Lebrade

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lebrade
Lebrade
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lebrade hervorgehoben
54.21666666666710.41666666666741Koordinaten: 54° 13′ N, 10° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Plön
Amt: Großer Plöner See
Höhe: 41 m ü. NHN
Fläche: 18,59 km²
Einwohner: 588 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24306
Vorwahl: 04383
Kfz-Kennzeichen: PLÖ
Gemeindeschlüssel: 01 0 57 045
Adresse der Amtsverwaltung: Heinrich-Rieper-Straße 8
24301 Plön
Webpräsenz: www.lebrade.de
Bürgermeister: Jörg Prüß (SPD)
Lage der Gemeinde Lebrade im Kreis Plön
Karte

Lebrade ist eine Gemeinde im Kreis Plön in Schleswig-Holstein.

Geografie[Bearbeiten]

Die Kreisstadt Plön liegt in einer wald- und seenreichen Umgebung etwa 7 km südlich von Lebrade, die Landeshauptstadt Kiel etwa 28 km nordwestlich und Lütjenburg etwa 17 km nordöstlich.

Das etwa 146 ha große Naturschutzgebiet Vogelfreistätte Lebrader Teich dient vor allem dem Vogelschutz.

Die Gegend ist durch zahlreiche Seen geprägt, zu ihnen zählen der Lebrader Teich, der Rixdorfer Teich, der Neubrooksteich, der Neue Teich, der Osterwischteich, der Rummel Teich, der Knipp Hagelsteich sowie der Schluensee.

Gliederung[Bearbeiten]

Lebrade besteht aus den Ortschaften Lebrade, Kossau und Rixdorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Kirche zu Lebrade

Die Kirche wurde 1240 erstmals erwähnt. Im Kern handelt es sich heute um einen 1699-1700 unter Einbeziehung der Nordwand des romanischen Vorgängerbaus auf Befehl des dänischen Königs Christian V. errichteten barocken Saalbau. Die Erstfassung der Ausmalung in Akanthusornamentik nach Vorbild der Rendsburger Christkirche wurde unter dem Rixdorfer Kirchenpatron Reichsgraf Wulf Hinrich von Baudissin 1758 in Rocaille-Formen erneuert. Nachdem sie 1830 überputzt worden waren, wurde die Rokoko-Fassung 1986-1988 freigelegt und restauriert.

Das Äußere ist 1873-1874 durch den Kieler Architekten Heinrich Moldenschardt in neugotischen Formen umgestaltet worden. Gleichzeitig kam es zum Anbau des markanten Westturmes, der einen früheren hölzernen Glockenturm ersetzt.

Gedenkstätte für die Gefallenen der Gemeinde

Gut Rixdorf[Bearbeiten]

Rixdorf liegt in einer Senke an der Kossau, einem kleinen Fluss. Das Herrenhaus, ein spätbarocker Ziegelbau, war ursprünglich durch einen Wassergraben umgeben, der heute jedoch aufgefüllt ist. Bemerkenswert ist das 99 m lange Torhaus des Guts. Zwischen 1745 und 1748 wurde ein Rokoko-Garten um das Herrenhaus angelegt, von dem jedoch nicht mehr viel erhalten ist.

Das Gut wurde 1424 als Besitz des Ritters von Riclikesdorp erwähnt.

Die denkmalgeschützten Reetdachbauten auf dem Gut sind weitgehend im Originalzustand erhalten.

Das Gut wird heute landwirtschaftlich genutzt.

Politik[Bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindervertretung hat die SPD seit der Kommunalwahl 2008 fünf, und die CDU und die Wählervereinigung ABL haben je zwei Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten und hinten geteilt. Vorn in Blau zwei schräggestellte goldene Schlüssel, hinten oben in Silber ein schräglinker blauer Wellenbalken, unten in Rot ein silberner Topfhelm mit zwei außen mit Federbüscheln besteckten Hörnern.“[2]

Verkehr[Bearbeiten]

Östlich von Lebrade verläuft die Bundesstraße 430 von Plön nach Lütjenburg.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Wolf Heinrich von Baudissin, auch von Baudis, ab 1641 Reichsgraf von Baudissin (* 1. September 1671 auf Gut Rixdorf; † 24. April 1748), kursächsischer Kabinettsminister, General im Großen Nordischen Krieg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lebrade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein