Uehlfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Uehlfeld
Uehlfeld
Deutschlandkarte, Position des Marktes Uehlfeld hervorgehoben
49.67111111111110.722222222222278Koordinaten: 49° 40′ N, 10° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Uehlfeld
Höhe: 278 m ü. NHN
Fläche: 31,23 km²
Einwohner: 2861 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91486
Vorwahl: 09163
Kfz-Kennzeichen: NEA, SEF, UFF
Gemeindeschlüssel: 09 5 75 167
Marktgliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Rosenhofstraße 6
91486 Uehlfeld
Webpräsenz: www.uehlfeld.de
Bürgermeister: Werner Stöcker (CSU / Freie Wähler Uehlfeld)
Lage des Marktes Uehlfeld im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Uehlfeld ist ein Markt im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, Mittelfranken. Uehlfeld ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Uehlfeld.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Uehlfeld hat 13 Ortsteile[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Lonnerstadt, Höchstadt an der Aisch, Weisendorf, Dachsbach, Gutenstetten, Münchsteinach, Vestenbergsgreuth.

Geschichte[Bearbeiten]

Uehlfeld entstand vermutlich im 6. Jahrhundert, also in der Zeit, als sich die Franken nach Osten ausbreiteten und auch den Aischgrund in Besitz nahmen. Vermutlich stand eine der 14 Slawenkirchen aus der Zeit der Slawenmission Karls des Großen im Aischgrund in Uehlfeld.

Die erste urkundliche Erwähnung Uehlfelds datiert aus dem Jahr 1123. Der Ort wurde damals mit Oulentevelt bezeichnet. Später wurde daraus Ulletenvelt (1127), Uelevelt (1154), Ulfeldium (1158) oder Ulefelt (1181).

Uehlfeld ist mehrfach durch große Brände heimgesucht worden. Der letzte große Brand hat sich 1888 ereignet.

Auch Kriege haben in Uehlfeld ihre Spuren hinterlassen. Im Bauernkrieg (1524-1525) wurde das bis dahin existierende Schloss vernichtet. Der Zweite Markgrafenkrieg (1552) vernichtete die Ortsteile Nonndorf und Rothenberg, die anschließend nicht mehr aufgebaut wurden. Der Dreißigjährige Krieg hat mit dem kaiserlichen Oberst Kehraus[3] seine Spuren hinterlassen, dessen Truppen den Ort plünderten und niederbrannten.

Im Jahr 1649 wurde dem Ort der 1612 in Baudenbach geborene Pfarrer Veit-vom-Berg als Seelsorger zugeteilt. Er hielt seine Antrittspredigt vor 31 Zuhörern (10 Männer, 15 Frauen, 6 Kinder), den letzten Einwohnern nach einer entbehrungsreichen Zeit. Vor dem Krieg hatte Uehlfeld über 600 Einwohner. Nach Ende des Krieges ließen sich hier zahlreiche evangelische Glaubensvertriebene aus Österreich nieder, die in dem entvölkerten Gebiet maßgeblich zur Peuplierung und zum Wiederaufbau beitrugen.[4] Veit-vom-Berg blieb bis zu seinem Tode 1675 in Uehlfeld. Heute ist die Grund- und Hauptschule sowie eine Straße nach ihm benannt.

Die Bevölkerungszahl erreichte erst wieder Mitte des 19. Jahrhunderts die Zahl 600. Bis zu dieser Zeit kamen viele jüdische Händler als Neubürger nach Uehlfeld, so dass sich in dem Ort Handel und Gewerbe entwickelten. Die Juden errichteten eine Synagoge, eine Schule und legten nordwestlich des Ortes einen Jüdischen Friedhof an, auf dem noch etwa 275 Grabsteine erhalten sind.[5]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Tragelhöchstädt eingegliedert. Am 1. Januar 1972 folgten Demantsfürth und Peppenhöchstädt.[6] Am 1. Januar 1978 kam Schornweisach hinzu.[7]

Politik[Bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Der Marktgemeinderat hat 16 Mitglieder; die Sitzverteilung ergibt sich folgendermaßen (Stand: Kommunalwahl vom 2. März 2008):

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 21. März 1956 genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten; vorne geviert von Silber und Schwarz, hinten in Gold zwei von Rot und Silber geschachte Balken.“

Die vordere Schildhälfte ist das Wappen der zollerischen Burggrafen von Nürnberg und späteren Markgrafen von Brandenburg, die mit großer Wahrscheinlichkeit bereits seit dem 13. Jahrhundert die Herrschaft im Gemeindegebiet innehatten. Unter den häufig wechselnden Lehensherren waren die Truchsessen von Wetzhausen von besonderer Bedeutung für den Ort. Sie waren von 1433 bis 1592 Lehensinhaber. Daran erinnert ihr Wappen in der hinteren Schildhälfte im Gemeindewappen von Uehlfeld.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Torhaus über der B 470

Verkehr[Bearbeiten]

Uehlfeld liegt direkt an der Bundesstraße 470.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120410/195640&attr=OBJ&val=1478
  3. Von Kronach nach Nördlingen, Seite 117, Fußnote 73
  4. Eberhard Krauß: Exulanten im Evang.-Luth. Dekanat Neustadt an der Aisch. Nürnberg 2012 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 27), passim. ISBN 978-3-929865-32-5
  5. Geschichte Uehlfelds
  6.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 536.
  7.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 723.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Uehlfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien