Queidersbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Queidersbach
Queidersbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Queidersbach hervorgehoben
49.3744444444447.6352777777778321Koordinaten: 49° 22′ N, 7° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Kaiserslautern-Süd
Höhe: 321 m ü. NHN
Fläche: 14,78 km²
Einwohner: 2807 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 190 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66851
Vorwahl: 06371
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 037
Adresse der Verbandsverwaltung: Pirmasenser Straße 62-64
67655 Kaiserslautern
Webpräsenz: www.queidersbach-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Ralph Simbgen (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Queidersbach im Landkreis Kaiserslautern
Karte

Queidersbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd an, die ihren Verwaltungssitz in Kaiserslautern hat. Queidersbach ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt 10 km südwestlich von Kaiserslautern in einem natürlichen Wiesental im Biosphärenreservat Naturpark Pfälzerwald. Knapp zwei Drittel der 1500 ha umfassenden Gemarkung ist mit Wald bedeckt.

Durch Queidersbach fließt der gleichnamige Bach, welcher volkstümlich auch als Steinalb bezeichnet wird. Die Nachbargemeinden sind Kaiserslautern, Bann, Weselberg und Linden.

Zu Queidersbach gehören auch die Wohnplätze Forsthaus Stempelberg, Schweinstal und Zuckerhof.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde wurde 976 erstmals urkundlich erwähnt, als Kaiser Otto II. seinem Vasallen Biso Land am Quideresbach schenkte. Neben den Sickingern aus Landstuhl verzeichnet Queidersbach später auch eine französische Herrschaft sowie die Zugehörigkeit zu Bayern.

Name[Bearbeiten]

Der Ortsname leitet sich aus dem altdeutschen Rufnamen Quidhari ab. Der Name Quidhari setzt sich aus den zwei Bestandteilen „quid“ (= „reden“) und „hari“ (das heutige „Heer“) zusammen. Quidhari bedeutet demnach „Heerrufer“ oder „Herold“. Dabei ist anzumerken, dass germanische und altdeutsche Rufnamen oft willkürlich zusammengesetzt wurden und daher nicht immer einen eindeutigen Sinn ergeben. Ein Mann namens Quidhari also gab dem Bach an dieser Stelle seinen Namen, später entstand dort eine Siedlung, die den Namen des Gewässers erhielt. Damit reiht sich Queidersbach in die Gruppe der zahlreichen „-bach-Orte“ ein, die in der West- und Nordpfalz und weit darüber hinaus zur Zeit des Landesausbaus allenthalben entstanden sind.

Der heute gültige Ortsname wird erstmals im Jahre 1535 schriftlich erwähnt. Weitere überlieferte Ortsnamen bzw. Schreibweisen sind: „Quideresbach“ (976), „Der Hof zu Quidersbach“ (1347), „Henze von Quidersbach“ (1374), „Quiderspach“ (1434), „Queiderspach“ (1456), „Queyderßbach“ (1457) und „Queidersbacher Hof“ (1487).

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Queidersbach besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2009 8 12 20 Sitze
2004 1 8 11 20 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Ralph Simbgen (CDU)

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „In Rot ein blaubewehrter und -bezungter, goldbekrönter silberner Löwe, mit den Vorderpranken einen schwarzen Schild tragend, darin fünf silberne Bollen 2:1:2, überdeckt von einem schräglinks gelegten goldenen Krummstab“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zur Tausendjahrfeier 1976 entstand das "Museum Sickinger Höhe Queidersbach". Die Sammlung ist im alten Schulhaus (erbaut 1836) untergebracht. Dargestellt wird die Geschichte des Ortes. Zahlreiche Exponate zeugen vom Leben und Arbeiten der Vorfahren. Wechselnde Sonderausstellungen ergänzen das ständige Angebot.

siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Queidersbach

Brauchtum[Bearbeiten]

In Queidersbach findet am, auf den Namenstag des Heiligen Gallus (16.Oktober) folgenden Sonntag, die Kerwe statt, am 2. Wochenende im August das Dorffest, zu Fronleichnam das Fronleichnamsfest und in der Vorweihnachtszeit der Antoniusmarkt.

Infrastruktur und Verkehr[Bearbeiten]

Queidersbach verfügt über eine gute Infrastruktur. Ein Hotel, ein Gästehaus, Restaurants, Kindergarten, Jugendtreff, Schulen, Apotheke und Ärzte, einen Musikverlag sowie zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte und Handwerksbetriebe sind am Ort.

Queidersbach liegt an der in Nord-Süd-Richtung von Landstuhl nach Steinalben verlaufenden Landesstraße. Es liegt 5 km westlich der von Kaiserslautern nach Waldfischbach-Burgalben verlaufenden Bundesstraße 270; es liegt 2 km östlich der von Landstuhl nach Pirmasens verlaufenden Bundesautobahn 62 und 6 km südlich der von Kaiserslautern nach Saarbrücken verlaufenden Bundesautobahn 6. Die nächsten DB-Bahnhöfe sind in Kaiserslautern, Landstuhl und Schopp.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Hieronymus Bock (1498–1554), genannt Tragus, soll (nicht sicher nachgewiesen) in Queidersbach geboren worden sein.

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Alois Schmitt, langjähriger Bürgermeister und Mitglied des Kreistages.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Queidersbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 95 (PDF; 2,3 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Sitzungsprotokoll der Ernennung