Pussy Riot

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Pussy Riot
Pussy Riot
Pussy Riot
Allgemeine Informationen
Herkunft Moskau, Russland
Genre(s) Punk-Rock, Riot Grrrl
Gründung 2011
Website pussy-riot.livejournal.com
Aktuelle Besetzung
Jekaterina Samuzewitsch u. a.

Pussy Riot ['pʊsɪ 'raɪət] (engl. „Muschi-Krawall“) ist eine 2011 gegründete feministische, regierungs- und kirchenkritische Punkrock-Band aus Moskau. Sie gilt als Vertreterin des Riot Grrrl Movement, und ihre Mitglieder geben Bands wie Bikini Kill als Vorbild an.[1] Die Gruppe ist ein loser Zusammenschluss von etwa zehn jungen Frauen. Ihr Markenzeichen sind spontane Auftritte an öffentlichen Orten, wie Metrostationen, auf Busdächern oder auf dem Roten Platz, bei denen sie Sturmhauben und leichte, grelle Kleider und Strümpfe tragen. Ihre Verhaftung im März 2012 löste zahlreiche Debatten in den russischen und internationalen Medien über Kunst, Religion und Politik aus.[2]

Selbstverständnis[Bearbeiten]

Pussy Riot versteht sich als komplett weibliches, autonomes Kollektiv, welches kein Geld für ihre Shows verlangt. Die Videos werden im Netz kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Gruppe veranstaltet die Performances immer illegal an öffentlichen Orten. Das Kollektiv spricht sich gegen jeglichen Personenkult und gegen Hierarchien aus. Die Masken trägt die Gruppe, nach eigenen Angaben, weil sie gegen die Idee ist, mit weiblichen Gesichtern als Markenzeichen zu werben.[3]

Mitglieder[Bearbeiten]

Jekaterina Stanislawowna Samuzewitsch (* 9. August 1982) arbeitete als Programmiererin beim Rüstungskonzern Morinformsistema-Agat, bevor sie sich an einer Fotoschule einschrieb und ebenfalls zu Woina stieß.[4]

Nadeschda Andrejewna Tolokonnikowa (* 7. November 1989) stammt aus Sibirien, studierte in Moskau Philosophie und lernte dort ihren späteren Mann Pjotr Wersilow kennen.[4] Gemeinsam waren sie Mitbegründer der Künstlergruppe Woina (Krieg), die mit Straßenkunst politische Provokation betrieb und durch Protestaktionen gegen die Staatsmacht bekannt wurde.[5]

Marija Wladimirowna Aljochina (* 6. Juni 1988) studierte in Moskau Journalistik, engagierte sich für Umweltprojekte und psychisch kranke Kinder.[4]

Frühe Auftritte[Bearbeiten]

Im Vorfeld der russischen Präsidentschaftswahlen war die Gruppe seit Oktober 2011 aktiv. Zahlreiche Auftritte auf öffentlichen Plätzen wurden von Bandmitgliedern gefilmt und auf dem Videoportal YouTube veröffentlicht. Die Aktionen hatten Performancecharakter, die Musik diente nur als Mittel zum Zweck.[4] Dabei äußerte die Band harsche Kritik am Präsidenten Wladimir Putin. In ihrem Blog rief sie dazu auf, öffentliche Orte in Russland zu besetzen. Für diese Aktionen gab es für die Band trotz Verstoßes gegen mehrere Paragraphen keine Anzeige. Auch die öffentliche Resonanz war sehr gering.[4]

„Punk-Gebet“ in der Christ-Erlöser-Kathedrale[Bearbeiten]

Hauptartikel: Pussy Riot: A Punk Prayer
Innenraum der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau (2004), Schauplatz der Protestaktion am 21. Februar 2012

Zu weltweiter Aufmerksamkeit gelangte die Band durch eine Aktion im zentralen Gotteshaus der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK), der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau am 21. Februar 2012.[6][7] Sie betraten dabei den Ambo der Kathedrale, dessen Betreten ohne eine ausdrückliche priesterliche Einladung für Privatpersonen nicht gestattet ist, und vollführten vor dem Altar ein „Punk-Gebet“ gegen die Allianz von Kirche und Staat.[8] Sie riefen unter anderem „Schwarze Kutten, goldene Epauletten“ und „Gottesscheiße!“.[9] Der Auftritt dauerte 41 Sekunden[10]. Für die Veröffentlichung im Internet wurden die Videobilder des Auftritts in der Christ-Erlöser-Kathedrale umgeschnitten, mit den Aufnahmen in einer anderen Kirche erweitert und mit einer neuen Tonspur unterlegt. Erst in dieser Version, behauptete später die Anklage, wurde Präsident Putin erwähnt: „Mutter Gottes, Jungfrau, verjage Putin“ und „Der Patriarch glaubt an Putin, obwohl er an Gott glauben sollte.“

Nach eigenen Angaben protestierten die Frauen von Pussy Riot mit ihrem Auftritt dagegen, dass der Patriarch der Russisch-Orthodoxen Kirche Kyrill I. Wladimir Putin vor den Präsidentschaftswahlen unterstützte und unter anderem sagte, Putin habe „die Krümmung der Geschichte zurechtgebogen“[11]. Sie protestierten gegen das von der russisch-orthodoxen Kirche geforderte Abtreibungsverbot („Um Seine Heiligkeit nicht zu beleidigen, müssen Frauen gebären und lieben“). In ihrem Lied unterstellen Pussy Riot dem Klerus die Mitarbeit mit der Staatssicherheit („Schwarze Kutte, goldene Epauletten“ und „Der KGB-Chef, ihr oberster Heiliger, lässt Protestler in Untersuchungshaft abführen.“)

Nach ihrer Aktion entschuldigten sich die Aktivistinnen bei den Gläubigen. Vor Gericht begründete Nadeschda Tolokonnikowa die Wahl einer Kirche als Auftrittsort auch damit, dass das Christentum „die Suche nach Wahrheit, nach konstanter Selbstüberwindung“ unterstütze und dass es kein Zufall sei, dass „Christus sich mit Prostituierten umgeben“ habe.[12]

Inhaftierung und Verfahren in erster Instanz[Bearbeiten]

Die drei Pussy-Riot-Mitglieder bei der Gerichtsverhandlung im Moskauer Stadtteil Taganski, Juni 2012.

Als Folge dieser Aktion wurden die drei Mitglieder Nadeschda Tolokonnikowa, Marija Aljochina und Jekaterina Samuzewitsch in Untersuchungshaft genommen. Gegen sie wurde Anklage wegen grober Verletzung der öffentlichen Ordnung (Rowdytum)[13] nach Paragraph 213 des russischen Strafgesetzbuchs erhoben.[14]

Der Patriarch der Russisch-Orthodoxen Kirche, Kyrill I., verurteilte die Aktion als Blasphemie[15] und wertete sie als Teil eines größeren Angriffs auf die Kirche, die von vielen Russen als Bestandteil ihrer nationalen Identität und wesentlicher Teil eines starken Staates gesehen wird. Ikonen-Schändungen und andere Akte des Vandalismus hätten seit dem Punk-Protest zugenommen. Mit einer Demonstration vor der Christ-Erlöser-Kathedrale brachten am 22. April 2012 mehrere zehntausend Gläubige ihre Unterstützung für die Kirche zum Ausdruck.[16] Auch die Regierung stellte den politischen Protest gegen Putin als eine Bedrohung für den Staat dar.[16] Gleichzeitig sprachen sich mehr als 2000 Gläubige in einem offenen Brief an Kyrill I. gegen eine Bestrafung der Bandmitglieder aus.[17] Zudem rief der Umgang mit den festgehaltenen Gruppenmitgliedern eine Protestwelle sowie zunehmende Kritik an der Kirche und ihren engen Beziehungen zur Regierung hervor.[16]

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte die Festnahme und Inhaftierung der Gruppenmitglieder und forderte deren sofortige Freilassung. Die Reaktion der russischen Behörden auf die friedlichen, wenn auch für einige anstößigen Meinungsäußerungen der Gruppe sei ungerechtfertigt.[18] Die Union der Solidarität für politische Gefangene (Союз солидарности с политзаключенными) hatte zuvor die drei inhaftierten Frauen als politische Gefangene anerkannt.[19] Wladimir Petrowitsch Lukin, Menschenrechtsbeauftragter der Regierung Putin, forderte eine Haftverschonung. Ein Strafverfahren sei „jenseits jeder Vorstellung“.[20] Aus Protest gegen den Beschluss, den Anwälten nur kurz Einsicht in die Unterlagen zu gewähren, kündigten Tolokonnikowa und Aljochina einen Hungerstreik an. Nach Expertenmeinung hatten die Frauen nur mit einer sehr geringen Geldstrafe wegen einer Ordnungswidrigkeit zu rechnen – sie befanden sich allerdings schon seit mehreren Monaten im Gefängnis.[21]

Im Juli 2012 wurden die Ermittlungen beendet und offiziell Anklage erhoben. Wegen „Rowdytums“ drohten ihnen je sieben Jahre Haft. Nach zwei Wochen beendeten Tolokonnikowa und Marija Aljochina, unter starken Kopfschmerzen leidend, den Hungerstreik. Seitdem befand sich Samuzewitsch im Hungerstreik, um gegen Justizwillkür zu protestieren. Der Regierung werfen Bürgerrechtler vor, an den Aktivistinnen ein Exempel statuieren zu wollen. Amnesty International erkennt die drei Frauen als politische Gefangene an.[22] Am 21. Juni 2012 beschloss ein Moskauer Gericht, dass sie ein weiteres halbes Jahr und damit mindestens bis 12. Januar 2013 in Untersuchungshaft bleiben sollen.[23] Abgeordnete des Deutschen Bundestages und der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung protestierten scharf.[24] Am 8. August 2012 wurde berichtet, dass 121 Bundestagsabgeordnete einen Brief an Russlands Botschafter in Deutschland, Wladimir Grinin, unterschrieben haben, in dem sie das Verfahren gegen die drei inhaftierten Frauen als unverhältnismäßig und drakonisch bezeichneten.[25][26]

Auch der russische Schauspieler Iwan Ochlobystin, der neben seinem Schauspielberuf als russisch-orthodoxer Priester tätig ist, setzte sich für Pussy Riot ein. Ochlobystin schrieb einen offenen Brief an Patriarch Kyrill I. Er drückte darin aus, dass die Art und Weise, wie man mit den Frauen von Pussy Riot verfahre, der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK) Schaden zufüge. „Mit jedem Tag, an dem die Teilnehmerinnen der Gruppe Pussy Riot im Gefängnis sitzen, verliert die Russisch-Orthodoxe Kirche die Unterstützung dutzender Christen im Alter von 16 bis 60 Jahren“, schrieb Ochlobystin in dem offenen Brief.[27] Auf der Website der Künstlergruppe Chto Delat? veröffentlichte der Philosoph Slavoj Žižek wiederum einen Kommentar, der zur Solidarität mit Pussy Riot aufruft und ihrer „Verkörperung einer Idee“ den „Pragmatismus der Macht“ des russischen Staates entgegenstellt, den er zuvor mit dem zaristischen Regime des frühen 20. Jahrhunderts vergleicht.[28]

Der Sänger Sting äußerte sich vor einem Konzert in Moskau kritisch über das Vorgehen der Behörden gegen Pussy Riot.[29] Die US-amerikanische Sängerin Madonna forderte auf einem Konzert in Moskau am 7. August 2012 die Freilassung der inhaftierten Bandmitglieder und wurde daraufhin öffentlich vom russischen Vize-Ministerpräsidenten Rogosin verbal angegriffen.[30] Der Musiker Paul McCartney sandte den drei Angeklagten über Twitter einen offenen Brief, in dem er ihnen viel Glück wünschte.[31] Auch Bands wie Franz Ferdinand, Faith No More und Red Hot Chili Peppers zeigten sich solidarisch mit Pussy Riot.[32]

Im Juli 2012 gab der bekannte Soziologe Alek Epstein einen Protestkunstbildband heraus, der aus Werken zusammengesetzt ist, die russische Protestkünstler geschaffen haben, um ihre Unterstützung für Pussy Riot zu äußern. Der Bildband ist von Alek Epstein mit einem eigenen Text versehen.[33][34]

Der offizielle Sprecher der Russisch-Orthodoxen Kirche Erzpriester Wsewolod Tschaplin sagte: „Gott vergibt keine Sünden, die nicht bereut werden … es ist eine anti-christliche Idee, anzunehmen, dass Gott alles vergibt.“ Die Kirche könne die Entscheidung des Gerichts nicht beeinflussen. Ein „Vergeben“ von Seiten der Kirche setze jedoch „Reue“ voraus.[35]

Am 2. August 2012 äußerte sich erstmals Russlands Präsident Wladimir Putin zu dem Verfahren. Während seines Besuchs in London sagte der russische Präsident über Pussy Riot: „Ich denke nicht, dass sie dafür zu hart verurteilt werden sollten“. Die Verteidigung sah in dieser Aussage einen möglichen Wendepunkt im Prozess gegen Pussy Riot.[36]

Der Kirchensprecher der Orthodoxen Kirche am 30. September 2012: „Die Kirche hofft aufrichtig auf die Buße derer, die die heilige Stätte entweiht haben“ „Das würde ihren Seelen auf jeden Fall guttun.“[37]

Urteil[Bearbeiten]

Alle drei Angeklagten hielten Schlussplädoyers.[38] In ihrem Schlusswort sagte Jekaterina Samuzewitsch:[39]

„Normalerweise wird erwartet, dass Angeklagte im Schlusswort Reue zeigen, die begangene Tat bedauern oder mildernde Umstände aufzählen. Bei mir und bei meinen Kolleginnen ist das absolut unnötig. […] Wieder einmal sieht Russland in den Augen der Weltgemeinschaft anders aus, als Wladimir Putin es bei seinen täglichen internationalen Begegnungen darstellen möchte. Alle von ihm versprochenen Schritte auf dem Weg zum Rechtsstaat sind ganz offenkundig nicht vollzogen worden.“

Nadeschda Tolokonnikowa erklärte:[39]

„Im Grunde genommen wird in diesem Prozess nicht über die drei Sängerinnen der Gruppe Pussy Riot verhandelt. Wäre es so, dann hätten die Vorgänge hier absolut keine Bedeutung. Dies ist eine Verhandlung über das gesamte Staatssystem der Russischen Föderation, das zu seinem eigenen Unglück in seiner Grausamkeit gegen die Menschen, seiner Gleichgültigkeit gegenüber ihrer Ehre und Würde, so gern das Schlimmste zitiert, was in der russischen Geschichte je geschehen ist. Diese Imitation eines Gerichtsverfahrens kommt dem Muster der ‚Gerichtstroiken‘ der Stalinzeit nahe.“

Marija Aljochina sagte:[39]

„Wir sind nicht schuldig, davon spricht die ganze Welt. Sie spricht davon auf Konzerten, im Internet, in der Presse. Und sie spricht davon in Parlamenten. […] Nachdem ich fast ein halbes Jahr im Untersuchungsgefängnis verbracht habe, ist mir klargeworden, dass das Gefängnis Russland im Miniaturmaßstab ist.“

Am 17. August 2012 wurden die Beschuldigten von Richterin Marina Syrowa wegen „Rowdytums aus religiösem Hass“ schuldig gesprochen, mit der Begründung sie hätten "die soziale Ordnung grob unterwandert".[40] Die Angeklagten wurden zu jeweils zwei Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Die sechsmonatige Untersuchungshaft wird angerechnet.[41] Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre Haft gefordert.

Die Verurteilten legten am 27. August 2012 Berufung ein,[42] die zunächst zum 1. Oktober anberaumte Berufungsverhandlung musste auf den 10. Oktober 2012 vertagt werden, nachdem eine der Angeklagten ihren Verteidiger entlassen hatte.[43]

Rezeption[Bearbeiten]

Der vom russischen Parlament eingesetzte Menschenrechtsbeauftragte, Wladimir Lukin, kritisierte das Pussy-Riot-Urteil. Er nannte die Strafe für die Frauen von Pussy Riot überzogen. Sollte die Berufungsinstanz nicht zugunsten der drei Frauen entscheiden, habe er die Befugnis, gegen das Urteil Beschwerde einzulegen; er erwäge, dies zu tun.[44]

Auf Spiegel Online wurde kommentiert:[45]

„Mit ihr [Anm.: der Urteilsverkündung] endet ein Prozess, der Russlands Gesellschaft wie kein anderer gespalten und Russlands Bild im Ausland nachhaltig geschadet hat.“

Das Verfahren und das Urteil wurden vielfach kritisiert.[46][47][48][49] Der russisch-orthodoxe Protodiakon Andrei Kurajew warf der Staatsanwaltschaft vor, mit den Formulierungen des Tatvorwurfs in der Anklage die Russisch-Orthodoxe Kirche zu beleidigen und die Anklage auf eine fehlerhafte Auslegung des Kanons der Kirche aufgebaut zu haben.[50]

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte, „das unverhältnismäßig harte Urteil“ stehe nicht „im Einklang mit den europäischen Werten von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie“. Zu diesen habe sich Russland als Mitglied des Europarats bekannt. „Eine lebendige Zivilgesellschaft und politisch aktive Bürger“ seien „eine notwendige Voraussetzung und keine Bedrohung für Russlands Modernisierung“. Neben Außenminister Guido Westerwelle, der sich „besorgt“ über die Auswirkungen des Urteils auf die „Entwicklung und Freiheit der russischen Zivilgesellschaft insgesamt“ zeigte, übte auch der Menschenrechtsbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Markus Löning (FDP) Kritik. Er nannte das Urteil „unverhältnismäßig hart“ und forderte eine Begnadigung der Musikerinnen. Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste, sprach von einem „politischen Skandal“.[46]

Auch aus der deutschen Opposition kamen kritische Stimmen: Die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth, verurteilte das Verfahren als „Schauprozess“ und „Bankrotterklärung“ der russischen Justiz. Die Chefin der Linken, Katja Kipping sagte „Putins Gesinnungsjustiz“ habe „drei weitere Opfer gefordert“. Sie brachte die Prüfung finanzieller Sanktionen ins Gespräch. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sah die Härte, mit der der russische Staat vorginge, „in einer Reihe von Entscheidungen wie dem neuen Gesetz für Nicht-Regierungsorganisationen oder zum Demonstrationsrecht, die die ohnehin schwache Zivilgesellschaft zurückdrängen und einer rigiden staatlichen Kontrolle zu unterwerfen drohen.“[51]

US-Präsident Barack Obama zeigte sich über das Urteil „enttäuscht“. Ein Sprecher des Weißen Hauses nannte die Strafen „unverhältnismäßig“.[52] Weitere Kritik kam von der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, die auf den „Respekt vor den Menschenrechten“ als einen „unabkömmliche(n) Bestandteil der Beziehungen zwischen Russland und der EU“ verwies. Ebenso kritisierten die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International den Schuldspruch. Stellvertretend für letztere nannte Russlandexpertin Friederike Behr das Urteil ein „erschütterndes, politisch motiviertes Unrecht“, es sei „ein harter Schlag gegen die Meinungsfreiheit in Russland“. Kritik kam auch vom Menschenrechtsexperten der Regierung selbst, Michail Fedotow, der von einem „gefährliche(n) Präzedenzfall“ sprach. Der russische Oppositionelle und Bürgerrechtler Alexei Nawalny kritisierte die „demonstrative Vernichtung der Justiz“.[53]

Laut einiger Umfragen, die von russischen Meinungsinstituten und Medien durchgeführt wurden, wird der Auftritt Pussy Riots in der Christ-Erlöser-Kathedrale von der russischen Bevölkerung überwiegend negativ und ihre Verurteilung eher positiv gesehen.[54][55] Jeweils etwa die Hälfte der Befragten hielt die verhängten Haftstrafen für angemessen und gab an, an die Objektivität des Gerichtsprozesses zu glauben.[56][57][58]

Vertreter des deutschen Protestantismus kritisierten die Debatte um Pussy Riot. Demnach dominiere der Aspekt „Recht auf Meinungsfreiheit“ in den Medien, der Bezug zu der praktizierten und propagierten Gotteslästerung dagegen werde übergangen. Der wünschenswerte Einsatz für Menschenrechte werde konterkariert, wenn er zu Lasten der religiösen Gefühle gehe, äußerte der evangelische Pastor Ulrich Rüß. Sein Fazit lautet: „Blasphemie taugt nicht als Mittel des Protests.“

Drei Sympathisanten von Pussy Riot störten am 19. August mit lauten Parolen den katholischen Gottesdienst im Kölner Dom.[59][60] Sie wurden wegen „Störung der Religionsausübung, Hausfriedensbruch und Verstoß gegen das Versammlungsrecht“ angezeigt.[61]

Der katholische Bischof Stephan Ackermann bezeichnete den Auftritt von Pussy Riot zwar als eine „Provokation“, die „nicht konsequenzlos hingenommen werden“ könne, bezeichnete das Urteil jedoch als völlig überzogen und unangemessen, weil durch den Auftritt keine Menschen zu Schaden gekommen seien und auch nicht zu Gewalt aufgerufen wurde.[62]

In Wien kam es in der St. Nikolauskirche, im Stephansdom und vor dem Burgtheater zu Solidaritäts- und Protestaktionen für Pussy Riot. Nach einer Anzeige des Pfarrers von St. Nikolaus wegen Störung der Religionsausübung begann das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung mit Ermittlungen.[63][64][65]

In einem Artikel für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung bewertete Moritz Gathmann die Berichterstattung über Pussy Riot und den Prozess kritisch. Er warf den westlichen Medien vor, die Künstlerinnen grundsätzlich zu positiv und den russischen Staat negativ zu zeichnen, und zog Parallelen zwischen den „vulgären Provokationen“ der Aktionskünstler und den Anfängen der Rote Armee Fraktion.[66]

Berufungsverfahren und Freilassung von Samuzewitsch[Bearbeiten]

In einem Berufungsverfahren am Moskauer Stadtgericht wurde Jekaterina Samuzewitschs Haftstrafe am 10. Oktober 2012 in eine Bewährungsstrafe umgewandelt, während die Haftstrafen für die beiden anderen Pussy-Riot-Mitglieder bestätigt wurden. Samuzewitsch wurde in der Berufungsverhandlung durch eine neue Anwältin, Irina Chrunowa, vertreten. Diese forderte das Gericht auf, den Fall ihrer Mandantin getrennt zu behandeln. Chrunowa argumentierte, dass Samuzewitsch nicht „an den Handlungen, die als Rowdytum“ verurteilt wurden, teilgenommen habe. Sie habe zwar die Sturmhaube übergestreift und zu ihrer Gitarre gegriffen, sei aber dann bereits aus der Kirche entfernt worden und nicht zum „Singen und Springen“ gekommen. Das Gericht folgte der Argumentation.[67]

Samuzewitsch zeigte sich nach der Freilassung dennoch solidarisch: „Obwohl ich absolut solidarisch mit meinen Band-Kolleginnen bin, denke ich, dass ich nur für Taten zur Verantwortung gezogen werden kann, die ich tatsächlich begangen habe“.[68]

Weitere Entwicklung[Bearbeiten]

Die Musikerinnen der Band Pussy Riot haben am 7. Februar 2013 beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg eine Klage gegen Russland eingereicht, in der sie Russland eines Verstoßes gegen die Europäische Menschenrechtskonvention bezichtigen.[69]

Hungerstreiks von Aljochina und Tolokonnikowa[Bearbeiten]

Am 21. Mai 2013 trat Marija Aljochina in den Hungerstreik, weil sie nicht zu einer Anhörung durfte, die sich mit ihrem Antrag auf vorzeitige Haftentlassung beschäftigte.[70][71] Sie gab an so lange nichts essen zu wollen, bis sie persönlich an der Anhörung teilnehmen darf.[72] Nach einigen Tagen wurde Aljochina ins Gefängniskrankenhaus eingeliefert und beendete nach elf Tagen ihren Hungerstreik, da die Gefängnisleitung mehreren ihrer Forderungen nachgekommen war.[73]

Im September 2013 trat Nadeschda Tolokonnikowa im Straflager IK-14 im mordwinischen Dorf Parza[74] in den Hungerstreik, da sie laut ihren Angaben 17 Stunden am Tag arbeiten müsse und Todesdrohungen von der Gefängnisleitung bekommen habe.[75][76] Wenige Tage später wurde sie in ein Krankenhaus eingeliefert[77] und setzte den Streik neun Tage nach dessen Beginn aus[78][79]. Tolokonnikowa verglich das Straflager, in dem sie lebte, mit einem ehemaligen sowjetischen Gulag-Lager.[80] Einige Tage später wurde bekannt, dass die Behörden sie zu ihrer „eigenen Sicherheit“ in ein anderes Gefängnis verlegen wollen.[81] Kurz darauf begann Tolokonnikowa erneut einen Hungerstreik, da sie nicht verlegt wurde. Ihren Antrag auf eine frühzeitige Entlassung zog sie zurück.[82] Die Behörden verlegten sie daraufhin in ein anderes Gefängnis[83], gaben aber nicht bekannt in welches.[84] Die Behörden gaben an, dass innerhalb von 10 Tagen die Familienangehörigen erfahren sollen, in welches Gefängnis Tolokonnikowa gebracht wurde.[85] Der Ehemann Pjotr Wersilow sagte am 2. November 2013, dass er bereits seit 11 Tagen nichts mehr von seiner Frau gehört habe.[86] Am 5. November 2013 wurde bekannt, dass Tolokonnikowa in Sibirien, in der Siedlung Nischni Ingasch, in einem neuen Arbeitslager untergebracht wurde.[87]

Amnestie und Freilassung[Bearbeiten]

Am 18. Dezember 2013 verabschiedete das russische Parlament anlässlich des 20. Jahrestages der russischen Verfassung ein vom Kreml eingebrachtes Amnestiegesetz.[88] Der russische Präsident Wladimir Putin teilte daraufhin am 19. Dezember 2013 mit, dass Aljochina und Tolokonnikowa möglicherweise frühzeitig freikommen könnten.[89] Am 23. Dezember wurden beide Musikerinnen dann rund drei Monate vor dem regulären Ablauf ihrer Haftstrafe freigelassen.[90] Aljochina bezeichnete ihre Freilassung als „PR-Gag“ in Zusammenhang mit den bevorstehenden Olympischen Winterspielen in Sotschi und beide kündigten an, sich weiterhin für Menschenrechte und gegen das autoritäre System von Präsident Putin einzusetzen. Aljochina erklärte, aus Solidarität mit denen, die noch in den Gefängnissen säßen, hätte sie auf ihre Freilassung auch verzichtet, wenn es möglich gewesen wäre.[91] Im März 2014 gründeten Aljochina und Tolokonnikowa ein Hilfszentrum für Häftlinge, das sich in der Region Mordwinien befindet.[92]

Sonstiges[Bearbeiten]

Dokumentiert wurden die Vorbereitungen des „Punk–Gebets“ und des Prozesses im russisch-amerikanischen Dokumentarfilm Pussy Riot: A Punk Prayer und der russischen Independentproduktion Pussy vs. Putin sowie im Spielfilm Die Moskauer Prozesse.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 2012: Kill the Sexiest (EP)[93]

Weitere künstlerische Aktionen[Bearbeiten]

Pussy Riot bei einer künstlerischen Aktion

Im Juli 2013 wurde ein Video mit dem Lied Kak w krasnoi tjurme (Как в красной тюрьме; auf Deutsch Wie im roten Gefängnis) veröffentlicht. Darin stürmen vermummte Frauen in dem für die Band typischen bunten Outfit ein Ölfeld. Auf dem Dach einer dem russischen Staatskonzern Rosneft gehörenden Tankstelle wird ein Transparent mit dem Pussy-Riot-Logo enthüllt, außerdem werden Porträts von Rosneft-Chef Igor Setschin und von Alexander Bastrykin verunstaltet.[94]

Im Februar 2014 wurden Aljochina und Tolokonnikowa zusammen mit einer anderen Aktivistin in Sotschi während der Olympischen Winterspiele festgenommen. Sie gaben an, den neuen Song Putin lehrt Dich, die Heimat zu lieben, spielen zu wollen. Nach einigen Stunden kamen die Aktivistinnen wieder frei.[95][96] Einen Tag später wurden sie, als sie in der Stadt einen Auftritt vorbereiteten, von einer Miliz von Kosaken u. a. mit Peitschen angegriffen.[97]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Von dem russischen Magazin Snob hat die Band 2012 einen undotierten Preis als „bestes Kunstprojekt des Jahres“ für das umstrittene Punkgebet verliehen bekommen.[98]
  • Am 21. September 2012 zeichneten Amnesty International und Yoko Ono Pussy Riot mit dem diesjährigen LennonOno Friedenspreis aus. In Erinnerung an John Lennons Engagement für Frieden und Menschenrechte wird der Preis alle zwei Jahre vergeben. Ono überreichte den Preis an Pjotr Wersilow, den Ehemann von Nadja Tolokonnikowa, in New York. „Es ist schrecklich, dass diese drei Mädchen zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden, obwohl sie nichts Falsches getan haben.“[99]
  • Die Gruppe erhielt 2012 den Sonderpreis der 1LIVE Krone.[100][101] Zwei der Mitglieder waren aus Russland angereist und nahmen in Köln den Preis entgegen.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Schon im Sommer 2010 gab es einen Prozess, bei dem zwei Kunst-Kuratoren – Andrei Jerofejew und Juri Samodurow – angeklagt wurden, zu religiösem Hass aufgestachelt zu haben. Seinerzeit erhob derselbe Staatsanwalt die Klage (und forderte drei Jahre Haft) wie im Prozess gegen Pussy Riot. Es ging um „gotteslästerliche“ Kunstwerke einer Ausstellung. Damals – genau wie 2012 im Prozess gegen Pussy Riot – gaben orthodoxe Gläubige im Zeugenstand an, dass ihre religiösen Gefühle gelitten hätten. Der Prozess endete mit einer Geldstrafe gegen die beiden Kuratoren.[102]
  • Die Band wollte ihren Namen als Marke schützen lassen, um Missbrauch zu vermeiden.[103]
  • Die Stadt Wittenberg nominierte Pussy Riot im Oktober 2012 für den zweijährlich vergebenen Luther-Preis Das unerschrockene Wort, der im April 2013 vergeben werden soll. Die Nominierung sorgte für heftiges Aufsehen und herbe Kritik. Daraufhin prüfte die Stadt Wittenberg, ob eine Nominierung der Punkband rückgängig gemacht werden könne.[104] Weil das Punkgebet in einer Kirche eine Blasphemie sei, empörten sich auch evangelische Theologen über das Vorhaben. So äußerte sich der ehemalige DDR-Bürgerrechtler und Theologe Friedrich Schorlemmer: „Eine Lutherstadt sollte keine Gotteslästerung ehren.“[105]
  • Die russische Schönheitskönigin von 2013, Elmira Abdrasakowa, hat im russischen Rundfunk den Auftritt von Pussy Riot zwar als „inakzeptabel“, aber auch die Verurteilung zu zwei Jahren Straflager als „zu hart“ bezeichnet.[106]

Siehe auch[Bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten]

  • Pussy Riot: Pussy Riot! Ein Punk-Gebet für Freiheit. Mit einem Vorwort von Laurie Penny. Übersetzung Barbara Häusler. Edition Nautilus, Hamburg 2012, ISBN 978-3-89401-769-9. (Originaltitel: Pussy Riot! A Punk Prayer for Freedom.)
  • Joachim Willems: Pussy Riots Punk-Gebet. Religion, Recht und Politik in Russland. Berlin University Press, Berlin 2013, ISBN 978-3-86280-060-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pussy Riot – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Pussy Riot – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Robert Mackey, Glenn Kates: Russian Riot Grrrls Jailed for ‘Punk Prayer’. New York Times, 7. März 2012, abgerufen am 3. April 2012 (englisch).
  2. Siobhán Geets: Russland: Feministischer Punk gegen Putin. Die Presse, 2. April 2012, abgerufen am 3. April 2012 (deutsch).
  3. Moritz Gathmann: Wir haben zwei Freundinnen verloren", in: freitag.de vom 7. Februar 2014
  4. a b c d e Bettina Sengling: Ikonen des Protestes, Stern, Ausgabe 35/2012 v. 23. August 2012
  5. Moritz Gathmann: Empörung garantiert – Die russische Kunst-Guerilla, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAZ.net) vom 17. Dezember 2009, abgerufen am 26. August 2012
  6. Diana Laarz: Punk gegen Putin. In: Zeit online. 1. April 2012, abgerufen am 3. April 2012 (deutsch).
  7. Russian Riot Grrl Protest. YouTube, 6. März 2012, abgerufen am 3. April 2012 (Onlinevideo).
  8. Prozess gegen Pussy Riot vor dem Abschluss, Deutschlandfunk 7. Aug. 2012
  9. Der Tagesspiegel: Dokumentiert: Das "Punk-Gebet" von Pussy Riot, 17. August 2012
  10. Rechtsanwalt Mark Feigin im Interview РСН vom 19. April 2012 (russ.)
  11. Wie frei sind Richter in Russland und China? I In: Die Welt vom 8. August 2012
  12. Mariam Lau: Pussy Riot: Dissidenten der Sowjet-Ära als Gewährsleute für den Punk-Protest, in: Zeit online vom 17. August 2012. Abgerufen am 18. August 2012.
  13. Bodo Mrozek: Unterdrückter Protest in Russland: Kurzer Prozess mit diesen Gammlern, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23. August 2012.
  14. Inga Pylypchuk: Pussy Riot: Wie das Putin-Regime die Religion missbraucht. In: Welt online. Axel Springer AG, 30. März 2012, abgerufen am 3. August 2012 (deutsch).
  15. Pussy Riot reply to Patriarch. In: RT. TV-Novosti, 27. März 2012, abgerufen am 3. August 2012 (englisch).
  16. a b c Russians rally support for Orthodox church over Pussy Riot controversy. In: The Guardian. 22. April 2012, abgerufen am 3. August 2012 (englisch).
  17. Russischen Punk-Aktivistinnen Pussy Riot droht Haft. In: DiePresse.com. 2. April 2012, abgerufen am 3. August 2012 (deutsch).
  18. Document – Russian Federation: Release punk singers held after performance in church. In: Amnesty International. 3. April 2012, abgerufen am 3. August 2012 (englisch).
  19. Троих предполагаемых участниц Pussy Riot признали политзаключенными. In: Росбалт. 25. März 2012, abgerufen am 3. August 2012 (russisch).
  20. Kunst: Moskauer Künstlerinnen droht lange Haftstrafe. In: Focus online. 7. März 2012, abgerufen am 3. August 2012 (deutsch).
  21. Julia Smirnova: Punk in der Kirche: Russlands schmutziger Prozess gegen Pussy Riot. In: Welt online. Axel Springer AG, 5. Juli 2012, abgerufen am 3. August 2012 (deutsch).
  22. Anklage gegen russische Frauenband – Verschwinden Pussy Riot für 7 Jahre im Knast? In: Bild.de. 14. Juli 2012, abgerufen am 3. August 2012 (deutsch).
  23. Untersuchungshaft: Deutsche Politik springt Pussy Riot zur Seite. In: Welt online. 21. Juli 2012, abgerufen am 3. August 2012 (deutsch).
  24. Florian Diekmann: Russland verlängert Untersuchungshaft gegen Pussy Riot bis Januar. In: Spiegel online. 20. Juli 2012, abgerufen am 3. August 2012 (deutsch).
  25. 121 German Parliamentarians Support Jailed Pussy Riot Members. In: RIA Novosti, 8. August 2012. Abgerufen am 8. August 2012.
  26. Faksimile (PDF; 71 kB)
  27. Охлобыстин заступился за Pussy Riot в письме патриарху. In: Лента.Ру. 8. Juli 2012, abgerufen am 3. August 2012 (russisch).
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  55. Акцию в храме не поддержали
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  101. Krone für Pussy Riot
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  104. Lutherpreis-Vorschlag für "Pussy Riot" sorgt für Ärger, in: MDR, Brisant vom 10. Oktober 2012
  105. Wittenberger Lutherpreis. Theologen rügen Nominierung der Band Pussy Riot, in: Spiegel online vom 7. Oktober 2012
  106. Neue Miss Russland nimmt Pussy Riot in Schutz, in: Süddeutsche.de vom 14. März 2013