Renchen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Renchen
Renchen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Renchen hervorgehoben
48.5858333333338.0105555555556150Koordinaten: 48° 35′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 150 m ü. NHN
Fläche: 32,08 km²
Einwohner: 7343 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 229 Einwohner je km²
Postleitzahl: 77871
Vorwahl: 07843
Kfz-Kennzeichen: OG, KEL, LR, WOL
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 110
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 57
77871 Renchen
Webpräsenz: www.stadt-renchen.de
Bürgermeister: Bernd Siefermann (CDU)
Lage der Stadt Renchen im Ortenaukreis
Ill (Elsass) Ill (Elsass) Frankreich Landkreis Rastatt Baden-Baden Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Landkreis Freudenstadt Rheinau (Baden) Lauf (Baden) Sasbach Landkreis Rastatt Landkreis Rottweil Schwarzwald-Baar-Kreis Achern Achern Achern Appenweier Bad Peterstal-Griesbach Berghaupten Biberach (Baden) Durbach Ettenheim Fischerbach Friesenheim (Baden) Gengenbach Gutach (Schwarzwaldbahn) Haslach im Kinzigtal Hausach Hofstetten (Baden) Hohberg Hornberg Kappel-Grafenhausen Kappel-Grafenhausen Kappelrodeck Willstätt Kehl Kehl Kippenheim Kippenheim Kippenheim Lahr/Schwarzwald Lauf (Baden) Lauf (Baden) Lautenbach (Ortenaukreis) Mahlberg Mahlberg Mahlberg Meißenheim Mühlenbach (Schwarzwald) Neuried (Baden) Nordrach Oberharmersbach Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberwolfach Offenburg Ohlsbach Oppenau Ortenberg (Baden) Ottenhöfen im Schwarzwald Renchen Renchen Ringsheim Ringsheim Rust (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (gemeindefreies Gebiet) Sasbach Sasbach Sasbach Sasbachwalden Schuttertal Schutterwald Schwanau Seebach (Baden) Seelbach (Schutter) Steinach (Ortenaukreis) Willstätt Willstätt Wolfach Zell am Harmersbach RheinKarte
Über dieses Bild

Renchen ist eine kleine Stadt in Baden-Württemberg und gehört zum Ortenaukreis.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Renchen liegt in den Vorbergen des nördlichen Schwarzwalds am Ausgang des Renchtals in die Oberrheinische Tiefebene.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Stadt grenzt im Norden an die Stadt Achern, im Osten an Oberkirch, im Süden an die Gemeinde Appenweier, und im äußersten Nordwesten an die Stadt Rheinau.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Renchen besteht aus den Stadtteilen Erlach (ca. 900 Einwohner), Renchen und Ulm (ca. 1850 Einwohner). Die Stadtteile sind räumlich identisch mit den früher selbstständigen Gemeinden gleichen Namens. Die offizielle Benennung der Stadtteile Erlach und Ulm erfolgt durch vorangestellten Namen der Stadt und mit Bindestrich verbunden nachgestellt der Name des jeweiligen Stadtteils. In diesen beiden Stadtteilen sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet. In den beiden Ortschaften befinden sich örtliche Verwaltungsstellen unter den Bezeichnungen Ortsverwaltung Ulm und Ortsverwaltung Erlach. Alle drei Stadtteile bilden zugleich jeweils einen Wohnbezirk im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung.[2]
Zum Stadtteil Erlach gehört das Dorf Erlach. Zum Stadtteil Renchen gehören die Stadt Renchen und der Gemeindeteil Maiwald. Zum Stadtteil Ulm gehören das Dorf Ulm, die Zinken Kaier, Kolbenhalt und Reiersbach und das Gehöft Rothof. Im Stadtteil Erlach liegen die Wüstungen Oberhof und Zöllerhöfe, auf die jeweils nur ein Flurname hindeutet, und Walhofen. Im Stadtteil Renchen liegen die Wüstungen Brunnhurst, Holzhof, Hornhofen (möglicherweise aber umbenannt), Lohern, Schneckenhöfen und Schwenzelshöfen, das möglicherweise auch umbenannt wurde. Die Ortschaft Armenhöfen ist in Ulm aufgegangen.[3]

Erlach gewann im Jahr 2006 bei dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ eine Silbermedaille und einen Sonderpreis. Ulm hat eine eigene Brauerei.

Geschichte[Bearbeiten]

Renchen wurde erstmals urkundlich 1115 erwähnt. 1326 wurden Renchen die Stadtrechte verliehen. Durch die Zerstörungen des Dreißigjährigen Kriegs war der Ort jedoch zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken und verlor die Stadtrechte. 1838 wurde Renchen durch den Großherzog von Baden wieder zur Stadt erklärt, verlor das Recht, sich Stadt zu nennen, aber durch die neue deutsche Gemeindeordnung 1935 ein zweites Mal. 1950 wurden Renchen wegen seiner historischen Vergangenheit die Stadtrechte zum dritten Mal verliehen.

Bis 1973 gehörte Renchen zum Landkreis Kehl. Erlach und Ulm gehörten hingegen zum Landkreis Offenburg. Bei Auflösung der beiden Kreise fiel das gesamte Gebiet an den neugebildeten Ortenaukreis. Am 1. Januar 1975 wurden die beiden bis dahin selbstständigen Gemeinden Erlach und Ulm eingemeindet.

Wappen der früheren Gemeinden

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 45,1 % (–3,3 %p) zu folgendem Ergebnis:[4]

4
8
7
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Kommunalwahl 2009
 %
50
40
30
20
10
0
40 %
37,7 %
22,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+0,3 %p
+0,5 %p
-0,8 %p

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bernd Siefermann wurde bei der Bürgermeisterwahl am 9. November 2008 in seinem Amt bestätigt. Er erhielt ohne Mitbewerber 94,24 % der abgegebenen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 29,88 %.

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Silber ein rotes Kleeblattkreuz.“

Partnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Renchens Weinbrenner-Kirche

Bauwerke[Bearbeiten]

Im Ortskern von Renchen findet sich eine Kirche von Friedrich Weinbrenner, erbaut 1817 als schmuckloses, geometrisch gegliedertes Gebäude im Stil des Klassizismus.

Museen[Bearbeiten]

Das Simplicissimus-Haus beschäftigt sich mit der Rezeption der Werke von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen und stellt insbesondere auch moderne Kunst in Bezug auf Grimmelshausen aus.

Johann-Jacob-Christoph von Grimmelshausen-Preis[Bearbeiten]

Zusammen mit der Stadt Gelnhausen verleiht die Stadt den Johann-Jacob-Christoph von Grimmelshausen-Preis. Neben dem Literaturpreis wird seit 2003 an noch nicht etablierte Autoren ein Grimmelshausen-Förderpreis vergeben.

Parks[Bearbeiten]

Oberhalb des kleinen Stadtkerns Renchens liegt der Grimmelsenhausenpark. Neben der Naherholung dient der Park sowohl für Feste als auch für kleinere Freilichtauftritte.

Sport[Bearbeiten]

Renchen besitzt ein Freizeitbad, das die Sommermonate über geöffnete ist und jährlich über 80.000 Besucher zählt.


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Renchen liegt im Gebiet des Tarifverbundes Ortenau. Der Haltepunkt Renchen liegt an der Bahnstrecke Rheintalbahn (MannheimBasel). Dort halten stündlich Regionalzüge der DB Regio AG auf der Linie KarlsruheKonstanz.

Durch Renchen verläuft die Bundesstraße 3 (Buxtehude - Weil am Rhein). Über sie erreicht man die nächsten Anschlussstellen der Bundesautobahn 5, Achern und Appenweier.

Medien[Bearbeiten]

Lokale Tageszeitungen in Renchen sind der Acher- und Bühler Bote, eine Lokalausgabe der Badischen Neuesten Nachrichten (Karlsruhe)und die Acher-Rench-Zeitung, die zur Reiff-Gruppe (Offenburg) gehört. In Renchen erscheint zudem die Stattzeitung für Südbaden, eine in der alternativen Szene Süd- und Mittelbadens gelesene Zeitschrift.

Bildung[Bearbeiten]

Mit der Grimmelshausenschule verfügt Renchen über eine Grund, Haupt- und Realschule, an die auch eine Werkrealschule angegliedert ist. Daneben gibt es reine Grundschulen in allen drei Stadtteilen und die Förderschule Renchen. Renchen ist Sitz des Baden-Württembergischen Landesverbandes für Prävention und Rehabilitation e.V., einer Landeseinrichtung der Suchtkrankenhilfe (gegründet 1919 als Badischer Landesverband gegen den Alkoholismus e.V.).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Mit der Stadt verbunden[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Stadtteil Ulm ist bekannt für sein „Ulmer Bier“, als Spezialität das nur in Vollmondnächten gebraute „Vollmondbier“.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Stadt Renchen vom 23. Juni 1986, zuletzt geändert am 17. September 2001 (PDF; 36 kB)
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 379–382
  4. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Renchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien