Marktbergel
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Burgbernheim | |
| Höhe: | 363 m ü. NN | |
| Fläche: | 24,2 km² | |
| Einwohner: |
1.557 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 64 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91613 | |
| Vorwahl: | 09843 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 75 143 | |
| Marktgliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Ansbacher Straße 1 91613 Marktbergel |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Karl Heinz Eisenreich (FW) | |
| Lage des Marktes Marktbergel im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim | ||
Marktbergel ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Burgbernheim.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Der Markt liegt östlich von Burgbernheim an den Nordrändern des Naturparks Frankenhöhe und der Frankenhöhe. Die höchste Erhebung ist mit 535 m ü. NN der Büttelberg. Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Burgbernheim, Illesheim, Oberdachstetten, Colmberg und Windelsbach.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die politische Gemeinde Marktbergel hat vier amtlich benannte Ortsteile[2]:
- Ermetzhof
- Marktbergel
- Munasiedlung
- Ottenhofen
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Frühgeschichte
In den Jahren 1996 und 2002 konnte bei Marktbergel Fundmaterial der neolithischen Goldberggruppe ausgegraben werden. Aufgrund günstiger Erhaltungsbedingungen blieb ein reiches Faunenmaterial erhalten. Etwa 500 Knochen waren bestimmbar. An Haustieren sind Rind, Schwein, Schaf/Ziege und Hund belegt. Aufgrund der an dem Material beobachteten Großwüchsigkeit der domestizierten Formen war eine größere Gruppe von Rindern und Schweinen nicht sicher als Wild- oder Hausform zu klassifizieren.
Unter den Knochen konnten Stücke ausgesondert werden, die für die Fragestellung der Nutzung tierischer Arbeitskraft im Neolithikum von Interesse sind. Aufgrund morphologischer Beckenmerkmale, metrischer Kriterien und Robustizität konnten ein weibliches und vier, evtl. fünf männliche Individuen sicher als Hausrinder bestimmt werden. Ferner ließen sich aufgrund eindeutiger Merkmale zwei der Becken kastrierten Tieren zuweisen, also Ochsen. Damit gelang in unseren Breiten der älteste Nachweis für den Einsatz von Ochsen als Zugtiere. Dafür sprechen erweiterte Gelenkflächen, die häufig durch Überbelastung entstehen. Die Zahl von zwei nachgewiesenen kastrierten unter acht bestimmten Hausrindern ist beachtlich.
Belege für Wagen in diesem Zeitabschnitt stehen noch aus. Denkbar ist aber das Ziehen von Schleifen oder Pflügen.
[Bearbeiten] Ortsgeschichte
Der Ort Marktbergel bestand ursprünglich aus den drei Siedlungen Niederhofen, Weiler und Bergel. Zwischen 1303 und 1312 erwarben die Burggrafen von Nürnberg Besitz in diesen Siedlungen. Mit Zustimmung von Kaiser Ludwig dem Bayern erhob Burggraf Friedrich IV. von Nürnberg 1328 den Ort zur Stadt. Kaiser Karl IV. bestätigte dies 1355. Jedoch entwickelte sich der Ort nicht zur Stadt, es kam lediglich spätestens wohl 1415 zum Zusammenschluss der drei Siedlungen.
Seit 1962 ist der Zusatz Markt fester Bestandteil des Ortsnamens.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Marktgemeinderat
Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Marktgemeinderat:
- CSU/Wählergemeinschaft 7 Sitze
- Freie Wähler 5 Sitze
[Bearbeiten] Wappen
Die Gemeinde Marktbergel führt seit dem 16. Jahrhundert ein eigenes Wappen. Die Wappenbeschreibung lautet: Geviert; 1 und 4: in Silber eine blaue Traube mit beblättertem grünem Stiel; 2 und 3: geviert von Silber und Schwarz.
Wappenbeschreibung: Die Vierung von Silber und Schwarz ist das zollerische Stammwappen und weist auf die Landesherrschaft der Burggrafen von Nürnberg und späteren Markgrafen von Brandenburg. Die Trauben versinnbildlichen den traditionellen Weinanbau im Gemeindegebiet. In einer Wappenzeichnung von 1717 sind die Felder mit den Trauben golden tingiert. Im Wappenkalender von 1767 sind die Felder vertauscht.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Der Markt Marktbergel liegt unmittelbar an der Bundesstraße 13 zwischen Ansbach und Würzburg.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
Marktbergel war bis 2006 auch Standort der Bundeswehr. In der Frankenkaserne auf dem Areal der ehemaligen MUNA war bis zu seiner Auflösung das Verteidigungsbezirkskommando 63 (VBK 63) stationiert, das für die Regierungsbezirke Mittelfranken und Schwaben zuständig war.
Nach Schließung der Kaserne zum 1. Juli 2006 stand die Liegenschaft zum Verkauf und war ungenutzt. Am 30. Juli 2008 wurde sie an die US-Streitkräfte übergeben, die sie seitdem weiter nutzen, wie schon vorher die Standortschießanlage und das restliche Gelände der ehemaligen MUNA.
[Bearbeiten] Literatur
- Köninger u.a. (Hrsg.) 2001: Schleife, Schlitten, Rad und Wagen, Schriftenreihe Hemmenhofener Skripte, Janus-Verlag, Freiburg i. Br. 2002 ISSN 1437-8620
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120213/152445&attr=OBJ&val=1463
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Gemeindefreies Gebiet: Osing
