Geschlechtergerechte Sprache

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Unter dem Begriff geschlechtergerechte Sprache (auch: geschlechtersensible Sprache) werden Vorschläge und Leitlinien für den Sprachgebrauch zusammengefasst, die darauf zielen, eine Sprache in Vokabular und Orthographie so zu modifizieren, dass die Gleichstellung der Geschlechter sprachlich ausgedrückt wird. Als „Gendering“ oder „Gendern“ wird es bezeichnet, wenn ein Text nach den Richtlinien geschlechtergerechten Formulierens erstellt wird. [1]

In der geschlechtergerechten Sprache werden im wesentlichen zwei Wege eingeschlagen. Der erste macht das Geschlecht „sichtbar“, indem beide Gruppen explizit genannt werden (etwa: „Studentinnen und Studenten“, „Student/-innen“, „StudentInnen“) der andere verwendet geschlechtsneutrale Formulierungen wie „Studierende“, "Lehrkraft" oder „Dozierende“.

Gelegentlich werden zur Vermeidung des mehrdeutigen Geschlechtsbegriffes auch die Termini sexusgerechte, gendergerechte oder geschlechterfaire Sprache verwendet.

Die Begriffe wurden insbesondere durch die Feministische Linguistik popularisiert und mit entsprechenden Vorschlägen untermauert. Die einflussreichsten Vertreterinnen im deutschen Sprachraum sind seit den 1970er Jahren Luise F. Pusch und Senta Trömel-Plötz. Der fortwährend stattfindende Sprachwandel des Deutschen wurde bewusst und durch die breite öffentliche Diskussion erfolgreich in Richtung einer geschlechtergerechteren Sprache gelenkt, auch wenn viele Punkte der durchaus heterogenen feministischen Sprachkritik weiterbestehen.

Prämissen[Bearbeiten]

Eine Grundthese der feministischen Sprachkritik besagt, dass die Vormachtstellung des Mannes in der Gesellschaft auch in Struktur und Vokabular einer Sprache zum Ausdruck gelange. Im Verhältnis von Mann und Frau beobachten feministische Sprachforscher eine „fundamentale Asymmetrie“ und bezeichnen die deutsche Sprache daher „in ihrer Struktur und ihrem Lexikon [als] sexistisch und androzentrisch.“ [2] Diese männliche Dominanz in der Sprache wiederum festige die nachgeordnete Stellung der Frau. Eine Modifikation von Sprache wird daher für notwendig erachtet, um auf dem Weg eines sprachlich ausgelösten Bewusstseinswandels die Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft voranzubringen, vgl. Sapir-Whorf-Hypothese. Hierbei geht es vor allem auch darum, Frauen in der Sprache „sichtbar“ zu machen und ihnen so zu angemessener Repräsentanz in der verbalen Kommunikation zu verhelfen.

Strategien der geschlechtergerechten Sprache[Bearbeiten]

Am deutschen Sprachsystem wurde schon in frühen Werken insbesondere, aber nicht ausschließlich, das sogenannte generische Maskulinum kritisiert, d.h. Substantive mit maskulinem Genus (der), die im Singular zur Bezeichnung eines Mannes oder einer Person unbekannten Geschlechts und mitunter einer Frau, im Plural zur Bezeichnung geschlechtlich beliebig zusammengesetzter, vor allem aber gemischter und rein männlicher Gruppen dienen sollen, wobei eine durch Movierung markierte, d.h. mittels des Morphems {-in(nen)} abgeleitete Form existiert, die im explizit nur eine Frau bzw. eine Gruppe von Frauen denotiert.

Es gibt in der deutschen Sprache zwar auch Wörter im generischen Femininum (Waise, Geisel, Führungskraft, Range; Garde; Burschenschaft, Mannschaft) und generischen Neutrum (bspw. die meisten Diminutiva), aber das generische Maskulinum überwiegt in Anzahl und Frequenz stark. Diese Asymmetrie soll eine geschlechtergerechte Sprache vermeiden oder abschaffen.

Eine sprachliche Gleichstellung der Geschlechter könne entweder durch Sichtbarmachung oder durch Neutralisierung erreicht werden. Bei der Sichtbarmachung oder „Splitting“-Methode werden stets männliche und weibliche Personenbezeichnung zusammen und ggf. in wechselnder Reihenfolge verwendet. Dies ist vor allem bei getrennten Lexemen („Sehr geehrte Damen und Herren!“) die bevorzugte Methode. Die in manchen Sprachen bereits natürlich vorhandene Neutralisierung wird durch die Wahl oder Schaffung von Wörtern erreicht, die nicht mit der Bezeichnung für ein Geschlecht identisch und insofern neutral im engeren Sinne des Wortes sind. Hier werden also beide Geschlechter unsichtbar gemacht.

In der Pionierzeit der feministischen Linguistik wurde noch nicht der empirisch überprüfbaren Frage nachgegangen, ob Frauen sich durch das generische Maskulinum wirklich nicht „mitgemeint“ fühlen, sondern dies wurde als Grundannahme postuliert. In psycho- und soziolinguistischen Experimenten wurde später mehrfach nachgewiesen, dass Leser und Hörer weitgehend unabhängig vom eigenen Geschlecht bei einem maskulinen Wortstimulus (bspw. „ein Arzt“) prototypisch an einen Mann und nicht an einen geschlechtsunbestimmten Menschen denken, allerdings tritt der Effekt auch, wenngleich weniger stark, bei einem neutralen (bspw. „ein Kind“) oder fast neutralen Stimulus (bspw. „ein Mensch“ oder „eine Person“) auf. Dies spricht dafür, dass der kritisierte Sexismus im Sprachgebrauch nicht oder zumindest nicht hauptsächlich im Sprachsystem begründet ist, sondern in der Erfahrung und Annahme der gesellschaftlichen Realität liegt, d.h. es ist eher ein soziologisches als ein linguistisches Phänomen. Bei der expliziten Beidnennung (bspw. „ein Arzt oder eine Ärztin“) sowie bei getrennten Lexemen („ein Mann oder eine Frau“) verschwindet der Bias, allerdings gilt dies nicht oder nur eingeschränkt für Kurzformen aller Art (bspw. „Mediziner oder -in“, „Mediziner/in“, „Mediziner/-in“, „MedizinerIn“, „Mediziner(in)“, „Mediziner_in“, „Mediziner (m/w)“), allerdings können insbesondere das geschriebene Binnen-I und die ausgesprochene Verkürzung sogar zu einem weiblichen Bias führen.[3]

Die Linguistin Gisela Klann-Delius schrieb im Jahr 2005, dass die Studien zum generischen Maskulinum insgesamt in ihren Ergebnissen darauf hinweisen, dass das generische Maskulinum als männlich gedeutet wird, wobei der Grund für diese tendenziell geschlechtsspezifische Interpretation des generischen Maskulinums bisher nicht eindeutig bekannt sei und dass nicht sicher behauptet werden könne, dass diese Studien, die fast ausschließlich mit studentischen Probanden durchgeführt worden seien, auf andere Gruppen generalisierbar seien.[4] Studien, die an anderen Probanden durchgeführt werden (z.B. Kinder, Personen mit außer-universitärem Hintergrund usw.) kommen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass das generische Maskulinum nicht als „generisch“ bzw. geschlechtsneutral, sondern eher als geschlechtsspezifisch männlich, verstanden wird.[5] Vgl. Generisches Maskulinum#Geringerer gedanklicher Einbezug von Frauen.

Linguisten wie Hartwig Kalverkämper warfen der feministischen Linguistik vor, nicht sauber zwischen Zeichen (Wörtern) und Bezeichnetem (Männern und Frauen) sowie zwischen dem Genus von Wörtern und dem Sexus von Menschen zu unterscheiden. In der Sprachwissenschaft ist umstritten, in welchem Zusammenhang Genus und Sexus stehen.[6] Es zeigt sich bei bestimmten Begriffen ein eher lockerer oder kein Zusammenhang („der Löffel“, „die Gabel“, „das Messer“), bei anderen (z. B. Verwandtschafts- und Personenbezeichnungen) ist er sehr eng („der Vater“, „die Tante“).[7]

Sichtbarmachung[Bearbeiten]

Die „Sichtbarmachung“ von Frauen erfolgt meist durch Verwendung von femininen Formen und Suffixen.

Bezeichnung Herkömmliche Formulierung Beispiele für Sichtbarmachung
Doppelform (Splitting) der Lehrer, jeder Mitarbeiter, die Wähler die Lehrerin und der Lehrer, jeder Mitarbeiter oder jede Mitarbeiterin, die Wählerinnen und Wähler
Schrägstrich ein Bewerber, die Professoren, jeder Arbeitnehmer ein/-e Bewerber/-in, die Professoren/-innen, jede/-r Arbeitnehmer/-in
ein/e Bewerber/in, die Professoren/innen, jede/r Arbeitnehmer/in
Hinweis: Bei der Verwendung der Schrägstriche ist auf die grammatikalische Korrektheit zu achten. So ist bspw. Pädagoge/-in der Form Pädagog/in vorzuziehen.
Klammer ein Praktikant, die Schüler, der Autor ein(e) Praktikant(in), die Schüler(innen), der/die Autor(in)
Gender Gap ein Autofahrer, der Ausbilder, jeder Bürger ein_e Autofahrer_in, der_die Ausbilder_in, jede_r Bürger_in
Gender-Sternchen ein Autofahrer, der Ausbilder, jeder Bürger ein*e Autofahrer*in, der*die Ausbilder*in, jede*r Bürger*in
Lexemunterscheidung Hebamme Hebamme und Entbindungspfleger
Partielle Lexemunterscheidung Kaufmann, Feuerwehrmann Kauffrau oder Kaufmann, Feuerwehrmann und Feuerwehrfrau
Attribut die Lehrlinge, die Ingenieure die weiblichen und männlichen Lehrlinge, die männlichen und weiblichen Ingenieure
Symbolisches Attribut ein Manager, eine Aushilfe ein Manager (m/w), Aushilfe (w/m)
Binnen-I, Binnenmajuskel der Akademiker, die Kollegen, jeder Student der/die Akademiker-In, die KollegInnen, jedeR StudentIn
der/die Akademiker!n[8], die Kollegı⃰nnen, jedeʀ Studentɪn
Abkürzungen (Akronyme) die Schüler, Prof. SuS ‚Schüler und Schülerinnen‘, Prof./-in
Hyperparallelisierung man, jedermann frau, jedefrau
Hyperkorrektur Gast, Mensch Gästin, Menschin
Morphematische Reaktivierung Magister Magistra
Alternieren Den Teilnehmern gefiel es gut. Keiner der Teilnehmer hat es bereut. Die Teilnehmer wollen wieder kommen. Den Teilnehmern gefiel es gut. Keine der Teilnehmerinnen hat es bereut. Die Teilnehmer wollen wieder kommen.
Hinweis: Bei der alternierenden Form wird satz-, abschnitts- oder kapitelweise zwischen der weiblichen und männlichen Form gewechselt.

Laut dem Leitfaden der schweizerischen Bundeskanzlei ist die Einklammerung der weiblichen Endung (z.B. Lehrer(in)) keine adäquate Lösung, weil in Klammern üblicherweise steht, was für das unmittelbare Verständnis nicht notwendig ist und deshalb überlesen werden kann.[9]

Laut dem Leitfaden sind Personenreferenzen mit grafischen Zeichen (z.B. Schrägstrich, Binnen-I, Auslassungsstrich) für fortlaufende Texte weniger geeignet als für verknappte Textpassagen, unvollständige Sätze und informelle Texte.[9]

Da durch den konsequenten Ersatz des generischen Maskulinums durch die Beidnennung die Lesbarkeit von Texten abnehmen kann, wird häufig stattdessen sprachliche Kreativität mit geschickteren Formulierungen empfohlen. Es gibt Handreichungen, die viele Beispiele für geschlechtsneutrale Formulierungen beinhalten, wie z. B. eine Broschüre[10] vom Ministerium für Justiz, Frauen, Jugend und Familie des Landes Schleswig-Holstein.

Neutralisierung[Bearbeiten]

Bei der Neutralisierung wird jeder Hinweis auf das Geschlecht entfernt. Geschlechtsneutrale Ersatzwörter können auf verschiedene Arten gebildet werden.

Bezeichnung Herkömmliche Formulierung Beispiele für Neutralisierung
Substantivierte Adjektive die Alkoholiker die Alkoholsüchtigen
substantivierte Partizipien I Studenten, Teilnehmer, Ausbilder Studierende, Teilnehmende, Ausbildende
substantivierte Partizipien II die Arbeitnehmer, die Parlamentarier die Angestellten, die Abgeordneten
Passivform Der Arbeitnehmer erhält die Kinderzulage mit dem Lohn. Die Kinderzulage wird mit dem Lohn ausgerichtet.
Partizipium Perfekt der Herausgeber, der Absender, der Verfasser herausgegeben von..., abgesandt durch..., verfasst von...
Funktionsbezeichnung der Geschäftsführer, Ansprechpartner die Geschäftsführung, Kontakt
Abstraktion der Kaufmann, der Lehrer, die Kollegen, die Kaufleute, die Lehrkraft, das Kollegium
Synonym die Mannschaft, Mädchenname, Zuhörer das Team, Geburtsname, Publikum
Adjektive Zugang für Rollstuhlfahrer rollstuhlgerechter Zugang
attributierte geschlechtsneutrale Begriffe der Betroffene, der Stimmberechtigte die betroffene Person, das stimmberechtigte Mitglied
Beschreibung Kundenberatung, Fußgängerweg Kundschaftsberatung, Gehweg
Hyperneutralisierung man mensch
Kurzwort, Abkürzung Student, Professor Studi, Prof.
X-Form[11] Student, Professor Studierx, Professx

Ungewohnte und wenig verbreitete Bildungen aus Partizipien I wie „Zufussgehende“ sind laut dem Leitfaden der Schweizerischen Bundeskanzlei zu vermeiden.[12]

Weitere Merkmale[Bearbeiten]

Als sexistisch wird in den „Richtlinien zur Vermeidung sexistischen Sprachgebrauchs“ nicht nur die Verwendung des generischen Maskulinums bewertet. Merkmal des sexistischen Sprachgebrauchs ist demnach auch die Erstnennung des Mannes in Paarbezeichnungen wie „Adam und Eva“, „Romeo und Julia“ oder „Herr und Frau Meier“, aber auch in Beidnennungen wie „Lehrer oder Lehrerin“ oder „Ärzte und Ärztinnen“. In der direkten Anrede „Meine Damen und Herren!“ ist die umgekehrte Reihenfolge geläufig. Politiker sprechen Bürger in Ansprachen zunehmend als „liebe Bürgerinnen und Bürger“ an und ihre Parteifreunde bei Versammlungen je nach Partei als „liebe Genossinnen und Genossen“ (linke Parteien) oder „liebe Freundinnen und Freunde“ (bürgerliche Parteien). Zu einer geschlechtergerechten Sprache gehört entsprechend, dass die Reihenfolge ungefähr gleich verteilt abwechselnd verwendet wird. Früher sprachlich gängige Unterordnungen der Frau als Anhängsel eines Mannes, z. B. „Herr Meier und Gattin“, „Familie Hans Meier“, „Ehepaar Hans Meier“, „10 Manager, darunter 2 Frauen“ werden zunehmend vermieden.

Eine weitere Forderung betrifft das respektvolle Sprechen über Frauen, insbesondere die Vermeidung abwertender Begriffe (Pejorative). Zwar gibt es auch für Männer Bezeichnungen mit negativer Konnotation, aber eine These der Feministischen Linguistik ist, dass diese in Anzahl und Verwendung viel geringer sind. Außerdem betrifft die Pejoration sowie die Euphemismus-Tretmühle eher gesellschaftlich schwache Gruppen und damit zumindest in der Vergangenheit eher weibliche als männliche Bezeichnungen.

Beziehungen zwischen adulten Geschlechtslexemen des Deutschen

Ein Resultat daraus sind einige sprachliche Asymmetrien, die in einer geschlechtergerechten Sprache beseitigt werden sollten. So wurde im Deutschen bis in die jüngere Vergangenheit zwischen Frau und Fräulein differenziert, während es etwas Ähnliches für Mann oder Herr nicht gibt. Neben dieser Nichtexistenz eines männlichen Äquivalents, das auch Jungfrau betrifft, verhalten sich auch die paarigen Lexeme asymmetrisch:

Mann – Frau
Gegen diese Grundopposition spricht für sich allein genommen nichts, lediglich in Kombination mit den folgenden Begriffspaaren kann sie problematisch sein.
Mann – Männin
Wie die meisten Maskulina ist auch Mann prinzipiell durch das Affix {-in} zu einer weiblichen Bezeichnung movierbar. Dies geschieht vor allem für Komposita wie Hauptmann – Hauptmännin, wo andere Varianten wie Hauptfrau semantisch bereits abweichend besetzt sind. Dies stärkt die prototypische Assoziation von Mann mit Mensch, zumal die Wörter etymologisch eng verwandt sind, und erklärt, warum es kein weibliches Pendant zu Mannschaft gibt.
Mann – Weib bzw. männlich – weiblich
Obwohl das Substantiv Weib im zeitgenössischen Sprachgebrauch nur noch pejorativ verwendet werden kann, fehlt diese Konnotation beim abgeleiteten Adjektiv, das statt ?fraulich oder *fräulich verwendet wird.
Herr – Dame
Dieses Begriffspaar dient der höflichen oder der unterordnenden Bezeichnung, insbesondere in der unpersönlichen Anrede. Es könnte zwar aus gesellschaftskritischer Sicht bemängelt werden, da es hierarchische soziale Rollen abbildet (vgl. Genosse, Bürger), aber für sich genommen wäre es aus feministischer Sicht unproblematisch, da sich beide Lexeme vom Grundpaar Mann – Frau unterscheiden. Allerdings wird mitunter die volksetymologische Beziehung zu den nur scheinbar verwandten, stark wertenden Adjektiven herrlich und dämlich problematisiert.
Herr – Herrin
Auch dieses Maskulinum kann, anders als etwa die Verwandtschaftsbezeichnungen Bruder, Vater, Onkel, moviert werden und ist dann ausschließlich für hierarchische Beziehungen geeignet.
Herr – Frau
In der persönlichen Anrede, ggf. ergänzt um den (Nach-)Namen, wird eine Mischung aus den bisher genannten Paaren verwendet. Dies wird teilweise als problematisch angesehen, weil Herr eine deutlich stärkere sozialhierarchische Komponente besitzt. Als formale Diminutive Frauchen und Herrchen im Sinne von ‚Besitzer von Haustieren‘ sind die Lexeme gleichwertig.
Kerl – Weib
In einigen paarigen Fügungen ist auch Kerl für die männliche Form gebräuchlich gebräuchlich, z.B. Teufelskerl, Teufelsweib. Im Unterschied zu Herr und Mann wird Kerl nie zu *Kerlin moviert.
Ø – Fräulein
Weder Herrlein noch Männlein ist Antonym zu ''Fräulein'', das sowohl als Anrede als auch als Bezeichnung bis ins späte 20. Jahrhundert gebräuchlich war.
Männchen – Ø
Im Sinne von ‚Figur‘ (z.B. Ampelmännchen) tritt Weibchen nicht paarig zu Männchen auf und auch Frauchen kann so nicht verwendet werden. Gelegentlich tritt ungewöhnlicherweise das phonologisch verwandte Mädchen als Alternative auf.
-mann – Ø
In einigen Komposita wie Blaumann, die unbelebtes bezeichnen, kann mann durch kein weibliches Lexem substituiert werden.
Ø – frau
Einige Komposita, bspw. Jungfrau und Putzfrau, sind so stark weiblich besetzt, dass sich bisher kein männliches Pendant entwickelt oder erhalten (vgl. Junker) hat. Stattdessen kann Jungfrau auch für Männer mit einem bestimmten Sternzeichen oder ohne sexuelle Erfahrung verwendet werden.
man – Ø
Das unbestimmte Pronomen man ist zwar etymologisch enger mit Mensch als mit Mann verwandt, aber da es genauso ausgesprochen wird, steht es ebenfalls in der Kritik und zum Teil werden parallel gebildete (*frau, *fra) oder umgeformte (*mensch, *men) Neologismen verwendet.

Das deutsche System der Possessiv- und Personalpronomen kennt die Geschlechtsunterscheidung nur in der dritten Person Singular, während andere Sprachen auch im Plural (bspw. Französisch) oder in der ersten oder zweiten Person unterscheiden, manche aber auch gar nicht.[13] Es gab verschiedene Vorschläge für neu einzuführende Pronomen, für die generelle Verwendung der neutralen Pronomen (es) oder für die Verwendung des geschlechtslosen Plurals (sie) auch für den Singular (wie das englische „singular they“). Allerdings entsprechen im Deutschen einige Formen des Neutrum-Pronomens dem Maskulinum (bspw. sein) und der Plural der dritten Person gleicht dem femininen Singular (sie, ihr). In der Praxis sind jedoch Beidnennung, Umformulierungen sowie die generische Verwendung des Maskulinums üblich. Ähnliches gilt für Relativpronomen und Attribute, die die Flexionsform des Substantivs, auf das sie sich beziehen, übernehmen, zumal sich die Endungen ähneln.

Pronomen der 3. Person
Personal Possessiv Relativ Demonstrativ Interrogativ Reflexiv
Nom Akk Dat Gen Nom Akk Dat Gen Nom Akk Dat Gen Nom Akk Dat Gen Nom Akk Dat Gen
Neutrum es es ihm seiner sein, seine seinen, seine seinem, seiner, seinen seines, seiner das das dem dessen das das dem dessen was wen wem wessen sich
Maskulinum er ihn der den der den wer
Femininum sie sie ihr ihrer ihr, ihre ihren, ihre ihrem, ihrer, ihren ihres, ihrer die die der der die die der deren
Plural ihnen denen deren deren, derer

Akzeptanz geschlechtergerechter Sprache[Bearbeiten]

Eichhoff-Cyrus und Dietrich untersuchten 1997 in einer repräsentativen Meinungsumfrage die Akzeptanz für bestimmte Formen von Formulierungen in Gesetzestexten. Dabei stellten sie fest, dass 42 % der über 700 Befragten neutrale Formulierungen, 37 % die Beidenennung und 19 % das generische Maskulinum präferierten.[14]

Auf Initiative der österreichischen Regierung sollte 2005 die Hymne Österreichs geändert werden und im Lied statt „Heimat bist du großer Söhne“ und „Vaterland“ durch „Heimat großer Töchter, Söhne“ und „Heimatland“ ausgetauscht werden. [15] Eine Umfrage des österreichischen Meinungsforschungsinstituts OGM, die 2005 im Auftrag der Tageszeitung Kurier durchgeführt wurde, ergab, dass 70 % der Bevölkerung eine Änderungen der österreichischen Bundeshymne ablehnten. Im November 2011 schließlich wurde die Änderung der Österreichischen Bundeshymne dennoch vom Parlament beschlossen.

Im Kontext von Rechtstexten untersuchten auch Steiger und Irmen 2007 die Akzeptanz für generisch maskuline, geschlechterindifferente sowie Beidnennungen. Die Ergebnisse zeigen eine breite Akzeptanz geschlechterindifferenter Bezeichnungsformen, die als geschlechtergerechter als die beiden anderen Alternativen beurteilt wurden.[16] 2011 wurde die Studie von Steiger und Irmen an drei Gruppen von Probanden wiederholt: Juristen, Personen über 60 Jahre und Menschen ohne einen akademischen Hintergrund. Das Ergebnis der Studie aus dem Jahr 2007 wurde bestätigt. Die teilnehmenden Personen zeigten eine große Akzeptanz für geschlechtsneutrale Bezeichnungen (z.B. die Wahlberrechtigten).[17]

Eine englischsprachige Untersuchung ergab, dass die gute Akzeptanz für geschlechtergerechte Sprache die Einschätzung von Personen, die geschlechtergerechte Formulierungen verwenden, positiv beeinflusst. Die Versuchsteilnehmenden lasen Transkripte einer Beratungssitzung, in welcher Berater entweder das generische he oder die inklusive Formulierung she or he verwendeten. Die Teilnehmenden schätzen die Berater, die geschlechtergerechte Formen nutzen, als weniger sexistisch ein und zeigten mehr Bereitschaft, diese Berater aufzusuchen.[18]

Verständlichkeit geschlechtergerechter Sprache[Bearbeiten]

"Gegen geschlechtergerechte Alternativen zum generischen Maskulinum wird häufig eingewandt, dass sie die Qualität und die kognitive Verarbeitung von Texten beeinträchtigte".[19][20]

In einigen sozial- und sprachwissenschaftlichen Studien wurden Akzeptanz und Verständlichkeit geschlechtergerechter Sprache untersucht (Prentice 1994; Frank-Cyrus und Dietrich 1997 ; Guyatt et al. 1997; Parks und Robertson 2000; Rothmund und Christmann 2003; Steiger und Irmen 2007; Braun et al. 2007). Die subjektive Beurteilung der Verständlichkeit geschlechtergerechter Sprachformen kann bei allen Studien als hoch beurteilt werden. Rothmund und Christmann fanden keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der subjektiven Verständlichkeit der verschiedenen Sprachformen. [21]

Um diese Frage empirisch zu untersuchen, wurde in einer Studie von Braun et al. aus dem Jahr 2007 überprüft, wie gut die Versuchsteilnehmenden die Inhalte eines Textes verarbeiteten und reproduzierten, der hinsichtlich der Form der Personenbezeichnung – generisches Maskulinum, Beidnennung mit Neutralisierung, Binnen-I – variierte.[19][20] Darüber hinaus bewerteten die Versuchspersonen den Text im Hinblick auf verschiedene Merkmale der Textqualität (Verständlichkeit, Güte der Formulierungen und Lesbarkeit). Hinsichtlich des Kriteriums der Verarbeitung und der Erinnerung gab es keine Unterschiede: Weibliche und männliche Teilnehmende zeigten bei allen drei Sprachformen eine ähnlich gute Verarbeitungs- und Erinnerungsleistung. Laut den Autoren dieser Studie belegen die Ergebnisse insgesamt, dass geschlechtergerechte Texte ähnlich erfolgreich verarbeitet werden können wie Texte mit generisch maskulinen Bezeichnungen.[19][21] Eine Besonderheit der Studie ist nach Angaben der Autoren, dass darin „nicht nur – wie in bisherigen Studien – die subjektive Bewertung verschiedener Merkmale der Textqualität erfasst wurde, sondern auch die Erinnerungsleistung für Informationen im Text als objektives Kriterium der erfolgreichen Informationsverarbeitung.“[19][20]

Gesetzeslage[Bearbeiten]

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Für den Sprachgebrauch im öffentlichen Dienst und im Schuldienst ist die Verwendung geschlechtsneutraler Formen in einigen deutschen Bundesländern vorgeschrieben (im Land Berlin seit 1991[22]). Gemäß Europarecht müssen Stellenanzeigen „geschlechtsneutral“ formuliert sein; dabei wird in Langfassungen von Splittingformen zumeist die weibliche Form zuerst angegeben. Neben Personalpronomen und Personenbezeichnungen werden auch die deklinierten Adjektive und Artikel gelegentlich doppelgeschlechtlich angeführt.

EU[Bearbeiten]

Europäische Gleichbehandlungsgesetze wie zum Beispiel das deutsche Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz folgen einer EU-Richtlinie und schreiben die Berufsbezeichnungen in Stelleninseraten „geschlechtsneutral“ vor. Vor allem bei englischen Bezeichnungen wie „Controller“ wird „Controller (m/w)“ verwendet, auch wenn bei hinreichender Eindeutschung die movierte Form „Controllerin“ möglich wäre.

AGG[Bearbeiten]

Das 2006 in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz versucht auf einer viel breiteren Basis als nur der Sprache Diskriminierung zu begegnen.

Andere Sprachen[Bearbeiten]

In der französischen Sprache bestehen für einige Berufsbezeichnungen geschlechtsneutrale Substantive, sogenannte épicènes, etwa l´architecte (der Architekt / die Architektin) le/la pianiste (der Pianist / die Pianistin), le/la sécretaire (der Sekretär / die Sekretärin) usw.[23] Als neue geschlechtsneutrale Bezeichnungen (nouveaux épicènes) kommen Bezeichnungen wie le/la juge (der Richter/ die Richterin) und le/la ministre (der Minister/ die Ministerin) hinzu: so löste etwa in der französischen Politik gegen Ende des 20. Jahrhunderts die Anrede Madame la Ministre die zuvor verwendete Anrede Madame le Ministre weitgehend ab.

In Schweden wird die Einführung eines geschlechtsneutralen Pronomens hen („er/sie“) diskutiert.[24]

Kritik[Bearbeiten]

Ein wesentlicher Einwand gegen die geschlechtergerechte Sprache lautet, die nach ihren Prinzipien verfassten Texte seien oft – besonders bei Beidnennung der Geschlechter (Splitting) – schwerer verständlich als Texte, die das generische Maskulinum verwenden.[25] Ein weiteres Problem bestehe darin, dass „gegenderte“ Texte wegen des Einsatzes von schriftbildbezogenen Gestaltungsmitteln wie Schrägstrich und Binnen-I für den mündlichen Vortrag wenig geeignet sind.

Ferner wird kritisiert, dass bei gegenderten Texten der Aspekt des Geschlechtlichen oft in einer Weise in den Vordergrund tritt, die von der intendierten Kernaussage ablenkt. Beispiel für eine konventionelle Formulierung: Ärzte betrachten den Therapeuten allenfalls als Tröster für ihre Patienten. Geschlechtergerechte Variante: Ärztinnen und Ärzte räumen dem therapeutischen Beruf allenfalls eine tröstende Funktion ein. Gisela Klann-Delius konstatiert, dass hier wesentliche „Ausdrucksnuancen verschwinden“ und der „konkrete Gehalt der Äußerung (Therapeut als Tröster) einer geschlechtergerechten aber weniger lebendigen und konkreten Darstellungsweise (...)“ geopfert werde. [25]

Ein weiterer Einwand lautet, die geschlechtergerechte Sprache würde die „Relevanz von Geschlecht als sozialer Kategorisierung“ weiter bekräftigen, obwohl die Intention des Gleichstellungsgedankens eigentlich in die gegenteilige Richtung ziele. [25]

Kritiker der Verwendung von Partizipien wenden ein, dass das substantivierte Partizip (Studierende) auf eine aktuell ausgeübte Tätigkeit bezogen sei, während das schon im Lateinischen substantivierte Partizip (studens ist das Partizip zu studere) im Wort „Student“ einen Status bezeichne. Nicht alle Studenten seien immer „studierend“ (ständig mit ihrem Studium beschäftigt) und nicht alle, die sich gerade Studien widmeten, seien zwangsläufig auch Studenten oder Studentinnen. Von Max Goldt stammt dazu das folgende Zitat: „Wie lächerlich der Begriff Studierende ist, wird deutlich, wenn man ihn mit einem Partizip Präsens verbindet. Man kann nicht sagen: In der Kneipe sitzen biertrinkende Studierende. Oder nach einem Massaker an einer Universität: Die Bevölkerung beweint die sterbenden Studierenden. Niemand kann gleichzeitig sterben und studieren.“[26]

Gemäß dem Rat für deutsche Rechtschreibung ist die Binnengroßschreibung keine Angelegenheit der Orthographie, sondern der Stilistik. Binnenmajuskeln wie das Binnen-I gelten im Deutschen als so stark markiert und ungewöhnlich, dass sie von einigen Wörterbüchern als falsch bezeichnet werden und von ihrer Verwendung abgeraten wird.

Auch wird behauptet, dass der generische Gebrauch maskuliner Personenbezeichnungen zum Repertoire aller Deutschsprechenden und -schreibenden gehöre und Verständnisprobleme erst dadurch entstünden, dass der Anteil spezifischer Maskulina an maskulinen Personenbezeichnungen ständig zunehme, wofür aber die Sprachreformer verantwortlich seien. Diese führten also erst den Zustand herbei, dass generische Maskulina nicht mehr verstanden würden.

Konkrete Diskussionen und populärer Metadiskurs[Bearbeiten]

Diverse Komiker wie z. B. Giro de Luca trieben mit Doppelformen wie „alle und allinnen“ ihre Späße. Eine derartige Szene gibt es bereits im Film Das Leben des Brian, in dem die „Volksfront von Judäa“ über ihre Angelegenheiten diskutierte und über permanente geschlechtliche Doppelbezeichnungen gestolpert ist, sodass niemand mehr verstand, was eigentlich ausgedrückt werden solle.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karin M. Eichhoff-Cyrus (Hg.): Adam, Eva und die Sprache. Beiträge zur Geschlechterforschung. Duden, Mannheim u.a. 2004. ISBN 3-411-04211-7.
  •  Luise F. Pusch (Hrsg.): Feminismus: Inspektion der Herrenkultur. Ein Handbuch. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-518-11192-2.
  •  Luise F. Pusch: Das Deutsche als Männersprache. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-518-11217-1.
  •  Luise F. Pusch: Gerecht und Geschlecht: neue sprachkritische Glossen. Wallstein, Göttingen 2014, ISBN 978-3-8353-1428-3.
  •  Elmar Schafroth: Berufsbezeichnungen für Frauen in Frankreich – Sprachpolitische Maßnahmen und sprachliche Wirklichkeit. In: Lebende Sprachen. Nr. 2, 1993 (PDF (434 KB), abgerufen am 30. Mai 2010).
  •  Dagmar Stahlberg, Sabine Sczesny: Effekte des generischen Maskulinums und alternativer Sprachformen auf den gedanklichen Einbezug von Frauen. In: Psychologische Rundschau. 52, Nr. 3, S. 131–140.
  •  Senta Trömel-Plötz: Vatersprache, Mutterland. Beobachtungen zu Sprache und Politik. Frauenoffensive, München 1992, ISBN 3-88104-211-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gleichstellungsbeauftragte an der Universität zu Köln: Leitfaden der Gleichstellungsbeauftragten zur geschlechtersensiblen und inklusiven Sprache
  2. Gisela Schoental: Personenbezeichnungen im Deutschen als Gegenstand feministischer Sprachkritik. In: Zeitschrift für Germanistische Linguistik 17, S. 301.
  3. Stahlberg/Sczesny u. a.
  4. Gisela Klann Delius: Sprache und Geschlecht. Stuttgart, Weimar 2005. S. 55: „Insgesamt deuten die Studien zum generischen Maskulinum in ihren Ergebnissen daraufhin, dass das generische Maskulinum als männlich gedeutet wird, vermutlich weil dies in vielen Kontexten der wahrscheinlichere Fall ist. Ob dies ein Effekt der Sprache, der lebensweltlichen Erfahrung und Gegebenheiten oder ein Effekt eines generellen Stereotyps ist, kann derzeit nicht klar entschieden werden. Da die Studien zum generischen Maskulinum fast ausschließlich mit studentischen Probanden durchgeführt wurden, kann nicht sicher behauptet werden, dass sie auf andere Gruppen generalisierbar sind.“
  5. Für Studien an (Klein-) Kindern vgl. beispielsweise: Vervecken, Hannover und Wolter (2013, doi:10.1016/j.jvb.2013.01.008); Conkright, Flannagan und Dykes (2000, doi:10.1023/A:1007167432657).
    Für Studien mit nicht-studentischen Stichproben vgl. beispielsweise: Gabriel und Mellenberger (2004, doi:10.1024/1421-0185.63.4.273), die aus Sportclubs rekrutierte Erwachsene untersuchten; Braun, Sczesny und Stahlberg (2005, doi:10.1515/comm.2005.30.1.1) verwendeten in Experimenten 1 und 3 nicht-studentische Stichproben; Blake und Klimmt (2010, doi:10.1007/s11616-010-0093-2) untersuchten gemischte Gruppen, die sowohl aus Studierenden als auch als Personen mit nicht-universitärem Hintergrund bestanden.
  6. Claudia Posch: Mitgefangen – Mitgehangen. Generisches Maskulinum und Normen geschlechtergerechten Sprachgebrauchs, in: Christina Antenhofer, Cordula Schnegg, Andreas Oberprantacher (Hrsg.): Methoden und Wahrheiten, Innsbruck Univ. PressInnsbruck 2011, ISBN 978-3-902811-17-2, S. 207–228
  7.  Lisa Irmen: Diskriminierung und Sprache. 22. Mai 2003 (Vortrag an der Universität Bern, PDF).
  8. Luise Pusch (Laut und Luise) – The P!nk Solution: Mit Ausrufungszeichen für gerechte Sprache
  9. a b Leitfaden zum geschlechtergerechten Formulieren im Deutschen. Schweizerischen Bundeskanzlei, in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, 2., vollständig überarbeitete Auflage 2009, S. 22.
  10.  Friederike Braun, Ministerium für Justiz, Frauen, Jugend und Familie des Landes Schleswig-Holstein (Hrsg.): Mehr Frauen in die Sprache. Dezember 2000, ISSN 0935-4646 (PDF).
  11. SPON: Gerechte Sprache an der Uni: Professix im Geschlechterkampf, 24. April 2014.
  12. Leitfaden zum geschlechtergerechten Formulieren im Deutschen. Schweizerischen Bundeskanzlei, in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, 2., vollständig überarbeitete Auflage 2009, S. 30.
  13. The World Atlas of Language Structures, chapter 31: Sex-based and Non-sex-based Gender Systems
  14. Karin M. Eichhoff-Cyrus (zu dem Zeitpunkt als Frank-Cyrus), Margot Dietrich: Sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern in Gesetzestexten. Eine Meinungsumfrage der Gesellschaft für deutsche Sprache. In: Der Sprachdienst. 41, Nr. 2, 1997, S. 55–68.
  15. Bericht über OGM-Umfrage: Große Mehrheit will die „Töchter“ nicht in der Hymne
  16. Vera Steiger, Lisa Irmen: Zur Akzeptanz und psychologischen Wirkung generisch maskuliner Personenbezeichnungen und deren Alternativen in juristischen Texten. In: Psychologische Rundschau, 58, Nr. 3, 2007, S. 190–200. doi:10.1026/0033-3042.58.3.190.
  17. Vera Steger und Lisa Irmen: Recht verständlich und ,,gender-fair”: Wie sollen Personen in amtlichen Texten bezeichnet werden? Ein Vergleich verschiedener Rezipientengruppen zur Akzeptanz geschlechtergerechter Rechtssprache. In: Linguistische Berichte. 2011, Nr. 227, August 2011, S. 297–326.
  18. Mark E. Johnson, Seana Dowling-Guyer: Effects of inclusive vs. exclusive language on evaluations of the counselor. In: Sex Roles. 34, Nr. 5–6, 1996, S. 407–418. doi:10.1007/BF01547809
  19. a b c d Friederike Braun, Susanne Oelkers, Karin Rogalski, Janine Bosak, Sabine Sczesny: “Aus Gründen der Verständlichkeit ...“: Der Einfluss generisch maskuliner und alternativer Personenbezeichnungen auf die kognitive Verarbeitung von Texten (PDF; 60 kB). In: Psychologische Rundschau. 53, Nr. 3, 2007, S. 183–189. doi:10.1026/0033-3042.58.3.183
  20. a b c Andreas Beelmann, Kai J. Jonas: Diskriminierung und Toleranz: Psychologische Grundlagen und Anwendungsperspektiven. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-91621-7, S. 204.
  21. a b Sascha Demarmels und Dorothea Schaffner: Gendersensitive Sprache in Unternehmenstexten. In: Sascha Demarmels, Wolfgang Kesselheim (Hrsg.): Textsorten in der Wirtschaft. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiebaden 2011, ISBN 978-3-531-17869-1, S. 109.
  22. Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) Berlin, 31. Dezember 1990, ersetzt durch den Landesgleichstellungsgesetz (LGG) in der Fassung vom 6. September 2002 (GVBl. S. 280), zuletzt geändert durch Achtes Gesetz zur Änderung des Landesgleichstellungsgesetzes vom 19. Juni 2006 (GVBl. S. 575)
  23. Schafrith2010
  24. Swedish School’s Big Lesson Begins With Dropping Personal Pronouns New York Times, 13. November 2012
  25. a b c Gisela Klann-Delius: Sprache und Geschlecht. Verlag Metzler. Stuttgart/Weimar 2005. S. 186.
  26. Max Goldt: Was man nicht sagt. In: Max Goldt: Wenn man einen weißen Anzug anhat. Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg 2002, ISBN 3-498-02493-0, S. 56