Berchtesgadener Land

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Basisdaten Berchtesgadener Land
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirke: Oberbayern
Fläche: 467 km²
Einwohner: 24.420 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 99,4 Einwohner je km²
Höchster Punkt: 2713 m ü. NHN (Watzmann-Mittelspitze)
Niedrigster Punkt: 471 m ü. NHN[2] (Berchtesgadener Ache
am Grenzübergang (D) Marktschellenberg
(A) St. Leonhard (Salzburg))
Kfz-Kennzeichen: BGL,
Altkennzeichen: BGD,
Wunschkennzeichen (seit 2016): BGD, LF, REI
Gliederung: fünf Gemeinden, zwei gemeindefreie Gebiete
Karte

Das Berchtesgadener Land (rot) innerhalb des Landkreises Berchtesgadener Land

Das Berchtesgadener Land ist eine Region im äußersten Südosten Bayerns in den Nördlichen Ostalpen,[3] die wie eine Halbinsel von der deutsch-österreichischen Landesgrenze eingefasst ist. Ihre Abgrenzung kann jedoch unter geologischen Gesichtspunkten über den historisch soziokulturell geprägten Kulturraum hinausgehen.

Historisch bildete das bis 1803 fürstpröpstlich regierte Land Berchtesgaden die Region, für die spätestens ab dem 19. Jahrhundert auch der Begriff „Berchtesgadner Ländchen“ bzw. „Berchtesgadener Land“ gebräuchlich war, wovon sich wiederum seit Mai 1973[4] die Bezeichnung des Landkreises Berchtesgadener Land ableitet. Das Berchtesgadener Land im engeren Sinne[5] umfasst mit den Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Marktschellenberg, Ramsau und Schönau am Königssee sowie den gemeindefreien Gebieten Eck und Schellenberger Forst den Südteil des Landkreises Berchtesgadener Land, weshalb auch vom „südlichen Landkreis“ oder „inneren Landkreis“ gesprochen wird, der sich bis heute eine kulturgeschichtliche bzw. soziokulturelle Eigenständigkeit bewahrt hat.

In der Aufstellung „Bedeutsame Kulturlandschaften in Bayern“ wird die „Kulturlandschaftseinheit Berchtesgadener Land“ aufgeführt und im besiedelten Gebiet der fünf Gemeinden sind die zwei Kulturlandschaften „Berchtesgadener Land“ und „Königssee mit St. Bartholomä“ – ein Teilgebiet der Gemeinde Schönau am Königssee – ausgewiesen.

Geologisch betrachtet wird der Untergrund des Berchtesgadener Landes von permo-skythischen bis jurassischen Sedimentgesteinen gebildet. Die Berchtesgadener Alpen umgeben als Kranz aus teilweise auch ins österreichische Bundesland Salzburg reichenden Gebirgsmassiven das zentral gelegene, glazial überprägte Berchtesgadener Becken. Das Gebirgsmassiv des Watzmanns befindet sich vollständig auf dem Gebiet des Berchtesgadener Landes, die Watzmann-Mittelspitze (2713 m ü. NHN) ist unter diesem Gesichtspunkt die höchste Erhebung in Deutschland. Die markante Silhouette des Watzmanns wurde zum Wahrzeichen für das ganze Berchtesgadener Land.

Der Nationalpark Berchtesgaden ist der einzige deutsche Nationalpark in den Alpen. Er erstreckt sich über einen Großteil der Gemeindeflächen von Ramsau bei Berchtesgaden und Schönau am Königssee sowie über einen kleinen Teil des südöstlichen Gemeindegebietes von Berchtesgaden. Zusammen mit dem Nationalparkvorfeld erstreckt sich der Alpenpark Berchtesgaden, der seit 2010 ein Teil der den ganzen Landkreis einschließenden Biosphärenregion Berchtesgadener Land ist, über das ganze Berchtesgadener Land.

Das Berchtesgadener Land zählt mit den viel besuchten Sehenswürdigkeiten wie dem Königssee, der Almbach- und Wimbachklamm und dem Obersalzberg mit dem Kehlsteinhaus zu den wichtigsten Tourismusregionen in Bayern.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage und Grenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Berchtesgadener Land liegt in den Nördlichen Ostalpen[3] im äußersten Südosten Bayerns und ist ähnlich wie eine Halbinsel von der deutsch-österreichischen Landesgrenze eingefasst. Es bildet die Südhälfte des Landkreises Berchtesgadener Land, an den im Nordwesten und im Norden die Gemeinden Schneizlreuth und Bayerisch Gmain, nördlich Bad Reichenhall und die Gemeinden des südlichen Rupertiwinkels angrenzen. Im Nordosten, Osten, Süden und Südwesten umgeben es die Randgemeinden des österreichischen Bundeslandes Salzburg. (→siehe auch Abschnitt: Nachbarregionen)

Seine Abgrenzung kann unter naturräumlichen und geologischen Gesichtspunkten (→siehe Abschnitte: Naturräumliche Gliederung der Berchtesgadener Alpen (934.3), Geologische Entwicklung) und im Sinn einer Bedeutungserweiterung des Begriffs „Berchtesgadener Land“ (→siehe Abschnitt: (Geplante) Bedeutungserweiterungen des Begriffs) über die historische und soziokulturelle Kernregion des einstigen Landes Berchtesgaden hinausgehen.

Naturräumliche Gliederung der Berchtesgadener Alpen (934.3)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersichtskarte Berchtesgadener Alpen;
rote Grenzlinie innerhalb der gelben Region umrahmt das Berchtesgadener Land bzw. den Südteil des Landkreises, der sich von österreichischem Staatsgebiet abgrenzt.

Das Berchtesgadener Land gehört naturräumlich betrachtet zur Einheit 016 – Berchtesgadener Alpen – der Haupteinheit Nördliche Kalkhochalpen.[6] Die von Klaus Hormann 1978 vorgeschlagene Gliederung rechnet die Berchtesgadener Alpen abweichend von der bis dahin üblichen Gliederung zu der Haupteinheit 934 Salzburger Plateau-Kalkalpen der übergeordneten Einheit 93 Nördliche Kalk-Ostalpen.[7]

Viele der Einheiten reichen im Bereich des Untersberges (934.343), des Hagengebirges (934.313), des Steinernen Meeres (934.312) und der Reiter-Alpe (934.341), des Hochkalter-Massivs (934.321) und des Gölls (934.323) sowie des Schellenberger Mittelgebirges (934.333) mit den Rossfeldkuppen (934.334) bis in das österreichische Staatsgebiet.

Die Berchtesgadener Alpen werden durch einen fast allseitig geschlossenen Ring von Plateaugebirgen gebildet, die sich um eine zentrale Beckenlandschaft gruppieren. Lediglich im Nordosten wird die Gebirgsgruppierung in Richtung Salzachtal durchbrochen.

Breite Kerben zwischen den Hauptgruppen der Berchtesgadener Alpen (934.30)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Naturraum wird durch das Wimbachgries (934.301) und die Königssee-Obersee-Furche (934.302) gebildet. Das Wimbachgries – umrahmt von den Felsmassiven des Hochkalters, Watzmanns und Steinernen Meeres – entstand durch verstärkte Erosion im Zentralbereich des durch die Kalksteinmassive gebildeten Kuppelgewölbes (Reliefumkehr). Aufgrund der flachen Neigung am Talausgang, der steilen Flanken im oberen Talabschnitt und der glazialen Ausformung des Tales bildete sich eine breite, vegetationsarme Schuttfläche aus. Nur ein Bruchteil der Sedimente erreicht die Ramsauer Ache, da der Talausgang durch die Endmoräne des Wimbachgletschers abgeschlossen wurde und sich der Bach auf der östlichen Talseite in Form einer Klamm einen neuen Abfluss suchen musste.[8]

Das schmale, fjordartige Tal der Königssee-Obersee-Furche folgt einer präglazialen Anlage durch tiefreichende tektonische Störungen. Während der Eiszeit wurde das Tal durch Lokalgletscher beträchtlich übertieft, so dass der schmale See eine Wassertiefe von 190 Metern aufweist. Die Trennung von Königssee und Obersee wurde durch einen postglazialen Bergsturz verursacht. Im Bereich der Mündung des Eisgrabens bildete sich ein Schwemmkegel aus fluviatil transportierten Sedimenten, der die Seebreite an dieser Stelle auf nur 250 Meter reduziert.[9]

Südliche Berchtesgadener Kalkplateaugebirge (934.31)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der deutsche Anteil des Südlichen Berchtesgadener Kalkplateaugebirges besteht aus den Gebirgszügen und Hochflächen südlich und östlich des Königssees und wird durch das Gotzenalmplateau (934.314) und die deutschen Anteile des Steinernen Meeres (934.312) im Süden und das Hagengebirge (934.313) im Osten begrenzt.

Das Plateau der Gotzenalm liegt auf 1200 bis 1700 Meter Höhe und wird im Westen und Süden durch die Steilhänge zum Königssee und Obersee begrenzt, während die Ostgrenze durch die Kalkmassive des Hagengebirges gebildet wird. Die durch zahlreiche Dolinen charakterisierte Plateaufläche der Gotzenalm wird durch jurassische Kieselkalke und Radiolarite gebildet, die von den Dachsteinkalken unterlagert ist.[10]

Das Hagengebirge wird von einer nach Norden bis Nordosten einfallenden Dachsteinkalkplatte gebildet, die tiefgründig verkarstet ist, so dass nahezu kein Oberflächenabfluss besteht. Das versickerte Regenwasser tritt am Unterhang – meist auf österreichischem Staatsgebiet – in Karstquellen wieder zutage. Der deutsche Anteil dieser Naturraumeinheit umfasst größtenteils die Bergkette, die die Staatsgrenze zu Österreich vom Großen Teufelshorn im Süden, über den Kragenkopf, Kahlersberg, Windschartenkopf bis zum Schneibstein bildet.[11]

Die deutschen Anteile des Steinernen Meeres bilden den südlichsten Zipfel des Berchtesgadener Landes und sind Teil der größten Karsthochfläche der Berchtesgadener Alpen. Die höchsten Erhebungen auf deutschem Staatsgebiet sind der Große Hundstod (2593 m) und die Funtenseetauern (2578 m). Nordöstlich dieser Bergmassive sind Plateauflächen verbreitet, die in ihrer Entstehung und Höhenlage (1300 bis 1900 m) als Pendant zum Gotzenalmplateau angesehen werden können. Im Bereich des Verbreitungsgebietes der jurassischen Sedimente haben sich in mit Tonmaterial abgedichteten Dolinen Seen (Funtensee, Grünsee, Schwarzensee) gebildet, während im Dachsteinkalk der oberflächige Abfluss weitgehend fehlt.[12]

Mittlere Berchtesgadener Kalkmassive (934.32)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blaueisgletscher am Hochkalter, im Hintergrund die Westflanke des Watzmann

Zu den Mittleren Berchtesgadener Kalkmassiven gehören die deutschen Anteile des Hochkalter-Massivs (934.321) im Westen und des Göll-Massivs (934.323) im Osten sowie das Watzmann-Massiv (934.322). Im Gegensatz zu den Kalkmassiven des Steinernen Meeres und des Hagengebirges sind die südlichen Partien der Mittleren Berchtesgadener Kalkmassive stärker herausgehoben und die Felsformationen fallen stärker in nördliche Richtungen ein.

Das Hochkalter-Massiv ist entsprechend dem nordwestlichen Schichtfallen asymmetrisch aufgebaut. Während die flache Nordwestflanke durch zahlreiche flache, durch Abtragungsschutt verfüllte Kare gekennzeichnet ist, fällt die Südostflanke das Massivs steil ins Wimbachtal ab. Nördlich des Hauptgipfels teilt sich der Gipfelgrat auf und umschließt ein sich nach Norden öffnendes Kar, in dem sich der Rest des Blaueis-Gletschers erhalten hat. Am Hangfuß des Hochkalter-Massivs entspringen zahlreiche intensiv schüttende Karstquellen, deren Bäche in die Ramsauer Ache entwässern.[10]

Hoher Göll

Das ebenfalls asymmetrisch ausgebildete Watzmann-Massiv baut sich – ähnlich wie der Hochkalter – durch eine nach Norden einfallende Dachsteinkalkfolge auf. Im Süden und auf der Westflanke stehen die unterlagernden Ramsaudolomite an, die kleinstückig verwittern und ausgedehnte Schuttfelder im Bereich des oberen Wimbachgries und Eisgrabens bilden. Die Ostseite des südlichen Teils des Massivs fällt 1800 Meter steil in Richtung Königssee ab. Zwischen dem Hauptgrat des Watzmanns und dem Kleinen Watzmann erstreckt sich in nordöstlicher Richtung das 500 bis 800 Meter breite Watzmannkar, in dem sich in einer Höhenlage zwischen 2000 und 2200 Metern der Watzmanngletscher und Schneefelder ausbreiten. Der Nordostabdachung des Watzmanns vorgelagert befindet sich das Kühroint-Grünten-Plateau, das glazial vom Königsseegletscher überformt wurde. Der Dachsteinkalk wird dort durch jurassische Kalk-, Mergel-und Kieselkalksteine überlagert. Aufgrund der lokal grundwasserhemmenden Eigenschaften dieser Schichtenfolge gibt es dort auch einen oberirdischen Abfluss, während im Verbreitungsgebiet des Dachsteinkalks das Regenwasser aufgrund der Verkarstung versickert.[10]

Das Göll-Massiv wird aus einem Dachsteinkalk-Gewölbe aufgebaut. Im Süden wird das Massiv durch eine tektonische Störungszone (Torrener-Joch-Zone) begrenzt, während im Nordosten die Dachsteinkalke durch weichere jurassische und kretazische Kalk- und Mergelsteine überlagert werden. Der Wechsel in der petrographischen Zusammensetzung macht sich auch in der Morphologie bemerkbar – nordöstlich der markanten Dachsteinkalk-Felsrippe Hoher Göll-Kehlstein geht die Landschaft in die sanfteren Roßfeldkuppen über.[13]

Hintersee mit Klausbachtal

Berchtesgadener Hochgebirgslücke (934.33)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nahezu vollständig umrahmt von den Hochgebirgsmassiven ist im Zentrum des Berchtesgadener Landes eine ausgeprägte Becken- und Tallandschaft ausgebildet, die auf das Ausstreichen weicherer triassischer bis kretazischer Gesteine zurückzuführen ist. Neben den Beckenlandschaften der Ramsau und des Klausbachtals (934.330) und dem des Berchtesgadener Beckens (934.332) bauen Mittelgebirgslandschaften (Bischofswiesener Mittelgebirge (934.331) sowie die deutschen Anteile des Schellenberger Mittelgebirges (934.333) und der Rossfeldkuppen (934.334)) die Berchtesgadener Hochgebirgslücke auf.

Die kuppigen Flächen der Ramsau werden von den groben Sedimenten und Konglomeraten der eiszeitlichen Moränen aufgebaut. Westlich von Ramsau teilt sich die Tallandschaft in zwei Gebiete. In südwestlicher Richtung erstreckt sich das Klausbachtal mit dem Hintersee, der durch einen Endmoränenwall und einen spätglazialen Bergsturz aufgestaut wurde. In nordwestliche Richtung setzt sich die Tallandschaft über die Sautiefen bis zur Schwarzbachwacht fort. Dort gibt es zahlreiche ergiebig schüttende Karstquellen, wie zum Beispiel das Schwarzbachloch. Der Taubensee, der sich über einer Einsturzdoline entwickelt hat, befindet sich am Eingang zu diesem Tal.[14]

Die ebenen Flächen des zentralen Berchtesgadener Beckens sind in der Hauptsache durch die Flussauen der Königsseeer, Ramsauer, Bischofswiesener und Berchtesgadener Ache geprägt, während die kuppigen Erhebungen im Becken durch glazial stark überprägte triassische Gesteine gebildet wurden, die teilweise von eiszeitlichem Moränenmaterial überlagert sind.[15]

Blick vom Kehlstein in Richtung Schellenberger Mittelgebirge und Untersberg (links)

Das kuppige Bischofswiesener Mittelgebirge wird aus leichter verwitterbarem Ramsaudolomit aufgebaut. Die fortschreitende Erosion und die Ausbildung der kuppigen Geländeformen wurde begünstigt durch eine frühere Abtragung der überlagernden Dachsteinkalke. Das bis in eine Höhenlage von 1400 Metern reichende Gebiet des Bischofswiesener Mittelgebirges ist bewaldet und geht nach Norden im Raum Loipl in ein kleines Plateau über, das als ein früherer Talboden interpretiert wird und heute 200 Meter über dem Talniveau der Bischofswiesener Ache liegt.[15]

Die Ausbildung des Schellenberger Mittelgebirges wurde ebenfalls durch das Fehlen des überlagernden Dachsteinkalkes beeinflusst. Während im Westteil dieses Naturraumes der Untergrund durch Ramsaudolomit aufgebaut ist, dominieren im Mittel- und Ostteil triassische und jurassische Gesteine der Hallstätter Brekzie. Dort gibt es auch Einlagerungen der permoskythischen Salzgesteine vom Salzberg bei Berchtesgaden. Die kuppigen Gesteine sind großflächig glazial überformt und mit Moränenmaterial bedeckt. Lediglich die Kneifelspitze überragt die kuppige Mittelgebirgslandschaft.[16]

Die nach Osten anschließenden, morphologisch reich gegliederten Roßfeldkuppen werden von unterkretazischen Gesteinen (Konglomerate, Sandsteine und Mergelsteine) aufgebaut und überragen das Niveau der Kuppen des Schellenberger Mittelgebirges um 300 bis 500 Meter.[17]

Gipfelgruppe der Reiter-Alpe

Nördliche Berchtesgadener Plateaugebirge (934.34)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nördliche Umrandung der Berchtesgadener Hochgebirgslücke bildet im Westen das Massiv der Reiter-Alpe (934.341), im Norden das Lattengebirge (934.342) und die Berchtesgadener Anteile des Untersberges (934.343).

Einstieg zur Riesending-Schachthöhle am Untersberg

Das Massiv der Reiter-Alpe wird durch eine, auf Höhen von 1400 bis 2000 Metern gelegene, flach lagernde Dachsteinkalkeinheit gebildet, die sich aus dem unterlagernden Ramsaudolomit entwickelt hat. Die an den Rändern aufgebogene Kalksteinplatte fällt an den Rändern steil ab. Das Plateau selbst wird von 200 bis 600 Meter hohen Randbergen umrahmt. Das Plateau ist tiefgründig verkarstet, so dass die Entwässerung über ein Karsthöhlensystem erfolgt. An der Schichtgrenze Dachsteinkalk/Ramsaudolomit entspringen zahlreiche stark schüttende Karstquellen. In den schüsselförmigen Vertiefungen des Plateaus haben sich lokal mergelige Gesteine der oberkretazischen Gosauschichten erhalten, die aufgrund der lithologischen Zusammensetzung wasserstauenden Charakter besitzen und somit die Grundlage für die Existenz der kleinen Almen bilden.[18]

Ähnlich wie die Reiter-Alpe ist auch das Lattengebirge aus einem Sockel aus Ramsaudolomit mit überlagerndem Dachsteinkalk aufgebaut, der jedoch im Gegensatz zur Reiter-Alpe und zum Untersberg in diesem Naturraum wesentlich stärker nach Südwesten einfällt. Der Dachsteinkalk unterscheidet sich im Lattengebirge faziell von den übrigen Gebirgsstöcken der Berchtesgadener Alpen: Große Bereiche des Dachsteinkalkes sind dort in Hauptdolomitfazies ausgebildet. Die tonig-mergeligen Gesteine der Gosau-Schichten sind im Lattengebirge weit verbreitet und beeinflussen wesentlich die hydrogeologischen Verhältnisse. Durch den wasserstauenden Charakter bildete sich bei der Moosenalm ein kleines Hochmoor.[19]

Der von zahlreichen Störungen durchzogene Gebirgsstock des Untersberges wird durch eine nach Nordwesten abtauchende Dachsteinkalkplatte über dem Ramsaudolomit gebildet. Die Hochfläche ist intensiv verkarstet und durch zahlreiche Dolinen, Karren und Karsthöhlen gekennzeichnet. Ausgedehnte Höhlensysteme (Schellenberger Eishöhle, Riesending-Schachthöhle, Kolowratshöhle) durchziehen den Untersberg. Während der Eiszeiten ging vom Untersbergplateau eine lokale Vergletscherung aus.[20]

Kulturlandschaft(seinheit) „Berchtesgadener Land“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den historischen und kulturgeschichtlichen Abgrenzungen abweichend und ein größeres Gebiet einschließend, bildet das Berchtesgadener Becken zusammen mit der sich nördlich daran anschließenden Untereinheit des Reichenhaller Beckens sowie den östlichen Ausläufern der Chiemgauer Alpen und den südwestlichen Teilen des glazial überprägten Salzach-Hügellandes eine Landschaftseinheit, die vom Bayerischen Landesamt für Umwelt 2011 erst in einem Entwurf,[21] seit 2013 explizit als Kulturlandschaftseinheit „Berchtesgadener Land“ (Nr. 61) bezeichnet bzw. zusammengefasst wird.[22] Innerhalb dieser neudefinierten Kulturlandschaftseinheit werden vom Landesamt im besiedelten Gebiet zwei kulturhistorisch „bedeutsame Kulturlandschaften“ hervorgehoben, die unter 61-A als „Berchtesgadener Land“ und unter 61-B als „Königssee mit St. Bartholomä“ ausgewiesen sind.[23] Das „Berchtesgadener Land“ bzw. das Teilgebiet 61-A besitzt demnach „insbesondere aufgrund seiner Prägung als dauerhaft besiedeltes Bergbauerngebiet einen einzigartigen Charakter in den bayerischen Alpen“ und umfasst hier allein die besiedelten Gebiete der im Abschnitt Kommunalpolitische Gliederung aufgeführten fünf Gemeinden, von denen wiederum ein Teil der Gemeinde Schönau am Königssee unter 61-B besondere Hervorhebung als bedeutsame Kulturlandschaft „Königssee mit St. Bartholomä“ findet.[23]

Landschaftsformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Berchtesgadener Alpen

Das Berchtesgadener Land ist nahezu vollständig von den Berchtesgadener Alpen umschlossen. Den niedrigsten Zugang innerhalb des deutschen Staatsgebiets bildet der Pass Hallthurm, der auf 693 m ü. NHN die Bergstöcke von Lattengebirge und Untersberg trennt. Noch niedriger ist der Zugang über österreichisches Staatsgebiet, der am Hangenden Stein und dem einstigen Passturm Schellenberger Turm vorbei auf 471 m ü. NHN[2] parallel zur Berchtesgadener Ache nach Marktschellenberg führt.

Von den Gebirgsstöcken der Berchtesgadener Alpen gehören große Teile zum österreichischen Land Salzburg. Lediglich die Gebirgsstöcke von Watzmann (2713 m), Hochkalter (2607 m) und Lattengebirge (1738 m) sowie der Gotzenberge (2171 m) als Teil des Hagengebirges befinden sich vollständig auf dem Gebiet des Berchtesgadener Landes. Damit ist der Watzmann der höchste Berg, dessen Wände, Flanken und Gipfel sich vollständig auf deutschem Boden befinden. Seine Mittelspitze ist zudem der höchste Punkt des Berchtesgadener Landes.

Fließgewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größten Fließgewässer des Berchtesgadener Landes sind Achen. Gespeist von Seen und zahlreichen Quellbächen, vereinigen sich die Königsseer Ache, Ramsauer Ache und Bischofswieser Ache zur Berchtesgadener Ache, die vom Südwesten aus Richtung Norden über Marktschellenberg die deutsch-österreichische Staatsgrenze passiert, um dann ab Grödig als Königsseeache in Salzach, Inn, Donau und am Ende ins Schwarze Meer abzufließen.

Im Nordwesten des Berchtesgadener Landes entspringt zudem die Quelle des Schwarzbaches unweit des Passes Schwarzbachwacht in Ramsau, der dann jedoch außerhalb der Region im Ortsteil Unterjettenberg der Gemeinde Schneizlreuth in die Saalach mündet.

Die Achen des Berchtesgadener Landes und ihre wichtigsten Zuflüsse sind (nach Flusssystem und Zuflusshöhe geordnet):

  • Berchtesgadener Ache wird hinter deutsch-österreichischer Staatsgrenze zur Königsseeache
  • Weißbach
  • Rothmannbach
  • Tiefenbach
  • Almbach mit Almbachklamm
  • Kainbach
  • Larosbach
  • Bergbach
  • Gernerbach
  • Weiherbach
  • Anzenbach

Seen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Bartholomä am Ufer des Königssees vor Watzmann-Ostwand

Die größten Seen im Berchtesgadener Land sind der Königssee (Fläche: 5,22 km², maximale Tiefe: 190 m), der sich direkt daran anschließende Obersee (57 ha, 51 m) und der Hintersee (16,4 ha, 18 m) in Ramsau. Weitere kleinere Stillgewässer sind der Böcklweiher und der Steinbergsee in Bischofswiesen und in den Bergen bei Schönau u. a. der Labsee (bzw. das Laubseelein), der Seeleinsee und die Karstseen Funtensee, Grünsee und Schwarzensee.

Der Königssee gilt hinsichtlich der Wasserqualität als einer der saubersten Seen Deutschlands und zusammen mit der Wallfahrtskirche St. Bartholomä samt Jagdschlösschen und Gasthaus an seinem Ufer als eines der touristischen Highlights im Berchtesgadener Land.

Kommunalpolitische Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Berchtesgadener Land (rot) innerhalb des Landkreises Berchtesgadener Land

Innerhalb des Landkreises Berchtesgadener Land, der zur Planungsregion Südostoberbayern gehört, bildet das Berchtesgadener Land „im engeren Sinne“[5] mit den Gemeinden Berchtesgaden (7888 Einwohner), Bischofswiesen (7500 Einwohner), Marktschellenberg (1741 Einwohner), Ramsau (1747 Einwohner) und Schönau am Königssee (5544 Einwohner) sowie den gemeindefreien Gebieten Eck (12,60 km²) und Schellenberger Forst (17,01 km²) den Südteil des Landkreises, weshalb es auch als Südlicher Landkreis oder Innerer Landkreis bezeichnet wird.

Berchtesgaden ist ein Markt und mit seinen 7781 Einwohnern nicht nur die einwohnerstärkste Gemeinde der Region, sondern fungiert auch als Mittelzentrum des südlichen Landkreisteiles. Historisch war Berchtesgaden Gründungs- und später Hauptort inkl. Residenz (heute: Königliches Schloss Berchtesgaden) des „Landes Berchtesgaden“, das als Reichsprälatur bzw. Zepterlehen bereits ab 1380 reichsunmittelbar war und als Fürstpropstei Berchtesgaden (1559–1803) und damit eigenständiges Fürstentum u. a. eine Virilstimme im Reichsfürstenrat innehatte. Bekannt ist Berchtesgaden u. a. auch für seinen seit 1972 eingemeindeten Ortsteil Obersalzberg, in dem das Kehlsteinhaus und das Führersperrgebiet für NSDAP-Größen inkl. Adolf Hitler errichtet wurde.

Bischofswiesen wurde am 8. Mai 1155 durch einen Gütertausch zwischen Erzbischof Eberhard I. von Salzburg und Berchtesgaden Propst Heinrich I. Teil des Berchtesgadener Landes, und der Erzbischof erhielt für das „pratum Bisvolfeswisen“ einen Hof in Landersdorf.[24] Im Ortsteil Stanggaß befand sich von 1937 bis 1945 die Reichskanzlei Dienststelle Berchtesgaden (auch Kleine Reichskanzlei genannt). Ebenfalls ab 1937 wurde im Ortsteil Strub die heutige Jägerkaserne erbaut sowie eine von der NSDAP Mitte der 1930er Jahre eingerichtete BDM-Reichssportschule,[25] die seit 1951 als Altenheim („Lebenswelt Insula“) genutzt wird.[26][25] Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Gemeinde Bischofswiesen zahlreiche Flüchtlinge aus den Ostgebieten des ehemaligen Deutschen Reiches auf.

Marktschellenberg, 1191 erstmals erwähnt,[27] wird der Ort „schellenberch“ 1211 zum ersten Mal schriftlich bezeugt.[28] Neben Berchtesgaden war Schellenberg Standort einer Saline, die bis 1805 in Betrieb war. Nachdem 1286 zudem ein erst von Laien beziehungsweise einem „Hallinger“ (salinarius) geleitetes Salzamt eingerichtet wurde, erhielt Schellenberg Marktrechte, wenn auch vermutlich nur sehr eingeschränkt. Ein erster fürstlich benannter Marktrichter für die „Niedergerichtsbarkeit“ ist für 1334 nachweisbar, womit sich der Ort zum zweiten Hauptort des „Landes Berchtesgaden“ entwickelte.

Ramsau bei Berchtesgaden ist nicht zuletzt auch wegen seiner vielfach gemalten und fotografierten Kirche St. Sebastian (1512) bekannt, und auch dafür, das über die Hälfte des Gemeindegebietes Teil des Nationalparks Berchtesgaden ist. Relativ spät ausreichend besiedelt und noch heute die Gemeinde mit der geringsten Bevölkerungsdichte, wurde Ramsau erst mit Beginn des 13. Jahrhunderts zu einer Filiale der Pfarrei Berchtesgaden, zählt aber dennoch zu den acht „Urgnotschaften“ des Berchtesgadener Landes. Die Reformation fand in Ramsau im Gegensatz zu den meisten anderen Gnotschaften des Berchtesgadener Landes von Anfang an nur sehr wenige Anhänger – umso mehr die Gegenreformation.[29][30] Noch heute liegt der Anteil evangelischer Christen in Ramsau unter 6 Prozent.

Schönau am Königssee ist nicht zuletzt durch seinen fjordartig eingebetteten, bis zu 190 m tiefen Königssee und der an seinem Ufer stehenden Wallfahrtskapelle St. Bartholomä mit seinem benachbarten ehemaligen Jagdschloss bekannt, in dem bis 1803 die Berchtesgadener Fürstpröpste Einkehr hielten. Wie in Ramsau liegt ein Großteil der Gemeindefläche innerhalb des Nationalparks Berchtesgaden. Der WSV Königssee zählt wie der RC Berchtesgaden zu den erfolgreichsten Rodelvereinen der Welt und kann nach mehreren Teilnahmen an Olympischen Winterspielen, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften auf einen beeindruckenden Medaillenspiegel und viele prominent gewordene Sportler verweisen.

Gnotschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Gnotschaft

Die meisten Gemeinden bzw. Ortsteile des Berchtesgadener Landes haben das Alleinstellungsmerkmal, dass sie aus Gnotschaften hervorgingen, die ab 1377 kurz vor der Erhebung des Berchtesgadener Landes zur Reichsprälatur Berchtesgaden entstanden sind. Im „Land Berchtesgaden“ gruppierten sich acht „Urgnotschaften“ um die Hauptorte des Berchtesgadener Kernlandes – dem zentralen Markt Berchtesgaden mit seinem Landgericht und dem Markt Schellenberg mit Salzamt und Marktrichter (Niedere Gerichtsbarkeit) –, und hatten bis zur Säkularisation im Jahre 1803 Bestand. Ab 1817 in acht „Gemeinden“ umgewandelt, sind sie nach der Gebietsreform in Bayern von 1971 bis 1980 samt ihren „Gnotschafterbezirken“ in den jetzigen fünf Gemeinden aufgegangen. Die Bezeichnungen der einstigen „Gnotschafterbezirke“ dienen jetzt als Ortsteilbezeichnungen der fünf Gemeinden, werden aber von Einheimischen noch immer als „Gnotschaften“ bezeichnet.[31][32]

Gemeindefreie Gebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindefreie Gebiete im Berchtesgadener Land sind Eck (12,60 km) und der Schellenberger Forst, der mit einer Fläche von 17,01 km² das größere der beiden verbliebenen gemeindefreien Gebiete ist.

Innerhalb des Staatsforstes Eck liegt eine rund 100 Hektar große Enklave des Marktes Berchtesgaden mit einem Teil der Gnotschaft Resten (Gemarkung Au) und mit der Siedlung Buchenhöhe (Gemarkung Salzberg). Daneben gibt es fünf Berchtesgadener Enklaven, die zusammen mit dem Flurstück um das Kehlsteinhaus die Gemarkung Eck innerhalb des Marktes Berchtesgaden bilden.

In dem Gebiet des Schellenberger Forstes befinden sich unter anderem die Toni-Lenz-Hütte und die Schellenberger Eishöhle (Norden) sowie die Almbachklamm (Süden).

Nachbarregionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Berchtesgadener Land grenzt dem Uhrzeigersinn nach im Nordwesten und im Norden an die ebenfalls zum Landkreis Berchtesgadener Land gehörenden Gemeinden Schneizlreuth und Bayerisch Gmain, nördlich darüber Bad Reichenhall und die Gemeinden des südlichen Rupertiwinkels, und ist im Nordosten, Osten, Süden und Südwesten von folgenden Randgemeinden der Regionen des österreichischen Bundeslandes Salzburg umgeben: innerhalb des Flachgaus Anif und Grödig, innerhalb des Tennengaus Hallein, Kuchl und Golling an der Salzach, innerhalb des Pongaus Werfen, innerhalb des Pinzgaus Maria Alm, Saalfelden am Steinernen Meer, Weißbach bei Lofer, Sankt Martin bei Lofer, Lofer und Unken.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fünf Gemeinden des Berchtesgadener Landes führen wegen seines Reizklimas das „Prädikat eines Heilklimatischen Kurorts, und bilden zusammen mit dem Nationalpark Berchtesgaden das einzige zusammenhängende Heilklimatische Kurgebiet Deutschlands“.[33]

Einwohnerentwicklung und Bevölkerungsdichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerzahlen im Berchtesgadener Land1)
Gemeinden Einwohner je km²
Berchtesgaden 7888 221
Bischofswiesen 7500 121
Marktschellenberg 1741 99
Ramsau bei Berchtesgaden 1747 14
Schönau am Königssee 5544 42
Summen: 24420 Ø 99,4
1) Lt. fortgeschriebenem Zensus 2011, Stand: 31. Dez. 2015[34]

Laut Koch-Sternfeld könnten in dem „geschlossenen Bezirk von Berchtesgaden“, also dem mit dem Berchtesgadener Land deckungsgleichen Kernland der Fürstpropstei Berchtesgaden, Ende des 13. Jahrhunderts 3500,[35] Ende des 16. Jahrhunderts bereits etwa 7500[36] und kurz nach dem Ende seiner Eigenständigkeit im Jahr 1803 etwa 10.000 „Seelen“ gelebt haben.[37] Zwischenzeitlich erlebte das Berchtesgadener Land jedoch einen Einbruch seiner Einwohnerentwicklung, als im April 1733 sich mehr als 1100 von seinerzeit etwa 9000 Einwohnern im Zuge der Gegenreformation gezwungen sahen, nahezu ohne Hab und Gut die Fürstpropstei zu verlassen.[38][39] (Siehe hierzu auch den Abschnitt: Religion)

Siehe nebenstehende Tabelle hat sich die Einwohnerzahl des Berchtesgadener Landes von 1803 bis 2015 mit zwischenzeitlichen Einbrüchen um das knapp 2,5-fache erhöht. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebten insbesondere die Gemeinden Berchtesgaden und Bischofswiesen einen nachhaltigen Zuwachs durch geflüchtete Deutschböhmen und Schlesier („Heimatvertriebene“).

Am Beispiel der Einwohnerentwicklung Berchtesgadens lässt sich erkennen, dass die Einwohnerentwicklung der Gnotschaften bzw. Gemeinden durch die Eingemeindungen stark divergieren kann. Das mit Ø 99,4 errechnete Mittel der Bevölkerungsdichte für das Berchtesgadener Land ist (siehe Tabelle) angesichts einer Spreizung von 221 Einwohnern je km² in Berchtesgaden und 14 Einwohnern je km² in Ramsau bei Berchtesgaden für sich allein wenig aussagekräftig.

Geologische Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Jenner in Richtung Untersberg mit dem zentralen Berchtesgadener Talkessel
Kuhtrittmuscheln (Megalodon) im Dachsteinkalk
Schuttkörper des Wimbachgries

In seiner geologischen Ausweitung ist die Fläche des Berchtesgadener Landes nahezu identisch mit dem Berchtesgadener Becken (auch genannt Berchtesgadener Talkessel oder Berchtesgadener Kessel), das von den Hochgebirgsmassiven der Berchtesgadener Alpen umrahmt wird und während der quartären Inlandsvereisung durch den Salzach-Vorlandgletscher morphologisch überprägt worden ist.

Der Untergrund des Berchtesgadener Landes wird geologisch durch die Berchtesgadener Alpen, einer Einheit der Nördlichen Kalkalpen gebildet. Strukturell ist diese Einheit komplex aufgebaut und durch zahlreiche Überschiebungen gekennzeichnet. Die Sedimente, die die Berchtesgadener Alpen aufbauen wurden in der Trias bis in der jüngeren Jura auf einem Schelfgebiet des Hallstatt-Meliata-Ozeans und später am Nordrand der Adriatischen Platte abgelagert. Während des Auffaltung der Alpen – insbesondere im Alttertiär kollidierte die Afrikanische mit der Europäischen Kontinentalplatte. Dabei wurden die Gesteinseinheiten der Nördlichen Kalkalpen gemeinsam mit ihrer paläozoischen Unterlage vom Untergrund abgeschert und in mehreren Deckenstapeln nach Norden überschoben, deformiert und zerschert. Im Oligozän und Miozän erfolgte eine bruchtektonische Beanspruchung der Gesteine mit einem seitlichen Versatz.

Den tektonischen Bau des Berchtesgadener Landes dominieren zwei tektonische Einheiten: das unterlagernde Tirolikum bildet die großen Kalksteinmassive, wie z. B. das Steinerne Meer und das Hagenmassiv. Überlagert wird diese tektonische Einheit durch die Berchtesgadener Masse (Hochjuvavikum). Die Stellung und tektonische Position dieser Einheiten wurde in der Literatur in der Vergangenheit äußerst kontrovers diskutiert. Während man früher von einer Untergliederung in Tirolikum, Hallstätter Decke (Tiefjuvavikum) mit auflagernder Berchtesgadener Decke (Hochjuvaikum) ausging, sieht man die Berchtesgadener Masse heute als eine lokal überschobene Baueinheit innerhalb des Tirolikums an. Das Tiefjuvavikum interpretiert man heute als Hallstätter Melange, die aus bis zu große kilometergroßen Gesteinskomplexen besteht, die während des Jura in die Sedimente des Tirolikums eingelagert wurden.[40]

Die ältesten Gesteine im Berchtesgadener Land stellen die permo-skythischen Salzformationen dar, die im Haselgebirge in der Nähe von Berchtesgaden Gegenstand eines jahrhundertelangen Salzbergbaus waren. Die Salze des 4,5 km langen und 1,5 km breiten und ca. 600 m mächtigen Berchtesgadener Salzstocks bestehen aus einer Wechsellagerung von Salztonen, Gipsen und Anhydrit.[41] Die triassische Schichtenfolge im Tirolikum beginnt mit den 300 bis 500 m mächtigen Werfener Schichten, die an der Basis mit den flachmarin abgelagerten Sandsteinen der Unteren Werfener Schichten beginnen, die zum Hangenden allmählich in die Kalksteine der Oberen Werfener Schichten übergehen, in die lagenweise Sandstein- sowie Kalk- und Mergellagen eingeschaltet sind. Diese Schichtenfolge findet sich häufig in Unterhanglagen in der Ramsau. Die darauffolgenden 200 m mächtigen Gutensteiner Schichten sind durch gebankte Dolomitsteine gekennzeichnet, in die in den unteren Partien noch bituminöse Kalkbänke eingelagert sind. Die Schichtenfolge leitet im Hangenden in den 500 bis 700 m mächtigen Ramsaudolomit über, der seine Typuslokalität im Wimbachtal besitzt. Lokal wird im Tirolikum der Ramsaudolomit durch den Wettersteinkalk vertreten. Die Steilhänge der Kalksteinmassive der Berchtesgadener Alpen werden durch den Karnisch-Norischen Dolomit und den ca. 1000 m mächtigen Dachsteinkalk (Norium) gebildet, die durch eine schmale, markante Sandsteinentwicklung – den Raibler Schichten (Karnium) – von den älteren Ramsaudolomiten getrennt werden. Charakteristisches Merkmal des massigen oder gebankten Dachsteinkalk ist das Auftreten von großen Muscheln, den Megalodonten und die tiefgründige Verkarstung, die zur Bildung von Höhlen und ausgebildeten Karrenfeldern geführt hat. In der Umrandung der Berchtesgadener Masse sind zahlreiche Gesteinsformationen aufgeschlossen, die während der Jura-Zeit überschoben wurden. Neben den Salzen des Haselgebirges gehören die obertriassischen, bunten Hallstätter Kalke, die unterjurassischen Hierlatz- und Adneter Kalke, die mitteljurassischen Fleckenmergel und Radiolarite, oberjurassischen Trauglbodenschichten zu den Gesteinen, die in der Umrandung der Berchtesgadener Masse aufgeschlossen sind.[42]

Kreidezeitliche Ablagerungen sind im Berchtesgadener Land am Obersalzberg-Roßfeld, östlich von Marktschellenberg, am Gosaukamm, im Lattengebirge und am Untersberg verbreitet. Während am Roßfeld vorwiegend geröllführende unterkretazische Sandsteine verbreitet sind, findet man in der Gosau und am Untersberg oberkreidezeitliche Riffkalksteine, die auch als Untersberger Marmor abgebaut wurden. Lokal – unter anderem am Westhang des Untersberg und am Eisenrichterstein – setzt sich die Sedimentation noch als Riffe bis ins Eozän fort. Ebenfalls im Tertiär wurden auf den Hochflächen der Hochalpen sogenannte Augensteine abgelagert, die als Schotter interpretiert werden, die durch Flüsse aus dem zentralen Alpenraum nach Norden transportiert wurden. Diese ehemals 50 bis 100 m mächtige Schotterdecke ist heute bis auf einige Relikte in morphologisch geschützten Lagen erodiert worden.[43]

Im Quartär wurden vor allem mächtige Lockergesteinsbildungen im Berchtesgadener Land abgelagert. Die ältesten quartären Gesteine sind rißzeitliche Fernmoränenablagerungen, die in der Ramsau, am Schwarzeck und im Lattenbachtal zu finden sind. Als interglaziale Bildungen werden der Ramsauer Mühlstein (ein verfestigtes Konglomerat), der interglaziale Nagelfluh (häufig verbreitet in der Ramsau) sowie in der Umgebung von Sommerau und dem Wimbach die Dachsteinbrekzie angesehen. Da in der Würm-Kaltzeit die flächendeckende Vergletscherung nicht mehr den Hirschbichlpass überwinden konnte, sind im Berchtesgadener Land während dieser Kaltzeit Lokalmoränen und Moränenwälle abgesetzt worden, die heute die flacheren Gebiete und die mäßig steilen Talhänge bis 1450 m überdecken. Seetone, in die periglazialen Bereich gebildet wurden, dichten einige Seeböden im hochalpinen Bereich ab und führten so unter anderem zu Bildung der Funtensee-Uvala. Gesteinsbildungen, die mit der flächenhaften Erosion und Verkarstung der Alpen in Zusammenhang stehen sind: Erratische Blöcke (besonders im Tal der Königsseer Ache), Hangschutt und Schuttfächer sowie Bergstürze, bei denen große Mengen an Gesteinsmaterial abrupt ins Tal gestürzt sind. Der größte Bergsturz – heute bekannt als Zauberwald – führte zum Aufstau des Hintersees.[44] Die jüngsten Ablagerungen im Berchtesgadener Land stellen neben den anthropogenen Ablagerungen die Talschotter der Flüsse und Bäche dar.[45]

Viele der geologischen Besonderheiten werden heute als Geotope ausgewiesen und geotouristisch erschlossen.[46]

Natur und Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nationalpark Berchtesgaden als Teilgebiet des Berchtesgadener Landes sind laut Monitoring an 60 Quellen derzeit 700 Tierarten nachgewiesen,[47] darunter:[48]

In der Vergangenheit gab es in der Region auch Wisente, Luchse, Braunbären, Wölfe und Fischotter. In absehbarer Zeit scheint bei einigen dieser Arten eine Einwanderung aus angrenzenden Gebieten möglich, hingegen gezielte Auswilderungen sind nicht geplant.

Darüber hinaus wurde vermutlich bereits ab Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Almen des Berchtesgadener Landes eine mit der Berchtesgadener Katze eigens für die Hochgebirgsbedingungen der Region geeignete Rinderrasse gezüchtet, die jedoch mittlerweile ausgestorben bzw. spätestens in den 1950ern in anderen Züchtungen aufgegangen ist.

Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flora des Berchtesgadener Landes ist gekennzeichnet von Laub- und Mischwäldern, Almweiden, Hochheiden, Mooren und Auwäldern sowie von einer bäuerlichen Kulturlandschaft. Besonders groß ist die Pflanzenvielfalt auf den Almen, hier finden sich u. a. Arnika, Silberdistel, Bewimperte Alpenrose („Almrausch“) und Clusius-Enzian.[48]

Das Vorkommen der auf kalkreichem Untergrund wachsenden Moosart Arnellia fennica ist in Deutschland auf den Landschaftsraum des Berchtesgadener Landes beschränkt.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus der Berge, Informations- und Bildungszentrum des Nationalparks Berchtesgaden

Nationalpark Berchtesgaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Nationalpark Berchtesgaden

Der Nationalpark Berchtesgaden mit 208 km² Gebietsfläche ist der einzige deutsche Nationalpark in den Alpen,[50] dessen Höhenunterschiede von 603,3 (Königssee) bis 2713 m ü. NN (Watzmann) reichen. Er erstreckt sich über einen Großteil der Gemeindeflächen von Ramsau bei Berchtesgaden und Schönau am Königssee sowie über einen kleinen Teil des südöstlichen Gemeindegebietes von Berchtesgaden.

Nach Schließung des Nationalpark-Hauses (1988–2013) in den Räumen des Franziskanerklosters Berchtesgaden wurde am 24. Mai 2013 in der Hanielstraße ein neues Umweltbildungs- und Informationszentrum des Nationalparks Berchtesgaden als Haus der Berge eröffnet.

Alpenpark Berchtesgaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Nationalpark schließt sich seit 1978 im Norden das rund 259 km² große Nationalparkvorfeld an. Dieses Nationalparkvorfeld umfasst neben den restlichen Gemeindeflächen von Ramsau, Schönau und Berchtesgaden nun auch die Gemeinden Bischofswiesen und Marktschellenberg.[51] Beides zusammen, der Nationalpark Berchtesgaden und das Nationalparkvorfeld wurden begrifflich zusammengefasst als „Alpenpark Berchtesgaden“, der mit einer Gebietsfläche von 467 km² in etwa die Fläche des Berchtesgadener Landes abdeckt.[52] (Nach anderen Quellen gehören seit 1978 auch bereits Teile der Stadt Bad Reichenhall und der Gemeinden Bayerisch Gmain und Schneizlreuth zum Alpenpark Berchtesgaden, der auch als Biosphärenreservat Berchtesgaden bezeichnet wurde.)[53] Der Alpenpark Berchtesgaden wurde am 20. November 1990 von der UNESCO das Prädikat „UNESCO Biosphärenreservat“ verliehen.[54]

Seit 2010 ist der Alpenpark Berchtesgaden Teil der „Biosphärenregion Berchtesgadener Land“, deren Fläche mit insgesamt 840 km² nunmehr den ganzen Landkreis Berchtesgadener Land einschließt.

Für die Schutzgebiete bzw. deren Erweiterungen musste jeweils im Vorfeld auf zum Teil heftige Proteste der einheimischen Bevölkerung eingegangen werden, die wirtschaftliche Einbußen und Einschränkungen befürchtete.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Früh- beziehungsweise Vorgeschichte der Region um Berchtesgaden existieren lediglich Streufunde (vorwiegend Lochäxte) aus der Jungsteinzeit, die den Aufenthalt von Fischern und Jägern vor 4000 Jahren belegen.[55] Ein Münzfund aus der Latènezeit (5. bis 1. Jahrhundert vor Chr.) könnte auch durch Verschleppung erklärt werden, da bislang keine Siedlungsreste aus dieser Zeit nachgewiesen werden konnten.[56]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensgebung und Ersterwähnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühmittelalter gehörte das Gebiet des Berchtesgadener Landes zum baierischen Stammesherzogtum. Der einstige Salzburggau war in mehrere Grafschaften unterteilt, von denen eine Grafengaden war. Zu ihr gehörte das Berchtesgadener Waldgebiet, in dem im 10. und 11. Jahrhundert das edelfreie Geschlecht der Aribonen lebte.[57]

Der erste Teil des Namens „Berchtesgaden“ könnte sich entweder von der Perchta oder einem Siedler mit dem Namen Perther ableiten, der zweite Teil von Gaden,[58] einem umzäunten Wohnsitz. Nach Helm und Feulner könnte dieser Perther auch ein Aribone gewesen sein, der dort ein einstöckiges Haus beziehungsweise eine Jagdhütte unterhielt, in deren Nähe auch einige Hütten für Dienstleute standen.[59]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Berchtesgaden im Jahre 1102. Seiner Gründung war vermutlich im Frühjahr 1101,[60] womöglich aber auch schon weit früher ein Gelübde der Gräfin Irmgard von Sulzbach vorangegangen, das sie zur Initiative gebenden Mitstifterin des Augustiner-Chorherrenstifts Berchtesgaden werden ließ. Der Legende nach wollte sie als Dank für die Errettung ihres Ehemannes Graf Gebhard II. von Sulzbach nach einem Jagdunfall bei dem Felsen, auf dem jetzt die Berchtesgadener Stiftskirche steht, ein Kloster stiften.

Gründung des Klosterstifts Berchtesgaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berengar I. von Sulzbach († 1125) mit Jagdfalke und Wappen im Kloster Kastl

Berengar I. von Sulzbach, ein enger Vertrauter Kaiser Heinrichs V. und Anhänger eines kirchlichen Reformkreises (→ Siehe auch: Hirsauer Reform),[61] begann schon bald nach dem Tod seiner Mutter Irmgard am 14. Juni 1101 ihr Gelübde in die Tat umzusetzen. Er gründete das Berchtesgadener Klosterstift und ernannte den Kanoniker Eberwin zum Stiftspropst. Unter dessen Führung entsandte er drei Augustiner-Chorherren und vier Laienbrüder aus dem Kloster Rottenbuch nach Berchtesgaden. Gemeinsam mit seinem Halbbruder Kuno von Horburg-Lechsgemünd setzte sich Berengar I. anschließend für die päpstliche Bestätigung der Klostergründung ein. Vermutlich 1102 (spätestens 1105) reiste Kuno von Horburg im Auftrag Berengars II. zusammen mit Eberwin nach Rom.[62] Papst Paschalis II. hatte „sehr wahrscheinlich“ am 7. April 1102 das gräfliche Eigenkloster berthercatmen[63] unter seinen Schutz gestellt[60][64] und dieses „Privileg“ Berengar I. und Kuno von Horburg schriftlich bestätigt.[65]

1107/09 wurden Eberwin und seine Mönche zwar für das ebenfalls von Berengar gegründete Kloster Baumburg im Norden des heutigen Landkreises Traunstein abgezogen,[66] sie kehrten aber ca. 1116 (lt. Helm zwischen 1106 und 1112,[67] lt. Feulner vermutlich um 1116,[68] laut Albrecht und Weinfurter zwischen 1116 und Mitte 1119[69][70]) nach Berchtesgaden zurück, das nun besser ausgestattet war und womöglich auch bereits auf erste Salzquellen Zugriff hatte. Der Stiftspropst veranlasste die ersten größeren Rodungen sowie den Bau der Stiftskirche,[71][72] und die Augustiner-Chorherren ließen sich endgültig dort nieder.[69] Zeitgleich wurde im Nonntal unterhalb des Locksteins, wie nach dem Verständnis der Augustiner im frühen 12. Jahrhundert üblich,[73] ein Augustinerinnen-Frauenkloster eingerichtet, und erst 1564, weil bedeutungslos geworden und bereits nahezu verwaist, von Fürstpropst Wolfgang II. Griesstätter zu Haslach wieder aufgelöst.[74]

Zwischen 1125 und 1136 wurde der erste Gründungsbericht des Klosterstifts Berchtesgaden in der Fundatio monasterii Berchtesgadensis niedergelegt, die Historiker als Primärquelle für den in diesem Artikelabschnitt behandelten Zeitraum nutzen.[75]

Bezeugt und angebahnt durch Graf Gebhard III. von Sulzbach,[76] dem Sohn und Nachfolger Berengars I., und von Propst Heinrich I. (1151–1174) mit ausgehandelt, bestätigte Kaiser Friedrich Barbarossa im Freiheitsbrief von 1156 dem Klosterstift das Recht, seine Vögte zu wählen und ggf. auch abzuwählen[77] sowie Bestandsschutz für die Gebietsgröße des Stifts,[77] das inzwischen als kleines geistliches Territorium in das baierische Stammesherzogtum eingebunden war. Ferner gewährte er dem Klosterstift mit dieser Goldenen Bulle die Forsthoheit. Die in dem kaiserlichen Privileg enthaltenen Garantien, die darüber hinaus 1180 mit einer nachträglich erweiterten Verfälschung (Verunechtung) der Urkunde um die Schürffreiheit auf Salz und Metall (Salzregal) erweitert wurde,[78] sorgten für einen ersten wirtschaftlichen Aufschwung – und gleich nach dem Tod des Kaisers 1190 für erste Überfälle auf das Berchtesgadener Land. Die „Salzirrungen“ sollten sich über Jahrhunderte hinziehen, denn die Salzburger Erzbischöfe, beginnend mit Adalbert III., sahen im Salzabbau Berchtesgadens eine Konkurrenz für das Salzbergwerk in Dürrnberg und der seinerzeit noch salzburgischen Saline in Reichenhall. Die Pröpste suchten sich u. a. mit Befestigungsanlagen abzusichern, von denen am Pass nach Reichenhall der Hallthurm (1194), am Hangenden Stein an der Grenze zu Salzburg der 1252 erstmals urkundlich erwähnte Schellenberger Turm als weiterer Wehr- bzw. Passturm zum Schutz der Salzlieferungen übriggeblieben sind.[79]

Hohe Gerichtsbarkeit und „Landesherrlichkeit“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1194 erlangte die Propstei einen „enormen Machtzuwachs“ dank einer Urkunde, die als „Magna Charta der Berchtesgadener Landeshoheit“ bezeichnet wurde. Darin verfügte der Kaiser Heinrich VI., dass Propst Wernher I. und seine ihm nachfolgenden Stiftspröpste als Landes- und Gerichtsherren nicht nur die niedere, sondern auch die hohe Gerichtsbarkeit durch einen Vogt ihrer Wahl ausüben lassen konnten.[81] Alle Rodungsgebiete und deren Bauern waren nun von jeder Landrichter- und Grafengewalt befreit und unterstanden allein den Stiftspröpsten.[82]

1209 wurde das Recht der freien Jurisdiktion über alle Laien innerhalb seines Immunitätsgebietes auch durch Papst Innozenz III. bestätigt. Papst Alexander IV. bestätigte ebenfalls diese Privilegien, ging 1255 aber noch einen Schritt weiter – er infulierte Propst Heinrich III. und gewährte damit zugleich auch den nachfolgenden Pröpsten „für alle Zeiten“ das Tragen der Insignien Mitra, Ring und Sandalen, was sie nahezu den Bischöfen gleichstellte.[83] Allerdings blieben sie im seelsorgerischen Bereich (Spiritualien) nach wie vor dem Salzburger Erzbischof als Ordinarius unterstellt. Erst 1455 gelang es dem Stift, sich von der Metropolitangewalt Salzburgs zu befreien; sie waren danach in geistlichen Dingen allein dem Papst unterstellt.[83][84]

Blick auf Berchtesgaden mit Stifts- und St.-Andreas-Kirche, dahinter das Watzmannmassiv

Berchtesgaden als zentraler Hauptort der Propstei war bereits 1201 zur Pfarrei erhoben, die alsbald mit Filialen in Ramsau, Grafengaden und Schellenberg erweitert wurde. Nachdem in Schellenberg ebenfalls eine Saline und 1286 ein von einem „Hallinger“ (salinarius) geleitetes Salzamt eingerichtet worden war, entwickelte sich Schellenberg zum zweiten Hauptort und erhielt vermutlich ebenfalls bald die Marktrechte;[85][86] ein erster fürstlich ernannter Marktrichter ist jedoch erst für 1334 nachweisbar. Die ersten „Hallinger“ waren noch Laien, im ausgehenden Mittelalter jedoch hatte sich dieses Salzamt als wichtigster Verwaltungsposten der Propstei entwickelt und wurde aus den Reihen der Chorherren besetzt.[87][88]

1294 manifestierte sich unter Propst Johann Sax von Saxenau, später Bischof von Brixen, die weltliche Eigenständigkeit der Stiftspropstei durch die Erlangung der Blutgerichtsbarkeit für schwere Vergehen. Mit dieser „Ausbildung der Landesherrlichkeit“ wurde wenig später im Jahr 1306 das Gebiet der Stiftspropstei Berchtesgaden auch als „lant ze berthersgadem“ bezeichnet.[89]

Nach neuerlichen Salzirrungen zwischen dem Klosterstift und dem Erzbistum Salzburg, zuletzt 1332, sagte der Salzburger Erzbischof Friedrich III. dem Propst Konrad Tanner zu, dass Erzeugung und Ausfuhr des Schellenberger Salzes durch das Gebiet des Erzstifts ungehindert vor sich gehen dürfe.[90]

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erhebung zur Reichsprälatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als das Klosterstift 1380 zum Zepterlehen und damit zur Reichsprälatur aufstieg, waren die Berchtesgadener Stiftspröpste fortan mit Sitz und Stimme im Reichstag vertreten und den Reichsprälaten gleichgestellt.

Die Chorherren lebten jedoch in großem Luxus, so dass selbst die reichen Erträge des Klosterstifts für ihre Ausgaben nicht ausreichten. Die Schuldenlast erreichte eine „phantastische Höhe“,[67] das Land verarmte zusehends. Dem suchte Propst Ulrich I. Wulp bereits bei seinem Amtsantritt im Jahr 1377 mit einem „Landbrief“ zu begegnen, indem er seinen leibeigenen Untertanen die Güter und Lehen des Stifts vererbbar zum Kauf anbot. Obwohl davon ausgiebig Gebrauch gemacht wurde, konnten die Finanzen nicht saniert werden.[67] Als Wulp auch die Ausgaben des Stifts reduzieren und den Ordensregeln wieder zu mehr Geltung verhelfen wollte, stießen diese Reformbestrebungen bei einem Teil der Augustiner-Chorherren auf heftigen Widerstand. 1382 kam es zum Schisma und Erzbischof Pilgrim II. von Puchheim ließ den Konvent seinen Vertrauensmann Sieghard Waller als neuen Propst wählen. Dieser wurde aber von Wulp nicht anerkannt; das „kleine“ Schisma in Berchtesgaden währte zwei Jahre[91] und führte zu einem Kampf zwischen Bayernherzog Friedrich und dem Salzburger Erzbischof, der erst den Passturm vor Schellenberg und schließlich auch Berchtesgaden besetzte.[92] Nach Vermittlung des Bischofs von Freising, Berthold von Wehingen, endeten diese Kämpfe und das Schisma 1384 in einem Kompromiss, nach dem Ulrich I. Wulp und Sieghard Waller als Pröpste bestätigt und dann gleichzeitig abgesetzt wurden.[93]

Bereits seit der Einsetzung des ersten Stiftspropsts Eberwin wegen gegenseitiger Gebietsansprüche im Konflikt,[94] vermochte das nahe Erzbistum Salzburg sich als Gläubiger der Stiftspropstei erst die Schellenberger Saline als Pfand und von 1393 bis 1404 die lukrativen Ländereien der Stiftspropstei schließlich ganz zu inkorporieren.[67]

Schuldenabbau und Wiederherstellung der Eigenständigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Propst Gregor Rainer (Grabdenkmal)

Als Peter II. Pinzenauer 1404 sein Amt als wieder eigenständiger Propst des Klosterstifts antrat, ging es ihm und seinen Nachfolgern vor allem darum, die Schulden abzutragen – nicht zuletzt auch an Salzburg – und „sein Stift wieder in die Höhe zu bringen.“[95]

Unter dem von 1446 bis 1473 amtierenden Propst Bernhard II. Leoprechtinger waren die Schulden bereits knapp zur Hälfte getilgt und 1449 wurde das zwar nach wie vor an Salzburg verpfändete Schellenberg mit seiner Saline wieder in die Verwaltung des Klosterstifts überführt. Ihm gelang es auch, die Propstei ab 1455 von der „Metropolitangewalt“ des Fürsterzbistums Salzburg zu befreien und sie damit in geistlichen Dingen (Spiritualien) dem Papst direkt zu unterstellen.[83][96]

Da die Verpfändungen nicht ausreichten, verkaufte Erasmus Pretschlaiffer in seiner Amtszeit von 1473 bis 1486 auswärtige Stiftsgüter und begann von den Berchtesgadener Bauern hohe Steuern zu erheben. Darin wurde er auch zum Vorbild für die Pröpste Ulrich II. Pernauer und Balthasar Hirschauer. Gegen Hirschauers Steuererhebungen legten die Bauern Beschwerde beim kaiserlichen Hofgericht in Innsbruck ein. Zwar wurden ihre Forderungen durch den beauftragten Hauptmann von Kufstein, Richard Degen Fuchs von Fuchsberg, mit einem Brief von 1506 abgewiesen, doch das bei diesem Rechtsstreit geschlossene Auftreten der „Untertanenschaft“ verlieh dem „Fuchsbrief“ den Charakter eines rechtsverbindlichen Vertrags in Schriftform zwischen Herrschaft und „Landschaft“.

In die Regierungszeiten Balthasar Hirschauers und Gregor Rainers fiel der Höhepunkt eines wirtschaftlichen Aufschwungs des Berchtesgadener Landes.[97] Die Vertriebszahlen der Berchtesgadener War hatten ihren höchsten Stand erreicht; Berchtesgadener Holzwarenverleger gab es in Antwerpen, Cádiz, Genua, Venedig und Nürnberg.[98][99] Neben Bauaufträgen für die Kirchen Pfarrkirche St. Andreas, Stiftskirche und Franziskanerkirche,[100][83] ließ Gregor Rainer 1512 für die Ramsauer Gnotschaftsbezirke die Kirche St. Sebastian errichten und sie von Berchtesgaden aus seelsorgerisch betreuen.[101] Wirtschaftlich am bedeutendsten waren jedoch Rainers Erkundungen einer Salzabbaumöglichkeit in unmittelbarer Nähe seines Regierungssitzes. Sie fanden 1517 mit dem Anschlagen des Petersberg-Stollens und der Gründung des bis heute ertragreichen Salzbergwerks Berchtesgaden ihren erfolgreichen Abschluss[97][102]

Mit Beginn seiner Regentschaft wurden ihm auch als erstem Berchtesgadener Stiftspropst die „Ausschreibungen“ zu Kreis- und Reichstagen zugestellt.[97] Demgegenüber standen aber auch kostenintensive Verpflichtungen wegen seines Ranges als Reichsprälat. Nach dem Reichsmatrikel des Reichstags zu Worms 1521 hatte er als erster Berchtesgadener Regent zwei Mann zu Pferd und 34 Mann zu Fuß bereitzustellen. (Zum Vergleich: Die Aufgebote Bayerns und Salzburgs umfassten jeweils 60 Ritter und 272 Fußsoldaten.)[103][104] Zehn Jahre später waren schon doppelt so viele Landsknechte vorzuhalten.[105] Dennoch war es Rainer gelungen, viele Schulden des Klosterstifts zu tilgen.[97]

Bauernkrieg und erste Handwerksordnungen mit Gesetzeskraft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Propst Wolfgang Lenberger (Grabdenkmal)

Die Amtszeit von Wolfgang I. Lenberger (1523 bis 1541) war bestimmt vom Großen Salzburger bzw. Deutschen Bauernkrieg.[106] Im Zuge dieses Bauernaufstandes kam es auch im Klosterstift zu Plünderungen. Urkunden und Schriften wurden zerfetzt und die im Graf-Wicka-Weiher auf Anweisung Lenbergers in Fässern versteckten Kostbarkeiten wurden zur willkommenen Beute der Aufrührer.[107]

Nach dem Bauernkrieg widmete sich Lenberger der inneren Verwaltung der Stiftspropstei und erließ 1529 eine schriftliche Waldordnung und für die Holzhandwerker-Zunft (Sebastiani-Bruderschaft) eine Handwerksordnung mit Gesetzeskraft.[108] Wer dieser Zunft beitreten wollte, bedurfte der Zustimmung des Propstes und des Zunftmeisters. Den Verlegern beziehungsweise den Aufkäufern der Berchtesgadener War war es verboten, Fertigwaren mit Rohmaterial oder Naturalien zu bezahlen.[109]

Erhebung zur Fürstpropstei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fürstpropstei Berchtesgaden und Umgebung (Nord-Ost), zusammengesetzt aus zwei Kartenausschnitten bzw. Holzschnitten von Philipp Apian aus dem Jahr 1568

Im Jahr 1559 wurde unter der Regentschaft von Kaiser Ferdinand I. Wolfgang Griesstätter zu Haslach zum Fürstpropst und das Stift zur Fürstpropstei erhoben. Griesstätter und seine Nachfolger saßen nunmehr als gefürstete Vertreter des kleinsten Fürstentums und der einzigen Fürstpropstei des Bayerischen Reichskreises in den Reichstagen und nahmen bis in das 17. Jahrhundert auch an den Salzburger Landtagen teil.

Nachdem in Bischofswiesen an der Tann eine Salzquelle und an der Gmündbrücke Steinsalz entdeckt worden war, schloss Griesstätter mit Herzog Albrecht von Bayern im Jahr 1555 einen für das Berchtesgadener Land vorteilhaften Vertrag. Danach sollte alles im Berchtesgadener Land abgebaute Salz zu einem festen Preis ausschließlich an Bayern gehen. Damit war der Absatz des Salzes auf lange Zeit gesichert – auch gegen die Bestrebungen des Fürsterzbistums Salzburg.[110]

1556 war auch das Jahr, in dem Griesstätter den Rest der seit 167 Jahren bestehenden Schuldenlast an Salzburg zu tilgen und damit Schellenberg aus der Salzburger Pfandschaft zu lösen vermochte. Der Vertrag unter Mitwirkung des Bischofs von Eichstätt ist als Eichstätter Kompromiss bekannt und war auch als Friedensvertrag mit Salzburg zu verstehen.[111] Dennoch hatte Griesstätter finanzielle Sorgen, war er doch als Reichsfürst nach wie vor verpflichtet, einen nicht geringen Beitrag zur Rüstung und zur Türkensteuer zu leisten.[103]

Reformation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 16. Jahrhundert fand die Lehre Martin Luthers auch im Berchtesgadener Land eine wachsende Anhängerschaft, deren Schicksal sehr eng mit Ereignissen im Fürsterzbistum Salzburg verknüpft war.[112] Um 1521 trat Jacob Strauß als evangelischer Prediger in Berchtesgaden auf, begleitet von Christoph Söll, einem „Gesellpriester“ und späteren Straßburger Prediger, der dem Stift Berchtesgaden angehört hatte.[113] Zudem verbreiteten einheimische Salz- und Holzhändler verbreiteten reformatorische Gedanken und Schriften, mit denen sie auf ihren Reisen in die protestantischen Städte Augsburg, Nürnberg und Regensburg in Berührung gekommen waren.[29]

Während im Bistum Salzburg bereits zu Beginn der Reformationszeit unter dem Erzbischof Matthäus Lang die Verfolgungen der Protestanten eingesetzt hatten, setzte die Fürstpropstei diesen Entwicklungen auf ihrem Herrschaftsgebiet vorerst nichts oder nur wenig entgegen.[112] Der nach „Visitationen“ des Öfteren mit Geldstrafen belegte Besitz lutherischer Schriften und die 1572 durch Fürstpropst Jakob Pütrich veranlasste erste Vertreibung von Protestanten am Dürrnberg vermochte der Ausbreitung der neuen Lehre keinen Abbruch zu tun. Sie fand zuerst in den Gnotschaften Au, Scheffau, Schellenberg und Gern, etwas später auch in Bischofswiesen und vereinzelt „sogar“ in Schönau und Ramsau ihre Anhänger.[29][30]

Unter kurkölnischer Administration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ferdinand von Bayern als Erzbischof von Köln

1587 machte der neu gewählte Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau einen neuen Versuch, seinem Bistum Salzburg das Berchtesgadener Land samt seinen Pfründen einzuverleiben. Deshalb suchte Fürstpropst Jakob Pütrich (1567–1594) Unterstützung bei dem noch jungen Prinzen Ferdinand von Bayern, setzte 1591 den erst zwölfjährigen Ferdinand als Koadjutor durch, worauf dessen Vater Herzog Wilhelm V. die Truppen des Erzbischofs aus dem zukünftigen Besitz seines Sohnes vertrieb. Infolgedessen kam nach dem Tode Pütrichs die Fürstpropstei Berchtesgaden vereinbarungsgemäß in dessen kurkölnische Administration.[114][115]

Die Fürstpropstei unterstand somit von 1594 bis 1723 der Obhut des bayerischen Hauses Wittelsbach, das als erster von drei Regenten Ferdinand von Bayern mehr als 50 Jahre vertrat. Als Kurfürst und Erzbischof von Köln konnte sich Ferdinand jedoch nur wenig um die Belange der Fürstpropstei kümmern.[114]

In Ferdinands Regierungszeit fielen ein weiterer Versuch des Erzbistums Salzburg, sich die Fürstpropstei Berchtesgaden einzuverleiben, der 1611 im Ochsenkrieg eskalierte sowie der Dreißigjährige Krieg (1618–1648), in dem Berchtesgaden von Zerstörungen verschont blieb. Es musste dafür aber wiederholt größere Zahlungen leisten, um die kriegsbedingten Schäden in Köln beheben zu können.[116] Im Spanischen Erbfolgekrieg besetzten hingegen österreichische Truppen 1704 die von Joseph Clemens von Bayern regierte Fürstpropstei.[117]

Wiederherstellung der Eigenständigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stift war wegen der nur seltenen Anwesenheit der kurkölnischen Administratoren, insbesondere aber zuletzt unter Joseph Clemens von Bayern „auf eine abschüssige Bahn geraten“. Sein Nachfolger hatte einen Schuldenstand von 120.000 Gulden zu übernehmen. Diese Schulden beruhten wie schon zuvor dem luxuriösen und „unwürdigen“ Lebenswandel der Augustiner-Chorherren.[118] Zum Bruch kam es erst, als Joseph Clemens von Bayern den Stiftsdekan Julius Heinrich von Rehlingen-Radau wegen seines und seiner Mit-Kapitulare ruchbar gewordenen lockeren Lebenswandels aus der Berchtesgadener Regierung ausschloss. Als er zudem auf mehr geistliche Zucht (disciplinam religiosam) des ganzen Stifts bestand, beschloss das Kapitel wegen seines verbrieften Rechts auf freie Wahl künftig keinen Auswärtigen und vor allem keinen Wittelsbacher Prinzen mehr zu ihrem Regenten zu wählen. Von Rehlingen wurde erst zum Koadjutor und nach dem Tode von Joseph Clemens 1723 zum Fürstpropst gewählt,[118] nach dem Grundsatz: „dem heiligen Geist, nicht mehr dem Geist des bayerischen Hofes folgend“. Daraufhin stellte das gekränkte Bayern die Getreideausfuhr nach Berchtesgaden ein und minderte den Salzpreis. Als von Rehlingen im Gegenzug erklärte, dass er lieber das Salzbergwerk Berchtesgaden schließe als weiterhin im Preis gedrückt zu werden, lenkte Bayern jedoch wieder ein.[119]

Gegenreformation, Vertreibungen und Emigration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Empfang der ein Jahr vor den Berchtesgadenern vertriebenen Salzburger Protestanten in Berlin am 30. April 1732

Nach der brutalen, sehr kurzfristig anberaumten Vertreibung von etwa 21.000 Salzburger und Dürrnberger Protestanten in den Jahren 1731/32[112] bemühten sich die Berchtesgadener Protestanten um Aufnahme in ein protestantisch regiertes Land. Gestützt durch das innerhalb des Regensburger Reichstags anerkannte Corpus Evangelicorum hatten 2000 Einwohner des Berchtesgadener Landes den Mut, sich öffentlich zur protestantischen Konfession zu bekennen und im September 1732 um ihre Ausreise zu bitten.[120]

Der gerade erst zum Fürstpropst gewählte Cajetan Anton Notthafft von Weißenstein sah sich noch vor seiner Amtseinsetzung von einem Aufstand bedroht und erließ deshalb – wie schon ein Jahr zuvor der Salzburger Erzbischof Leopold Anton von Firmian – am 26. Oktober 1732 ein Emigrationspatent. Danach mussten binnen dreier Monate – eine Frist, die jedoch aufgrund des herannahenden Winters bis in den April verlängert wurde – alle Protestanten Berchtesgaden verlassen.[29] Gekoppelt wurde dieses Dekret an die Bezahlung von fünf Gulden für den Freikauf aus der Leibeigenschaft sowie an die Forderung, nach Ungarn zu ziehen. Letzteres sollte verhindern, dass die Holzhandwerker in ihrer neuen Heimat eine Konkurrenz bildeten. Diese Forderung wurde aber nach heftigen Protesten der Ausreisewilligen auf ein Ansiedlungsverbot in Nürnberg geändert.[38] Kurhannover und Preußen entrichteten als einzige bereitwillig die Gebühr von fünf Gulden für die Unvermögenden unter den Protestanten und bildeten so die Schwerpunkte für deren Neuansiedelung. Im April 1733 machten sich die Berchtesgadener aus den verschiedenen Gnotschaften auf den Weg nach Ostpreußen und Kurhannover.[120] Insgesamt verließen damals mehr als 1100 von etwa 9000 Einwohnern die Fürstpropstei.[38][39] Ihr Besitz wurde vom Stift eingezogen und verkauft, der Erlös floss in eine so genannte Emigrantenkasse.[121] Nicht wenige der Emigranten, auch Exulanten genannt,[122] kamen in der Fremde zu Wohlstand und Vermögen. Gerade auch dank den Fertigkeiten der einstigen Schnitzer und Drechsler der Berchtesgadener War, die später meist doch trotz ihres geleisteten Schwurs dahin zogen, nahm die Nürnberger Spielwarenindustrie einen großen Aufschwung.[123]

In den folgenden Jahren taten sich besonders die Berchtesgadener Franziskanermönche als Re-Missionare hervor. Im Jahr 1788 hieß es dann, dass „jeder Schatten von verdächtigem Glauben“ aus dem Fürstpropsttum verschwunden sei.[29] Doch auch die Wirtschaftskraft war stark geschwächt, die Einkünfte, insbesondere im Holzhandwerk, gingen zurück.[124] Ludwig Ganghofer hat diese Thematik in seinem Roman Das große Jagen verarbeitet.

Ende der Fürstpropstei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joseph Konrad von Schroffenberg-Mös als letzter Fürstpropst hatte von seinen Vorgängern wieder eine hohe Schuldenlast hinterlassen bekommen und suchte die Wirtschaftskraft der Fürstpropstei zu erhöhen. Insbesondere seine Sparsamkeit am eigenen Hofe wurde von den Einwohnern des Berchtesgadener Landes sehr geschätzt. Seine Bemühungen wurden jedoch in den Jahren 1786 und 1787 durch Überschwemmungen der Salinen Schellenberg und Frauenreut sowie den dadurch zum Teil gänzlich zerstörten Triftanlagen und Wasserklausen wieder nahezu zunichtegemacht.[125] Trotzdem nahm er sich erfolgreich des Bildungswesens mit seinen Winter- und Winkelschulen an und ließ 1792 eine erste Hauptschule bzw. Normalschule und 1793 eine Baumwoll-Spinnschule einrichten.[126] Unter ihm verbesserten sich auch die Beziehungen zu Bayern wieder. Um das Land auf wirtschaftlich gesicherte Beine zu stellen, schloss er mit Bayern am 28. April 1795 einen Vertrag, wonach Bayern gegen Zahlung von jährlich 50.000 Gulden und 200 Gulden für jeden Kapitular alle Berchtesgadener Salinen überlassen wurden.[125] Im Vorfeld maßgeblich an diesem Vertrag beteiligt war Joseph von Utzschneider, der im Anschluss daran zum ersten Administrator des im Schloss Adelsheim neu eingerichteten Kurfürstlichen Hauptsalzamts Berchtesgaden ernannt wurde.[127]

Infolge der durch die Säkularisation bedingten politischen Umwälzungen verlor Schroffenberg seinen Herrschaftsbereich als Fürstpropst und als Fürstbischof von Freising und Regensburg. Die Fürstpropstei Berchtesgaden kam 1803 zum Herzogtum Salzburg, so dass er letzter Fürstpropst des bis dahin eigenständigen Lentells Berchtesgaden war.[125]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Säkularisation, Anschluss an Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1850 u. 1918 genutzte Siegelmarke

Mit der Säkularisation und dem damit verbundenen Ende der pröpstlichen Herrschaft im Jahre 1803 war das neugegründete Kurfürstentum Salzburg Herr über das Berchtesgadener Land, nach dem Frieden von Pressburg 1805 das Kaiserreich Österreich und 1809 für kurze Zeit Frankreich unter Napoleon. Mit der Neuordnung Europas 1810 kam es zusammen mit Salzburg zum Königreich Bayern und verblieb dort, anders als Salzburg, das 1816 wieder zu Österreich überging.[128]

Nach seiner Einverleibung in das Königreich Bayern wurde das Berchtesgadener Land von einem Landgericht verwaltet, allerdings nur noch von einem Bayerischen Landgericht II. Klasse.[129] Seinen Sitz hatte es in der vormals fürstpröpstlichen Residenz (heute: „Königliches Schloss Berchtesgaden“), der erst 1828 in ein anderes Gebäude verlegt wurde.[129]

Bis 1817 war das Landgericht Berchtesgaden dem Salzachkreis, anschließend dem Isarkreis und ab 1837 dem bis heute bestehenden Regierungsbezirk Oberbayern angegliedert. 1862 kam es zu einer Trennung von Justiz und Verwaltung, und die Aufgaben der Landgerichte wurden geteilt in Amtsgericht und Bezirksamt.[129]

Das Bezirksamt Berchtesgaden wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Bad Reichenhall und Berchtesgaden neu gebildet.[130] Es umfasste bis 1905 insgesamt 24 Gemeinden. Bis zu seinem Übergang in den Landkreis Berchtesgaden ab 1939 reduzierte sich deren Anzahl durch Zusammenschlüsse und Eingemeindungen auf 19 Gemeinden. Bereits mit dem Zusammenschluss der Landgerichte stand das Berchtesgadener Land also nicht mehr für sich allen, sondern wurde Teil einer erweiterten politischen Verwaltungseinheit, von der die Stadt Bad Reichenhall von 1929 bis 1940 und von 1948 bis 1972 als kreisfreie Stadt ausgenommen war.[131]

Bahnanbindung und erster Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bayerischen Könige nutzten Berchtesgaden seit seiner Zugehörigkeit zu Bayern als Sommerresidenz und bauten das Chorherrenstift zu einem königlichen Schloss aus. Insbesondere Prinzregent Luitpold von Bayern (1821–1912), der jeden Herbst zum Jagen kam, war bei den Einheimischen als Gönner und Wohltäter sehr beliebt.

Nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und der Anbindung an das Eisenbahnnetz mit dem 1888 eröffneten Bahnhof Berchtesgaden entwickelte sich der Fremdenverkehr mit rapide steigenden Gästezahlen. Auch zahlreiche Industrielle sowie Künstler und Schriftsteller besuchten Berchtesgaden und seine Umgebung. Bei den Malern waren der Ort, die direkte Umgebung und der Blick auf das Watzmann-Massiv als Motive beliebt. Carl Rottmann hatte bereits in den 1820ern Gemälde der Berchtesgadener Alpen geschaffen; siehe auch das davon inspirierte Watzmann-Gemälde (1824/25) von Caspar David Friedrich. Stammgäste waren unter anderen Ludwig Ganghofer, der eine ganze Reihe seiner Romane im Berchtesgadener Land spielen ließ, sowie die norwegischen Schriftsteller Jonas Lie und Henrik Ibsen.

Nachdem das Holzhandwerk beziehungsweise der Vertrieb von Berchtesgadener War an Bedeutung verloren hatte, begann sich neben dem Salzabbau der Tourismus zu einer wichtigen Einnahmequelle zu entwickeln. Als erstes Quartier für zahlende Gäste eröffnete Mauritia Mayer 1877 die Pension Moritz auf dem Obersalzberg, in der sich Jahrzehnte später, noch vor seiner Machtergreifung, auch Adolf Hitler mehrere Male aufgehalten hat.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hitler empfängt Chamberlain auf dem Berghof, Vorbereitung des Münchener Abkommens

Nach der Machtergreifung erklärte das Regime den Obersalzberg, heute ein Ortsteil Berchtesgadens, zum Führersperrgebiet mit dem Berghof im Zentrum, auf dem auch viele Staatsgäste empfangen wurden. Das Kehlsteinhaus und der überdimensionierte Bahnhof Berchtesgadens sind weitere Zeugnisse nationalsozialistisch geprägter Architektur. Die weitreichenden Baumaßnahmen in Obersalzberg wie auch die 1937 im benachbarten Bischofswiesener Ortsteil Stanggaß eingerichtete Reichskanzlei Dienststelle Berchtesgaden als zweiter Regierungssitz des Deutschen Reiches waren meist mit dem Namen Berchtesgaden verbunden. Das als Berchtesgadener Abkommen bekannt gewordene Abkommen vom 12. Februar 1938 zwischen dem Deutschen Reich und dem Bundesstaat Österreich war unter Druck zustande gekommen und hatte eine Reihe von Maßnahmen zur Begünstigung der österreichischen Nationalsozialisten festgeschrieben.

Trotz der politischen Symbolwirkung Berchtesgadens beschränkte sich der Luftangriff am 25. April 1945 auf den Obersalzberg. Davon abgesehen erlitten Infrastruktur und Gebäude des Berchtesgadener Landes nahezu keine Kriegsschäden. Der Abzug der bis dahin noch verbliebenen NS-Spitzen dürfte die Voraussetzung für die kampflose Übergabe an die Amerikaner gewesen sein. Bereits vor Kriegsende hatten sich die Amerikaner Berchtesgaden als einen ihrer Stützpunkte ausbedungen und unterhielten ihn dann bis 1996.

Sichtbares Zeichen einer kritischen Reflexion der Zeit des Nationalsozialismus in Berchtesgaden wurde nach dem Abzug der Amerikaner und gegen den anfänglichen Widerstand verschiedener Lokalpolitiker die 1999 eröffnete Dokumentation Obersalzberg.

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramablick vom Kehlsteinhaus auf Berchtesgaden

Als Folge des Krieges nahm die Gemeinden des Berchtesgadener Landes Flüchtlinge aus den Ostgebieten des ehemaligen Deutschen Reiches auf. Dadurch veränderte sich die Zusammensetzung der Bevölkerung deutlich. Die Heimatvertriebenen, insbesondere Deutschböhmen und Schlesier, konnten anfangs nur in ehemaligen Arbeiterbarackenlagern untergebracht werden. Sie lebten u. a. zum Teil bis in die 1960er-Jahre in Flüchtlingslagern wie dem Vockenbichl in der Oberau, das für die SS errichtet worden und dann von der US-Army belegt war,[132] oder sie wurden in Privathäuser und -wohnungen eingewiesen. Im Ortsteil Winkl von Bischofswiesen diente ein 1944 anfangs für die Wehrmacht aufgestelltes Barackenlager nach 1945 zur Unterbringung von deutschen Kriegsgefangenen, ab 1947 lebten in diesen Baracken 1.186, 1952 sogar 1.229 Flüchtlinge.[133] Ab 1958 waren die Flüchtlinge dann in neu gebauten Klein- und Familienwohnungen in Winkl selbst sowie in 48 neuen Wohnungseinheiten am Böcklweiher untergebracht.[133]

Die NS-Grundstücke gingen 1947 formell in das Eigentum des Freistaates Bayern über, jedoch nutzten die Amerikaner einen Großteil der Gebäude und des Geländes weiterhin. Sie richteten im unzerstörten Berchtesgaden ab 1953 eines der drei Armed Forces Recreation Center (AFRC) in Bayern ein.

Nach dem Krieg wies die Entwicklung der Gästeübernachtungen im Berchtesgadener Land erneut eine rapide steigende Tendenz auf. Allein in den fünf Wirtschaftsjahren von 1948/49 bis 1952/53 stiegen sie bei durchschnittlich siebentägiger Verweildauer nahezu um das Vierfache auf insgesamt 1.127.272 Übernachtungen an.[134]

Gerade zu Beginn der 1950er-Jahre wurden auch die seinerzeit noch existierenden Hinterlassenschaften des NS-Regimes am Obersalzberg zu einem Anziehungspunkt für Touristen. Als die Sprengung und Entsorgung der Ruinen einstiger Wohnhäuser, unter anderem von Adolf Hitler, anstanden, wurden heftige Proteste seitens der Berchtesgadener laut, die „darin ausschließlich ein wirtschaftliches Problem“, ja eine „Existenzfrage“ des Fremdenverkehrs sahen. Damit das Abtragen der Ruinen nicht zum Anlass „spontaner neofaschistischer Erinnerungs- oder Abschiedsveranstaltungen“ wurde, hatte Bayerns Innenminister Wilhelm Hoegner dort 30 Landpolizisten postieren lassen. Am Ende verbuchte es Landrat Jacob als Erfolg, dass das Kehlsteinhaus erhalten blieb.[135] Dabei war Berchtesgaden und der Obersalzberg keineswegs nur „Wallfahrtsstätte für Ewiggestrige“,[136] sondern gehört regelmäßig zum Besuchsprogramm amerikanischer Salzburg-Touristen, die sich weit weniger von den Zeugnissen der Vergangenheit als zum Beispiel vom Kehlsteinhaus-Panorama „überwältigen“ ließen.[137]

Verwaltungs- und Gebietsreform, Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Juli 1972 der Landkreis Berchtesgaden, der südliche Teil des Landkreises Laufen sowie die kreisfreie Stadt Bad Reichenhall zum neuen Landkreis Bad Reichenhall zusammengeschlossen. Am 1. Mai 1973 erhielt der Kreis seine heutige Bezeichnung „Landkreis Berchtesgadener Land“. (→ Siehe dazu auch eine sich nur allmählich damit verbindende Bedeutungserweiterung des Begriffs „Berchtesgadener Land“ im Abschnitt: (Geplante) Bedeutungserweiterungen des Begriffs)

Eine Bürgerinitiative beantragte 2004/2005 einen Bürgerentscheid mit dem Ziel, die fünf Gemeinden des Berchtesgadener Landes zu einer Großgemeinde zusammenzulegen. Lediglich in Berchtesgaden hatte der Bürgerentscheid mit über 60 Prozent Zustimmung Erfolg. In Schönau am Königssee und Bischofswiesen scheiterte er hingegen, so dass die Initiatoren auf Abstimmungen in Ramsau und Marktschellenberg verzichteten.

Zum Begriff „Berchtesgadener Land“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Herrschaftsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff „Berchtesgadener Land“ ist in seiner Bedeutung mehrfach aufgeladen, bezeichnet aber bislang stets die gleiche Region bzw. Landschaft – die Region wurde als „Staatsgebiet“ bzw. als zwar kleines, aber eigenständiges, reichsunmittelbares Herrschaftsgebiet (ab 1380 Zepterlehen bzw. Reichsprälatur Berchtesgaden, ab 1559 Fürstentum bzw. Fürstpropstei) auch als „Land Berchtesgaden“ oder nach seinem Hauptort mit dem Klosterstift als Residenz der regierenden Pröpste auch nur mit „Berchtesgaden“ bezeichnet. Nachfolgend dazu einige Zitate:

In einer Urkunde von 1306 findet sich für den Herrschaftsbereich des Klosterstifts Berchtesgaden erstmals die Kennzeichnung als Land:[138]

„Uz dem lant ze Berhthersgaden ze varn.“

In einem zeitgenössischen Bericht von einem Überfall des Bayernherzogs Friedrich von 1382 wird es als „Ländchen“ vorgestellt:[139]

„… als weilent hertzog fridreich von bayern in daz lenntel berchtesgaden viel, und sich deß unterwannt, und datz hayltum von dann fürt …“

Beide Zitate verweisen auf einen geschlossenen Rechtsraum mit eigenem Landrecht, eigener Landesherrschaft und eigener Landesverwaltung.[140] Aufgrund des Bedeutungswandels des Begriffs Landschaft wird aus einer ursprünglich eher administrativ-organisatorischen Benennung als Land, Landl, Ländchen bzw. Landtschaft – wie im nachfolgenden Zitat als Gegenüber der Landstände zur Bürgerschaft der Stadt Salzburg, aber auch zur Landesherrschaft – allmählich eine eigenständige Landschaftsbezeichnung. So heißt es in einem Schreiben während des Bauernkriegs 1526:[141]

„Es haben sich auch die stat Saltzburg samt der landtschafft Perchtesgaden dem Schwäbischen bunt zugesagt und willens tausend knecht dahin zu legen.“

1567 bezieht sich eine Polizei- und Marktordnung u. a. auf das landt Berchtesgaden.[142]

1792 spricht Lorenz Hübner davon, dass der sogenannte Hangende Stein, ein Felsen beim Passturm von Marktschellenberg, Salzburg vom Berchtesgadener Lande scheide.[143]

1796 in der Beschreibung des Erzstiftes und Reichsfürstenthums Salzburg[144] und 1797 im Geographisch statistisch-topographisches Lexikon von Baiern[145] ist vom Ländchen Berchtesgaden die Rede.

Für die Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Säkularisation von 1803 und der damit verbundenen Auflösung der Fürstpropstei Berchtesgaden bildete sich für dessen Territorium innerhalb des Berchtesgadener Beckens alsbald in der einschlägigen Literatur der Begriff „Berchtesgadener Land“ zur Kennzeichnung als Landschaft heraus – dazu nachfolgend einige Zitate und (ihre) Quellen:

Die Bayerische Landesbibliothek Online hält u. a. zwei historische Karten vor, die den Salzachkreis von 1809[146] sowie die „Baierische Monarchie“ von 1816[147] zeigen. In den erläuternden Kommentaren dazu ist jeweils vom „Berchtesgadener Land“ als Bayern zugehörig bzw. noch nicht zugehörig die Rede, und die Karten grenzen dessen Gebiet analog zu den Grenzen der aufgelösten Fürstpropstei eindeutig ein.[146][147]

1822 findet sich in der Allgemeinen Encyclopädie der Wissenschaften und Künste von Joseph Ernst von Koch-Sternfeld die Bezeichnung „Landschaft Berchtesgaden“.[148]

Die Zeitung für die elegante Welt vom 14. November 1837 eröffnet mit einem Text über das Berchtesgadner Ländchen. Friedrich Wilhelm Walther setzt in seiner Beschreibung der Salzburger Alpen von 1844 beim Begriff Königsseer Gebirge in Klammern hinzu „vormals politisch: Berchtesgadner Ländchen“[149] In diesem Sinne beschreibt auch Das grosse Conversations-Lexicon für die gebildeten Stände von 1845 das „Berchtesgadner Ländchen“ als „das alte Gebiet der gefürsteten Pröpste von Berchtesgaden“[150]

Franz Kobell spricht in seinem 1856 veröffentlichten Gedicht Die Urzeit der Erde vom „gemsenreichen Berchtesgadner-Land“.[151]

Alfred von Böhm und Gustav von Bezold verwenden 1868 bzw. 1869 in ihren Beschreibungen der Berchtesgadner Alpen die Begriffe „Berchtesgadner Land“ bzw. „Berchtesgadner Ländchen“ im Sinne einer Landschaftsbezeichnung.[152]

In seinem Buch Berchtesgaden und seine Umgebung schreibt Adolf Bühler ausführlich über das „Land Berchtesgaden“ oder „Berchtesgadnerlandl“ wie es laut ihm „in der Sprache des Volkes heisst“,[153] während H. Wille seinen Band von 1898 in der Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens gleich mit Im Berchtesgadner Landl[154] betitelt und dessen Gebietsgröße mit 7 ¼ Quadratmeilen bestimmt.

Noch bis zur Gebietsreform von 1972, als der bereits ein größeres Gebiet umfassende Landkreis Berchtesgaden in den noch größeren Landkreis Berchtesgadener Land aufging, war völlig unstrittig, dass z. B. die seinerzeit kreisfreie Stadt Bad Reichenhall nicht zum „Berchtesgadener Land“ bzw. zu „Berchtesgaden“ gehörte. Und dass bei der Bildung des neuen Landkreises Berchtesgadener Land erst noch – und für lange Zeit – regionale Konkurrenzen untereinander aufrechterhalten blieben, beweist auch die bis April 1973 währende Erstbezeichnung des Landkreises mit „Landkreis Bad Reichenhall“. Der Landschaftsbegriff blieb somit auch nach der Gebietsreform eindeutig determiniert als „jene alpine Hochgebirgslandschaft, die das [identische] Gebiet des heutigen Alpen- und Nationalparks Berchtesgaden umfasst“.[155][156][157]

So schrieb auch der einstige Ministerpräsident Franz Josef Strauß 1985 anlässlich der Feier Berchtesgaden 175 Jahre bairisch vom „Berchtesgadener Land“ als einem Gebiet, welches 1810 „das bisherige bayerische Staatsgebiet auf harmonische Weise ergänzte und abrundete.“[158]

Und Günter Kampfhammer stellte noch 1992 lapidar fest:[159]

„Das Berchtesgadener Land (lassen wir uns durch die irritierende Landkreisbezeichnung im Zug der Gebietsreform nicht verunsichern!) ist die Bezeichnung des Territoriums des ehemaligen Hochstiftes Berchtesgaden. Der Gebietsumfang des Territoriums ist deshalb exakt zu bestimmen.“

(Geplante) Bedeutungserweiterungen des Begriffs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ganz allmählich und, abgesehen vom Kreistag, erst Jahrzehnte später auch institutionell erkennbar, kam es in Teilen zu einer Bedeutungserweiterung des Begriffs, die sich neben der hier definierten Landschaft bzw. dem Kulturraum auch auf den anlässlich der Gebietsreform in Bayern im Juli 1972 neu gebildeten Landkreis Bad Reichenhall und im Mai 1973 in Landkreis Berchtesgadener Land umbenannten Landkreis in seiner Gesamtheit bezieht. Die 2005 gegründete Marketinggesellschaft Berchtesgadener Land Tourismus hat sich erstmals zum Ziel gesetzt, neue Gäste für die Region des ganzen Landkreises zu begeistern.[160] Nicht zuletzt die in Sachen Tourismus etwas strukturschwächeren Regionen innerhalb des Landkreises mit den vormals bereits im herzoglich bayerischen Einflussbereich liegenden Gemeinden Bad Reichenhall, Bayerisch Gmain und Schneizlreuth und den Gemeinden des einst zum Fürsterzbistum Salzburg gehörenden Rupertiwinkels sollen von der Namensgebung und den verwaltungstechnischen Synergieeffekten profitieren.[161] Die Homepage der Marketinggesellschaft Berchtesgadener Land Tourismus bzw. der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH untermauert ihr Anliegen aber durchaus differenziert, wonach der Landkreis Berchtesgadener Land „sowohl geschichtlich und kulturell als auch wirtschaftlich eine Einheit“[5] bildet, denn für „alle drei Teile – das eigentliche ‚Berchtesgadener Land‘ (im engeren Sinne der ehemaligen Landesherrschaft der Fürstpropstei Berchtesgaden), die Stadt Bad Reichenhall und das Land um Laufen“[5] ist es wirtschaftlich gesehen, „heute immer noch der Tourismus, der für den ganzen Landkreis als Einheit von außerordentlicher Bedeutung ist, wobei man als besonders reizvoll die Vielfalt der Landschaftsformen bezeichnen kann.“[5]

Doch wie dünn der Firnis dieser Einheit noch immer ist, zeigt eine Abstimmung des Kreistags vom 22. Juli 2016: Nachdem der Bundesgesetzgeber seit 2012 auch alte Kfz-Kennzeichen neben neuen wieder zulässt, hat sich 2013 erst noch eine knappe Mehrheit des Kreistages gegen diese Möglichkeit ausgesprochen, um drei Jahre später nun doch für diese Option zu stimmen, auch wenn sie womöglich die Dreiteilung des Landkreises „wieder manifestiert“.[162] Nach einer Sammlung von mehreren hundert Unterschriften und dem eindeutigen Votum des Kreistags mit 32 zu 20 Stimmen werden seit dem 15. September 2016 bei der Kfz-Zulassungsstelle in Bad Reichenhall neben dem Standardkennzeichen BGL auch wieder die „Altkennzeichen“ BGD (ehem. Landkreis Berchtesgaden) REI (ehem. kreisfreie Stadt Bad Reichenhall) und LF (ehem. Landkreis Laufen) als Wunschkennzeichen ausgegeben.[162][163]

Nach den ersten Entwürfen einer Neugliederung Bayerischer Kulturlandschaften des Bayerischen Landesamts für Umwelt von 2011[21] wird seit 2013 aufgrund seiner spezifischen geologischen Eigenart auch das sich vom „abgeschlosseneren, zentralen Berchtesgadener Becken“ abhebende Reichenhaller Becken explizit als Untereinheit in die Kulturlandschaft Berchtesgadener Land miteinbezogen.[22] Demnach zählen somit neben den Gemeinden Bayerisch Gmain und Schneizlreuth auch die Stadt Bad Reichenhall und ihr Umland zu dieser Kulturlandschaftseinheit Berchtesgadener Land. Nach dieser Definition nicht miteinbezogen in die Kulturlandschaftseinheit Berchtesgadener Land bleibt jedoch der im Norden des Landkreises Berchtesgadener Land gelegene südliche Teil des Rupertiwinkels, der auch in der Neugliederung als eigenständige Kulturlandschaftseinheit ausgewiesen bleibt.[164]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religionszugehörigkeiten im Berchtesgadener Land
(Lt. Zensus 2011; in Klammern die abweichenden Prozentzahlen zur Volkszählung 1987)
Gemeinden gesamt röm-kath. evangelisch nicht zugeordnet 1) davon „Ausländer“ 1)
Berchtesgaden[165] 7577 5039 (-16,3 %) 908 (-18,7 %) 1630 819 (+75,0)
Bischofswiesen[166] 7386 4797 (-10,9 %) 968 (-24,8 %) 1621 396 (+27,3)
Marktschellenberg[167] 1730 1314 (-13,2 %) 144 (-2,0 %) 272 161 (+101,3)
Ramsau bei Berchtesgaden[168] 1727 1445 (-5,3 %) 96 (-28,4 %) 186 90 (+73,1)
Schönau am Königssee[169] 5349 3807 (-6,9 %) 611 (-27,2 %) 1005 324 (+2,2)
Summen: 2) 23769 16402 (69,0 %) 2727 (11,5 %) 4714 (19,8 %) 1790 (7,5 %)
1) Bislang werden in Bayerns Statistiken der Volkszählungen lediglich Angehörige „römisch-katholischer“ und „evangelisch-lutherischer“ Religionsgemeinschaften aufgeführt. Von der nicht konkret zugeordneten Differenz zur Gesamtzahl der Bevölkerung wird nur noch die Zahl der „Ausländer“ als Teilsumme angegeben. (→ siehe zu den diesbezüglich gemachten Angaben im Zensus 2011 u. a. auch die sie einschränkenden bzw. kritisierenden Abschnitte: Haushaltebefragung, Fragen zur Religion und Wissenschaftliche Kontrolle.)
2) Die Teilsummen ergeben zusammen 100,3 % im Vergleich zur Gesamtbevölkerungszahl – womöglich sind das rundungsbedingte Abweichungen oder ein Fehler beim Übertrag einzelner Zensusangaben.

Trotz der Austrittszahlen zwischen 1987 und 2011 gehören noch etwa 80 Prozent der Einwohner des Berchtesgadener Landes einer christlichen Religionsgemeinschaft an, ein Prozentsatz, der bis zur Säkularisation im Jahr 1803 allerdings nach 100 tendierte. Nach der Emigration mehr als der Hälfte der Protestanten in den Jahren 1732/33 und der Re-Missionierung der verbliebenen waren es zudem ausschließlich Mitglieder der römisch-katholischen Kirche.[29] Die Edikte des Königs Maximilian I. Joseph von 1808 und 1809 und die damit verbundene Gründung einer Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ließen auch im Berchtesgadener Land eine Wiederbelebung des Protestantismus zu. Doch erst nachdem immer mehr evangelische Touristen die Region besucht und sich dort Zweitwohnsitze eingerichtet hatten, kam 1899 zu all den katholischen Kirchen mit der Christuskirche eine erste evangelisch-lutherische hinzu. Vor ihrem Bau dienten den Protestanten das Dormitorium im Königlichen Schloss und das einstige Rentamtsgebäude als Betsäle. In Marktschellenberg gibt es nach wie vor weder eine evangelische Kirchengemeinde noch ein von evangelischen Christen genutztes Kirchengebäude. Von Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften und ihren etwaigen Versammlungsräumen liegen derzeit für alle Gemeinden des Berchtesgadener Landes keine Angaben vor.

Siehe zu diesem Absatz auch die Abschnitte: Reformation und Gegenreformation, Vertreibungen und Emigration in Fürstpropstei Berchtesgaden

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Berchtesgaden ist neben ihrer Christuskirche als Hauptkirche in Berchtesgaden auch für die evangelisch-lutherischen Kirchengebäude in Bischofswiesen, Ramsau bei Berchtesgaden und Schönau am Königssee zuständig. Die Kirchengemeinde gehört zum Dekanat Traunstein[170] innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Angesichts des prozentual geringen Anteils ihrer Gemeindemitglieder innerhalb der genannten Gemeinden des Berchtesgadener Landes besteht sie in der Minderheitssituation einer Diaspora.

In Marktschellenberg gibt es weder eine evangelische Kirchengemeinde noch ein von evangelischen Christen genutztes Kirchengebäude. Die nächstgelegene evangelische Kirche ist die Christuskirche in Berchtesgaden.

Römisch-katholische Kirchengemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Strukturplan 2020 des Erzbistums München und Freising sieht seit 2012 für das Dekanat Berchtesgaden, zu dem neben den fünf Gemeinden des Berchtesgadener Landes auch Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain gehören, die Entwicklung großräumigerer Pfarrverbände vor.[171] Ein künftiges Dekanat Berchtesgadener Land soll die Pfarrgemeinden des ganzen Landkreises Berchtesgadener Land umfassen.[172] Am 14. November 2013 wurden jedoch noch jeweils ein Dekan für das Dekanat Berchtesgaden (Sitz: Berchtesgaden) und das Dekanat Teisendorf (Sitz Teisendorf) gewählt.[173] Ein konkreter Termin für die Fusionierung der beiden Dekanate wurde noch nicht genannt.

In Berchtesgaden gibt es derzeit mit St. Andreas und Au zwei römisch-katholische Kirchengemeinden. Der Pfarrer der Pfarrei St. Andreas hat zurzeit auch das Amt des Dekans inne.[174] Die Pfarrkirche der Pfarrgemeinde St. Andreas ist die Stiftskirche St. Peter und Johannes der Täufer, die Pfarrkirche St. Andreas fungiert seit 1803 als Nebenkirche. Neben weiteren Kirchengebäuden im Ort fallen in die Zuständigkeit der Pfarrei zudem im Ortsteil Gern die Wallfahrtskirche Maria Gern und im Ortsteil Salzberg die Kirche Maria am Berg. Seit September 2012 ist eine Zusammenlegung der römisch-katholischen Pfarreien St. Andreas (Berchtesgaden), Heilige Familie (Au) und St. Nikolaus (Marktschellenberg) zu einem Pfarrverband in Planung.[175][176]

Für Bischofswiesen wurde im März 2000 aus dem Seelsorgsverbund der Pfarreien Bischofswiesen und Winkl zusammen mit der Pfarrei Strub ein Pfarrverband unter der Bezeichnung „Pfarrverband Bischofswiesen“ gegründet.[177]

Über mehrere Jahre waren die seelsorgerische Betreuung und die Verwaltung der Pfarrei Ramsau bei Berchtesgaden dem Dekan des Dekanats Berchtesgaden als Pfarradministrator übertragen worden.[178] Seit 2013 hat die Pfarrei wieder einen eigenen Pfarrer, der zugleich Pfarradministrator der Pfarrei Unterstein (Schönau am Königssee) ist.[179][180] Mit dieser Pfarradministration hat auch der Strukturplan 2020 der Erzdiözese München und Freising hinsichtlich eines Pfarrverbandes der Pfarrgemeinden Ramsau und Unterstein bereits eine praktische Umsetzung gefunden.[181]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderäte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund ihrer Einwohnerzahl verteilt sich der Gemeinderat zusammen mit dem (ersten) Bürgermeister in Berchtesgaden, Bischofswiesen und Schönau am Königssee auf jeweils 21 Sitze, in Marktschellenberg und Ramsau bei Berchtesgaden lediglich auf jeweils 13 Sitze. Sitzverteilungen der Gemeinderäte inkl. Bürgermeister siehe nachfolgend alphabetisch geordnete Tabelle:

Amtliche Sitzverteilungen der Gemeinderäte
seit der Kommunalwahl am 16. März 2014:
Fraktion CSU FWG GRÜNE SPD Sitze >> anderer Parteien
Berchtesgaden[182] 10 5 3 2 1 Berchtesgadener Bürgergruppe
Bischofswiesen[183] 10 4 2 3 2 Unabhängige Bürgervereinigung Bischofswiesen (UBB)
Marktschellenberg[184] 3 4 1 1 4 Ländliche Wählergemeinschaft (LWG)
Ramsau bei Berchtesgaden[185] 8 0 0 0 5 Ramsauer Wahlblock
Schönau am Königssee[186] 10 8 2 1 0 --
Zahlen in fett enthalten jeweils den Ersten Bürgermeister

Wahlkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fünf Gemeinden des Berchtesgadener Landes gehören zum Bundestagswahlkreis Traunstein und zum Stimmkreis Berchtesgadener Land für Landtags- und Bezirkstagswahlen.

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Ab dem 17. Jahrhundert ist ein Wappen des „Landes Berchtesgaden“ bzw. der Fürstpropstei Berchtesgaden überliefert, dem die Fürstpröpste (s. mittlere Abb.) bis zur Auflösung der Fürstpropstei 1803 jeweils ihr Wappen als Mittelschild anfügten.

Seit 1891 ist das ehemalige Wappen der Fürstpropstei nunmehr das Wappen der Marktgemeinde Berchtesgaden und sein Mittelschild in Anlehnung an die seit 1810 währende Zugehörigkeit des Berchtesgadener Landes zu Bayern mit weiß-blauen Rauten versehen.[187]

Für das Berchtesgadener Land als Südteil des Landkreises oder als Kulturlandschaft wird kein Wappen genutzt. Stattdessen wurde u. a. für die Tourismuswerbung des Gebietes von dem Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (vormals Fremdenverkehrsverband Berchtesgadener Land) ein Logo mit einer stilisierten Watzmannansicht als Wahrzeichen eingeführt.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturelle Traditionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispiele von Berchtesgadener War

Die Berchtesgadener War ist eine ab Ende des 15. bis Anfang des 19. Jahrhunderts zu Fuß und auf Kraxen vertriebene Ware kunsthandwerklichen Holzspielzeugs aus dem einst fürstpröpstlich regierten Berchtesgadener Land. In der Region nach einer längeren Unterbrechung seit 1911 wieder in weit geringeren Stückzahlen als Souvenir und Christbaumschmuck angeboten, umfasst sie heute wie damals bemalte Spanschachteln, Holzspielzeug, Schmuckkästchen, Fein- und Grobschnitzereien, Heiligen- und Krippenfiguren, Musikinstrumente für Kinder sowie Arbeiten von Bein- und Elfenbeinschnitzern.

Berchtesgadener Weihnachtsschützen beim Weihnachtsschießen

Die Berchtesgadener Weihnachtsschützen wirken vorwiegend an kirchlichen Festen mit. Namensgebend ist der ausschließlich im Berchtesgadener Land gepflegte Brauch des Schießens aus Handböllern zu Weihnachten, das 1666 erstmals urkundliche Erwähnung fand. Ihre seit 1874 begründeten und 1925 als Vereinigte Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes zusammengeschlossenen Vereine legen Wert auf heimatliche Traditionen, christliches Brauchtum und Geselligkeit.

Der Buttnmandllauf bzw. das Buttnmandllaufen (bairisch: buttn = scheppern, rütteln) ist ein im Advent parallel zu den „reinen“ Kramperläufen ausgeübter Einkehrbrauch, der seit ca. 1730 meist am 5. und 6. Dezember ausschließlich in den Gemeinden des Berchtesgadener Landes gepflegt wird.

Zu Beginn der Karwoche am Palmsonntag werden Palmbuschen gefertigt.[188] Die Berchtesgadener Variante der Palmbuschen sind noch nicht blühende, mit bunten „Gschabertbandl“ bzw. gefärbten dünnen Holzspänen geschmückte Palmkätzchenzweige, die zusammen mit Lebensbaum- und Buchsbaumzweigen am oberen Ende eines rund einen Meter langen Haselnusssteckens fixiert werden.

Die nach dem Markt benannte Berchtesgadener Tracht ist (ausschließlich) im ganzen Berchtesgadener Land als Festtagskleidung an Sonn- und Feiertagen verbreitet. Die Trachtenvereine sind den 1925 gegründeten Vereinigten Trachtenvereinen des Berchtesgadener Landes e. V. und dem Gauverband I angegliedert.[189] Diese Vereine pflegen neben dem Tragen der originalen Tracht auch das Tanzen des Schuhplattlers.

In Marktschellenberg werden alljährlich gepflegt u. a. das Maibaumaufstellen, die Schellenberger Dult und der Scheffauer Leonhardiritt.[190]

Am 26. November 1962 wurde der Verein für Heimatkunde des Berchtesgadener Landes gegründet, dessen Name 2012 anlässlich seines 50-jährigen Bestehens in Heimatkundeverein Berchtesgaden e. V. geändert wurde.[191] Er sieht seine Aufgabe darin, „die historische Vielfalt der Region zu entdecken, darzustellen und einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln“.[192]

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Berchtesgadener Land wird neben dem Hochdeutschen als Amts- und Verkehrssprache eine mehr oder weniger ausgeprägt westmittelbairische Mundart gesprochen, die sich selbst innerhalb der Gnotschaften der fünf Gemeinden noch bis etwa in die 1980er-Jahre hinein durch jeweils leicht variierende Aussprache und Begriffsetzungen (z. B. landwirtschaftlicher Gerätschaften) auszeichnete.[193]

Stoff und Motiv für[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf den Untersberg
Blick vom Soleleitungsweg zur Reiteralpe

Nicht zuletzt die das Berchtesgadener Land einrahmenden Berge bilden den Hintergrund für zahlreiche Sagen:[194]

  • Allen voran ist das zum Wahrzeichen gewordene Watzmann-Massiv sagenumwoben. So werden seine neun Gipfel als Königsfamilie gedeutet, die wegen ihrer Grausamkeit versteinerte. Wobei der aus drei Gipfeln (Hocheck, Mittelspitze, Südspitze) bestehende Hauptberg den König, der gegenüberliegende Gipfel die Königin (Watzmannfrau) und die sieben dazwischen liegenden Gipfel die Kinder symbolisieren.
  • Der Untersberg gegenüber, der sich ins benachbarte Salzburg erstreckt, dient der Sage nach einem Kaiser als Behausung. Je nach Erzählweise harren hier Kaiser Karl der Große oder Friedrich Barbarossa in todesähnlichem Schlaf, um beim Jüngsten Gericht oder wenn Unglauben und Gewalt den höchsten Grad erreichen mit ihrem Heer für das Gute den Sieg zu erringen. In einer anderen Version heißt es, der Kaiser schliefe dort, bis sein Bart siebenmal um den Tischfuß gewachsen sei.
  • Neben diesem schlafenden Heer sollen im Untersberg aber auch Riesen (Riese Abfalter), so genannte Wildfrauen, die ähnlich den Heinzelmännchen gute Dienste leisteten, und natürlich auch Zwerge (Untersberg Manndln) gehaust und gewirkt haben.
  • Nicht zu vergessen der Teufel, der die Wilde Jagd anführt und nicht nur auf einer Teufelskopf genannten Felswand der Reiteralpe seine Spuren hinterlassen hat sowie zahlreiche Geister, die auf Bergen und als ertrunkenen Seelen in den Seen zum Guten mahnen oder auch zum gespenstischen Kegelspiel einladen.
  • Für den Ursprung des Namens Berchtesgaden gibt es gleich mehrere Sagen: Nach einer leitet er sich von der Sagengestalt Berchta bzw. Perchta ab, die auch mit Frau Holle gleichgesetzt wird. Eine andere behauptet, er wäre einem gewissen Berchtold zu verdanken, dem eine Nixe vom Königssee den Weg zum Salz und zur rechtschaffenen Arbeit als Bergmann im noch heute existierenden Salzbergwerk Berchtesgadens gewiesen hätte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insbesondere Ludwig Ganghofer setzte Land und Leuten der Region in einer ganzen Reihe seiner Romane ein literarisches Denkmal. Vom 4. bis 7. Juli 1925 fand in Berchtesgaden zu seinen Ehren eine erste große Ganghofer-Feier mit Festprogramm und Festschrift statt.[195] Daneben ist auch noch sein Zeitgenosse Richard Voß zu nennen, dessen Bestseller-Roman Zwei Menschen Motive aus dem Leben der den Tourismus am Obersalzberg begründenden Mauritia Mayer in der Figur Judith Platter aufgegriffen hat und mehrfach verfilmt wurde. Weitere Schriftsteller sind u. a. die Norweger Jonas Lie und Henrik Ibsen, die sich hier (öfter) aufgehalten und möglicherweise von Land und Leuten haben inspirieren lassen.

Malerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Caspar David Friedrich: Der Watzmann (entstanden 1824/25)

Neben Caspar David Friedrich haben über die Jahrhunderte hinweg nicht wenige bildende Künstler, insbesondere Landschaftsmaler, Grafiker und Kupferstecher, verschiedene Orte des Berchtesgadener Landes als Motiv für ihre Ölgemälde und Buchillustrationen benutzt.

Im 19. Jahrhundert hatte sich ab den 1830ern in Ramsau bei Berchtesgaden am Hintersee eine bekannte Malerkolonie vor allem aus Vertretern der Münchner und Wiener Schule entwickelt,[196] darunter unter anderem: Wilhelm Busch,[196] Carl Rottmann,[196] Ludwig Richter,[197] Carl Schuch,[197] Karl Hagemeister,[197] Thomas Fearnley,[197] Friedrich Gauermann,[197] Ferdinand Waldmüller[197] und Frederik Christian Kiærskou (1805–1891).[197] Unter ihnen hat dann u. a. Carl Rottmann auch den See selbst zum Bildmotiv erhoben. Vielen von ihnen dienten der Gasthof Auzinger und seine Vorgängerwirtschaft Hint. See Wirth als Treffpunkt und Herberge.[196]

Ein äußerst beliebtes Motiv in Ramsau war die Pfarrkirche St. Sebastian, die von Malern wie Wilhelm Bendz[198], Thomas Fearnley, Ferdinand Laufberger,[199] Wilhelm Busch[200], Ferdinand Runk, Otto Pippel und Will Klinger-Franken auf Skizzen, Zeichnungen und Gemälden festgehalten wurde. Während jedoch zum Beispiel Fearnley (1830) und Loos (1836) noch die Perspektive vom Westen her bzw. vom damaligen Dorfkern beim Gasthof Oberwirt in Richtung Kirche mit dem Göll im Hintergrund wählten, wechselte gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Blickwinkel in die entgegengesetzte Richtung, und der heute Malerwinkel genannte Standpunkt mit Ramsauer Ache und Ertlsteg im Vordergrund sowie der Reiter Alpe im Hintergrund setzte sich durch.[201]

Ein weiterer Malerwinkel ist am Königssee, dessen Perspektive ebenfalls spätestens seit Anfang des 19. Jahrhunderts Bildenden Künstlern wie Johann Baptist Isenring, Max Wolfinger und Arnold Forstmann einen Anreiz für die Wahl ihrer Bildmotive bildete, die wiederum neben anderen Bildmotiven in der Region auch eine erste „Werbung“ für den sich dort seit Ende des 19. Jahrhunderts entwickelnden Tourismus leisteten.

Ferner sind noch Adalbert Waagen (1833–1898), Edward Harrison Compton (1881–1960) und Friedrich Ludwig (1895–1970) zu nennen, denen das Berchtesgadener Land zahlreiche Bildmotive lieferte.

Aber es gab auch einheimische Maler mit einiger Prominenz: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich der gebürtige Ramsauer Konrad Westermayr (1883–1917) als Maler des Spätimpressionismus auch mit seinem Heimatort in Gemälden auseinandergesetzt. Desgleichen der gebürtige Salzburger, aber ab 1931 bis zu seinem Tod in Berchtesgaden lebende Fritz Richter (1904–1981) mit seinen Holzschnitten wie auch der in Veitshöchheim geborene Will Klinger-Franken (1909–1986), der ab 1960 bis zu seinem Tod in Ramsau bei Berchtesgaden lebte. Wenn auch nicht der Landschaftsmalerei verpflichtet, aber dennoch erwähnenswert ist die in Bromberg geborene Gertrud von Kunowski (1877–1960), die ab 1936 bis zu ihrem Tod in Schönau am Königssee lebte.

Und seit 2010 sind alljährlich Profi- wie Amateurkünstler zu Offenen ExTempores für Bildkunst im Berchtesgadener Land abwechselnd in eine der fünf Gemeinden des Berchtesgadener Landes eingeladen, um sich dort Ende Juni innerhalb von vier Tagen an einem von zwei vorgegeben Themen mit Bezug zur Gemeinde bzw. zur Region abzuarbeiten. Die von einer Jury anerkannten besten Werke werden mit Geld- und Hotelpreisen diverser Sponsoren prämiert, das Siegerbild von der jeweils veranstaltenden Gemeinde aufgekauft.

(→ Für Kunstwerke vor Ort siehe auch: Berchtesgaden#Bildende Kunst)

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insbesondere Peter Ostermayr hat zahlreiche Spielfilme im Berchtesgadener Land gedreht – darunter nicht zuletzt Verfilmungen der Romane von Ludwig Ganghofer – und wurde 1955 zum Ehrenbürger Berchtesgadens ernannt.[202]

Daneben dienten Orte des Berchtesgadener Landes als Filmkulisse u. a. auch für Wildschütz Jennerwein – Herzen in Not. (Regie u. Hauptrolle: Hanns Beck-Gaden. Mercedes-Film, München 1929 (UA 1930))[203] und die Erstverfilmung von Der Brandner Kaspar schaut ins Paradies (1949), und in jüngerer Zeit für Serien wie Tierarzt Dr. Engel (1997–2002) oder Lena Lorenz (seit 2015)

Die Filmschauspielerin Magda Schneider (1909–1996) lebte mehrere Jahrzehnte bis zu ihrem Tod in Schönau am Königssee, wo auch ihre Tochter Romy Schneider (1938–1982) bis 1949 bei ihren Großeltern aufwuchs.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berchtesgadener Fleitl ist eine dreiteilige Sopran-Blockflöte, die derzeit (Stand: 2014) nur noch in Bischofswiesen gefertigt wird.[204][205]

Die im 18. Jahrhundert komponierte Kindersinfonie (ursprünglicher Titel „Berchtesgadener-Musik“) ist neben den klassischen Orchesterinstrumenten mit Kindermusikinstrumenten der Berchtesgadener War besetzt.

Der Stiftskirchenchor bewahrt ca. 150 wertvolle Handschriften, Autografe und Kopien von 60 Komponisten auf, darunter Werke von Anton Cajetan Adlgasser, Giovanni Francesco Anerio, Giovanni Battista Casali, Anton Diabelli, Josef und Michael Haydn, Antonio Lotti, Wolfgang Amadeus Mozart sowie von den Berchtesgadener Komponisten Franz Mathias Fembacher und Johann Baptist Fembacher.[204]

Im Berchtesgadener Land gibt es mehrere Blaskapellen. Die erste war die am 30. Juni 1825 gegründete Marktkapelle Berchtesgaden, der auf Antrag des Fragners (Krämers) und Musikers Ignaz Walch die Thurmer-Conzession und damit die Erlaubnis erteilt wurde, an hohen Festtagen von den Kirchtürmen herab Choräle zu blasen. Die Blaskapelle Maria Gern wurde 1946 von Johann Rasp gegründet, eine frühere Gerer Musi ist jedoch bereits kurz nach dem Ersten Weltkrieg erwähnt worden. Die Musikkapelle Ramsau besteht seit 1909 und spielt zu allen gemeindlichen und kirchlichen Fest- und Feiertagen.[206]

Überregional bekannte Volksmusikanten sind und waren u. a. die (Jungen) Ramsauer Sänger und Martin Schwab (1926–2012), der auch das Wirtshaus „Gerstreit“ in Ramsau führte.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Berchtesgadener Bauerntheater hat seit 1905 einen festen Spielort in Berchtesgaden, seit 1937 in einem Nebengebäude des Hotel Watzmann am Franziskanerplatz. Ab 1965 wurden einige seiner Inszenierungen unter Direktor Franz Hafner für das Fernsehen aufgezeichnet.[207][208] Mitte der 1990er wurde zudem unter Hafners Nachfolgerin Elisabeth Hölzl-Michalsky im Steinbruch auf dem Kälberstein (Lage) eine Freilichtbühne eingerichtet, um dort mit dem Ensemble des Berchtesgadener Bauerntheaters u. a. Stücke von Ludwig Ganghofer wie Der Jäger von Fall zu inszenieren.[209]

Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergknappen im Festgewand, Figuren beim Salzbergwerk

Das Bergfest bzw. der Bergknappenjahrtag wird seit dem mit Privilegien verbundenen Freiheitsbrief der Knappenzunft des Salzbergwerk Berchtesgadens gefeiert, bis 1627 nur als Lob- und Dankgottesdienst in der Stiftskirche, nach der Verleihung einer Fahne im Jahr 1628 auch durch einen Aufzug mit Trommlern und Pfeifern im Ort. Noch heute marschieren zu Pfingsten nach dem Gottesdienst die Bergknappen im Festzug durch die Straßen des Marktes Berchtesgaden.[210]

In Ramsau bei Berchtesgaden sind die traditionellen Veranstaltungen vom kirchlichen Jahresablauf geprägt. Besonderheiten sind das Ramsauer Holzbier, der Jahrtag der Holzknechte am Rosenmontag und das Patrozinium der Pfarrkirche, der Sebastianitag am 20. Januar (Ramsauer Feiertag), an dem noch heute viele Ramsauer Unternehmen Betriebsruhe halten.[211][212]

In Marktschellenberg werden alljährlich gepflegt u. a. das Annafest im Ortsteil Ettenberg mit feierlicher Messe in der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung und anschließender Lichterprozession gefeiert.[190]

Im Jahr 2002 wurde 900 Jahre Berchtesgaden u. a. am 7. April mit einem Pontifikalamt und am 14. Juli mit einem großen Festzug gefeiert.[213]

Am 10. Oktober 2010 feierte Berchtesgaden die 200-jährige Zugehörigkeit zu Bayern mit tausenden Besuchern und einem Festzug mit 1400 Teilnehmern. Anwesend waren auch das Oberhaupt des Hauses Wittelsbach, Herzog Franz von Bayern, der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Regierungspräsident Christoph Hillenbrand.[214]

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Jahrhunderten ist es ausschließlich innerhalb des Berchtesgadener Landes Brauch, dass vom 1. November (Allerheiligen) an – heute teilweise schon ab September – bis zum Nikolaustag am 6. Dezember ein semmelförmiges Roggen-Gebäck namens Stuck angeboten wird, das u.a. mit Korinthen, Gewürznelke und Zimt im Teig auf die Vorweihnachtszeit einstimmt.[215] In den Zeiten, als die Fürstpröpste das Berchtesgadener Land regierten, war mit dem Stuck auch ein Bettelbrauch verbunden. Arme, zumeist „ältere Leute“ bettelten um a Stuck und „beteten dabei laut“. Laut dem Volkskundler Rudolf Kriss habe sich jedoch „schon 1731 der Pfarrer von Schellenberg beschwert, dass die Leute wegen des Stuckeinsammelns den Gottesdienst versäumten.“[216]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Olympiasieger im alpinen Skisport (Kombination) bei den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen war der im Berchtesgadener Ortsteil Au geborene Franz Pfnür. Nach den Spielen wurde Pfnür von Adolf Hitler zum Kaffee auf den Obersalzberg geladen und trat in die SS ein.[217]

In den 1980ern bewarb sich Berchtesgaden auf Initiative der Kommunalpolitiker aus (CSU, FWG, SPD) und mit Unterstützung hoher bayerischer Politiker, unter ihnen der damalige Ministerpräsident Franz Josef Strauß, erfolglos um die Olympischen Winterspiele 1992.[218] Bei den erfolglosen Bewerbungen Münchens um die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 (zugunsten der südkoreanischen Stadt Pyeongchang) und der von 2022 (Bürgerentscheid) scheiterte auch die Teilhabe daran mit der kombinierten Kunsteisbahn Königssee als einer von mehreren vorgesehenen Veranstaltungsorten außerhalb der Stadt.

Den Wintersport auszuüben und auf Hochleistungsebene zu trainieren, ist und bleibt dennoch ein „Markenzeichen“ des Berchtesgadener Landes. Der Nachwuchs der deutschen Wintersport-Nationalmannschaften wird hier in vier Trainingszentren des Olympiastützpunkts Bayern (→ siehe Abschnitt: Sportstätten) gefördert und von den CJD Christophorusschulen Berchtesgaden mit ihrer Eliteschule des Sports („Ski Gymnasium“)[219] am Dürreck in Schönau am Königssee begleitet. Unter den vielen erfolgreichen deutschen Rodlern profitierte auch der gebürtige Berchtesgadener und mehrfache Olympiasieger Georg Hackl von den optimalen Bedingungen dieser Sportzentren.

Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Berchtesgadener Land brachte (→ siehe Abschnitt: Persönlichkeiten sowie im Artikel zu Berchtesgaden den Abschnitt Sport und Sportvereine) zahlreiche äußerst erfolgreiche Sportler und Sportlerinnen hervor, die insbesondere im Wintersport auch Goldmedaillen bei Olympiaden und Weltmeisterschaften errangen. Innerhalb des Olympiastützpunkts Bayern sind vier Trainingszentren im Berchtesgadener Land Teil des Regionalzentrums Chiemgau / Berchtesgadener Land:[220]

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland hat angesichts der Trainingsbedingungen in der näheren Umgebung (→ siehe Abschnitt: Sportstätten) nicht von ungefähr in Berchtesgaden seit 2000 seine Geschäftsstelle. Präsident des Verbandes ist der Berchtesgadener Josef Fendt, der einer der erfolgreichsten Rennrodler der 1970er-Jahre war.

Nachfolgend die erfolgreichsten Sportvereine des Berchtesgadener Landes:

Weitere Sportvereine im Berchtesgadener Land sind u. a.: Berchtesgadener Eisstockschützen-Club (BEC), Bowling Sport Verein Berchtesgaden, Berchtesgadener Drachenflieger, Berchtesgadener Gleitschirmflieger, Eislaufverein Berchtesgaden, F.C. Hotel Watzmann e. V., FC Ramsau e.V.,[226] Golf-Club Berchtesgaden GCB, Königl.-privil. Feuerschützengesellschaft Berchtesgaden, Motorsportclub MSC Ramsau,[227] Postsportverein-Berchtesgaden,[228] Radgruppe BGD, Schachklub Berchtesgaden, SG Schönau (Sportgemeinschaft Schönau),[229] SK Ramsau,[226] Skisport-Förderverein Maria Gern, Sportgemeinschaft Au, Sportverein Post-Telekom e. V., Sportschützenverein Obersalzberg, Tennis-Club Berchtesgaden, Tauchclub Berchtesgaden e. V. und die Wanderfreunde Berchtesgaden.[230]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Touristische Hauptattraktionen (Big Five)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die als Big Five bezeichneten touristischen Angebotsschwerpunkte im Berchtesgadener Land sind in Schönau am Königssee der Königssee und die Jennerbahn, in Berchtesgaden das Kehlsteinhaus (siehe auch Abschnitt: Profangebäude), das Salzbergwerk und die Watzmann Therme.[231]

Historische Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Berchtesgadener Land sind siehe nachfolgende Listen zahlreiche Baudenkmäler ausgewiesen, von denen hier einige beispielhaft vorgestellt werden.

Profangebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königliches Schloss Berchtesgaden mit (v.l.n.r.) Hofbau (Marstall), Rentamtbogen, ehem. Rentamt, Stiftskirche, Schlossgebäude und dazwischen Schlossplatz mit Kronprinz-Ruprecht-Brunnen

Die ehemaligen Klostergebäude des Augustinerchorherrenstifts Berchtesgaden gingen zusammen mit dem zu Beginn des 13. Jahrhunderts erbauten und noch vollständig im romanischen Stil erhaltenen Kreuzgang samt Kreuzgarten[232] ab 1810 in den Besitz des Hauses Wittelsbach über, dessen Angehörige die Gebäude noch heute als Königliches Schloss nutzen. Der direkt an die Stiftskirche angrenzende Ostflügel und der sich anschließende Südflügel des Schlossgebäudes sind Teil eines in sich geschlossenen Ensembles. Ihm gegenüber liegt seit dem 16. Jahrhundert ein Hofbau, der mit seinen Arkaden als Marstall diente. Bindeglieder bilden zwei Bogentore – südlich das Schlosstor, nördlich der Rentamtbogen (früher Kassierbogen), an den sich die schmale Fassade des ehemaligen Rentamtsgebäude anschließt, das vor 1803 wiederum die Stallmeisterei beherbergte.[233] Zwischen ehemaligem Rentamtsgebäude und Stiftskirche ist ein schmaler Durchgang, der u. a. an einem Obelisken aus schwarzem Basalt zu Ehren der Gefallenen von 1870/71 vorbei zur Pfarrkirche St. Andreas führt.

Auf der Passhöhe am Rande von Bischofswiesen befindet sich noch der Hallthurm, ein Wehrturm der als Rest der 1194 errichteten Pass- und Grenzbefestigung, nachdem Salzburg und Bayern das Klosterstift Berchtesgaden angegriffen hatten. Ergänzt wurde er am Hangenden Stein im heutigen Marktschellenberg an der Grenze zu Salzburg von dem 1252 erstmals urkundlich erwähnten Schellenberger Turm als weiteren Passturm zum Schutz der Salzlieferungen aus dem Berchtesgadener Land.[79]

Das Kehlsteinhaus ist ein Berggasthaus oberhalb Berchtesgadens, das 1937 bis 1938 von der NSDAP als Repräsentationsgebäude auf dem Obersalzberg erbaut wurde und zu den aufwendigsten Bauprojekten innerhalb des Führersperrgebiets zählt. Es steht knapp unterhalb des Kehlsteingipfels in 1834 m Höhe auf einem Bergsporn.[234]

Das Watzmannhaus ist eine 1888 errichtete und in den Jahren 1894 sowie 1908 bis 1911 erweiterte Alpenvereinshütte des Deutschen Alpenvereins in 1930 Meter Höhe auf dem Falzköpfl nördlich unterhalb des Watzmann-Hocheck. Es gehört zur Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden.

Der Gasthof Auzinger ist ein traditionsreicher, denkmalgeschützter[235] Gasthof nahe dem Hintersee. Im 19. Jahrhundert war es zusammen mit seinen Vorgängerbauten und deren Wirten Herberge und Anlaufstelle von Künstlern einer am Hintersee etablierten Malerkolonie.[196]

Das Empfangsgebäude des ehemaligen Bahnhofs Königssee, erbaut 1908/09 im Jugendstil als Endbahnhof der Bahnlinie Berchtesgaden-Königssee, wird jetzt als Gaststätte genutzt.

Die Jägerkaserne ist eine Kaserne der Bundeswehr im Bischofswiesener Ortsteil Strub in Bayern. Sie wurde ab 1937 als Berchtesgaden-Strub Kaserne erbaut und erhielt am 17. Juni 1967 den Namen „Jägerkaserne“.

Die Reichskanzlei Dienststelle Berchtesgaden (auch Kleine Reichskanzlei genannt) war im nationalsozialistischen Deutschen Reich ein zweiter Regierungssitz neben der Neuen Reichskanzlei in Berlin. Die Fertigstellung aller Gebäudeteile unter dem Architekten Alois Degano erfolgte im Juli 1937.[236]

Sakralgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelisch-lutherisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Christuskirche wurde von August Thiersch zwischen 1897 und 1899 im neogotischen Stil aus Kälbersteinmarmor am Ende der Ludwig-Ganghofer-Straße errichtet und ist die erste und bislang einzige evangelisch-lutherische Kirche in Berchtesgaden.[237][238][239]

Die 1951 eingerichtete Insula-Kirche in Strub ist Teil eines gleichnamigen Seniorenwohnheims.

Die Kirche Zum Guten Hirten wurde am 27. Juli 1958 eingeweiht und gehört zur Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Berchtesgaden.

Die Hubertuskapelle wurde 1761 und 1797 als römisch-katholisches Gotteshaus geweiht, 1860 jedoch an einen Privatmann verkauft, der sie zweckentfremdet nutzte. Seit 1957 dient sie als Gotteshaus der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Berchtesgaden, die das Gebäude 2010 schließlich auch erworben hat und danach vollständig restaurieren ließ.

Römisch-katholisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1122 errichtete Stiftskirche St. Peter und Johannes der Täufer war bis 1803 Teil des Klosterstifts Berchtesgaden, das mit seinen Augustinerchorherren ab 1380 zur reichsunmittelbaren Reichsprälatur Berchtesgaden und ab 1559 zur Fürstpropstei Berchtesgaden erhoben wurde, und löste anschließend die immer noch so genannte Pfarrkirche St. Andreas als Pfarrkirche der römisch-katholischen Pfarrei St. Andreas in Berchtesgaden ab.[240]

Die Kirche St. Sebastian wurde 1512 erbaut, seither mehrfach erweitert und 1812 zur Pfarrkirche von Ramsau. Sie erlangte als bereits von zahlreichen Malern des 19. Jahrhunderts wie später auch auf Post- und Weihnachtskarten genutztes Bildmotiv große Bekanntheit.

Die Wallfahrtskapelle St. Bartholomä am Westufer des Königssees auf der Halbinsel Hirschau ist als eines der Wahrzeichen der Region das Ziel tausender Touristen. Sie stammt in einigen Teilen noch aus dem 12. Jahrhundert und ist seit dem 17. Jahrhundert im Stil des Barock gestaltet.

Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung auf einem Hochplateau in Ettenberg wurde zwischen 1723 und 1727 errichtet.

Die Wallfahrtskirche Maria Hilf in der Gnotschaft Loipl wurde vermutlich 1798/99 von Loipler Bauern als Kapelle gebaut. Eingeweiht („benediziert“) wurde sie laut Brugger im Jahr 1800 von Reichsstift-Kapitular Franz Xaver Graf von Berchem.[241] Dank eines Ablass („Awers“) entwickelte sie sich 1805 zu einer Wallfahrtskirche, die im gesamten 19. und 20. Jahrhundert viele Pilger anzog.[242]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen gibt es innerhalb des Berchtesgadener Landes derzeit nur in Berchtesgaden.

Das 1614 am nördlichen Rand des Ortskerns von Stiftsdekan Degenhart Neuchinger erbaute Schloss Adelsheim war erst nobler Bürgerwohnsitz, ab 1795 Sitz des Kurfürstlich Bayerischen Hauptsalzamtes und bis 1803 Residenz des letzten Fürstpropstes von Berchtesgaden, Joseph Konrad von Schroffenberg-Mös. Seit 1961 beherbergt es das Heimatmuseum Berchtesgaden.

Das Königliche Schloss Berchtesgaden zeigt in seinen Räumen zwei Sammlungen. Die Ostasiensammlung umfasst japanisches, chinesisches und europäisches Porzellan der Manufakturen Nymphenburg, Frankenthal und Meißen aus dem 16. bis 20. Jahrhundert.[243] Das Rehmuseum verfügt über eine wildwissenschaftliche Sammlung mit Ausstellungsstücken, die Herzog Albrecht von Bayern (1905–1996) überwiegend aus dem Revier Weichselboden persönlich zusammengetragen und bearbeitet hat.[244] Besichtigungen sind nur im Rahmen einer Führung möglich. Daneben bietet das Schloss mit Kerzen beleuchtete Abendführungen an; jeden Freitag findet Eine kleine Schlossmusik statt.

Die 1999 eröffnete Dokumentation Obersalzberg sucht die Vergangenheit des Obersalzbergs als „Führersperrgebiet“ zu beleuchten und die Verbindungen zur NS-Politik aufzuarbeiten. Sie zielt damit u. a. auch darauf, den bis dahin allein auf „kommerzielle Ausbeutung“ bedachten Fremdenverkehrsinteressen entgegenzuwirken, die den Kiosken an der Haltestelle zum Kehlsteinhaus seit Jahrzehnten auch den Verkauf von „Geschichtsmüll“ zubilligten, „Andenken mit idyllischen NS-Motiven und vor allem reißerische Hochglanzbroschüren, die scheinbar objektiv über das Geschehen auf dem Obersalzberg in der NS-Zeit informierten, tatsächlich aber die Geschichte verklärten und das nationalsozialistische Regime verharmlosten.“[245] (→ Siehe auch den Abschnitt: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg)

Im 2013 eröffneten Haus der Berge, einem Informations- und Bildungszentrum des Nationalparks Berchtesgaden in der Hanielstraße, steht neben Sonder- und Wechselausstellungen die rund 900 m² beanspruchende Ausstellung „Vertikale Wildnis“ im Mittelpunkt, in der auf einer stetig ansteigenden Wanderung durch die Lebensräume Wasser, Wald, Alm und Fels die Besucher die gesamte Bandbreite des Lebens im Nationalpark Berchtesgaden kennenlernen sollen.[246]

Naturdenkmäler und Geotope[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von der Steinernen Agnes auf Loipl

Das Berchtesgadener Land ist reich an geologischen Besonderheiten, die vom Bayrischen Landesamt für Umwelt als Geotope ausgewiesen worden sind. Die markante Felsformation der Steinernen Agnes gehört zu den 77 Nationalen Geotopen Deutschlands, die neben dem Zauberwald in Hintersee und der Watzmann-Ostwand auch noch mit dem Prädikat "Bayern schönstes Geotop" ausgezeichnet wurde. Im Berchtesgadener Land i.e.S. wurden 51 geologische Objekte als Geotope ausgewiesen. Neben markanten Felsformationen (wie der Steinernen Agnes, dem Großen und Kleinen Barmstein) wurden Schluchten und Klammen (u. a. Wimbachklamm, Almbachklamm), Seen (Taubensee, Funtensee), Quellen (Schwarzbachloch, Gletscherquellen in der Ramsau), Wasserfälle (u. a. Schrainbachfall, Königsbach-Wasserfall), Höhlen (Salzgrabenhöhle, Schellenberger Eishöhle, Eiskapelle am Watzmann), Verkarstungserscheinungen (Funtensee-Uvala, Karrenfelder am Steinernen Meer, Dolinenfelder bei Oberschönau), Bergstürze (Zauberwald, Bergsturz zwischen dem Königssee und Obersee), Spuren der Eiszeiten (Gletscherschliff an der Unterlahner Alm, Schusterstein- & Großer Stangerstein-Findling, Buckelwiesen bei Gschoßhäusl) sowie Steinbrüche und Bergwerke als Geotope ausgewiesen.[247][46]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Fußgängerzone am Marktplatz von Berchtesgaden

Laut eines Arbeitsberichts der ARL weist der „Beitrag des Tourismus zum Volkseinkommen (im Landkreis) Berchtesgadener Land (..) Anteile von mehr als 10 bis über 15 % auf.“[248] Laut einer Dokumentation des Ö.T.E von 2005 sind (ohne Einbeziehung der Einkünfte durch Vermietung) 31,4 Prozent aller Erwerbstätigen im Landkreis in den für den Tourismus bedeutsamen Branchen Handel, Gastgewerbe und Verkehr tätig gewesen, wobei im Vergleich zum Branchenschwerpunkt im nördlichen Freilassing der „Großraum Berchtesgaden stark durch den Tourismus geprägt“ ist.[249] Allerdings sind die Zahlen der Gäste und ihrer Verweildauer seit 1991 rückläufig, so dass die Gemeinden über die Berchtesgadener Tourismus Land GmbH neue Akzente setzen will und den Tourismus künftig umweltverträglicher zu gestalten sucht.[231]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organisiert und verwaltet wird der Tourismus im Berchtesgadener Land vom Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (bis 2004: Fremdenverkehrsverband Berchtesgadener Land). Die in Berchtesgaden ansässige Kurdirektion Berchtesgaden ist nicht nur Verwaltungssitz dieses Zweckverbandes, sondern u. a. auch Sitz der seit 2005 erstmals landkreisweit um Gäste werbenden Marketinggesellschaft Berchtesgadener Land Tourismus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu- und abnehmender Massentourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts sind die Gemeinden des Berchtesgadener Landes aufgrund ihrer → Sehenswürdigkeiten und → Naturdenkmale ein beliebtes Touristenziel – bis in die 1990er-Jahre mit wachsenden Gästezahlen. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs bildet der Ortsteil Obersalzberg wegen seiner Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus eine weitere „Attraktion“, jedoch keineswegs nur als „Wallfahrtsstätte für Ewiggestrige“.[136] Der Obersalzberg gehört bis heute unter anderem regelmäßig zum Besuchsprogramm amerikanischer Salzburg-Touristen.[137]

Noch bis in die 1990er-Jahre setzte man vorwiegend auf den Massentourismus als Wirtschaftsfaktor. Nach Angaben der Fremdenverkehrsverbände betrug die Zahl der Gästeankünfte im Jahr 2003 für den ganzen Landkreis 578.082, die der Übernachtungen 3.696.851 und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer 6,4 Tage. Ihren Höhepunkt erreichten die Gästeankünfte 1991 mit 692.381 Gästen. Die enorme Zunahme um ca. 10 Prozent (von 1990 auf 1991) erklärte sich durch den erstmaligen Zustrom von Touristen aus den neuen Bundesländern. Ab 1991 nahmen die Zahlen, mit Ausnahme des Zeitraums von 1998 bis 2000, aber fortwährend ab.

Auch die im Nachfolgenden beschriebene Neuausrichtung hat diesen Trend bestenfalls verlangsamt, sodass für das Berchtesgadener Land im Jahr 2015 die Aufenthaltsdauer von 518 000 Gästen bei 2,3 Millionen bzw. durchschnittlich 4,47 Übernachtungen pro Gast tendenziell eher weiter sinkt.[250]

Neuausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Motto „Natürlich – Sportlich – Erlebnisreich – Gesund“ der 2005 gegründeten Berchtesgadener Tourismus Land GmbH spiegelt die touristische (Neu-)Ausrichtung wider. Alle fünf Gemeinden des Berchtesgadener Landes führen das Prädikat „heilklimatische Gemeinde“, von denen Bayern insgesamt 16 aufweist,[231] bzw. gemeinsam wegen ihres Reizklimas das „Prädikat eines Heilklimatischen Kurorts, und bilden zusammen mit dem Nationalpark Berchtesgaden das einzige zusammenhängende Heilklimatische Kurgebiet Deutschlands“.[33]

Als Mitglied der Kooperation Alpine Pearls versucht Berchtesgaden, neue Akzente zu setzen und den Tourismus umweltverträglicher zu gestalten. So werden seitdem beliebte Sportaktivitäten wie Skitourengehen und die Kombination aus Schneeschuhwandern und Snowboarden innerhalb des Nationalparks als problematisch für die dort lebende Fauna angesehen, insbesondere dann, wenn sie auch nachts ausgeführt werden. Dem wurden allerdings bislang nur erste „lenkungswirkende Maßnahmen“ für die Besucher entgegengesetzt, wie eine Beschilderung und die ehrenamtliche Betreuung solcher Maßnahmen.[231]

Andere Wirtschaftszweige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Zahlen des Bayerischen Landesamtes für 2008 hat Berchtesgaden beispielhaft für die anderen Gemeinden des Berchtesgadener Landes von insgesamt 2936 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern in Berchtesgaden 517 (17,6 Prozent) einen Arbeitsplatz im produzierenden Gewerbe. Daneben sind in der Land-, Forstwirtschaft und Fischerei 94 (3,2 Prozent), in Handel, Verkehr und Gastgewerbe 982 (33,5 Prozent), bei Unternehmensdienstleistern 277 (9,4 Prozent) und bei öffentlichen und privaten Dienstleistern 1066 Arbeitnehmer (36,3 Prozent) beschäftigt.[251]

Es gibt in der Region keinen industriellen Großbetrieb, sondern lediglich kleinere Betriebseinheiten. Hellmut Schöner stellte bereits Anfang der 1980er-Jahre fest, dass es innerhalb des „inneren Landkreises Berchtesgaden“ nur wenige Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten gab. Für die Gemeinde wurde das Salzbergwerk mit 135 Arbeitnehmern als größter Arbeitgeber, an zweiter Stelle die Kurdirektion (einschließlich der Saisonkräfte) mit 100 und an dritter Stelle das Hofbrauhaus Berchtesgaden mit 65 Beschäftigten verzeichnet.[252] Die Zahlen der Arbeitnehmer in den genannten Betrieben haben sich weiter reduziert: im Salzbergwerk auf 100 (Stand: 2013)[253] in der Kurdirektion bzw. dem Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee auf 65[250] und für das Hofbrauhaus Berchtesgaden auf ca. 30.

Im Vergleich zu den anderen vier Gemeinden spielen in Bischofswiesen immerhin mittelständische Gewerbe und Industrie-Unternehmen – insbesondere des Feinmechaniksektors – eine größere Rolle.[254] So wurde 1973 im Stangenwald des Ortsteils Engedey eine Handwerkersiedlung ausgewiesen.[254] Die etwa 30 hier angesiedelten Handwerks- und Handelsbetriebe haben für die Bischofswieser Wirtschaft „eine tragende Bedeutung“.[254] Eine ähnliche Stärkung der Wirtschaftsstruktur erhofft sich die Gemeinde von dem 1998 in Winkl ausgewiesenen Gewerbegebiet Pfaffenfeld.[254]

hölzerne Soleleitung oberhalb Ramsau
Hauptartikel: Salzbergwerk Berchtesgaden

Während im Raum Hallein schon die Kelten das Salz entdeckten und nutzten und im benachbarten Reichenhall auch schon seit mehr als 2000 Jahren Sole gewonnen wurde, begann die wirtschaftliche Nutzung von Salz im Raum Berchtesgaden – Marktschellenberg erst im 13. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert fand in der Region ein wirtschaftlicher Aufschwung statt, der auf die Salzgewinnung zurückzuführen ist. Der Berchtesgadener Salzstock wurde seit 1517 am Salzberg nordöstlich von Berchtesgaden bergmännisch abgebaut. Aufgrund der heterogenen Zusammensetzung des Haselgebirges, das aus einem Gemenge von Salztonen, Anhydrit und Dolomit aufgebaut ist, eignete sich das Salz nicht für einen Abbau des Gesteins. Daher wurde das permoskythische Salz in Sinkwerken aus dem Gestein gelaugt. Die so gewonnene Sole wurde über hölzerne Leitungen nach Reichenhall zur Versiedung gepumpt. Reste der alten Transporttrasse sind heute noch im so genannten Soleleitungsweg aufgeschlossen. Um das Salz zu versieden, war es notwendig große Mengen Wald einzuschlagen. Da das Holz im Berchtesgadener Talkessel nur begrenzt zu Verfügung stand, wurden Lieferverträge mit Österreich geschlossen, die im Gegenzug eine Salzgewinnung auf Berchtesgadener Gebiet gestatteten.[255]

Heute wird im Salzbergwerk Berchtesgaden das Salz mit Hilfe von 30 Bohrspülwerken gewonnen. Die tägliche Lösungsrate eines Bohrspülwerkes im Hangenden einer Salzkaverne beträgt durchschnittlich 1 cm. Die Kavernen werden rund 30 Jahre gelaugt und dabei ungefähr 1,3 Millionen Kubikmeter Sole erzeugt.[256] Die Soleleitung verläuft heute über den Pass Hallthurm nach Bad Reichenhall.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flughafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der dem Berchtesgadener Land nächstgelegene internationale Flughafen ist Salzburg, der am schnellsten mit Auto oder Bus über B 20, BAB 8 und ab Anschlussstelle Bad Reichenhall in ca. 20 km Entfernung über die West Autobahn (A1) oder über die B 305 und ab Grenzübergang in ca. 14 km Entfernung über die B 160 und West Autobahn (A1) zu erreichen ist.

Bis zum internationalen Flughafen München sind es ab Anschlussstelle Bad Reichenhall zur BAB 8 gut 160 km.

Fernstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesautobahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Berchtesgadener Land aus sind die nächsten Anschlussstellen zu einer Autobahn der Abzweig Bad Reichenhall (115) zur BAB 8, der über die B 20 angefahren wird, sowie der Abzweig Salzburg Süd zur Tauern Autobahn (A10), der über die B 305 und hinter Marktschellenberg über die drei Kilometer lange österreichische Landesstraße B 160 bzw. die Berchtesgadener Straße angefahren wird und auch zur West Autobahn (A1) wiederum mit Anschlussmöglichkeit zur BAB 8 führt.

Bundesstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knotenpunkt der durchs Berchtesgadener Land von Nordwest nach Süden bzw. von West nach Ost führenden Bundesstraßen B 20 und B 305 ist seit 2006 der auf drei Brücken ruhende Kreisverkehr vor dem Hauptbahnhof Berchtesgaden. Von Nordwesten her treffen sich dort die B 20, die nach Süden und die B 305, die nach Osten weiterführt. Unter den Brücken fließen die Königsseer Ache und die Ramsauer Ache zusammen und bilden die Berchtesgadener Ache.

Die B 20 ist Teil der quer durch Deutschland von Süden nach Norden führenden Deutschen Ferienroute Alpen–Ostsee, die rund fünf Kilometer südlich von Berchtesgaden am Königssee beginnt und rund 1730 km weiter in Puttgarden bzw. auf der Insel Fehmarn endet; die B 20 zweigt vorher in Richtung Furth im Wald ab und endet an der Grenze zu Tschechien. Die nächste größere Stadt auf dieser Route ist in 20 Kilometer Entfernung Bad Reichenhall. Wenige Kilometer hinter Reichenhall führt die Anschlussstelle zur BAB 8.

Die B 305 ist Teil der Deutschen Alpenstraße, die ihren Anfang in Lindau am Bodensee nimmt und von Westen nach Osten entlang der Alpen durchs Berchtesgadener Land die Berchtesgadener Ache entlang zum deutsch-österreichischem Grenzübergang und dann nach Salzburg und zur Anschlussstelle der österreichischen Autobahn A10 führt. Die B 305 wird auch als Umgehungsstraße zur Entlastung der Ortsmitte Berchtesgadens vom Durchgangsverkehr genutzt.

In der Zeit des Nationalsozialismus war als Endschleife der Alpenstraße die Roßfeldhöhenringstraße geplant, die heute über die Abzweigungen von der B 305 zur B 319 über die Berchtesgadener Ortsteile Obersalzberg oder Oberau angefahren werden kann.

Blick von der Roßfeldhöhenringstraße

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb des Berchtesgadener Landes durchquert ab Hallthurm die Bahnstrecke Freilassing–Berchtesgaden die Gemeinden Bischofswiesen und Berchtesgaden bis zum Hauptbahnhof Berchtesgaden (Berchtesgaden Hbf), der zugleich Zielbahnhof des InterCity-Zuges Königssee von und nach Hamburg ist. Seit 2006 ist der Nahverkehr auf dieser Strecke auch in das Salzburger S-Bahn-System einbezogen – so verbindet die Linie S4 der BLB Berchtesgaden über Bad Reichenhall mit Freilassing und von dort mit weiteren Linien mit der Stadt Salzburg und dem Umland.[257] Bereits seit 1916 elektrifiziert, beträgt die Fahrtzeit von Berchtesgaden nach Freilassing auf der nur 33,671 Kilometer langen, aber z.T. als „Steilstrecke“ ausgewiesenen Verbindung eine knappe Stunde.

ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) innerhalb des Berchtesgadener Landes besorgen derzeit die Buslinien des Regionalverkehrs Oberbayern (RVO), die im Stundentakt zur Minute 15 ab dem Zentralen Omnibus Bahnhof (Z.O.B.) auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs Berchtesgaden sternförmig in alle Richtungen zu bekannten Ausflugszielen sowie nach Salzburg und Bad Reichenhall verkehren.[258]

Schifffahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Bootssteg der Seelände

Innerhalb des Berchtesgadener Landes wird seit 1909 einzig der Königssee mit großen, ausschließlich mit Elektromotoren ausgestatteten Schiffen zur planmäßigen Personenbeförderung befahren. Betreiber ist seit 1997 in Nachfolge die Bayerische Seenschifffahrt mit 17 Elektromotorbooten.[259] Eine Besonderheit ist, dass der Bootsführer auf etwa halber Fahrtstrecke nach St. Bartholomä den Gästen mit einem Flügelhorn oder einer Trompete demonstriert,[260] das kurze Tonfolgen als meist einfaches, zuweilen aber auch zweifaches Echo von der Echowand widerhallen.

Anlegestellen sind:

Bergbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Berchtesgadener Land gibt es neben zahlreichen Schleppliften für Skifahrer folgende, auch im Sommer genutzte Bergbahnen:

Daneben gibt es noch zwei weitere reine Skigebiete, die u. a. mit Sesselliften lange Abfahrten ermöglichen:

  • Im Bischofswiesener Ortsteil Loipl auf dem Götschenkopf das Skigebiet Götschen,[264] in dem auch das Trainingszentrum Götschen für Ski Alpin und Snowboard als eine Trainingsstätte des Regionalzentrums Chiemgau / Berchtesgadener Land innerhalb des Olympiastützpunkts Bayern angesiedelt ist[265] und das auch für FIS-Abfahrten genutzt wird.
  • Auf dem Roßfeld, zu dem ab dem Berchtesgadener Ortsteil Oberau regelmäßig Busse in die Gemarkung Eck zur Roßfeld-Skihütte fahren. Die Roßfeld-Skihütte bildet das Zentrum eines kleineren, mit Schleppliften erschlossenen Skigebietes, von dem aus der benachbarte, mit Sessellift befahrene Zinken im Halleiner Dürrnberg auf österreichischer Seite zu erreichen ist und man zudem bis ins Tal an der Busstation in Oberau vorbei bis nach Unterau abfahren kann.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1882 publiziert der Berchtesgadener Anzeiger in eigener Redaktion Lokalnachrichten aus den fünf Gemeinden des Berchtesgadener Landes, überregionale und internationale Meldungen werden Presseagenturen entnommen.

Über den Sender Högl werden vier analoge Radiofrequenzen (UKW) sowie die über DVB-T verbreiteten Fernsehsender u. a. auch im Berchtesgadener Land ausgestrahlt. Der Sender Jenner ist eine Sendeanlage des Bayerischen Rundfunks auf dem Jenner bei Berchtesgaden. Die Anlage dient zur Verbreitung von Hörfunkprogrammen über DAB. Für das Sendegebiet Berchtesgaden, die nähere Umgebung von Schönau und den nördlichen Königssee werden die Hörfunk-Programme des Bayerischen Rundfunks über den Sender Berchtesgaden in Schönau am Königssee empfangen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berchtesgaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt betreibt zwei Kindergärten.

Am Bacheifeld ist in einem Gebäudekomplex die Grundschule Berchtesgaden[266] die Mittelschule Berchtesgaden[267] sowie ein Jugendheim untergebracht.

Auf der Buchenhöhe im Ortsteil Resten eine weitere Grundschule und eine Mittelschule der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden, in der auch Kinder mit Allergien bzw. Asthmaerkrankungen, Lernstörungen und Übergewicht gefördert werden.[268]

Die gemeindliche Grundschule in der Au ist wegen ihres kleinen, relativ weitab gelegenen Einzugsgebietes eine Zwergschule.

Das Gymnasium Berchtesgaden war von 1921 bis 2004 in der Salzburger Straße und ist seit Sommer 2004 in einem neuen Gebäudekomplex Am Anzenbachfeld in Sichtweite des Salzbergwerks untergebracht.[269]

Die Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei des Landkreises Berchtesgadener Land, vor Ort meist nur Schnitzschule genannt, bildet Holzbildhauer und Schreiner aus. Die Ausbildungszeit an dieser Berufsfachschule beträgt drei Jahre und endet nach erfolgreicher Gesellenprüfung mit der Freisprechung zum Gesellen.[270] Besonders erfolgreiche Absolventen wurden für ihre an dieser Fachschule gefertigten Gesellenstücke mit dem Staatspreis der Regierung von Oberbayern ausgezeichnet.[271]

Nach dem Ende 1946 gegründeten Kulturkreis im Rupertigau mit Sitz in Berchtesgaden als Vorläufer wurde am 30. Juni 1948 die Volkshochschule Berchtesgaden gegründet.[272]

Bischofswiesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Pfarrer-Gruber-Straße 8 wurde ein Haus für Kinder sowie ein Waldkindergarten eingerichtet, am Rathausplatz 3 ein Kinderhort.[273] Des Weiteren bietet die „Lebenswelt Insula“ Ortsteil Strub einen Kindergarten, einen Kinderhort und eine Kinderkrippe an.[274]

Am Rathausplatz 4 ist eine Grund- u. Mittelschule für insgesamt 295 Schüler.[275]

Eine weitere Einrichtung auf dem Gelände der „Lebenswelt Insula“ ist eine Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe.[276]

Marktschellenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier gibt es den Pfarrkindergarten St. Nikolaus unter kirchlicher Trägerschaft und die Grundschule Marktschellenberg.[277]

Ramsau bei Berchtesgaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Träger eines Kindergartens[278] und einer Grundschule.[279]

Schönau am Königssee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde unterhält die Kindertagesstätte Schönau a. Königssee[280] und die Grundschule Schönau am Königssee („Schneewinklschule“), die CJD Christophorusschulen Berchtesgaden am Dürreck eine Realschule sowie bereits seit 1960 ein Gymnasium („Skigymnasium“, Eliteschule des Sports).[281]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berchtesgaden vom Kehlsteinhaus aus gesehen

Zentrale Einrichtungen in Berchtesgaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Finanzamt ist das einzig in Berchtesgaden verbliebene Amt mit Aufgaben, die den ganzen Landkreis betreffen.[282]

Der Landkreis unterhält in Berchtesgaden die Mehrfachturnhalle des Bundesleistungszentrums für Bob- und Rodeln, die auch für Schul- und Breitensport genutzt wird.

Die Kreisklinik Berchtesgaden im Ortsteil Salzberg ist ein Krankenhaus der Regelversorgung mit 118 Betten und 32 Reha-Betten. Sie gehört zum kommunalen Klinikverbund Kliniken Südostbayern AG. Die Klinik stellt unter anderem mit der Ambulanz die Notfallversorgung der Region für einfache Fälle sicher. Spezialisiert ist die Klinik auf Orthopädie.[283]

In Berchtesgaden hat auch die Nationalparkverwaltung ihren Sitz wie auch die Kurdirektion als Verwaltung des Zweckverbandes Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee. Der Forstbetrieb Berchtesgaden der bayerischen Staatsforsten bewirtschaftet die Staatswälder der Region. Das kommunale Wohnbauwerk Berchtesgadener Land hat ebenfalls seinen Sitz in Berchtesgaden.

Der Tourismusverband unterhält im Ort das Kur- und Kongresshaus sowie das Wellness-Hallenbad Watzmann Therme, der Friedhofsverband als Zweckverband der Gemeinden Markt Berchtesgaden, Bischofswiesen und Schönau am Königssee den Alten Friedhof sowie im benachbarten Schönau am Königssee den Ende September 2015 bei einem landesweiten Wettbewerb als Sieger des Landkreises Berchtesgadener Land ausgezeichneten Bergfriedhof, auf dem der Großteil der Berchtesgadener Bürger beigesetzt wird.[284]

Die Kläranlage des Marktes wird von den Gemeinden Bischofswiesen, Ramsau und Schönau am Königssee mitgenutzt, der Schlachthof des Marktes neben den vorgenannten Gemeinden auch von Marktschellenberg mitfinanziert. In die Berchtesgadener Gemeindeverwaltung integriert ist auch die Verwaltung des Friedhofszweckverbandes. Zudem ist das Standesamt der Gemeinde auch für die Nachbargemeinde Schönau am Königssee zuständig.

Berchtesgaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Sitz einer eine Polizeiinspektion. Sie betreibt das Seniorenheim Martin-Beer-Haus und verwaltet die Stiftung Bürgerheim als Pflegeheim. Zu den gemeindeeigenen Sporteinrichtungen gehören ferner eine Eishalle, mehrere Turnhallen, ein Sportplatz sowie die auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Bischofswiesen angelegten Sprungschanzen am Kälberstein. Die Gemeinde verfügt eine kleine Marktbücherei. Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde sorgt für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe; sie unterhält drei Feuerwehrhäuser.

Bischofswiesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde betreibt ein Naturbad am Aschauer Weiher nahe dem Rostwald.

Ramsau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Ramsau unterhält einen Bergkurgarten[285] sowie einen 1973 angelegten Sportplatz[286] und eine Turnhalle.[286]

Der örtliche Friedhof mit dem seit 1938 erbauten Leichenhaus[286] ist im Eigentum der römisch-katholischen Kirche und wird auch von ihr verwaltet.

1874 wurde die Freiwillige Feuerwehr Ramsau gegründet. Sie gehört dem Inspektionsbereich Süd der Kreisbrandinspektion Berchtesgadener Land an.[287] 1980/81 wurden am alten Gemeindehaus das Feuerwehrhaus nebst Wohnungen errichtet.

Schönau am Königssee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Unterschönau befindet sich die weltweit erste Kunsteisbahn für Rennrodeln, Bob und Skeleton (siehe: Kunsteisbahn Königssee).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Berchtesgadener Land sind nicht zuletzt viele namhafte Wintersportler wie Georg Hackl und Anja Huber aber auch Bildende Künstler, Musiker und Schriftsteller zur Welt gekommen. Die Region war und ist zudem Wirkungsstätte und Wohnort vieler nicht aus der Gegend stammender Sportler, Wissenschaftler, Politiker und Schriftsteller wie zum Beispiel Carl von Linde, Georg Leber und Ludwig Ganghofer. Auch hatten einige der hochrangigsten Nationalsozialisten (u. a. Adolf Hitler, Martin Bormann, Hermann Göring und Albert Speer) während des so genannten „Dritten Reichs“ einen Wohnsitz innerhalb des „Führersperrgebiets“ auf dem zu Berchtesgaden gehörenden Obersalzberg – deren Wirken wird seit 1999 nun auch innerhalb Berchtesgadens ausführlich und kritisch in der Dokumentation Obersalzberg beleuchtet.

Historische Karten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur naturräumlichen Gliederung der Berchtesgadener Alpen
Zur geologischen Entwicklung
  • Ewald Langenscheidt: Geologie der Berchtesgadener Berge – Eine Einführung in Stratigraphie, Fazies und Tektonik. Hrsg.: Nationalpark Berchtesgaden. 2. Auflage. Berchtesgadener Anzeiger, Berchtesgaden 2001, ISBN 3-925647-27-9, S. 26, 64–72.
  • Stefan Glaser, Ulrich Lagally, Georg Loth, Hubert Schmid und Klaus Schwerd: Geotope in Oberbayern. In: Bayerisches Landesamt für Umwelt (Hrsg.): Geotopschutz in Bayern – Erdwissenschaftliche Beiträge zum Naturschutz. Band 6. Augsburg 2008, ISBN 978-3-940009-95-1, S. 24, 175–187.
Zur Geschichte bis 1803
  • Manfred Feulner: Berchtesgaden – Geschichte des Landes und seiner Bewohner. Berchtesgaden 1985. (4. Aufl. 2002) ISBN 3-925647-30-9
  • Stefan Weinfurter, Die Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes – Reformidee und Anfänge der Regularkanoniker in Berchtesgaden, in: Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594), Bd. 1, hg. von W. Brugger, H. Dopsch, P. F. Kramml, Berchtesgaden 1991, S. 229–264
Zur Geschichte nach 1803
  • Walter Brugger (Hrsg.) u. a.: Geschichte von Berchtesgaden. Bd. 3., Berchtesgaden im Königreich und Freistaat Bayern von 1810 bis zur Gegenwart Teil 1. Kirche, Kunst, Kultur, Alpinismus, Sport, Vereinswesen. Plenk Verlag, Berchtesgaden 1998, ISBN 3-927957-10-0.
  • Hellmut Schöner (Hrsg.), A. Helm: Das Berchtesgadener Land im Wandel der Zeit. Reprint von 1929. Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes. Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1973.
  • Hellmut Schöner (Hrsg.): Das Berchtesgadener Land im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes, Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1982, ISBN 3-87490-528-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quellen zum Durchschnitt der Einwohnerzahlen je km² siehe Abschnitt: Einwohnerentwicklung und Bevölkerungsdichte
  2. a b Amtliche Karte des BayernAtlas mit Höhenangabe zum Grenzübergang, online unter geoportal.bayern.de/bayernatlas/
  3. a b Einordnung der das Berchtesgadener Land umgebenden Berchtesgadener Alpen zu den Nördlichen Ostalpen laut Alpenvereinseinteilung der Ostalpen
  4. Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. S. 331.
  5. a b c d e Geschichte des Landkreises Berchtesgadener Land – Der südostoberbayerische Landkreis zum Begriff Berchtesgadener Land, online unter berchtesgadener-land.com
  6. Carl Rathjens: Berchtesgadener Alpen. In: Das Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands, Hrsg. Bundesanstalt für Landeskunde und des Zentralausschuss für deutsche Landeskunde, 1. Lieferung, Verlag der Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen 1953, S. 58f.
  7. Klaus Hormann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg, S. 69.
  8. Klaus Hormann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg, S. 45 f.
  9. Klaus Hormann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg, S. 46
  10. a b c Klaus Hormann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg, S. 49
  11. Klaus Hormann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg, S. 48
  12. Klaus Hormann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg, S. 47f.
  13. Klaus Hormann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg, S. 50
  14. Klaus Hormann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg, S. 51f.
  15. a b Klaus Hormann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg, S. 52
  16. Klaus Hormann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg, S. 52f.
  17. Klaus Hormann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg, S. 53
  18. Klaus Hormann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg, S. 53f.
  19. Klaus Hormann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg, S. 54f.
  20. Klaus Hormann: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 190/196 Salzburg, S. 55
  21. a b siehe dazu: Bayerisches Landesamt für Umwelt: Entwurf einer kulturlandschaftlichen Gliederung Bayerns als Beitrag zur Biodiversität – 61 Berchtesgadener Land (Stand: 2011), PDF-Datei online unter lfu.bayern.de
  22. a b siehe dazu: Bayerisches Landesamt für Umwelt: Kulturlandschaftliche Empfehlungen für Bayern – 61 Berchtesgadener Land (Stand: 2013), PDF-Datei online unter lfu.bayern.de
  23. a b Bayerisches Landesamt für Umwelt: Bedeutsame Kulturlandschaften in der Kulturlandschaftseinheit 61 Berchtesgadener Land (Stand: 2012), PDF-Datei online unter lfu.bayern.de
  24. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke, Band 1. Salzburg 1815; S. 62–63 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  25. a b Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. S. 273–274
  26. berchtesgaden-evangelisch.de Zur Insula-Kirche auf der Homepage der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Berchtesgadens
  27. Marktschellenberg: Gemeinde → Geschichte Abgerufen am 9. Juli 2011.
  28. geschichte.digitale-sammlungen.de Historischer Atlas von Bayern – Vergriffene Bände; Band: Altbayern Reihe I Heft 7: Fürstpropstei Berchtesgaden. S. 31
  29. a b c d e f berchtesgaden-evangelisch.de Alfred Spiegel-Schmidt: Reformation und Emigration im Berchtesgadener Land. Text zur Emigration der Protestanten aus der Fürstpropstei Berchtesgaden.
  30. a b Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 2, S. 131–132 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  31. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 2, ab S. 145 f.
  32. Manfred Feulner: Maria Gern – Gnotschaft und Gemeinde im Auftrag der Blaskapelle Maria Gern. Literatur und Quellen: berchtesgadeninfo.de, Marktarchiv Berchtesgaden, Abt. Maria Gern.
  33. a b Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee zum Begriff Die Orte im südlichen Berchtesgadener Land, online unter berchtesgadener-land.com
  34. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
  35. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 1. Salzburg 1815; S. iii + 135 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  36. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 2, S. 144 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  37. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 3, S. 83 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  38. a b c Manfred Feulner: Berchtesgaden – Geschichte des Landes und seiner Bewohner. siehe Die Vertreibung der Protestanten aus Berchtesgaden. S. 171–174.
  39. a b A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit, Stichwort: Geschichte des Landes, S. 110.
  40. Stefan Glaser, Ulrich Lagally, Georg Loth, Hubert Schmid und Klaus Schwerd: Geotope in Oberbayern, S. 24
  41. Ewald Langenscheidt: Geologie der Berchtesgadener Berge, S. 26
  42. Stefan Glaser, Ulrich Lagally, Georg Loth, Hubert Schmid und Klaus Schwerd: Geotope in Oberbayern, S. 176
  43. Ewald Langenscheidt: Geologie der Berchtesgadener Berge, S. 64
  44. A. v. Poschinger & P. Thom: Bergsturz Hintersee/Ramsau (Berchtesgadener Land): Neue Untersuchungsergebnisse. In: Geologica Bavarica. Band 99. München 1995, S. 399 – 411.
  45. Ewald Langenscheidt: Geologie der Berchtesgadener Berge, S.64–72
  46. a b Stefan Glaser, Ulrich Lagally, Georg Loth, Hubert Schmid und Klaus Schwerd: Geotope in Oberbayern, S. 175–187
  47. Quellenmonitoring, online unter nationalpark-berchtesgaden.bayern.de
  48. a b Nationalpark Berchtesgaden – Deutschlands einziger Alpen-Nationalpark, PDF-Faltblatt mit Angaben zu den Tierarten, online unter nationalpark-berchtesgaden.bayern.de
  49. Johannes Voith: Wirbellose Tiere im Wimbachtal und Funtenseegebiet, online unter nationalpark-berchtesgaden.bayern.de
  50. Statistisches Bundesamt: Statistisches Jahrbuch 2013, Geografie und Klima, Seite 18, Zugriff am 13. Februar 2014.
  51. § 15a Kommunaler Nationalparkausschuss:
    (1) „Zur Unterstützung der Nationalparkverwaltung und zur Sicherung kommunaler Belange wird ein Ausschuss gebildet, der aus dem Landrat des Landkreises Berchtesgadener Land, den ersten Bürgermeistern der Märkte Berchtesgaden und Marktschellenberg, der Gemeinden Bischofswiesen, Ramsau b. Berchtesgaden und Schönau a. Königssee besteht.“
    (2) „Der Leiter der Nationalparkverwaltung und der Leiter der Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Berchtesgaden oder deren Stellvertreter nehmen an den Sitzungen teil.“
    (3) „Der Ausschuss wirkt mit bei der 1. Ausarbeitung und Aufstellung des Landschaftsrahmenplans (§ 2) und des Nationalparkplans (§ 13 Abs. 1) sowie bei der Festlegung der jährlichen Maßnahmen zur Entwicklung des Nationalparks (§ 13 Abs. 2), soweit diese Einfluss auf das Vorfeld haben“
  52. Der Alpenpark und Nationalpark Berchtesgaden, Herausgeber: Deutsches Jugendherbergswerk, Landesverband Bayern e.V., PDF-Datei online unter jugendherberge.de; „Der Alpenpark deckt in etwa jenes Gebiet ab, das mit dem früheren geographischen Begriff "Berchtesgadener Land" umschrieben wird.(..) In diesen Talbereichen liegen die Gemeinden Markt Berchtesgaden, Schönau am Königssee, Ramsau, Bischofswiesen und Marktschellenberg.“ © DJH Landesverband Bayern e.V., 2005
  53. Alpenpark Berchtesgaden identische Größe und Kartierung wie Biosphärenreservat Berchtesgaden, siehe Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. Berchtesgaden 1982, S. 27 f.
  54. berchtesgaden.de Daten zur Verleihung des Prädikats „UNESCO Biosphärenreservat
  55. Ortsgeschichte zur Jungsteinzeit, online unter gemeinde.berchtesgaden.de.
  56. Sigmund Riezler: Die Orts-, Wasser- und Bergnamen des Berchtesgadener Landes in Festgabe für Gerold Meyer von Knonau, 1913, S. 93.
  57. A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit, Stichwort: Geschichte des Landes, S. 106.
  58. germazope.uni-trier.de Grimm’sches Wörterbuch zu GADEM,GADEN; siehe auch Etymologie des Wortes Garten
  59. Ähnlich wie bei Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 9 heißt es bei A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit, S. 31: „Der Name stammt sicher von einem gewissen Perther, einem Vertreter aus dem Geschlecht der Aribonen, der in dem waldbestandenen Gebirgskessel zu Jagdzwecken einen so genannten Gaden, ein einräumiges Gebäude, errichtete.“
  60. a b Dieter Albrecht: Die Fürstpropstei Berchtesgaden. In: Max Spindler, Andreas Kraus (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Geschichte, 3., neu bearb. Aufl., München 1995, S. 286–287 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  61. Stefan Weinfurter, Die Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes, S. 230.
  62. Walter Brugger, Heinz Dopsch, Peter F. Kramml: Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594). Plenk, 1991, S. 228.
  63. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 8.
  64. Stefan Weinfurter, Die Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes, S. 240f.
  65. (Anm. 45) in Stefan Weinfurter, Die Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes, S. 229–264, hier: S. 239, 240.
  66. Stefan Weinfurter, Die Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes, S. 229–264, hier: S. 245–246.
  67. a b c d A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit, Stichwort: Geschichte des Landes, S. 108–109.
  68. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 11.
  69. a b Dieter Albrecht: Die Fürstpropstei Berchtesgaden. In: Max Spindler, Andreas Kraus (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Geschichte, S. 288 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  70. Stefan Weinfurter, Die Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes – Reformidee und Anfänge der Regularkanoniker in Berchtesgaden, in: Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594), Bd. 1, hg. von W. Brugger, H. Dopsch, P. F. Kramml, Berchtesgaden 1991, S. 229–264, hier: S. 250.
  71. A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit, Stichwort: Geschichte des Landes, S. 106–111, S. 107–108.
  72. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 18.
  73. Stefan Weinfurter, Die Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes, S. 229–264, hier: S. 239.
  74. Chorherrenstift Berchtesgaden, Basisdaten und Geschichte:
    Stephanie Haberer:  Fürstpropstei Berchtesgaden – Chorherren und Salzknappen in der Datenbank Klöster in Bayern im Haus der Bayerischen Geschichte
  75. Stefan Weinfurter, Die Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes, S. 235.
  76. Stefan Weinfurter, Die Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes, S. 254.
  77. a b Stefan Weinfurter, Die Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes, S. 253.
  78. „So hatte man in Berchtesgaden (..) auf der Grundlage einer echten Vorurkunde eine neue Urkunde, eine erweiterte Neuausfertigung, erstellt mit dem Zweck, das Salzregal sicherzustellen.“ in Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 37.
  79. a b Geschichte des Schellenberger Turms, online unter marktschellenberg.de
  80. Die Urkunde Friedrich Barbarossas für das Stift Berchtesgaden vom 13. Juni 1156. München, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Kaiserselekt 490
  81. Stefan Weinfurter, Die Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes – Reformidee und Anfänge der Regularkanoniker in Berchtesgaden, in: Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594), Bd. 1, hg. von W. Brugger, H. Dopsch, P. F. Kramml, Berchtesgaden 1991, S. 229–264, hier: S. 229–264, hier: S. 255 u. 256.
  82. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 47.
  83. a b c d Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 50–51.
  84. Laut A. Helm sind die nach ihm bereits 1254 erhaltenen bischöflichen Insignien schon Zeichen einer direkten päpstlichen Oberhoheit, der das Stift seitdem allein unterstellt gewesen wäre. Siehe A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit, Stichwort: Geschichte des Landes, S. 109.
  85. Zu Pfarrei in Pleickard Stumpf: Bayern: ein geographisch-statistisch-historisches Handbuch des Königreiches, S. 95 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  86. Zum eingeschränkten Marktrecht in Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 119.
  87. Walter Brugger, Heinz Dopsch, Peter F. Kramml: Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594). Plenk, 1991, S. 360 (eingeschränkte Vorschau).
  88. Walter Brugger, Heinz Dopsch, Peter F. Kramml: Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594). Plenk, 1991, S. 711 (eingeschränkte Vorschau).
  89. Walter Brugger, Heinz Dopsch, Peter F. Kramml: Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594). Plenk, 1991, S. 391 (eingeschränkte Vorschau).
  90. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 59–60.
  91. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 72–73.
  92. mom-ca.uni-koeln.de Urkunde vom 27. November 1382, Reichenhall – „Hintergangsbrief von den Brüdern Stephan, Friedrich und Johann, Herzogen in Bayern, auf Herzog Leopold zu Österreich und Stephan, Herzog in Bayern, in den Streitigkeiten zwischen ihnen, dann den Herzogen Albrecht und Leopold von Österreich und Pilgrim, Eb zu Salzburg, wegen Berchtesgaden.“; Signatur: AUR 1382 XI 27. in Monasterium.Net.
  93. mom-ca.uni-koeln.de Urkunde vom 24. Oktober 1384, Perwang im Attergau – mit Schiedsspruch des Bischofs Berthold von Freising; Aufbewahrungsort: Archiv: HHStA Wien, AUR (www.oesta.gv.at) in Monasterium.Net.
  94. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 20.
  95. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 78.
  96. Laut A. Helm sind die nach ihm bereits 1254 erhaltenen bischöflichen Insignien schon Zeichen einer direkten päpstlichen Oberhoheit, der das Stift seitdem allein unterstellt gewesen sei. Siehe A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit, Stichwort: Geschichte des Landes, S. 109.
  97. a b c d Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 2, S. 98–99 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  98. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 2, S. 143 unten f. (Volltext in der Google-Buchsuche).
  99. alpen-info.de – Geschichtlicher Abriss ohne zuordenbare Quellenbenennung.
  100. Walter Brugger: Geschichte von Berchtesgaden: Stift – Markt – Land. Band 2: Vom Beginn der Wittelsbachischen Administration bis zum Übergang an Bayern 1810. Plenk, Berchtesgaden 1995, ISBN 978-3-922590-94-1.
  101. Michael Petzet: Denkmäler in Bayern, Band 1–2; S. 141.
  102. Geschichte – Die Anfänge des Salzbergbaus in Berchtesgaden – Chronik des Salzabbaus im Salzbergwerk Berchtesgaden; geschichtlicher Abriss ohne zuordenbare Quellenbenennung, online unter salzbergwerk.de.
  103. a b Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 100–101.
  104. wikisource.org Reichsmatrikel von 1521.
  105. wikisource.org Alte Buchaufstellung von 1532 zu Reichsmatrikel.
  106. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 96–97.
  107. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 98–99.
  108. Näheres zur Holzverarbeitung u. a. für die Versiedung in den Salinen siehe Dieter Albrecht: Die Fürstpropstei Berchtesgaden, in: Max Spindler, Andreas Kraus (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Geschichte, S. 298 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  109. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 99–100.
  110. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 87–88.
  111. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 92 (Siehe hierzu unter anderem auch seine Vorgänger: Konrad Torer von Törlein und Eberhard III. von Neuhaus.)
  112. a b c Manfred Feulner: Berchtesgaden. Siehe Kap. Die Vertreibung der Protestanten aus Berchtesgaden. S. 168–169.
  113. Gustav Bossert: Strauß, Jakob. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 36, Duncker & Humblot, Leipzig 1893, S. 535–538.
  114. a b Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 106–108.
  115. Kaiserl. Decret, in salzburgischen und berchtesgadischen Salzirrungen – Prag, den 20. November 1591. In: Johann Georg von Lori: Sammlung des baierischen Bergrechts: mit einer Einleitung in die baierische Bergrechtsgeschichte. Franz Lorenz Richter, München 1764, S. 345 (online über Google Books).
  116. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 159.
  117. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 160–163.
  118. a b Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 163–165.
  119. Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 186.
  120. a b Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 3, S. 68–69 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  121. A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit, Stichwort: Auswanderung, S. 12.
  122. Hellmut Schöner: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, 1982, S. 114.
  123. Manfred Feulner: Berchtesgaden. siehe Die Vertreibung der Protestanten aus Berchtesgaden. S. 173.
  124. Manfred Feulner: Berchtesgaden. siehe Die Vertreibung der Protestanten aus Berchtesgaden. S. 174.
  125. a b c Manfred Feulner: Berchtesgaden. S. 188–194.
  126. Hellmut Schöner: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, 1982, S. 99.
  127. Karl Maximilian von Bauernfeind: Utzschneider, Josef von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 39, Duncker & Humblot, Leipzig 1895, S. 420–440.
  128. Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke. Band 3, ab S. 116 f. (Volltext in der Google-Buchsuche).
  129. a b c A. Helm, Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Reprint von 1929. Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes. Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1973. S. 194.
  130. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 434.
  131. wiki-de.genealogy.net zu Zeiträumen, als Bad Reichenhall kreisfreie Stadt war.
  132. Hellmut Schöner: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, 1982, S. 204.
  133. a b Hellmut Schöner: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, 1982, S. 220–221
  134. Zahlen zu Gästeübernachtungen im Berchtesgadener Land, das heißt im inneren Landkreis mit Berchtesgaden, Bischofswiesen, Schönau am Königssee, Marktschellenberg und Ramsau – in Hellmut Schöner: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, 1982, S. 146–147.
  135. OBERSALZBERG – Verzehr bedingt. In: Der Spiegel. Nr. 49, 1951, S. 10–12 (online – 5. Dezember 1951).
  136. a b zeit.de Gerd Henghuber: Sorge um den Ruf; zu „Nach dem Zweiten Weltkrieg vermochte der Ort gerade auch wegen seiner historischen Bedeutung während der Zeit des Nationalsozialismus an diesem Aufschwung wieder anzuknüpfen“ das Zitat aus der Quelle: „Neben den Touristen haben nämlich fünfzig Jahre nach Kriegsende auch Scharen von Journalisten den Obersalzberg entdeckt. Rasch war ein Zusammenhang zwischen den Touristenmassen und den Heften hergestellt: Der Obersalzberg, so sendete und schrieb man von Stuttgart bis Seoul, sei zu einer ‚Wallfahrtsstätte für Ewiggestrige‘ geworden.“ in Die Zeit 24/1995.
  137. a b DiePresse.com, 26. Februar 2005: Bayern: Urlaub auf Hitlers Lieblingsberg.
  138. Enno Bünz: Das Land als Bezugsrahmen von Herrschaft, Rechtsordnung und Identitätsbildung. Überlegungen zum spätmittelalterlichen Landesbegriff. In: Matthias Werner (Hrsg.): Spätmittelalterliches Landesbewußtsein in Deutschland. Stuttgart 2005, S. 53–92, hier: S. 70 f. (online abrufbar als PDF-Datei)
  139. Manfred Feulner: Berchtesgaden – Geschichte des Landes und seiner Bewohner. Berchtesgadener Anzeiger, Berchtesgaden 1986 ISBN 3-925647-00-7; S. 72
  140. Dieter Albrecht: Die Fürstpropstei Berchtesgaden, in: Max Spindler, Andreas Kraus, Handbuch der bayerischen Geschichte, 1995, Band 3-3, S. 291
  141. Zitiert nach Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 47 (1907), S. 81
  142. Wolfgang Wüst: Die „gute“ Policey im Reichskreis. Zur frühmodernen Normensetzung in den Kernregionen des alten Reiches, 3. Die „gute“ Policey im bayerischen Reichskreis und in der Oberpfalz, 2001, S. 130
  143. Lorenz Hübner: Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg, 1792, Band 1, S. 585
  144. Lorenz Hübner: Beschreibung des Erzstiftes und Reichsfürstenthums Salzburg, Band 1, 1796, S. 302
  145. Johann Wolfgang Melchinger: Geographisches statistisch-topographisches Lexikon von Baiern, 1797, S. 184
  146. a b Bayerische Landesbibliothek Online: Saltzach Kreis. Saltzach Kreis. 1809. Gravé par Johann Baptist Seitz. [Ca. 1:1 000 000]. Kupferstich, Originalgröße 16 × 20 cm. Blatt 11 in: Das Koenigreich Baiern : in fünfzehen Kreise eingetheilt, nebst einer Uebersichts-Karte. München, Redaktion d. Regierungsblattes 1809
  147. a b Bayerische Landesbibliothek Online: Die Baierische Monarchie. Die Baierische Monarchie. [Gewidmet] Seiner Königlichen Maiestät von Baiern Maximilian Joseph I. Entworfen in zwey Blättern von Conrad Mannert. Christian M. Trummert sc. Nach dem Pariser Frieden erweiterte und berichtigte Ausgabe. [Ca. 1:600 000]. Nürnberg, Christoph Fembo [früher Homanns Erben] 1816. Kupferstich auf 2 Blättern mit 1 Supplementblatt.
  148. Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste, 1822, S. 72
  149. Friedrich Wilhelm Walther: Topische Geographie von Baiern, 1844, S. 87
  150. Das grosse Conversations-Lexicon für die gebildeten Stände, 1845, Vierter Band, S. 427
  151. Abgedruckt in Heidelberger Jahrbücher der Literatur, Band 50, 1857, S. 65
  152. Alfred von Böhm: Der Watzmann, in: Jahrbuch des Oesterreichischen Alpen-Vereines, 4, 1868, S. 244 und Gustav von Bezold, Naturwissenschaftliche Skizzen aus den Alpen von Berchtesgaden, in: ebd., 5, 1869, S. 190 bzw. 192
  153. Adolf Bühler: Berchtesgaden und seine Umgebung. Verlag Brunnquell, 1870 (online unter Google Books)
  154. H. Wille: Im Berchtesgadner Landl, in: Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens, 1898, Bd. 11, S. 219f.
  155. Nikolas Benckiser: Deutsche Landschaften, 1972, S. 173
  156. Peter Blickle: Landschaften im Alten Reich, 1973, S. 68f.
  157. Herbert Liedtke, Uwe Förster: Namen und Abgrenzungen von Landschaften in der Bundesrepublik Deutschland gemäss der amtlichen Übersichtskarte 1:500,000 (ÜK 500), 1984, S. 26
  158. „Durch den Frieden von Wien zwischen Österreich und Napoleon im Jahre 1810 erhielt das junge Königreich zudem mit dem Berchtesgadener Land ein Gebiet zugesprochen, das sich in erster Linie durch die Schönheit seiner Landschaft auszeichnete, das aber gerade auch hinsichtlich Geschichte, Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur sowie geographischer Lage das bisherige bayerische Staatsgebiet auf harmonische Weise ergänzte und abrundete.“
    zitiert aus Stefan Plenk: Die Angliederung der Fürstpropstei Berchtesgaden an das Königreich, 2008, S. 32
  159. Günter Kampfhammer: Gebietsnamen in Bayern S. 621; in Dieter Harmening, Erich Wimmer, Wolfgang Brückner (Hrsg.): Volkskultur, Geschichte, Region: Festschrift für Wolfgang Brückner zum 60. Königshausen & Neumann, Würzburg 1992.
  160. 10 Jahre Berchtesgadener Land Tourismus GmbH – Kennzahlen und Fakten, Festschrift als PDF-Datei, mit den Abschnitten BGLT Struktur S. 6 und BGLT Aufgaben S. 7 von 36 Seiten, online unter berchtesgadener-land.com
  161. Christine Garbe, Stefanie Höhn, Kerstin Koch, Michael Meyer, Bernd Räth: Zukunftsorientierte Tourismusentwicklung im Landkreis Berchtesgadener Land; Zu „Berchtesgadener Land Tourismus GmbH“: „Die Namensgebung und der Sitz in Berchtesgaden unterstreichen den Schwerpunkt der Region Berchtesgaden mit seinen südlichen Gemeinden. Die nördlichen Gebiete hoffen darauf, dass sie als touristisch schwächere Gemeinden von einer gemeinsamen Vermarktung des Landkreises profitieren.“; siehe PDF-Dokumentation, Dokumentation von Ökologischer Tourismus in Europa (Ö.T.E) e.V. 2005, S. 66 u. 67 von 117 Seiten, online unter oete.de
  162. a b Michael Hudelist: „BGD“ ist wieder da, im Berchtesgadener Anzeiger vom 23. Juli 2016, online unter berchtesgadener-anzeiger.de
  163. Wiedereinführung Altkennzeichen REI, BGD und LF, Bekanntmachung des Landratsamts Berchtesgadener Land vom 28. Juli 2016, online unter lra-bgl.de
  164. Bayerisches Landesamt für Umwelt: Entwurf einer kulturlandschaftlichen Gliederung Bayerns als Beitrag zur Biodiversität – 60 Rupertiwinkel (Stand: 2011), online unter lfu.bayern.de
  165. Berchtesgaden: Amtliche Statistik des LfStat S. 6 von 29 PDF-Seiten, Bayerisches Landesamt.
  166. Bischofswiesen: Amtliche Statistik des LfStat S. 6 von 29 PDF-Seiten.
  167. Marktschellenberg: Amtliche Statistik des LfStat S. 6 von 29 PDF-Seiten.
  168. Ramsau bei Berchtesgaden: Amtliche Statistik des LfStat S. 6 von 29 PDF-Seiten.
  169. Schönau am Königssee: Amtliche Statistik des LfStat S. 6 von 29 PDF-Seiten.
  170. ev-dekanat-traunstein.de Zugehörigkeit der ev.-luth. Kirchengemeinde Berchtesgaden zum Evangelischen Dekanats Traunstein
  171. Strukturplan 2020: Dekanat Berchtesgaden
  172. Zur Dekanat Berchtesgadener Land, online unter erzbistum-muenchen.de
  173. Zur Zwei Dekane im Landkreis Berchtesgadener Land, online unter erzbistum-muenchen.de
  174. stiftskirche-berchtesgaden.de Homepage der römisch-katholischen Pfarrei St. Andreas in Berchtesgaden.
  175. Die katholische Kirche im Berchtesgadener Talkessel; online über stiftskirche-berchtesgaden.de
  176. N.N.: Kirche im Berchtesgadener Land im Umbruch, Meldung vom 9. August 2012 im Berchtesgadener Anzeiger.
  177. Zur Pfarrverband Bischofswiesen, online unter erzbistum-muenchen.de
  178. berchtesgaden-evangelisch.de – Anlässlich des ökumenischen Kirchentages 2010 in München ein Gemeindebrief der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Berchtesgaden mit einem Gastbeitrag zur römisch-katholischen Pfarrei in der Ramsau; Gemeindebrief Nr. 130 für Juli-Oktober 2010, s. S. 21 von 32 PDF-Seiten
  179. Unser Seelsorger, online unter kirche-ramsau.de
  180. Pfarrei Unterstein, online unter erzbistum-muenchen.de
  181. erzbistum-muenchen.de „Seelsorgeeinheiten in der Erzdiözese München und Freising nach Planung 2020“ als PDF-Datei, eine Seite
  182. Vorläufiges Ergebnis der Gemeinderatswahl im Markt Berchtesgaden am 16. März 2014; online unter portal.gemeinde.berchtesgaden.de, PDF-Datei (2,6 MB)
  183. gemeinde.bischofswiesen.de Wahlergebnisse zum Gemeinderat 2014
  184. Die Mitglieder des Marktgemeinderates Marktschellenberg ab 1. Mai 2014; online unter marktschellenberg.de
  185. Gemeinderat Ramsau bei Berchtesgaden nach der Wahl 2014; online unter ramsau.de
  186. Gemeinderat – Übersicht, online unter schoenau-koenigssee.com
  187. Zu Bedeutung und Ursprung des Berchtesgadener Wappens, siehe Markt Berchtesgaden bei Haus der Bayerischen Geschichte, Eintrag zum Wappen von Berchtesgadener Land in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte .
  188. berchtesgaden.de Ausführungen zum Palmsonntag.
  189. Trachtenvereine im Berchtesgadener Land, online unter berchtesgadener-land.com
  190. a b Brauchtum, Festtage und Vereinsleben in Marktschellenberg, online unter marktschellenberg.de
  191. N.N.: Heimatkundeverein mit neuer Homepage in Berchtesgadener Anzeiger, Meldung vom 11. Juli 2012.
  192. heimatkundeverein-berchtesgaden.de Homepage des Heimatkundevereins Berchtesgaden e. V.
  193. Vereinigte Trachtenvereine des Berchtesgadener Landes e. V. (Hrsg.), Franz Rasp: Berchtesgadener Mundart. Zum 60-jährigen Jubiläum der Vereinigung 1985. Verlag Berchtesgadener Anzeiger, Berchtesgaden 1985, ISBN 3-925647-05-8.
  194. Eine Quelle zur Sagenwelt: Sagen und Legenden um das Berchtesgadener Land von Gisela Schinzel-Penth, Ambro Lacus Verlag, Andechs 1982, ISBN 3-921445-27-2
  195. Festschrift zur Ganghofer-Feier in Berchtesgaden vom 4.–7. Juli 1925, Berchtesgaden 1925.
  196. a b c d e faz.net Weindl, Georg: Ein Leben zwischen Staffelei und Wirtshaus. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. Mai 2003
  197. a b c d e f g auzinger.de Zur Geschichte des Gasthof Auzinger
  198. Künstlersymposium in Ramsau
  199. Was eine Kirche in Bayern mit dem Eiffelturm eint
  200. Ramsauer Malerweg zum Hintersee – Auf den Spuren der Maler der Romantik
  201. Christoph Karbacher: Berchtesgaden als Motiv der Landschaftsmalerei. S. 304, in: Walter Brugger u. a. (Hrsg.): Geschichte von Berchtesgaden. Band III/1, Berchtesgaden 1998, S. 287–312.
  202. berchtesgaden.de Peter Ostermayr.
  203. Wildschütz Jennerwein. Herzen in Not, online unter filmportal.de
  204. a b Hellmut Schöner: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, 1982, S. 352.
  205. Original Berchtesgadener Fleitl der Drechslerei Oeggl in Bischofswiesen
  206. musikkapelle-ramsau.de Chronik
  207. Hellmut Schöner (Hrsg.), A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Stichwort: Theater S. 346–347.
  208. Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, S. 86–88.
  209. berchtesgadener-bauerntheater.de Zu Freilichtbühne im Steinbruch auf dem Kälberstein in Berchtesgaden
  210. Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, S. 452 f.
  211. Zu Brauchtum und Festen in der Ramsau Albert Scharf, Fritz Resch: Das Ramsauer Brauchtum im Ablauf des Kirchenjahres. Berchtesgadener Anzeiger 2005, ISBN 3-925647-39-2
  212. Gemeinde Ramsau – Brauchtum, Geschichte, Geographie in Ramsau und Berchtesgaden online unter ramsau.de
  213. Ulli Kastner: Es war nicht unser Ziel, den touristischen Boom einzuleiten. Interview mit Bürgermeister und Ordnungsamtsleiter zu „900 Jahre Berchtesgaden“ in Berchtesgadener Anzeiger, Meldung vom 18. Februar 2003.
  214. kp: Berchtesgaden feiert seine 200-jährige Zugehörigkeit zu Bayern. Interview mit Bürgermeister und Ordnungsamtsleiter zu „900 Jahre Berchtesgaden“ in Berchtesgadener Anzeiger, Meldung vom 12. Oktober 2010.
  215. Er ist wieder da – Der Berchtesgadener Stuck, online unter bgland24.de
  216. Stephan Kastner: Der Stuck – Ein Gebäck aus Berchtesgaden, online unter berchtesgadeninfo.de
  217. Andreas Meyhoff, Gerhard Pfeil: Olympia – Die versteckten Spiele. In: Spiegel Online, 18. Januar 2010.
  218. A schöne Sach’. In: Der Spiegel. Nr. 8, 1984, S. 57–60 (online – 20. Februar 1984).
  219. welt.de Wo Olympiasieger fürs Abitur lernen. In: Welt am Sonntag, 11. Jan. 2009.
  220. Regionalzentrum Chiemgau / Berchtesgadener Land, online unter ospbayern.de
  221. Skigebiet Götschen, online unter berchtesgadener-land.com
  222. Unsere Prominenten (Memento vom 19. Juli 2011 im Internet Archive), Seite des RC Berchtesgaden mit Medaillenspiegel und prominenten Clubmitgliedern, online unter rodelclub-berchtesgaden.de.
  223. skberchtesgaden.de Vereinschronik des Skiklub Berchtesgaden.
  224. sports-reference.com Josef Ponn, Teilnehmer der Olympischen Winterspiele von 1936.
  225. tsv-berchtesgaden.de Website des TSV-Berchtesgaden.
  226. a b Zum Sport in Ramsau in AA: Vor 125 Jahren eröffnete in Ramsau eine „Postexpedition“ (PDF; 1,5 MB) in Ramsauer Bladl Nr. 42 vom September 2010
  227. ramsau.de Vereine
  228. sgschoenau.de Website zum Postsportverein-Berchtesgaden innerhalb der SG Schönau
  229. sgschoenau.de Homepage des SG Schönau Hauptvereins
  230. Sportvereine, online unter gemeinde.berchtesgaden.de.
  231. a b c d Christine Garbe, Stefanie Höhn, Kerstin Koch, Michael Meyer, Bernd Räth: Zukunftsorientierte Tourismusentwicklung im Landkreis Berchtesgadener Land, siehe PDF-Dokumentation, Dokumentation von Ökologischer Tourismus in Europa (Ö.T.E) e.V. 2005, S. 61 f., 64 f., 70 f. von 117 Seiten, online unter oete.de
  232. Hellmut Schöner: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, 1982, zum Kreuzgang, S. 185.
  233. Hellmut Schöner: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, 1982, zum Schloss S. 185f, 310f.
  234. Zur Höhenangabe siehe Abbildung der Höhenangabe am Haus sowie Der Kehlstein – Das Kehlsteinhaus, online unter berchtesgadeninfo.de.
  235. Wilhelm Neu, Volker Liedke, Otto Braasch: Oberbayern: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler, Band 1 von Denkmäler in Bayern, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1986 ISBN 978-3-486-52392-8, S. 141
  236. Zentralblatt der Bauverwaltung vom 20. April 1938, 58. Jahrgang Heft 10, S. 407.
  237. berchtesgaden-evangelisch.de Zur Christuskirche: PDF-Datei der evangelisch-lutherischen Pfarrei in Berchtesgaden.
  238. Hellmut Schöner: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, 1982, Religion S. 321.
  239. Hellmut Schöner (Hrsg.), A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Stichwort: Evangelisch-lutherische Kirche S. 71–72.
  240. stiftskirche-berchtesgaden.de Zur Stiftskirche: Homepage der römisch-katholischen Pfarrei St. Andreas in Berchtesgaden.
  241. Walter Brugger, Heinz Dopsch, Peter F. Kramml: Geschichte von Berchtesgaden: Stift, Markt, Land, Band 2. Plenk, Berchtesgaden 2002, S. 1153, 1266, 1267. Snippet mit betreffender Textstelle im Buch
  242. erzbistum-muenchen.de Seite des Pfarrverbandes Bischofswiesen zu Wallfahrtskirche Maria Hilf
  243. Ostasienführungen (Memento vom 19. Februar 2012 im Internet Archive), Zur Ostasiensammlung im Königlichen Schloss Berchtesgaden, online unter haus-bayern.com.
  244. Rehmuseum (Memento vom 2. Februar 2014 im Internet Archive) im Königlichen Schloss Berchtesgaden, online unter haus-bayern.com
  245. „Täterort“ und historische Aufklärung. Vortrag von Dr. Volker Dahm (Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte; München-Berlin, fachlicher Leiter der Dokumentation Obersalzberg) anlässlich eines Symposiums in zwei Teilen (5. bis 7. Dezember 2002, 16. bis 17. Januar 2003), nachzulesen im Tagungsband S. 198–210, Zitat S. 199 f. (online (Memento vom 28. April 2015 im Internet Archive) auf ns-dokumentationszentrum-muenchen.de; Direktlink zur PDF (1652 kB) in der aufgerufenen Seite).
  246. Dauerausstellung „Vertikale Wildnis“ im Haus der Berge, online unter haus-der-berge.bayern.de
  247. Geotope im Landkreis Berchtesgadener Land. In: Geotopkataster Bayerns. Bayrisches Landes für Umwelt; abgerufen am 10. Juli 2016.
  248. Hubert Job, Marius Mayer (Hrsg.): Tourismus und Regionalentwicklung in Bayern, siehe Problemstellung, PDF-Datei S. 165 von 257 Seiten, Akademie für Raumforschung und Landesplanung – Leibniz-Forum für Raumwissenschaften, Hannover 2013, online unter shop.arl-net.de
    „Die Bayerischen Alpen sind eine seit Jahrzehnten intensiv touristisch genutzte Gebirgsregion (vgl. Bätzing 2003: 151), in der dem Tourismus eine regionalwirtschaftlich bedeutende Rolle zukommt (vgl. Soboll/Klier/Heumann 2012: 150; Mayer/Woltering/Job 2008: 42 f.). Soboll/Klier/Heumann (2012: 150) schätzen den Beitrag des Tourismus zum Volkseinkommen in den Alpenlandkreisen durchweg höher als 5 % ein, wobei Landkreise wie Oberallgäu, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach sowie das Berchtesgadener Land sogar Anteile von mehr als 10 bis über 15 % aufweisen.“
  249. Christine Garbe, Stefanie Höhn, Kerstin Koch, Michael Meyer, Bernd Räth: Zukunftsorientierte Tourismusentwicklung im Landkreis Berchtesgadener Land. Zu „Wirtschaftstruktur“ des Landkreises Berchtesgadener Land: „Zu den dominierenden Erwerbsbranchen zählen die Bereiche Handel / Gastgewerbe / Verkehr sowie der Dienstleistungssektor.“ Laut folgender Tabelle sind 31,4 Prozent aller Erwerbstätigen in diesen für den Tourismus bedeutsamen Branchen 2005 tätig gewesen.
    Ferner heißt es: „Innerhalb des Landkreises bestehen deutliche Unterschiede zwischen den Verflechtungsbereichen der Orte Berchtesgaden und Freilassing. Während der Branchenschwerpunkt um Freilassing stärker im verarbeitenden Gewerbe liegt, ist der Großraum Berchtesgaden stark durch den Tourismus geprägt.“; siehe Dokumentation des Ökologischer Tourismus in Europa (Ö.T.E) e.V.; PDF von 2005, S. 34 von 117 Seiten, online unter oete.de
  250. a b Kilian Pfeiffer: Wirtschaftsplan 2016 vorgestellt Meldung im Berchtesgadener Anzeiger vom 13. Februar 2016, online unter berchtesgadener-anzeiger.de
  251. statistik.bayern.de Bayerisches Landesamt beispielhaft für Berchtesgaden zu Erwerbstätigkeiten. PDF-Datei, S. 8 von 27.
  252. Hellmut Schöner: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, 1982, S. 340.
  253. SalzZeitReise Faktenblatt – Wissenswertes zu unserem Salzbergwerk., Stand: September 2013, PDF-Datei, 3 Seiten,
  254. a b c d gemeinde.bischofswiesen.de Website der Gemeinde Bischofswiesen zum Gewerbeaufkommen in der Gemeinde
  255. Ewald Langenscheidt: Geologie der Berchtesgadener Berge, S. 26f.
  256. Salzbergwerk Berchtesgaden. In: Geotopkataster Bayern. Bayrisches Landesamt für Umwelt, 25. Januar 2016; abgerufen am 10. Juli 2016 (PDF).
  257. svv-info.at Linien des öffentlichen Verkehrs im Raum Salzburg.
  258. Fahrplandownload – Suchbegriff eingeben; Zugriff auf Fahrpläne der Region Oberbayern von und nach Berchtesgaden, online unter rvo-bus.de.
  259. Elektromobilität: Flüsterleise über den Königssee
  260. Im Oktober 2007 wurde, bei großer Medienresonanz, von Angestellten der Königssee-Schifffahrt diese Dienstleistung aus Protest kurzzeitig eingestellt. Die für 2008 angekündigte neue Betriebsvereinbarung sah unter anderem eine Regelung für die Annahme von Trinkgeld vor, welche auf die bis dahin geübte, den Fahrgast nötigende Praxis zielte. — Heiner Effern: Ein verheerendes Echo. In: sueddeutsche.de, 5. Oktober 2007, abgerufen am 25. Juli 2010.
  261. Website der Jennerbahn
  262. Technische Daten der Obersalzbergbahn
  263. Geschichte – zur Gründung und Ausstattung der Hochschwarzeck Bergbahn
  264. Skigebiet Götschen, online unter berchtesgadener-land.com
  265. Regionalzentrum Chiemgau / Berchtesgadener Land, online unter ospbayern.de
  266. grundschule-berchtesgaden.de Homepage der Grundschule Berchtesgaden.
  267. mittelschule-berchtesgaden.de Schulchronik der Mittelschule Berchtesgaden.
  268. Startseite der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden, online unter cjd-christophorusschulen-berchtesgaden.de.
  269. gymbgd.de Die Entwicklung des Gymnasiums Berchtesgaden. Seite der schuleigenen Homepage.
  270. berufsfachschule-berchtesgaden.eu Webseite der Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei des Landkreises Berchtesgadener Land.
  271. ros: Durch das Gesellenstück in den Beruf. In: Berchtesgadener Anzeiger, Meldung vom 31. Juli 2010 bzw. 6. August 2010.
  272. Hellmut Schöner: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Ergänzungsband I, 1982, Zur Volkshochschule S. 109.
  273. Haus für Kinder, Waldkindergarten und Kinderhort in Bischofswiesen, online unter gemeinde.bischofswiesen.de
  274. Kindergarten, Kinderhort, Kinderkrippe Insula in Bischofswiesen, online unter gemeinde.bischofswiesen.de
  275. Grund- u. Mittelschule in Bischofswiesen, online unter gemeinde.bischofswiesen.de
  276. Webseiten zur Lebenswelt Insula – Lage, Chronik, online unter dw-hohenbrunn.de
  277. Marktschellenberg für Familien, Hinweise über Einrichtungen für Kinder, online unter marktschellenberg.de
  278. Allgemeine Information über unseren Kindergarten in Ramsau bei Berchtesgaden, online unter ramsau.de
  279. Grundschule Ramsau, online unter ramsau.de
  280. Kindertagesstätte Schönau a. Königssee, online unter schoenau-koenigssee.com
  281. Schulen in Schönau am Königssee, online unter schoenau-koenigssee.com
  282. Geschichte des Amtes, online unter finanzamt.bayern.de/Berchtesgaden-Laufen
  283. kliniken-suedostbayern.de Website der Kreisklinik Berchtesgaden.
  284. Friedhofsverband Berchtesgaden, online unter gemeinde.berchtesgaden.de.
  285. ramsau.de Zum Bergkurgarten
  286. a b c Siehe Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. S. 246
  287. feuerwehr-ramsau.de Wir über uns

Koordinaten: 47° 37′ 48″ N, 12° 55′ 51,6″ O