Sulzfeld (Baden)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sulzfeld
Sulzfeld (Baden)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sulzfeld hervorgehoben
49.1033333333338.855204Koordinaten: 49° 6′ N, 8° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Karlsruhe
Höhe: 204 m ü. NN
Fläche: 18,76 km²
Einwohner: 4650 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 248 Einwohner je km²
Postleitzahl: 75056
Vorwahl: 07269
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 15 082
Adresse der Gemeindeverwaltung: Am Rathausplatz 1
75056 Sulzfeld
Webpräsenz:
Bürgermeister: Eberhard Roth
Lage der Gemeinde Sulzfeld im Landkreis Karlsruhe
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Über dieses Bild

Sulzfeld ist eine Gemeinde im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg. Vor der Kreisreform in Baden-Württemberg gehörte Sulzfeld dem Landkreis Sinsheim an.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Sulzfeld liegt im östlichen Kraichgau- und Stromberggebiet, zwischen Schwarzwald und Odenwald, Rhein und Neckar. Die Gemeinde gehört zum Regionalverband Mittlerer Oberrhein.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Sulzfeld gehören das Dorf Sulzfeld, der Weiler Neuhof, der Ort Ravensburg und die Höfe Egonmühle, Gießhübelmühle und Seemühle. Im Gemeindegebiet liegt die Wüstung Weiler.[2]

[Bearbeiten] Geschichte

Im Jahr 1075 wurde Sulzfeld im Hirsauer Codex erstmals urkundlich erwähnt. Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Ravensburg, deren Bau um 1200 begann, und dem Geschlecht der Freiherren Göler von Ravensburg verbunden. Nach der Niederlage der Protestanten im Schmalkaldischen Krieg verwüsteten spanische Söldner den Ort. Auch im Dreißigjährigen Krieg wurde Sulzfeld mehrfach zerstört. 1939 wurden 2304 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 2455.[3]

Im Jahre 1801 hat eine Gruppe der Siedler aus Sulzfeld ein Dorf westlich der damals preußischen Stadt Łódź gegründet, das Neu-Sulzfeld genannt wurde. Heute stellt es unter den Namen Nowosolna einen Teil von Łódź dar.

[Bearbeiten] Religionen

Bernhard Göler von Ravensburg führte in Sulzfeld 1522 die Reformation ein. Damit war der Ort eine der ersten Gemeinden, die zum lutherischen Glauben übertrat.

[Bearbeiten] Politik

Rathaus von Sulzfeld

[Bearbeiten] Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:

  • FWG 50,5 % (+10,5) - 7 Sitze (+1)
  • SPD 28,5 % (-8,0) - 4 Sitze (-1)
  • CDU 21,0 % (-2,5) - 3 Sitze (=)

[Bearbeiten] Partnerschaften

Die Gemeinde Sulzfeld unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Das Umfeld der Gemeinde ist geprägt durch landwirtschaftliche Nutzung. Hier ist besonders der sehr ausgeprägte Bereich des Weinbaus zu nennen. Rund um den Ort befinden sich umfangreiche Weinberge, welche von privaten Winzern und den Mitgliedern einer Winzergenossenschaft bewirtschaftet werden. Auch die Burgherren stellen ihren Wein noch selbst her und vertreiben diesen im Restaurant der Ravensburg und im Weingut im Rentamt.

[Bearbeiten] Verkehr

Sulzfeld ist an die Kraichgaubahn (Karlsruhe - Heilbronn) angebunden, auf der die Stadtbahnlinie S4 im Karlsruher Verkehrsverbund fährt. Die Gemeinde liegt weiter an der Bundesstraße 293 (Heilbronn - Pfinztal). Direkte Nachbargemeinden und durch Landstraßen mit Sulzfeld verbunden sind Kürnbach, Zaisenhausen und Mühlbach. Über eine Straße durch den Ochsenburger Wald kann man auch das Dorf Ochsenburg erreichen. In Zukunft soll die Verkehrsinfrastruktur in Sulzfeld verbessert werden.

[Bearbeiten] Bildung

In Sulzfeld gibt es eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Außerdem bestehen zwei kommunale und ein evangelischer Kindergarten im Ort.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Gebäude

Ravensburg
  • Bekannteste Sehenswürdigkeit der Gemeinde ist die Ravensburg. Der begehbare Bergfried der im 13. Jahrhundert in ihrer heutigen Gestalt auf einem Berg oberhalb des Ortes erbauten Burg bietet eine herrliche Aussicht über die Hügellandschaft des Kraichgau und ist ein beliebtes Ausflugsziel.
  • Im Ort bestehen mit dem Amalienhof und dem ehemaligen Rentamt weitere herrschaftliche Gebäude. Der Amalienhof ist ein um 1600 erstmals errichtetes Herrenhaus der Göler von Ravensburg, der nach Amalia Göler geb. Reck benannt wurde. In einem sanierten Wirtschaftsgebäude des Amalienhofes befindet sich heute eine Zahnklinik. Das Rentamt, auch Mittleres Schloss und Pforzheimer Schloss genannt, beherbergt heute das Weingut der Göler. Bei der evangelischen Kirche, deren älteste Teile aus dem 15. Jahrhundert stammen und die ihren heutigen Grundriss durch Umbau 1885 erhielt, befindet sich außerdem die Grablege der Göler mit mehreren schmuckvollen historischen Epitaphen.
  • Das zum Bürgerhaus umgebaute alte Schulhaus von 1896 beherbergt ein Heimatmuseum sowie die Galerie des Kulturkreises.
  • Sulzfeld ist darüber hinaus reich an historischem Baubestand, der sowohl die Fachwerkbauweise des 17. und 18. Jahrhunderts als auch steinerne ackerbürgerliche Anwesen aus dem 19. Jahrhundert dokumentiert.
  • Das Rathaus ist ein Zweckbau aus dem Jahr 1965, der bei einer Sanierung 1995 teilweise mit regionaltypischem Sandstein verkleidet wurde.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 123–124
  3. Mitteilungen des Württ. und Bad. Statistischen Landesamtes Nr. 2: Ergebnisse der Einwohnerzählung am 31. Dezember 1945 in Nordbaden

[Bearbeiten] Literatur

  • Bernd Breitkopf / Kurt Hochstuhl: Sulzfeld. Von Bauern, Steinhauern und Edelleuten. Hrsg. von der Gemeinde Sulzfeld. Ubstadt-Weiher, verlag regionalkultur 1997. ISBN 978-3-929366-59-4.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Sulzfeld (Baden) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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