Uehlfeld
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Uehlfeld | |
| Höhe: | 278 m ü. NN | |
| Fläche: | 31,23 km² | |
| Einwohner: |
2908 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 93 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91486 | |
| Vorwahl: | 09163 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 75 167 | |
| Marktgliederung: | 13 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Rosenhofstraße 6 91486 Uehlfeld |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Werner Stöcker (CSU / Freie Wähler Uehlfeld) | |
| Lage des Marktes Uehlfeld im Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim | ||
Uehlfeld ist ein Markt im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, Mittelfranken. Uehlfeld ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Uehlfeld.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Uehlfeld hat 13 amtlich benannte Ortsteile[2]:
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Lonnerstadt, Höchstadt an der Aisch, Weisendorf, Dachsbach, Gutenstetten, Münchsteinach, Vestenbergsgreuth.
Geschichte [Bearbeiten]
Uehlfeld entstand vermutlich im 6. Jahrhundert, also in der Zeit, als sich die Franken nach Osten ausbreiteten und auch den Aischgrund in Besitz nahmen. Vermutlich stand eine der 14 Slawenkirchen aus der Zeit der Slawenmission Karls des Großen im Aischgrund in Uehlfeld.
Die erste urkundliche Erwähnung Uehlfelds datiert aus dem Jahr 1123. Der Ort wurde damals mit Oulentevelt bezeichnet. Später wurde daraus Ulletenvelt (1127), Uelevelt (1154), Ulfeldium (1158) oder Ulefelt (1181).
Uehlfeld ist mehrfach durch große Brände heimgesucht worden. Der letzte große Brand hat sich 1888 ereignet.
Auch Kriege haben in Uehlfeld ihre Spuren hinterlassen. Im Bauernkrieg (1524-1525) wurde das bis dahin existierende Schloss vernichtet. Der Zweite Markgrafenkrieg (1552) vernichtete die Ortsteile Nonndorf und Rothenberg, die anschließend nicht mehr aufgebaut wurden. Der Dreißigjährige Krieg hat mit dem kaiserlichen Oberst Kehraus[3] seine Spuren hinterlassen, dessen Truppen den Ort plünderten und niederbrannten.
Im Jahr 1649 wurde dem Ort der 1612 in Baudenbach geborene Pfarrer Veit-vom-Berg als Seelsorger zugeteilt. Er hielt seine Antrittspredigt vor 31 Zuhöreren (10 Männer, 15 Frauen, 6 Kinder), den letzten Einwohnern nach einer entbehrungsreichen Zeit. Vor dem Krieg hatte Uehlfeld über 600 Einwohner. Veit-vom-Berg blieb bis zu seinem Tode 1675 in Uehlfeld. Heute ist die Grund- und Hauptschule sowie eine Straße nach ihm benannt.
Die Bevölkerungszahl erreichte erst wieder Mitte des 19. Jahrhunderts die Zahl 600. Bis zu dieser Zeit kamen viele jüdische Händler als Neubürger nach Uehlfeld, so dass sich in dem Ort Handel und Gewerbe entwickelten. Die Juden errichteten eine Synagoge, eine Schule und legten nordwestlich des Ortes einen Jüdischen Friedhof an, auf dem noch etwa 275 Grabsteine erhalten sind.[4]
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Tragelhöchstädt eingegliedert. Am 1. Januar 1972 folgten Demantsfürth und Peppenhöchstädt.[5] Am 1. Januar 1978 kam Schornweisach hinzu.[6]
Politik [Bearbeiten]
Marktgemeinderat [Bearbeiten]
Der Marktgemeinderat hat 16 Mitglieder; die Sitzverteilung ergibt sich folgendermaßen (Stand: Kommunalwahl vom 2. März 2008):
- CSU 4 Sitze
- SPD 1 Sitz
- Grüne 2 Sitze
- Freie Wählergruppe Bürgerblock 5 Sitze
- Überparteiliche Wählergruppe Schornweisach 3 Sitze
- Wählergem. Peppenhöchstädt-Gottesgab-Rohensaas 1 Sitz
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 21. März 1956 genehmigt.
Blasonierung: „Gespalten; vorne geviert von Silber und Schwarz, hinten in Gold zwei von Rot und Silber geschachte Balken.“
Die vordere Schildhälfte ist das Wappen der zollerischen Burggrafen von Nürnberg und späteren Markgrafen von Brandenburg, die mit großer Wahrscheinlichkeit bereits seit dem 13. Jahrhundert die Herrschaft im Gemeindegebiet innehatten. Unter den häufig wechselnden Lehensherren waren die Truchsessen von Wetzhausen von besonderer Bedeutung für den Ort. Sie waren von 1433 bis 1592 Lehensinhaber. Daran erinnert ihr Wappen in der hinteren Schildhälfte im Gemeindewappen von Uehlfeld.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Baudenkmäler [Bearbeiten]
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Uehlfeld liegt direkt an der Bundesstraße 470.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120410/195640&attr=OBJ&val=1478
- ↑ Von Kronach nach Nördlingen, Seite 117, Fußnote 73
- ↑ Geschichte Uehlfelds
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 536.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 723.
Weblinks [Bearbeiten]
Bad Windsheim | Baudenbach | Burgbernheim | Burghaslach | Dachsbach | Diespeck | Dietersheim | Emskirchen | Ergersheim | Gallmersgarten | Gerhardshofen | Gollhofen | Gutenstetten | Hagenbüchach | Hemmersheim | Illesheim | Ippesheim | Ipsheim | Langenfeld | Marktbergel | Markt Bibart | Markt Erlbach | Markt Nordheim | Markt Taschendorf | Münchsteinach | Neuhof a.d.Zenn | Neustadt a.d.Aisch | Oberickelsheim | Obernzenn | Oberscheinfeld | Scheinfeld | Simmershofen | Sugenheim | Trautskirchen | Uehlfeld | Uffenheim | Weigenheim | Wilhelmsdorf
Gemeindefreies Gebiet: Osing
