Rodenbach (Westpfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Rodenbach
Rodenbach (Westpfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Rodenbach hervorgehoben
49.4736111111117.6516666666667221Koordinaten: 49° 28′ N, 7° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Weilerbach
Höhe: 221 m ü. NHN
Fläche: 13,74 km²
Einwohner: 3100 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 226 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67688
Vorwahl: 06374
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 040
Adresse der Verbandsverwaltung: Rummelstraße 15
67685 Weilerbach
Webpräsenz: www.weilerbach.de
Ortsbürgermeister: Ralf Schwarm (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Rodenbach im Landkreis Kaiserslautern
Karte

Rodenbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Weilerbach an.

Geographie[Bearbeiten]

Rodenbach liegt 9 km nordwestlich von Kaiserslautern. Zu Rodenbach gehören auch die Wohnplätze Am Tränkwald, Berghof, Forsthaus Rodenbach, Mückenhof und Wasserhaus.[2]

Nachbarorte sind Weilerbach, Kaiserslautern-Siegelbach, Mackenbach und Kaiserslautern-Einsiedlerhof.

In Rodenbach herrscht ein gemäßigtes Klima.

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Maximal (Durchschnittswert) 04°C 05°C 10°C 13°C 19°C 22°C 25°C 25°C 20°C 15°C 09°C 05°C
Minimal (Durchschnittswert) −1°C −2°C 02°C 03°C 08°C 12°C 14°C 13°C 09°C 06°C 03°C 01°C

Geschichte[Bearbeiten]

Rodenbach gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum kurpfälzischen Gericht Weilerbach. Durch den Ort führte eine Straße von Lautern nach Kusel, deswegen war hier eine kurpfälzische Zollstätte.[3]

Im Jahr 1787 hatte die Gemeinde 52 Familien und 240 Einwohner. An Gebäuden wurden zwei Schulhäuser und 45 Wohnhäuser verzeichnet. Die Gemarkung Rodenbach umfasste 924 Morgen Äcker, 184 Morgen Wiesen, 7 Morgen Gärten und 100 Morgen Wald.[4]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufers eingenommen. Von 1798 bis 1814 gehörte die Region und damit auch Rodenbach zum Kanton Kaiserslautern im Departement Donnersberg. Im Jahr 1802 hatte Rodenbach 254 Einwohner: 79 Katholiken, 132 Reformierte, 31 Lutheraner und 12 Mennoniten.[3]

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen und einem bayerisch-österreichischen Staatsvertrag kam die Pfalz 1816 zum Königreich Bayern. Unter der bayerischen Verwaltung blieb die Gemeinde Rodenbach im Kanton Kaiserslautern, der Teil des Landkommissariats Kaiserslautern (1862 umbenannt in Bezirksamt Kaiserslautern) im Rheinkreis war. Im Jahr 1837 hatte Rodenbach bereits 612 Einwohner, davon waren 185 Katholiken, 419 Protestanten und 8 Mennoniten.[3]

Im Bayerischen Ortschaftsverzeichnis aus dem Jahr 1928 wird die Landgemeinde Rodenbach, nun zum bayerischen Regierungsbezirk Pfalz gehörend, wie folgt beschrieben: Insgesamt 1.385 Einwohner (357 Katholiken, 1.024 Protestanten und 4 sonstige), 199 Wohngebäude und eine Fläche von 1.348 Hektar; es gab eine Eisenbahnstation, ein Postamt, eine katholische und eine protestantische Schule sowie eine Kinderbewahranstalt. Neben dem Dorf Rodenbach gehörten zwei weitere Ortschaften zur Gemeinde: der Mückenhof (13 Einwohner, 2 Wohnhäuser) und das Rodenbacher Forsthaus (3 Einwohner).[5]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Rodenbach besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FWG WeinROD Gesamt
2009 9 4 5 2 20 Sitze
2004 8 4 5 3 20 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

Im Moment ist Georg Reuß von der SPD Ortsbürgermeister von Rodenbach.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Das Wappen von Rodenbach stellt in der Mitte einen Spaten und darunter den gleichnamigen Bach dar. Der Spaten steht für die Rodung in Rodenbach.

Blasonierung: „In Blau über silbernem Wellenbalken eine aufgerichtete silberne Pflugschar“.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert. Es gibt in Rodenbach die Bushaltestellen Aral, Bahnhof Abzweigung, Ortsmitte, Hünengrab, Schwimmbad und Weilerbacher Wäldchen. Von 1912 bis 1972 war Rodenbach über die sogenannte Bachbahn, die vom Bahnhof Lampertsmühle-Otterbach bis nach Weilerbach und ab 1920 bis nach Reichenbach führte, an das Schienennetz angebunden.

Die Gemeinde ist durch die A 6 (Anschlussstelle: Kaiserslautern-West) an das Autobahnnetz angebunden.

Bildung[Bearbeiten]

Der Ort beherbergt die Grundschule Rodenbach. Es gibt auch eine Bücherei und Mediathek.

Rodenbacher Glockenturm, erbaut 1911

Gewerbe[Bearbeiten]

Rodenbach verfügt über ein Gewerbegebiet mit Namen Am Tränkwald, in welchem zahlreiche Firmen ihren Sitz haben.

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

Freizeitliche Einrichtungen[Bearbeiten]

In Rodenbach gibt es ein bekanntes Waldschwimmbad, einen Minigolfplatz, einen Nordic Walking-Parcours, drei Fußballplätze (einen davon – mit Basketballfeld – in der Ortsmitte) sowie die 3 Plätze (einer davon Kleinspielfeld) des SV Rodenbach, einen Reiterhof, zwei Turnhallen, einen Hunde-Trainingsplatz, mehrere Tischtennisplatten und einen Beachvolleyballplatz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

1874 wurde in Rodenbach am „Fuchshübel“ ein keltisches Hügelgrab gefunden. Die wertvollen Grabbeigaben deuten darauf hin, dass es sich bei dem Bestatteten um einen bedeutenden Mann gehandelt haben muss. Das Keltengrab, das auf die Zeit um 400 v. Chr. datiert wird, ist seitdem als „Fürstengrab von Rodenbach“ bekannt und galt damals als bedeutendster Fund aus der Latènezeit nördlich der Alpen. Des Weiteren verfügt die Ortsgemeinde über den Skulpturenweg Rodenbach und ein Heidegericht aus dem 15. Jahrhundert.

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Name Rodenbach hat mit der außergewöhnlichen Rotfärbung des gleichnamigen Baches zu tun. Bei Regen färbt sich der Rodenbach aufgrund des hohen Lehm-Anteils im Boden stark rot, woraufhin der Ort anfangs noch Rotenbach, später dann Rodenbach genannt wurde.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anette Lenzing: Gerichtslinden und Thingplätze in Deutschland. Verlag Langewiesche, ISBN 3-7845-4520-3.
  • Gerold Scheuermann: Rodenbach. Die Geschichte eines Dorfes. Ortsgemeinde Rodenbach, Rodenbach 1978
  • Gerold Scheuermann: Rodenbach. Eine Bildergeschichte unseres Dorfes – wie es einmal war und wie es ist. 1300–2000. (Hrsg.: Ortsgemeinde Rodenbach anlässlich der 700-Jahr-Feier; gesammelt und gestaltet von Gerold Scheuermann), Ortsgemeinde Rodenbach, Rodenbach / Weilerbach 2000

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rodenbach (Westpfalz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Rodenbach – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 97 (PDF; 2,3 MB)
  3. a b c Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistische Beschreibung des kön. bayer. Rheinkreises, Band 3, Neidhard, 1837, S. 74 (Google Books)
  4. Johann Goswin Widder: Versuch einer vollständigen Geographisch-Historischen Beschreibung der Kurfürstl. Pfalz am Rheine, Band 4, Frankfurt und Leipzig, 1788, S. 287 (Google Books)
  5. Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1926 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928, Spalte 741 (digitale-sammlungen.de)
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen