Martensrade

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Martensrade
Martensrade
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Martensrade hervorgehoben
54.27944444444410.392575Koordinaten: 54° 17′ N, 10° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Plön
Amt: Selent/Schlesen
Höhe: 75 m ü. NHN
Fläche: 19,53 km²
Einwohner: 958 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24238
Vorwahl: 04384
Kfz-Kennzeichen: PLÖ
Gemeindeschlüssel: 01 0 57 050
Adresse der Amtsverwaltung: Kieler Straße 18
24238 Selent
Webpräsenz: www.amt-selent-schlesen.de
Bürgermeisterin: Ulrike Raabe (CDU)
Lage der Gemeinde Martensrade im Kreis Plön
Karte

Martensrade ist eine Gemeinde im Kreis Plön in Schleswig-Holstein. Brook, Ellhornsberg, Klinten, Stellböken, Wittenberg und Wittenberger Passau sowie das Gut Wittenberg liegen im Gemeindegebiet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Martensrade liegt südlich vom Selenter See an der Bundesstraße 202. Im Süden liegt das Naturschutzgebiet Gödfeldteich. Von 1910 bis 1930 war Martensrade Bahnstation der Kleinbahn Kirchbarkau–Preetz–Lütjenburg, von 1910 bis 1938 war in Stellböken eine Bahnstation dieser Bahn.

Politik[Bearbeiten]

Von den elf Sitzen der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2008 sechs Sitze, die SPD vier und die Wählergemeinschaft WGM einen Sitz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Von Blau und einer roten Backsteinmauer durch einen nach oben gewellten, nach unten gezinnten silbernen Schrägbalken geteilt. Unten ein silberner Baumstumpf.“[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Überregional Bekanntheit erlangte Martensrade durch den Sitz der rechtsextremen Verlagsgruppe Lesen und Schenken von Dietmar Munier, die unter anderem die Wochenzeitung Der Schlesier sowie die Monatsmagazine Zuerst! und Deutsche Militärzeitschrift im deutschsprachigem Raum an Kiosken vertreibt.[3] Als Reaktion darauf wurde das Gemeinschaftshaus in Geschwister-Scholl-Haus umbenannt. [4][5]

Gut Wittenberg[Bearbeiten]

Wittenberg wurde 1299 erstmals erwähnt. Das Gut befindet sich seit 1584 im Besitz der Familie Reventlow.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Martensrade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  3. Mareike Fuchs, Boris Rosenkranz: Rechter Verlag in Martensrade; Zapp-Medienmagazin, 12. September 2012. Online auf NDR.de und auf Youtube.
  4. Martensrade bekommt Geschwister-Scholl-Haus – Andreas Breitner: Ein ganzes Dorf zeigt Mut und Entschlossenheit gegen Rechtsextremismus; Pressemitteilung des Innenministeriums des Landes Schleswig-Holstein, 9. September 2012
  5. Andreas Speit: Ein Dorf bezieht Stellung; taz, 10. September 2012