Martinshöhe

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Martinshöhe
Martinshöhe
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Martinshöhe hervorgehoben
49.3666666666677.4830555555556403Koordinaten: 49° 22′ N, 7° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Bruchmühlbach-Miesau
Höhe: 403 m ü. NHN
Fläche: 10,93 km²
Einwohner: 1571 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66894
Vorwahl: 06372
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 203
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Rathaus 2
66892 Bruchmühlbach-Miesau
Webpräsenz: www.martinshoehe.de
Ortsbürgermeisterin: Barbara Schommer (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Martinshöhe im Landkreis Kaiserslautern
Karte
Blick auf Martinshöhe
katholische Martinskirche
Die Fritz Claus Hütte des Pfälzerwald-Verein Martinshöhe

Martinshöhe (pflz. Maddinsheh oder besserbekannt als ``Merzeh`` ) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau an.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt westlich des Naturparks Pfälzerwald auf der Sickinger Höhe. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Schernau, Pletschmühle, Reesberger Hof, Sternbrunnerhof, Ziegelhütte und An der Dümpfelhecke.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes war im Jahr 1496 im Wormser Synodale.

Der Ort gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zu den reichsritterschaftliche Besitzungen der Grafen von Sickingen. Nach der Besetzung des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) gehörte der Ort von 1798 bis 1814 zum Kanton Homburg im Departement Donnersberg und wurde von der Mairie Lambsborn verwaltet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region zunächst zu Österreich, 1816 wurde es an das Königreich Bayern abgetreten. Unter der bayerischen Verwaltung kam der Kanton Homburg und damit auch die Gemeinde Martinshöhe 1818 zum Landkommissariat Homburg im Rheinkreis, aus dem 1862 das Bezirksamt Homburg entstand.

Religion[Bearbeiten]

2012 waren 70,5 Prozent der Einwohner katholisch und 18,7 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU Gesamt
2009 6 10 16 Sitze
2004 6 10 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Schwarz der goldgekleidete heilige Martin auf rotbezäumtem silbernem Ross (Schimmel), seinen Mantel mit einem silbernen Schwert teilend, darunter fünf silberne Bollen 2:1:2“.

Es wurde 1977 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt. Die Bollen verweisen auf die früheren Ortsherren, die Herren von Sickingen.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Martinshöhe

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die Kirchweih findet immer am Sonntag vor Michaeli, dem vierten Wochenende im September, das Dorffest am ersten Wochenende im August statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Bruchmühlbach-Miesau an der Bundesautobahn 6 SaarbrückenKaiserslautern, etwa sieben Kilometer entfernt.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Martinshöhe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 94 (PDF; 2,3 MB)
  3. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.