Uffenheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Uffenheim
Uffenheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Uffenheim hervorgehoben
49.54583333333310.231666666667329Koordinaten: 49° 33′ N, 10° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Uffenheim
Höhe: 329 m ü. NHN
Fläche: 59,47 km²
Einwohner: 6195 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97215
Vorwahl: 09842
Kfz-Kennzeichen: NEA, SEF, UFF
Gemeindeschlüssel: 09 5 75 168
Stadtgliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 16
97215 Uffenheim
Webpräsenz: www.uffenheim.de
Bürgermeister: Wolfgang Lampe (SPD)
Lage der Stadt Uffenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Landkreis Fürth Landkreis Ansbach Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Bamberg Gerhardshofen Bad Windsheim Baudenbach Burgbernheim Burghaslach Dachsbach Diespeck Dietersheim Emskirchen Ergersheim (Mittelfranken) Gallmersgarten Gollhofen Gutenstetten Hagenbüchach Hemmersheim Illesheim Ippesheim Ipsheim Langenfeld (Mittelfranken) Marktbergel Markt Erlbach Markt Nordheim Markt Taschendorf Münchsteinach Neuhof an der Zenn Neustadt an der Aisch Oberickelsheim Obernzenn Osing (Freimarkung) Simmershofen Sugenheim Trautskirchen Uehlfeld Uffenheim Weigenheim Wilhelmsdorf (Mittelfranken) Scheinfeld OberscheinfeldKarte
Über dieses Bild

Uffenheim ist eine Stadt im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Mittelfranken. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Uffenheim.

Geographie[Bearbeiten]

Geologie und Landschaftsraum[Bearbeiten]

Geologisch liegt Uffenheim in den wenig verbogenen Sedimentschichten des Unterkeupers. Sie bestehen aus Tonen und Mergeln mit Kalk- und Sandsteinbänken. Der Werksandstein in der Mitte der Abfolge steht hier mit mehreren Metern Mächtigkeit an. Im Osten der Stadt liegt ein Aufwölbungszentrum des Uffenheimer Sattels.[2] Die unter dem Keuper liegenden Kalksteine des Oberen Muschelkalks werden von der von Ost nach West fließenden Gollach bis zu 20 Meter angeschnitten.[3] Sie wurden im Bereich der Oberen Mühle abgebaut. Aus der größeren Härte der Gesteine des Muschelkalks ergeben sich steilere Taleinschnitte der Gollach und ihrer Nebenbäche im Vergleich zur Umgebung. In den Eiszeiten wurde das Relief über weite Teile mit Löss bedeckt. Die fruchtbaren Böden, die sich dort entwickelt haben, sind Grundlage für die starke ackerbauliche Prägung der Landschaft. Uffenheim liegt im Gollachgau, der gemeinsam mit dem landschaftlich sehr ähnlichen Ochsenfurter Gau die naturräumliche Haupteinheit Ochsenfurter Gau und Gollachgau bildet, die innerhalb der Mainfränkischen Platten liegt[4].

Das Klima ist ganzjährig feucht mit durchschnittlichen Niederschlägen von 644 mm pro Jahr und Durchschnittstemperaturen um 8,3 °C.[5]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Weigenheim, Markt Nordheim, Ergersheim, Gallmersgarten, Ohrenbach, Adelshofen, Simmershofen, Gollhofen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Uffenheim hat 13 Stadtteile[6]:

Geschichte[Bearbeiten]

1103 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt Uffenheim unter den Edlen von Hohenlohe von Kaiser Karl IV. 1349 das Stadtrecht.

Später wurde die Stadt an die Burggrafen von Nürnberg verkauft. Als diese Kurfürsten von Brandenburg-Preußen wurden, kam die Stadt unter die Herrschaft der Markgrafen von Ansbach und übernahm die Reformation. Ab 1500 lag die Markgrafschaft im Fränkischen Reichskreis. Von 1792 bis 1806 war Uffenheim erneut preußisches Territorium, wobei der Freiherr von Hardenberg seine Reformen zunächst in diesem Gebiet erprobte.

Seit 1806 gehörte die Stadt zum Königreich Bayern. In den Jahren der Industrialisierung blieb Uffenheim kleinstädtisch und Mittelpunkt des fruchtbaren Gollachgaus.

Der Landkreis Uffenheim, der bis zum 1. Juli 1972 bestand, gehört seit der Gebietsreform zum Landkreis Neustadt an der Aisch (ab dem 1. Mai 1973 Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim). Aufgrund überregionaler Verkehrsanbindungen und Verbesserungen in der Infrastruktur wurde Uffenheim zum möglichen Mittelzentrum aufgestuft.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Brackenlohr, Rudolzhofen und Welbhausen eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam Custenlohr hinzu.[7] Uttenhofen folgte am 1. Januar 1978. Die Reihe der Eingemeindungen wurde am 1. Mai 1978 mit der Eingliederung von Langensteinach und Wallmersbach abgeschlossen.[8]

Politik[Bearbeiten]

Stadtratswahl 2008[9][10]
Wahlbeteiligung: 63,21 % (2002: 80,72 %)
 %
40
30
20
10
0
31,71 %
29,39 %
24,18 %
14,73 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2002
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+1,84 %p
-4,79 %p
-2,67 %p
+5,63 %p

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat besteht aus 20 Mitgliedern.

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Heimatmuseum (Gollachgaumuseum): Paläontologische Sammlung (fossile Pflanzen und Tiere aus der Gegend), prähistorische Funde von der Steinzeit bis zur Eisenzeit, Hallstattzeit, Bibelsammlung aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Bücher des 17. bis 19. Jahrhundert, handkolorierte Landkarten (17.–18. Jahrhundert), fränkisches Bauernzimmer und eine alte Küche. Eine Besonderheit ist die Uffenheimer Apotheke, die älteste Deutschlands, und eine Arzneimittelsammlung von 1786. Eine Militaria-Sammlung umfasst Gewehre, Helme und Blankwaffen des 18. und 19. Jahrhunderts sowie Ausrüstungsgegenstände der beiden Weltkriege.

Musik[Bearbeiten]

  • Einige Männer- und Frauengesangsvereine, auch aus dem Umkreis stammend - Spezialisierung auf fränkisch-ländliche Volkslieder
  • Chor der Christian-von-Bomhard-Schule
  • Orchester der Christian-von-Bomhard-Schule
  • Big Band der Christian-von-Bomhard-Schule
  • Gesangsensemble HalbZehn (Männerquintett)
  • Gesangsensemble Vocabella
  • Shady Glamour - Rockband

Bauwerke[Bearbeiten]

Schloss Uffenheim
  • Schloss, ehemalige Wasserburg, nach einem Brand im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut. Nach den Renovierungsarbeiten 2006 bezog einen Teil des Schlosses das Finanzamt, welches ebenfalls den gegenüberliegenden Neubau in Anspruch nimmt.
  • Evangelische Spitalkirche, 1360
  • Scherenhof, bedeutendes fränkisches Fachwerkhaus mit Erker, 1571
  • Reste der Stadtmauer mit Türmen
  • Alte Post von 1709
  • Obere Mühle von 1776

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

  • Tennisclub Uffenheim (TC Uffenheim)
  • Fußballverein Uffenheim (1.FV Uffenheim)
  • Tanzsportverein Uffenheim (TSC Uffenheim)
  • Sportgemeinschaft Bomhardschule Uffenheim (SBU)
  • Dartclub Uffenheim (Sligo Power)
  • Schützenverein Uffenheim (Kgl. Priv. Schützengesellschaft Uffenheim)
  • Verein für deutsche Schäferhunde (Schäferhundeverein Uffenheim)
  • Turnverein Uffenheim (TV Uffenheim)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Uffenheim liegt an der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg. Hier fahren jeweils stündlich Züge nach Ansbach (Fahrtzeit 31min) bzw. Würzburg (Fahrtzeit 34min). Durch Uffenheim verläuft die Bundesstraße 13, in geringer Entfernung verläuft die Bundesautobahn 7.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Im Gewerbegebiet Nord an der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg ist adidas ansässig – Im Distributionszentrum erfolgt der Warenversand für den europäischen Raum.[11] Im Gewerbegebiet an der Bundesautobahn 7 finden sich die Trost Auto Service Technik, die Mömax Logistik, sowie Unternehmen für Maschinenbau, Verpackungstechnik, Herstellung von Schiffsböden und Schiffsausrüstungen, sowie Forsttechnik.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Finanzamt
Ehemals im Wasserschloss untergebracht, nun im Neubau gegenüber. Der Umzug veranlasste die Stadt Uffenheim zu einem großflächigen Ausbau der Parkplätze und Zufahrtswege.
  • Krankenhaus Uffenheim
Geschlossen seit August 2013. Ab Frühjahr / Sommer 2014 Eröffnung einer Psychosomatischen Klinik (Heiligenfeld)

Bildung[Bearbeiten]

  • Die Christian-von-Bomhard-Schule[12] ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule in kirchlicher Trägerschaft. Sie ist Mitglied der Evangelischen Schulstiftung in Bayern. Dabei sind Gymnasium, Realschule und Fachoberschule für Sozialwesen unter einem Dach zusammen. In der Nähe der Schule besteht ein Internat für Mädchen und Jungen, die eine der Schulen besuchen. Als Gründungsjahr der Schule gilt 1531.
  • Staatliche Volksschule (Grund- und Mittelschule)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • J. A. Bullnheimer: Geschichte von Uffenheim: nebst historischen Notizen über dessen nahe und ferne Umgegend, Ansbach: Brügel 1905.
  • Stadt Uffenheim (Hrsg.): 650 Jahre Uffenheim, Uffenheim 1999.
  • Max Haber, Friedrich Wencker-Wildberg: Sechshundert-Jahrfeier der Stadt Uffenheim, Würzburg: Richter 1949.
  • Uffenheimer Geschichte und Geschichten, Band 1-9; Wencker-Wildberg-Verlag, Uffenheim
  • Walter Gebert u.a., Uffenheim von Anfang an - Archäologische Ausgrabungen am Schweinemarkt; Verlag SEEHARS, Uffenheim (1999)
  • Heinz Hillermeier (Hrsg.), Uffenheim - Stadt und Land; Streifzüge durch die Geschichte unserer fränkischen Heimat; Verlag SEEHARS, Uffenheim (2004)
  • Gerhard Rechter: Uffenheim. Häusergeschichte von 1530 bis 1945. Nürnberg 2003 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 12), ISBN 978-3929865066
  • Godehard Schramm / Ottmar Fick, Uffenheim und sein Gollachgau; Bildband schwarz-weiß; Verlag SEEHARS, Uffenheim (1989)
  • Uffenheim in alten Ansichten; Wencker-Wildberg-Verlag, Uffenheim

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Uffenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Uffenheim – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerisches Geologisches Landesamt (Hrsg.), 1976: Geologische Karte von Bayern 1:25.000 Blatt Nr. 6327/6427, Markt Einersheim / Uffenheim, Erläuterungen. Von Hellmut Haunschild.
  3. Bayerisches Geologisches Landesamt (Hrsg.), 1996: Geologische Karte von Bayern 1:500.000. 4. neubearb. Aufl., München.
  4. http://www.bfn.de/geoinfo/landschaften/
  5. Johannes Müller: Grundzüge der Naturgeographie von Unterfranken (=Fränkische Landschaft 1). Justus Perthes Verlag, Gotha 1996. S. 77.
  6. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120410/195640&attr=OBJ&val=1479
  7.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 583.
  8.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 723.
  9. http://www.kreis-nea.de/komxpress/DynDox/0582284B-3D7B-489C-B3BB-DDECC4726F14/Stadtratswahl%20Uffenheim%202008.pdf
  10. http://www.kreis-nea.de/wahl/gemwahl2002/gemuffenheim.pdf
  11. http://www.franken-west.de/unternehmen/referenzen/adidas-ag/
  12. Website der Christian-von-Bomhard-Schule