Arnd Peiffer

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Arnd Peiffer Biathlon
Arnd Peiffer beim Biathlon-Weltcup 2012 in Hochfilzen
Voller Name Arnd Peiffer
Verband DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 18. März 1987
Geburtsort WolfenbüttelDeutschland
Karriere
Beruf Polizeimeister (Bundespolizei)
Student
Verein WSV Clausthal-Zellerfeld
Trainer Frank Spengler
Franz Bernreiter
Mark Kirchner
Aufnahme in den
Nationalkader
2008
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2008
Debüt im Weltcup 2009
Weltcupsiege 16 (8 Einzelsiege)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 4 × Gold 3 × Silber 5 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
DM-Medaillen 10 × Gold 4 × Silber 8 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 2014 Sotschi Staffel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
0Bronze0 2009 Pyeongchang Mixed-Staffel
0Bronze0 2009 Pyeongchang Staffel
0Gold0 2010 Chanty-Mansijsk Mixed-Staffel
0Silber0 2011 Chanty-Mansijsk Mixed-Staffel
0Gold0 2011 Chanty-Mansijsk Sprint
0Bronze0 2012 Ruhpolding Mixed-Staffel
0Bronze0 2012 Ruhpolding Staffel
0Bronze0 2013 Nové Město Staffel
0Gold0 2015 Kontiolahti Staffel
0Silber0 2016 Oslo Mixed-Staffel
0Silber0 2016 Oslo Staffel
0Gold0 2017 Hochfilzen Mixed-Staffel
Biathlon-JuniorenweltmeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
0Bronze0 2008 Ruhpolding Sprint
0Bronze0 2008 Ruhpolding Staffel
Deutscher Skiverband Deutsche Meisterschaften
0Bronze0 2008 Langdorf Massenstart-Selektion
0Silber0 2010 Oberhof Einzel
0Gold0 2010 Oberhof Mixed-Staffel
0Bronze0 2010 Willingen Verfolgung
0Bronze0 2011 Ruhpolding Einzel
0Silber0 2011 Ruhpolding Mixed-Staffel
0Silber0 2012 Altenberg Sprint
0Gold0 2012 Altenberg Verfolgung
0Bronze0 2012 Oberhof Einzel
0Silber0 2013 Langdorf Sprint
0Gold0 2013 Langdorf Verfolgung
0Gold0 2013 Ruhpolding Einzel
0Bronze0 2013 Ruhpolding Massenstart
0Gold0 2014 Altenberg Sprint
0Gold0 2014 Altenberg Verfolgung
0Gold0 2014 Oberhof Massenstart
0Bronze0 2015 Langdorf Sprint
0Bronze0 2015 Langdorf Verfolgung
0Gold0 2015 Ruhpolding Massenstart
0Bronze0 2016 Altenberg Verfolgung
0Gold0 2016 Oberhof Massenstart
0Gold0 2017 Ruhpolding Massenstart
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 4. (2010/11, 2011/12, 2016/17)
Einzelweltcup 12. (2011/12)
Sprintweltcup 2. (2013/14)
3. (2010/11)
Verfolgungsweltcup 3. (2011/12, 2016/17)
Massenstartweltcup 3. (2009/10)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Sprint 6 4 6
Verfolgung 2 5 0
Massenstart 0 2 0
Staffel 8 12 12
letzte Änderung: Saisonende 2016/17

Arnd Peiffer (* 18. März 1987 in Wolfenbüttel) ist ein deutscher Biathlet.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arnd Peiffer kommt aus Clausthal-Zellerfeld und startet für den dortigen Wintersportverein (WSV).[1] Den ersten internationalen Auftritt hatte Peiffer im Dezember 2007, als er beim Europacup der Junioren im Einzel den fünfzehnten Platz belegte und schon beim darauffolgenden Sprint seinen ersten Sieg einfahren konnte. In Langdorf-Arbersee gelang ihm ein weiterer Sprintsieg im Januar 2008. Der Höhepunkt der Saison wurden für ihn die Juniorenweltmeisterschaften in Ruhpolding, bei denen er zwei Bronzemedaillen gewinnen konnte, im Sprint hinter Anton Schipulin und Florian Graf und mit der Staffel in der Besetzung Simon Schempp, Manuel Müller, Peiffer und Florian Graf. Zum Ende der Saison erhielt er die ersten Einsätze im Europacup und konnte sich in Cesana (San Sicario) als Neunter im Sprint und als Siebter in der Verfolgung gleich Top-Ten-Ergebnisse sichern.

In der Saison 2008/09 wurde Peiffer im Nationalmannschafts-B-Kader in der Lehrgangsgruppe Ib eingestuft und im IBU-Cup eingesetzt. Schon bei der ersten Station in Idre schaffte er im Sprint einen vierten Rang und konnte in Obertilliach bei der zweiten Veranstaltung im IBU-Cup ebenfalls im Sprint als Dritter seinen ersten Podestplatz feiern. Das gleiche Ergebnis in Martell und ein vierter Platz in der anschließenden Verfolgung sicherten ihm die zwischenzeitliche Führung in der Gesamtwertung des IBU-Cups vor Daniel Böhm. Am 8. Januar 2009 debütierte er als Mitglied der deutschen 4×7,5 km-Staffel in Oberhof im Weltcup. Als vorletzter Läufer übernahm er an dritter Stelle liegend von Michael Rösch und konnte mit einer starken Laufleistung und zwei fehlerfreien Schießeinlagen die Führung übernehmen. Toni Lang als Schlussläufer konnte das Tempo der Österreicher und Russen nicht ganz mitgehen und führte die Staffel nach Michael Greis’ Strafrunde im ersten Abschnitt auf Platz drei und Peiffer damit bei seinem ersten Weltcup-Einsatz aufs Podium.[2] Dieser dritte Platz wurde später zu Platz zwei korrigiert, nachdem die russische Staffel wegen Jaroschenkos Dopingvergehen disqualifiziert wurde.[3] Zwei Tage später bei seinem ersten Einzeleinsatz im Sprintrennen wurde er Achter und erfüllte damit die Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaften. Bei seinem ersten Einsatz in Pyeongchang erreichte Peiffer mit Andrea Henkel, Simone Hauswald und Schlussläufer Michael Greis den Bronzeplatz mit der Mixed-Staffel. Dabei lief er von allen Männern die zweitschnellste Runde nach Ole Einar Bjørndalen. Auch bei seinem zweiten Start in Südkorea gewann er eine Bronzemedaille mit Rösch, Christoph Stephan und Greis in der Männerstaffel. Peiffer benötigte nur eine Nachladepatrone und war zudem schnellster Läufer auf der dritten Runde. Bei der letzten Weltcup-Station der Saison in Chanty-Mansijsk gelang Peiffer im Sprint sein erster Sieg in einem Weltcup-Rennen. Mit der zweitbesten Laufleistung und einem fehlerfreien Schießen setzte er sich überlegen gegen die Weltelite durch.

Peiffer gehörte ab Saisonbeginn des Biathlon-Weltcups 2009/10 zu den fest nominierten Startern der deutschen Mannschaft im Weltcup. Er erfüllte neben Michael Greis als erster die Nominierungskriterien für die Qualifikation zu den Olympischen Winterspielen und schaffte konstant Platzierungen in den Punkterängen und feierte in Antholz im Sprint seinen zweiten Weltcupsieg. In der Gesamtwertung des Weltcups belegte er in der Endabrechnung Platz neun. Im letzten Rennen der Saison 2009/2010 gewann er in Chanty-Mansijsk gemeinsam mit Magdalena Neuner, Simone Hauswald und Simon Schempp den Weltmeistertitel in der Mixed-Staffel.[4]

Arnd Peiffer nahm an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver teil. Neben Platz fünf mit der deutschen Staffel war Rang 17 im Massenstart sein bestes Resultat. In der folgenden Weltcupsaison 2010/2011 gehörte Peiffer zu den beständigsten deutschen Startern. Er lief bei jedem Rennen in die Punkteränge, dabei ragten ein zweiter Rang beim Sprint in Oberhof und sein dritter Weltcup-Einzelsieg Presque Isle ebenfalls im Sprint heraus. Seine gute Form bestätigte er zum Auftakt der Weltmeisterschaften 2011 in Chanty-Mansijsk. In der deutschen Mixed-Staffel, in der mit Henkel, Neuner, Peiffer und Greis die stärksten Biathleten der laufenden Saison aufgeboten waren, übernahm er mehr als zwanzig Sekunden Vorsprung von Magdalena Neuner und verteidigte diese Führung gegen den Zweiten Ole Einar Bjørndalen. Der Schlussläufer Michael Greis verlor zwar die Spitzenposition, dennoch gewann Peiffer mit Silber seine dritte Weltmeisterschaftsmedaille in der gemischten Staffel. Zwei Tage darauf wurde Peiffer Weltmeister im Sprint. Mit der zweitbesten Laufleistung und nur einem Schießfehler hielt er Martin Fourcade in Schach und sicherte sich seinen ersten Weltmeistertitel in einem Individualwettbewerb. In der Verfolgung verpasste er als Vierter eine Medaille nur knapp.[5] Wenige Tage später belegte Peiffer im Einzel den fünfzehnten Rang und erreichte damit sein bis dahin bestes Ergebnis über die lange Einzelstrecke im Weltcup.[6] Mit einem fünften Platz im Saisonabschlussrennen am Holmenkollen sicherte sich Peiffer Platz vier in der Gesamtwertung des Weltcups 2010/2011. Er etablierte sich als einer der stärksten Läufer in der Weltklasse und war bester Deutscher des Winters.

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gewann Peiffer mit der deutschen Staffel die Silbermedaille. Am Schlusstag konnte er am 50-km-Langlauf teilnehmen, und belegte hier den 40. Platz unter 64 Startern.

Arnd Peiffer schloss 2006 die Robert-Koch-Schule (Clausthal-Zellerfeld) mit dem Abitur ab und besuchte ab August 2007 die Bundespolizeisportschule Bad Endorf. Mit Beginn des Wintersemesters 2008/2009 nahm Peiffer ein Studium zum Wirtschaftsingenieur an der Technischen Universität Clausthal auf, blieb aber nach wie vor bei der Bundespolizei.[1][2][7]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 26. März 2009 RusslandRussland Chanty-Mansijsk Sprint (10 km)
2. 23. Januar 2010 ItalienItalien Antholz Sprint (10 km)
3. 4. Februar 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Presque Isle Sprint (10 km)
4. 5. März 2011 RusslandRussland Chanty-Mansijsk (WM) Sprint (10 km)
5. 7. Januar 2012 DeutschlandDeutschland Oberhof Sprint (10 km)
6. 4. Februar 2012 NorwegenNorwegen Oslo Verfolgung (12,5 km)
7. 14. Februar 2015 NorwegenNorwegen Oslo Sprint (10 km)
8. 11. März 2017 FinnlandFinnland Kontiolahti Verfolgung (12,5 km)
Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 28. März 2010 RusslandRussland Chanty-Mansijsk (WM) Mixed-Staffel1
2. 5. Januar 2011 DeutschlandDeutschland Oberhof Herrenstaffel2
3. 23. Januar 2011 ItalienItalien Antholz Herrenstaffel3
4. 13. Dezember 2013 FrankreichFrankreich Annecy-Le Grand Bornand Herrenstaffel4
5. 14. März 2015 FinnlandFinnland Kontiolahti (WM) Herrenstaffel5
6. 7. Februar 2016 KanadaKanada Canmore Mixed-Staffel6
7. 21. Januar 2017 ItalienItalien Antholz Herrenstaffel7
8. 9. Februar 2017 OsterreichÖsterreich Hochfilzen (WM) Mixed-Staffel8
3 mit Christoph Stephan, Daniel Böhm und Michael Greis
4 mit Erik Lesser, Andreas Birnbacher und Simon Schempp
5 mit Erik Lesser, Daniel Böhm und Simon Schempp
6 mit Franziska Hildebrand, Franziska Preuß und Simon Schempp
7 mit Erik Lesser, Benedikt Doll und Simon Schempp
8 mit Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier und Simon Schempp

Biathlon-Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 6 2 8 16
2. Platz 4 5 2 13 24
3. Platz 6 12 18
Top 10 3 35 24 17 48 127
Punkteränge 21 72 55 33 48 229
Starts 24 80 60 33 48 245
Stand: Saisonende 2016/2017

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Das perfekte Rennen: Arnd Peiffer gewinnt Weltcup-Sprint. Goslarsche Zeitung – goslarsche.de. 26. März 2009. Abgerufen am 5. März 2011.
  2. a b Christian Ernst: Clausthaler Student überzeugt beim Biathlon-Weltcup. In: Nachrichten Sportinstitut. TU Clausthal 2009. 9. Januar 2009. Abgerufen am 5. März 2011.
  3. Nicole Resch: IBU press release February 13th, 2009. IBU 2009. 13. Februar 2009. Abgerufen am 5. März 2011.
  4. WM-Gold für deutsche Biathleten. In: zdf.de. 28. März 2010; abgerufen am 5. März 2011.
  5. Undankbarer Vierter für Peiffer. rbb – www.sportschau.de. 6. März 2011. Abgerufen am 8. März 2011. Link nicht mehr abrufbar
  6. Bö gewinnt Einzel vor Maximow und Sumann. rbb/sid/dpa – www.sportschau.de. 8. März 2011. Abgerufen am 8. März 2011. Link nicht mehr abrufbar
  7. Christian Schiebold: Leser fragen Arnd Peiffer. Goslarsche Zeitung. 3. Februar 2009. Abgerufen am 5. März 2011.