Pangasinan

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Provinz Pangasinan
Offizielles Siegel der Provinz Pangasinan
Basisdaten
Region: Ilocos
Hauptstadt: Lingayen
Einwohnerzahl: 2.779.862
Zensus 1. Mai 2010
Bevölkerungsdichte: 518 Einwohner je km²
Fläche: 5.368 km²
Gouverneur: Amado Espino
Offizielle Webpräsenz: http://www.pangasinan.gov.ph/
Gliederung  
 – Hoch urbanisierte Städte
 – Provinzstädte 4
 – Gemeinden 44
 – Barangays 1364
 – Wahldistrikte 6
Lage der Provinz in den Philippinen
Karte

Pangasinan ist eine philippinische Provinz in der Ilocos-Region auf der Hauptinsel Luzon. Die Hauptstadt der Provinz ist Lingayen, welche am gleichnamigen Golf von Lingayen sowie an der Mündung des Flusses Agno liegt. Pangasinan grenzt an weitere Provinzen, wie La Union und Benguet im Norden, Nueva Vizcaya und Nueva Ecija im Osten sowie Zambales und Tarlac im Süden. Im Westen befindet sich das südchinesische Meer. In der bereits 1578 gegründeten Provinz, welche eine Fläche von 5.368 km² besitzt, leben 2.779.862 Menschen (Zensus 1. Mai 2010), wodurch sich eine Bevölkerungsdichte von 518 Einwohnern pro km² ergibt. In dem Gebiet wird neben Pangasinan auch Ilokano und Bolinao gesprochen. Der Anteil von Pangasinans und Ilokanos ist etwa gleich groß. Derzeitiger Gouverneur von Pangasinan ist seit 2007 Amado Espino.

Im Golf von Lingayen befindet sich außerdem der Hundred Islands National Park, ein Nationalpark mit 123 kleinen Inseln.

Städte und Stadtgemeinden[Bearbeiten]

Pangasinan ist untergliedert in 4 Städte und 44 Stadtgemeinden, die sich wiederum in 1.364 Baranggays aufteilen:

Städte[Bearbeiten]

Stadtgemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Pangasinan bedeutet wörtlich übersetzt „Der Ort, wo Salz gemacht wird“. Der Name verweist auf die bereits seit langem bestehende Salzerzeugung in der Provinz.

Der spanische Conquistador Martín de Goiti kam 1571 von Pampanga nach Pangasinan. Ein Jahr später erreichte der Conquistador Juan de Salcedo auf See von Süden aus den Golf von Lingayen und landete so an der Mündung des Agno. 1611 wurde Pangasinan offiziell zur Provinz ernannt, die zu jener Zeit noch Teile heutiger Provinzen umfasste. Darunter Zambales, La Union und Tarlac. Lingayen wurde dadurch auch zur Provinzhauptstadt und ist es bis heute geblieben. Die Bewohner der Provinz erhoben sich mehrfach gegen die spanische Oberherrschaft, die bekanntesten Aufstände waren der Malong-Aufstand (1660-1661) und der Palaris-Aufstand (1762-1765).

Der Golf von Lingayen war ein wichtiger strategischer Punkte im Zweiten Weltkrieg. Japanische Truppen landeten unter dem Befehl des Generalleutnant Masaharu Homma in Pangasinan im Dezember 1941, nur wenige Tage nach den Angriffen auf Pearl Harbor und begannen damit die Besetzung des Landes. Erst 1945 wurde die Provinz von der amerikanischen Truppen von den Japanern befreit.

Politik[Bearbeiten]

Für das Repräsentantenhaus der Philippinen verfügt die Provinz über sechs Wahlbezirke, die zurzeit von folgenden Abgeordneten besetzt sind:

Hochschulen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]