Duino-Aurisina

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Duino Aurisina
Wappen
Duino Aurisina (Italien)
Duino Aurisina
Staat: Italien
Region: Friaul-Julisch Venetien
Provinz: Triest (TS)
Koordinaten: 45° 45′ N, 13° 40′ O45.7513.666666666667144Koordinaten: 45° 45′ 0″ N, 13° 40′ 0″ O
Höhe: 144 m s.l.m.
Fläche: 45 km²
Einwohner: 8.589 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 191 Einw./km²
Stadtviertel Vedi elenco
Angrenzende Gemeinden Comeno (Komen) (SLO), Doberdò del Lago (Doberdob) (GO), Monfalcone (Tržič) (GO), Sesana (Sežana) (SLO), Sgonico (Zgonik), Trieste (Trst)
Postleitzahl: 34011, 34013,34019
Vorwahl: 040
ISTAT-Nummer: 032001
Volksbezeichnung: Aurisiniani (Nabrežinci), Duinesi (Devinčani)
Website: Duino-Aurisina

Duino-Aurisina (slowenisch Devin-Nabrežina, deutsch Thübein-Nabreschin oder auch Tybein) ist eine Gemeinde mit 8589 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) an der Adriaküste im Nordosten Italiens, in der Region Friaul-Julisch Venetien und der Provinz Triest. Im Mittelalter, bis 1399 war die Herrschaft Duino Lehen und die dort an der Küste gelegene gleichnamige Burg Stammsitz der Herren von Duino; nach dem Erlöschen der Herren von Duino ging beides an deren Verwandte, die Herren von Walsee, über. Duino war zu k.u.k. Zeiten ein bekannter Hafen- und Badeort.

Neues Schloss in Duino
Schloss Duino, rechts davon die Felsen mit dem Rilkeweg nach Sistiana
Blick vom Rilkeweg auf die Steilküste von Sistiana

Gliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde erstreckt sich über ein Gebiet von 45 km². Sie besteht aus den Ortschaften Ceroglie-Cerovlje, Duino-Devin, Malchina-Mavhinje, Medeazza-Medjevas, Precenico-Prečnik, Prepotto-Praprot, San Pelagio-Šempolaj, San Giovanni di Duino-Štivan, Sistiana-Sesljan, Slivia-Slivno, Ternova Piccola-Trnovca, Villaggio del Pescatore-Ribiško naselje, Visogliano-Vižovlje, Aurisina S. Croce-Nabrežina Križ, Aurisina Cave-Nabrežina Kamnolomi, Aurisina Stazione-Nabrežina Postaja und Aurisina Centro-Nabrežina.

Nachbargemeinden sind Doberdò del Lago (GO), Monfalcone (GO), Sgonico-Zgonik und Triest.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Duino
Halbinsel nahe Schloss Duino

In Duino befinden sich mehrere hochinteressante Kirchen, die teilweise auf spätantiken Fundamenten stehen. Zudem weist der Ort gleich mehrere Burgen und burgartige Schlösser auf.

Schloss Duino[Bearbeiten]

Die bekannteste Anlage, das Neue Schloss, das sich heute im Besitz der Familie Karl Prinz von Thurn und Taxis befindet und von ihr bewohnt wird, zeigt unter anderem die berühmte Palladianische Treppe. Einige Säle des Schlosses sind jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Zu besichtigen sind unter anderem ein Pianoforte, auf dem Franz Liszt während seines Aufenthaltes hier musiziert hat, und der Schlosspark, mit herrlichem Blick auf den Golf von Triest.

Auch die Grafen von Chambord, Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Josef I., Erzherzog Maximilian mit Charlotte, Eleonora Duse, Johann Strauss, Gabriele D'Annunzio, Paul Valéry, Mark Twain, Victor Hugo und Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich nahmen oft in dem Schloss Aufenthalt. In Duino starb ferner 1906 der Physiker Ludwig Boltzmann.

Während seiner Aufenthalte auf Schloss Duino schrieb Rainer Maria Rilke seine Duineser Elegien. An den Dichter erinnert der Rilkeweg entlang der Felsen zwischen Sistiana und Duino, von dem aus sich ein Panorama-Blick auf die Bucht von Sistiana, den Golf von Triest und das Schloss bietet.

Im Schloss Duino hatte die Regierung des Freien Staates Triest (1947/1954) ihren Sitz. Hier befindet sich auch das 1982 von der UNESCO gegründete United World College of the Adriatic.

Natur[Bearbeiten]

Die Nachbarortschaft Sistiana ist wegen ihrer schönen Bucht und ihres Badestrandes gut bekannt.

In Aurisina befinden sich mehrere Steinbrüche, darunter einer aus römischer Zeit (Cava romana), in denen sogenannte Karstmarmore gewonnen werden. Kalkstein aus diesem Abbaugebiet wurde neben Sandstein aus der Umgebung von Muggia und istrischen Kalksteinen für Bauten in Aquileia verwendet.[2]

Auch die Salcanobrücke (eine Eisenbahnbrücke) wurde 1905 aus solchem Kalkstein gebaut.[3]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Duino-Aurisina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Franco Cucchi, Santo Gerdol et al.: Der Naturstein aus dem Triester Karst. Camera di Commercio Industria Artigianato e Agricoltura, Trieste 1989, S. 17-18
  3. www.bmlv.gv.at