 2010
  40. Maren Lorenz: Wikipedia. Zum Verhältnis von Struktur und Wirkungsmacht eines heimlichen Leitmediums; in: Werkstatt Geschichte 43 (2006), S. 84–95.
  41. Peter Haber: Zur Quellenkritik von Wikipedia. Ein Forschungsbericht; im Internet: http://vimeo.com/16054218
  42. Wikipedia inside, S. 8, Unrast, Münster 2007
  43. Wikipedia–WikiScanner. Siehe auch Wahr oder falsch? In: Süddeutsche.de v. 17. Mai 2010 [19]
  44. Evan Lehmann: Rewriting history under the dome: Online „encyclopedia“ allows anyone to edit entries, and congressional staffers do just that to bosses' bios. In: The Lowell Sun vom 27. Januar 2006
  45. Richard Meusers: Wer manipuliert Rüttgers’ Wiki-Einträge? In: Spiegel Online vom 19. Mai 2005
  46. Torsten Kleinz: Nestbeschmutzer in Wikipedia – Strategie 1: Die Löschtruppe In: FOCUS-Online erschienen und abgerufen am 27. August 2007
    Versionsunterschied und whois-Abfrage
  47. Günter Schuler, befragt von Patrick Gensing: Rechtsextremismus im Netz; „Beharrlich und manchmal klug“ Interview in: Zeit Online ZUENDER 45/2007. Letzter Zugriff: 24. März 2009
  48. Margret Chatwin: Griff nach der Meinungshoheit. Internetkampagen der „Jungen Freiheit“ am Beispiel von Wikipedia. In: Stephan Braun, Ute Vogt (Hrsg.): Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“. Kritische Analysen zu Programmatik, Inhalten, Autoren und Kunden; VS Verlag, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15421-3, S. 238
  49. Margret Chatwin: S. 264
  50. Peter Hoeres, Gärtner der Rhizome. Geschichte digital erzählen auf Wikipedia (= EPub-Ebook). Ripperger & Kremers, Berlin 2013, ISBN 978-3-943999-36-5.: Kapitel Biografie-Politik, Zitat S. 20
  51. Wikipedia:neutraler Standpunkt
  52. http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Eric_Cantor&diff=27106871&oldid=27106412
  53. http://lawnorder.blogspot.com/2006/01/senator-staffers-spam-wikipedia.html
  54. Christian Körber: „Arabischer Frühling“ als Nagelprobe, ORF.at, 17. Dezember 2012.
  55. http://www.netzeitung.de/internet/339352.html
  56. [20]
  57. http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2006/07/08/AR2006070800135_pf.html
  58. a b Wikipedia:DDR-URV
  59. Von „Zumüllung“ und „Zuschlämmung“ sprach 2005 Detlef Borchers
  60. Marvin Oppong: Verdeckte PR in Wikipedia. Das Weltwissen im Visier von Unternehmen. S. 93.
  61. Europa-Universität Viadrina, Arbeitsstelle Wiki-Watch der Juristischen Fakultät: “Verdeckte PR in Wikipedia” – die Studie im Faktencheck. 14. Februar 2014.
  62. Cicero: Das Werkzeug der Spin Doctoren, vom 23. Januar 2014
  63. Schweizer Radio und Fernsehen: Machen PR-Agenten Wikipedia kaputt? 25. Februar 2014.
  64. Einfluss der Konzerne auf ihre Wikipedia-Artikel nimmt zu. In: Badische Zeitung. 6. Februar 2014.
  65. Cicero: Das Werkzeug der Spin Doctoren, vom 23. Januar 2014
  66. Erläuterungen
  67. http://www.citizendium.org/essay.html
  68. http://mail.wikipedia.org/pipermail/wikien-l/2005-December/033880.html
  69. Torsten Kleinz: „Wissenschaftler für Wikipedia“. In: c't 15/2006, 10. Juli 2006, S. 100–102 (enthält ein Interview mit Wales)
  70. Seigenthaler Sr. Wikipedia biography controversy
  71. John Seigenthaler: A false Wikipedia “biography” In: USA Today vom 29. November 2005
  72. Autor von falscher Biografie entschuldigt sich In: Süddeutsche Zeitung vom 12. Dezember 2005
  73. http://wikipediareview.com/index.php?showtopic=3050
  74. http://alumni.media.mit.edu/~fviegas/papers/history_flow.pdf
  75. http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Martin_Luther_King_Day&oldid=54585762
  76. Ausgedachter Krieg steht jahrelang auf Wikipedia. In: Die Welt digital [21]
  77. Never the one to be embarrassed by life's peculiarities, Larry King has often been said to have a bit of a flatulence habit while on air at CNN, which isn't curbed by having guests in the studio. A favorite moment of his, and an often repeated story, involved an interview conducted with former President Jimmy Carter who, after some length of time in studio, chided Larry & asked him to please stop, or he'd have to end the interview. Larry ever present in the moment adeptly steered the conversation to global warming and the effects of bovine emissions on the ozon.
  78. Vergleich der Versionen des Artikels Al-Qaida vom 6. November 2005, 8:50 Uhr und 11. Januar 2006, 3:41 Uhr
  79. Wikipedia:Belege
  80. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[22] [23] Vorlage:Toter Link/www.denke-gross.comAl-Qaida, www.denke-gross.com (15. November 2007)
  81. http://www.zeit.de/2006/37/wikipedia?page=1 s.a. hier
  82. Wikipedia:Neutraler Standpunkt
  83. englischsprachige Wikipedia: Neutral point of view - FAQ, Abschnitt „Balancing different views“
  84. Digital Maoism: The hazards of the New Online Collectivism In: Edge vom 30. Mai 2006, in gekürzter deutscher Übersetzung: Digitaler Maoismus In: Süddeutsche Zeitung vom 16. Juni 2006
  85. He further stated that “[f]ar too much credence and respect [is] accorded to people who in other Internet contexts would be labeled 'trolls'” Quelle: http://www.kuro5hin.org/story/2004/12/30/142458/25
  86. http://observer.guardian.co.uk/business/story/0,,1386027,00.html
  87. Christian Staas: Je umstrittener, desto besser – Was taugen die Geschichtsartikel der Online-Enzyklopädie Wikipedia? – Ein Gespräch mit dem Historiker Peter Haber, DIE ZEIT vom 8. Juli 2010
  88. “Good historical writing requires not just factual accuracy but also a command of the scholarly literature, persuasive analysis and interpretations, and clear and engaging prose. By those measures, American National Biography Online easily outdistances Wikipedia.” Quelle: url=http://web.archive.org/web/20080123215453/http://chnm.gmu.edu/resources/essays/d/42 (archiviert)
  89. Wikipedia comes close to Britannica in terms of the accuracy of its science entries” Quelle: http://www.nature.com/news/2005/051212/full/438900a.html
  90. “[t]hat conclusion was false, however, because Nature’s research was invalid. As we demonstrate below, almost everything about the journal’s investigation, from the criteria for identifying inaccuracies to the discrepancy between the article text and its headline, was wrong and misleading.” Quelle: http://corporate.britannica.com/britannica_nature_response.pdf
  91. Ausgabe 21/04
  92. Alex Rühe: Wikipedia-Fälschungen – Im Daunenfederngestöber. Süddeutsche Zeitung, 3. November 2006, abgerufen am 4. Februar 2011.
  93. [24], siehe auch [25]
  94. Dietmar Schiller, Karl-Peter Fuchs, Markus Kattenbeck, Christian Sax: Qualität der Wikipedia – eine vergleichende Studie. In: Open Innovation – neue Perspektiven im Kontext von Information und Wissen?, Beiträge des 10. Symposiums für Informationswissenschaft und der 13. IuK-Tagung der wissenschaftlichen Fachgesellschaften, April 2007 (online).
  95. http://news.independent.co.uk/world/science_technology/article1886601.ece
  96. Beispiele?
  97. http://www.bild.t-online.de/BTO/tipps-trends/digital-leben/aktuell/2006/11/wikipedia-fehler/wikipedia-fehler.html
  98. Alex Rühe: Wikipedia-Fälschungen – Im Daunenfederngestöber. Süddeutsche Zeitung, 3. November 2006, abgerufen am 4. Februar 2011.
  99. Untergebrachte Fälschungen – Chronologie der Aufräumarbeiten. Süddeutsche Zeitung, 3. November 2006, abgerufen am 4. Februar 2011.
  100. http://www.colbertnation.com/the-colbert-report-videos/72347/july-31-2006/the-word---wikiality
  101. http://wikipedia-watch.org/usatoday.html
  102. Wikipedia Watch. Abgerufen am 24. September 2010 (englisch).
  103. “Wikipedia is a potential menace to anyone who values privacy. […] A greater degree of accountability in the Wikipedia structure, as discussed above, would also be the very first step toward resolving the privacy problem.” Quelle: http://wikipedia-watch.org/hivemind.html
  104. Wikipedia:Wikimedia Deutschland
  105. laut Tron (Hacker) #Namenskontroversen
  106. Wikipedia:Wikipedia Signpost/2006-08-07/Publicity photos
  107. http://www.heise.de/newsticker/meldung/66701
  108. http://www.computerbase.de/news/internet/2005/november/wikipedia_gau/
  109. Wikipedia:Archiv/Die geheimen Tagebücher #Samstag, 22. Oktober 2005
  110. Siehe Wikipedia:Nachschlagewerke im Internet.
  111. [26]
  112. www.hls-dhs-dss.ch
  113. [27]
  114. [28]
  115. Peter Praschl: Ein Adieu, das Bände spricht. in: Welt am Sonntag vom 16. Juni 2013 S. 43, siehe auch [29]
  116. Wikipedia might be a pale shadow of the Britannica, but because it's created by amateurs rather than professionals, it's free. And free trumps quality all the time. So what happens to those poor saps who write encyclopedias for a living? They wither and die. The same thing happens when blogs and other free on-line content go up against old-fashioned newspapers and magazines. Of course the mainstream media sees the blogosphere as a competitor. It is a competitor. And, given the economics of the competition, it may well turn out to be a superior competitor. The layoffs we've recently seen at major newspapers may just be the beginning, and those layoffs should be cause not for self-satisfied snickering but for despair. Implicit in the ecstatic visions of Web 2.0 is the hegemony of the amateur. I for one can't imagine anything more frightening.” Quelle: http://www.roughtype.com/archives/2005/10/the_amorality_o.php
  117. Don Alphonso: Jetzt schneller sterben ohne Internet! In: faz.net vom 30. 08. 2014 [30]
  118. Peter Praschl l.c.
  119. So the rise of the online ‘peer’ has shown that there is another way of tapping collective wisdom. But it's not going to eliminate traditional peer review anytime soon. The reason why can be explained in the economic terms of scarcity and abundance. Closed peer review works best in scarce environments, where many papers fight for a few coveted journal slots. Open peer review works best in an abundant environment of online journals with unlimited space” Quelle: http://www.nature.com/nature/peerreview/debate/nature04992.html
  120. Maren Lorenz: Der Trend zum Wikipedia-Beleg. In: Forschung&Lehre. 20. Jahrgang, 4/13 vom 3. März 2011 [31]
  121. Wikipedia:Wikiquette
  122. a b Stefan Holtel, Konrad Buck: Interview mit Jaron Lanier – Hässlich, unzivilisiert und böse. Süddeutsche Zeitung, 12. Dezember 2006, abgerufen am 4. Februar 2011.
  123. Expert retention, respect for other contributors, and the "widely distributed" ikkyu2 essay. Vgl. dazu die Debatte um den Donauturm und deren Medienecho, etwa Donauturm spaltet Wikipedia-Community, derStandard.at, 19. November 2009, sowie den Artikel von Mathieu von Rohr: Im Innern des Weltwissens, Der Spiegel, Nr. 16/2010 vom 19. April 2010.
  124. Wikipedia–Vandalismusmeldung
  125. http://wikipediareview.com
  126. http://www.wikipedia-watch.org
  127. Wikipedia:Quellen
  128. WikiChix Homepage
  129. Anne Newitz: Wikipedia vs. Women. WikiChix was recently formed by women contributors sick of how male-dominated Wikipedia has become. The question their move raises is as old as feminism itself. Alternet.org, 19. Dezember 2006, abgerufen am 1. Juli 2013 (englisch).
  130. http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikipedia_Signpost/2006-12-11/WikiChix
  131. Wikipedia-interne Seite zum Fall des Hochstaplers Essjay
  132. Markus Mueller: Eintrag „Quelle und Autoren“ auf der Diskussionsseite des vorliegenden Artikels, 29. Dezember 2006