Groß-Bieberau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Groß-Bieberau
Groß-Bieberau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Groß-Bieberau hervorgehoben

Koordinaten: 49° 48′ N, 8° 49′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Darmstadt-Dieburg
Höhe: 182 m ü. NHN
Fläche: 18,27 km2
Einwohner: 4656 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 255 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 64401,
64395 (Hippelsbach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 06162, 06161 (Hippelsbach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: DA, DI
Gemeindeschlüssel: 06 4 32 009
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstraße 28–30
64401 Groß-Bieberau
Website: www.gross-bieberau.de
Bürgermeister: Anja Dorothea Vogt (FWG)
Lage der Stadt Groß-Bieberau im Landkreis Darmstadt-Dieburg
ErzhausenWeiterstadtGriesheimPfungstadtBickenbach (Bergstraße)Alsbach-HähnleinSeeheim-JugenheimModautalMühltalOber-RamstadtMesselEppertshausenMünster (Hessen)DieburgRoßdorf (bei Darmstadt)FischbachtalGroß-BieberauReinheimGroß-ZimmernOtzbergGroß-UmstadtSchaafheimBabenhausen (Hessen)DarmstadtBayernOdenwaldkreisKreis BergstraßeKreis Groß-GerauLandkreis OffenbachKarte
Über dieses Bild
Luftaufnahme von Groß-Bieberau (2010)
Groß-Bieberau von Süden mit NSG Forstberg von Ueberau (2020)

Groß-Bieberau (im lokalen Dialekt: Biwera)[2] ist eine Stadt im südhessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg am Nordrand des Odenwalds.

Im Jahre 787 wurde Groß-Bieberau erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1312 hat Groß-Bieberau Stadtrechte. Im Mittelalter bestand hier eine der 30 Wildhuben des Wildbannes Dreieich, welchem auch die umliegenden Wälder angehörten.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groß-Bieberau grenzt im Norden an die Stadt Reinheim, im Osten an die Gemeinde Brensbach (Odenwaldkreis), im Süden an die Gemeinde Fischbachtal sowie im Westen an die Gemeinde Modautal und die Stadt Ober-Ramstadt.

Ober-Ramstadt Reinheim Reinheim
Modautal Nachbargemeinden Brensbach
Fischbachtal Fischbachtal Brensbach

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Groß-Bieberau gibt es den Stadtteil Rodau, sowie die Siedlung Hippelsbach in der Gemarkung von Groß-Bieberau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohl aufgrund der großen Fruchtbarkeit der Lößböden und des überaus reichlichen Wasservorkommens war das Gebiet der Gemarkung von Groß-Bieberau bereits in der jüngeren Steinzeit von Ackerbauern besiedelt. Das ist durch die zahlreichen Keramik- und Schmuckfunde aus dieser Zeit belegt.

Eine erstmalige urkundliche Erwähnung des Ortes gab es im Jahre 787, die Verleihung des Stadtrechts erfolgte dann ein halbes Jahrtausend später, im Jahre 1312. Groß-Bieberau war von 1312 bis 1479 im Besitz der Grafen von Katzenelnbogen und fiel 1479 der Landgrafschaft Hessen zu, nachdem die Linie der Grafen von Katzenelnbogen ausgestorben war[3]. Groß-Bieberau lag im Gerichtsbezirk der Zent Oberramstadt. Die Zent war in sogenannte „Reiswagen“ eingeteilt, denen jeweils ein Oberschultheiß vorstand, die dem Zentgrafen unterstellt waren. Dieser Bezirk hatte einen Frachtwagen (Reiswagen) einschließlich Zugtiere und Knechten für Feldzüge bereitzustellen. Groß-Bieberau gehörte zum „Großbieberauer Reiswagen“, dem auch noch Waldhausen[4][5] bestehend aus den Orten Niedernhausen, Billings, Meßbach und Nonrod sowie die Dörfer Rodau, Wersau, und Neurod und Steinau angehörten. Die gesamte Zent Oberramstadt war dem Amt Lichtenberg zugeteilt. Diese Einteilung bestand noch bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts.[6]

In den historischen Dokumenten ist der Ort unter folgenden Ortsnamen belegt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):[3] Biberahe, Biberae villa (1267); Bibera (1312); Biberauwe (1326); Bybera (1345); Beberaw, Bieberaw (1422); Büberauw, Büberauwe, Großenbibra (1514); Großen Bieberaw (1671).

Der Dreißigjährige Krieg, den gerade mal zwölf Einwohner überlebten, bedeutete einen herben Rückschlag für die Stadt. Die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt ging dann 1806 im Großherzogtum Hessen auf.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1829 über Groß-Bieberau:

„Großbieberau (L. Bez. Reinheim) luth. Pfarrdorf; liegt 34 St. von Reinheim an dem Fischbach, der nicht weit von hier die Gersprenz erreicht, so wie an der von Darmstadt durch den Odenwald ziehenden Chaussee. Der Ort besteht aus 194 Häusern und 1408 Einw., die bis auf 10 Reform. 6 Kath. und 50 Juden alle lutherisch sind. Man findet eine, 1726, bis auf den Thurm neu erbaute Kirche, ein Pfarrhaus, eine Kaplaneiwohnung, ein 1800 neuerbautes Rathhaus, mit dem die Schule verbunden ist, 2 Mahlmühlen und 1 Ziegelhütte. Jährlich werden 4 Krämermärkte abgehalten. – König Heinrich VII. bewilligte 1312 dem Grafen Diether IV. von Katzenellenbogen für Großbieberau, so wie für Lichtenberg, die Freiheiten der Stadt Oppenheim, nebst dem Marktrechte, und im Jahr 1326 wurden Lichtenberg und Großbieberau durch einen schiedsrichterlichen Spruch als der Wittwensitz der Gräfin Catharine, Diether IV hinterlassenen Gemahlin, bestätigt. Das Dorf war ein pfälzisches Lehen, womit namentlich 1398, Graf Eberhard von Katzenellenbogen, vom Pfalzgrafen Ruprecht belehnt wurde. Im Jahr 1422 wurde Großbieberau von Schenk Conrad von Erbach, Johann von Cronberg und Hans Kämmerer von Dalberg gebrandschatzt und verbrannt. Im 30jährigen Krieg hat der Ort sehr gelitten. Die pfälzische Lehenschaft dauerte bis in die neuesten Zeiten.“[7]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde am 31. Dezember 1971 die bis dahin selbstständige Gemeinde Rodau auf freiwilliger Basis nach Groß-Bieberau eingegliedert.[8] Für Stadtteil Rodau wurden ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[9]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Groß-Bieberau lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[3][10][11]

Gerichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groß-Bieberau gehörte zum Zentgericht Oberramstadt. In der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für das Fürstentum Starkenburg wurde das „Hofgericht Darmstadt“ als Gericht der zweiten Instanz eingerichtet. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die Ämter bzw. Standesherren vorgenommen. Damit war für Groß-Bieberau das Amt Lichtenberg zuständig. Das Hofgericht war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Übergeordnet war das Oberappellationsgericht Darmstadt. Die Zentgerichte hatten damit ihre Funktion verloren.

Mit Bildung der Landgerichte im Großherzogtum Hessen war ab 1821 das Landgericht Lichtenberg das Gericht erster Instanz. Es folgten:[3]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Groß-Bieberau 4612 Einwohner. Darunter waren 357 (7,7 %) Ausländer von denen 186 aus dem EU-Ausland, 159 aus anderen Europäischen Ländern und 171 aus anderen Staaten kamen.[13] Die Einwohner lebten in 1844 Haushalten. Davon waren 469 Singlehaushalte, 497 Paare ohne Kinder und 660 Paare mit Kindern, sowie 192 Alleinerziehende und 26 Wohngemeinschaften.[14]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1791: 588 Einwohner (mit Hippelsbach)[4]
• 1800: 529 Einwohner (mit Hippelsbach)[15]
• 1806: 896 Einwohner (mit Hippelsbach), 151 Häuser[12]
• 1829: 1408 Einwohner, 194 Häuser[7]
• 1867: 1607 Einwohner, 219 Häuser[16]
Groß-Bieberau: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2015
Jahr  Einwohner
1791
  
588
1800
  
529
1806
  
896
1829
  
1.408
1834
  
1.432
1840
  
1.614
1846
  
1.654
1852
  
1.717
1858
  
1.530
1864
  
1.578
1871
  
1.565
1875
  
1.582
1885
  
1.526
1895
  
1.616
1905
  
1.763
1910
  
1.855
1925
  
1.806
1939
  
2.067
1946
  
2.851
1950
  
2.949
1956
  
3.053
1961
  
3.113
1967
  
3.291
1970
  
3.353
1972
  
3.759
1976
  
3.809
1984
  
3.928
1992
  
4.041
2000
  
4.500
2005
  
4.626
2010
  
4.535
2011
  
4.612
2015
  
4.535
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [3]; 1972:[17]; 1972:[18]; 1984:[19]; 1992:[20]; 2000:[21]; 2005:[22]; 2010:[23]; Zensus 2011[24]; 2015:[25]
Ab 1972 einschließlich der im Zuge der Gebietsreform in Hessen eingegliederten Orte.

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1829: 1342 lutheranische (= 95,31 %), 10 reformierte (= 0,71 %), 50 jüdische (= 3,55 %) und 6 katholische (= 0,43 %) Einwohner[7]
• 1961: 2645 evangelische (= 84,97 %), 414 katholische (= 13,30 %) Einwohner[3]
• 2011: 2640 evangelische (= 57,3 %), 741 katholische (= 16,1 %), 1230 sonstige (= 26,7 %) Einwohner[26]

Erwerbstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde im Vergleich mit Landkreis, Regierungsbezirk Darmstadt und Hessen:[21]

Jahr Gemeinde Landkreis Regierungsbezirk Hessen
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2017 1.249 74.525 1.695.567 2.524.156
Veränderung zu 2000 −23,7 % +21,1 % +16,1 % +16,0 %
davon Vollzeit 2017 70,7 % 68,3 % 72,8 % 71,8 %
davon Teilzeit 2017 29,3 % 31,7 % 27,2 % 28,2 %
Ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte 2017 244 15.305 224.267 372.991
Veränderung zu 2000 −48,5 % +14,4 % +9,0 % +8,8 %
Branche Jahr Gemeinde Landkreis Regierungsbezirk Hessen
Produzierendes Gewerbe 2000 46,8 % 41,1 % 27,0 % 30,6 %
2017 43,6 % 31,3 % 20,4 % 24,3 %
Handel, Gastgewerbe und Verkehr 2000 40,8 % 26,1 % 26,4 % 25,1 %
2017 34,1 % 26,8 % 24,7 % 23,8 %
Unternehmensdienstleistungen 2000 03,5 % 11,6 % 25,1 % 20,2 %
2017 08,3 % 17,1 % 31,6 % 26,1 %
Sonstige Dienstleistungen 2000 08,4 % 18,8 % 20,1 % 22,5 %
2017 13,5 % 23,6 % 23,0 % 25,4 %
Sonstiges (bzw. ohne Zuordnung) 2000 00,5 % 02,4 % 01,4 % 01,5 %
2017 00,5 % 03,8 % 00,3 % 00,4 %

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[27] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[28][29][30]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
    
Insgesamt 23 Sitze
Wahl-
jahr
Wahl-
beteili-
gung
Es entfielen auf die Wahlvorschläge von
SPD CDU FWG[31] GRÜNE FDP Insgesamt
% % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
2016 52,2 35,5 8 29,8 7 27,4 6 7,3 2 100 23
2011 56,2 35,2 8 28,3 7 22,4 5 8,4 2 5,7 1 100 23
2006 58,8 29,7 7 31,3 7 25.9 6 6,1 1 7,0 2 100 23
2001 67,1 33,9 8 51,8 12 6,1 1 9,0 2 100 23
1997 74,4 32,1 7 54,3 12 6,8 2 6,9 2 100 23

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. Februar 2020 wurde mit 62,3 Prozent der Stimmen Anja Dorothea Vogt (FWG) zur Bürgermeisterin gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 58,2 Prozent. Sie tritt das Amt am 9. Juni 2020 an.[32] Amtsinhaber Edgar Buchwald (SPD) war nicht mehr zur Wiederwahl angetreten. Seine Amtszeit endet am 8. Juni 2020.[33]

Frühere Bürgermeister
  • 2008 bis 2020: Edgar Buchwald (SPD)
  • 1996 bis 2008: Werner Seubert (CDU)

Ortsbezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gibt es im Stadtgebiet:[9][34]

  • Ortsbezirk Rodau (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Rodau). Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Banner Groß-Bieberau.svg

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Groß-Bieberau.svg
Blasonierung: „In Blau ein steigender, rot bewehrter silberner Biber.“[35]

Das Stadtwappen in seiner heutigen Form wurde am 10. Juli 1957 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.

Der Biber ist ein redendes Wappenbild. In früheren Abbildungen wurde der Biber schwarz auf goldenem Grund tingiert.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge von Groß-Bieberau wurde am 6. März 1958 vom Hessischen Innenministerium genehmigt und wird wie folgt beschrieben: „Auf der breiten weißen Mittelbahn des rot-weiß-roten Flaggentuches das Gemeindewappen.“ [36]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Groß-Bieberau

Natur und Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordöstlich von Groß-Bieberau liegt an der Grenze zur Gemarkung Ueberau das NaturschutzgebietForstberg von Ueberau“. Es ist eine Vulkankuppe mit artenreichen Magerwiesen und Streuobstbeständen. In der Gemarkung von Rodau befindet sich das flächenhafte NaturdenkmalGranitfelsen-Felsenmeer Steingeröll“ am Hang des Berges Altscheuer.[37]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Großsporthalle Groß-Bieberau während eines Bundesligaspiels der TSG Groß-Bieberau.

Überregional bekannt ist der Sportverein TSG Groß-Bieberau. Die erste Männermannschaft spielt in der 3. Handball-Liga (Mitte).

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flächennutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst eine Gesamtfläche von 1827 Hektar, davon entfallen in ha auf:[41]

Nutzungsart 2011 2015
Gebäude- und Freifläche 129 131
davon Wohnen 79 81
Gewerbe 15 16
Betriebsfläche 7 7
davon Abbauland 1 1
Erholungsfläche 6 6
davon Grünanlage 2 2
Verkehrsfläche 109 109
Landwirtschaftsfläche 895 892
davon Moor 0 0
Heide 0 0
Waldfläche 657 657
Wasserfläche 20 20
Sonstige Nutzung 5 5

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haslochbergschule
  • Albert-Einstein-Schule (AES)
Die Albert-Einstein-Schule ist eine kooperative (schulformbezogene; früher: additive) Gesamtschule, die in ihren Ursprüngen auf die im Jahre 1900 gegründete Höhere Bürgerschule Groß-Bieberau zurückgeht. Ihre direkte Vorstufe hat sie im Schulzentrum Odenwald, einer gemeinsamen Gründung Groß-Bieberaus und der Schulverbandsgemeinden, die nach der Gebietsreform zum Teil dem Odenwaldkreis zugeordnet wurden.
Unter der AES befindet sich ein Schutzraumbauwerk (ehemaliges Hilfskrankenhaus mit 1000 Betten).
  • Haslochbergschule (Grundschule)

Urlaubsregion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Odenwald wird als Urlaubsregion immer beliebter. Groß-Bieberau liegt am nördlichen Rand des Odenwaldes und wird auch als das „Tor zum Odenwald“ bezeichnet. Der nahegelegene Hausberg ist die Neunkircher Höhe in 605 m Höhe. Das weithin sichtbare Schloss Lichtenberg liegt in der Nachbargemeinde Fischbachtal, im Ortsteil Lichtenberg, in 278 m Höhe.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einstige Gersprenztalbahn (Reinheim – Reichelsheim) ist stillgelegt. Zwischen Reinheim und Groß-Bieberau findet zurzeit kein Güterverkehr statt, es wird allerdings über eine Reaktivierung der Strecke mit den Parteien der nächstgelegenen Gemeinden diskutiert. Diese Strecke wird von der Buslinie 693 bedient, die den Anschluss zur Odenwaldbahn (Frankfurt – Darmstadt – Eberbach) herstellt. Außerdem verkehren die Buslinien MO2 (Reinheim – Niedernhausen  – Neunkirchen - Brandau), MO3 (Reinheim – Groß-Bieberau – Asbach – Ernsthofen), NH (Darmstadt – Roßdorf – Reinheim-Georgenhausen – Groß-Bieberau – Niedernhausen) und die Schnellbuslinie RHX (Darmstadt – Reinheim-Georgenhausen – Reinheim – Groß-Bieberau Schule).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Groß-Bieberau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2019 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)  (Hilfe dazu).
  2. Darmstädter Echo, Samstag, 29. Dezember 2018, S. 25.
  3. a b c d e f Groß-Bieberau, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 8. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 9. Juni 2018.
  4. a b Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 123 (Online in der HathiTrust digital library).
  5. Wilhelm Müller: Hessisches Ortsnamensbuch: Starkenburg. Hrsg.: Historische Kommission für den Volksstaat Hessen. Band 1. Selbstverlag, Darmstadt 1937, DNB 366995820, OCLC 614375103, S. 727.
  6. Ferdinand Dieffenbach: Das Großherzogthum Hessen in Vergangenheit und Gegenwart. Literarische Anstalt, Darmstadt 1877, S. 254 (Online bei google books).
  7. a b c Georg Wilhelm Justin Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Starkenburg. Band 1. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt Oktober 1829, OCLC 312528080, S. 88 (Online bei google books).
  8. Karl-Heinz Gerstemeier, Karl Reinhard Hinkel: Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Hrsg.: Hessischer Minister des Inneren. Bernecker, Melsungen 1977, DNB 770396321, OCLC 180532844, S. 230.
  9. a b Hauptsatzung. (PDF; 164 kB) §; 6. In: Webauftritt. Stadt Groß-Bieberau, abgerufen im Mai 2019.
  10. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  11. Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.): Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Hessen. Band 1. Großherzoglicher Staatsverlag, Darmstadt 1862, DNB 013163434, OCLC 894925483, S. 43 ff. (Online bei google books).
  12. a b Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 117 (Online in der HathiTrust digital library).
  13. Bevölkerung nach Staatsangehörigkeitsgruppen: Groß-Bieberau, Stadt. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Mai 2015.
  14. Haushalte nach Familien: Groß-Bieberau, Stadt. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Mai 2015.
  15. Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 124 (Online in der HathiTrust digital library).
  16. Ph. A. F. Walther: Alphabetisches Verzeichniss der Wohnplätze im Grossherzogtum Hessen. G. Jonghaus, Darmstadt 1869, OCLC 162355422, S. 32 (Online bei google books).
  17. Kommunalwahlen 1972; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 4. August 1972. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 33, S. 1424, Punkt 1025 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,9 MB]).
  18. Kommunalwahlen 1977; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 15. Dezember 1976. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1976 Nr. 52, S. 2283, Punkt 1668 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 10,3 MB]).
  19. Kommunalwahlen 1985; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 30. Oktober 1984. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1984 Nr. 46, S. 2175, Punkt 1104 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,5 MB]).
  20. Kommunalwahlen 1993; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 21. Oktober 1992. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1992 Nr. 44, S. 2766, Punkt 935 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,1 MB]).
  21. a b Gemeindedatenblatt: Groß-Bieberau. (PDF; 222 kB) In: Hessisches Gemeindelexikon. HA Hessen Agentur GmbH;
  22. Die Bevölkerung der hessischen Gemeinden (30. Juni 2005). (Nicht mehr online verfügbar.) In: Hessisches Statistisches Landesamt. Archiviert vom Original;.
  23. Die Bevölkerung der hessischen Gemeinden (30. Juni 2010). (Nicht mehr online verfügbar.) In: Hessisches Statistisches Landesamt. Archiviert vom Original;.
  24. Einwohnerzahlen: Groß-Bieberau, Stadt. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Mai 2015.
  25. Die Bevölkerung der hessischen Gemeinden (30. Juni 2015). (Nicht mehr online verfügbar.) In: Hessisches Statistisches Landesamt. Archiviert vom Original;.
  26. Religionszugehörigkeit: Groß-Bieberau, Stadt. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im Mai 2015.
  27. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. 432009 Groß-Bieberau. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  28. Ergebnis der Gemeindewahl vom 27. März 2011. 432009 Groß-Bieberau, Stadt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im November 2019.
  29. Ergebnis der Gemeindewahl vom 26. März 2006. 432009 Groß-Bieberau, St. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im Oktober 2019.
  30. Ergebnisse der Gemeindewahlen von 2001 und 1997. (Nicht mehr online verfügbar.) Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im Oktober 2019.
  31. Freie Wählergemeinschaft Groß-Bieberau
  32. Direktwahlen in Groß-Bieberau, Stadt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im Februar 2020.
  33. Aufforderung zur Einreichung von Wahlvorschlägen und Bekanntmachung des Wahltags und des Tags der Stichwahl für die Direktwahl der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters der Stadt Groß-Bieberau
  34. Ortsbeirat Rodau. In: Webauftritt. Stadt Groß-Bieberau, abgerufen im Oktober 2019.
  35. Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Groß-Bieberau im Landkreis Dieburg, Regierungsbezirk Darmstadt vom 10. Juli 1957. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1957 Nr. 30, S. 728, Punkt 759 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 4,5 MB]).
  36. Genehmigung einer Flagge der Gemeinde Groß-Bieberau, Landkreis Dieburg, Regierungsbezirk Darmstadt vom 6. Mai 1958. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1958 Nr. 20, S. 557, Punkt 481 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,5 MB]).
  37. Horst Bathon, Georg Wittenberger: Die Naturdenkmale des Landkreises Darmstadt-Dieburg mit Biotop-Touren, 2. erweiterte und vollständig überarbeitete Auflage. In: Schriftenreihe Landkreis Darmstadt-Dieburg, (Hrsg.) Kreisausschuss des Landkreises Darmstadt-Dieburg - Untere Naturschutzbehörde, Darmstadt, 2016. ISBN 978-3-00-050136-4. 243 Seiten. S. 57–58.
  38. Darmstädter Echo, Montag, 2. Juli 2018, S. 19
  39. Darmstädter Echo, Freitag, 23. Oktober 2015, S. 18
  40. Darmstädter Echo, Donnerstag, 26. November 2015, S. 20
  41. Hessisches Statistisches Informationssystem In: Statistik.Hessen.