Uffenheim
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Uffenheim | |
| Höhe: | 329 m ü. NN | |
| Fläche: | 59,47 km² | |
| Einwohner: |
6146 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 103 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97215 | |
| Vorwahl: | 09842 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 75 168 | |
| Stadtgliederung: | 13 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marktplatz 16 97215 Uffenheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Georg Schöck (FWG) | |
| Lage der Stadt Uffenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim | ||
Uffenheim ist eine Stadt im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Mittelfranken. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Uffenheim.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Geologie und Landschaftsraum [Bearbeiten]
Geologisch liegt Uffenheim in den wenig verbogenen Sedimentschichten des Unterkeupers. Sie bestehen aus Tonen und Mergeln mit Kalk- und Sandsteinbänken. Der Werksandstein in der Mitte der Abfolge steht hier mit mehreren Metern Mächtigkeit an. Im Osten der Stadt liegt ein Aufwölbungszentrum des Uffenheimer Sattels.[2] Die unter dem Keuper liegenden Kalksteine des Oberen Muschelkalks werden von der von Ost nach West fließenden Gollach bis zu 20 Meter angeschnitten.[3] Sie wurden im Bereich der Oberen Mühle abgebaut. Aus der größeren Härte der Gesteine des Muschelkalks ergeben sich steilere Taleinschnitte der Gollach und ihrer Nebenbäche im Vergleich zur Umgebung. In den Eiszeiten wurde das Relief über weite Teile mit Löss bedeckt. Die fruchtbaren Böden, die sich dort entwickelt haben, sind Grundlage für die starke ackerbauliche Prägung der Landschaft. Uffenheim liegt im Gollachgau, der gemeinsam mit dem landschaftlich sehr ähnlichen Ochsenfurter Gau die naturräumliche Haupteinheit Ochsenfurter Gau und Gollachgau bildet, die innerhalb der Mainfränkischen Platten liegt[4].
Das Klima ist ganzjährig feucht mit durchschnittlichen Niederschlägen von 644 mm pro Jahr und Durchschnittstemperaturen um 8,3 °C.[5]
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Weigenheim, Markt Nordheim, Ergersheim, Gallmersgarten, Ohrenbach, Adelshofen, Simmershofen, Gollhofen.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Uffenheim hat 13 amtlich benannte Ortsteile[6]:
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Geschichte [Bearbeiten]
1103 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt Uffenheim unter den Edlen von Hohenlohe von Kaiser Karl IV. 1349 das Stadtrecht.
Später wurde die Stadt an die Burggrafen von Nürnberg verkauft. Als diese Kurfürsten von Brandenburg-Preußen wurden, kam die Stadt unter die Herrschaft der Markgrafen von Ansbach und übernahm die Reformation. Von 1792 bis 1806 war Uffenheim erneut preußisches Territorium, wobei der Freiherr von Hardenberg seine Reformen zunächst in diesem Gebiet erprobte.
Seit 1806 gehörte die Stadt zum Königreich Bayern. In den Jahren der Industrialisierung blieb Uffenheim kleinstädtisch und Mittelpunkt des fruchtbaren Gollachgaus.
Der Landkreis Uffenheim, der bis zum 1. Juli 1972 bestand, gehört seit der Gebietsreform zum Landkreis Neustadt an der Aisch (ab dem 1. Mai 1973 Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim). Aufgrund überregionaler Verkehrsanbindungen und Verbesserungen in der Infrastruktur wurde Uffenheim zum möglichen Mittelzentrum aufgestuft.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Brackenlohr, Rudolzhofen und Welbhausen eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam Custenlohr hinzu.[7] Uttenhofen folgte am 1. Januar 1978. Die Reihe der Eingemeindungen wurde am 1. Mai 1978 mit der Eingliederung von Langensteinach und Wallmersbach abgeschlossen.[8]
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Der Stadtrat besteht aus 20 Mitgliedern.
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Égletons, Dèpartement Corrèze, Frankreich
Pratovecchio, Toskana, Italien
Kolbudy, Pommern, Polen
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Museen [Bearbeiten]
- Heimatmuseum (Gollachgaumuseum) :Paläontologische Sammlung (fossile Pflanzen und Tiere aus der Gegend), prähistorische Funde von der Steinzeit bis zur Eisenzeit, Hallstattzeit, Bibelsammlung aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Bücher des 17. bis 19. Jahrhundert, handkolorierte Landkarten (17.–18. Jahrhundert), fränkisches Bauernzimmer und eine alte Küche. Eine Besonderheit ist die Uffenheimer Apotheke (die älteste Deutschlands) und eine Arzneimittelsammlung von 1786. Eine Militaria-Sammlung umfasst Gewehre, Helme und Blankwaffen des 18. und 19. Jahrhunderts sowie Ausrüstungsgegenstände der beiden Weltkriege.
Musik [Bearbeiten]
- Einige Männer- und Frauengesangsvereine, auch aus dem Umkreis stammend - Spezialisierung auf fränkisch-ländliche Volkslieder
- Chor der Christian-von-Bomhard-Schule
- Orchester der Christian-von-Bomhard-Schule
- Big Band der Christian-von-Bomhard-Schule
- Gesangsensemble HalbZehn (Männerquintett)
- Gesangsensemble Vocabella
Bauwerke [Bearbeiten]
- Schloss, ehemalige Wasserburg, nach einem Brand im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut. Nach den Renovierungsarbeiten 2006 bezog einen Teil des Schlosses das Finanzamt, welches ebenfalls den gegenüberliegenden Neubau in Anspruch nimmt.
- Evangelische Spitalkirche, 1360
- Scherenhof, bedeutendes fränkisches Fachwerkhaus mit Erker, 1571
- Reste der Stadtmauer mit Türmen
- Alte Post von 1709
Baudenkmäler [Bearbeiten]
Sport [Bearbeiten]
- Tennisclub Uffenheim (TC Uffenheim)
- Fußballverein Uffenheim (1.FV Uffenheim)
- Tanzsportverein Uffenheim (TSC Uffenheim)
- Sportgemeinschaft Bomhardschule Uffenheim (SBU)
- Dartclub Uffenheim (Sligo Power)
- Schützenverein Uffenheim (Kgl. Priv. Schützengesellschaft Uffenheim)
- Verein für deutsche Schäferhunde (Schäferhundeverein Uffenheim)
- Turnverein Uffenheim (TV Uffenheim)
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Der Bahnhof Uffenheim liegt an der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg. Hier fahren jeweils stündlich Züge nach Ansbach (Fahrtzeit 31min) bzw. Würzburg (Fahrtzeit 34min). Durch Uffenheim verläuft die Bundesstraße 13, in geringer Entfernung verläuft die Bundesautobahn 7.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
Im Gewerbegebiet Nord an der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg:
Im Gewerbegebiet an der Bundesautobahn 7:
- Eugen Trost – Logistikzentrum mit Zentrallager für ganz Deutschland mit einer bebauten Fläche von 22.000 m² (Angebot: Werkzeuge, KFZ/LKW-Teilen, Reparaturen etc.)
- IMRO Maschinenbau GmbH – Herstellung von Recycling- und Separationsanlagen sowie von Förderbändern für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche, weltweit liefernd
- Vvb-Verpackungs GmbH – Produktionsgebäude und Hochregallager mit einer bebauten Fläche von 10.000 m²
- Wolz Nautic OHG – Herstellung von Schiffsböden und Schiffsausrüstungen, weltweit liefernd
- Wahlers Forsttechnik – Vertrieb, Wartung und Ausrüstung von Holz-, Harvester- und Holzrückemaschinen[12]
- Mömax Logistik GmbH - Logistikzentrum mit Zentrallager[13]
- Gillig + Keller GmbH - Hallenbau-Spezialist[14]
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
- Finanzamt
- Ehemals im Wasserschloss untergebracht, nun im Neubau gegenüber. Der Umzug veranlasste die Stadt Uffenheim zu einem großflächigen Ausbau der Parkplätze und Zufahrtswege.
- Krankenhaus Uffenheim
- Eingegliedert in die Kliniken im Landkreis Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim mit einigen Praxen ansässiger Fachärzte.
Bildung [Bearbeiten]
- Die Christian-von-Bomhard-Schule[15] ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule in kirchlicher Trägerschaft. Sie ist Mitglied der Evangelischen Schulstiftung in Bayern. Dabei sind Gymnasium, Realschule und Fachoberschule für Sozialwesen unter einem Dach zusammen. In der Nähe der Schule besteht ein Internat für Mädchen und Jungen, die eine der Schulen besuchen. Als Gründungsjahr der Schule gilt 1531.
- Staatliche Volksschule (Grund- und Mittelschule)
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Johann Friedrich Christoph Bauer (1803–1873), Politiker und evangelischer Theologe
- Friedrich Grieninger (1835–1915), Bürgermeister von 1862 bis 1875, Reichstags- und Landtagsabgeordneter
- Karl Hillermeier (1922-2011), Mitglied der Bayerischen Staatsregierung von 1966 bis 1988; von 1977 bis 1988 stellvertretender Ministerpräsident
- Friedrich Karl Gottlob Hirsching (1762–1800), Verfasser von Nachschlagewerken
- Conz Schott von Schottenstein († 1526) verbrachte seine ersten Jahre in Uffenheim
- Friedrich Wencker-Wildberg (1893-1970), Schriftsteller und Landwirt
Bilder [Bearbeiten]
Literatur [Bearbeiten]
- J. A. Bullnheimer: Geschichte von Uffenheim: nebst historischen Notizen über dessen nahe und ferne Umgegend, Ansbach: Brügel 1905.
- Stadt Uffenheim (Hrsg.): 650 Jahre Uffenheim, Uffenheim 1999.
- Max Haber, Friedrich Wencker-Wildberg: Sechshundert-Jahrfeier der Stadt Uffenheim, Würzburg: Richter 1949.
- Uffenheimer Geschichte und Geschichten, Band 1-9; Wencker-Wildberg-Verlag, Uffenheim
- Walter Gebert u.a., Uffenheim von Anfang an - Archäologische Ausgrabungen am Schweinemarkt; Verlag SEEHARS, Uffenheim (1999)
- Heinz Hillermeier (Hrsg.), Uffenheim - Stadt und Land; Streifzüge durch die Geschichte unserer fränkischen Heimat; Verlag SEEHARS, Uffenheim (2004)
- Godehard Schramm / Ottmar Fick, Uffenheim und sein Gollachgau; Bildband schwarz-weiß; Verlag SEEHARS, Uffenheim (1989)
- Uffenheim in alten Ansichten; Wencker-Wildberg-Verlag, Uffenheim
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ Bayerisches Geologisches Landesamt (Hrsg.), 1976: Geologische Karte von Bayern 1:25.000 Blatt Nr. 6327/6427, Markt Einersheim / Uffenheim, Erläuterungen. Von Hellmut Haunschild.
- ↑ Bayerisches Geologisches Landesamt (Hrsg.), 1996: Geologische Karte von Bayern 1:500.000. 4. neubearb. Aufl., München.
- ↑ http://www.bfn.de/geoinfo/landschaften/
- ↑ Johannes Müller: Grundzüge der Naturgeographie von Unterfranken (=Fränkische Landschaft 1). Justus Perthes Verlag, Gotha 1996. S. 77.
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120410/195640&attr=OBJ&val=1479
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 583.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 723.
- ↑ http://www.kreis-nea.de/komxpress/DynDox/0582284B-3D7B-489C-B3BB-DDECC4726F14/Stadtratswahl%20Uffenheim%202008.pdf
- ↑ http://www.kreis-nea.de/wahl/gemwahl2002/gemuffenheim.pdf
- ↑ http://www.franken-west.de/unternehmen/referenzen/adidas-ag/
- ↑ http://www.franken-west.de/unternehmen/referenzen/wahlers-forsttechnik/
- ↑ http://www.franken-west.de/unternehmen/referenzen/xxxlutz/
- ↑ http://www.franken-west.de/unternehmen/referenzen/gillig-keller/
- ↑ Website der Christian-von-Bomhard-Schule
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Gemeindefreies Gebiet: Osing
