Langenfeld (Mittelfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Langenfeld
Langenfeld (Mittelfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Langenfeld hervorgehoben
49.61666666666710.516666666667303Koordinaten: 49° 37′ N, 10° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Scheinfeld
Höhe: 303 m ü. NHN
Fläche: 7,22 km²
Einwohner: 995 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91474
Vorwahl: 09164
Kfz-Kennzeichen: NEA, SEF, UFF
Gemeindeschlüssel: 09 5 75 138
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstr. 1
91474 Langenfeld
Webpräsenz: www.langenfeld-mfr.de
Bürgermeister: Reinhard Streng (Dorfgemeinschaft)
Lage der Gemeinde Langenfeld im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
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Über dieses Bild

Langenfeld ist eine Gemeinde im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, Mittelfranken. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Scheinfeld.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in den südlichen Ausläufern des Steigerwaldes.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Baudenbach, Neustadt an der Aisch, Sugenheim und Scheinfeld.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Langenfeld hat drei Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Im Hohelohischen Urkundenbuch wird Langenfeld erstmals am 23. Mai 1305 anlässlich der Übergabe der Veste Wernsberg von Heinrich von Hohelohe an seinen Vetter Konrad genannt: Hiltmar von Langenvelt tritt dabei als Zeuge auf. Von 1317 bis 1782 war Langenfeld im Besitz der Reichsritter von Seckendorff, die dort eine Burg besitzen und das Geleitrecht auf der Straße von Nürnberg nach Frankfurt (später Reichsstraße 8, jetzt Bundesstraße 8), soweit diese durch ihr Territorium führte, ausübten. Nach dem Dreißigjährigen Krieg ließen sich hier rund 40 protestantische Glaubensvertriebene aus Österreich nieder, die in ihrer neuen Heimat maßgeblich zum Wiederaufbau beitrugen.[3]. In der Folge entwickelte sich Langenfeld wirtschaftlich durch die Errichtung einer Posthalterei, die bis 1865 bestand. Neuer Burg- und Dorfherr wurde 1782 der Reichsfreiherr Franz Xaver von und zu Franckenstein, der aber seine Residenz nach Ullstadt verlegte. Die Burg wurde 1782 abgerissen, die Schlosskapelle zur Kirche erweitert und ein Kirchturm errichtet.

Wegen der guten Verkehrsverbindungen siedelten sich Handwerksbetriebe an, darunter der Geigen- und Harfenmacher Matthäus Scheinlein (1710–1771), dessen Instrumente bald in ganz Europa gespielt wurden. Der erfolgreichste Posthalter war Georg Moritz Stöcker, der von 1820 bis 1852 die Posthalterei Langenfeld führte,1825 in den bayerischen Landtag gewählt wurde und 1848/49 Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung war. Von 1865 bis 1991 war Langenfeld Eisenbahnstation an der Bahnstrecke Nürnberg–Würzburg.[4]

Um die Reichsstraße 8 (heute Bundesstraße 8) dem wachsenden Verkehr anzupassen, wurde sie 1938 so verlegt, dass sie nicht mehr durch den Ortskern von Langenfeld hindurch führte. Die Gefährdung Langenfelds durch Hochwasser wurde 1958/59 gebannt, da das Flüsschen Ehe im Zuge der Flurbereinigung reguliert wurde. Dies ermöglichte die Erschließung eines neuen Siedlungsgebietes, das bis 2005 bebaut wurde.

Bis 1975 hatte Langenfeld eine eigene Dorfschule, die ab 1535 in den Kirchenbüchern nachgewiesen ist. Das vierte Schulhaus (mit zwei Klassenräumen und zwei Lehrerwohnungen) wurde 1911 von der Gemeinde gebaut und 1975 zum Rathaus umgewidmet. 1997 plante der Gemeinderat die Erweiterung der engen Schulstraße und bemühte sich um Zuschüsse aus dem Städtebauförderungs-Programm, die 2007 gewährt wurden und die Schaffung des Dorfplatzes mit dem Paul-Reutter-Brunnen ermöglichte. Im Jahre 2008 erhielt Langenfeld ein neues Dorfzentrum durch die Errichtung eines Mehr-Generationen-Hauses. Dieses wurde im Wettbewerb Deutschland - Land der Ideen ausgezeichnet.[5]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder:

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Langenfeld (Mittelfranken)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Karl Stöcker (1845–1908), Landtags- und Reichstagsabgeordneter
  • Lissy Gröner (* 31. Mai 1954), deutsche Politikerin (SPD), MdEP (1989–2009), ehemaliges Mitglied im Bundesvorstand der ASF – Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, ASF-Bezirksvorsitzende von Mittelfranken, ehem. Frauenpolitische Sprecherin der SPE-Fraktion

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120410/174143&attr=OBJ&val=1462
  3. Eberhard Krauß: Exulanten im Evang.-Luth. Dekanat Neustadt an der Aisch. Nürnberg 2012 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 27), passim. ISBN 978-3-929865-32-5
  4. Harald Weigand: Von Langenvelt zu Langenfeld. 1991, S. 206.
  5. Seite von Land der Ideen, abgerufen am 21. März 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Langenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien