Oberwolfach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Ortenaukreis | |
| Höhe: | 323 m ü. NN | |
| Fläche: | 51,27 km² | |
| Einwohner: |
2673 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 52 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 77709 | |
| Vorwahl: | 07834 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OG | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 17 093 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausstraße 1 77709 Oberwolfach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jürgen Nowak | |
| Lage der Gemeinde Oberwolfach im Ortenaukreis | ||
Oberwolfach ist eine Gemeinde im Ortenaukreis in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Der Luftkurort Oberwolfach liegt in 270 bis 948 Meter Höhe im mittleren Schwarzwald am Unterlauf der Wolf, einem Nebenfluss der Kinzig.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Die Gemeinde grenzt im Norden an Bad Peterstal-Griesbach, im Osten an Bad Rippoldsau-Schapbach im Landkreis Freudenstadt, im Süden an die Städte Wolfach und Hausach und im Westen an Oberharmersbach.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Zur Gemeinde Oberwolfach gehören die Dörfer Bei der Kirche und Walke, die Siedlung Grünach, die Weiler Battengott, Erzenbach, Frohnbach, Gelbach, Grangat, Kurzenbach, Rankach und Tiefenbach, die Höfe Hapbach, Landeck, Mitteltal, Obertal, Schwarzenbruch, Waldhans, Waldlehme und Zierle und der Wohnplatz Untertal. Im Gemeindegebiet liegt die abgegangene Ortschaft Tiefenbach.[2]
Geschichte [Bearbeiten]
1275 wurde Oberwolfach als Superioris Wolfach erstmals urkundlich erwähnt. 1409 taucht es als Ober-Wolfach und 1482 als obern Wolfach auf. Daneben wurde es auch als veteri Wolfach,[3] Alt-Wolfach oder – auch heute noch – im Wolftaler Dialekt als alde Wolfe bezeichnet.
Der Ort gehörte den Herren von Wolfach, die ihre Herrschaft im Wolftal, sowie im Kinzigtal hatten. Durch Heirat kam die Herrschaft Wolfach 1291 bereits an das Fürstenhaus Fürstenberg. Diese verpfändeten den Ort 1365 an die Stadt Wolfach und dann bis 1419 an Straßburger Familien. Oberwolfach gehörte zum fürstenbergischen Oberamt Wolfach.[4] 1806 fiel es mit diesem, wie das gesamte Wolftal, an das Großherzogtum Baden.
Politik [Bearbeiten]
Die Gemeindeverwaltung der selbständigen Gemeinde ist im Rathaus (Baujahr 1926) im Ortsteil Walke untergebracht. Im Bereich der Tourismusförderung und Flächennutzungsplanung arbeitet Oberwolfach innerhalb einer Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft mit dem Nachbarort Wolfach zusammen.
Gemeinderat [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 brachte folgendes Ergebnis:
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Museen [Bearbeiten]
- Das MiMa Mineralien- und Mathematikmuseum zeigt in einer Dauerausstellung Mineralien aus dem Schwarzwald und erklärt mathematische Phänomene.
- Das Besucherbergwerk Grube Wenzel ist eine begehbare Silbergrube aus dem 18. Jahrhundert. Dort wurde Flussspat, Schwerspat und Fluorit abgebaut.
Bauwerke [Bearbeiten]
- Die Pfarrkirche St. Bartholomäus befindet sich in der Mitte des Gemeindeteils Bei der Kirche und steht unter Denkmalschutz. Sie ist ein Werk des Fürstlich Fürstenbergischen Baumeisters Franz Joseph Salzmann. Grundsteinlegung für den Bau war im Jahre 1755. Das Innere wurde im Rokokostil mit reichhaltiger Stuckdecke errichtet. Der Hauptaltar und die Seitenaltäre besitzen barocke Säulenaufbauten mit Rocailleverzierung. Die Kirchweihe erfolgte 1762. Mit großem finanziellem und zeitlichem Aufwand wurde in den Jahren 1982 bis 1984 die ganze Innenausstattung der Kirche von einem ortsansäßigen Betrieb konserviert, renoviert und restauriert.
- Das Rathaus Oberwolfach wurde zwischen 1922 und 1926 von Architekt Stolz aus Hausach im historistischen Stil erbaut. In den Jahren 2001 und 2002 wurde es generalsaniert.
- Burgruine Wolfach
- Ruine Walkenstein
Sport [Bearbeiten]
Der Sportverein Oberwolfach ist der größte Verein in der Gemeinde und hat fast 1350 Mitglieder. Hauptsportart ist Fußball. Derzeit spielt der Verein in der Bezirksliga.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Haupterwerbszweige sind die Land- und Forstwirtschaft, der Fremdenverkehr, sowie ferner der Bergbau (in der Oberwolfacher Grube Clara wird Baryt abgebaut).
Weiterhin ist Oberwolfach unter Mineralogen weltweit bekannt als ergiebige Fundstätte seltener Mineralien.
Bildung [Bearbeiten]
In Oberwolfach gibt es eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule sowie in Ortsteil Walke eine weitere Grundschule. Dazu gibt es zwei römisch-katholische Kindergärten im Ort.
Eine Besonderheit ist das Mathematische Forschungsinstitut Oberwolfach, das als eine der „bedeutendsten Einrichtungen mathematischer Forschungen weltweit” gilt.[5] Das Institut vergibt den Oberwolfach-Preis.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Luitgard von Wittichen (1291–1348), Gründerin des Klosters Wittichen, lebte in Oberwolfach von 1303 bis 1323
- Johannes Groß (1879–1954), Politiker, Reichstagsabgeordneter
Mit Oberwolfach verbundene Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- William Threlfall (1888–1949), deutscher Mathematiker, starb in Oberwolfach
- Martin Barner (* 1921), 1963 bis 1994 Direktor des Mathematischen Forschungsinstituts
- Wilhelm Süss (1895–1958), 1944 Gründer des Mathematischen Forschungsinstituts
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 431–432
- ↑ Kirchenbuch Schapbach, Ehebuch 1720–1810, S. 55.
- ↑ Geschichte von Oberwolfach auf Mortenau.de
- ↑ Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 1. April 2008
Weblinks [Bearbeiten]
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