Worms-Horchheim

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49.6102777777788.3177777777778102Koordinaten: 49° 36′ 37″ N, 8° 19′ 4″ O

Horchheim
Stadt Worms
Ehemaliges Gemeindewappen von Horchheim
Höhe: 98–116 m
Einwohner: 4607 (31. Dez. 2012)[1]
Eingemeindung: 1. April 1942
Postleitzahl: 67551
Vorwahl: 06241
Karte

Lage von Horchheim in Worms

Blick auf die drei Kirchen in Worms-Horchheim

Horchheim [Aussprache ˈhɔʁçˌhaim, im Dialekt ˈhɔiʃəm oder gemäßigt ˈhɔʁʃəm] ist eine Ortschaft im rheinhessischen Eisbachtal. 1942 nach Worms eingemeindet, schließt der Stadtteil südwestlich an die äußere Innenstadt an.

Geographie[Bearbeiten]

Horchheim liegt an der Nordseite des Eisbachtals, kurz bevor das Tal endet und der Bach aus dem Rheinhessischen Hügelland auf die Niederterrasse der Rheinebene hinaustritt. Der Ausläufer des Hügellandes zwischen Eisbachtal im Süden und Pfrimmtal im Norden heißt „Hohensülzener Riedel“. Der Riedel ist eine allmählich zum Rhein abfallende Anhöhe, die mit Löß und Lößlehm bedeckt und sehr fruchtbar ist. An den Rändern des Riedels und in der Eisbachniederung findet man weniger ertragreiche Sand- und Kiesböden.[2] Der Ort erstreckt sich etwa 1800 Meter am Südhang des Riedels, der sich hier nur noch etwa zehn bis 15 Meter über die Talsohle erhebt.

Älteste Ortsansicht von Horchheim 1710 (aus dem Gemarkungsplan des Geometers Georg Pabst)

Oberhalb des Ortes, am Rand des Riedels, verlief bereits in vorrömischer Zeit die „Eisenberger Straße“, ein Zweig des wichtigen Fernwegs vom Rhein nach Gallien. Diese alte Fernverbindung von Worms über Kaiserslautern nach Metz hatte im Raum Worms einen Zweig, der durch das Eisbachtal über Eisenberg nach Kaiserslautern ging. Der Weg durchs Eisbachtal auf der Eisenberger Straße verlor erst im Laufe des Mittelalters oder zu Beginn der Neuzeit seine Bedeutung.[3] Hauptverkehrsachse des Ortes ist heute die L 395, die von Nordosten aus Worms kommend Horchheim als „Wormser Straße“, „Untere Hauptstraße“ und „Obere Hauptstraße“ durchquert und vom westlichen Ortsende nach Worms-Heppenheim führt. Die älteste Karte von Horchheim aus dem Jahre 1710 zeigt ein Straßendorf, mit wenigen von der Hauptstraße abzweigenden Seitenwegen. Am westlichen Ortsende bog die Hauptstraße vor dem Fronberg ab und führte durch die „Hohl“ („Wilhelm-Röpcke-Straße“) auf die Höhe zur „Eisenberger Straße“. Der Durchstich am Fronberg, den die Hauptstraße heute nutzt, wurde erst 1838/39 angelegt.[4]

Als Oberdorf bezeichnen die Einwohner den westlichen Teil des Dorfes an der Oberen Hauptstraße, der etwas höher liegt als das Unterdorf an der „Unteren Hauptstraße“. Das Ortsbild wird beherrscht von drei Kirchen, nämlich von der heute als Friedhofskapelle genutzten alten katholischen Kirche und der evangelischen Gustav-Adolf-Kirche, die das Oberdorf überragen, und von der weithin sichtbaren katholischen Heilig-Kreuz-Kirche auf dem Goldberg über der Ortsmitte. Außer Ober- und Unterdorf gehören heute auch die östlich angrenzenden Wohngebiete Nikolaus-Ehlen-Siedlung und Zollhaussiedlung verwaltungsmäßig zum Stadtteil Horchheim, obwohl sie nicht auf Horchheimer, sondern Wormser Gemarkung liegen.[5][6]

Geologie[Bearbeiten]

Horchheim liegt im nördlichen Oberrheingraben auf der Zwischenscholle zwischen der westlichen Randscholle des Grabens und der eigentlichen Grabenscholle.[7] Die Verwerfung, die Randscholle und Zwischenscholle trennt, ist auf der Höhe von Worms identisch mit der sog. „westlichen Rheingrabenhauptstörung“, die von Oppenheim aus in Richtung Südsüdwest über Guntersblum, Bechtheim, Worms-Pfeddersheim, Dirmstein, Freinsheim nach Bad Dürkheim zieht. Die Sprunghöhe der Störung beträgt bei Dirmstein etwa 500 Meter, d. h. die Basis der Tertiärschichten liegt dort bei der Zwischenscholle ca. 500 m tiefer als auf der Randscholle.[8] Die Orte Pfeddersheim, Heppenheim und Dirmstein befinden sich auf der Zwischenscholle, während Monsheim und Offstein schon auf der Randscholle liegen.[9] Die östliche Grenze der Zwischenscholle verläuft von Osthofen über Worms-Herrnsheim zur Innenstadt von Worms und von dort über das Weinsheimer Zollhaus, Kleinniedesheim, Heßheim nach Lambsheim.[7][9][10]Die Sprunghöhe dieser Störung beträgt beim Weinsheimer Zollhaus ca. 35 Meter (Oberkante Pliozän).[11]

Geologische Gliederung bis zum Pliozän im Raum Horchheim-Weinsheim-Wiesoppenheim
Leithorizonte nach Schneider u. Schneider[11] Wiesoppenheim (Zwischenscholle)[12] Weinsheim (Zwischenscholle)[13]
System Serie Leithorizont Zeitliche Zuordnung Alter (vor tsd. Jahren) Oberkante Oberkante
Quartär Pleistozän Leithorizont 9 (Tonserie) Eem-Interglazial 126 - 115 91 m über NN fehlt
Leithorizont 7 (Tonserie) Holstein-Interglazial ca. 340 - 325 75 m über NN 76 m über NN
Leithorizont 5 (Tonserie) Cromer-Interglazial ca. 850 - 475 41 m über NN 52 m über NN
Leithorizont 3 (Tonserie) Tegelen-Interglazial ca. 2000 - 1600 22 m über NN fehlt
Tertiär Pliozän Leithorizont 1 (Tonserie) keine Zuordnung bis ca. 2600 5 m über NN 12 m über NN

Die Tertiär-Schichten sind im Raum Horchheim nicht durch Bohrungen erforscht. Für die Zwischenscholle wurde 1988 ein reflexionsseismisches Tiefenprofil DEKORP 9N aufgezeichnet, das in Ost-West-Richtung vom Odenwald bis zum Saar-Nahe-Becken reicht und den Oberrheingraben und Rheinhessen durchquert. Das DEKORP 9N-Profil verläuft auf der Höhe von Herrnsheim durch die Zwischenscholle und zeigt u.a. die Tiefe der Tertiärbasis und mehrerer Tertiärschichten in TWT-Sekunden. [14] [15]

Böden[Bearbeiten]

Die Gemarkung Horchheim besteht aus der Riedelhochfläche im Norden, der Eisbach-Niederung im Süden und dem Riedelabhang zwischen Hochfläche und Bachniederung. Auf den pleistozänen Löss-Sedimenten der Riedeloberfläche sind im Holozän ausgedehnte Flächen von Schwarzerde-Böden (Tschernoseme) entstanden. Dazwischen liegen ein paar kleine Stücke von Kolluvium aus Löss, von Pararendzina aus Löss und von Regosol aus pleistozän abgelagertem Terrassensand. In der Kreuzgewann und am Riedel-Hang gibt es Flächen von Parabraunerde aus erodiertem Flugsand. Die meisten Bereiche des Riedelabhangs sind bedeckt von Kolluvium aus Löss. Am westlichen Ortsrand erstreckt sich eine kleine Zone von Kolluvium aus holozänem Sand. Die Bachniederung ist bedeckt mit Auengley und braunem Auenboden.[16] Die Schwarzerde-Böden sind äußerst fruchtbar. Auch die aus Löss entstandenen Pararendzina- und Kolluvium-Böden sind recht fruchtbar, ebenso die Auenböden der Bachniederung. Die Parabraunerde hat nur eine mittlere Ertragsfähigkeit und wird fast ausschließlich für Weinberge genutzt. Die Regosol-Böden sind wenig fruchtbar, bedecken aber nur kleinere Areale. Insgesamt ist die Horchheimer Gemarkung sehr fruchtbar und gehört wegen des hohen Anteils an Schwarzerde zu den landwirtschaftlich ertragreichsten Anbaugebieten in Deutschland. Dies ist auch der Grund für die frühe dichte Besiedlung der Gegend. Wie in anderen Altsiedel-Landschaften kommt dem Schutz der wertvollen Ackerböden vor Degradation z. B. durch Flächenversiegelung, eine besondere Bedeutung zu.[17]

Geschichte[Bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten]

Die ältesten archäologische Funde in der Gemarkung stammen aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit). Auch aus Bronzezeit, La-Tène-Zeit und aus der römischen Epoche sind einige Überreste geborgen worden. Die Siedlung Horchheim wird erstmals im Jahre 766 erwähnt (Lorscher Codex Nr. 900). In dieser Urkunde schenkt ein gewisser Nither dem Kloster Lorsch eine Hofreite in Horchheim (Horgiheim) mit einer Wassermühle am Eisbach. In der fränkischen Zeit gab es in Horchheim und den benachbarten Orten Wiesoppenheim und Weinsheim Königsgut, das zum Reichsgutbezirk (fiscus) Worms gehörte.[18] Die bekannten Teile dieses Reichsgutes kamen bis zum Ende der Karolingerzeit durch königliche Schenkungen in den Besitz des Hochstifts Worms. Bekannt sind Schenkungsurkunden Kaiser Arnulfs vom 8. Juni und 7. August 897.[19] Die Vögte des Hochstifts konnten nach und nach die Kontrolle über viele Besitzungen des Hochstifts an sich bringen. So kamen auch die sogenannten wormsischen Rheindörfer, darunter Horchheim, Weinsheim und Wiesoppenheim, an die Grafen von Saarbrücken, die im 12. Jahrhundert Obervögte der Wormser Kirche waren. Durch eine Erbteilung um 1180/1190 kamen die Rheindörfer an die Grafen von Zweibrücken, die diesen Besitz später mit der Herrschaft Stauf (bei Kirchheimbolanden) verbanden, die sie von den Grafen von Eberstein erworben hatten.[20]

Im Jahre 1378 verkaufte der letzte Zweibrücker Graf Eberhard die Hälfte der Herrschaft Stauf an Graf Heinrich II. von Sponheim-Dannenfels und im Jahr 1388 auch noch die andere Hälfte. Nach dem Tod des Grafen Heinrich II. kam die Herrschaft Stauf 1393 im Erbgang an die Grafen von Nassau-Saarbrücken.[21] Nachdem 1574 die Linie Nassau-Saarbrücken ausgestorben war, erbte Nassau-Weilburg die Herrschaft Stauf mit den Rheindörfern.[22] Die Grafen von Saarbrücken und ihre Nachfolger besaßen die Rheindörfer aber nur als Lehen des Hochstifts Worms. Seit 1427 ist ein Kondominat von Nassau und Hochstift über die Rheindörfer bezeugt. Dieses Kondominat bestand bis 1706, als in einem Gebietstausch zwischen Nassau-Weilburg, der Kurpfalz und dem Hochstift Worms die zersplitterten Herrschaftsrechte bereinigt wurden. Seit 1706 besaß das Hochstift Worms die uneingeschränkte Herrschaft über die Dörfer Bobenheim, Roxheim, Mörsch, Horchheim, Weinsheim und Wiesoppenheim.[23] Der linksrheinische Teil des Hochstifts Worms war seit 1797/98 französisch besetzt.[24] Horchheim gehörte während der französischen Herrschaft zum Departement Donnersberg (Département du Mont-Tonnerre), nach 1815 zum Großherzogtum Hessen und von 1918 bis 1945 zum Volksstaat Hessen. Horchheim wurde 1942 zur Stadt Worms eingemeindet.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Aus den vorgeschichtlichen Epochen der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit gab es im Gebiet von Horchheim nur sehr wenige Funde.[25] Die ältesten Fundstücke waren zwei Glockenbecher aus der letzten Phase der Jungsteinzeit (Endneolithikum um 2200 v. Chr.).[26] Die Glockenbecherleute waren Bauern.[27] Danach klafft eine riesige Lücke bis zur Spätbronzezeit (Urnenfelderkultur um 1350–800 v. Chr), aus der ein Bronzeschwert, angeblich in einem Grab zwischen Horchheim und Pfeddersheim, gefunden wurde.[28] Aus der La-Tène-Zeit (450–30 v. Chr.) wurden einige Gräber gefunden.[29]

Römerzeit[Bearbeiten]

Aus der Römerzeit kamen mehr Fundstücke zu Tage.[30] Es wurden römische Münzen aus der gesamten Zeit vom späten 1. Jahrhundert bis zum Ende des 4. Jahrhunderts gefunden.[31] In der Nähe der Kirche (d. h. der heutigen Friedhofskirche) wurde eine Münze des Elagabal (218–222 n. Chr.) gefunden und auf einem Acker bei dieser Kirche wurden mehrere römische Goldmünzen des 4. bis 6. Jahrhunderts gefunden, die letzte von Justinian (527–565 n. Chr.), vermutlich ein Münzsschatz.[32] Ebenfalls nahe bei der Friedhofskirche wurde ein spätrömisches Grab mit einem Holzsarg gefunden.[33] In der Unteren Hauptstraße 77 wurde 1932 ein römisches Brandgrab mit zwei Urnen, zwei Henkelkrügen und einem Bronzeglöckchen entdeckt.[34] In der Gewann „Auf der Platt“ in der Nähe der römischen Straße (sog. Eisenberger Straße) wurden 1887 Reste eines römischen Gutshofes („villa rustica“) gefunden.[35] Im Jahr 1966 wurde im Oberdorf in der Gewann „In den Kesselwiesen“ eine römische Brandbestattung gefunden. In einer steinernen Säulentrommel befanden sich eine gläsernen Henkel-Urne und weitere Beigaben.[36] In Horchheim wurde außerdem ein römischer Götterstein gefunden.[37] Schließlich fand man 1976 drei römische Spitzgräben, die die Südost-Ecke einer rechtwinkligen Anlage bildeten. An der Ostseite der Anlage wurden zwei Gräben im Abstand von fünf Metern aufgedeckt. Eventuell handelt es sich um Reste eines Marsch- oder Übungslagers.[38] Vermutlich war das Gebiet von Horchheim während der gesamten römischen Zeit bewohnt. Es handelte sich aber nicht um ein Dorf, sondern um wenige weit auseinanderliegende Gutshöfe, die am Südhang des Riedels, d. h. nördlich vom Eisbach und in der Nähe der römischen Straße, gelegen haben müssen.[39]

Völkerwanderung und Frankenzeit[Bearbeiten]

Für die rheinhessische Geschichte des 5. Jahrhunderts ist die Überlieferung äußerst spärlich. Es ist sehr schwierig, aus den lückenhaften Quellen zu einem einigermaßen konsistenten Bild zu gelangen, wie sich die römische Herrschaft und Besiedlung in den linksrheinischen Gebieten auflöste und wie sich die germanischen Wanderungen und Ansiedlungen abgespielt haben.[40] Seit dem großen Germaneneinfall von 406/407 n. Chr. war die römische Militärherrschaft in der Provinz Germania prima entscheidend geschwächt. Die römische Zivilisation bestand aber auch in Rheinhessen noch bis in die zweite Hälfte des 5. Jahrhunderts fort.[41] Zunächst scheint sich der Stamm der Burgunden am Rhein in der Gegend von Worms niedergelassen zu haben. Die Burgunden zogen vermutlich nach 436/437 weiter an die Rhône.[42] Ab 455 n. Chr. bis um 476 n. Chr. sind die römischen Herrschafts- und Wirtschaftsstrukturen nach und nach zusammengebrochen.[43] Die ältere Forschung war überzeugt, es habe ab 455 n. Chr. eine alamannische Landnahme im Elsass, in der Pfalz und im südlichen Rheinhessen gegeben. In der neueren Forschung wird die alamannische Besiedlung in der Pfalz und im südlichen Rheinhessen in Intensität und Ausdehnung in Frage gestellt.[44] Konfrontationen zwischen Franken und Alamannen besonders in den Jahren um 500 führten zu einer Ausdehnung des fränkischen Einflusses am Oberrhein. Spätestens seit dieser Zeit wurde Rheinhessen von den Franken beherrscht.

In den ersten Jahrzehnten des 6. Jahrhunderts begann dann die intensive Aufsiedlung Rheinhessens durch fränkische Stammesgruppen. Dies ist vor allem am Belegungsbeginn der merowingischen Reihengräberfriedhöfe festzumachen.[45] Die ersten fränkischen Siedlungen waren Einzelgehöfte oder kleine Hofgruppen. Im Verlauf des 7. Jahrhunderts wurden weitere Siedlungen neu angelegt (sogenannter „frühfränkischer Ausbau“).[46] Für die fränkische Besiedlung von Horchheim ist die Quellenlage sehr dürftig: für die Merowingerzeit (Mitte des 5. Jahrhunderts–751 n. Chr.) gibt es einzelne Grabfunde aus dem 7. Jahrhundert und für die Karolingerzeit (751–911 n. Chr.) nur wenige wortkarge Schriftquellen aus dem 8. und 9. Jahrhundert. Bodenfunde und schriftliche Überlieferung lassen sich daher nicht direkt in Beziehung setzen.[47] Es ist nicht feststellbar, wann sich fränkische Siedler in Horchheim niedergelassen haben. Sicher ist, dass das heutige Dorf Horchheim auf eine fränkische Besiedlung zurückgeht.

Horchheim ist nicht aus römischen oder älteren Wurzeln hervorgegangen.[48] Es gab auf dem heutigen Gelände von Horchheim in der Frankenzeit vermutlich mindestens zwei Siedlungen. Eine Ansiedlung lag wahrscheinlich in der Nähe der fränkischen Gräber, die 1910 und 1950 an der Höhlchenstraße aufgedeckt wurden. Die Grabfunde an der Hölchenstraße beginnen mit SD-Phase 8 d. i. ca. 600–620 n. Chr.[49] Es ist möglich, dass Horchheim nicht wie Wiesoppenheim schon in der Landnahmezeit im 6. Jahrhundert, sondern erst in der Ausbauphase besiedelt wurde. Die Siedlung an der Höhlchenstraße wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt aufgegeben. Einen anderen Siedlungskern vermuten Grünewald und Koch (Koehl folgend) in der Gegend des heutigen Marktplatzes.[50] Koehl hatte oberhalb der Ortsmitte am Goldberg ein fränkisches Gräberfeld vermutet. Nördlich des Orts sei nämlich auf freiem Feld „… früher einmal ein Skelett mit 'Säbel' gefunden worden …“ Dort suchte Koehl ohne Erfolg nach dem Gräberfeld.[51] Eine Notiz aus dem Jahre 1910 teilt außerdem mit, dass „Im westlichen Teil von Horchheim auf der Höhe neben dem nach Pfeddersheim ziehenden Weg … vor Jahren schon einmal ein fränk. Grab zu Tage …“ kam.[52] Die Siedler in Rheinhessen errichteten ihre Gehöfte normalerweise auf halber Hanghöhe zwischen Viehweiden in der feuchten Bachniederung und dem höhergelegenen Ackerland. Die Viehhaltung war zunächst noch wichtiger als der Ackerbau, der aber in dem fruchtbaren Land bald an Bedeutung gewann. Etwas oberhalb der Siedlung am Hang lag üblicherweise der Begräbnisplatz.[53] Die genaue Lage der ersten Ansiedlung ist aus späteren Verhältnissen nicht zu erschließen. Aus dem Standort der mittelalterlichen Pfarrkirche (an der Stelle der heutigen Friedhofskirche) kann nicht auf die Lage der merowingischen Gründungshofstelle zurückgeschlossen werden.[54] Die Lage der 766 erwähnten Wassermühle ist nicht feststellbar.[55] Selbst wenn der Standort der Mühle bekannt wäre, könnte daraus nicht auf die Lage der Siedlung geschlossen werden. Mühlen lagen nämlich oftmals vereinzelt und in größerem Abstand von Siedlungen.[56]

Die erste fränkische Ansiedlung Horchheim bestand vermutlich nur aus einem oder einer sehr geringen Zahl von Bauernhöfen mit nur wenigen Bewohnern. Die Häuser waren nicht aus Stein gebaut wie in der Römerzeit, sondern aus Holz. Die Gebäude wurden daher, wenn das Holz verrottet war, neu errichtet. Es war üblich, Siedlungen zu verlegen. Seit dem 7. Jahrhundert ist auch für unseren Raum eine deutliche Bevölkerungszunahme zu vermuten, die mit Erweiterung und Neugründung von Ansiedlungen einhergeht. Im Laufe der Zeit gab es eine Tendenz zum Zusammenrücken von Einzelgehöften und kleinen Siedlungen zu größeren Einheiten. Seit dem 8. Jahrhundert wurden Kirchen errichtet, oft auf dem Friedhof über der Siedlung. Der feste Standort der Kirchen hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Siedlungen ortsfest wurden.[57] Über die Grundherren in Horchheim während der Merowingerzeit ist nichts bekannt. Es wird vermutet, dass die fränkische Landnahme in Rheinhessen von den merowingischen Königen veranlasst und gelenkt wurde. Die Siedlergruppen wurden vermutlich von adligen Gefolgsleuten des Königs geführt.[58] Der Grundbesitz war bereits in der Anfangszeit nicht in großen Komplexen zusammengefasst. Es gab stattdessen selbst in einzelnen Siedlungen ein Nebeneinander von verschiedenen Grundherren und auch einen regelmäßigen Wechsel von Liegenschaften zwischen König, Adel und Kirche.[59] Die ersten schriftlichen Nachrichten über Horchheim stammen aus der Karolingerzeit. Erstmals erwähnt wird der Ort in einer Schenkungsurkunde für das Kloster Lorsch aus dem Jahr 766.[60] In dieser Urkunde hören wir von zwei Grundbesitzern in Horchheim namens Nither und Madelgis.[61] Nither schenkt eine Hofreite (mansus) mit einer Mühle am Eisbach und mit einer Wiese, die er von Madelgis gekauft hatte, an das Kloster Lorsch. Die nächste Urkunde zu Horchheim stammt aus dem Jahr 834. Ks. Ludwig der Fromme gibt darin seinem Getreuen Adalbert Güter in Horchheim, nämlich einen Fronhof (mansus dominicatus) und fünf dazugehörende Bauernhöfe (Hufen), die Adalbert vorher schon als Lehen besessen hatte, zu Eigen.[62] Es gilt als gesichert, dass hier Graf Adalbert von Metz aus der mächtigen Sippe der Hattonen gemeint ist, der 841 als Heerführer Ks. Lothars I. in der Schlacht an der Wörnitz gefallen ist.[63]

Die königlichen Güter des Reichsgutbezirks (fiscus) Worms wurden im sogenannten Lorscher Reichsurbar von ca. 830–850 verzeichnet. Haupthof des Fiscus war der Königshof in Worms, dem damals Nebenhöfe in Mörstadt und Wiesoppenheim unterstanden. Der Nebenhof in Wiesoppenheim war mit 31 Tagewerk Salland und 30 Fuder Heu eher klein. Auch in Horchheim bestand ursprünglich ein Nebenhof, der aber zu dieser Zeit bereits an den Grafen Adalbert verlehnt bzw. verschenkt worden war. Die Größe des Horchheimer Fronhofs kennen wir nicht. Das Reichsurbar zählt zum Fiscus Worms insgesamt 242 Tagwerk (iurnales) Salland und 580 Fuder (carradae) Heu von Wiesen und 30 Fuder Wein von Weinbergen in Eigenwirtschaft durch den Haupthof und die Nebenhöfe. Außerdem gehörten als Zinsland 64 abgabe- und dienstpflichtige Hufen (Bauernhöfe) zum Fiscus Worms, und zwar 40 Freienhufen (Ingenualhufen, mansi) und 24 Hörigenhufen (Servilhufen, sortes). Außerdem scheinen 15 Mühlen abgabepflichtig gewesen zu sein.[64] Ein bedeutender Teil des Zinslands lag in Wiesoppenheim, Horchheim und Weinsheim. Das ergibt sich aus zwei Urkunden Ks. Arnulfs von 897 [65], in denen der Kaiser 27 Hufen in Horchheim, Weinsheim und Wiesoppenheim sowie weitere nicht genauer bezeichnete Reichsgüter in den drei Orten, die an den königlichen Hofkleriker Willolf vergeben worden waren, an die Bischofskirche in Worms verschenkt.[66][67] Im Lorscher Reichsurbar hatte eine Hufe eine Größe zwischen 17 und 24 Tagwerken.[68] Ein Tagwerk dürfte 0,3 bis 0,5 Hektar entsprochen haben.[69] Das Alter des Wormser Königsgut-Komplexes ist nicht bekannt; es ist aber anzunehmen, dass spätestens seit dem Regierungsantritt Karls des Großen ein umfangreicher Fiskalbesitz im Umland von Worms vorhanden war. Von 770 bis 791 war die Pfalz in Worms der häufigste und wichtigste Aufenthaltsort Karls des Großen. Auch nach dem Brand der Pfalz 791 hielt der König das Wormser Reichsgut weiterhin zusammen. Erst unter Ludwig dem Frommen wurde mit der Vergabe von Gütern des Wormser Fiscus begonnen und Ks. Arnulf hat dann 897 die restlichen Besitzungen an das Bistum Worms verschenkt.[70] Unter Ks. Arnulf und Kg. Ludwig dem Kind wurde Bischof Thietlach von Worms (vor 891-914) mit der Vertretung königlicher Interessen und der Verwaltung von königlichen Besitzungen betraut.[71] Die Wormser Mauerbauordnung, die ebenfalls Bf. Thietlach zugeordnet wird und vermutlich um 900 wegen der Gefahr von Normannenüberfällen entstanden ist, bestimmte u. a., dass die Bewohner der Orte am Eisbach bis Mertesheim für die Unterhaltung eines Abschnittes der Wormser Stadtmauer sorgen sollten.[72]

Hoch- und Spätmittelalter[Bearbeiten]

Im Jahre 940 überließ das Kloster Fulda[73][74] einem gewissen Emicho[75], Vasall eines Grafen Konrad[76], auf Lebenszeit Güter in Horchheim, und zwar fünf Hufen mit Zubehör, fünf Hörige (mancipia) sowie 56 Joch (iugera) [77] Salland gegen jährliche Zahlung von einem Pfund und im Tausch gegen eine Hufe in Alsheim[78] Vermutlich sehen wir hier wieder Teile des 834 erwähnten königlichen Fronhofs mit seinen fünf Hufen. Es hat den Anschein, als wäre dieser Teil des Horchheimer Reichsguts an Fulda verschenkt worden. Fulda hatte auch in Weinsheim Besitz.[79] Das Kloster Fulda hat seine Besitzungen in Horchheim und Weinsheim nicht behalten. Die vermutlich zu diesen Gütern gehörenden Kirchen Hl. Kreuz und St.Bonifatius kamen an das Hochstift Worms; der Grundbesitz dürfte denselben Weg genommen haben. Das war ein normaler Vorgang, weil das Kloster Fulda und das Bistum Worms beim Aufbau ihrer Landesherrschaft bestrebt waren, ein räumlich möglichst zusammenhängendes Territorium im Umkreis des jeweiligen Herrschaftszentrums aufzubauen.[80][81] Streu- und Fernbesitzungen hatten eine geringere Bedeutung und gingen vielfach verloren oder wurden eingetauscht oder veräußert.[82]

Im hohen Mittelalter kam es vor dem Hintergrund von Bevölkerungswachstum, Landesausbau, Aufschwung von Märkten, Handel und Geldwesen und von technischen Verbesserungen zu einem deutlichen Strukturwandel in den ländlichen Siedlungen.[83] Die ältere Grundherrschaft, die geprägt war durch weiträumige, zentral geleitete Villikationen, wurde abgelöst durch die Renten-Grundherrschaft: Die Güter wurden nun als Lehen ausgegeben oder verpachtet, die Bindung der Hufen an den Fronhof gelockert und die Frondienste durch Abgaben ersetzt. In Rheinhessen begann diese Umstellung vereinzelt schon im 11. Jh. und war bis zum 13. Jh. weit fortgeschritten.[84] In Horchheim wurde die Eigenbewirtschaftung des Fronhofs durch den geistlichen Grundherrn vermutlich spätestens im 13. Jh. durch eine Verpachtung des Fronhofs abgelöst. In einer Urkunde des Jahres 1261 taucht ein „Dierich von Horchheim genannt Im Hof“ auf[85], der vermutlich mit dem 1272 als Schultheiß in Horchheim und Wiesoppenheim erwähnten Diderich identisch ist.[86] Wahrscheinlich haben wir hier den selbständig wirtschaftenden Pächter des Fronhofs vor uns, der gleichzeitig der Herrschaft als Schultheiß diente. Und 1496 wurde im Steuerregister des Gemeinen Pfennigs ein „Veltin ime Hoff ... ime gemeyne(n) gude“ erfasst, zu dem als Gesinde sechs Mägde und Knechte gehörten. Das „gemeine Gut" bezeichnet hierbei vermutlich den ehemaligen Fronhof.[87]

Der Bedeutungsverlust der Herrenhöfe ermöglichte erst „ein dorfbezogenes Leben und Wirtschaften“[88] und die Entstehung der eigentlichen Dorfgemeinde. In Horchheim tritt die Dorfgemeinde („universitas“[89]) erstmals 1353 urkundlich in Erscheinung.[90].

Name[Bearbeiten]

Als althochdeutsche Form des Namens vermutet Ramge „daz horaga heim“, was soviel wie „das sumpfige Heim“ bedeutet. Der Ortsname geht demnach nicht auf den Personennamen eines Gründers zurück, sondern verweist auf die sumpfige Eisbach-Niederung.[91] Es gibt aus dem frühen Mittelalter eine große Zahl von Ortsnamen, die mit Bezeichnungen für Moor oder Sumpf gebildet sind, im Raum Worms z. B. auch Hohen-Sülzen und Mörstadt.[92][93] In jener Zeit gab es wesentlich mehr feuchtes und sumpfiges Gelände als heutzutage.[94] Dieses Sumpfland mag auf die damaligen Menschen faszinierend oder sogar beängstigend gewirkt haben.[95] Eine besonders feuchte Zone dürfte der Bereich der Kämmererwiese und das Gelände von dort in Richtung Wiesoppenheim gewesen sein.[96] Die Flurnamen „Bieberling“[97], „im Bruchweg“ [98] und „Entensee“[99] erinnern an ehemals heimische Biber, an Sumpfgelände und einen oder zwei Seen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1496 ≈ 200
1612 ≈ 600
1665 ≈ 370
1741 ≈ 590
1815 774
1845 958
1855 1134
Jahr Einwohner
1875 1251
1895 1748
1905 2021
1910 2362
1925 2619
1930 2668
1933 2600
Jahr Einwohner
1939 2581
1946 2520
1954 3191
1977 4763
1994 4648
2009 4518
2012 4607

(Quellen unter[100])

Religionen[Bearbeiten]

Katholische Kirchengemeinde[Bearbeiten]

Die ersten Kirchen für die Landbevölkerung waren Eigenkirchen der Grundherren, z. B. des Königs, von Adligen oder Kirchen von Klöstern und Bistümern. In der Diözese Worms sind solche Eigenkirchen seit dem 8. Jh. bezeugt.[101] Es ist jedoch sicher, dass bereits im 7. Jh. auf Initiative der Bischöfe damit begonnen wurde, das flache Land mit einem Netz von Niederkirchen zu überziehen.[102] Eigenkirchen-Herren waren aber meistens nicht die örtlichen Bischöfe; viele Niederkirchen waren nämlich in Händen von Klöstern und Adligen oder gehörten zum Reichsgut. Nicht alle ländlichen Eigenkirchen wurden auch zu Pfarrkirchen mit Tauf- und Beerdigungsrecht.[103] Nachdem Karl der Große den Zehnten als jährliche Abgabe an die zuständige Pfarrkirche vorgeschrieben hatte, wurde es um das Jahr 800 üblich, für die Pfarrkirchen feste Pfarrbezirke abzugrenzen.[104] Die Pfarrkirche St.Martin in Wiesoppenheim geht auf eine königliche Eigenkirche zurück, die bereits im 8. Jh. bestand.[105] Vermutlich war die Martins-Kirche anfänglich für den gesamten Personenverband zuständig, der zum Reichsgut in den Eisbach-Orten Wiesoppenheim, Horchheim und Weinsheim gehörte.[106] Die Kirchen St. Bonifatius in Weinsheim und Heilig-Kreuz in Horchheim gehen wahrscheinlich auf Eigenkirchen des Klosters Fulda zurück. St.Bonifatius ist das Pertinenz-Patrozinium für fuldische Eigenkirchen und weist eindeutig auf die Abtei Fulda.[107] Auch das Heilig-Kreuz-Patrozinium dürfte Fulda zuzuordnen sein.[108] Fulda durfte seit Anfang des 9. Jahrhunderts aufgrund besonderer Privilegien die Zehnten auf seinen Gütern für seine Eigenkirchen vereinnahmen, auch wenn die Güter im Pfarrsprengel einer fremden Pfarrkirche lagen. Die Zehntrechte waren für das Kloster so ertragreich, dass man auch auf kleineren Besitzungen Eigenkirchen erbaute.[109] Die Bischöfe gingen seit dem 11. Jh. verstärkt gegen die fuldischen Zehntprivilegien vor und konnten dem Kloster viele Zehntrechte abringen.[110] Die Kirchen in Horchheim und Weinsheim sind im Hochmittelalter von Fulda an das Hochstift Worms übergegangen. Die Abtrennung der Pfarrei Horchheim-Weinsheim von der alten Pfarrei Wiesoppenheim muss spätestens beim Besitzübergang an das Hochstift erfolgt sein.[111] Im Jahr 1234 wird erstmals ein Horchheimer Pfarrer erwähnt.[112] Weinsheim war wohl niemals eine selbständige Pfarrei. Im Wormser Synodale von 1496 ist Weinsheim, so wie seither, eine Filiale von Horchheim. Das Patronat über die Pfarrei Horchheim hatte das Wormser Domkapitel. Die Pfarrei gehörte zum Dekanat Dirmsteim im Archidiakonat des Dompropstes. Die Pfarre Wiesoppenheim war 1496 verarmt, vielleicht auch eine Folge der Abspaltung Horchheims und Weinsheims.[113] Die Heilig-Kreuz-Kirche in Horchheim stand sicherlich bereits in fuldischer Zeit an der Stelle der heutigen Friedhofskirche. Damit ist - wegen der üblichen räumlichen Nähe von Fronhof und Kirche[114] – der königliche, später an Fulda gefallene Fronhof ebenfalls im Oberdorf zu lokalisieren. Die erste Heilig-Kreuz-Kirche muss eine kleine Holzkirche ohne Turm gewesen sein. Frühestens im 11.Jh. wurde anstelle der Holzkirche eine schlichte steinerne Kirche mit Turm erbaut.[115] In ihrem Schatten lag der Friedhof. Wie auf der Ortsansicht des Geometers Pabst von 1710 zu erkennen ist, hatte die Kirche einen 5/8-Chor im Westen. Gewestete Dorfkirchen waren zu Beginn des 18.Jhs. noch sehr selten. Ein Zusammenhang mit der karolingischen Tradition des Klosters Fulda zum Bau gewesteter Kirchen[116][117] kann wohl ausgeschlossen werden.[118] Vermutlich war die Horchheimer Kirche im Mittelalter geostet. Das vergrößerte Langhaus mit Westchor wurde wahrscheinlich erst nach Mitte des 16.Jhs. gebaut, als nach dem Konzil von Trient die Ostung des Kirchengebäudes an Bedeutung verloren hatte.[119] Grund für die Umorientierung nach Westen dürfte der für den Bau eines großen Ostchores unzureichende Platz neben dem alten Turm gewesen sein.[120] Die Kirche war im 18. Jh. baufällig und für die gewachsene Gemeinde zu klein geworden. Deshalb wurden Westchor und Kirchenschiff 1724–1726 abgebrochen und durch eine geräumige schmucklose Saalkirche mit einem nach Osten gerichteten Chor ersetzt. Der Kirchturm der alten Kirche wurde beibehalten. Im Jahre 1801 kamen die linksrheinischen Dekanate des Bistums Worms an ein kurzlebiges französisches Bistum Mainz und schließlich 1814/1821 an das neue Bistum Mainz. 1835 wurde der Friedhof nach oben aufs freie Feld verlegt. Ende des 19. Jahrhunderts war die Kirche wegen des stetigen Bevölkerungswachstums wieder zu eng, außerdem renovierungsbedürftig. In den Jahren 1908–1910 wurde nun eine geräumige neugotische Kirche auf dem Goldberg errichtet. Die alte Kirche wurde später zur Friedhofskirche umgebaut. Wiesoppenheim wurde im 17. Jh. eine Filiale der Pfarrei Horchheim, ist aber seit 1927 wieder selbständig. Seit 1982 haben die beiden Pfarreien Horchheim-Weinsheim und Wiesoppenheim einen gemeinsamen Pfarrer.[121]

Evangelische Kirchengemeinde[Bearbeiten]

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in Horchheim, Weinsheim und Wiesoppenheim nur wenige Einwohner evangelischer Konfession. Sie waren seit 1824 der Pfarrei Heppenheim a. d. Wiese zugeteilt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs - vor allem durch Zuzug von Arbeitskräften Wormser Betriebe - die Zahl der Protestanten in den drei Orten stark an. Im Jahre 1873 bildete sich in Horchheim eine evangelische Kultusgemeinde für Horchheim, Weinsheim und Wiesoppenheim, die zunächst Filiale von Heppenheim a. d. W. war, sich aber 1874 an die näher gelegene evangelische Pfarrei Worms anschloss. Die Gottesdienste fanden bis 1875 in einem Betsaal in der Horchheimer Obermühle statt, danach in Schwenders Wirtschaft und im Weinsheimer Zollhaus. Diese Provisorien endeten 1878 mit dem Erwerb und Umbau der ehemaligen Horchheimer Synagoge zu einem evangelischen Bethaus. Bei der Aufteilung der Wormser Pfarrei 1892 kam die Filiale Horchheim zur Andreasgemeinde. Da die Zahl der Gemeindemitglieder in der Filiale stetig wuchs, war die Pfarrbetreuung aus Worms bald nicht mehr zu schaffen. 1898 wurde Horchheim deshalb zu einer selbständigen Pfarrei erhoben, und Weinsheim zu einer Filialgemeinde von Horchheim. Das Bethaus wurde für die wachsende Gemeinde schon in den 1890er Jahren zu eng. Nach längeren Vorbereitungen begann die Gemeinde 1907 mit dem Bau der Gustav-Adolf-Kirche in Horchheim, die 1908 eingeweiht wurde. 1948 wurde die Kirchengemeinde Horchheim Mitglied der ev. Gesamtgemeinde Worms.[122]

Jüdische Kultusgemeinde[Bearbeiten]

Seit dem 18. Jh. bestand in Horchheim eine kleine jüdische Gemeinde. Im Jahre 1815 wurde eine Synagoge erwähnt. 1845–1847 wurde eine Synagoge an der Oberen Hauptstraße 33 gebaut. In den nachfolgenden Jahrzehnten zogen fast alle Juden aus Horchheim weg. Die jüdische Gemeinde löste sich 1873 auf. Die Synagoge wurde später von der evangelischen Gemeinde erworben und zu einem Bethaus umgebaut.[123]

Politik und Verwaltung[Bearbeiten]

Gemeindevorsteher[Bearbeiten]

Im 13. Jahrhundert wird erstmals ein Schultheiß für Horchheim erwähnt. Der Schultheiß war ein von der Herrschaft bestellter Vorsteher der Dorfgemeinde. Für die ältere Zeit sind bis jetzt nur wenige Namen von Schultheißen ermittelt worden. Erst ab Mitte des 18. Jahrhunderts liegt eine fast lückenlose Folge von Amtsträgern vor. Nach der französischen Revolution hießen die Gemeindevorsteher nicht mehr Schultheiß, sondern seit 1798 „Agent Municipal“ und ab 1800 „Maire“. Der Maire wurde vom Präfekten des Departments ernannt. Die Hessische Gemeindeordnung von 1821 schuf den Bürgermeister, für den zunächst Kandidaten gewählt wurden, aus denen dann die hess.Regierung den Bürgermeister auswählte. Später konnte der Bürgermeister direkt gewählt werden. Seit der Eingemeindung 1942 hat Horchheim keinen Bürgermeister mehr, sondern einen Ortsvorsteher.[124]

Schultheißen ab 1260
Jahre Schultheißen
erwähnt 1260 Eberhardus
erwähnt 1272 Didericus
erwähnt 1353 Rudiger Kentzeler
erwähnt 1356 Konrad gen. Rockenhuser
erwähnt 1361 Hennel Ryse
vorkommend 1370–1381 Bracht
erwähnt 1402 Wrachter
erwähnt 1402 Johannes Duchscherer
erwähnt 1425 Heinze Heddesheimer
erwähnt 1453 Peter Becker
vorkommend 1462–1472 Peter Heddesheimer
erwähnt 1477 Antis Heddesheimer
erwähnt 1488 Claus Greber
erwähnt 1489 Peter Endres
erwähnt 1511 Niclas Reuter
erwähnt 1534 Hans Meyhe
erwähnt 1534 Hans Uhrrycht
erwähnt 1545 Hans v.Pfeddersbach
erwähnt 1548 Hans Mey
erwähnt 1549 Michael Heinß
erwähnt 1586 Matheis Schütz
vorkommend 1599–1612 Peter Urban
erwähnt 1614 Wendel Greicker
erwähnt 1620 Hans Henß
vorkommend 1658–1664 Matheis Urban
erwähnt 1701 Peter Bergsträßer
vorkommend 1715–1733 Valentin Geisinger
vorkommend 1741–1760 Gabriel Hebenstreit
vorkommend 1764–1779 Valentin Löcher
1780–1815 Philipp Holtzmann (Schultheiß, Maire)
Bürgermeister, ab 1942 Ortsvorsteher
Jahre Bürgermeister, Ortsvorsteher
1816–1838 Johannes Klock
1838–1844 Christian Loye
1844–1880 Friedrich W.Schredelseker
1880–1882 Mathias Braun
1883–1920 Johannes Hahn III.
1921–1930 Peter Löcher III.
1930–1933 Friedrich W.Schredelseker
1933–1945 Ernst Schmidt (Bürgermeister, Ortsvorsteher)
1945–1948 Joseph Löcher
1948–1979 Jakob Seiler
1979–1994 Walter Kraft
1994–2001 Wolfgang Freese
seit 2002 Volker Janson

[125]

Gemeindewappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In schwarzem Feld zwei gekreuzte silberne Schlüssel mit abwärts gekehrtem Bart, überhöht von einem goldenen Kreuz.

Es ist unklar, wann die Gemeinde dieses Wappen angenommen hat. Dorfwappen tauchen in Deutschland erst Ende des 19. Jahrhunderts auf und werden ab den 1920er Jahren allgemein gebräuchlich.[126] Die Figuren und ihre Anordnung sind aus dem ältesten Horchheimer Gerichtssiegel entnommen (nachgewiesen ab 1470 [127]); im Siegel handelt es sich allerdings noch um ein Passionskreuz, nicht um ein gemeines Kreuz. Die Farben schwarz, silber und gold sind aus dem Wappen des Hochstifts Worms entlehnt.

Die Schlüssel sind das Attribut des Hl. Petrus und stehen offensichtlich für das Wormser Domkapitel, das das Kirchenpatronat der Horchheimer Pfarrkirche innehatte.[128] Das Kreuz verweist vermutlich auf das Kirchenpatrozinium „Heilig-Kreuz“.

Rechtspflege[Bearbeiten]

Ein Weistum von 1489 berichtet, dass in Horchheim die Gerichtsstätte für ein Hochgericht lag, das für Horchheim, Weinsheim und Wiesoppenheim zuständig war. Dreimal pro Jahr fand ein ungebotenes (echtes) Ding statt, jeweils am Dienstag nach dem Achtzehnten (13. Januar), nach Georgi (23. April) und nach Natal Joannis (24. Juni oder vielleicht 29. August).[129] Dieses Gericht mag auf ein Grafengericht der fränkischen Zeit zurückgehen. Ausgehend von der Immunität der Wormser Kirche erlangten das Hochstift und seine Vögte im Zuge der Territorialisierung die hohe Gerichtsbarkeit.[130] Ein Galgen ist in Horchheim seit 1374 bezeugt.[131] Im 18. Jahrhundert gab es noch einen Scharfrichter in Horchheim.[132] Neben dem Hochgericht gab es in Horchheim ein Dorfgericht.[133] Beide Gerichte mögen an derselben Stelle getagt haben; 1353 ist eine Sitzung des Dorfgerichts „an deme angel“ erwähnt.[134] Die Horchheimer Gerichte wurden 1798 abgeschafft.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kunst- und Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

Evangelische Kirche (1907-08)

Künstlerisch bedeutsam sind die evangelische und die katholische Pfarrkirche.

Die evangelische Gustav-Adolf-Kirche und das direkt anschließende Pfarrhaus liegen erhöht auf einer ummauerten Terrasse, zu der zwei Treppen hinaufführen. Kirche und Pfarrhaus wurden 1907/08 in neubarocken und Jugendstil-Formen errichtet und bilden ein eindrucksvolles Ensemble. Die Kirche ist ein genordeter Saalbau mit einem über die Giebelfassade aufragenden Dachreiter-Turm. Die Jugendstil-Ausmalung des Chorraums stammt von dem Wormser Maler Fritz Muth (1865–1943).[135]

Katholische Heilig-Kreuz-Kirche (1908–1910) von Nordwesten

Die katholische Heilig-Kreuz-Kirche wurde 1908/1910 nach Plänen des regional bekannten Kirchenbaumeisters August Greifzu als neugotische Basilika hoch über dem Ort auf dem Goldberg errichtet. Der nach Osten weisende polygonale Chor wird flankiert von einem einzelnen 54 m hohen Turm mit reicher Gliederung. Die Kirche ist 44 m lang und 21,5 m breit. Das Mittelschiff ist 15 m hoch, die Seitenschiffe sind 7,5 m hoch. Über den westlichen Seitenschiffjochen sind Queranbauten in unterschiedlicher Höhe aufgeführt, die der Westfassade ein stattliches Aussehen verleihen. Im Innern findet sich eine neugotische Ausstattung mit farbigen Schnitzaltären.[136]

Gestohlene Muttergottes-Statue des frühen 15. Jahrhunderts aus der Heilig-Kreuz-Kirche

Das bedeutendste Kunstwerk in der Heilig-Kreuz-Kirche war eine Muttergottes-Figur vom Typ der „Schönen Madonnen“ aus dem frühen 15. Jahrhundert, die zusammen mit zwei anderen Skulpturen am 26. November 1985 gestohlen wurde.[137]

Friedhofskirche, ehemalige katholische Heilig-Kreuz-Kirche (1724–1726)

Nur als Kulturdenkmal von Interesse ist die Friedhofskapelle (ehemalige katholische Heilig-Kreuz-Kirche), ein schmuckloser Bau von 1724/26. Das Untergeschoss des Turmes stammt aus dem Mittelalter.[138]

Ehemalige Schule von 1827/28

Das ehemalige Schulhaus Obere Hauptstraße 12 wurde 1827/28 nach Plänen des großherzoglichen Landbaumeisters Schneider aus Mainz erbaut. Im Großherzogtum Hessen wurde seit der Schulreform von 1823 der Bau von Schulen forciert. Das klassizistische Gebäude wurde 1989 restauriert.[139]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Worms-Horchheim

Schulen[Bearbeiten]

Bereits im 16. Jahrhundert gab es in einigen Dörfern erste Elementarschulen für die Pfarreikinder. Diese konfessionellen Dorfschulen wurden im 17. Jahrhundert häufiger und waren im 18. Jahrhundert allgemein üblich.[140] In Horchheim wird ein Schulhaus erstmals 1758 erwähnt. Es lag auf dem Fronberg an der Ecke Wilhelm-Röpcke-Straße und war noch ganz aus Holz erbaut. Dieses Haus wurde 1758 erneuert. Zwischen 1782 und 1826 diente das noch bestehende Gebäude Bahnhofstraße 1 als Schul- und Gemeindehaus. Seit 1828 war die Schule in dem neuerbauten Schulhaus Obere Hauptstraße 12 untergebracht. Im Jahre 1887 wurde ein weiteres Schulhaus am Marktplatz (Ob. Hauptstraße 6, heute Ortsverwaltung) erbaut, das 1910/12 durch das Nebengebäude Backhausgasse 7 erweitert wurde. 1939 wurden die Schulen von Horchheim und Weinsheim zusammengelegt. Ab 1971 wurde als neue Grund- und Hauptschule die Kerschensteinerschule in der Neubachstraße 57 erbaut. 1972 erfolgte der Umzug aus den alten Schulhäusern in die Kerschensteinerschule, die 2008/2009 in eine integrierte Gesamtschule (Nelly- Sachs-IGS) umgewandelt wurde.[141]

Mundart[Bearbeiten]

Die Horchheimer Ortssprache wird von den Einheimischen gemeinhin als „Platt“ bezeichnet.[142] Horchheim gehört zum rheinhessischen Dialektgebiet. Das Rheinhessische zählt zur Gruppe der rheinfränkischen Mundarten.[143] Für den Wormser Dialekt gibt es eine aktuelle Beschreibung von Alfred Lameli, die auch für das engere Wormser Umland gültig ist.[144] Für Horchheim selbst liegt der Wenker-Fragebogen von 1879/80 mit den 40 Standardsätzen für den Sprachatlas des Deutschen Reichs vor.[145]

Feste[Bearbeiten]

Horchheimer Sommertag[Bearbeiten]

Am vierten Fastensonntag wird in Horchheim, wie in vielen anderen Gemeinden von Rheinhessen, Südhessen, Pfalz und Kurpfalz, der Sommertag gefeiert. Neben den gängigen Elementen, wie dem Umzug der Kinder mit Sommertagsstecken, dem „Ri, Ra, Ro“-Lied und dem Verbrennen des Winters,[146] kennt das Horchheimer Brauchtum einige sehr ungewöhnliche Besonderheiten, nämlich die Fronbergsage über die Weckstiftung, die Prozession der Kinder zum Fronberg mit Gebet am Fronberg, die Verteilung der Dreizackwecken an die Kinder und das Auswerfen der restlichen Dreizackwecken unter die versammelte Menge.[147] Ausgangspunkt der besonderen Horchheimer Tradition war unzweifelhaft eine alte Weckstiftung für die Kinder zum Laetare-Sonntag. Solche Brotstiftungen waren nicht ungewöhnlich und wurden oft am Mittfasten-Sonntag Laetare (Evangelium von der wunderbaren Brotvermehrung) eingelöst.[148] Das hohe Alter der Horchheimer Weckstiftung ist durch eine Gemeinderechnung von 1753 belegt.[149] Um diese Stiftung rankt sich die Fronbergsage. Die Sage berichtet, eine Frau habe am Fronberg ihr Kind umgebracht und sei dort hingerichtet worden. Zur Rettung ihrer Seele habe Sie ihr Vermögen für die jährliche Verteilung von Brot an die Dorfkinder gestiftet.[150] Eine Dramatisierung der Fronbergsage stammt von Ernst Kilb[151] Kilb legt das Geschehen in die Jahre 1515/1516, weil er das Schicksal der Kindsmörderin, die er „Elsbeth“ nennt, einbetten will in ein Sozialdrama über die Bedrückung der Bauern und die Entstehung bäuerlichen Widerstands. Als weitere Motive bringt Kilb die Kindstötung im Brunnen und die Hinrichtung durch Ertränken in demselben Brunnen.[152] Die Brunnen-Motive hat Kilb evtl. aus einer mündlichen Tradition geschöpft. Ob die Fronbergsage eine wahre Begebenheit schildert oder nur eine von der Volksphantasie geschaffene Gründungssage ist, kann nicht entschieden werden.[153] Die berichteten Geschehnisse könnten sich aber durchaus so zugetragen haben und passen in das 16., 17. und frühe 18. Jh.[154] Es ist denkbar, dass die Brotstiftung auf eine Seelgerät-Stiftung zurückgeht.[155] Solche Stiftungen wurden naturgemäß den Kirchen zugewendet. Bei der ersten Erwähnung 1753 wurde die Stiftung aber von der weltlichen Gemeinde verwaltet. Der Übergang einer Brotstiftung von der kirchlichen auf die weltliche Gemeinde ist auch für Iggelheim nachweisbar.[156] Die spätere Überlieferung berichtet, daß die Dorfgemeinde aus dem Nachlass der hingerichteten Frau einige Äcker erhalten habe. Die Pachteinnahmen wurden für die Sommertagswecken ausgegeben. Später wurden die Weckäcker verkauft und die Kaufsumme verzinslich angelegt. Nun wurde der jährliche Zinsertrag , der im 19. Jh. sieben Gulden betrug, für die Wecken verwendet.[157] Der Dreizackweck, ursprünglich einfach „Sommerweck“ genannt[158], kommt nur in Horchheim vor. Es ist unbekannt, seit wann und warum der Horchheimer Sommertagsweck in dieser Form gebacken wird. Das Auswerfen der Dreizack-Wecken ist ein aus der Fastnacht entlehntes Brauchelement.[159] Der Sommertags-Umzug ist vermutlich hervorgegangen aus Heischegängen der Kinder, wie sie noch für Weinsheim belegt sind.[160] Seit 1935 gibt es beim Sommertagszug geschmückte Festwagen.[161]

Horchheimer Kerb[Bearbeiten]

Die Kirchweih wird in Horchheim traditionell am zweiten Sonntag im August gefeiert.[162] Der Termin des weltlichen Kirchweih-Fests stimmt nicht mehr mit dem Jahrtag des geistlichen Kirchweih-Fests (29.August 1728) überein.[163]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Die fränkischen Einwanderer, die sich zu Anfang des 6. Jahrhunderts im unteren Eisbachtal niederliessen, lebten in ersten Linie von der Viehhaltung. Der Ackerbau spielte eine geringere Rolle. [164] Wie der mit der Landnahme einsetzende Reihengräber-Friedhof in Wiesoppenheim zeigt, gab es dort eine der ersten Ansiedlungen.[165] In Wiesoppenheim fanden die fränkischen Siedler gute Weidegründe mit einfachem Zugang zum Wasser und an einigen Stellen leicht bearbeitbare Sandlöss-Böden.[166] Zu Anfang wurde nur ein kleiner Teil der verfügbaren Flächen als Ackerland kultiviert.[167] Wegen des starken Bevölkerungswachstums seit dem 7. Jh. wurde eine Ausweitung und Intensivierung des Ackerbaus notwendig. Ausbau-Orte entstanden, wenn die neuen Fluren zu weit von der ersten Ansiedlung entfernt lagen.[168] Horchheim wurde spätestens zu Anfang des 7. Jahrhunderts. besiedelt.[169] Die Dreifelderwirtschaft mit dem Wechsel von Brache, Wintergetreide und Sommergetreide ist eine organisatorische Verbesserung, die in Rheinhessen besonders früh eingeführt wurde und dort schon im 10. Jh. weit verbreitet war.[170] Eine weitere Verbesserung war die Bildung von Gewannen, die in Horchheim bereits für das frühe 13. Jh. belegt ist.[171] Die Flur war durch Teilungen stark parzelliert, was die wirtschaftliche Bearbeitung erschwerte. Die Gewann war eine neugeschaffene „Großeinheit [von Feldern] zum Zwecke gleichartiger und gleichzeitiger Bewirtschaftung“.[172] Der Weinbau ist in Horchheim erstmals 1223 belegt.[173] Im hohen Mittelalter wurde in Horchheim und seinen Nachbarorten die Dreifelderwirtschaft aufgegeben und durch eine zelgengebundene Zweifelderwirtschaft mit Wintergetreide- und Brach-Feld ersetzt. 1260 werden für Horchheim eine westliche Zelge gen Heppenheim und eine östliche Zelge gen Worms erwähnt.[174] Durch den Aufschwung von Städten, Handel und Geldwesen gab es eine zunehmende Nachfrage nach Wintergetreide (meist Roggen), während das Sommergetreide weniger einbrachte und durch Sommertrockenheit gefährdet war. Der Verzicht auf das Sommergetreide ermöglichte eine Vergrößerung der Brach-Weide und die „Ausweitung des dung- und arbeitsintensiven Weinbaus“.[175] Um 1300 muss bereits der größte Teil der Horchheimer Gemarkung bewirtschaftet gewesen sein.[176] Ausgelöst durch Hungerkrisen und Seuchenzüge kam es im 14. Jh. zu einem massiven Bevölkerungsrückgang, der eine jahrhundertelange Agrardepression einleitete. Weniger fruchtbare und abgelegene Felder wurden aufgegeben. Während der Getreideabsatz zurückging, erlebten einträgliche Sonderkulturen wie der Obstbau auch in Horchheim einen Aufschwung.[177]

Gewerbe[Bearbeiten]

Das bedeutendste Industrieunternehmen in Horchheim war die Zichorien-Kaffeesurrogat- und Kaffee-Essenz-Fabrik Pfeiffer & Diller G. m. b. H., die von 1875 bis 1952 ihren Sitz auf dem Gelände der ehemaligen Horchheimer Obermühle hatte. Die Fabrik wurde 1843 ursprünglich von Johann Valentin Jungbluth gegründet und befand sich zunächst in der Mariämünster-Mühle in der Speyerer Vorstadt in Worms.[178][179] Die erste Jungbluth'sche Zichorien-Fabrik in der Mariämünster-Mühle brannte bereits im Juni 1845 vollständig nieder.[180][181] Beim Rösten und Mahlen von Zichorienwurzeln kann es nämlich leicht zur Selbstentzündung der Zichorien kommen. Jungbluth verlagerte seinen Betrieb daraufhin in das ehemalige Bergkloster[182] in der Wormser Andreasvorstadt.[183][184] Im Juni 1856 gab es dort erneut ein Feuer, dem ein ganzer Gebäudeflügel des Betriebs zum Opfer fiel.[185] In der Fabrik wurden u. a. Kaffee-Surrogate aus Zichorien und Eicheln und verschiedene Kaffee-Mischungen hergestellt.[186][187] Im Oktober 1872 wurde das Unternehmen für 37.000 Gulden von den Kölner Fabrikanten Julius Diller († 5. Dezember 1894) und August Pfeiffer († 30. April 1897) übernommen.[188] Im Januar 1873 entstand ein Feuer im Mühlenraum der Fabrik, der dabei völlig ausbrannte.[189] Im Jahr 1874 verkauften die Eigentümer das Betriebsgelände im ehemaligen Bergkloster an den Lederfabrikanten Nikolaus Reinhart, der dort die Villa Bergkloster errichtete.[190] Mit dem Erlös erwarben die Herren Pfeiffer und Diller die Obermühle in Horchheim und richteten dort ihre Zichorien-Fabrik ein. Der Fabrik-Betrieb in Horchheim begann dann im Jahr 1875.[191][192] Es wurden Zichorien-Ersatzkaffeemischungen und seit 1884 eine Kaffeezusatz-Essenz hergestellt. Diese sogenannte "Diller-Essenz" wurde ein sehr bekanntes und wegen seiner Ergiebigkeit geschätztes Markenprodukt.[193] Die Essenz bestand vorwiegend aus karamellisiertem Rübenzucker und wurde zur Geschmacksverbesserung von Surrogat-Kaffee verwendet.[194][195] Auf dem Fabrikgelände entstanden eine Rösterei, Essenzkochereien, Lager- und Verpackungsgebäude und an der Oberen Hauptstraße ein Bürogebäude. Am Hang oberhalb des Betriebs ließ sich Diller 1902–1906 von dem bekannten Baumeister Heinrich Metzendorf eine repräsentative Fabrikanten-Villa errichten.[196][197]

Ansicht der Kaffee-Essenz- und -Surrogat-Fabrik Pfeiffer & Diller 1909 (rechts oben: Fabrikanten-Villa mit Park, rechts unten: Packerei und Essenz-Kochereien, Mitte: Betriebsgelände Obermühle, links: Untermühle)

Seit den 1890er Jahren wurden die Produkte von Pfeiffer & Diller durch aufwändige Blechdosen, Reklamemarken, Sammelbilder und Plakate beworben. Werbefigur und registriertes Warenzeichen war der "Kaffeeonkel" mit Hausmütze, ein Symbol altväterlicher Sparsamkeit und Gemütlichkeit.[198] Nach der Blütezeit der Vorkriegsjahre kam es im Ersten Weltkrieg ab 1916 zu einer Verknappung und Zwangsbewirtschaftung der Rohstoffe für Kaffee-Surrogate und Kaffee-Essenzen. Das führte zur Stilllegung vieler Betriebe. Die Geschäftsanteile der Firma Pfeiffer & Diller wurden in diesem Zusammenhang 1916 von der Heinrich Franck Söhne G. m. b. H in Ludwigsburg übernommen.[199][200] Nach dem Krieg wuchs der Absatz bald wieder auf das Vorkriegsniveau. Die Produkte wurden nicht nur in Deutschland, sondern auch ins Ausland und nach Übersee vertrieben.[201] 1930 waren 150 Mitarbeiter im Betrieb beschäftigt. Die Fürsorge für die Belegschaft galt als vorbildlich,[202] es gab sogar eine eigene Betriebs-Krankenkasse. Im Aufschwung der 1930er Jahre wurde auch die Werbung modernisiert: 1937 entstand ein Kino-Werbefilm "Der Kaffeeonkel kommt".[203]

1943 wurde Pfeiffer & Diller mit der Emil Seelig A.G. (Heilbronn), einer weiteren Franck-Tochtergesellschaft, zur Firma "Seelig und Diller A.-G." (Heilbronn) fusioniert.[204] Bei der Bombardierung von Horchheim am 21.Februar 1945 wurden wichtige Gebäude der Fabrik zerstört. 1947 konnte mit 35 Beschäftigten nur noch 25 % der Vorkriegsproduktion erreicht werden. Die Fabrik schloss 1952 endgültig ihre Tore.[205]

Eisenbahn und Bus[Bearbeiten]

Seit dem Jahr 1886 war Horchheim durch eine eingleisige Bahnstrecke Worms–Grünstadt an den Schienenverkehr angebunden. Bis 1953 wurde die Bahn von der SEG betrieben, danach von der Deutschen Bundesbahn. Die Verwaltung der Nebenbahn befand sich bis 1953 im Bahnhof Horchheim. Seit 1949 verkehren städtische Busse von Horchheim und Weinsheim nach Worms. In der Folge kam es auf der Schiene zu starken Einbußen bei der Personenbeförderung. Der Bahnhof Horchheim wurde 1968 für den Personenverkehr und 1969 für den Güterverkehr stillgelegt. Die Geleise in Horchheim wurden Ende der 1970er Jahre abgebaut.[206]

Post[Bearbeiten]

Der älteste Postkurs in Deutschland, der sogenannte Niederländische Postkurs, lief seit dem 16.Jh. direkt an Horchheim vorbei. Der Straßenname „Postweg“, der 1710 erstmals erwähnt wurde[207], bezeichnet einen Abschnitt des Weges, den der Postreiter zwischen den Poststationen Bobenheim und Hangen-Weisheim genommen hat.[208] Die Poststation Hangen-Weisheim bestand schon 1570 und wurde 1703 nach Alzey verlegt. Die Bobenheimer Poststation existierte bereits 1540, sie wurde 1707 nach Worms verlagert.[209] Am Anfang des 16.Jhs. war die Route durch Rheinhessen noch nicht dauerhaft festgelegt, sondern wurde mehrfach geändert: 1506 wurde Heppenheim an der Wiese und 1522 Pfiffligheim als Poststation angegeben.[210] Es ist demnach zu vermuten, daß die Poststrecke schon seit Anfang des 16.Jhs. in der Nähe von Horchheim verlief. Seit 1703/1707 führte der Postkurs nicht mehr über Horchheim, sondern über Worms.[209]

Horchheim selbst erhielt erst ab etwa 1799 eine Briefbeförderung, als im Département Donnersberg ein Botendienst für den Kanton Pfeddersheim eingerichtet wurde. Die Boten überbrachten zu Fuß die Dienstpost nach und von den Bürgermeistereien des Kantons und beförderten gegen Trinkgeld auch private Post. Das Botensystem für die Dienstpost wurde 1816 von der neuen hessischen Verwaltung weitergeführt und 1825 reorganisiert. Die Boten hießen ab 1825 Bezirksboten und gingen zweimal wöchentlich eine Tour über Horchheim, für private Sendungen wurde das Porto nun genau festgesetzt. 1861 wurde das staatliche Botenwesen von der privaten Thurn-und-Taxis-Post übernommen und verbessert: Horchheim erhielt seinen ersten Briefkasten, der am Gemeindehaus angebracht wurde. 1865 kam der Landpostbote sechsmal pro Woche nach Horchheim. Der Postdienst ging 1867 an die Preußische Post, 1868 an die Norddeutsche Bundespost und 1871 an die Reichspost über. Horchheim erhielt 1886, als der Ort an die Bahnlinie Worms-Offstein angeschlossen wurde, eine eigene Postagentur, die 1888 mit Telegraph ausgestattet war.[211] Die Postagentur befand sich in der Oberen Hauptstraße 24.[212] Seit 1900 hatte Horchheim ein selbständiges Postamt, das für Horchheim, Weinsheim und Wies-Oppenheim zuständig war. Das Postamt befand sich in der Oberen Hauptstr.1.[213] Telefon gab es in Horchheim vermutlich erst nach 1900. [214][215] 1928 wurde Horchheim dem Postamt Worms als Zweigpostamt angegliedert. 1976 erfolgte der Umzug in die Untere Hauptstraße 63–65. Durch die Postreform 1995 wurde das Postamt zur Postfiliale, die aber schon Anfang 1999 geschlossen wurde. Seit 1999 gibt es in Horchheim nur noch eine Postagentur der Deutschen Post AG.[211]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Fr. W. Schredelseker: Horchheim. Eine Zusammenstellung alles Bemerkenswerthen aus seiner Vergangenheit und Gegenwart. Worms 1896.
  • Karl Johann Brilmayer: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Geschichte der bestehenden und ausgegangenen Städte, Flecken, Dörfer, Weiler und Höfe, Klöster und Burgen der Provinz Rheinhessen nebst einer Einleitung. Gießen 1905. ND Würzburg 1985.
  • Hermann Schmitt: Geschichte von Horchheim, Weinsheim und Wies-Oppenheim. Worms 1910.
  • Edmund Heuser: Horchheim – Weinsheim. o. O. [Worms-Horchheim] o. J. [1978] und Edmund Heuser: Worms-Horchheim-Chronik. o. O. [Worms-Horchheim] o. J. [2005].
  • Georg M. Illert: Das vorgeschichtliche Siedlungsbild des Wormser Rheinübergangs. Worms 1952 (= Der Wormsgau, Beiheft 12).
  • Hellmuth Gensicke: Die Einwohner der wormsischen Rheindörfer im Jahre 1496. In: Pfälzische Familien- und Wappenkunde. 1 (1952), S. 56–61.
  • Hermann Schmitt: Heiligkreuz in Horchheim bei Worms. Pfarrer und Pfarrei im 18. Jahrhundert. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte Jg. 17 (1965) S. 294–333 (= Teil I) und Jg. 18 (1966), S. 329–365 (= Teil II).
  • Hermann Schmitt: Jakob Sauer aus Bingen, Pfarrer in Horchheim bei Worms (1816–1827). Mainz [1965] (als Manuskript gedruckt).
  • Valentin Kulzer: Priester und Ordensleute aus der Pfarrei Heilig-Kreuz Worms-Horchheim. Bürstadt 1990.
  • Michael Zuber: Zur Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Horchheim, Weinsheim und Wiesoppenheim. o. O. [Worms-Horchheim] o. J. [1998].
  • Ernst Wörner: Kunstdenkmäler im Großherzogthum Hessen. Provinz Rheinhessen. Kreis Worms. Darmstadt 1887. Kap. 22, Horchheim S. 87–88.
  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Rheinland-Pfalz Saarland. Bearb. v. Hans Caspary u. a., Darmstadt 1985, S. 1187.
  • Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Bd. 10 Stadt Worms. Bearb. v. Irene Spille. Worms 1992. S. 234–241.
  • Walter Hotz: Die „Schöne Madonna“ von Horchheim und die Kunst ihrer Zeit in der Wormser Landschaft. In: Der Wormsgau Bd. 14, 1982/86, S. 101–111.
  • Hans Ramge: Die Siedlungs- und Flurnamen des Stadt- und Landkreises Worms. 2. Aufl. Gießen 1979 (= Beiträge zur deutschen Philologie Bd. 43). Zum Ortsnamen „Horchheim“ S. 31–32.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einwohner der Stadt Worms nach Wohnart (PDF; 14 kB), Einwohner mit Hauptwohnsitz, Bestandsstatistik zum 31.12.2012 mit den Bestandsdaten vom 03.01.2013 des Einwohnermelderegisters
  2. Hartmut Leser, Landeskundlicher Führer durch Rheinhessen. Berlin, Stuttgart 1969, Karte 4 nach S. 62, S. 64 f., S. 117 und S. 136; Rheinland-Pfalz - Landesamt für Geologie und Bergbau - Online-Bodenkarte:.
  3. Dieter Berger, Alte Wege und Straßen zwischen Mosel, Rhein und Fulda, in: Rheinische Vierteljahrsblätter 22 (1957) S. 176–191, darin S. 179 (Römerstraße Nr. 12), S. 181 (Übersichtskarte), S. 182 und 187–189. Theo Uhrig, Pfalz und Bistum Worms in karolingischer Zeit, in: Mittelrheinische Beiträge zur Pfalzenforschung. (Arbeitstagung in Speyer 1963), Mainz 1964, S. 46–70 und Diskussion S. 71–76, darin S. 49 f., 71 f. Michael Gockel, Karolingische Königshöfe am Mittelrhein, Göttingen 1970, S. 13 f., Ramge S. 340. Ein anderer Zweig der Straße von Worms nach Kaiserslautern führte durch das Pfrimmtal, vgl. Ramge S. 338–340, Ernst Christmann, Das fränkische Königshof-System der Westpfalz, in: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz, 51 (1953) S. 129–180, darin S. 137–139, Heinrich Büttner, Das Bistum Worms und der Neckarraum während des Früh- und Hochmittelalters, in: Archiv f. mittelrhein. Kirchengesch. 10 (1958) S. 9–38, darin S. 20.
  4. Heuser 1978 S. 57 f.
  5. Karte der Horchheimer Stadtteil- und Gemarkungsgrenzen (PDF; 430 kB).
  6. Das Gebiet der Stadt Worms wurde 1974 in Stadtteile aufgeteilt. Bis zu dieser Neugliederung 1974 dienten die Gemarkungsgrenzen als Grenzen der eingemeindeten Vororte. Beim Zuschnitt der Stadtteile wich man bewusst von den alten Gemarkungsgrenzen ab, wenn andere Trennlinien (Bachläufe, Verkehrswege usw.) als administrative Begrenzung geeigneter erschienen, vgl.  Detlev Johannes: Pfiffligheim und seine Gemarkungs- und neuen politischen Grenzen. In: Heimatverein Worms-Pfiffligheim e. V. (Hrsg.): Jahresheft 2007: Pfiffligheimer Straßen und Gassen. S. 9–11.
  7. a b  Hubert Heitele, Volker Sonne: Geologischer Überblick. In: Geologisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Bodenkarte von Rheinland-Pfalz 1:25000. Erläuterungen Blatt 6315 Worms-Pfeddersheim. Mainz 1989, S. 9–11.
  8.  Karl R. G. Stapf: Zur Tektonik des westlichen Rheingrabenrandes zwischen Nierstein am Rhein und Wissembourg (Elsaß). In: Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereines. NF 70, 1988, S. 399–410 (darin S. 404 f. und Abb.1).
  9. a b  Wilhelm Weiler: Pliozän und Diluvium im südlichen Rheinhessen. II. Teil. Das Diluvium. In: Notizblatt des Hessischen Landesamtes für Bodenforschung zu Wiesbaden. F.6 Bd. 81, 1953, S. 206–235 (darin S. 223 ff. Veraltete, aber detailreiche Darstellung der Tektonik im Raum Worms).
  10.  Hans-Jürgen Scharpff, Hessisches Landesamt für Bodenforschung (Hrsg.): Geologische Karte von Hessen 1:25.000. Blatt 6316 Worms. Wiesbaden 1977.
  11. a b  Eckart Fr. Schneider, Hans Schneider: Synsedimentäre Bruchtektonik im Pleistozän des Oberrheintal-Grabens zwischen Speyer, Worms, Hardt und Odenwald. In: Münstersche Forschungen zur Geologie und Paläontologie. Heft 36, 1975, S. 81–126 (darin S.88 f., 91–93, 105–109, 112 Taf.I, 115 Taf. IV, 118 Taf.VIII).
  12. Bohrung GÖ2
  13. Bohrung 1018
  14.  F. Wenzel, J.-P. Brun: A deep reflection seismic line across the Northern Rhine Graben. In: Earth and Planetary Science Letters. 104, 1991, S. 140–150.
  15.  Christian E. Derer, Markus E. Schumacher, Andreas Schäfer: The northern Upper Rhine Graben: basin geometry and early syn-rift tectono-sedimentary evolution. In: International Journal of Earth Sciences. Bd.94, Nr. 4, 2005, S. 640–656 (darin S. 643 Fig. 3 seismic section S2). online
  16.  Jochen Ottenstein, Athanasios Wourtsakis, Geologisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Bodenkarte von Rheinland-Pfalz 1:25000. Blatt 6315 Worms-Pfeddersheim. Mainz 1988.
  17. M. Körschens, M. Altermann, I. Merbach, J. Rinklebe: Böden als unsere Lebensgrundlage. Schwarzerde ist der Boden des Jahres 2005. S. 3-5 und 26-28, abgerufen am 26. August 2013 (PDF; 1,3 MB).
  18. Rudolf Kraft: Das Reichsgut im Wormsgau. Darmstadt 1934, S. 125–127, 132–134. Uhrig, Pfalz und Bistum Worms S. 55–59. Gockel, Königshöfe S. 34, 38 f., 47, 174, 205 f.
  19. MGH DD Arn Nr. 153 und Nr. 158
  20. Schmitt 1910 S. 7; Alois Seiler, Das Hochstift Worms im Mittelalter, Worms 1936 (= Der Wormsgau Beih.4), S. 19–23, bes. S. 22; Hans Werle, Studien zur Wormser und Speyerer Hochstiftsvogtei im 12. Jahrhundert, in: Blätter f.pfälz.Kirchengesch.u.relig.Volkskunde 21 (1954) S. 80–89, darin S. 82 f.; Meinrad Schaab: Die Diözese Worms im Mittelalter. in: Freiburger Diözesan-Archiv 86 (1966) S. 94–219, darin S. 148–151; Karl Heinz Debus: Artikel Saarbrücken, Grafschaft in: Gerhard Taddey (Hrsg.): Lexikon der deutschen Geschichte. Stuttgart 1979, S. 1047–1048.
  21. J[ohann] G[eorg] Lehmann: Die Grafschaft und die Grafen von Spanheim der beiden Linien Kreuznach und Starkenburg bis zu ihrem Erlöschen im fünfzehnten Jahrhunderte. Kreuznach 1869, ND Vaduz 2002, S. 111, 114, 117–119; Schmitt 1910 S. 7–8; Schaab S. 150–151.
  22. Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. München 6. Aufl. 1999, darin: S. 417: Artikel Nassau-Saarbrücken und S. 418-419: Artikel Nassau-Weilburg.
  23. Alois Seiler: Das Weistum der Dörfer Roxheim, Bobenheim, Mörsch, Horchheim, Weinsheim und Wiesoppenheim. in: Der Wormsgau Bd. 2 Heft 5 (1941), S. 297–300; Schmitt 1910 S. 8–9; Adolph Köllner: Geschichte der Herrschaft Kirchheim-Boland und Stauf. Wiesbaden 1854, darin S. 308–313 zu den Wormser Rheindörfern; Rolf Kilian: Der Gebietsaustausch von 1706 zwischen dem Hochstift Worms, der Kurpfalz und Nassau. in: Der Wormsgau Bd. 3, 1951/58, S. 404–405.
  24. Friedhelm Jürgensmeier (Hrsg.): Das Bistum Worms, Würzburg 1997, S. 254–259.
  25. Zu den vorgeschichtlichen Funden in Horchheim, Weinsheim und Wiesoppenheim siehe: Georg M. Illert, Siedlungsbild S. 90, 99–102, 110–111, 117, 126, 133 und 140. Zu den Funden aus Horchheim siehe: Heuser 1978 S. 5. Zur absoluten Chronologie der Vorgeschichte im südlichen Rheinhessen vgl. die Zeittafel im Sammelband „Archäologie zwischen Donnersberg und Worms“, Regensburg 2008, S. 278–281.
  26. Mainzer Archäologie Online 9 [1] Nr. 5946.
  27. Zum Neolithikum im südlichen Rheinhessen siehe: Birgit Heide, Andrea Zeeb-Lanz: Das Neolithikum, in: Archäologie zwischen Donnersberg und Worms, Regensburg 2008, S. 43–54, darin S. 52.
  28. Georg M. Illert a. a. O., Heuser 1978 S. 5, Edmund Heuser: Heimatmuseum Worms-Horchheim. o. O. [Worms-Horchheim] 1985 S. 7 Abbildung unten links. L[udwig] Lindenschmit (Hrsg.): Die Alterthümer unserer heidnischen Vorzeit. Bd. 1, Mainz 1864, darin Heft 1, Taf. 2 Schwerter (Erz) Nr. 8 [2] (im PDF: S. 28 f.). Gustav Behrens: Bodenurkunden aus Rheinhessen. Mainz 1927, S. 28, Nr. 102. John David Cowen: Eine Einführung in die Geschichte der bronzenen Griffzungenschwerter in Süddeutschland und den angrenzenden Gebieten, in: Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts. [36]. Bericht der Römisch-Germanischen Kommission 1955, Berlin 1956, S. 52–155, darin S. 96 und 144. Auf S. 144 heißt es: „Obwohl angeblich 'aus einem Grab', erscheint dieses angesichts des hervorragenden Erhaltungszustandes unwahrscheinlich, und die Fundumstände sind in Wirklichkeit unbekannt.“ Kopie im Museum Worms (Inv.-Nr. BE 144). Zur späten Bronzezeit im südlichen Rheinhessen siehe: Dirk Brandherm: Die späte Bronzezeit, in: Archäologie zwischen Donnersberg und Worms, Regensburg 2008, S. 65–76.
  29. Georg M. Illert a. a. O. eines davon in der „Hindenburgstraße“ (heute: Untere Hauptstraße), von den anderen Gräbern ist der Fundort unbekannt. Es gibt keine Zuordnung der Funde zu einer Latène-Stufe. Zur Latène-Zeit und den Kelten im südlichen Rheinhessen vgl. Leif Hansen, Martin Schönfelder: Die Eisenzeit im südlichen Rheinhessen, in: Archäologie zwischen Donnersberg und Worms, Regensburg 2008, S. 77–84.
  30. Mainzer Archäologie Online 9 [3] Nrn. 5942, 5943, 5944, 5945, 5948.
  31. Gerold Bönnen (Hrsg.): Geschichte der Stadt Worms, Stuttgart 2005, S. 77.
  32. Hans Gebhart, Konrad Kraft (Hrsg.): Die Fundmünzen der römischen Zeit in Deutschland. Abt. IV Rheinland-Pfalz. Bd. 1 Rheinhessen. Bearb. v. Peter Robert Franke, Berlin 1960 (im Folgenden zitiert als: Franke, Fundmünzen), S. 417 Nr. 1221, Heuser 1978 S. 5.
  33. Franke: Fundmünzen S. 417, Mathilde Grünewald, Erwin Hahn, Klaus Vogt: Zwischen Varusschlacht und Völkerwanderung, 2 Bde., Lindenberg 2006, Bd. 2, S. 414, Heuser 1978 S. 5.
  34. Mathilde Grünewald, Erwin Hahn, Klaus Vogt, Zwischen Varusschlacht und Völkerwanderung, 2 Bde., Lindenberg 2006, Bd. 2, S. 414, Mathilde Grünewalds Artikel „Worms-Horchheim“, in Heinz Cüppers (Hrsg.): Die Römer in Rheinland-Pfalz, Stuttgart 1990, S. 680. Heuser 1978 S. 5 dort aber „1937“.
  35. Heinrich Bayer, Die ländliche Besiedlung Rheinhessens und seiner Randgebiete in römischer Zeit, in: Mainzer Zs., 62 (1967) S. 125–175, darin S. 175; Franke, Fundmünzen S. 417; Heuser 1978 S. 5.
  36. Heuser 1978 S. 5, Heuser 2005 S. 5 dort fälschlich auf „Um 500 v. Chr.“ datiert. Eine Glasurne in einem Steinbehälter ist aber als römisch anzusprechen. In Heuser, Heimatmuseum Worms-Horchheim sind auf S. 7 in der Abb. oben rechts offensichtlich Gegenstände aus diesem Brandgrab von „In den Kesselwiesen“ abgebildet. Das Photo ist leider falsch beschriftet. In der Nähe dieser reichen Bestattung könnte sich ebenfalls eine villa rustica befunden haben.
  37. Franke, Fundmünzen S. 417
  38. Mathilde Grünewald Art.„Worms-Horchheim“, in Heinz Cüppers (Hrsg.): Die Römer in Rheinland-Pfalz, Stuttgart 1990, S. 680. Helmut Bernhard, Die römische Geschichte in Rheinland-Pfalz, ebd. S. 87. Bönnen, Geschichte der Stadt Worms S. 66. Mainzer Archäologie Online 9 [4] Nr. 5944.
  39. Bönnen: Geschichte der Stadt Worms. S. 77. Peter Haupt: Siedlungsarchäologie der Römerzeit im südlichen Rheinhessen. In: Archäologie zwischen Donnersberg und Worms. Regensburg 2008, S. 93–96. Helmut Bernhard, Die Römerzeit in der nördlichen Vorderpfalz und im Nordpfälzer Bergland, ebd. S. 97–105, besonders S. 100. Hansjörg Küster, Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa, München 1995, S. 159 f.
  40. Helmut Bernhard: Die römische Geschichte in Rheinland-Pfalz, in: Heinz Cüppers (Hrsg.): Die Römer in Rheinland-Pfalz, Stuttgart 1990, S.
    39–168, darin: S. 155–161. Peter Haupt, Siedlungsarchäologie a. a. O. S. 102–105. Ursula Koch: Das Hinterland von Worms im Frühmittelalter in: Archäologie zwischen Donnersberg und Worms, Regensburg 2008, S. 107–116, bes. 107–113. Ursula Koch: Das Ende der Spätantike und der Beginn des Frühmittelalters in Rheinhessen, in: Mathilde Grünewald, Alfried Wieczorek (Hrsg.): Zwischen Römerzeit und Karl dem Großen. Bd. I Worms und seine Stadtteile. Lindenberg 2009, S. 80–88. Jörg Fesser, Frühmittelalterliche Siedlungen der nördlichen Vorderpfalz unter besonderer Berücksichtigung der merowingerzeitlichen Bodenfunde und der karolingerzeitlichen Schriftquellen. Diss. phil. Mannheim 2006, Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse: S. 351–353. Online-Volltext: [5].
  41. Helmut Bernhard: Die römische Geschichte in Rheinland-Pfalz a. a. O. S. 155 f. Peter Haupt: Siedlungsarchäologie S. 103–105. Fesser S. 82 f., S. 351.
  42. Helmut Bernhard: Die römische Geschichte in Rheinland-Pfalz a. a. O. S. 156–159. Peter Haupt: Siedlungsarchäologie S. 104. Fesser S. 30–39, S. 75–80. Laetitia Boehm: Geschichte Burgunds. 2. Aufl., Stuttgart 1979, S. 48–55.
  43. Peter Haupt: Siedlungsarchäologie. S. 104 f. Ursula Koch: Hinterland. S. 107. Ursula Koch: Ende der Spätantike. S. 80.
  44. Alfried Wieczorek: Die Ausbreitung der fränkischen Herrschaft in den Rheinlanden vor und seit Chlodwig I., in: Die Franken - Wegbereiter Europas. Mainz 2. Aufl.1997, Bd. 1, S. 241–260, S. 241 ff. Fesser S. 9–10, S. 12–13, S. 15–16, S. 39–65, S. 80–82, S. 351–352. Ursula Koch: Hinterland S. 108 f.
  45. Fesser 351-353. Kurt Böhner: Das nördliche Rheinhessen im frühen Mittelalter, in: Führer zu den vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern. Hrsg. vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz. Bd. 12 Nördliches Rheinhessen, Mainz 1969, S. 50–65, S. 51 ff. Ursula Koch: Hinterland S. 110 ff. Ursula Koch: Ende der Spätantike bes. S. 84.
  46. Werner Troßbach, Clemens Zimmermann: Die Geschichte des Dorfes. Stuttgart 2006, S. 18–21. Fesser S. 352.
  47. Zu den methodischen Problemen vgl. die umfassende Aufarbeitung der fränkischen Siedlungsgeschichte in der angrenzenden nördlichen Vorderpfalz: Fesser passim [6]. Die quellen- und forschungskritischen Betrachtungen Fessers und manche seiner Ergebnisse sind auch für den Wormser Raum bedeutsam.
  48. Hermann Ament, Das Dorf in Rheinhessen als Forschungsgegenstand der Siedlungsarchäologie, in: Das Dorf am Mittelrhein. Stuttgart 1989, (= Geschichtliche Landeskunde Bd. 30), S. 1–10, darin S. 1
  49. Zwischen Römerzeit und Karl dem Großen Bd. 1, S. 316–321 (Grünewald/Koch, Katalog Worms-Horchheim) u. S. 23 (Koch, Chronologiemodell SD). Heuser 1978 S. 5
  50. Zwischen Römerzeit und Karl dem Großen Bd. 1, S. 316 (Grünewald/Koch, Katalog Worms-Horchheim).
  51. Zwischen Römerzeit und Karl dem Großen Bd. 1, S. 316 (Grünewald/Koch, Katalog Worms-Horchheim). Als Quelle für das Zitat nennen Grünewald/Koch die handschriftliche Chronik Koehls 1887 Nr. 104. Zu dieser Chronik vgl. ebendort Bd. 1, S. 12 (Grünewald,Sammlungsgeschichte)
  52. Vom Rhein 9, 1910, S. 84 zitiert nach: Zwischen Römerzeit und Karl dem Großen Bd. 1, S. 316 (Grünewald/Koch, Katalog Worms-Horchheim). Vor der Flurbereinigung der 1930er Jahre führte der Weg von Horchheim nach Pfeddersheim quer durch die Flure Kreuzgewann, Bruchweg a. d. Leimenkaute, Rübengewann, Pfeddersheimer Weg und Horchheimer Weg zur Pfeddersheimer Steige. In Horchheim gabelte sich der Weg im Norden der Kreuzgewann in einen Zweig zur „Hohl“ (Wilhelm-Röpcke-Straße) und einen Zweig zur „Angelgass“ (Kapellenstraße). Quellen: Heuser, Heimatmuseum Worms-Horchheim, S. 29 sowie: Landschaft im Wandel dargestellt auf amtl. Topographischen Karten 1:25000. CD-ROM. Hrsg. v. Landesamt f. Vermessung u. Geobasisinformation Rheinland-Pfalz. [7] Blatt 6315 Worms-Pfeddersheim. Koblenz 2008 (kurz: TK25LaWa 6315), TK25LaWa 6315 Karten 1904/05, 1923 und 1943. Es ist unklar, ob der Weg nach Pfeddersheim von der Hohl oder von der Angelgass gemeint war.
  53. Troßbach/Zimmermann S. 18, Küster S. 165 und 176 f., K(onrad) Weidemann, Ausgewählte Beispiele zur frühmittelalterlichen Topographie an Pfrimm, Eckbach und Donnersberg, in: Führer zu den vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern. Hrsg. vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz. Bd. 13 Südliches Rheinhessen, Mainz 1969, S. 67–82, darin S. 67 f.
  54. Fesser S. 123 f.
  55. Friedrich W. Weber: Die ersten urkundlich nachweisbaren deutschen Wassermühlen westlich des Rheins, in: Pfälzer Heimat 23. Jg. H. 3/4 1972, S. 101–103.
  56. Uta von Freeden, Siegmar von Schnurbein (Hrsg.): Spuren der Jahrtausende. Archäologie und Geschichte in Deutschland. Stuttgart 2002, S. 332 f. (über Müller und Mühlen in der Frankenzeit, Rekonstruktion einer Wassermühle). Petra Tutlies: Eine karolingische Wassermühle im Rotbachtal, in: Archäologie im Rheinland 2005. Hrsg. vom Landschaftsverband Rheinland, Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege durch Jürgen Kunow, Seite 106–108. Stuttgart 2006 Fund und Rekonstruktion einer Wassermühle (PDF)
  57. Hans Geisler: Haus und Hof der Franken, in: Die Franken - Wegbereiter Europas, Mainz 1997, 2. Aufl.,Bd. 2, S. 769–773. Fesser S. 352 f. Alois Gerlich: Geschichtliche Landeskunde des Mittelalters, Darmstadt 1986 S. 168 ff. Küster S. 163–176, besonders S. 172 f. u. 176. Wilhelm Abel, Geschichte der deutschen Landwirtschaft vom frühen Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert, 3. Aufl., Stuttgart 1978, S. 15 ff., S. 28 ff. Weidemann S. 68. Winfried Dotzauer, Der historische Raum des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, Frankfurt 1992 S. 66. Bernd Päffgen, Sebastian Ristow, Christentum, Kirchenbau und Sakralkunst im östlichen Frankenreich (Austrasien), in: Die Franken - Wegbereiter Europas. Mainz 2. Aufl. 1997, Bd. 1, S. 407–415, darin S. 414.
  58. Franz Staab: Untersuchungen zur Gesellschaft am Mittelrhein in der Karolingerzeit. Wiesbaden 1975, S. 231 f.; Wieczorek: Ausbreitung. S. 257–259; Koch: Ende der Spätantike. S. 84; Bönnen: Geschichte der Stadt Worms. S. 89.
  59. Staab, Untersuchungen S. 291 und S. 239 ff., 250 ff., 286 ff.
  60. Lorscher Codex Nr. 900 lat. [8] dt.[9]
  61. Madelgis ist vielleicht mit dem in Lorscher Codex Nr.1404 genannten Madalgis identisch, der ein Stück Feld in Ibersheim bei Worms schenkt, lat. [10] dt. [11].
  62. Regest: Regesta Imperii Abt.I Karolinger Bd. 1, Nr. 932 [12] Volltext: MGH Diplomata-Edition für Ludwig den Frommen steht noch aus. Daher sind nur ältere Editionen verfügbar, z. B. Joannis, Georg Christian [Hrsg.], Tabularium litterarumque veterum usque huc nondum editarum spicilegium idque primum complectens. Frankfurt am Main 1724, S.441–443. Zu den Bestandteilen eines Fronhofs und den Begriffen mansus und Hufe vgl. Dotzauer, histor.Raum Rhld-Pfalz, S. 91 f.
  63. Reg. Imperii I.1 Nr. 932. Kraft, Reichsgut S. 134. Walther Kienast, Die fränkische Vasallität. Frankfurt am Main 1990, S. 200 Fußnote 624. Ernst Dümmler, Geschichte des Ostfränkischen Reichs. Bd. 1, Berlin 1862, S. 146 f. Engelbert Mühlbacher, Dt. Geschichte unter den Karolingern, Stuttgart 1896, ND in 2 Bdn. Essen 2000, Bd. 2, S. 160. Winfried Dotzauer, Geschichte des Nahe-Hunsrück-Raumes v. d. Anfängen b. z. Franz. Revolution. Stuttgart 2001 S. 72. Ludwig der Deutsche, der Gegner Ks. Lothars und der Hattonen, dürfte diese Güter Adalberts, sobald sie in seinen Zugriff kamen, d. h. vermutlich 842, eingezogen haben, vgl. Dümmler Bd. 1, S. 166 und 168 f.
  64. Lorscher Codex Nr. 3674 lat. [13] dt. [14]. Kraft, Reichsgut S. 125–127, 132–134. Uhrig, Pfalz und Bistum Worms S. 55–59. Gockel, Königshöfe S. 34, 38 f., 47, 174, 205 f.
  65. Regest: Reg.Imperii I.1 Nrn.1930 [15] u. 1935 [16], Volltext MGH DD Arn Nr. 153 und Nr. 158.
  66. Über Willolf ist sonst nichts bekannt, vgl. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Ostfildern 2006, S. 64.
  67. Kraft, Reichsgut S. 132 u. 134. Uhrig, Pfalz und Bistum Worms S. 58 f. Schmitt 1910 S. 21 f.
  68. Gockel, Königshöfe, S. 47, Anm.112
  69. Abel, Gesch. d. dt. Landwirtschaft S. 48: 740 Tagwerke entsprechen ca. 300 ha. Friedrich Wielandt, Münzen, Gewichte und Maße bis 1800, in: Hermann Aubin, Wolfgang Zorn (Hrsg.): Handbuch der deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte Bd. 1 Stuttgart 1971, S. 658–678, darin S. 675 f. Helmut Kahnt, Bernd Knorr: Alte Maße, Münzen und Gewichte. Mannheim, Wien, Zürich 1987, Art. „Tagwerk“ S. 307 f. Fuder ist ein Maß für Erntemengen bei Getreide, Heu und Wein und bedeutet eine volle Wagenladung, Wielandt S. 678. In der Neuzeit entsprach 1 Fuder Wein 850 l (Rheinpfalz) bzw. 860 l (Frankfurt), Hubert Jansen: Deutsche, österreichische und schweizerische Maße, Gewichte und Münzen. Berlin 1900 S. XI; Fritz Verdenhalven: Alte Maße, Münzen u. Gewichte a. d. dt. Sprachgebiet. Neustadt a. d. Aisch 1968, S. 23 f.
  70. Uhrig, Pfalz und Bistum Worms S. 47 f. und 55–59. Gockel, Königshöfe S. 205–207
  71. Andreas Urban Friedmann, Das Bistum v. d. Römerzeit b. ins hohe Mittelalter, in: Friedhelm Jürgensmeier (Hrsg.): Das Bistum Worms, Würzburg 1997, S. 13–43, darin S. 21 f.
  72. Edition: Heinrich Boos (Hrsg.): Monumenta Wormatiensia, Berlin 1893, S. 223–224 [17]. Gerold Bönnen, Stadttopographie, Umlandbeziehungen und Wehrverfassung: Anmerkungen z. mittelalterl. Mauerbauordnungen, in: Michael Matheus (Hrsg.): Stadt und Wehrbau im Mittelrheingebiet, Stuttgart 2003, S. 21–45, darin bes. S. 22–35.
  73. Edition der Urkunde: Ernst Friedrich Johann Dronke [Hrsg.], Codex Diplomaticus Fuldensis, Cassel 1850, Nr. 683 S. 316–317 [18].
  74. Interpretation der Urkunde: Georg Friedrich Böhn, Salier, Emichonen und das Weistum des pfalzgräfl.Hofes zu Alzey, in: Geschichtliche Landeskunde Bd. 10, 1974, S. 72–96, darin S. 77 f.
  75. Der genannte Emicho gehörte vermutlich zu der Sippe mit Trägern des Namens "Emicho", aus der die seit 960 als Grafen im Nahegau auftretenden Emichonen stammten. Wie Toussaint wahrscheinlich machen konnte, waren die Anfang des 12. Jh. erstmals genannten Grafen von Leinigen Nachkommen der Emichonen: Ingo Toussaint, Die Grafen von Leiningen. Sigmaringen 1982, S. 64–74. Zu frühen Vertretern des Namens Emicho vgl. Toussaint, Grafen von Leiningen, S. 64–66.
  76. Es bleibt unklar, ob hierbei ein Graf im Wormsgau, z. B. Konrad Kurzbold oder Konrad der Rote gemeint ist, vgl. Böhn, Salier, Emichonen und Weistum, S. 78 sowie S.87–92
  77. Joch (iugerum) war ursprünglich ein röm. Flächenmaß von 2518,88 m2, Kahnt, Knorr, Art.„Iugerum“ S. 129.
  78. In Alsheim hatten die Grafen von Leinigen Allodialbesitz, den Toussaint zum Altbesitz des Hauses zählt: Toussaint, Grafen von Leiningen S. 109 und Ingo Toussaint, Das Territorium der Grafen von Leiningen im Wormsgau, in: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz, Bd. 71 (1974), S. 155–202, darin S. 178.
  79. Die Weinsheimer Kirche hat ein Bonifatius-Patrozinium. Schenkungen von Weinsheimer Gütern an Fulda: Dronke, Codex Dipl. Fuld. Nr. 198 S. 107 f. u. Nr. 216 S. 114, vgl. Staab, Untersuchungen S. 274.
  80. Zu Besitzgeschichte und -politik des Klosters Fulda siehe: Werner Rösener: Die Grundherrschaft des Klosters Fulda in karoling. u. otton. Zeit, in: Gangolf Schrimpf (Hrsg.): Kloster Fulda in der Welt der Karolinger und Ottonen, Frankfurt 1996, S. 209–224, darin S. 213–216 und S. 221 f. Zu den fuldischen Besitzungen im Wormsgau vgl. Franz Staab: Der Grundbesitz der Abtei Fulda bis zu Mitte des 9. Jh. und seine Stifter, in: Winfried Böhme (Hrsg.): Hrabanus Maurus und seine Schule, Fulda 1980, S. 48–63, darin S. 58–61.
  81. Zur Territorialgeschichte und -politik des Hochstifts Worms vgl. Alois Seiler: Das Hochstift Worms im Mittelalter, Worms 1936, S. 9 f., 30 f. und 53–55 und Friedhelm Jürgensmeier (Hrsg.): Das Bistum Worms, Würzburg 1997, S. 20–32, 35–39, 60–63, 74, 97–99, 108 und 141.
  82. Nur an dem recht umfangreichen Besitz in Abenheim hat das Kloster Fulda zäh festgehalten, vgl. Rudolf Kraft: Das Reichsgut im Wormsgau, Darmstadt 1934, S. 134 f.; Staab (Grundbesitz der Abtei Fulda, S. 60) beziffert den Abenheimer Besitz auf 80 Hufen.
  83. Friedrich-Wilhelm Henning: Landwirtschaft und ländliche Gesellschaft in Deutschland, Bd. 1 S. 800–1750, Paderborn 1979, S. 16–18, S. 89 ff. Karl-Heinz Spiess: Bäuerliche Gesellschaft und Dorfentwicklung im Hochmittelalter, in: Werner Rösener (Hrsg.): Grundherrschaft und bäuerliche Gesellschaft im Hochmittelalter, Göttingen 1995, S. 384–412, darin S. 385–388
  84. Spiess S. 386 f. u. bes. S. 394–396. Franz Staab: Verfassungswandel in rheinhessischen Dörfern zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert. In: Das Dorf am Mittelrhein. Wiesbaden 1989, S. 149–173, darin S. 154–156, S. 158 ff. Werner Rösener: Agrarwirtschaft, Agrarverfassung und ländliche Gesellschaft im Mittelalter, München 1992,S. 22–26, S. 81–87.
  85. Ludwig Baur, Hessische Urkunden (künftig zitiert: Baur), Bd. 2, S. 161 f., Nr. 176: „Dierico de Horgeheim dicto in uico“.
  86. Heinrich Boos, Urkundenbuch der Stadt Worms (künftig zitiert: WUB), Bd. 1, Berlin 1886, Nr. 359, S. 232: Didericus scultetus in Horgeheim et Oppinheim.
  87. Eberhard Lohmann, Das Steuerregister des Gemeinen Pfennigs für das Bistum Worms, Darmstadt 2005, S. 61, Nr. 731. Zur Bezeichnung „gemeines Gut“ vgl. Rolf Sprandel, Art. Hofbauern in Internetportal Historisches Unterfranken": „Der Ausdruck 'gemeiner Hof' scheint mit der Vergangenheit eines Hofes als Fronhof und mit eventuell davon nachlebenden Funktionen zu tun zu haben.“
  88. Spiess S. 387
  89. Vgl. Franz Staab: Verfassungswandel in rheinhessischen Dörfern zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert. In: Das Dorf am Mittelrhein. Wiesbaden 1989, S. 149–173, darin S. 168
  90. Ludwig Baur, Hessische Urkunden, Bd. 3, Nr. 1260, S. 354: „in villa Horgeheim in loco dicto an deme angel, ... , coram sculteto et vniuersitate ...“
  91. Ramge S. 31 f.
  92. Wolfgang Haubrichs: Verortung im Namen: Deskriptive Namengebung, Königsgut und das Interessenspektrum des agrarischen Menschen des frühen Mittelalters. In: Brigitte Kasten (Hrsg.): Tätigkeitsfelder und Erfahrungshorizonte des ländlichen Menschen in der frühmittelalterlichen Grundherrschaft (bis ca. 1000): Festschrift für Dieter Hägermann zum 65. Geburtstag. Wiesbaden 2006, S. 3–36, darin S. 19 f. und S. 27 [19]
  93. Ramge S. 30 f. und 38 f.
  94. Ramge S. 318
  95. Haubrichs S. 27
  96. Dieser Abschnitt war noch bis zu den Eisbach-Regulierungen in den 1930er und 1970er Jahren sehr nass. Zu den Eisbach-Regulierungen vgl. 1200 Jahre Wiesoppenheim. 793–1993. Hrsg. v. Karlheinz Henkes u. a., (Worms 1993) S. 15 u. 17 und Heuser 1978 S. 55
  97. Schmitt 1910 S. 23: „uff dem bieberling (1614)“. Ramge S. 78: „im Bieberling“ (1710).
  98. Ramge S. 88: „im Bruchweg“ (1710).
  99. Ramge S. 106: „off den hyndersten Entensye“ (ca. 1390), „im Entensewhe“ (1511).
  100. Heuser 1978 S. 56, Heuser 2005 S. 47 und Einwohnerstatistiken auf http://www.worms.de.
  101. Staab, Untersuchungen S. 293-296
  102. Franz Staab: Episkopat und Kloster. Kirchliche Raumerschließung i. d. Diözesen Trier, Mainz, Worms, Speyer, Metz, Straßburg und Konstanz im 7. Jh. durch die Abtei Weißenburg. Archiv für mittelrhein. Kirchengesch. Bd. 42, 1990, S. 13–56.
  103. Albert Werminghoff. Verfassungsgeschichte d. dt. Kirche i. Mittelalter. 2. Aufl. Berlin 1913, S. 23–25. Ferdinand Pauly. Methodische Grundlagen der Pfarrgeschichtsforschung in: Nassauische Annalen Bd. 75, 1964, S. 101–110, darin S. 108 f.
  104. Josef Semmler. Zehntgebot u. Pfarrtermination in karoling. Zeit in: Hubert Mordek (Hrsg.): Aus Kirche und Reich, Sigmaringen 1983, S. 33–44, bes. S. 37.
  105. Das hohe Alter der Wiesoppenheimer Kirche kann aus dem Martins-Patrozinium in Verbindung mit altem, hier mindestens frühkarolingischem Reichsgut erschlossen werden, vgl. Schaab. Diözese Worms S. 120; Staab, Untersuchungen S. 294 und S. 485; Helmut Weigel, Das Patrozinium des hl. Martin, in: Blätter für dt. Landesgeschichte Bd. 100 (1964), S. 82–106 [20]. (Die Angabe bei Schaab, Diözese Worms S. 120, Karl d. Große habe die Kirche in Wiesoppenheim an das Bistum Worms verschenkt, ist falsch und wird auch von den angegebenen Belegen nicht gestützt). Es gibt Indizien für christliches Leben in Wiesoppenheim bereits im 6. Jh., vgl. Zwischen Römerzeit u. Karl d. Großen Bd. 1, S. 74, S. 372–378 u. S. 394 f. und Hubertus Seibert, Neue Forschungen zu Bistum, Bischöfen u. Stadtgemeinde von Worms, in: Zs. f. d. Geschichte d. Oberrheins Bd. 152, 2004, S. 53–95, darin S. 57.
  106. Zur älteren Form der Pfarrei als Personenverband s. Semmler, Zehngebot S. 37. Die ursprünglich größere Bedeutung der Wiesoppenheimer Kirche ist auch daran erkennbar, daß die Urkunde Heinrichs II. MGH D H II. 128 für das Bistum Worms von 1007 (Regest: [21], MGH: S. 154 f. und S. 723) nachträglich interpoliert wurde, um die Schenkung der Wormser Amanduskirche und der Wiesoppenheimer Kirche einzufügen, und daran, daß die 1875 abgebrochene Wiesoppenheimer Kirche in ihren ältesten Teilen aus romanischer Zeit recht aufwändig gestaltet war, vgl. 1200 Jahre Wiesoppenheim S. 106–111 u. Wörner, Kunstdenkmäler S. 137 f. Die 1875 niedergelegte Kirche in Wiesoppenheim wurde kaum vor dem 11. oder 12. Jh. errichtet; vor dem 11. Jh. gab es auf dem Land mit wenigen Ausnahmen nur hölzerne Kirchen, vgl. Rainer Müller, Mittelalterliche Mauerwerkstechniken am Beispiel ausgewählter Dorfkirchen in Thüringen, in: Dirk Schumann (Hrsg.): Bauforschung und Archäologie, Berlin 2000, S. 330–347, darin S. 330 f.
  107. Gerd Zimmermann, Patrozinienwahl und Frömmigkeitswandel im Mittelalter, Teil 1, in: Würzburger Diözesangeschichtsblätter, 20. Jg., 1958, S. 24–126, darin S. 77 f., 81 f., 92–94; Karl Heinrich Schäfer, Frühmittelalterliche Kirchenpatrozinien in Hessen, in: Fuldaer Geschichtsblätter 14. Jg., 1920, S. 97–112, darin S. 111 f.
  108. Das Heilig-Kreuz-Patrozinium ist ohne Verknüpfung mit anderen Quellen wenig aussagekräftig. Es war im frühen Mittelalter eher selten und wurde erst ab dem 11. Jh. häufiger verwendet, bis es „zu einem beliebten Modepatrozinium des Hoch- und Spätmittelalters wurde“, vgl. Zimmermann, Patrozinienwahl Teil 2, in: Würzburger Diözesangeschichtsblätter, 21. Jg, 1959, S. 5–124, darin S. 94 f. (Zitat S. 94); Berent Schwineköper, Christus-Reliquien-Verehrung und Politik, in: Blätter f. dt. Landesgeschichte Bd. 117, 1981, S. 183–281 [22]. Frühe Zentren der Heilig-Kreuz-Verehrung waren u. a. die Metzer Kirche (Schwineköper S. 222 f.) sowie, ausgehend von Bonifatius und dem Abt Rabanus Maurus, das Kloster Fulda (Schäfer, Kirchenpatrozinien S. 110 f.; Zimmermann, Patrozinienwahl Tl. 1, 1958, S. 57 f. und Tl. 2, 1959, S. 94; Schwineköper S. 206. Zur Kreuzverehrung von Rabanus Maurus: Konrad Lübeck, Fuldaer Heilige, Fulda 1948, S. 152–156. Zur Ausgrabung/Rekonstruktion der 775 an Fulda geschenkten Kreuz-Kirche Crutzen in Kalbach: Norbert Wand, Das Dorf der Salierzeit, Sigmaringen 1991, S. 15–17). Auch die Salier pflegten seit dem Erwerb eines Kreuzpartikels durch Ks. Konrad II. eine gesteigerte Kreuzverehrung (Schwineköper S. 221–247, bes. S. 224. Hl. Kreuz-Altar im Wormser Dom 1034: Bönnen, Geschichte der Stadt Worms S. 143). Direkte Bezüge zur Metzer Kirche sind für Horchheim ebenso wenig feststellbar wie salischer Besitz. Bringt man aber das Hl. Kreuz-Patrozinium in Horchheim mit dem Besitz und den besonderen Zehntrechten Fuldas in Zusammenhang, dann ergibt sich ein schlüssiges Bild.
  109. Konrad Lübeck, Zehntrechte und Zehntkämpfe des Klosters Fulda, in: Archiv f.kathol. Kirchenrecht, Bd. 118, 1938, S. 116–164 und S. 418–478, bes. S. 123 ff., S. 130 ff., S. 143 ff., S. 151 ff.
  110. Lübeck, Zehntrechte S. 418-478.
  111. Schaab, Diözese Worms S. 116, 119 f., 122 f., 124.
  112. Ludwig Baur, Hessische Urkunden, Bd. 2, S. 76, Nr. 70.
  113. Friedrich v. Weech: Das Wormser Synodale von 1496. In: Zs. f. d. Geschichte d. Oberrheins, Bd. 27, 1875, S. 227–326 u. 385–454, darin S. 240–242 [23]. Handschrift fol. 26–28 [24]
  114. Pierre Riché, Die Welt der Karolinger, 3. Aufl. Stuttgart 2009, S. 129 f.; Wand, Dorf der Salierzeit S. 49 u. 53; Dotzauer, histor. Raum Rhld-Pfalz S. 91.
  115. Erst im 11./12.Jh. wird Stein das übliche Baumaterial für die Errichtung von Dorfkirchen und die ersten Kirchtürme tauchen bei Dorfkirchen im 11.Jh. auf, vgl.  Jörg Paczkowski: Anmerkungen zur Dorfkirche. In: Peter Schiffer (Hrsg.): Die Kirche im Dorf (= Forschungen aus Württembergisch Franken. Bd. 45). Sigmaringen 1998, S. 15–24., darin S.19 und 22.
  116.  Helmut Beumann, Dieter Großmann: Das Bonifatiusgrab und die Klosterkirchen zu Fulda. In: Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft. Bd. 14, 1949, S. 17–56.
  117.  Günter Bandmann: Mittelalterliche Architektur als Bedeutungsträger. 5. Auflage. Berlin 1978, S. 226.
  118. Nur bedeutende fuldische Kirchen wie Ratgar-Basilika und Fritzlarer Dom wurden gewestet, mittelalterliche Dorf- und Kleinkirchen des Klosters Fulda hatten die übliche Orientierung des Altars nach Osten:  Gerald Bamberger (Red.): Katalog der Dorfkirchen. In: Ulrich Schütte (Hrsg.): Kirchen und Synagogen in den Dörfern der Wetterau (= Wetterauer Geschichtsblätter. Bd. 53). Friedberg (Hessen) 2004, S. 327-580., vgl. darin. z. B. die Artikel Berstadt, Bingenheim, Blofeld, Butzbach, Dauernheim, Dorheim, Echzell, Geiß-Nidda, Gettenau, Leidhecken, Münzenberg, Ober-Widdersheim, Petterweil und Reichelsheim.
  119. Bedeutungsverlust der Ostung nach dem Konzil von Trient:  Erwin Reidinger: Allgemeines zum Thema Kirchenorientierung. In: Caroline Jäger-Klein, Andreas Kolbitsch (Hrsg.): Fabrica et ratiocinatio in Architektur, Bauforschung und Denkmalpflege. Wien, Graz 2011, S. 89–102. darin S.91 online (PDF; 594 kB).
  120. Ein Beispiel für die nachträgliche Westung einer ursprünglich geosteten Kirche ist der Neubau der Kirche in Sennfeld im Jahre 1615:  Wolfgang Müller: Die mittelalterlichen Dorfkirchen im badischen Frankenland. In: Freiburger Diözesan-Archiv. Bd. 98, 1978, S. 5–103., darin S. 68 Nr.142 und S.87 online.
  121. Schmitt, Heiligkreuz in Horchheim Tl. 1 S. 309–316; Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz S. 236; Hartmann Manfred Schärf, Das Gras steht dem Pfarrer zu - Gottesacker, Kirchhof, Friedhof, (unveröff.Manuskript) Horchheim o. J. 3 S.; Friedhelm Jürgensmeier (Hrsg.), Das Bistum Worms, Würzburg 1997, S. 9 f.; Schmitt 1910 S. 53–71; 1200 Jahre Wiesoppenheim, S. 89 ff., 134 ff. und S. 153–155.
  122. Zuber S. 8–32, S. 55; Heuser 1978 S. 109–115.
  123. http://www.alemannia-judaica.de/horchheim_synagoge.htm; Heuser 1978 S. 115 f.; Zuber S. 15–17.
  124. Schmitt 1910,f S. 10., Heuser 1978 S. 26., Rainer Ortlepp: Die französische Verwaltungsorganisation in den besetzten linksrheinischen Gebieten 1797–1814 unter besonderer Berücksichtigung des Departements Donnersberg. In: Vom Alten Reich zu neuer Staatlichkeit. Wiesbaden 1982 (Geschichtl. Landeskunde 22), S. 132–151, darin S. 136 u. 145 f. Bönnen, Geschichte der Stadt Worms S. 403, 445 f.
  125. Schmidt 1910 S. 10. Heuser 1978 S. 15. Heuser 2005 S. 12.
  126. Gert Oswald: Lexikon der Heraldik. Leipzig 1984, Artikel Gemeindewappen S. 151.
  127. Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Bestand R 21 G „Siegel-Nachweise“, Signatur: A 2 Pfiffligheim 1470 Apr. 6 (3. Siegel) http://www.hadis.hessen.de/; Heuser 2005 S. 13–15, S. 14 gute Abb. eines Abdruckes; Heuser 1978 S. 17 f.; Schmitt 1910 S. 11. Karl E. Demandt, Otto Renkhoff (Bearb.): Hessisches Ortswappenbuch. Doppelband 1 u. 2. Glücksburg 1956, Abb. 363 S. 108 und Beschreib. Nr. 363 S. 112.
  128. Schmitt 1910 S. 36.
  129. Seiler, Weistum S. 299.
  130. Schmitt 1910 S. 6. Vgl. Hermann Conrad, Dt. Rechtsgeschichte Bd. 1, Karlsruhe 1962 S. 140–142 u. S. 374–376.
  131. Ludwig Baur, Hessische Urkunden Bd. V, 1873, S. 450 (zit. nach Ramge S. 120). Schmitt 1910 S. 10. Heuser 1978 S. 16.
  132. Joachim Schalk, Vor Horicheims Toren stand der Galgen, in: Wormser Zeitung vom 6. Mai 1987.
  133. Schmitt 1910, S. 10 f. Über die Entstehung der Dorfgerichte in Rheinhessen aus den grundherrschaftlichen Hubgerichten und den Vogtgerichten handelt Karl-Heinz Spiess, Bäuerliche Gesellschaft und Dorfentwicklung im Hochmittelalter, in: Werner Rösener (Hrsg.), Grundherrschaft und bäuerliche Gesellschaft im Hochmittelalter, Göttingen 1995, S. 384-412, darin S. 387 und S. 398–402.
  134. Ludwig Baur, Hessische Urkunden, Bd. 3, Nr. 1260 S. 353 f.
  135. Zuber S. 25–37, 62 f. und 72. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz S. 236 f., Dehio S. 1187.
  136. Schmitt 1910 S. 59-71. [Kath. Pfarramt Worms-Horchheim:] 1910–1985. 75 Jahre Heilig-Kreuz-Kirche Worms-Horchheim. [Worms-Horchheim 1985] S. 15. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz S. 238 f. Dehio S. 1187.
  137. Hotz, in Wormsgau Bd. 14. Walter Hotz: Das gestohlene Horchheimer Marienbild. In: Wormser Zeitung vom 5. Dezember 1985. Zum Typ der „Schönen Madonna“ vgl. Robert Suckale (Hrsg.): Schöne Madonnen am Rhein. Katalog zur Ausstellung LVR-LandesMuseum Bonn. Leipzig 2009.
  138. Wörner S. 87 f. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz S. 236 f.
  139. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz S. 240. W[ilhelm] Hesse, Rheinhessen in seiner Entwicklung von 1798 bis Ende 1834, Mainz 1835, S. 285 ff. Art. „Stück altes Horchheim wiederbelebt“, in: Wormser Zeitung vom 25. August 1989.
  140. Peter C. Hartmann, Kulturgeschichte des Hl. Röm. Reiches 1648 bis 1806. Köln 2001 S. 327-337.
  141. Heuser 1978 S. 77-82. Heuser 2005 S. 48-54.
  142. „Platt“ ist in der Region die übliche Bezeichnung für die Mundart, vgl. Hans Friebertshäuser: Das hessische Dialektbuch. München 1987, S. 19.
  143. Friebertshäuser S. 43–54, bes. S. 46 f. Lameli (siehe nächste Anm.) S. 650–652. Zur Mundartgeographie der mosel- und rheinfränkischen Dialekte links des Rheines vgl. Georg Drenda: Kleiner linksrheinischer Dialektatlas. Stuttgart 2008, S. 17–21, 23 f. und die Sprachkarten S. 30–191.
  144. Alfred Lameli: Die Ortssprache von Worms in Einzelaspekten, in: Gerold Bönnen (Hrsg.): Geschichte der Stadt Worms. Stuttgart 2005 S. 650–664 und 943–945, als PDF mit abweichender Seitenzählung: [25].
  145. Wenker-Fragebogen 14737 von 1879/80 aus Horchheim: [26]. Die 40 Wenker-Sätze: [27]. Zu den Wenker-Fragebögen und dem Digitalen Wenker-Atlas vgl. [28].
  146. Heinz Schmitt: Der Sommertag oder Stabaus. In: Feste und Festbräuche in der Pfalz. Hrsg. von Jürgen Keddigkeit. Kaiserslautern 1992, S. 93–140 (= Beiträge zur pfälzischen Volkskunde 5). Friedrich Mößinger: Der 'Sommertag' in Südhessen. In: Hessische Blätter für Volkskunde, 34 (1935), S. 1–46. Helmut Seebach, Alte Feste in der Pfalz, Bd. 3, Annweiler-Queichhambach 1998, S. 17-47.
  147. Schredelseker 1896 S. 6–7. [Karl] Frenzel: Das Stabausfest zu Horchheim im Kreise Worms, in: Das Land, hrsg. v. Heinrich Sohnrey. 15. Jg., H. 21 (1906), S. 456–457 (Frenzel war von 1902 bis 1911 Kreisschulinspektor in Worms). Karl Helm: Fastnachts- und Sommertagsverschen aus Hessen, in: Hessische Bll. f. Volkskunde, Bd. 6, 1907, S. 192–197, darin S. 196–197 (nach einem Flugblatt des Horchheimer Turnvereins v. 1903). Karl Bader: Hessische Sagen 2.Reihe, Darmstadt 1912, S. 80, Nr. 238 „Das Stabausfest in Horchheim in Rheinhessen“ (S. 111: nach Brilmayer). Wilhelm Hoffmann: Rheinhessische Volkskunde, Bonn/Köln 1932, ND Frankfurt am Main 1980, S. 243.
  148. Ähnliche Stiftungen gab es u. a. in Worms-Pfeddersheim, Waldsee (Pfalz), Rheingönheim, Forst an der Weinstraße und in Iggelheim vgl. Schmitt, Sommertag S. 123–124.
  149. Mößinger S. 3–4. Abbildung der Gemeindrechnung von 1753: Heuser, Heimatmuseum Worms-Horchheim, S. 44.
  150. Schredelseker 1896 S. 6–7. Helm S. 196–197. Die Sage wurde mehrfach in Sagensammlungen aufgenommen, zuerst in Karl Bader, Hessische Sagen 2. Reihe, 1912 und jüngst wieder in Wendelin Duda: Sagen des Wonnegaus von Worms bis Oppenheim, Freiburg 2009, S. 42 „Der Kinderzug zum Frohndberg“ und in Wendelin Duda: Die Sagen der Stadt Worms, Freiburg 2009, S. 75 „Das Stabausfest zu Horchheim bei Worms“.
  151. Ernst Kilb: Das Brot vom Fronhofe, Horchheim 1938. Das in NS-Parolen schwelgende Vorwort des damaligen Horchheimer Bürgermeisters war vermutlich Voraussetzung für den Druck. Das Stück selbst ist frei von solchen Tendenzen. Vgl. Ulrike Schäfer: Das Brot vom Fronhofe. Ein Heimatstück von Ernst Kilb aus schwerer Zeit, in: Worms 2007. Heimatjahrbuch für die Stadt Worms 2. Jg., Worms 2006, S. 186–190.
  152. Kilb S. 100 u. 116.
  153. So auch Ulrike Schäfer S. 186. Helm S. 196 zweifelt nicht an der historischen Richtigkeit der Überlieferung, während Mößinger S. 4 die Geschichte für erfunden hält.
  154. Frank Meier: Mit Kind und Kegel. Kindheit und Familie im Wandel der Geschichte. Ostfildern 2006, S. 73–86. Markus Meumann: Findelkinder, Waisenkinder, Kindsmord. Unversorgte Kinder in der frühneuzeitlichen Gesellschaft. München 1995, S. 99–141. Die erzählkundliche Untersuchung von Kindesmord-Sagen steckt noch in den Anfängen: vgl. Susanne Ude-Koeller: 'Straff der weiber so jre kinder tödten'. Zur 'sagenhaften' Geschichte des Kindsmordes, in: Fabula, Bd. 32, 1991, S. 258–274.
  155. Darauf deutet das Gebetsgedenken der Kinder hin. Direkt neben der Stelle, an der für die Kindsmörderin gebetet wird, befand sich im 18. Jh. die katholische Schule.
  156. Bruno Hain: Das Iggelheimer Weckvermächtnis, in: Lätare, Böhl-Iggelheim 2006, S. 6–29 sowie [29].
  157. Schredelseker 1896, S. 7.
  158. Gemeinderechnung v. 1753.
  159. Auswerfen des Narrenbrots als Parodie auf die Austeilung der Hostien bei der Kommunion: Helmut Seebach: Alte Feste in der Pfalz, Bd. 2 Annweiler-Queichhambach 1997, S. 44 (nach Werner Mezger: Narrenidee und Fastnachtsbrauch, Konstanz 1991, S. 417).
  160. Herbert u. Elke Schwedt: Bräuche zwischen Saar und Sieg, Mainz 1989, S. 133. Vgl. auch Helmut Seebach, Alte Feste Bd. 3, S. 29–32 und Heinz Schmitt, Der Sommertag oder Stabaus, S. 121.
  161. Peter Reuter, Andrea Degünther, Christine v. Below: Eine Stadt und ihre Festkultur. Untersuchungen in Worms und seinen Stadtteilen, in: Herbert Schwedt (Hrsg.), Brauchforschung regional. Stuttgart 1989, S. 227–249, darin S. 244.
  162. Peter Reuter, Andrea Degünther, Christine v. Below: Eine Stadt und ihre Festkultur. Untersuchungen in Worms und seinen Stadtteilen, in: Herbert Schwedt (Hrsg.), Brauchforschung regional. Stuttgart 1989, S. 227-249, darin S. 243.
  163. Schmitt, Heiligkreuz in Horchheim Tl. 1 S. 316. Das geistliche Fest wurde am Sonntag vor oder nach diesem Datum gefeiert: Schmitt, Heiligkreuz in Horchheim Tl. 1, S. 318 (27. August 1741) und Tl. 2 S. 341 (5. September 1773). Unterschiedliche Termine für das geistliche und weltliche Kirchweih-Fest sind allgemein üblich: Herbert und Elke Schwedt, Bräuche zwischen Saar und Sieg, Mainz 1989, S. 5 ff., Helmut Seebach, Alte Feste in der Pfalz, Bd. 4 Annweiler-Queichhambach 2001, S. 91 ff.
  164. Werner Rösener: Agrarwirtschaft, Agrarverfassung und ländliche Gesellschaft im Mittelalter, München 1992, S. 5. Abel, Gesch. d. dt. Landwirtschaft S. 15–27. Edith Ennen, Walter Janssen: Dt. Agrargeschichte, Wiesbaden 1979, S. 123 f.
  165. Zum Zusammenhang von Reihengräber-Friedhof und Siedlungsplatz vgl. Ament, Dorf in Rheinhessen S. 5.
  166. Zur Bevorzugung von Sandlöss-Böden, vgl. Ennen/Janssen: Deutsche Agrargeschichte. S. 111. Zu den Böden in Wiesoppenheim, Horchheim und Weinsheim siehe: Geologisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Bodenkarte von Rheinland-Pfalz 1:25000 Blatt 6315 mit Erläuterungen, Mainz 1989.
  167. Abel, Gesch. d. dt. Landwirtschaft S. 16–19.
  168. Abel, Gesch. d. dt. Landwirtschaft S. 28 f. Rösener, Agrarwirtschaft S. 4–6.
  169. Grabfunde an der Hölchenstraße, s. o.
  170. Helmut Hildebrandt: Historische Feldsysteme in Mitteleuropa, in: Alois Gerlich (Hrsg.): Das Dorf am Mittelrhein, Wiesbaden 1989, S. 103–148, darin S. 106–114 und 126 f.
  171. Ramge S. 248 „in Rubengewande“ (1234). Allgemein zur Gewann-Entstehung: Troßbach/Zimmermann, S. 33 f., Abel, Gesch. d. dt. Landwirtschaft S. 80–83. Gerlich, Geschichtliche Landeskunde. S. 197–201.
  172. Zitat Gerlich, Geschichtliche Landeskunde. S. 200
  173. Ramge, S. 228 „vinea habens duo iugera, que dicitur Pholen“ (1223).
  174. Ramge S. 325 „in campo uersus Hephinheim“ und „in campo uersus Wormaciam“ (1260).
  175. Helmut Hildebrandt: Zum Problem der rheinischen Zweifelderwirtschaft. In: Mainzer naturwissenschaftliches Archiv, Jg. 16 (1977/78) S. 7–34 passim, bes. S. 8–10, 12, 18, 27–31.
  176. Folgende Randbereiche der Gemarkung werden vor 1300 erwähnt: Pfeddersheimer Weg (Schmitt 1910, S. 24 „pettrensheimer weg“ 1287), Lochgewann (Ramge S. 199 u. 359 „in Lochen“ 1284), Am weißen Pfad (Ramge S. 296 „in alba semita“ 1284).
  177. Abel: Geschichte der deutschen Landwirtschaft, S. 112–132. Schmitt 1910, S. 29: 1447 Urkunde über einen Obstgarten in Horchheim.
  178. Wormser Zeitung (abgekürzt zitiert: WZ) 13.August 1842 (Versteigerung der Mariämünster-Mühle) und WZ 7.Januar 1843.
  179.  Eduard Duller: Deutschland und das deutsche Volk. Bd.2, Leipzig 1845, S. 246.
  180. WZ 1. Juli 1845, WZ 5.Juli 1845 Beilage.
  181. Großherzogl.Hessisches Regierungsblatt auf das Jahr 1848. Darmstadt [1848], S. 519 (Entschädigung durch die Brandversicherung).
  182. Heute: "Am Bergkloster".
  183.  Philipp Alexander F. Walther: Das Grossherzogthum Hessen, nach Geschichte, Land, Volk, Staat und Oertlichkeit beschrieben. Darmstadt 1854, S. 522.
  184.  Friedrich Fuchs: Geschichte der Stadt Worms. Worms 1868, S. 17.
  185. Aschaffenburger Zeitung 11.Juni 1856.
  186.  Londoner Ausstellung 1862. Special-Catalog der gewerblichen Ausstellung des Zollvereins. Berlin 1862, S. 36.
  187. Augsburger Anzeigenblatt 18.Juni 1861 (Werbung für den Jungblut'schen Zichorien-"Spar-Kaffee").
  188. WZ 11.October 1872. Außerdem WZ 12. Oktober 1872.
  189. WZ 12.Januar 1873. WZ 14.Januar 1873.
  190.  Eugen Kranzbühler: Verschwundene Wormser Bauten. Worms 1905, S. 85.
  191. Heuser, Heimatmuseum Worms-Horchheim, S. 26.
  192.  Volker Brecher: Kriegswirtschaft in Worms. Worms 2003, S. 259 f.
  193. Amtlicher Bericht über die Weltausstellung in Chicago 1893, Band 1, Berlin 1894, S. 22
  194.  Gerhart Söhn: Kleine Kaffee-Kunde. Hamburg 1956, S. 155.
  195.  Karl Schalk: Unser Horchheim. In: Sportverein 1920 Horchheim e. V. Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum. Horchheim 1970, S. 19-29 (ohne Nummerierung der Seiten!), darin S. 21–23.
  196.  Ferdinand Werner: Charles Bittel, Cornelius Wilhelm von Heyl und Heinrich Metzendorf. In: Der Wormsgau. Bd. 30, 2013, S. 237–273 (darin S. 246f).
  197. Die Villa wurde 1924 umgebaut. Nach dem 2.Weltkrieg wurde daraus das "Parkhotel", benannt nach dem Park der Villa.
  198. [30]Pfeiffer & Diller Reklamemarken
  199.  Stadtisches Museum Ludwigsburg (Hrsg.): Die Hauptstadt der Cichoria. Ludwigsburg und die Kaffeemittel-Firma Franck. Ludwigsburg 1989, S. 75 u. 130.
  200.  Ursula Becker: Kaffee-Konzentration. Zur Entwicklung und Organisation des hanseatischen Kaffeehandels. Stuttgart 2002, S. 223ff.
  201. Karl Schalk, Unser Horchheim, S. 23.
  202.  Willi Fröhling: Zwei vorbildliche Wormser Fabriken. In: Die Gartenkunst. Bd. 48, Nr. 10, 1935, S. 178–179 (online, abgerufen am 10. März 2014).
  203. Das Bundesarchiv: Lost Films - Überlieferungsverluste Trickfilme 1909–1944. Abgerufen am 10. März 2014.
  204. Übernahme von Pfeiffer & Diller, Horchheim b.Worms durch Seelig und Diller A.-G. Heilbronn. Abgerufen am 10. März 2014.
  205. Brecher S. 259 f.
  206. Gerd Wolff: Dt. Klein- und Privatbahnen. Bd. 1, Freiburg 1989, S. 253–256. Ralph Häussler: Eisenbahnen in Worms. Hamm 2003, S. 134–141. Heuser 1978 S. 50 f. Heuser, Heimatmuseum Worms-Horchheim S. 34–36. Heuser 2005 S. 32–36.
  207. Ramge, S. 234 u. 333.
  208.  J. K. Leoff: Die Thurn- und Taxis'sche Post in Rheinhessen. In: Mitteilungsblatt zur rheinhessischen Landeskunde. Jg. 4, Nr. Heft 3, 1955, S. 116–119 (online (PDF; 1,8 MB)). darin S. 117
  209. a b  Ernst-Otto Simon: Der Postkurs von Rheinhausen bis Brüssel im Laufe der Jahrhunderte. In: Archiv für dt. Postgeschichte. Nr. Heft 1, 1990, S. 14–41. darin S. 17 u. 24.
  210. Gudrun Meyer: Der früheste Beleg zur Poststation Lieser. Abgerufen am 16. April 2013.
  211. a b  Verein für Postgeschichte in Rheinhessen (Hrsg.): Postgeschichte in Rheinhessen - Handbuch. Alzey 1996ff, Lief. 10.2000: Kap. Horchheim 3.2.1. Tabellarischer „Lebenslauf“, S. 3.2.1./1 - 3.2.1./8.
  212. Heuser 2005, S. 34.
  213. Heuser 2005, S. 34.
  214.  Hans-Walter Meffert, Manfred Hinkel: Die Entwicklung der Nachrichtentechnik im heutigen Kreis Alzey-Worms. In: Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms. 43.Jg., 2008, S. 120–122. darin S.120.
  215. Heppenheim erhielt schon 1885 das erste Telefon:  Raimund Schmitt: Heppenheim an der Wiese. Ein Heimatbuch in Text, Bildern und Dokumenten. o. O. [Worms-Heppenheim] 1971, S. 117.