Andreas Birnbacher (Biathlet)

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Andreas Birnbacher Biathlon
Birnbacher DM Biathlon 2015.JPG
Verband DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 11. September 1981 (36 Jahre alt)
Geburtsort Prien am Chiemsee
Karriere
Beruf Soldat
Verein SC Schleching
Trainer Fritz Fischer
Debüt im Weltcup 2001
Weltcupsiege 8 (6 Einzelsiege)
Status zurückgetreten
Karriereende 10. März 2016
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 4 × Bronze
EM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 4 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
DM-Medaillen 25 × Gold 7 × Silber 4 × Bronze
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
0Silber0 2007 Antholz Massenstart
0Gold0 2008 Östersund Mixed-Staffel
0Bronze0 2008 Östersund Staffel
0Bronze0 2012 Ruhpolding Mixed-Staffel
0Bronze0 2012 Ruhpolding Staffel
0Bronze0 2013 Nové Město Staffel
IBU Biathlon-Europameisterschaften
0Gold0 2002 Kontiolahti Staffel
IBU Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
0Silber0 2000 Hochfilzen Einzel
0Silber0 2000 Hochfilzen Sprint
0Bronze0 2000 Hochfilzen Verfolgung
0Gold0 2000 Hochfilzen Staffel
0Gold0 2001 Chanty-Mansijsk Sprint
0Gold0 2001 Chanty-Mansijsk Verfolgung
0Gold0 2001 Chanty-Mansijsk Staffel
Deutscher Skiverband Deutsche Meisterschaften
0Gold0 2002 Ruhpolding Staffel
0Gold0 2003 Ruhpolding Sprint
0Silber0 2003 Oberhof Staffel
0Gold0 2004 Oberhof Staffel
0Gold0 2004 Ruhpolding Massenstart
0Gold0 2005 Ruhpolding Sprint
0Gold0 2005 Ruhpolding Verfolgung
0Bronze0 2005 Oberhof Massenstart
0Gold0 2005 Oberhof Staffel
0Bronze0 2006 Altenberg Sprint
0Gold0 2006 Altenberg Verfolgung
0Gold0 2006 Oberhof Einzel
0Bronze0 2006 Ruhpolding Staffel
0Gold0 2006 Ruhpolding Massenstart
0Gold0 2007 Oberhof Verfolgung
0Gold0 2008 Langdorf Sprint
0Gold0 2008 Oberhof Staffel
0Silber0 2008 Oberhof Massenstart
0Gold0 2009 Ruhpolding Einzel
0Gold0 2009 Ruhpolding Staffel
0Gold0 2009 Ruhpolding Massenstart
0Bronze0 2009 Altenberg Sprint
0Gold0 2009 Altenberg Verfolgung
0Gold0 2010 Oberhof Einzel
0Gold0 2010 Oberhof Mixed-Staffel
0Gold0 2010 Oberhof Massenstart
0Gold0 2010 Willingen Sprint
0Gold0 2010 Willingen Verfolgung
0Gold0 2010 Willingen Staffel
0Silber0 2011 Langdorf Sprint
0Gold0 2011 Langdorf Verfolgung
0Silber0 2011 Langdorf Staffel
0Silber0 2011 Ruhpolding Massenstart
0Silber0 2015 Langdorf Sprint
0Gold0 2015 Ruhpolding Staffel
0Silber0 2015 Ruhpolding Massenstart
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 3. (2011/12)
Einzelweltcup 2. (2012/13)
Sprintweltcup 6. (2007/08, 2012/13)
Verfolgungsweltcup 6. (2011/12)
Massenstartweltcup 1. (2011/12)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 0 2 0
Sprint 2 0 3
Verfolgung 1 1 1
Massenstart 3 2 1
Staffel 2 9 9
letzte Änderung: Karriereende

Andreas Birnbacher (* 11. September 1981 in Prien am Chiemsee) ist ein ehemaliger deutscher Biathlet.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Birnbacher beim Weltcup in Antholz

Andreas Birnbacher, der mit Spitznamen „Birnei“ gerufen wird, war Sportsoldat bei der Bundeswehr und dort in der Sportfördergruppe, zuletzt bekleidete er den Rang eines Hauptfeldwebels. Zunächst wollte Birnbacher Sportschütze werden. Zum Biathlonsport kam er, als Birnbachers Vater seinen Freund Fritz Fischer bat, den Sohn unter die Fittiche zu nehmen. Bereits 2002 wurde ihm der Bayerische Sportpreis in der Kategorie „Herausragende(r) Nachwuchssportler(in)“ verliehen. Zuvor waren eine Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2000 in Hochfilzen, drei Goldmedaillen bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2001 in Chanty-Mansijsk sowie die Goldmedaille mit der Staffel bei den Europameisterschaften in Kontiolahti an ihn gegangen. Im gleichen Jahr wurde er mit der Staffel Deutscher Meister. Ein Jahr später wurde er erstmals Deutscher Meister im Sprint. Auch in den folgenden Jahren gewann er mehrfach die Deutsche Meisterschaft im Sprint, der Verfolgung sowie mit der Staffel. Bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin gehörte er erstmals auch zur deutschen Olympiamannschaft, blieb allerdings ohne Einsatz. In der Saison 2006/07 gelangen ihm erstmals Erfolge im Weltcup. Schon im ersten Rennen der Saison über 20 km in Östersund wurde er Zweiter. Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Antholz sicherte er sich seine erste WM-Medaille. Im Massenstartrennen über 15 Kilometer gewann er die Silbermedaille hinter dem Sieger Michael Greis. 2008 wurde Birnbacher in Östersund Weltmeister mit der Mixed-Staffel und Dritter mit der Männerstaffel. Birnbacher erreichte den 15. Platz im Massenstart bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver.[1][2] Seinen ersten Weltcupsieg feierte er am 17. März 2011 im Sprintwettbewerb am Holmenkollen in Oslo. Genau neun Monate später, am 17. Dezember 2011, sicherte er sich im wegen Schneemangels ersatzweise für Le Grand-Bornand-Annecy in Hochfilzen ausgetragenen Verfolgungsrennen über 12,5 Kilometer seinen zweiten Einzelerfolg im Weltcup.[3] Im Massenstart konnte er mit den Siegen in Oberhof und Antholz zwei Saisonerfolge feiern. Zudem sicherte er sich den Sieg im Massenstartweltcup. In der Saison 2014/15 erreichte er im österreichischen Hochfilzen erstmals seit fast zwei Jahren einen Podestplatz mit einem dritten Rang im Sprint. Aufgrund eines Atemwegsinfekts musste er auf einen Start bei den Weltmeisterschaften 2015 verzichten. Am 8. März 2016 gab Birnbacher bekannt, dass er seine Karriere zum Saisonende 2015/16 beenden wird.[4] Seinen letzten Einsatz hatte er am 10. März 2016 im Einzelrennen bei den Weltmeisterschaften und klassierte sich dabei als Neunter noch einmal in den Top-10. Auf einen Start im Massenstart am 13. März verzichtete er aus gesundheitlichen Gründen. Obwohl er qualifiziert gewesen wäre, hätte er trotzdem nicht starten dürfen, weil vier Deutsche vor ihm klassiert waren und pro Nation nicht mehr als vier Athleten bei den Weltmeisterschaften an den Start gehen dürfen. Wäre Birnbacher gesund gewesen, hätte Benedikt Doll zu Birnbachers Gunsten auf seinen Start verzichtet.[5]

Bilanz im Weltcup und bei Titelkämpfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 2 1 3 2 8
2. Platz 2 1 2 9 14
3. Platz 3 1 1 9 14
Top 10 11 33 27 20 32 123
Punkteränge 29 81 69 42 35 256
Starts 36 105 76 42 35 294
Stand: Karriereende

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Siege bei Biathlon-Weltcups, getrennt aufgelistet nach Einzel- und Staffelrennen. Durch Anklicken des Symbols im Tabellenkopf sind die Spalten sortierbar.

Einzelrennen Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 17. Mär. 2011 NorwegenNorwegen Oslo Sprint
2. 17. Dez. 2011 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Verfolgung
3. 08. Jan. 2012 DeutschlandDeutschland Oberhof Massenstart
4. 21. Jan. 2012 ItalienItalien Antholz Massenstart
5. 07. Dez. 2012 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Sprint
6. 16. Dez. 2012 SlowenienSlowenien Pokljuka Massenstart
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 12. Feb. 2008 SchwedenSchweden Östersund (WM) Mixed-Staffel 1
2. 13. Dez. 2013 FrankreichFrankreich Annecy Staffel 2

Olympische Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Winterspiele Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel
Jahr Ort
2010 KanadaKanada Vancouver 12. 23. 13. 15. 5.
2014 RusslandRussland Sotschi 22. - - - -

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaft Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixed-Staffel
Jahr Ort
2004 DeutschlandDeutschland Oberhof 14. - - - - -
2005 OsterreichÖsterreich Hochfilzen - 56. DNS - - -
2006 SlowenienSlowenien Pokljuka - - - - - 4.
2007 ItalienItalien Antholz 19. 17. 13. 2. - -
2008 SchwedenSchweden Östersund - 8. 21. 16. 3. 1.
2011 RusslandRussland Chanty-Mansijsk 8. 6. 5. 16. 7. -
2012 DeutschlandDeutschland Ruhpolding 4. 16. 12. 4. 3. 3.
2013 TschechienTschechien Nové Město na Moravě 8. 23. 22. 11. 3. 13.
2016 NorwegenNorwegen Oslo 9. - - - - -

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Birnbacher wohnt im bayerischen Schleching und wurde von Fritz Fischer im wenige Kilometer entfernten Biathlon-Leistungszentrum in Ruhpolding trainiert. Am 13. April 2012 heiratete er in Reit im Winkl. Zwei Monate später nahm er am 1. Chiemsee Triathlon in Chieming teil. Bei seinem Triathlon-Debüt kam er in dem mit zahlreichen Profis stark besetzten Feld auf Platz 9. Er ist Vater von zwei Kindern.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Blume: Der Sportschütze werden wollte. Andreas Birnbacher, in: Kicker 10 (2007), S. 80

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andreas Birnbacher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Massenstarts bei Olympia - Biathleten im Visier der Kritik auf spiegel.de
  2. Men's 15 km Mass Start - Mass Start : Schedule and Results, Vancouver 2010 Winter Olympics
  3. "Birnbacher triumphiert, Neuner patzt" auf Kicker-online vom 17. Dezember 2011 abgerufen am 17. Dezember 2011
  4. Herzlichen Dank Andreas Birnbacher auf facebook.com, abgerufen am 8. März 2016
  5. Biathlet Doll im Massenstart dabei auf traunsteiner-tagblatt.de, abgerufen am 13. März 2016